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Dokumentation Kieselstein ERP

Willkommen bei der Kieselstein ERP eG

Diese Dokumentation zum Open Source Kieselstein ERP sollte dir helfen, dein(e) Unternehmen, mit dem Kieselstein ERP optimal zum Erfolg zu steuern.

Viele Dinge sind allgemein gültig und somit nicht unbedingt an ein bestimmtes ERP gebunden. Der besondere Vorteil des Kieselstein ERP ist, dass es mit seinen integrierten Abläufen, gerade kleine und kleine mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, die Unternehmensprozesse gut abzubilden. Andere Systeme sind oft (nur) Frameworks, welche durch entsprechende Consulting-Leistung an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Auch gehen diese Systeme davon aus, dass die Unternehmer:innen wissen, was alles für die Unternehmensführung erforderlich ist. Kieselstein ERP kommt mit einem großen Umfang an Funktionen, die durch entsprechende Parametrierung aktiviert werden. D.h. das immer wieder Neu-Erfinden von Funktionen / Abläufen ist damit deutlich reduziert.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass das Kieselstein ERP von den Erfordernissen der Produktion, der Herstellung von Waren/Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen aus geht und damit an die tatsächlichen Abläufe dieser Art von Unternehmen angepasst ist. Ein sehr großer Teil der üblichen Systeme kommen aus der Bankenwelt oder aus der Finanzbuchhaltung. So ist es für Kieselstein ERP selbstverständlich, dass Stücklisten mit einer beliebige Anzahl von Hierarchieebenen umgehen können, dass die Bewirtschaftung von Mensch- und Maschinenzeit ein integraler Bestandteil des Systems sind. Aber natürlich gibt es auch so Dinge wie integrierte Finanzbuchhaltung, Liquiditätsplanung und viele andere mehr.

Reinschauen, herunterladen, nutzen.

Mit Kieselstein ERP bekommst du das Open Source ERP System mit einem großen Umfang, der für die typischen KMU, kleinen und mittelständischen Unternehmen erforderlich ist und das völlig kostenlos.

Warum Kieselstein ERP?
Nachdem doch einige Menschen danach gefragt haben:
Wirft man einen Kieselstein ins Wasser, so schlägt er kreisförmige Wellen die sich immer weiter ausbreiten. So wünschen wir dem Kieselstein ERP dass es sich immer weiter ausbreitet und für viele Menschen und Unternehmen Nutzen stiftet.

Warum Open Source?
Nur Quelle offene Produkte, ob das jetzt Konstruktionszeichnungen für LKW’s sind oder der Quellcode der Software, ermöglichen den Menschen die Hilfe zur Selbsthilfe und machen sie damit unabhängig und hoffentlich auch ein kleines Stückchen freier.

1 - Kieselstein ERP eG

Wer bzw. was ist die Kieselstein ERP Genossenschaft?

Die Kieselstein ERP e.G. kümmert sich um die konsolidierte Weiterentwicklung des Kieselstein ERP Systems. Dazu haben sich eine Anzahl von Firmen als Mitglieder aus den verschiedensten, vor allem produzierenden, Branchen zusammengeschlossen.

Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen. Siehe dazu Mitgliedsantrag, Statuten, Mitgliedsbeitrag.

Einige Stimmen von den Mitgliedern, die teilweise Jahrzehnte lange Anwender sind

  • H: ein gutes umfassendes und doch übersichtliches Programm

1.1 - Kurzfassung des Kieselstein ERP

Kürzest-Beschreibung des Kieselstein-ERP Systems.

Das Kieselsein ERP System ist ein Fork des jahrelang bewährten, Betriebssystem unabhängigen ERP-Systems HELIUM V, mit Stand September 2022.

Es umfasst folgende Module / Bereiche:

Warenwirtschaft

  • Artikelstamm
    Das zentrale Herzstück Ihres ERP Systems!
    Verkauf, Einkauf, Lager, geleitender Lager Durchschnittspreis (Gestehungspreis), Beschreibungen, Bilder, Dokumentation
    Freigabe Serien- und Chargennummern, Gebindeverwaltung
    Statistiken, zahlreiche Auswertungen
  • hierarchische Stücklisten
    • beliebig viele Ebenen (Tiefen) zur Abbildung Ihre Produktionsprozesses bis hin zu Fremdfertigung (verlängerte Werkbank)
    • Soll- / Vor-Kalkulation inkl. Stücklistenauflösung
    • Phantom Stücklisten (Hilfs-Stücklisten)
    • Set-Artikel als Einkaufs- bzw. Verkaufs-Set
    • Formelstücklisten als automatischer Fertigungsstücklisten Konfigurator, frei konfigurierbar

Einkauf

  • Anfrage
    • Gruppenanfrage mit Gruppen Auswertungen
    • Anfragevorschlag, Überleitung in Gruppenanfragen
  • Bestellung
    • Rahmen und Abrufbestellung
    • Bestellvorschlag mit Lieferoptimierung
    • Wareneingänge mit Überleitung zur Eingangsrechnung
  • Eingangsrechnung
    • Splittbuchung
    • Kontierungsberechtigung
    • Zahlungsvorschlag
    • Auftragszuordnung
  • Lieferanten

Produktion

  • Fertigungsaufträge
    • interner Bestellvorschlag = errechnen der tatsächlich zu fertigenden Baugruppen / Unterstücklisten
    • Geräte-Seriennummern
    • Stückrückmeldung
    • Mitlaufende / Nach-Kalkulation
    • Statistik der Kosten- und Zeitentwicklung
  • Zeitbewirtschaftung
    • Anwesenheitszeiten
    • Zeiten auf Projekt, Angebot, Aufträgen, Fertigungsaufträgen, Telefonzeiten, Reisezeiten, ..
    • Monatsabrechnungen mit Überstunden-Auswertungen, automatischer Versand
    • Überleitung zur Lohnverrechnung
    • Urlaubs- und Gleitzeit-Verwaltung
    • Maschinenverwaltung mit Maschinenzeitmodellen, Mehrmaschinen
    • Produktivitätsstatistik Mensch bzw. Maschine
  • Personalstamm
    • Rechtestruktur zur Abbildung der DSGVO
    • beliebig viele Zeitmodelle inkl. Vorgaben nach Arbeitsrecht
    • Kollektiv / Tarif-Verträge
    • Schichtzuschläge, Personengruppen, privat & Dienstfahrzeuge
  • Reklamationsverwaltung
  • Küchenmodul

Verkauf

  • Projektverwaltung
  • Angebotswesen
  • Angebotsstücklisten
    • Angebotsstücklisten Schnellerfassung
    • Einkaufsangebotsstücklisten inkl. XLS Lieferantenanfragen
  • Aufträge, inkl. Rahmen- und Abrufaufträgen und wiederholenden Aufträgen
    • erweiterte Auftrags-Projektsteuerung inkl. Liquiditätsplan
    • Auslieferliste
    • umfassende detaillierte mitlaufende bzw. Nach-Kalkulation
  • Forecast
    • verschiedene Importformate
    • Prognose des Materialbedarfes anhand der Forecast-Positions-Termine und der Stücklisten inkl. hierarchischer Auflösung
  • Lieferschein
    • Sammellieferschein
    • verketteter Lieferschein
    • Lieferantenlieferschein
    • Vorschlag der auszuliefernden Positionen (anhand Aufträgen)
  • Rechnung
    • Sammelrechnung
    • Anzahlungs- und Schlussrechnung
    • Proformarechnung
    • Gutschrift / Rechnungskorrektur
    • Zahlungsverwaltung
    • Mahnwesen
    • Provisionsabrechnung
  • Kundenstamm
    • Konditionen
    • Sonderkonditionen nach Artikel
    • Zahlreiche Auswertungen und Statistiken
    • Deckungsbeitrag je Kunde
    • beliebig viele Ansprechpartner je Kunden
    • Rechnungs- und Lieferadressen

Management

  • Finanzbuchhaltung in zwei Ausführungen
    • nur Export in Standard Buchhaltungsprogramme (Datev, BMD, RZL, ….), sowie Import der OP-Listen
    • vollständig integrierte einfache Buchhaltung bis hin zur G+V/BWA bzw. Bilanz
      • automatische Verbuchung der ER, AR, GS
        nach umfangreichem anpassbaren Regelwerk
      • SuSa, UVA, Erfolg, Periodenübernahmen, Ausziffern, manuelle Buchung, …
    • SEPA Import = Import der Kontoauszüge nach ISO, damit fast volautomatische praktische Zahlungsbuchung
  • Dashboard mit zahlreichen praktischen Auswertungen, alle anpassbar
  • 360° Kundencockpit

System

  • Partner und Banken
  • Benutzerverwaltung mit Rollen und Rechten
  • allgemeine Systemeinstellungen

allgemeines

  • freie Benutzeranzahl (keine Begrenzung)
  • alle angeführten Module frei aktivierbar
  • keine Lizenzkosten, bitte rechnen Sie mit Installations- bzw. Betreuungskosten
  • beliebig viele Mandanten mit oder ohne zentralem Artikelstamm
  • ca. 700 Standard Formulare / Auswertungen
  • deutsch und englisch im Standard enthalten, weitere Sprachen durch zur Verfügungstellung der Übersetzungen kurzfristig integrierbar
  • bewährtes Drei-Schichten-Modell
  • Client und Applikationsserver laufen nativ unter Windows(R), Linux, iOS (MAC)
  • Quellcode (Source) unter AGPL lizenziert und unter https://gitlab.com/kieselstein-erp verfügbar
  • Wird durch die Kieselstein ERP eG gepflegt und weiterenwickelt

1.2 - Bilder zum Kieselstein ERP

Bilder und Diagramme rund um das Kieselstein ERP System

Das Kieselstein ERP System ist ein Fork des jahrelang bewährten, Betriebssystem unabhängigen ERP-Systems HELIUM V, mit Stand September 2022.

Es umfasst folgende Module / Bereiche:

Warenwirtschaft

  • Artikelstamm
  • hierarchische Stücklisten

Einkauf

  • Anfrage
  • Bestellung
  • Eingangsrechnung
  • Lieferanten

Produktion

  • Fertigungsaufträge
  • Zeitbewirtschaftung
  • Personalstamm
  • Reklamationsverwaltung
  • Küchenmodul

Verkauf

  • Projektverwaltung
  • Angebotswesen
  • Angebotsstücklisten
  • Aufträge, inkl. Rahmen- und Abrufaufträgen und wiederholenden Aufträgen
  • Forecast
  • Lieferschein
  • Rechnung
  • Kundenstamm

Management

  • Finanzbuchhaltung in zwei Ausführungen
    • nur Export in Standard Buchhaltungsprogramme (Datev, BMD, RZL, ….), sowie Import der OP-Listen
    • vollständig integrierte einfache Buchhaltung bis hin zur G+V/BWA bzw. Bilanz
    • SEPA Import = Import der Kontoauszüge nach ISO, damit fast volautomatische praktische Zahlungsbuchung
  • Dashboard mit zahlreichen praktischen Auswertungen, alle anpassbar
  • 360° Kundencockpit

System

  • Partner und Banken
  • Benutzerverwaltung mit Rollen und Rechten
  • allgemeine Systemeinstellungen

dazu einige Bilder

Modul Icon
Mandanten hat_gray.svg
Artikel nut_and_bolt.svg
Stückliste text_code_colored.svg
Lieferanten address_book2.svg
Anfrage note_find.svg
Bestellung shoppingcart_full.svg
Eingangsrechnung hand_money.svg
Fertigung factory.svg
Küche office-building.svg
Reklamation exchange.svg
Instandhaltung houses.svg
Zeiterfassung clock.svg
Personal worker.svg
Kunde handshake.svg
Projekte briefcase2_document.svg
Angebot presentation.svg
Angebotsstückliste note_add.svg
Inserate news.svg
Forecast document_chart.svg
Auftrag auftrag.svg
Lieferschein truck_red.svg
Rechnung calculator.svg
Zutritt id_card.svg
Finanzbuchhaltung books.svg
360° Kundensicht control_tower.svg
Dashboard gauge.svg
Partner businessmen.svg
Benutzer user1_monitor.svg
System toolbox.svg
Nachrichten messages.svg
Geodaten dot-chart.svg

2 - Einleitung

Wozu braucht man überhaupt ein ERP System, das macht doch eh alles mein Steuerberater

Wozu braucht man überhaupt ein ERP System?

Viele Menschen, vor allem Jungunternehmer und Startups fragen sich, mit welchen organisatorischen Werkzeugen sollten man den sein Unternehmen führen.

Die Antwort ist schlichtweg mit einem umfassenden ERP System, wie z.B. das Kieselstein ERP.

Warum?

Nur wenn (fast) alle (kaufmännischen) Daten in einem System verknüpft sind, kann man den Nutzen durch die Zusammenschau der Daten erkennen.

So ist z.B. die Frage, welchen Deckungsbeitrag erziele ich mit welchem Kunden, in einem guten ERP System relativ einfach zu beantworten. Machen Sie das mal mit einer Tabellenkalkulation.

Oft hören wir auch, das kann ich doch aus meiner Finanzbuchhaltung herauslesen und die macht ja sowieso der Steuerberater, bzw. ich will mich mit diesen Dingen gar nicht befassen.

Gerade das ich will mich nicht damit befassen ist der Anfang vom Ende der Selbständigkeit. Sie haben sich ja nicht deswegen selbständig gemacht, um Ihren Angestellten-Job in einer anderen risiko reicheren Umgebung zu machen, sondern, weil Sie ganz besondere Kenntnisse in verschiedenen Bereichen haben und damit auch Geldverdienen wollen.

Wichtig: Zur Selbständigkeit gehört auch, dass Sie sich um die Zahlen kümmern. Es sind Ihre Zahlen, Ihre Gewinne.

Nur Sie können Ihre Zahlen entsprechend interpretieren. Denken Sie immer daran, nur mit entsprechendem Branchen / Produktknowhow können Ihre Gewinn / Bilanzzahlen so interpretiert werden, dass damit die erforderliche tägliche Verbesserung in Ihrem Unternehmen erreicht wird.

Der Steuerberater, Wirtschaftstreuhänder hat eine ganz wichtige Funktion, das daily business gehört aber nicht dazu.

Oder in anderen Worten, so wie wir es alle aus der Schule kennen:

wenn die tägliche Mitarbeit gut ist, wird das Jahreszeugnis auch gut sein, also wenn jedes Produkt / Projekt, jeder Kundenauftrag sofort bzw. laufend auf seinen geplanten Erfolg hin überprüft wird, wird Ihre Jahres-Gewinn- und Verlustrechnung ein positives Ergebnis zeigen.

Macht diese Überprüfung nur Ihr Steuerberater, so

  • erhalten Sie das Ergebnis zu spät (er ist üblicherweise ein Monat hinter dem täglichen Geschäft)
  • es fehlt die Gliederung in die Produkte, in anderen Worten: In Summe ist es so la la, aber die guten Produkte stützen die schwachen Produkte
  • es fehlt die klare Erkenntnis welches Ihrer Produkte ein Problem hat. Damit passiert, dass die Produkte mit einem guten Deckungsbeitrag unter Umständen zu teuer sind und somit zum Mitbewerber wandern und die Produkte die Sie zu billig, also unter Deckung, verkaufen, bleiben Ihnen, weil um den Preis macht das keiner Ihrer Mitbewerber.

Um alle diese Dinge in Ihrer Gesamtheit auch für ein kleines 1-2Mann/Frau Unternehmen zu bewältigen, benötigen Sie ein umfassendes ERP System.

Ja selbst ein OpenSource ERP wie Kieselstein benötigt Betreuung und Einführung. Das können Sie selbst machen. Die Unterstützung durch gut ausgebildete Mitarbeiter:innen ist, in Verbindung mit Best Praktice, jedoch enorm wertvoll. Beschleunigt den Start sehr deutlich, auch wenn sie Geld kostet.

Welche Bereiche deckt das Kieselstein ERP ab?

Das Kieselstein ERP kommt, als Fork von HELIUM V welches auf dem langjährigen Wissen von Logistik Pur entwickelt wurde, aus der Elektronik Produktion. Über die Jahrzehnte hinweg, mit der Unterstützung durch die Anforderungen vieler Anwender hat es sich zu einem umfassenden ERP System für kleine und kleine mittelständische Unternehmen entwickelt. Die, auch in der Praxis, abgedeckten Branchen sind:

  • Elektronik
  • Elektrotechnik
  • Metallver- und be-arbeitung
  • Maschinen und Anlagenbau
  • Gerätebau (also eine Kombination aus allen Branchen, typisch für Eigenprodukte)
  • Kunststoffverarbeiter
  • Lebensmittel und Kosmetik(produkte)

Abgedeckte Unternehmensgrößen vom klassischen ein Mann/Frau Startup hin zum Unternehmensverbund mit mehreren eigenständigen Unternehmen und einigen hundert Mitarbeiter:innen.

Die organisatorisch abgedeckten Bereiche sind:

  • Einkauf
  • Verkauf
  • Warenwirtschaft
  • Fertigung
  • Zeitwirtschaft für Menschen und Maschinen
  • Finanzbuchhaltung
  • Management

muss ich damit 100% organisatorisch abdecken?

Nicht wirklich. Gehen Sie pragmatisch vor, oder wie es manchmal zu hören ist: lieber 80% richtig, als 100% falsch.

Das bedeutet natürlich auch, dass Sie die Anforderungen an die 80% kennen müssen. Dies lernen Sie nur, wenn Sie sich, täglich (zumindest wöchentlich) mit den Zahlen Ihres Unternehmens auseinandersetzen und diese tatsächlich lesen und verstehen. Damit sehen Sie den nächsten Handlungsbedarf, und es gibt immer einen nächsten Handlungsbedarf. Siehe dazu auch die Theory of constrains.

Warum der Name Kieselstein-ERP?

Wirft man einen Kiesel-Stein ins Wasser so breiten sich seine Wellen immer weiter aus. So wünschen wir uns, dass sich auch das Kieselstein ERP immer weiter ausbreitet, durch die Unterstützung vieler fleißiger Hände und Köpfe. Zugleich dringt der Stein bis in die Tiefen vor, zeigt also auch das Bestreben, die gesamten Unternehmensabläufe in ihrer gesamten Tiefe zu durchdringen.

Denke aber auch daran, deine großen / wichtigen Kieselsteine rechtzeitig in dein Lebensgefäß zu legen. Damit du rechtzeitig Platz dafür hast. Ist dein Gefäß einmal (mit vielen kleinen Steinen) voll, haben die großen Steine keinen Platz mehr.

2.1 - Die Kieselstein ERP Geschichte

Wie kommt man denn auf die Idee selber ein ERP zu programmieren?

Kieselstein-ERP oder wie kommt man denn auf die Idee ein ERP “selbst” zu programmieren?

Diese Frage stellte mir ein Messebesucher so ca. 2006 als es die Systems in München noch gab. Da die Geschichte auch beschreibt, wofür brauche ich denn für mein Unternehmen überhaupt ein ERP System, hier ein kurzer Abriss der Geschichte.

Begonnen hat es eigentlich 1984, wobei viele Dinge bereits vorher schon genutzt / gelebt wurden. Damals als Fertigungsleiter für elektronische Bildschirmterminals (ja mit Bildröhren usw.) hatte ich nur Bleistift, Papier und einen CP/M Computer zur Verfügung.

Der bereits vorhandene “Groß”-Rechner der Buchhaltung war für uns in unerreichbarer Ferne, weder Zugänge dazu noch sonstiges. Aber immerhin hatte ich ja den CP/M Rechner.

Auch unser Terminal hatte mehrere Baugruppen und natürlich wurden auf jeder Baugruppe gleiche Bauteile verwendet. Da auch damals die Materialbeschaffung herausfordernd war (wann ist sie das eigentlich nicht), musste man faktisch täglich, jedenfalls wöchentlich überlegen bis wann man den welche Stückzahlen an welche Kunden liefern konnte.

Dass in der damals üblichen Papiervariante umzusetzen war mir zu mühsam, daher habe ich das dBase2 auf dem CP/M genutzt und so eine erste sehr einfache Artikel- und Stücklistenverwaltung aufgebaut. Mit der man immerhin schon eine beliebige Stücklistentiefe abbilden konnte und natürlich bei den Artikeln die Lieferanten hinterlegen usw.. Somit habe ich zumindest den Bedarf je Artikel sehr rasch und einfach ermitteln können.

Nachdem ich mich dann 1985 zum ersten Mal selbständig gemacht habe, brauchte ich natürlich eine Ausgangsrechnungsverwaltung und damit auch eine Kundenverwaltung. Das war für meinen damaligen Haupt-Auftraggeber natürlich auch interessant und so hat sich dieses Ding weiterentwickelt.

In der Zwischenzeit bin ich zurück nach Salzburg und natürlich wurde das nun Mawi genannte Softwarepaket in der eigenen GmbH genutzt.

Ca. 1993 haben wir die Lösung an einen Entwicklungskunden verkauft, der dann 1994 das komplette Sourcerecht des nun Logistik Pur genannten Paketes gekauft hat. Nachdem damit auch mehrere Firmen im In- und Ausland beteiligt waren, sind entsprechend viele Ergänzungen dazu gekommen.

Auch wurde hier erstmals die Zeitwirtschaft im Produktionsbereich eingerichtet.

1996 bot sich die Gelegenheit mein eigenes Source herauszukaufen und die wenigen Kunden mitzunehmen, womit die Geschichte nun so richtig begann.

Warum sollte ich also in meinem Unternehmen ein ERP einsetzen?

Jeder Unternehmer ist der Kapitän seines Schiffes. D.h. so wie der Kapitän jederzeit wissen muss wo er ist und wo die Reise hingehen sollte, gilt das auch für den Unternehmer.

Leider ist diese Sicht noch nicht bei allen, vor allem Klein-Unternehmern, angekommen.

Warum aber muss ich als Unternehmer / Geschäftsführer den aktuellen Status und die Reiseroute kennen?

Gerade in den sogenannten Krisen der letzten Jahre (Finanzkrise 2008, Covid 2020/21, Energie 2022 usw.) hat sich gezeigt, dass die Unternehmer (die dies wirklich leben / verdienen so genannt zu werden) die ihr Unternehmens-Schiff gut gesteuert haben, haben durch die Klippen und Wellen gut durchnavigiert / gut durchgefunden.

Diejenigen die sich nur um Teilbereiche ihrer Unternehmen gekümmert haben, haben es oft nicht überlebt, bzw. mussten sie teils dramatische Einbußen hinnehmen.

Das bedeutet: Ja es ist wichtig, dass das Unternehmen seinen USP hat.

Der kann auch darin liegen, dass man an einem günstigen Standort Drehteile herstellt.
An dem günstigen Standort sind die Mieten nieder und die Mitarbeiter sind froh überhaupt eine Arbeit in der Nähe des Wohnortes zu haben. Also auch mit einem geringeren Lohn zufrieden.

Das kann man nützen.

Aber:

Trotzdem muss man wissen, mit welchen Teilen / Artikeln / Produkten verdient man Geld und mit welchen nicht.

Warum muss man das wissen?

Teile / Produkte die man zu einem hohen Preis verkauft, sind auch für andere (Hersteller / Händler) interessant.

Wenn nun Ihr Kunde eine Möglichkeit findet, genau die gleichen Teile in der gleichen Qualität wo anders billiger zu kaufen, ist die Gefahr groß, dass er das auch macht.

Das bedeutet, es werden dir im Endeffekt nur mehr die Teile übrig bleiben, bei denen du (sehr) wenig verdienst, oder schlimmsten falls drauf legst / dazu zahlst. Gerade wenn du Zulieferant an große Firmen bist, kommt jedes Jahr die Preisverhandlung. Hier sollten du schon sehr genau wissen, wo ist Luft um dem Einkäufer seinen Erfolg zu gönnen und wo ist keine Luft.

Dazu ein Beispiel aus der Praxis: Es ging bei einer Fertigung von großen mechanischen Teilen wiedereinmal um den Preis. Der Material-Einkaufspreis ist allen Beteiligten bekannt. Also kann man ausschließlich beim Produktionsprozess die erforderliche Wertschöpfung verdienen.

Nun hat der ERP-Anwender eine sehr gute Zeiterfassung für die Herstellung dieser Teile gemacht.

Alle Arbeitsgänge mit den entsprechenden Maschinen gut dokumentiert und die Ist-Zeiten (Mensch und Maschine) erfasst. Somit hatte der Kunde kein Argument mehr, diese Zeiten und damit die Herstellungskosten anzuzweifeln. Damit konnte die Kosten durchgesetzt werden.

Dass dies nur geht, wenn die Qualität des Produktes passt, ist klar. D.h. dass ihr euren Job als Drehereibetrieb oder was immer sehr gut beherrscht, wird heute als gegeben vorausgesetzt. Die technischen Schwierigkeiten, die es in jeder Branche gibt, sind deinen Kunden meist egal.

Vor allem Einkäufer von Konzernen, haben meist keine Ahnung mehr, was sie überhaupt einkaufen und die früher gelebte Partnerschaft, lasst uns gemeinsam was Cooles entwickeln, es haben alle etwas davon, ist leider nur mehr in seltenen Fällen gegeben.

Man sieht, neben den technischen Anforderungen gibt es auch eine Menge an weiteren Dingen die du / ihr über eure Produkte und euer Unternehmen wissen müsst. Hier kommt noch dazu, dass die Unternehmensrechtlichen und Arbeitsrechtlichen Vorschriften vielen Jung-Unternehmern erst dann klar werden, wenn sie zum ersten Mal mit der eigenen Bilanz konfrontiert werden.

Gerade wenn ihr ein Eigentümer geführtes Unternehmen seit.

Die G+V, die BWA, die Gewinn- und Verlust-Rechnung, müsst ihr verstehen.

Es ist dein / euer Unternehmen und nicht das eures Steuerberaters. Neben dem, dass du und nicht der Steuerberater dafür haften, ist es auch euer Kapital (Geld, Zeit, Familienzeit, ….), welches eingesetzt wird.

Das heißt kümmert euch zumindest einmal im Monat um die finanztechnischen Kennzahlen eurer Unternehmen.
Ihr müsst von jedem Produkt wissen, wieviel dieses zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Wie sieht der aktuelle Unternehmenserfolg wirklich und ehrlich aus?

Wo ist einzugreifen?

Haben ihr Mechanismen eingerichtet, die euch sofort die Probleme bei den Herstellungsprozessen (für den Handle bei den Beschaffungsprozesse) aufzeigen?

Und eines kommt mit den Lieferketten / Materialbeschaffung mit hinzu.

Ihr solltet natürlich heute wissen, welchen Bedarf an Material / Zukaufteilen ihr für die nächsten 3-6Monate habt.

Das bedingt natürlich dass es entsprechende Stücklisten gibt.

Dass der Lagerstand immer exakt stimmt, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Zeiten mit: bitte liefern Sie mir morgen einen LKW Zug Stangenmaterial, sind vorbei. Nebenbei ist es aus Einkäufer-Sicht auch nicht klug, so blind beim Materialbedarf zu sein.

Nebenbei bemerkt hatten wir in der Elektronik schon immer Materialbeschaffungszeiten von 60Wochen und mehr und der Schweinezyklus war uns schon 1980 vertraut.

Die Geschichten, was alles passiert ist, die dann zum Untergang des jeweiligen Unternehmen geführt haben sind mannigfaltig. Ein gut geführtes ERP System, das richtig interpretiert wird, hilft, diese traurigen Geschichten in eine Erfolgsgeschichte umzuwandeln.

Ich wünsche allen Unternehmern, dass sie aus Ihren Daten herauslesen können, dass die Ausrichtung des Unternehmens, für die Zukunft

  • im Bereich A zu stärken,
  • im Bereich B gleich und
  • die Resourcen des Bereichs C besser in den Bereich A verlagert werden.

Auch diese Arbeit gehört zum Unternehmertum dazu, oder willst dein Haus lieber der Bank geben?

Brauche ich also ein ERP System?

Grundsätzlich Ja!

Eine Ausnahme wäre, wenn du praktisch ein Einzelkämpfer bist und nur 1-2Kunden hast (auch in Zukunft).

Wenn du aber vorhast, zu wachsen und das Einzelkämpfer Dasein zu verlassen, beginne bereits in der ganz frühen Phase mit einem System, welches mitwächst.

Bedenken dabei immer: Die wesentlichste Resource ist die Zeit, deiner Mitarbeiter:innen und auch deine persönliche.
Leisten dir auch mal die Betrachtung, auf welchen netto Stundensatz du selbst kommen. Wo wolls du hin, was muss dafür geändert werden?

Erfassung des Erfolges der Verkaufsabteilung!

Erfassung des Erfolges einer Kreativabteilung wie Entwicklung, Grafik Design uvam.

Ein guter Verkäufer hat kein Problem damit, aufzuzeichnen wieviel Zeit er (es geht nicht um die Minute) in einen Kunden / Interessenten investiert hat.

Daraus kann man, gemeinsam entscheiden wie es mit den verschiedenen Kunden/Interessenten weiter gehen sollte.

Mache die Erfassung der Zeit für die beteiligten Menschen so einfach wie möglich.

Ähnliches gilt für die Kreativabteilungen. Bei den wöchentlichen / monatlichen Auswertungen sieht man wo sich Projekte hinentwickeln.

Ist das in eurem Interesse? Gerade Dinge die zu 90% fertig sind, werden dann, aus verschiedensten Gründen, nicht fertig gemacht, wenn man dem nicht hinterher ist. Also nur Aufwand, kein Erlös. Ist das in deinem Sinne und im Sinne eurer Kunden?

Wie willst du steuern, wenn ihr den Status / die Position des Projektes nicht kennen?

Ja auch das erfordert Zeit um die Daten zu erfassen, aber jeder Kapitän macht mehrmals täglich sein Besteck (https://de.wikipedia.org/wiki/Kartenbesteck) oder in anderen Worten Willst du wirklich mit 180 im Nebel fahren, oder doch besser nur mit 50, aber dafür sicher ans Ziel.

Übrigens: Verkäufer die das nicht akzeptieren und das unterlaufen, gibt es viele. Die Statistik zeigt, dass diese Verkäufer auch keinen Erfolg haben.

Um nun alle diese Dinge, welche oft unter den verschiedensten Schlagworten aufgeführt werden, effizient zusammenfassen zu können und nebenher auch noch eine Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen, brauchen es ein umfassendes ERP System.

Bedenkt bitte auch, dass dieses System mitwachsen können muss.

Auch wenn sich Systemwechsel nicht immer vermeiden lassen, jeder Systemwechsel stellt einen Bruch in der Konsistenz eurer Daten dar. Auch wenn die gesetzlichen Regelungen meist nur 7-10Jahre Aufbewahrungsfristen fordern.

Jeder von uns kennt doch den Hilferuf seines Kunden: Ich hatte vor 5-6Jahren (meist sind es dann 15) bei euch, xx gekauft. Das brauche ich jetzt noch einmal, oder ein Ersatzteil dafür.

  • Wo nimmst du die Daten dann her?
  • Wie und wer findet überhaupt noch dort hin?
  • Kannst du das alte System überhaupt noch bedienen?

Noch ein Wort zum Thema Finanzbuchhaltung:

Unterscheide bitte sehr deutlich zwischen der Erfolgsrechnung eines einzelnen Produktes und der Erfolgsrechnung deines Unternehmens.

Die Erfolgsrechnung deines Produktes musst du selbst bzw. fähige Mitarbeiter:innen machen.

Die Korrekturfaktoren dafür (z.B. Vertriebsgemeinkosten) kommen aus der Unternehmensbetrachtung. Bedenke auch, jeder Artikel, jedes Projekt muss seine eigene Erfolgsbetrachtung haben.

Dies kann kein Finanzbuchhaltungssystem leisten. Das muss euer ERP System leisten.

Wenn ihr ein produzierendes Unternehmen seid, oder auch nur Teile zu einem neuen ganzen zusammenfügt / assembliert, so benötigen ihr ein System, welches mehrstufige Stücklisten unterstützt. Solltet ihr ein System einsetzen, welches dies nicht bis zur Halbfertigfabrikats-Inventur (Work in Progress) unterstützt, baut das System aus. Schlimmsten falls wechseln Sie das System.

Ihr müsst quasi jederzeit wissen, in welchem Fertigungsstatus sich euer Produkt/Projekt mit dem dazugehörigen Material befindet, wieviel Zeit (für das assemblieren) bereits aufgewandt wurde.

D.h. ja es ist durchaus in Ordnung, die Finanzbuchhaltung einem Fachmann/frau zu überlassen, in einem getrennten System zu machen. Aber:
Jede Eingangsrechnung, jede Warenbewegung ist im ERP zu erfassen. Ausgangsrechnungen sowieso. Und nur ihr selbst wisst, wie eine Eingangsrechnung zu kontieren ist. Der Steuerberater kann nur raten (was oft ganz gut funktioniert). Daraus ergibt sich auch, dass ihr eure sehr einfache Erfolgsrechnung der des Steuerberaters gegenübergestellt solltet. Die Unterschiede müssen für euch vollkommen transparent sein.

Wenn nicht, so lange Nachfragen bis ihr es verstanden habt und ev. erforderliche Maßnahmen ergreifen könnt. Es ist euer Unternehmen!

Bedenkt auch: Die monatliche G+V des Steuerberaters kommt, in der Regel 2-3Monate nachdem das Produkt/Projekt geliefert wurde. D.h. wenn dann erst festgestellt wird, dass da etwas daneben gegangen ist, ist es um 2-3Monate zu spät. Vor allem akzeptiert kein Kunde eine nachträgliche Rechnung für … wir haben vergessen oder ähnliches.

Darum muss euer ERP diese Information bereits bei der Lieferung (Lieferscheinerstellung) liefern und die Datenpflege muss dies auch ermöglichen.

Um nun diesen ganzen Wahnsinn auch halbwegs vernünftig darstellen und anwenden zu können, brauchen ihr ein gut gepflegtes umfassendes ERP System.

Aber nicht alles muss / kann in diesem System enthalten sein.

  • So sollten die CAD Daten natürlich aus einer vernünftigen CAD kommen
  • Wie sieht es mit EDI Anbindung aus?
  • Wenn es eine externe Fibu gibt, wie kommen die Daten dorthin Idealerweise malt ihr (mit Unterstützung durch einen guten Consultant/Consulterin) ein Bild aller eurer Unternehmens-Prozesse aufbauend auf meinem Kreis (den auch SAP schon verwendet hat)

Denkt bitte auch daran, die Mitarbeiter:innen in der Produktion / die Maschinen erarbeiten zwar euren Gewinn, aber je effizienter ihr diese einsetzt und das hat nichts mit Druck zu tun, desto mehr guten Output ergibt sich.

Diese Effizienz muss aus der Planung kommen. D.h. die Arbeitsvorbereitung entscheidet wann wieviel wovon gemacht wird und nicht der Mitarbeiter an der Maschine / in der Produktion.
Ja natürlich muss der Arbeitsvorbereiter die Prozesse beherrschen, sonst kann er sie nicht planen.

Oder wie ein Anwender sagte:
Durch die Optimierung meines Systems will ich mit der gleichen Mannschaft in aller Ruhe! den Output verdoppeln.
Dass damit auch der Ertrag steigt ergibt sich von selbst.

2.2 - Unternehmen führen

Eine Sammlung von Gedanken zur Unternehmensführung

Nachfolgend eine Sammlung von Gedanken rund um das Thema Unternehmensführung.

Ich habe in meiner langjährigen Praxis, ich habe immerhin 1984 mit der Programmierung der Stücklistenverwaltung, die damals schon unendliche Hierarchien konnte, begonnen. D.h. ja ich komme aus der Elektronik Fertigung.

Im Laufe der Jahre und der wechselvollen Geschichte durfte ich immer wieder mit interessanten Menschen zusammenarbeiten. Auch wenn manche Personen menschlich nicht immer angenehm waren, konnte ich doch von jedem/jeder etwas lernen.

Das wichtigste war und ist, man muss sich immer die Flexibilität erhalten. Einerseits Geistig, soll heißen, es gibt immer eine zweite oder dritte Sicht auf das “Problem” Andererseits Finanziell. Wenn ich mich finanziell keinen Cent (Pfennig, Groschen, Rappen, Lira) mehr bewegen kann, muss ich, siehe oben, eine Lösung finden. Für mich sind diese Lösungen immer fair, halten sich an die Vereinbarungen. Ins Kriminal abzugleiten ist dabei nie eine Option, sondern der Anfang vom Ende.

Was hilft sonst noch so:

Theory of Constraints (TOC)

oder auch Engpass Betrachtung genannt. Diese Theorie geht davon aus, dass man

  • a.) herausfinden muss was dieser aktuelle Engpass ist. Dieser ist zu beseitigen.
  • b.) hat man diesen beseitigt, tut sich ein neuer Engpass auf, womit wir wieder bei a.) beginnen


Siehe dazu auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Theory_of_Constraints

KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Sehe ich persönlich nur dann als erfolgversprechend an, wenn dies auch von der obersten Managementebene aus gelebt und eingefordert wird.
Werden die beteiligten Mitarbeiter:innen nicht ernst genommen, schafft dies enormen Frust und geht bis zur (innerlichen) Kündigung

Wertschöpfende Tätigkeiten

Was sind in deinem Unternehmen die wertschöpfenden Tätigkeiten, womit wird wirklich das Geld verdient?
Selbstverständlich brauchen wir auch die Geschäftsleitung die steuert, aber den Ertrag erwirtschaften die Mitarbeiter:innen. Da gehört auch ein sauberer Arbeitsplatz mit dazu!

Saldenliste

Eine Saldenliste haben wir alle. Auch wenn ich diese Vergangenheitsbetrachtung für die Unternehmenssteuerung als ungeeignet betrachte, kann sie trotzdem dazu genutzt werden, den Ist-Stand festzustellen und draus Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten.

Wichtig: Die Fibu / Finanzbuchhaltung ist immer die Vergangenheit. Nur in deinem gut gepflegten ERP siehst du die Zukunft.

Und ja: Die Pflege der ERP Daten, gerade wenn sich die Termine und Preise laufend ändern, ist mühevoll. Aber: Nur damit ist überhaupt eine Planung möglich.

Bitte auch bedenken: Mit einer offenen Auftragsliste aus einer Tabellenkalkulation hat man schon so machen Kontokorrent-Rahmen (Disporahmen) verloren. Im Gegensatz mit einer gut gepflegten offenen Auftragsliste aus einem ERP System, wurden schon öfter die Bedingungen deutlich verbessert.

Steuerberater / Wirtschaftstreuhänder

Diese Menschen brauchen wir, aber: Ich habe noch keinen Steuerberater / Wirtschaftstreuhänder kennen gelernt, der mein (also dein) Unternehmen in der erforderlichen fachlichen / prozesslichen Tiefe kennt, das ist auch nicht seine Aufgabe. Das bedeutet aber, auch wenn wir die Gedanken / Überlegungen dieser Menschen als qualifizierte Anregung schätzen, dein Unternehmen kennst nur du ausreichend gut. Sollte auch das nicht der Fall sein, dann wir es jetzt sofort Zeit, sich darum zu kümmern (und nicht erst morgen).
Es bedeutet auch, dass du jede Zahl in deiner G+V und in der Bilanz kennen musst. Also wissen musst, wo diese herkommt. Es ist dein Unternehmen und die Beraterhaftung (ich habe dazu eine leidvolle eigene Erfahrung) greift natürlich nicht bzw. nicht in ausreichendem Umfang.

Liquiditätsplanung

Wie oben beschrieben, ist die finanzielle Flexibilität sehr wichtig.
Nutze dafür die Liquiditätsplanung. Womit wir wiederum bei den aktuellen und richtigen, also gut gepflegten Daten sind.

Ich persönlich wollte immer wissen, wie mein Kontostand in 2-3 Monaten aussehen wird.

Daran sehe ich auch, was meine kritischen Aufträge / Bestellungen / Lieferanten / Kunden sind. Um das muss ich mich kümmern.

Insofern: Auch die Erfassung der=aller Eingangsrechnungen gehört mit dazu und auch die Hinterlegung zumindest der Lohnsumme.
Siehe dazu auch Vorkalkulation.

2.3 - Die ideale Firma

Ein theoretischer Gedanke zur idealen Produktionsfirma

Die ideale Firma

oder auch wie wir uns den Ablauf in einem Unternehmen vorstellen, welches eigene Geräte herstellt.

Nachdem uns immer wieder Anwender und Interessenten fragen, was denn unsere Empfehlung für einen idealen Ablauf wäre, hier eine kurze und kompakte Zusammenfassung unserer Gedanken zu diesem nicht unkomplexen Thema.

Voraussetzungen:

  • Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass die Stücklisten und deren Strukturen richtig sind. Insbesondere die Strukturen der Stücklisten mit Hilfsstücklisten (z.B. für die Abbildung von Varianten) orientieren sich an den Fertigungsprozessen.
  • Die Kundenaufträge sind alle eingepflegt und auch terminlich aktuell.
  • Die Wareneingänge werden annähernd sofort gebucht (normalerweise am Tag des Warenzugangs, in Ausnahmefällen am nächsten Arbeitstag).
  • Der Lagerstand jedes einzelnen Artikels stimmt, egal ob dies ein teurer Generator ist oder nur eine A3.2 Beilagscheibe oder ein Adernendhülserl.
  • Die Wiederbeschaffungszeiten der Artikellieferanten sind bekannt und gepflegt, wobei dies ein laufender Prozess ist.
  • Dass die Einkaufspreise, Verpackungseinheiten, Konditionen der Kunden und Lieferanten stimmen, ist selbstverständlich.
  • Die tatsächlich für die Fertigung entnommenen Materialien sind akribisch in die Lose nach tatsächlicher Verwendung gebucht.
  • Auch alle anderen Materialbewegungen sind erfasst und möglichst auf die richtigen Kostenträger gebucht (Lose, Aufträge, Arbeitsplätze, …..)

Wie sieht nun der ideale Ablauf aus?

  • es werden laufend / täglich die eingehenden Neuaufträge erfasst.
  • je nach erforderlicher Reaktionsgeschwindigkeit wird täglich / wöchentlich der Lauf der internen Bestellungen (aus den Losen/Fertigungsaufträgen) durchgeführt. Damit erhalten Sie eine Aussage, welche Lose noch anzulegen sind um den aktuellen Bedarf zu decken. Diese Lose werden auch tatsächlich angelegt, aber, da noch nichts produziert wird, noch nicht ausgegeben.
  • Es wird anschließend an das Anlegen der Lose der Bestellvorschlag neu erzeugt. Je nach Zeitfenster der Bedarfe, werden die Bestellungen sofort ausgelöst oder zumindest wöchentlich versandt.
  • Die Lieferterminbestätigungen der Lieferanten werden erfasst und bei Abweichungen werden die sich daraus notwendigerweise ergebenden Terminverschiebungen in Abstimmung mit Verkauf und Kunden im System eingepflegt.
  • Dass die täglich produzierte Menge jedes einzelnen Loses erfasst und abgeliefert werden, muss selbstverständlich sein. Nur damit stimmt der Lagerstand / Lagerwert. Nur dadurch können Sie Ihren Kunden sehr schnell eine Aussage liefern, ja wir sind kurz vorm abschließenden Systemtest oder ähnliches.

Es hat sich in einigen Firmen eingebürgert, dass nur die Lose für die Fertigung der aktuellen Woche / der nächsten Woche angelegt werden. Bedenken Sie, dass für eine Aussage welches Material benötigt wird, alle Fertigungsaufträge = Lose für alle Kundenaufträge, egal wie weit diese in die Zukunft reichen angelegt sein müssen. Nur damit können Sie eine Aussage darüber treffen, welches Material und welche Mitarbeiter- und Maschinenkapazität Sie in Zukunft benötigen. Es ergibt sich draus zwar ein höherer Pflegeaufwand. Sie erhalten damit aber die Sicherheit alle Artikel/Produkte eingeplant zu haben.
Nutzen Sie daher die Unterscheidung zwischen (nur) angelegten Lose und den Losen die Ausgegeben bzw. in Fertigung sind.

Kapazität:

Dass Zeitmodelle, Urlaube, Zeitausgleiche, geplante Krankenstände usw. zumindest über Ihren Planungshorizont erfasst sein sollten ergibt sich aus der Forderung der Planung.
Dass geplante Maschinenstillstände ebenfalls auf das Maschinenlos (= eine freie Materialliste auf die alle Kosten der jeweiligen Maschine erfasst werden) eingebucht sind sollte ebenfalls klar sein.

Abstimmung der Kapazität mit den Auftragsterminen

Reduziert den Liquiditätsbedarf, da nur das Material beschafft wird, welches auch verarbeitet werden kann.

Lagermindeststände

Mit den Lagermindestständen wird immer wieder versucht, Pufferzeiten für die Wiederbeschaffung der Artikel zu erzeugen.
Beachten Sie, dass damit entsprechendes Kapital gebunden wird und es immer wieder vorkommt, dass Artikel im Lager veraltern und nicht mehr verkauft werden können. Denken Sie an die Verträge mit Ihren Kunden (wie weit/lange darf vorgefertigt werden usw.). Siehe dazu auch das Buch: Bestände sind böse, von Dr. Thorsten Hartmann (ISBN: 978-3-937960-04-3). Die ist zumindest ein interessanter Gedankengang.

Wie damit umgehen, dass immer voraus produziert werden muss?

Legen Sie die geplanten Produkte z.B. im Monatsraster manuell, ohne Auftragsbezug oder mit einem Auftragsbezug auf Planauftrag in den Losen an.
Dadurch dass kein Auftragsbezug (oder bei Planauftrag im Auftrag eigentlich keine Inhalte) gegeben sind, werden Kundenaufträge durch die Lose erfüllt. Sollte nun bei der Internen Bestellung der Bedarf eines Kopflos aufscheinen, sehen Sie, dass Ihre Kunden mehr bestellt haben, als Sie geplant haben. Die Entscheidung wie nun damit umgegangen wird, liegt bei Ihnen.
Kann schnell nachproduziert werden, oder muss der Kundentermin verschoben werden und vor allem, welchen Auftrag können Sie aus vertrieblicher Sicht denn überhaupt verschieben?

Denken Sie daran, dass Ihre Planung z.B. monatlich rollierend aktualisiert werden muss.
Nutzen Sie dafür gegebenenfalls auch das Modul des Forecastauftrags mit der geplanten Erweiterung NUR Auftragsvorplanung, welche die Bedarfe der Kopflose als Grobplanung zur Verfügung stellt und (hoffentlich) durch die Kundenaufträge erfüllt wird.

Welche Module / Journale helfen / stehen zur Verfügung?

  • Aufträge
    • offene Details mit Lagerstandsdetailbetrachtung
    • offene Aufträge mit Details
    • Auszuliefernde Positionen
    • Lieferplan
  • Lose
    • offene Lose
    • Auslieferliste
    • Auslastungsvorschau (auf Mitarbeiterzeiten / Tätigkeiten)
  • Zeiterfassung
    • Maschinen, Maschinenbelegung (als Maschinenkapazitätsanzeige)

Lagerstände

Ein ganz wesentlicher Punkt für jede Materialwirtschaft ist, dass die Lagerstände zu jedem Zeitpunkt richtig sind. So wie in der Finanzbuchhaltung die Buchhaltungskraft dafür verantwortlich ist, dass die Buchungen auf der Bank immer richtig sind, ist die Leitung der Materialwirtschaft dafür verantwortlich, dass der Lagerstand immer richtig ist.

Es helfen die ganzen Berechnungen in deinem Kieselstein ERP nichts, wenn die Lagerstände nicht stimmen. Wie sollte man eine verbindliche Zahl errechnen, wenn die Basis falsch ist.

Zu diesem Thema gehört ergänzend dazu, dass es sehr sehr von Vorteil ist, wenn auch die Termine, wann welches Material benötigt wird gepflegt werden. Dies hilft vor allem deiner Liquidität.

Die Entwicklung, Konstruktion holt sich einfach Material

Wie sollte man mit diesen Dingen umgehen?

Hier gehören auch so Dinge wie Inventar, Maschineninstandhaltung und ähnliches dazu.

Vorne weg: Es wird davon ausgegangen, dass keiner deiner MitarbeiterInnen Material für private Zwecke entwendet. Solltet ihr hier ein Problem vermuten, auch dafür gibt es Auswertungen.

Wir gehen aber jetzt davon aus, dass dein Team deswegen Material aus dem Lager holt / entnimmt, um seine Aufgaben zu erfüllen. Natürlich kommen hier die ganzen menschlichen Aspekte mit dazu.
Auch die Versuche, das Lager abzusperren und nur xyz hat einen Schlüssel, haben in der Praxis nicht zum Erfolg geführt.
Hier hilft einzig und allein, auch wie bei der unbedingt erforderlichen ehrlichen Zeiterfassung, das Wissen und Verständnis der MitarbeiterInnen dafür, dass im Endeffekt ein sorgfältiges Arbeiten für das Überleben des Unternehmens eine unabdingbare Grundvoraussetzung ist. Wie sollte der Einkauf rechtzeitig Material beschaffen, wenn nicht sicher ist, dass der Lagerstand stimmt.

Wie also diese Themen lösen?

  • a.) Inventar (Schreibtische usw.)
    Vom Gedankengang sollte das Inventar auch im Kieselstein ERP erfasst werden. Bewährt hat sich diese Artikel auf ein eigenes Lager zu erfassen, welches in den Bestellvorschlägen usw. nicht berücksichtigt wird. Es ist dies ein Punkt für eine bereits akribische Erfassung aller Materialien und sollte zur Zeit der Systemeinführung hintangestellt werden.

  • b.) Wartungslisten Dieser Fall ist ja für Messwerkzeug u.ä. interessant. Dafür sollten einzelne Artikel angelegt werden. Für Details siehe bitte Prüfmittelverwaltung.

  • c.) Material und auch Zeiten für die Entwicklung Egal ob es in deinem Unternehmen eine Entwicklungs- oder eine Konstruktionsabteilung und ähnliche Bereiche gibt. In Bezug auf die Lagerstände sind alle diese Unternehmensbereiche gemeint.
    Jedenfalls:

    • Man macht doch eine Entwicklung, eine Neu-Konstruktion für ein neues Produkt / Verfahren usw.
    • Man hat sich dazu auch einen gewissen Kostenrahmen überlegt.
    • Und man will dann wissen was denn eigentlich diese Entwicklung gekostet hat.

    Wir lösen das normalerweise folgendermaßen:

    • es wird ein Los angelegt. Dieses wird bei der Art (oben) auf Materialliste gestellt.

      Das ist faktisch ein Los ohne Stückliste und mit leerem Sollmaterial.
    • es wird das Los sofort ausgegeben
    • nun wird jedes Material das man für die Entwicklung braucht im Reiter Material mit nachträglicher Materialentnahme ohne Sollmaterial in dieses Los gebucht. Hier kann auch eine eventuelle Rückgabe von Material gebucht werden.
    • Es sollten auch die Zeiten für die Entwicklung auf dieses Los gebucht werden.

    Somit hat man am Ende der Entwicklung eine Gesamtkostensicht, was die jeweilige Entwicklung gekostet hat.

    Der einzige Nachteil, der aber für die Entwicklung unrelevant bzw. eher ein Vorteil ist, der Wert der (freien) Materialliste verschwindet dann bei der Erledigung des Loses vollständig (geht in kein Lager o.ä., dafür hat man das Produkt). Zur Abbildung der Rückführung der Entwicklungskosten siehe.

  • d.) Maschinenkosten, Wartung
    Ähnliches wird oft für die Erfassung der laufenden Kosten für die Pflege der Maschinen verwendet.
    Auch dafür wird eine freie Materialliste angelegt und das für den Betrieb benötigte Material und auch der Zeitaufwand entsprechend darauf gebucht.
    Insbesondere diese Lose müssen regelmäßig überwacht werden. Sie werden von einem bestimmten Mitarbeiter Typ auch gerne als Aufbesserung der Soll-/Ist-Zeit Betrachtung verwendet. Verwenden Sie dafür die Produktivitätsstatistik und gehen Sie menschlich und mit viel Verständnis für Ihre Mitarbeiter, die Sie ja viele Jahre behalten möchten, vor.
    Bewährt hat sich für solche Lose eine eigene Losklasse zu verwenden und diese in der Produktivitätsstatistik eigenständig zu betrachten.

Sollte man auch Schrauben und Beilagscheiben und ähnliches bewirtschaften?

Die Frage war: Wir haben viele Schrauben und Kleinteile in unseren verschiedensten Geräten. Sollte man diese bewirtschaften?

Ja unbedingt, denn wenn für ein Gerät um 25.000,- € eine Beilagscheibe im Wert von 0,01€ fehlt, können Sie das Gerät nicht liefern und somit ist die Beilagscheibe wesentlich.

Aber:

  • den Lagermindeststand auf 1-2 Verpackungseinheiten setzen damit Kieselstein ERP rechtzeitig warnt wenn der Lagerstand ausgeht.
  • die Schrauben stehen natürlich in den Verpackungen auf den jeweiligen Arbeitsplätzen. D.h. wenn es z.B. vier Arbeitsplätze sind, sollte der Lagermindeststand auf 4 Packungen gestellt werden.
  • immer wenn eine neue Packung vom Lager geholt wird, wird mit einem halben Blick der Lagerstand zwischen Kieselstein ERP und dem physikalischen Lagerstand geprüft und der Mehrverbrauch entsprechend als Lagerkorrektur oder auf das Werkstattlos gebucht.
  • wenn alle Stücklisten richtig sind, schaut der ideale Prozess so aus, dass der Materialverantwortliche weiß, dass jetzt die Beilagscheiben am Arbeitsplatz ausgehen werden. Bzw. “ja ich habe schon damit gerechnet, dass du wieder Beilagenscheiben holen kommen wirst.”

Idealerweise sind alle Schrauben auch in den Stücklisten enthalten und wenn die Entwicklung / das Labor eine Packung braucht, sollte das in jedem Falle gebucht werden (auf das Labor Los, oder als manuelle Handlagerbewegung siehe oben). Das Ziel ist, dass das Lager immer stimmt und dass, auch bei den C-Teilen, man sich darauf verlassen kann, dass immer genug da ist. Und die C-Teile kosten hoffentlich nichts.
In der Inventur sollten man dann schon sehen um wieviele Packungen es differiert und idealerweise dann auch herausfinden warum.

Und ja selbstverständlich: Um eine A3.2 bücke ich mich, klettere aber nicht unter den Tisch. Also bitte mit Vernunft!

2.4 - allgemeine Fragen

Allgemeine Dinge rund um dein ERP System Kieselstein ERP

Allgemeine Fragen zu Kieselstein ERP

Hier finden Sie eine Sammlung allgemeiner Fragen rund um die Anwendung und vor allem Verwendung von Kieselstein ERP.

Was ist der Unterschied eines ERPs zu einer Finanz- /Buchhaltungssoftware?

Der Schwerpunkt von Finanz- und Buchhaltungssoftware liegt bei der (steuer-)rechtlich korrekten Abbildung von Buchhaltung, Rechnungslegung und Verwaltung.

Unternehmensführung ist jedoch mehr als das. Die Aufgaben der Geschäftsleitung sind vielfältig von der Entwicklung neuer Produkte, Kundenakquise und Betreuung bis hin zu Teambildung und Mitarbeitersuche. Um ein Unternehmen erfolgreich steuern und führen zu können, benötigt die Geschäftsleitung Werkzeuge um Entscheidungen treffen zu können. Ein ERP System liefert im Gegensatz zur Finanzsoftware Inhalte aus dem Geschäftsalltag, wie es der Begriff schon sagt: den Ressourcen des Unternehmens.

Oftmals kann man in Buchhaltungssoftware abgekoppelt von der Lagerwirtschaft zum Beispiel Ware dreimal liefern und nur einmal verrechne, dies kann bei integrierten ERP Systemen nicht passieren. Zu Beginn des Einsatzes einer ERP Software macht dies die Arbeit etwas komplizierter, langfristig gesehen sammelt man mit jedem Vorgang Informationen für die Weiterentwicklung des Unternehmens.

Warum alles in einem und nicht in mehreren Programmen erfassen?

Ohne Komplettsoftware schafft man sich Hilfsmittel, die die eigene Arbeit erleichtern. Das können Tabellen, Listen, Karteikarten, manchmal sogar einzelne Software für CRM, Buchhaltung und Lagerverwaltung sein. Aus vielen einzelnen Werkzeugen sammelt man die Inhalte und Daten für Entscheidungen des Alltags: Wann kann das Projekt für Kunde XY geliefert werden? War der Auftrag von Kunde YZ erfolgreich? Wieviel kaufen wir eigentlich beim Lieferanten AB ein, und warum gibt er uns keine Rabatte?

Wenn diese Daten in einem System erfasst und gepflegt werden, so profitieren alle MitarbeiterInnen davon. Alle Abteilungen tragen gemeinsam dazu bei, dass der Alltag einfacher wird.

Kieselstein ERP ist die Komplettsoftware für KMU, die alle Geschäftsprozesse in der Software abbilden kann.

Daten müssen nur einmal erfasst werden, doppelte Inhalte werden vermieden, die Pflege erfolgt an einer Stelle.

Je länger man mit dem System arbeitet, um so mehr Informationen und Rückschlüsse kann man aus den Daten ziehen. So kann man aus den Erfahrungen lernen und zur Weiterentwicklung des Unternehmens beitragen. Hat man dies bei der ersten Erfassung bereits im Hinterkopf, profitiert man langfristig, je sorgfältiger Sie Ihre Inhalte pflegen umso mehr Rückschlüsse lassen sich ziehen.

Wozu Lagerwirtschaft und Zeiterfassung?

Ziele von Unternehmen sind vielfältig, dies kann eine langfristiges Bestehen am Markt, Innovationsträger, beste Kundenbetreuung etc. sein. Um die Ziele zu erreichen, muss man nachhaltig wirtschaften. Nachhaltig bedeutet in diesem Zusammenhang, aus Fehlern und Erfolgen zu lernen. Woher will die Projektleitung wissen, dass der Auftrag erfolgreich war, wenn keine Informationen zu Material- und Zeitverbrauch verfügbar sind? Wenn man nicht weiß, dass im Angebot 2h kalkuliert waren und dann aber 20h benötigt wurden?

Wenn das ein- oder zweimal vorkommt, so ist dies eine Lernchance, wenn man diese jedoch nicht nutzt kann das Fortbestehen des Unternehmens gefährdet werden. Besonders in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es somit essentiell, messbare Informationen zu sammeln und an der Weiterentwicklung zu arbeiten.

Die Ansatzpunkte werden in jedem Unternehmen unterschiedlich sein: Mal ist das Lager unstrukturiert, man findet nie etwas, bestellt Teile zu spät, weiß nicht welche Lieferantenreklamationen gerade offen sind. Ein anderes Mal fehlt der Konstruktion die Erfahrung und plant immer zu wenig Zeit für einzelne Arbeitsschritte in der Fertigung ein.

Der Idealfall ist natürlich eine reibungslose langfristige Zusammenarbeit - somit ist es im beiderseitigen Interesse von Mitarbeiter und Geschäftsleitung mit korrekten Zeit- und Materialbuchungen zur Weiterentwicklung und langfristigen Bestehen beizutragen.

Warum eine durchgängige Betreuung von AG bis RE?

Die einzelnen Module von Kieselstein ERP können als Kreis dargestellt werden. In Kurzform bedeutet das, dass von der Kundenanfrage bis zur laufenden Nachkalkulation alle Schritte abgebildet werden können. Natürlich können je nach Bedarf einzelne Bausteine weg gelassen werden. Was ist der Vorteil der durchgängigen Betreuung / Erfassung?

Bei der ersten Kontaktaufnahme des Kunden wissen Sie vielleicht noch gar nicht, welche Produkte interessant sein könnten, der Kunde formuliert seinen Wunsch und gibt Kontaktdaten bekannt. Sie erfassen in Kieselstein ERP den Kontakt, eventuell die Adresse und legen damit die Basis zur Kundenbetreuung.

Im weiteren Verlauf meldet sich der Verkauf beim Kunden und klärt die detaillierten Wünsche ab. Nun kann ein Angebot geschrieben werden, man verwendet vorhandene Artikel und eine Neu-Entwicklung.

Mit der Konstruktion entsteht für die Kalkulation eine Angebotsstückliste, so dass der Preis für die Neuentwicklung festgelegt werden kann. Mit der Vorkalkulation wird sichergestellt, dass Material- und Zeitbedarf dem Erlös optimal gegenübersteht. Der Idealfall tritt ein - der Kunde bestellt mit einer kleinen Änderung. Sie wandeln das Angebot in einen Auftrag um und ändern die Stückzahl der Position.

Nun entsteht aus der groben Angebotsstückliste eine Stückliste für die Fertigung. Die Fertigung kann nach dieser Vorlage das Produkt herstellen und erhält durch die Bestellungen des Einkaufs alle erforderlichen Materialien. Durch die durchgängige Erfassung weiß der Einkauf klar welche Materialien benötigt wurden, der Verkauf was in der Konstruktion berechnet wurde und die Fertigungsleitung wie das Produkt zu fertigen ist, welche (Mitarbeiter-/Maschinen-)Kapazitäten notwendig sind. Sobald ein Teil des Auftrags fertig ist, wird ein Lieferschein geschrieben. Der Kunde erhält die erste Teillieferung. Im weiteren Verlauf wird der gesamte Auftrag per Lieferschein geliefert. Nun kann eine Rechnung mit allen Lieferscheinen geschrieben werden. Die Überwachung der Zahlungen und eventuelle Mahnungen erfolgt ebenso innerhalb des Systems. Zu jedem Zeitpunkt werden Informationen zum Beispiel über GoTo Buttons der einzelnen Positionen/Belege gefunden.

Warum genau(er) arbeiten?

Je genauer man Inhalte in Kieselstein ERP erfasst umso genauer sind die Auswertungen.

Einige Beispiele: Wenn die Lagerstände stimmen, so werden zum richtigen Zeitpunkt Produkte bestellt, wenn Sie benötigt werden. Wenn man nun Lieferzeiten erfasst, so kann die Beschaffung zeitgerecht bestellen. Wenn man die Adresse und die Kontaktdaten des Lieferanten korrekt eingibt, so werden die Daten in der nächsten Bestellung auch korrekt übernommen, Kollegen wissen welche Ansprechperson zuständig ist und wie sie diese erreichen.

Warum sollten keine Handlagerbewegung gemacht werden?

Aufträge bewirken, dass Bedarf an Artikel besteht - egal ob in der eigenen Fertigung oder im Einkauf. Nach der Bestellung werden die Materialien durch den Wareneingang auf Lager gelegt. Diese Zubuchung bewirkt, dass eine Abbuchung möglich ist. Diese Abbuchung kann nun in der Fertigung als Material für die Eigenproduktion verwendet werden oder direkt per Lieferschein oder Rechnung an den Kunden verrechnet werden. Durch die Ablieferungen in der Fertigung werden die Produkte auf Lager gelegt und können nun auch durch Lieferscheine oder Rechnungen wieder an den Kunden geliefert werden. Dadurch wird das Material wieder vom Lager genommen. Die Idee dahinter ist, dass Lagerstände immer korrekt sind. Da die Zubuchungen mit den Abbuchungen übereinstimmen. Wird nun in der Fertigung zum Beispiel durch einen Fehler der Maschine mehr Material benötigt, so soll dies direkt in diesem Fertigungsauftrag erfasst werden. Der Mehrbedarf ist tatsächlich passiert, das Material ist verbraucht. Handlagerbewegungen sind für Sonderfälle und Korrekturen gedacht, im Kommentar erfassen Sie detailliert, warum die Zu- oder Abbuchung erforderlich ist.

Gerade zu Beginn des Einsatzes von Kieselstein ERP kann es sein, dass die Lagerstände in Kieselstein ERP noch nicht den tatsächlichen Lagerständen vor Ort entsprechen.  Hierzu empfehlen wir jedoch in den meisten Fällen eine laufende Inventur, sobald ein Artikel verwendet wird, wird dieser gezählt und der Lagerstand in der [Inventur](../artikel/inventur.htm#Permanente Inventur) von Kieselstein ERP erfasst.

Erfasst man nun eine Lagerzubuchung in der Handlagerbewegung so bedeutet das, direkt gesprochen, dass ein Artikel entstanden ist, bei einer Lagerabbuchung, dass ein Artikel verschwunden ist. Im Normalfall kann dies nicht passieren, somit ist es wichtig, die Ursache zu finden, warum ein Artikel nicht lagernd ist, diesen zu suchen etc. - natürlich immer mit dem den Werten entsprechenden Einsatz.

Warum ist eine Stückliste einer Materialliste vorzuziehen?

Neben dem Vorteil, dass durch eine Stückliste das gleiche Produkt noch einmal produziert werden kann, wird durch die Ablieferung einer Stückliste das fertige Produkt auf Lager gelegt. Bei einer Materialliste wird lediglich das verwendete Material vom Lager genommen, es entsteht dadurch jedoch kein neues Produkt. Bei der Materialliste werden keine Informationen zum Soll (Material, Zeit) erfasst, somit ist ein Vergleich zwischen Soll und Ist nicht  möglich. Je nach Einsatzbereich ist somit zu entscheiden welche Form der Fertigung passend ist. So werden bei Reparaturen oftmals Materiallisten verwendet. Besonders wenn man davon ausgehen kann, dass das Produkt ein zweites Mal gefertigt werden soll, ist eine Stückliste der der Materialliste vorzuziehen.

“Nichts darf raus ohne Preis”

Diese Aussage kann von zwei Seiten betrachtet werden: Einerseits ist die Verhandlungsposition mit einem Kunden über Preise, nachdem das Produkt schon geliefert ist, einseitig. Der Kunde kann das Produkt schon verwenden und erhält dadurch eine stärkere Position, als wenn man als Hersteller das Produkt noch nicht liefern könnte. Andererseits muss sich die Preisgestaltung nach einer Kalkulation richten, somit fließt das Wissen aus Konstruktion/Entwicklung/Verkauf/Einkauf in die Preisgestaltung ein.

Wenn nun zum Beispiel der Lieferant den Preis des Basismaterials um 20% erhöht hat, man selbst jedoch die Preise nicht anpasst, kann es schnell passieren, dass keine Erlöse für das Unternehmen erwirtschaftet werden. Auch wenn der Erfolg kurzfristig gut ist, weil der Kunde den Wunsch schnell erfüllt bekommen hat, ist es langfristig gesehen wichtig, dass vor einer Lieferung Preise fixiert werden.

2.4.1 - Kurzbegriffe

Kurzbegriffe, meist in drei Buchstaben, rund um das Thema ERP

Nachdem immer wieder die verschiedensten Schlagworte und vor allem Abkürzungen verwendet werden, hier eine Aufstellung von mir derzeit bekannten drei Buchstaben Begriffen aus den verschiedensten Branchen. Wir freuen uns alle, wenn wir dann alle das Gleiche meinen. Gerne weitere Ergänzungen hinzufügen.

Nachdem mit so vielen Begriffen / Abkürzungen um sich geworfen wird, braucht sich niemand zu scheuen, wenn er einen Begriff nicht kennt.
Aber: Fragen darf man in jedem Alter. Es gibt soviele Begriffe die oft auch falsch verwendet / verstanden werden, dass es durchaus zumutbar ist, gemeinsam zu klären was das jeweilige Gegenüber mit dem Begriff meint.

Begriff Bedeutung
ERP Enterprise Resource Planning
SMD Elektronik: Surface Mounted Device
SMT Elektronik: Surface Mounting Technologie
THT Elektronik: Through Hole Technology. Bedrahtete Bestückung im Gegensatz zur SMD Bestückung (SMD sehr kleine Bauteile, THT große schwere (Leistungs-)Teile)
AOI Elektronik: Automatikal Optikal Inspection
MSL Elektronik: Moisture Sensitivity Level -> für die Verarbeitung von elektronischen Bauteilen dürfen diese nur einen bestimmten Feuchtegrad haben. Dieser wird dadurch ermittelt, dass Bauteile nur eine gewisse Zeit in “normaler” Luft sein dürfen. Sind diese darüber müssen sie neu ausgebacken werden. Es ist nur ein 2-3maliges Ausbacken möglich. Dann gehen die Teile ob der großen Hitze kaputt
RoHs Elektronik: bedeutet im wesentlichen es dürfen keine bleihaltigen Materialien verwendet werden. Ist jedoch etwas schärfer als nur bleifrei. Es gibt verschieden Normen
UL Elektronik/Elektrotechnik: Underwriters Laboratorys
MHD Mindest Haltbarkeits Datum
MOQ Minimum Order Quantity
EMV Elektrotechnik/Elektronik: ElektroMagnetischeVerträglichkeit -> Störaussendung und Störfestigkeit (Empfindlichkeit) von Elektrischen / Elektronischen Geräten. Ist Voraussetzung für die Erlangung / Vergabe des CE-Zeichens.
CE Conformitäts Erklärung: Damit klärt der HERSTELLER dass das Produkt den Harmonisierungsregeln entspricht.
Hat das alte VDE/ÖVE Zeichen ersetzt. Hat aber nie die Qualität erreicht. Daher kommt nun das TÜV geprüft
MIS Management Informations System
MES Manufacturing Execution System
TÜV Deutschland: Technischer Überwachungs Verein mit verschiedenen Schwerpunkten je Niederlassung
EX Elektrotechnik/Elektronik: Explosions geschützte Produkte. Haben sehr spezielle Anforderungen an Entwicklung/Konstruktion und Dokumentation und natürlich dann auch an Chargenverfolgung
ISO9001:jjjj Qualitätsstandard um die Gleichmäßigkeit einer Produktion sicherzustellen
ISO9003 klingt sehr ähnlich, besagt aber nur, dass der Papierprozess für den Handel halbwegs im Griff ist. Für Hersteller / Fertiger ungeeignet, auch wenn es manche machen, damit sie überhaupt was haben.
VDA Verband der deutschen Automobil (Zulieferanten??) Versucht die Vorgaben der Automobilhersteller für die Zulieferer zu standardisieren
ODETT-Lable Definition eines Etikettenformates mit entsprechenden Barcode LeadIns, damit diese automatisch lesbar werden.
GL1 Standardisierungs Firma die versucht zumindest EAN usw. in den Griff zu bekommen
EAN European Article Number siehe
ILN International Location Number wird durch GLN ersetzt. Benötigen Firmen wie Aldi, Spar, usw. siehe
BI Business Intelligent
BDE Betriebsdatenerfassung
MDE Maschinen Daten Erfassung aber auch Mobile Daten Erfassung z.B. für unsere mobilen Barcodescanner
OS Operation System (Dos, Windows, MAX OS X, Linux, Debian, Ubuntu, … )
OSS OpenSourceSoftware wie z.B. dein Kieselstein ERP, und natürlich Linux
QS Qualitätssicherung
QA Quality Assurance
CRM Customer Relationship Management
MAWI Materialwirschaft
WAWI Warenwirtschaft
PM Projektmanagement
GDPDU Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen siehe
Die GDPDU wurde durch die GoDB abgelöst.
GoDB Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff
BOM Bill of Material unsere Stückliste manchmal auch Partslist genannt
CNC Computer Nummeric Controlled
UDI Dieser BarCode wird von FDA (Food and Drugs Administration USA) gefordert -> ist wie die GSIN aber UniqueDeviceIdentificator -> Datamatrix oder Code128. siehe
Hinterlegen bei Verpackungs-EAN.
EDI Electronic Data Interchange. Also alles was per Dateien oder Datenübertragung ausgetauscht wird. Das geht von der einfachen CSV Datei bis zum EDI-Fact (das eine propritäre Schnittstelle ist). Bei EDI ist immer wichtig zu wissen, welcher Standard. So hat alleine EDI-Fact ca. 5000 Felddefinitionen und davon verwendet jede Branche ein Subset und davon wieder spezielle Ausprägungen.
EMS Electronics Manufacturing Services, also Lohnbestücker
SCM Supply Chain Management
CPQ Configure, price, quotation
MPN Manufacturer Part Number, Hersteller Artikelnummer

Aus dem Bereich der Erfolgsrechnung

Begriff Bedeutung
BWA Betriebswirtschaftliche Auswertung eher in DE in Verwendung
GuV, G+V Gewinn und Verlustrechnung eher in AT in Verwendung
DB Deckungsbeitrag in den Stufen 1 bis 7
Die Stufen definieren welche weiteren Faktoren / Kostenanteile in der Deckungsbeitragsrechnung mit enthalten sind.

Und die am häufigsten unklaren Begriffe

Begriff Bedeutung
Kostenstellen
Kostenträger

Mein Rat zu den beiden Begriffen. Kläre was dein Gegenüber damit meint. Das ist je nach Branche und auch aus welcher Schule die steuernden Personen kommen, massiv unterschiedlich. Für die Verwendung in deinem Kieselstein ERP siehe bei den jeweiligen Kapiteln.

2.5 - Kieselstein ERP Lizenzen

Lizenzen rund um Kieselstein ERP

KIESELSTEIN ERP

Das umfassende deutschsprachige Open Source ERP System

Das Kieselstein ERP System basiert auf einem Fork des ERP Systems HELIUM V vom Stand 5.September 2022. Es ist unter der GNU Affero General Public License lizenziert.

Open Source

Open Source im Sinne von Freiheit und nicht im Sinne von Freibier. Siehe dazu gerne auch

AGPL

Affero General Public Lizenz

Eine deutsche Version der GPL3 Lizenz: http://www.gnu.de/documents/gpl-3.0.de.html

und hier die Unterschiede von der GPL zur AGPL: https://www.gnu.org/licenses/why-affero-gpl.de.html

Alle angeführten Warenzeichen und Trademarks sind im Eigentum des jeweiligen Besitzers.

GNU Lesser General Public License

Deutsche Übersetzung der Version 3, 29. Juni 2007 entnommen aus: http://www.gnu.de/documents/lgpl-3.0.de.html

Den offiziellen englischen Originaltext finden Sie unter http://www.gnu.org/licenses/lgpl-3.0.html.

Deutsche Übersetzung: Peter Gerwinski, 31.7.2007

Dies ist eine inoffizielle deutsche Übersetzung der GNU Lesser General Public License, die nicht von der Free Software Foundation herausgegeben wurde. Es handelt sich hierbei nicht um eine rechtsgültige Festlegung der Bedingungen für die Weitergabe von Software, die der GNU LGPL unterliegt; dies leistet nur der englische Originaltext. Wir hoffen jedoch, daß diese Übersetzung deutschsprachigen Lesern helfen wird, die GNU LGPL besser zu verstehen.

This is an unofficial translation of the GNU Lesser General Public License into German. It was not published by the Free Software Foundation, and does not legally state the distribution terms for software that uses the GNU LGPL—only the original English text of the GNU LGPL does that. However, we hope that this translation will help German speakers understand the GNU LGPL better.

GNU Lesser General Public License

Deutsche Übersetzung der Version 3, 29. Juni 2007

Copyright © 2007 Free Software Foundation, Inc. (http://fsf.org/) 51 Franklin Street, Fifth Floor, Boston, MA 02110-1301, USA

Es ist jedermann gestattet, diese Lizenzurkunde zu vervielfältigen und unveränderte Kopien zu verbreiten; Änderungen sind jedoch nicht erlaubt.

Diese Übersetzung ist kein rechtskräftiger Ersatz für die englischsprachige Originalversion!

Diese Version der GNU Lesser General Public License umfaßt die Bedingungen von Version 3 der GNU General Public License, ergänzt um die unten aufgelisteten zusätzlichen Genehmigungen.

0. Zusätzliche Definitionen.

Nachstehend bezeichnet “diese Lizenz” die GNU Lesser General Public License, Version 3, und “GNU GPL” die GNU General Public License, Version 3.

“Die Bibliothek” steht für ein betroffenes Werk unter dieser Lizenz, bei dem es nicht um eine Anwendung oder um ein kombiniertes Werk im Sinne der untenstehenden Definitionen handelt.

Eine “Anwendung” ist irgendein Werk, das eine von der Bibliothek bereitgestellte Schnittstelle nutzt, ansonsten aber nicht auf der Bibliothek basiert. Die Definition einer abgeleiteten Klasse einer von der Bibliothek bereitgestellten Klasse wird als eine Weise betrachtet, eine von der Bibliothek bereitgestellte Schnittstelle zu nutzen.

Ein “kombiniertes Werk” ist ein Werk, das durch das Kombinieren oder Linken einer Anwendung mit der Bibliothek erzeugt wurde. Die spezifische Version der Bibliothek, mit der zusammen das kombinierte Werk erzeugt wurde, wird auch “gelinkte Version” genannt.

Der “Minimalquelltext” eines kombinierten Werks bezeichnet den korrespondierenden Quelltext des kombinierten Werks, ausgenommen den Quelltext von Teilen des kombinierten Werks, die, einzeln betrachtet, auf der Anwendung basieren und nicht auf der gelinkten Version.

Der “korrespondierende Anwendungs-Code” eines kombinierten Werks bezeichnet den Objekt-Code und/oder Quelltext der Anwendung einschließlich aller Daten und Hilfsprogramme, die benötigt werden, um das kombinierte Werk anhand der Anwendung zu reproduzieren, mit Ausnahme der Systembibliotheken des kombinierten Werks.

1. Ausnahmen von §3 der GNU GPL

Sie dürfen ein betroffenes Werk gemäß §§3 und 4 dieser Lizenz übertragen, ohne an §3 der GNU GPL gebunden zu sein.

2. Übertragung modifizierter Versionen

Wenn Sie ein Exemplar der Bibliothek modifizieren und sich eine Routine (“facility”) innerhalb dieser Modifikationen auf eine Funktion oder auf Daten bezieht, die von einer Anwendung bereitgestellt werden, die die Bibliothek nutzt (auf eine andere Weise als in Gestalt eines Arguments, das beim Aufruf der Routine übergeben wird), dann dürfen Sie eine Kopie der modifizierten Version folgendermaßen übertragen:

  • a) gemäß dieser Lizenz, sofern Sie sich in gutem Glauben darum bemühen, sicherzustellen, daß die Routine weiterhin funktioniert, wenn die Anwendung die Funktion oder Daten nicht bereitstellt und denjenigen Teil ihres Zweckes, der sinnvoll bleibt, weiterhin ausführt, oder
  • b) gemäß der GNU GPL, wobei keine der zusätzlichen Genehmigungen dieser Lizenz bei dieser Kopie greifen.

3. Objekt-Code, der Material aus Bibliotheks-Header-Dateien enthält

Die Objekt-Code-Form einer Anwendung darf Material aus einer Header-Datei enthalten, die Teil der Bibliothek ist. Sie dürfen derartigen Objekt-Code gemäß Bedingungen Ihrer Wahl übertragen, vorausgesetzt – sofern das enthaltene Material nicht auf numerische Parameter, Datenstrukturanordnungen und -zugriffsfunktionen oder kleine Makros, Inline-Funktionen und Templates (zehn oder weniger Zeilen lang) beschränkt ist –, Sie führen die beiden folgenden Handlungen aus:

  • a) Versehen Sie jedes Exemplar des Objekt-Codes mit einem prominenten Hinweis, daß die Bibliothek darin verwendet wird und daß die Bibliothek und ihre Benutzung durch diese Lizenz abgedeckt werden.
  • b) Legen Sie dem Objekt-Code ein Exemplar der GNU GPL und dieses Lizenzdokuments bei.

4. Kombinierte Werke

Sie dürfen ein betroffenes Werk unter Bedingungen Ihrer Wahl übertragen, die insgesamt die Modifikation der in dem kombinierten Werk enthaltenen Teile der Bibliothek und das Zurückbilden (“reverse engineering”), um derartige Modifikationen von Fehlern zu bereinigen, nicht wirksam einschränken, wenn Sie außerdem alle folgenden Handlungen ausführen:

  • a) Versehen Sie jedes Exemplar des kombinierten Werks mit einem prominenten Hinweis, daß die Bibliothek darin verwendet wird und daß die Bibliothek und ihre Benutzung durch diese Lizenz abgedeckt werden.
  • b) Legen Sie dem kombinierten Werk ein Exemplar der GNU GPL und dieses Lizenzdokuments bei.
  • c) Für ein kombiniertes Werk, das bei Ausführung Copyright-Hinweise anzeigt, fügen Sie den Copyright-Hinweis für die Bibliothek diesen Hinweisen hinzu sowie einen Verweis, der den Anwender zu den Exemplaren der GNU GPL und dieses Lizenzdokuments führt.
  • d) Führen Sie eine der folgenden Handlungen aus:
    1. Übertragen Sie den korrespondierenden Minimalquelltext gemäß den Bedingungen dieser Lizenz und den korrespondierenden Anwendungs-Code in einer Form und gemäß Bedingungen, die den Anwender erlauben, die Anwendung mit einer modifizierten Version der gelinkten Version neu zu kombinieren oder zu linken, um ein modifiziertes korrespondierendes Werk zu erzeugen, auf eine Weise, wie sie in §6 der GNU GPL spezifiziert ist, um korrespondierenden Quelltext zu übertragen.
    2. Verwenden Sie einen geeigneten Shared-Library-Mechanismus, um mit der Bibliothek zu linken. Ein geeigneter Mechanismus ist ein Mechanismus, der (a) zur Laufzeit ein Exemplar der Bibliothek verwendet, das sich bereits auf dem Computer des Anwenders befindet, und (b) mit einer modifizierten Version der Bibliothek, die mit der gelinkten Version schnittstellenkompatibel ist, korrekt arbeiten wird.
  • e) Stellen Sie Installationsinformationen zur Verfügung – allerdings nur dann, wenn Sie dazu ansonsten gemäß §6 der GNU GPL verpflichtet wären, und nur in dem Maße, in dem derartige Informationen benötigt werden, um eine modifizierte Version des kombinierten Werks installieren und ausführen zu können, die durch erneutes Kombinieren oder Linken der Anwendung mit einer modifizierten Version der gelinkten Version erzeugt wurde. (Wenn Sie Option 4d0 verwenden, müssen die Installationsinformationen dem korrespondierenden Minimalquelltext und Anwendungs-Code beiliegen. Wenn Sie Option 4d1 verwenden, müssen Sie die Installationsinformationen in einer Form zur Verfügung stellen, die in §6 der GNU GPL für das Übertragen des korrespondierenden Quelltextes spezifiziert wurde.)

5. Kombinierte Bibliotheken

Sie dürfen Routinen aus der Bibliothek, die ein auf der Bibliothek basierendes Werk darstellen, mit anderen Bibliotheks-Routinen, die keine Anwendungen sind und die nicht unter dieser Lizenz stehen, in einer einzelnen Bibliothek nebeneinanderstellen und eine derartige kombinierte Bibliothek unter Bedingungen Ihrer Wahl übertragen, wenn Sie die beiden folgenden Handlungen ausführen:

  • a) Legen Sie der kombinierten Bibliothek ein Exemplar desselben auf der Bibliothek basierenden Werks bei, das von jedweden anderen Bibliotheks-Routinen entbündelt wurde und unter den Bedingungen dieser Lizenz übertragen wird.
  • b) Versehen Sie die kombinierte Bibliothek mit einem prominenten Hinweis, daß Teile davon ein auf der Bibliothek basierendes Werk darstellen, und erklären Sie, wo die beiliegende entbündelte Form desselben Werks zu finden ist.

6. Überarbeitungen der GNU Lesser General Public License

Die Free Software Foundation kann von Zeit zu Zeit überarbeitete und/oder neue Versionen der GNU Lesser General Public License veröffentlichen. Solche neuen Versionen werden vom Grundprinzip her der gegenwärtigen entsprechen, können aber im Detail abweichen, um neuen Problemen und Anforderungen gerecht zu werden.

Jede Version hat eine eindeutige Versionsnummer. Wenn eine Bibliothek, wie Sie sie erhalten haben, angibt, daß eine bestimmte Versionsnummer der GNU Lesser General Public License “oder irgendeine spätere Version” (“or any later version”) darauf anwendbar ist, so haben Sie die Wahl, entweder den Bestimmungen der genannten Version zu folgen oder denen jeder beliebigen späteren Version, die von der Free Software Foundation veröffentlicht wurde. Wenn die Bibliothek, wie Sie sie erhalten haben, keine Versionsnummer angibt, können Sie irgendeine Version der GNU Lesser General Public License wählen, die je von der Free Software Foundation veröffentlicht wurde.

Wenn die Bibliothek, wie Sie sie erhalten haben, bestimmt, daß ein Bevollmächtigter entscheiden kann, ob zukünftige Versionen der GNU Lesser General Public License anwendbar sein sollen, dann ist eine öffentliche Stellungnahme der Akzeptanz einer beliebigen Version für Sie eine permanente Erlaubnis, diese Version für die Bibliothek auszuwählen.


Copyright-Notiz des englischsprachigen Orignals: Copyright notice above. 51 Franklin Street, Fifth Floor, Boston, MA 02110, USA Verbatim copying and distribution of this entire article is permitted in any medium without royalty provided this notice is preserved.

Übersetzung: Copyright-Notiz siehe oben. 51 Franklin Street, Fifth Floor, Boston, MA 02110, USA Es ist gebührenfrei gestattet, diesen Artikel als Ganzes und unverändert in beliebigen Medien zu kopieren und weiterzugeben, sofern dieser Hinweis erhalten bleiben.

Rechtschreibprüfung

Aktuell wird, vor allem aus Lizenz Gründen nur ein deutsches Wörterbuch, welches unter https://cgit.freedesktop.org/libreoffice/dictionaries/tree/de verfügbar ist, verwendet. Es werden die Sprachen AT, DE, CH verwendet. Dieses sind unter der GPLv3 lizenziert.

3 - Installation

Wie installiert man das Kieselstein ERP System?

Installation

Server Clients

nach der Installation

Nach der Installation

Sicherheit (Passwörter, VPN)

Warum Betriebssystem Unabhängigkeit

Umfang freischalten

welchen Umfang?

Einrichten der Bearbeitung der Hilfe

Hilfe

3.1 - Installation Kieselstein ERP Server

Wie den Kieselstein ERP Applikationsserver installieren

Wie für die Installation deines Kieselstein ERP Servers vorgehen

Vorbereitung für Serverinstallation

Wird die Serverinstallation von uns durchgeführt, so benötigen wir, neben den ganzen Zugangsdaten,

  • bitte die Info auf welches Laufwerk die Installation erfolgen sollte.
  • In virtuellen Umgebungen, bitte genau den Server angeben auf den es installiert werden sollte.
  • bitte die Größen Kalkulationen beachten siehe Anforderungen

Wie komme ich zu einer aktuellen Version?

Wir freuen uns über jedeN der uns beim Testen der aktuelle Software hilft. Insofern stehen unter dem Link die latest Release und ein aktueller Build zur Verfügung. D.h. über den Link kommst zum Repository des Kernsystem von Kieselstein ERP.
Nun kannst du durch Klick auf Latest Release die letzte gültige Version herunterladen.
Alternativ bekommst du den aktuellen Stand durch Klick auf , welche den neuesten von der Technik / Softwareentwicklung zur Verfügung dargestellten Stand darstellt.

Um die Latest Release zu verwenden, klicke auf den Button und dann auf

Um die neueste Version herunterzuladen, Klicke auf Pipeline passed (du solltest nur Build mit einem Status von Passed verwenden).
Nun wird die Build Pipeline angezeigt. Klicke hier im rechten Bereich auf Artefakte herunterladen und wähle build-distpack:archive

Entzippe aus dieser Datei das dist Verzeichnis nach ?:\kieselstein\dist

Lege parallel dazu ein Verzeichnis data (?:\kieselstein\data) an

Für die Installation benötigst du auch

wir verwenden gerne auch noch:

Installation Datenbankserver

Es werden aktuell ausschließlich PostgresQL Version 14 und 15 unterstützt. MS-SQL wird nicht unterstützt. Für eine eventuelle Konvertierung deiner MS-SQL Datenbank wende dich bitte an die Kieselstein ERP eG. Neuere PostgresQL Versionen können funktionieren, sind aber aktuell von uns nicht freigegeben.
Bei der Installation darauf achten, dass nur PostgresSQL Server und die Command Line Tools installiert werden.

Bei der Installation muss auch das default Passwort für den User Postgres angegeben werden (postgres).

Installation PGadmin

Die abschließende Meldung nach dem Rechner-Neustart kann ignoriert werden.

Setzen Environmentvariable

  • path Erweiterung auf Postgres “?:\Program Files\pgAdmin 4\v6\runtime”
  • KIESELSTEIN_DIST=?:\kieselstein\dist
  • KIESELSTEIN_DATA=?:\kieselstein\data

Datenbank einrichten

  • ?:\Kieselstein\dist\bootstrap\database\createDb.bat ausführen, 4x postgres PW eingeben
  • ?:\Kieselstein\dist\bootstrap\database\fillDb.bat ausführen, 1x postgres PW eingeben

ACHTUNG:
Wenn du bestehende Daten übernimmst, schau im Kieselstein ERP Wiki nach wie es nun weiter geht. Ansonsten:

Vorbereitete Daten

Wir haben für Testzwecke eine sehr kleine und einfache Musterdatenbank eingerichtet. Diese findest du hier. Bitte beachte:

  • in deutsch Österreichisch anmelden
  • es sind keine Dokumente enthalten
  • es ist die integrierte Finanzbuchhaltung aktiviert und damit auch die österreichischen Steuersätze und Formulare usw.

D.h. anstatt des fillDb.bat führst du das fillDb_Demodaten.bat aus.

Eine weitere Variante sind Demodaten in deDE und ohne Fibu. Diese findest du hier. Bitte beachte:

  • in deutsch Deutsch anmelden
  • es sind keine Dokumente enthalten
  • die integrierte Finanzbuchhaltung ist deaktiviert und es sind die deutschen Mehrwertsteuersätze eingerichtet.

D.h. anstatt des fillDb.bat führst du das fillDb_Demodaten_DE_OF.bat aus.

Java installieren

  • Azul Java 8 mit FX installieren siehe
  • darauf achten, dass Java Home gesetzt wird Prüfen, dass auch installiert durch Command Shell, Java -version

Client vorbereiten

Aus ?:\Kieselstein\dist\clients\kieselstein-ui-swing-0.0.11.tar.gz mehrfach in die Ordner (zip) reinwechseln bis zum kieselstein-ui-swing-0.0.11. Hier die beiden Verzeichnisse bin und lib z.B. nach ?:\Kieselstein\dist\client kopieren. Nun das ?:\Kieselstein\dist\client\bin\kieselstein-ui-swing.bat editieren und den localhost auf die IP-Adresse des Servers austauschen. Wenn in anderen Sprache gestartet werden sollte, auch noch das -Dloc=de_AT auf z.B. -Dloc=de_DE oder -Dloc=de_CH oder -Dloc=en_US oder -Dloc=it_IT oder pl_PL oder sl_SL austauschen. (Weitere Sprachen, bitte melden)
Das Kieselstein-Desktop-Icon findest du hier

Server Dienst einrichten

  • Mit Administratorrechten eine Command Shell starten.
  • Es hat sich bewährt vorher einmalig den Service manuell zu starten, also:
    ?:\Kieselstein\dist\bin\launch-kieselstein-main-server.bat
    starten. Üblicherweise, je nach Datenbankgröße und Leistungsfähigkeit des Rechners kann es ein bisschen dauern bis der Dienst läuft. Man sieht das unter ?:\Kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\deployments<br>Hier muss für alle drei Files deployed stehen. Wenn nicht siehe
  • nun testweise den Client aus ?:\Kieselstein\dist\client\bin\kieselstein-ui-swing.bat starten und mit Admin, admin anmelden.
    Geht die Anmeldung, d.h. man sieht die Button Bar so läuft der Zugriff grundsätzlich. Nun den Client beenden und dann den Server (mit Strg+C) stoppen und mit der Einrichtung des Serverdienstes fortsetzen.
  • aus ?:\Kieselstein\dist\bootstrap\service\windows\ install-kieselstein-services.bat aufrufen
  • in die Dienste / Services wechseln und die beiden Kieselsteindienste starten. Beim ersten Start hat sich die Überwachung des deployments bewährt. Sollte diese mit failed stehen bleiben, dann im log nachsehen. Hier kann man meist, auch wenn es mühsam ist, die Ursache finden.

Fehlermeldung beim Einrichten des Dienstes Kommt beim Einrichten des Dienstes die Meldung so bedeutet dies “nur”, dass bisher kein Kieselstein ERP Dienst eingerichtet ist (und nicht upgedated werden konnte). Du findest trotzdem nun die neu eingerichteten in den Windows-Diensten.

Tipps und Tricks

Eine lose Sammlung von Tipps, KnowHow und ähnlichem für den/die Consultant im Rahmen der Installation.

ACHTE immer auf die Sicherheit Durch das öffnen von Ports, gibt es natürlich auch mehr Möglichkeiten das System anzugreifen. Also denke auch an die Verwendung von VPN Tunnel usw..

Dass Betriebssystem, Virenscanner und Firewall immer aktuell sind, ergibt sich schon aus der DSGVO.

Ports die für die Kommunikation benötigt werden

Port Zweck
8080 für den Zugriff auf den Kieselstein ERP Applikationsserver
8082 für den Zugriff auf die RestAPI
5432 für den Zugriff auf die Postgres-Datenbank
1433 für den Zugriff auf die MS-SQL Datenbank
22 für Linux, SSH Kommunikation

Das sind die Standard Ports. Diese können, z.B. für weitere parallele Installationen am gleichen Rechner auch abweichen.

Siehe dazu: ….

Ergänzung an der pg_hba.conf

Hier sollte zusätzlich der gewünschte Netzwerkkreis eingetragen werden, mit dem auch ein Zugriff erlaubt ist. Beispiel:

  • host all all 192.168.xx.1/24 scram-sha-256

was bedeutet, dass aus dem Subnetz xx alle IP-Geräte die ein Passwort wissen auf die Datenbank zugreifen können.

Die pg_hba.conf findest du, je nach Betriebssystem unter:

Betriebssystem Pfad Bemerkung
Windows(R) c:\Programm Files\PostgreSQL\VV\data\
Debian /etc/postgresql/14/main Achtung: Wenn englisch installiert muss der datestyle auf ‘ios, dmy’ gestellt werden.
Ubuntu /etc/postgresql/14/main ev. muss zusätzlich in der postgresql.conf listen_addresses=’*’ gestellt werden
iOS ..

Starten der Dienste unter Linux

systemctl start/stop wildfly.service systemctl start/stop tomcat.service

Betriebssystem Pfad
Debian /etc/systemd/system/,

Ändern der IP-Adresse des Kieselstein ERP Servers

ACHTUNG: Wenn auf dem Kieselstein ERP Server die IP Adresse verändert wurde, so muss danach unbedingt der Kieselstein ERP Server neu gestartet werden.

Vorbereitung für die Client-Installation

Vom Client aus auf http://Kieselstein-ERP-SERVER-IP-Adresse:8080 gehen.

Auf der Willkommensseite findest du links unten den Link zu download clients.
hier werden alle Dateien angezeigt die im Server unter c:\Kieselstein\dist\clients zur Verfügung stehen. D.h. üblicherweise werden hier die angepassten ?:\Kieselstein\dist\client Verzeichnisse als Client.zip einkopiert und somit dem Anwender zur Verfügung gestellt. Bewährt hat sich auch, dass hier ein aktuelles Java für den Client hinterlegt wird.
https://www.azul.com/downloads/?version=java-11-lts&os=windows&architecture=x86-64-bit&package=jdk-fx#zulu

Welche Java Version für den Server?

Der Basis-Link für das erprobte Zulu Java findest du unter https://www.azul.com/downloads/?package=jdk#zulu Hier dann für den Server nur Java 8 mit jdk-FX verwenden.

virtualisierte Betriebsumgebungen

Bitte achte massivst darauf, dass auch in virtuellen Betriebsumgebungen ausreichen Ram zur Verfügung steht. Es kommt leider immer wieder vor, dass manche IT-Betreuer glauben, der VM ausreichend Platz gegeben zu haben, es kommt dieses RAM aber bei der VM nicht an. Hier empfiehlt sich, eine fixe Speicher Zuweisung zu verwenden.

Wie gehts nun weiter?

3.1.1 - Installation Kieselstein ERP Server unter Debian

Installation Kieselstein ERP Server unter Debian

Den Kieselstein ERP Server auf einem frischen Debian installieren.

Debian 11 installieren mit root und user

Was mir alles so bei der Installation unter Debian unterkommt.
Es ist dies ein Debian 11 mit Desktop Gnome (Std)

  • installiert in einer VM
  • Ram: 6144 MB, Minimaler Ram 4096MB Maximaler Ram 8192MB
  • Prozessoren: 4
  • Festplatte 64GB

Boot-Auswahl:

  • Grafical install von einer Netzwerk DVD Installation
  • Sprache: German / Deutsch
  • Land: Österreich / Deutschland / Schweiz / Liechtenstein
  • Tastatur: Deutsch
  • Rechnername: Großbuchstaben, Ziffern, Minus
  • Domain-Name … leer belassen
  • Eine Platte / Laufwerk eingerichtet
  • Systemumgebung Debian desktop environment
    • Gnome, default
    • Standard-Systemwerkzeuge

Dauer ca. 30 Minuten

ssh server einrichten

OpenSSH Server installieren
apt update
apt upgrade
apt install openssh-server

Root Login per SSH ausschalten
nano /etc/ssh/sshd_config
und folgende Zeile ändern

PermitRootLogin yes

und speichern.

systemctl restart ssh

Midnight Commander

Ein praktische Werkzeug ist auch der Midnight Commander.

apt install mc

gedit

Natürlich kann man die Dateien mit dem Nano bearbeiten. Praktischer ist jedoch der gedit.

Anmelden und als root arbeiten

Da üblicherweise kein root installiert wird, man aber die Rechte braucht, einfach mit su root und dem eigenen PW anmelden.

IP Adresse des Rechners

ip address

Java installieren

www.azul.com, klick auf Downloads
runterscrollen und Java8 LTS, Debian, x86 64.bit, JDK FX auswählen = 8u372b07

  • .deb herunterladen

  • Terminal öffen,

  • su - root

  • auf das home des herunterladenden Users wechseln und ins Downloads, z.B. /home/keg/Downloads

  • apt install ./zulu8.70.0.23-ca-fx-jdk8.0.372-linux_amd64.deb

  • danach mit java -version überprüfen

Installation postgresql

  • www.postgresql.org/download/linux/debian
  • auf Copy Script klicken
  • ins Terminal wechseln, in dem man als su - root angemeldet ist
  • Einfügen (rechte Maus)
  • hinten um -14 für Postgres 14 ergänzen und enter.

Prüfen ob läuft:

  • systemctl is-enabled postgresql
  • systemctl status postgresql

Password für User postgres setzen

  • sudo -u postgres psql

  • ALTER USER postgres WITH PASSWORD ‘postgres’; ACHTUNG: Beachte die GoDB

  • \q (um den psql Editor wieder zu verlassen)

Als su - root

  • Pfad: /etc/postgresql/14/main

  • Einstellen postgresql.conf

    • listen_addresses = ‘*’ # what IP address(es) to listen on; ist im Debian default auf localhost
    • datestyle = ‘iso, dmy’ # umstellen!
      Auf die Timezone achten. Diese muss auf ‘Europe/Vienna’ (bzw. Berlin gerne auch Zuerich) stehen
  • Gegebenenfalls auch den Zugriff von außen einrichten. D.h.:

    • Einrichten mit User postgres, PW: postgres
    • Ergänzen der pg_hba.conf host all all 127.0.0.1/32 scram-sha-256 host all all 192.168.xx.1/24 scram-sha-256
  • Datenbankserver neu starten systemctl restart postgresql

Installation Kieselstein ERP, Version :

  • Verzeichnis anlegen
    • cd /opt
      • mkdir kieselstein
      • cd kieselstein
      • mkdir dist
      • mkdir data

Installation Liquibase

Für die Datenbankmigrationen, muss das Tool liquibase installiert werden.

wget -O- https://repo.liquibase.com/liquibase.asc | gpg --dearmor > liquibase-keyring.gpg && \
cat liquibase-keyring.gpg | sudo tee /usr/share/keyrings/liquibase-keyring.gpg > /dev/null && \
echo 'deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/liquibase-keyring.gpg] https://repo.liquibase.com stable main' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/liquibase.list
apt-get update
apt-get install liquibase

JAVA_HOME

Im Debian 11 ist das eigentliche Java unter /usr/lib/jvm/zulu-fx-8-amd64/jre/bin/java

Wir setzen die enviromentevariable unter /etc/environment

  • export JAVA_HOME=/usr/lib/jvm/zulu-fx-8-amd64/jre
  • export KIESELSTEIN_DIST=/opt/kieselstein/dist
  • export KIESELSTEIN_DATA=/opt/kieselstein/data

Anmerkung: Das wirkt nur für den Service nach einem Neustart des gesamten Systems.
Um den Server manuell starten zu können, empfiehlt sich die Einrichtung des unten beschriebenen Start.sh

Rechte setzen

Als su - root auf /opt wechseln und
chmod 777 kieselstein -R
ACHTUNG: Sicherheit!!

Herunterladen aktuelle Kieselstein ERP Version

Siehe

Die Datei von Gitlab herunterladen, mit dem Archivemanager öffnen und in das dist die Dateien aus dem Archivemanager reinkopieren.

Erzeugen der Datenbanken

In das Verzeichnis /opt/kieselstein/dist/bootstrap/database wechseln

  • sudo -u postgres
  • ./createDb.sh
    Anmerkung: damit wird das als User Postgres ausgeführt und daher das PostgresPW entsprechend 4x abgefragt
  • danach die Default Daten einfügen
  • sudo -u postgres ./fillDb.sh
    Anmerkung: Auch hier das PW für den user Postgres angeben (1x)

Einrichten des Dienstes und starten des Servers

als root nach /opt/kieselstein/dist/bootstrap/service/linux
./install-kieselstein-services.sh
ausführen. Damit wird auch systemctl start kieselstein-main-server.service gestartet. ACHTUNG: Es muss dafür das environment gesetzt worden sein

läuft der Server ?

bewährt hat sich das Laufen des Servers in folgender Reihenfolge zu prüfen:

  1. /opt/kieselstein/dist/wildfly-12.0..Final/standalone/deployments
    Hier müssen für alle drei Dateien auch .deployed Dateien stehen
  2. Prüfen ob die RestAPI geht:
    einen Browser starten (Firefox), http://localhost:8280/kieselstein-rest-docs/ muss die Restapi Dokumentation bringen. Hier idealerweise interactive interface nutzen und beide Ping testen.
  3. Client starten und mit Admin, admin anmelden.
    Also unter /opt/kieselstein/dist/clients/kieselstein-ui-swing-xxxx.tar.gz mit dem Archivemanager öffnen und idealerweise nach /opt/kieselstein/dist/client/ entpacken und danach aus …/bin/ den ./kieselstein-ui-swing starten

Schriften installieren

Kommt beim Drucken die Meldung

Schriftart ’null’ am Server nicht verfügbar, so müssen die in den Reports verwendeten Schriften noch installiert werden.
Üblicherweise wird von Kieselstein ERP die Schriftart Arial verwendet. D.h. diese nachinstallieren. Dazu:

  1. herunterladen installationspaket: ttf-mscorefonts-installer_3.8_all.deb -> Download erlauben
  2. in das Downloadverzeichnis wechseln
  3. als su - root
    apt install ./ttf-mscorefonts-installer_3.8_all.deb
    lädt ein Menge Dateien von sourceforge herunter.
    Am Besten danach den Server neu starten (shutdown -r now)

weiters zu tun

  • Backup einrichten
  • Einrichten der Zugriffe von anderen Rechner aus.

Installation auf Hyper V

Anmerkungen worauf bei der Installation mit Hyper V zu achten ist:

  • Generation virtueller Computer -> 2. Generation
  • Minimales und maximales Ram angeben
  • Anzahl der erlaubten Prozessoren definieren
  • SCSI-Controller
    • Hinzufügen von DVD Laufwerk
    • Imagedatei für Debian angeben
  • Firmware
    • Bootreihenfolge auf DVD Laufwerk

Anmerkung: Wenn das Ding nicht von dem ISO Image Boote will, die Netzwerkkarte auf nicht verbunden stellen

Ansicht

Wenn man nun versehentlich die Ansicht der VM auf 25% stellt, kann man nicht mehr zurück, weil das Menü nicht breit genug ist.

Der Trick der hilft ist,

  • die Verbindung zur Maschine herstellen,
  • die Maus über den Menüpunkt Ansicht stellen
  • die VM mit Strg+S starten und sofort
  • auf Ansicht klicken
  • Dann wieder auf Automatik stellen Hat mit Debian nichts zu tun, auch wenn im Hyper V da einige andere Dinge fehlen.

Auflösung im Hyper V

Bildschirmauflösung unter Hyper V ändern, ergänzen des Booteintrages

  • als root anmelden (su - root)
  • auf etc/default wechseln
  • mit nano die datei grub editieren und
  • in der Zeile die mit GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT beginnt hinten video=hyperv_fb:<Breite>x<Höhe>
    dazuschreiben. z.B.: Breite = 1680 x 1050
    ACHTUNG: muss unter Hochkommas sein. D.h. die Zeile lautet dann
    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash video=hyperv_fb:1680×1050”
    • danach update-grub
    • danach neu starten (shutdown -r now)

3.1.2 - Installation Kieselstein ERP Server unter Ubuntu

Installation Kieselstein ERP Server unter Ubuntu

Hier kommen die eventuellen Besonderheiten zu einer Ubuntu Installation rein. Aktuell bite wie unter Debian beschrieben vorgehen.

3.1.3 - Installation Kieselstein ERP Server unter Windows(r)

Installation Kieselstein ERP Server unter Windows(r)

Hier findest du ergänzende Punkte zur Installatiion unter Windows. Die Standard-Installation ist im Hauptkapitel beschrieben.

Firewall

Nach der Installation und dem erfolgreichen Test daran denken, dass in der Regel, zumindest für den Port 8080.


8280 wenn auch die Rest-API verwendet werden sollte

5432 wenn auch von innerhalb des Netzwerkes auf den PostgresQL zugegriffen werden sollte.

ACHTUNG: Sicherheit!!

Der Server startet nicht

Im Deploymentsverzeichnis (?:\Kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\deployments) steht kieselstein-0.0.11.ear.failed.
Ev. auch nur jackrabbit-jca-1.5.7.rar.failed.
So kann man in den beiden Dateien nachsehen.
Effizienter ist vermutlich in der ?:\Kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\log\server.log nachzusehen.
Dafür zuerst das log Verzeichnis löschen um nur die aktuellsten Einträge zu bekommen und dann den Server erneut starten, bis wiederum im Deplomentsverzeichnis das failed kommt.
Nun sucht man in der server.log am Besten von oben nach dem ersten Eintrag mit Error. Meist findet man einen Eintrag wie z.B.:
2023-09-22 17:15:23,014 ERROR [org.apache.jackrabbit.core.fs.db.DatabaseFileSystem] (MSC service thread 1-3) failed to initialize file system: org.postgresql.util.PSQLException: FATAL: Passwort-Authentifizierung f�r Benutzer �postgres� fehlgeschlagen

Dies bedeutet, dass der Applikationsserver sich nicht an der Datenbank anmelden konnte. Versuche nun dich mittels PGAdmin auf der Datenbank mit postgres, postgres anzumelden. Ist dies nicht möglich, stimmt das Passwort der Datenbank nicht. Eventuell wurde bei der Installation des Postgresservers ein falsches oder kein Passwort vergeben. D.h. es muss das Passwort geändert werden. Wenn du das andere(falsche) Passwort kennst, melde dich mit diesem an und ändere das Passwort. Wenn du dieses nicht kennst, muss zuerst der Zugang zum PostgresQL-Server auf dem Rechner auf dem dieser läuft so freigeschaltet werden, dass du dich auch ohne Passwort anmelden kannst. Dafür muss die pg_hba.conf angepasst werden. Diese findest du unter “?:\Program Files\PostgreSQL\14\data". Ergänze diese nun abhängig von deiner IP-Konfiguration um

  • host all all 127.0.0.1/32 trust (IP V4)
  • host all all ::1/128 trust (IP V6)

Nun muss der postgresql Dienst neu gestartet werden.

Wechsle nun als Administrator nach ?:\Program Files\PostgreSQL\14\bin
und rufe psql.exe -U postgres auf

Nun mit

\password postgres

das Passwort auf postgres setzen und dann mit

\q

Das Programm wieder verlassen.

Nun musst du dich auch im PGAdmin mit dem Passwort anmelden können.
Bitte beachte, dass ab PostgresQL 15 der PGAdmin 7 zum Einsatz kommen sollte.

Info:
Bei der Modifikation der pg_hba.conf auf IP V4 bzw. IP V6 achten! Kommt
psql: Fehler: Verbindung zum Server auf »localhost« (::1)
So fehlt der passende Eintrag in der pg_hba.conf

Info:
Nach diesen Änderungen empfiehlt sich auch die Verzeichnisse log, tmp, data aus dem standalone (?:\kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone) zu löschen, damit die ganzen falschen Einträge weg sind.

3.1.4 - Anforderungen Kieselstein ERP Server

Anforderungen an den Kieselstein ERP Server

Die Anforderungen an den Kieselstein ERP Server sind von verschiedenen Eckpunkten abhängig. Im wesentlichen sind dies Benutzeranzahl und Betriebssystem.

Server

Windows

Die Verwendung eines 64Bit Betriebssystems ist heutzutage selbstverständlich.
Bei Verwendung von Windows gehen wir davon aus, dass dieses, auch für den Testbetrieb, ordnungsgemäß lizenziert ist.

Eigenschaft Betriebssystem Datenbank Kieselstein
appServer
je Power User je std. User
Kerne 1 1 1 0,5 0,1
Ram [GB] 4 2 2 0,1 0,01
Platte [GB] 100 70 70

Ganz wesentlich in die Geschwindigkeit des Gesamtsystems geht die Zugriffsgeschwindigkeit der / auf die Festplatten ein. Wir raten, auch wenn es teuer ist, zu SSD Platten. Sollte dies nicht möglich sein, zu Raid10.
ACHTUNG: Bei Virtualisierung kommt es immer wieder vor, dass die Platten zwar sehr schnell sind, aber da alle virtuellen Maschinen auf die gleiche Hardware zugreifen, ist im Endeffekt der Festplattencontroller der Flaschenhals. Hier ist zusätzlich zu bedenken, dass die Zugriffe oft mit kleinen Datenmengen erfolgen. D.h. die in der IT üblichen Geschwindigkeitsmessungen haben keine Aussagekraft (die Optimierungsalgorithmen der VM’s greifen leider nicht).

Die Größe der Platten hängt auch an der Verwendung der Dokumentenablage. Kann also, bei intensiver Nutzung, was im Sinne des Systems ist, auch deutlich darüber hinaus anwachsen.

In dieser Betrachtung ist der, für das unumgängliche zumindest tägliche Backup benötigte Platz, nicht berücksichtigt. Auch dies hängt von der Datenmenge der Installation ab. So beginnen Neuinstallationen bei einigen wenigen GB und wachsen danach schon mal auf 150GB oder mehr an.

Eine wesentliche Frage in diesem Zusammenhang ist das Thema des Backups bzw., wie alt dürfen die Daten bei einem eventuellen Ausfall sein. Das geht bis hin zu gespiegelten Datenbankservern.
Diese Dinge klären wir am Besten in einem persönlichen Gespräch.

Welche Windows Betriebssysteme können genutzt werden?

Auch das hängt vom Einsatzbereich ab.
Für eine anfänglich kleine Installation mit 2Usern reicht auch mal ein Windows11 (Windows 10 wird nicht mehr lange zur Verfügung stehen). Für den Einsatz in einem Unternehmen mit 5 Usern oder mehr, raten wir zum Einsatz eines Server Betriebssystems. Da der ganze grafische Overhead auf dem Server nicht benötigt wird, gerne auch Linux, Debian.
In jedem Falle aber bitte ausschließlich 64Bit-Systeme.

weitere Last am Server

Es gibt inzwischen noch eine Anzahl von Funktionen / Zugriffen auf den Server, die für jeden Zugriff mehr oder weniger Serverlast ziehen. Auch diese sind in den obigen Überlegungen zu berücksichtigen.

  • RestAPI, je nach Intensität der Nutzung
  • ZE-Terminals je nach Buchungshäufigkeit. Es ist ein entsprechender Unterschied ob nur Kommt/Geht (Anwesenheitszeit) gebucht wird, oder die papierlose Fertigung mit Zeichnungen, Auswahllisten usw. verwendet wird. Insbesondere die Zeitverteilungsberechnungen können entsprechende Serverlast erzeugen.
  • Anwesenheitsliste(n) Auch hier macht es einen großen Unterschied, ob 10 Terminals im 30Sekunden Takt jeweils eine neue Liste anfordern, oder ob diese ober den Anwesenheitslisten Proxy eigenständig aufbereitet werden.
  • die Listenauswertungen per Web-Pages. Auch diese Auswertungen brauchen entsprechende CPU Leistung

Client

Hier reichen heutzutage (2023) übliche Standard PC’s, mit mindestens 64Bit Betriebssystemen und 8GB Ram (wenn nur der Kieselstein-ERP Client läuft). Empfohlen 16GB Ram, gerne mehr.
Auch hier raten wir zur Verwendung von SSD Platten, da auch diese massiv in das Geschwindigkeitsverhalten eingehen.

3.1.5 - Datensicherung

Einige Gedanken zur Datensicherung

Da wir in der Praxis immer erleben, dass die Datensicherung zwar angeblich gemacht wird, aber dann doch nicht funktioniert, hier einige Gedanken dazu.

Wozu überhaupt Datensicherung?

Wie hoffentlich allgemein bekannt ist, ist gerade die IT nicht vor Fehlern gefeit. D.h. deine Daten und diese sind heutzutage das Herzstück deines Unternehmens, müssen in jedem Falle “jederzeit” zur Verfügung stehen.
Solltest du anderer Meinung sein, schalte PC und Handy aus, was geht dann für dich noch?

Wo aufbewahren?

Die Datensicherung muss mechanisch vom Rest der IT getrennt sein.
D.h. die Bänder, Kassetten dürfen nach der durchgeführten Datensicherung auch elektrisch nicht mehr mit dem Rest der IT verbunden sein. So werfen RDX Laufwerke bzw. Streamer am Ende des positiv abgeschlossenen Sicherungsvorganges die Kassette aus.
Üblicherweise ist das so organisiert, dass eine Bürokraft sich um die tägliche Sicherung kümmert und wenn das Medium nicht ausgeworfen wurde, die Verpflichtung hat die zuständige Stelle zu informieren.
Dass zumindest die Monatssicherung außer Haus gebracht wird, ist selbstverständlich. Wenn du Tagessicherungen machst, was für eine Produktionsunternehmen eher die Regel ist, so gilt dies für die Wochensicherungen. Das außer Haus bringen kann ein Bank-Safe sein, oder deine weit genug entfernte Privat-Wohnung. Der Gedanke hier ist immer, wenn jemand / etwas, beide Daten(stämme) zugleich stiehlt, angreift, also z.B. den Server klaut und deine Kassetten aus dem Privathaus, so hast du sowieso ein anderes Problem.

Wieviele Medien brauche ich?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich überlegen, wie oft ich eigentlich sichern muss.
Der Schlüssel dafür ist für mich:

  • wenn zur letzten Sekunde des gerade durchgeführten Backups, welches noch nicht vollständig ist, das System ausfällt, so sind meine (gesamten) Daten weg.
  • kann ich diese wiederherstellen?
  • wie lange dauert die Nacherfassung?

D.h. wenn ich die Daten wiederherstellen kann und ich diese innerhalb einer Wochenendaktion nacherfassen kann, so ist der Zeitraum für den ich das mache der Zeitraum für den ich meine Sicherung machen muss. Ich würde jedoch immer für jede Woche eine Sicherung machen (man vergisst zu viel). Die Frage ist eher, ob eine Tagessicherung ausreicht, oder ob es stündliche Sicherungen von Teilen sein müssen, oder ob es gespiegelte Server braucht, welche in der Regel nur eine Datenbanktransaktion hinten sind.
Man sollte das auch nicht übertreiben. Wenn ich in fünf Jahren, die Zeitdaten eines Tages von meinen 150Mitarbeiter:innen nicht exakt habe, wird mich das nicht umbringen.

Das ist doch alles so teuer?

Ja das stimmt. So kostet aktuell eine 1TB RDX Kassette ca. 180,- €. Davon brauche ich, bei wöchentlicher Sicherung und Monatsbackup 4 + 12 Stk -> 2.880,- €.
Setzt man nun für die Nacherfassung einen Stundensatz von 80,- € (Inkl. aller Nebenkosten) an, so sind das 36Std, also 4Menschtage!
Dazu kommt: Ein IT-Systemausfall ist komplett versicherbar, die Datenwiederherstellung aus einem guten Backup ist darin enthalten, aber das Herzaubern von Daten ist nicht versicherbar.

Wie lange kann ich mir einen Systemausfall leisten?

Heutzutage ist alles in der IT gespeichert. Also z.B. auch die Telefonnummern in der Telefonanlage, welche ja auch ein IT System ist. Fällt nun die IT aus, woher weißt du die Telefonnummern der Kunden die du anrufen solltest?
Es gibt schon sehr lange Statistiken, die besagen eine dreitägige Nicht-Verfügbarkeit des IT-Systems haben einen Großteil der Unternehmen nicht überstanden.

Desaster Recovery Time

Zu obigem Thema kommt auch dazu, wie lange brauche ich um überhaupt die Daten wiederherstellen zu können. Es ist ja wunderbar wenn alles, in der Regel in Images gesichert ist. Braucht man nun eine einzelne Datei daraus, so muss man, je nach Backupsystem, das gesamte Image zurücksichern (wo findet man schnell mal 500GB freien Platz) um dann die eine Datei mit 2GB daraus extrahieren zu können. Oder eben auch, das Image ist gesichert, muss aber über die Internetleitung übertragen werden. Diese ist im Moment aber gut ausgelastet bzw. die Übertragung von großen Datenmengen ist noch immer problematisch, muss über eine geeignete Software gemacht werden.

Bedenke dies alles mit, auch wie kommt man zu den verschiedensten Passwörtern usw. Wer hat die Daten, wo sind sie? Der/diejenige ist gerade in Urlaub, im Krankenhaus. Woher weiß ich überhaupt von wann (Zeitpunkt) das Backup ist, das ich einspielen möchte.
Wir raten mach dir einen definitiven Plan, wie im Falle des Falles vorzugehen ist. Das beginnt bei der Beschaffung eines neuen Servers (im nächsten Computershop) und endet bei den Zeiten die für die verschiedensten Restores benötigt werden. Schreib diese Tabelle mal zusammen und lass diesen schlimmen Fall dann am 24.12. um 16:30 auftreten. Wie sieht der Zeitablauf aus. Wenn du dann auch noch einen Datenverlust hast, denk an die dann sehr kurzen Fristen der DSGVO. Ich wünsche uns allen, dass wir das nie brauchen.

Reicht es wenn ich Veränderungen sichere?

Diese Frage kommt immer bei entsprechend großen Datenmengen, also wenn die Nacht für die Sicherung zu kurz wird.
Unsere Erfahrung. Nur Veränderungssicherungen sind extrem gefährlich. Denn im Falle der Rücksicherung braucht nur ein Medium in der Kette defekt zu sein und das Restore ist nicht mehr möglich. Daher muss in den Sicherungskonzepten immer ein aktuelles und vollständiges Backup auf dem Sicherungsmedium gespeichert sein.

Wie oft muss ich die Sicherung prüfen?

Reicht wenn ich schaue dass die Files erzeugt werden?

Bitte achte bei der Erzeugung der Backupdateien darauf, dass das Ende des Backups rechtzeitig vor dem Weiterkopieren auf das Sicherungsmedium abgeschlossen ist. Du solltest das monatlich überprüfen.

muss ich das Restore prüfen

Bitte nimm dir die Zeit, auch den Restore der Daten regelmäßig zu prüfen. Regelmäßig bedeutet in diesem Falle, zumindest jedes halbe Jahr, besser öfter. D.h. wirklich in das Testsystem die Backupdaten reinspielen. Es müssen die Daten des letzten Tages, also des Tages der Datensicherung im Zugriff stehen.
Es kommt leider zu oft vor, dass nur Filezuwachs und Datum geprüft werden, aber in der langen Kette irgend etwas nicht stimmt und du im Falle des Falles, dann doch keine Daten hast.

ich mache das alles Online

ACHTUNG: Im Falle eines Verschlüsselungstrojaners ist die Gefahr, dass durch einen Fehler / Irrtum in der Konfiguration, der Trojaner auch dein Backup verschlüsselt, extrem hoch. Nur sehr sehr versierte IT-Betreuer sind in der Lage dies richtig aufzusetzen.
Daher unser Rat, immer mechanisch getrennt aufbewahren. Und auch außer Haus. Denkt an Hochwasser, Blitzschlag, generelle Überspannung, Feuer, Diebstahl.
Ich habe persönlich noch keinen IT-Betreuer kennengelernt der das wirklich beherrscht. Daher rate ich lieber ein paar Euro mehr für die Sicherheit auszugeben.

Für umfassende Desaster Recovery Szenarien, wendet euch gerne an uns.

Zum Thema Angriffe siehe auch: Real-Time DDoS Attack Map | NETSCOUT Omnis Threat Horizon, https://horizon.netscout.com/

3.1.6 - Update

Muss ich regelmäßig updaten und wenn ja, was?

Da wir in der Praxis durchaus auch erleben, dass einfach ohne jegliche Notwendigkeit Updates eingespielt werden, hier unsere Gedanken und Informationen dazu.

Wir gehen hier davon aus, dass dein Kieselstein ERP-Server in einem sicheren Netzwerk betrieben wird.
Die nachfolgenden Infos sind für Server die vorne an der Front (= WorldWideWeb) stehen, wie z.B. WebServer, nicht zutreffend.

  1. Wozu muss aktualisiert werden? Gibt es einen wichtigen Grund?
    Nur dann sollte ein Update eingespielt werden.
    Es gilt der alte Grundsatz, never touch a running system!
    Wir können dies nur bestätigen.

  2. Die Kieselstein ERP eG mit Ihren Consultants sind KEINE IT-Betreuer.
    Bitte such dir einen sehr guten IT-Betreuer. Der auch etwas von IT-Infrastuktur versteht und auch weiß, warum man mechanisch getrennte Backups braucht.

  3. Welchen Wert hat dein ERP System für dein Unternehmen?
    Welche Dinge werden passieren, wenn dein ERP nicht verfügbar ist?

  • ich weiß nicht was ich heute produzieren sollte
  • ich weiß nicht welche Waren ich einkaufen sollte
  • ich kann keinen Kunden anrufen und ihm erklären, dass er seine Lieferung später bekommt
  • ich habe keine Zeiterfassung meiner Mitarbeiter:innen und auch nicht meiner Maschinen
  • das kann man noch lange fortsetzen

Wenn nun durch die, bei manchen Menschen ausgeprägte Update-Manie, täglich / wöchentlich neue Versionen in das Live-System eingespielt werden, das oft noch ohne ein qualifiziertes Backup / Fallback zu haben, dein ERP System, warum auch immer, nicht mehr funktioniert, so können wir von der Kieselstein ERP eG dazu nur sagen, Pech gehabt. Hoffentlich etwas dazu gelernt.

Unsere Techniker:innen sind Programmierer oder Consultants, aber keine IT-Leute die sich mit Servern und PC’s mehr als notwendig herum ärgern.

Richtige Update-Vorgehensweise

  1. Ist das Update wirklich notwendig
  2. erstelle ein vollwertiges Backup. Du musst im Falle des Falles auf diesen Stand zurückstellen können.
    Manche unserer Mitglieder machen das in dem Sinne, dass die VM (virtuelle Maschine) des Echtsystems gesichert und kopiert wird. Beachte dazu das Thema vollwertige Sicherung einer VM mit der PostgresQL!
    Nun können am Echtsystem die Updates durchgeführt werden. Sollten sich Probleme herausstellen, kann man auf die qualifizierte und vollwertige Sicherung zurückgreifen.
    Oder es werden auf der kopierten VM die notwendigen Tests durchgeführt und erst danach die Updates am Echtsystem ausgerollt.
  3. Selbstverständlich ist dein IT-Betreuer greifbar und deine Tests der neuen Version werden zu normalen Bürozeiten durchgeführt und sind nicht zeitkritisch. D.h. ob eine Fehlerbehebung einige Tage dauert ist nicht relevant.

Was mache ich, wenn mein System gecrasht ist

In solchen Fällen, welche in der Regel, bei gut gepflegter Hardware, sehr sehr selten auftreten, helfen wir nach besten Kräften. Wir wollen grundsätzlich dass die Systeme laufen. So ist es uns kürzlich gelungen, ein gechrastes Windowssystem mit guten vorhandenen Backupdaten innerhalb von wenigen Stunden, nachdem der neue Server wieder zur Verfügung gestanden ist, zum Laufen zu bringen.

Dein Kieselstein ERP läuft immer auf einem Server, auch wenn der Rechner mit vielleicht etwas geringerer Leistung ausgelegt ist.
Server sind immer mit gespiegelten Platten oder Raid-Platten ausgestattet. Es läuft eine Festplattenüberwachung und die Meldungen des Überwachungssystems werden erst genommen und umgehend, raschest möglich, durch deinen IT-Betreuer beseitigt.
Dass ein qualifiziertes und verifiziertes Backup zur Verfügung steht, ist selbstverständlich.

Zusammenfassend:

Seid euch selber des Wertes eurer Daten und Systeme bewusst. Durch die Update Manie wird nur eine Geringschätzung den eigenen Systemen gegenüber zum Ausdruck gebracht.

Update Prozess:

Vor jedem Update Prozess muss sowohl von der Datenbank als auch von den File-Systemen ein Backup gemacht werden.

Update Schritte je Betriebssystem:

Debian Update
Windows Update

Clients

Nach dem Update des Servers müssen auch die Clients wieder aktualisiert werden. Siehe hierfür bitte Installation Clients.

Sollte die Version des Kieselstein-Clients nicht mit der Version des Servers oder der Datenbank übereinstimmen kommt eine entsprechende Fehlermeldung und kann die Anmeldung nicht durchgeführt werden.

Fehlermeldungen mit Client-Version 0.0.13 oder kleiner: Dies wird nach dem anmelde Versuch bei Versionen, welche vor der Versionierung erstellt wurden angezeigt. Hier muss das Client-Programm aktualisiert werden.

Ab Kieselstein Version 0.0.13 werden die jeweiligen Versionen angezeigt und die Anmeldung verhindert:

Troubleshooting

Wenn die Datenbankversion nicht mit der Wildfly Installation übereinstimmt, kommt beim Starten des Clients folgende Fehlermeldung: bzw. bei einem Umstieg von einer Version vor 0.0.13:

Am Server wird hier auch ein Fehler geloggt (kieselstein-dist/wildfly-12.0.0.Final/standalone/log/server.log)

2024-02-28 09:10:26,607 ERROR [com.lp.server.system.ejbfac.SystemFacBean] (EJB default - 8) Database version may not match server version (0.0.14)! Make sure the database was updated.: javax.persistence.PersistenceException: org.hibernate.exception.SQLGrammarException: could not extract ResultSet
        at org.hibernate.jpa.spi.AbstractEntityManagerImpl.convert(AbstractEntityManagerImpl.java:1692)
        at org.hibernate.jpa.spi.AbstractEntityManagerImpl.convert(AbstractEntityManagerImpl.java:1619)
        at org.hibernate.jpa.spi.AbstractEntityManagerImpl.find(AbstractEntityManagerImpl.java:1106)
        at org.hibernate.jpa.spi.AbstractEntityManagerImpl.find(AbstractEntityManagerImpl.java:1033)
        at org.jboss.as.jpa.container.AbstractEntityManager.find(AbstractEntityManager.java:213)

Hier muss der Dienst wieder gestoppt werden und das Liquibase update durchgeführt werden.

Releasehinweise

TODO Is a comming feature! In Zukunft kann es sein, dass nach einem Versionsupdate manuelle Datenbereinigungen durchgeführt werden müssen. Sollte eine solche Datenbereinigung notwendig sein, wird nach der Anmeldung eines Benutzer eine Liste (wenn mehrere) der noch nicht durchgeführten Aktionen angezeigt. Die Punkte in der Releasehinweise-Tabelle können nur von dem Kieselstein Admin-Benutzer als erledigt markiert werden. Solange noch nicht erledigte Releasehinweise vorhanden sind, werden diese jedem Benutzer bei der Anmeldunge angezeigt.

3.1.6.1 - Update Kieselstein ERP Server unter Debian

Update Kieselstein ERP Server unter Debian

Applicationsserver Updaten

  • Dist-Pack auf den Server kopieren
  • Dienste beenden
    • systemctl stop kieselstein-main-server.service
    • systemctl stop kieselstein-rest-server.service
  • Alte Programmdateien löschen:
    • rm /opt/kieselstein/dist/wildfly-*.Final/standalone/deployments/*.ear
    • rm /opt/kieselstein/dist/wildfly-*.Final/standalone/deployments/*.war
    • rm /opt/kieselstein/dist/wildfly-*.Final/standalone/deployments/*.rar
    • rm /opt/kieselstein/dist/apache-tomcat-*/webapps/*.war
  • Dist-Packet über die bestehende Installation entpacken
    • tar -xvf <pfad-zum-dist-packet>.gz -C /opt/kieselstein
  • Client-Scripte anpassen
    • Es muss geprüft werden, ob es manuelle Änderungen im Client-Paket für die Startskripte gab und diese eventuell bei den neuen Startscripten nachzeihen (Hostname und Splashscreen zum Beispiel).
    • Alte Client-Scripte löschen oder klar markieren als OLD (Siehe im Verzeichnis /opt/kieselstein/dist/clients/)
  • Berechtigungen wieder für den Kieselstein Ordner setzen
    • chown -R kieselstein:kieselstein /opt/kieselstein
  • Wenn im dist-Verzeichnis mehrere Tomcat oder Wildfly Versionen enthalten sind prüfen welche verwendet wird und die alten löschen
    • Prüfen welche Tomcat-Version verwendet wird:
      • cat /opt/kieselstein/dist/bin/launch-kieselstein-rest-server.sh
      • Suche nach Zeile: export CATALINA_HOME="${KIESELSTEIN_DIST}/apache-tomcat-x.x.x", diese Tomcat Version wird verwendet die andere(n) müssen gelöscht werden.
    • Prüfen welche Wildfly-Version verwendet wird:
      • cat /opt/kieselstein/dist/bin/launch-kieselstein-main-server.sh
      • Suche nach Zeile: wildfly_bin_dir=${KIESELSTEIN_DIST}/wildfly-x.x.x.Final/bin, diese Wildfly Version wird verwendet die andere(n) müssen gelöscht werden.
      • Achtung Aktuell sind im Wildfly noch die Reports dateien enthalten so wie eventuelle Anwender-Reports.
        • Es müssen wenn sich die Wildfly Version ändert vor dem Löschen des alten Wildfly Ordners alle Anwender-Reports in den neuen Wildfly kopiert werden.
        • /opt/kieselstein/dist/wildfly-.Final/server/helium/report//anwender

Datenbankmigrationen durchführen

Hinweis: Wenn Kieselstein Version kleiner als 0.0.13 ist:

Muss die initiale Migration gemacht werden.
Das gilt auch für den Start mit den Demodaten.

Installation Liquibase

Für die Datenbankmigrationen, muss das Tool liquibase installiert werden (mit root Rechten).

wget -O- https://repo.liquibase.com/liquibase.asc | gpg --dearmor > liquibase-keyring.gpg && \
cat liquibase-keyring.gpg | sudo tee /usr/share/keyrings/liquibase-keyring.gpg > /dev/null && \
echo 'deb [arch=amd64 signed-by=/usr/share/keyrings/liquibase-keyring.gpg] https://repo.liquibase.com stable main' | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/liquibase.list
apt-get update
apt-get install liquibase

Initial-Migrationen setzen

  • In das Liquibase Verzeichnis gehen
    • cd /opt/kieselstein/dist/bootstrap/liquibase
    • Bestehende Datenstrukturen als bereits migriert markieren
      • ./liquibase.sh changelog-sync --label-filter="0.0.12"

ACHTUNG Wenn die Datenbank von der Default-Installation abweicht müssen in der /opt/kieselstein/dist/bootstrap/liquibase/liquibase.properties Datei die Verbindungseinstellungen angepasst werden:

liquibase.command.url=jdbc:postgresql://localhost:5432/KIESELSTEIN
liquibase.command.username=postgres
liquibase.command.password=postgres

Datenbank Updaten

cd /opt/kieselstein/dist/bootstrap/liquibase
./liquibase.sh update

Dienste wieder aktivieren

systemctl start kieselstein-main-server.service
systemctl start kieselstein-rest-server.service

3.1.6.2 - Update Kieselstein ERP Server unter Windows Server

Update Kieselstein ERP Server unter Windows Server

Applicationsserver Updaten

  • Dist-Pack auf den Server kopieren
  • Dienste beenden
    • Beide Kieselstein Dienste (Kieselstein Main Server & Kieselstein REST Server) beenden
  • Alte Programmdateien löschen:
    • Im Verzeichnis ?:\kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\deployments
      • Alle Dateien mit den Dateiendungen ear, rar und war löschen
    • Im Verzeichnis ?::\kieselstein\dist\apache-tomcat-8.5.93\webapps
      • Alle Dateien mit den Dateiendung war löschen
  • Dist-Packet über die bestehende Installation entpacken (In der Windows Eingabeaufforderung cmd.exe)
    • tar -xvf <pfad-zum-dist-packet>.gz -C ?:\kieselstein\
  • Client-Scripte anpassen
    • Es muss geprüft werden, ob es manuelle Änderungen im Client-Paket für die Startskripte gab und diese eventuell bei den neuen Startscripten nachzeihen (Hostname und Splashscreen zum Beispiel).
    • Alte Client-Scripte löschen oder klar markieren als OLD (Siehe im Verzeichnis ?:\kieselstein\dist\clients)
  • TODO Scripte Pfade müssen noch angepasst werden.
  • Wenn im dist-Verzeichnis mehrere Tomcat oder Wildfly Versionen enthalten sind prüfen welche verwendet wird und die alten löschen
    • Prüfen welche Tomcat-Version verwendet wird:
      • cat ?:\kieselstein\dist\bin\launch-kieselstein-rest-server.sh
      • Suche nach Zeile: export CATALINA_HOME="${KIESELSTEIN_DIST}/apache-tomcat-x.x.x", diese Tomcat Version wird verwendet die andere(n) müssen gelöscht werden.
    • Prüfen welche Wildfly-Version verwendet wird:
      • cat ?:\kieselstein\dist\bin\launch-kieselstein-main-server.sh
      • Suche nach Zeile: wildfly_bin_dir=${KIESELSTEIN_DIST}/wildfly-x.x.x.Final/bin, diese Wildfly Version wird verwendet die andere(n) müssen gelöscht werden.
      • Achtung Aktuell sind im Wildfly noch die Report-Dateien enthalten so wie eventuelle Anwender-Reports.
        • Es müssen wenn sich die Wildfly Version ändert vor dem Löschen des alten Wildfly Ordners alle Anwender-Reports in den neuen Wildfly kopiert werden.
        • ?:\kieselstein\dist\wildfly-*.Final\server\helium\report*\anwender

Datenbankmigrationen durchführen

Hinweis: Wenn Kieselstein Version kleiner als 0.0.13 ist:

Muss die initiale Migration gemacht werden.
Das gilt auch für den Start mit den Demodaten.

Installation Liquibase

Für die Datenbankmigrationen, muss das Tool liquibase installiert werden. Akutelle Liquibase Version vom git Repository runterladen: https://github.com/liquibase/liquibase/releases Hier biss zu den Assets runterscrollen und dann den passenden (Windows-)Installer auswählen. Z.B.: liquibase-windows-x64-installer-x.x.x.exe

Den Installer am Server ausführen und durchklicken.
Bitte darauf achten, dass Add Liquibase to PATH angehakt bleibt.

Achtung nach der Installation von Liquibase müssen für die weiteren Arbeiten neue Eingabeaufforderungen (cmd) gestartet werden! Ein Neustart des Servers ist nicht erforderlich.

Initial-Migrationen setzen

  • In der Windows Eingabeaufforderung cmd.exe
    • In das Verzeichnis wechseln
      • cd ?:\kieselstein\dist\bootstrap\liquibase
      • Bestehende Datenstrukturen als bereits migriert markieren
        • liquibase changelog-sync --label-filter="0.0.12"

ACHTUNG Wenn die Datenbank von der Default-Installation abweicht müssen in der ?:\kieselstein\dist\bootstrap\liquibase\liquibase.properties Datei die Verbindungseinstellungen angepasst werden:

liquibase.command.url=jdbc:postgresql://localhost:5432/KIESELSTEIN
liquibase.command.username=postgres
liquibase.command.password=postgres

Datenbank Updaten

In der Windows Eingabeaufforderung cmd.exe

cd ?:\kieselstein\dist\bootstrap\liquibase
liquibase update

Prüfen ob das Update funktioniert hat

In der Praxis hat sich bewährt, dass man, vor dem Start der Dienste, zumindest den Main-Prozess als “Programm” startet.
Idealerweise wechselst du dazu in das Verzeichnis ?:\kieselstein\dist\bin und startest launch-kieselstein-main-server.bat.
Dieser muss problemlos durchlaufen.
Sollte hier eine Meldung ähnlich nachfolgender kommen:

"(" kann syntaktisch an dieser Stelle nicht verarbeitet werden
so fehlt in deinen Pfaden der Zugriff auf die postgresQL Runtime Programme.
Trage diese in den Pfaddefinitionen ein.

  • Problemlos durchlaufen bedeutet, dass der Startschirm angezeigt werden muss. Dieser sieht unter Windows wie folgt aus:

Wenn der Start durchgelaufen ist, was je nach Performance der Maschine auch mal ein paar Minuten dauern kann, so kommt danach die Anzeige des sogenannten Shoptimers

Damit siehst du, dass dein Server läuft. Nun kannst du diesen mit Strg+C stoppen und den Dienst wieder aktivieren.

Nachtragen PostgresQL Runtime Pfad

  • Rechtsklick auf das Windows Start-Symbol
  • System
  • suche nun erweiterte Systemeinstellungen. Je nach Windows-Version ist dies optisch an einem anderen Platz, aber immer unter System Info zu finden
  • Umgebungsvariablen anklicken
  • Suche nun im unteren Bereich (Systemvariablen) die Variable Path und klicke auf bearbeiten
  • Hier muss nun, abhängig von der verwendeten pgAdmin Version der Pfad auf die pgAdmin runtime eingetragen sein. Bei pgAdmin 4 V7 ist dies “c:\Program Files\pgAdmin 4\v7\runtime”. Bei pgAdmin 4 V8 ist dies “c:\Program Files\pgAdmin 4\runtime”.
  • Wenn alles eingetragen ist, beende zumindest den Umgebungsvariablen und den Systemeigenschaften Dialog.
  • starte ein neues CMD-Fenster und gib psql (+ Enter) ein. Es muss die Abfrage des psql nach dem Benutzerpasswort kommen. Kommt eine Meldung mit *Der Befehl “psql” ist entweder falsch ….. *so ist deine Pfad-Definition falsch, womit auch der Serverstart nicht funktionieren wird.

Funktioniert dies, würde ich mit der oben beschriebenen Prüfung fortfahren.

Dienste wieder aktivieren

  • Beide Kieselstein Dienste (Kieselstein Main Server & Kieselstein REST Server) starten

Aktualisieren der Clients

3.1.7 - IT-Betreuung

Was sind die Aufgaben deines IT-Betreuers

Nachfolgend eine lose Aufstellung der Aufgaben deines IT-Betreuers für den Betrieb deines Kieselstein ERP-Systems, welche nicht vollständig ist.

Es sollte dies dazu dienen, den Umfang einer verantwortungsvollen IT-Betreuung zu skizzieren. Ergänzungen dazu sind willkommen.

Bitte beachte auch, dass dein Kieselstein ERP zwar die IT massiv nutzt. Die Betreuung deiner IT ist aber in keinster Weise die Aufgabe der Genossenschaft bzw. der Techniker:innen der Consultants, auch wenn das andere Firmen anders handhaben mögen. Siehe dazu auch Update

Welche Aufgaben sollte die IT-Betreuung nun übernehmen:

  • Zur Verfügungstellung eines geeigneten ERP-Servers
  • Prüfung der Performance des Servers, zur Verfügungstellung einer ausreichenden Performance
  • Einrichten der Updates sowohl Clients als auch Server
  • Netzwerk-Zugriffssicherheit
  • Datensicherung inkl. Überprüfung
  • WLan Access
  • Planung von Erweiterungen (lieber ein geplanter Stillstand als ungeplantes Chaos)
  • ist bei Problemen innerhalb von xx Std verfügbar, zumindest an Arbeitstagen und an normalen Wochenenden und ….
  • weiß auch, wie man ein Kieselstein ERP installiert und die Datenbanken wieder herstellt.

Anmerkung:
Wenn du diese Betreuung selbst übernimmst, gehen wir davon aus, dass eine entsprechende Qualifikation gegeben ist. Du also auch die Verantwortung dafür übernimmst / übernehmen kannst. Von der Verfügbarkeit des Backups (zu jeder Zeit) bis zu Updates usw..

Für die Einrichtung der Zugangsdaten des (externen) Betreuers siehe

3.1.8 - File orientierte Dokumente Datenbank

Wo werden meine Dokumente gespeichert

Dein Kieselstein ERP hat grundsätzlich zwei Datenbanken.

  • Die reinen ERP-Daten, klein, schlank, schnell. Hier sind die ganzen “Zahlen” gespeichert.
  • Die Dokumente-Datenbank. Hier sind die Dokumente abgelegt.
    Diese gibt es wiederum in zwei Ausführungen.
    • Default als Datenbank-Tabelle. D.h. die “Bilder” der Dokumente (Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen, Spezifikationen) werden als sogenannter BLOB direkt in der Dokumentendatenbank gespeichert. Das bewirkt wiederum, dass im Laufe der Jahre diese Datenbank immer größer wird, einige zig GByte sind normal, und so das tägliche Backup dieser Daten immer länger dauert. Je nach Installation kann es auch dazu kommen, dass die Nacht (12Std) zu kurz wird und somit kein konsistentes Backup mehr gegeben ist.
    • Daher gibt es als Alternative die sogenannte File orientierte Dokumentendatenbank.
      Idealerweise wird diese bereits bei der Installation deines Kieselstein ERP eingerichtet. Es müssen dafür nur zwei Konfigurationsdateien im Kieselstein-ERP Wildfly configuration ausgetauscht / angepasst werden. Du benötigst dafür die angepasste:
    • kieselstein.xml
    • kieselstein_jackrabbit.xml
      Hier wird der eigentliche Pfad auf die binären Daten unter <DataStore ….. festgelegt.
      Der Vorteil ist, dass die eigentliche Dokumente nur immer neue Daten sind und somit, z.B. mit rsync, nur eine Veränderungs (Erweiterungs) Sicherung gemacht werden muss und damit die dafür benötigte Zeit wesentlich kürzer ist. Es muss allerdings diese zusätzliche Sicherung auch eingerichtet werden.

Ein Wort zur Veränderbarkeit in den Dokumenten-Daten

Da diese Frage immer wieder kommt, also kann ein Super Spezialist die Daten der Dokumente verändern? Hierzu muss man folgendes wissen:

  • die Dokumente werden als BLOB Binary Large OBject abgelegt. Dies ist nichts anderes als eine Verkettung von Dateiblöcken in denen die eigentlichen Daten hintereinander eingereiht sind. D.h. das herausfinden einer einzelnen Datei, ist schon ziemlich aufwändig und man muss schon sehr genau wissen was man sucht.
  • Nun werden z.B. die Ausgangsrechnungen als Jasper-Objecte (in Dateiform) abgelegt.
  • werden nun Daten eingefügt (aus 100 wird 1.000) oder Daten verändert, aus einer 0 wird eine 1 so stimmt die Filegröße nicht mehr und oder die Checksumme stimmt nicht mehr. Damit ist die gesamte Dokumentendatenbank unbrauchbar.

Ob man dies nun, mit einer entsprechend kriminellen Energie auch richtig stellen könnte, ist mir nicht bekannt. Hier kommt mit dazu, dass die Person die dieses macht, physikalisch auf deinen Kieselstein ERP Server Zugriff haben muss (root). Wenn das alles gelingt, hast du ein anderes Problem.

Daher betrachten wir diese Daten als unveränderbar.

3.2 - Installation Client

Installationsbeschreibung für die Ausrollung des Kieselstein ERP Clients

Voraussetzung: Du hast auf den jeweiligen Rechnern ausreichende Installationsrechte und bist mit den Arbeiten mit Programm-Files und allem was so dazu gehört vertraut. Für Unterstützung wende dich als Mitglied der Kieselstein-ERP eG gerne an eine:n der Consulter:innen

Ab der Version 0.0.0.8 deines Kieselstein ERP können die erforderlichen Installationsdateien über einen Weblink geladen werden. Gehe dazu in einem Browser auf http://IPADRESSE_KIESELSTEIN_ERP:8080.

für Clients ab der Versionsverwaltung (>0.0.14) siehe

Klicke nun auf download clients

Hier findest du nun die vom Installationsverantwortlichen zusammengestellten Dateien zum Download zur Auswahl.

Es sind dies alle Dateien die in deinem Kieselstein-ERP im Verzeichnis
?:\kieseltein\dist\clients abgelegt sind.
Es ist Aufgabe des/der installierenden hier alle richtigen Dateien zusammenzustellen. Das bedeutet aktuell auch, dass nach jedem Update die Dateien anzupassen sind.
Das Kieselstein-Desktop-Icon findest du hier

In der Client.zip sind die beiden Verzeichnisse für die Installation enthalten. Lade diese herunter und kopiere diese z.B. auf c:\kieselstein\client.

Im bin Verzeichnis findest du drei Dateien:

In Windowssystemen richte dir eine Desktop-Verknüpfung auf die kieselstein-ui-swing.bat ein. Dieser gibst du das Icon Kieselstein.ico.
In Linux bzw. MAC-OS verwendest du die kieselstein-ui-swing.

Nun benötigst du noch das passende Java (wenn nicht schon installiert), welches ebenfalls im Browser als Download zur Verfügung steht (zulu ….).

Üblicherweise kann ein / alle eventuell vorhandenes(n) Java entfernt werden. -> EMPFOHLEN

Installiere nun das Azul Java mit den default Einstellungen. Einzig bei der Frage nach dem Java Home wähle immer Verfügbar. Details siehe

Nun kannst du deinen Kieselstein ERP Client starten.
Benutzername und Passwort erhältst du von deinem/r Kieselstein ERP in Haus Verantwortlichen.

Hinweis:
Sollte nach eine Neuinstallation von Java, das java trotzdem nicht zur Verfügung stehen (prüfen z.B. aufmachen des CMD (Command-Shell) und Java -version), so hilft unter Umständen, gerade bei komplexen Berechtigungen, ein Neustart des Rechners.

Hinweis:
Es hat sich bewährt, auf den Rechnern der Poweruser auch einen Teamviewer (https://www.teamviewer.com/de/download/windows/) installiert zu haben. Wir gehen davon aus, dass jeder ERP Anwender den Teamviewer starten kann und darf.

Von Kieselstein ERP verwendete Ports siehe bitte Server

Java

Wir setzen zur Zeit folgende Versionen voraus:

Gerade im Clientbereich kann es vorkommen, dass andere Versionen eingesetzt werden. Bitte beachte, dass wir für das richtige Verhalten der Software ausschließlich die unten von uns zur Verfügung gestellte OpenJDK8 verwendet werden sollte. Bitte beachte bei der Verwendung von original Oracle Java 8/11 Versionen, dass diese Lizenzkostenpflichtig sind.

Der Basis-Link für das erprobte Zulu Java findest du unter https://www.azul.com/downloads/?package=jdk#zulu Hier dann Java 8 bzw. Java 11 mit jdk-FX auswählen.

Den Download einer freien OpdenJDK Version mit Java 8 für deinen Client finden man unter: https://www.azul.com/downloads-new/?version=java-8-lts&os=windows&package=jdk-fx#zulu

Auf dem Client kann auch Zulu Java 11 verwendet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Desktop-Zoom Funktionen mit unterstützt werden. Siehe dazu https://www.azul.com/downloads/?version=java-11-lts&os=windows&package=jdk-fx

Achte bei der Installation des Javas darauf dass:

  • keine weiteren Java Versionen installiert sind. ACHTUNG: solltest du für andere Programme bestimmte Java Versionen benötigen, lässt sich auch das einrichten. Bitte wende dich an deinen Kieselstein ERP Betreuer
  • bei der Installation muss das Java Home gesetzt werden, also:

Client startet nicht

Wenn unter Windows der Client nur kurz durchläuft und sich dann wieder automatisch beendet, so ist der Pfad in dem deine eigentlichen Clientdateien stecken zu lange. Mache diese kürzer.
Wir raten dies unter ?:\Kieselstein\Client einzurichten

Fehler beim Drucken von Barcodes

Es werden viele Fehler in der Client-Console angezeigt.
Die Barcode sind zerstückelt.
Beim Drucken von Artikeletiketten erscheint das Vorschau-Fenster nicht. Fährt man mit der Maus über den Client erscheinen teilweise die “Bilder” des Druck-Vorschau-Fensters.

Bitte prüfe, ob das aktuelle Java installiert ist.
Es muss
angezeigt werden. Wird ein älteres Java angezeigt, kann es zu den beschriebenen Effekten kommen. Wichtig eben auch, nur Java mit der FX Erweiterung.
Sollte die Anzeige trotzdem so “spinnen”, dann ist dies ein Problem der Grafikkarte bzw. des Treibers.
Das kann auch auftreten, wenn der Rechner ohne Bildschirm installiert ist und man nur per Fernwartung (Teamviewer, Remote Desktop, …) zugreift.

Fehlermeldung beim ersten Ausführen

Starten man unter Windows den Batch zum ersten Mal kommt
So auf Weitere Informationen klicken und dann
Auf den Trotzdem ausführen Button klicken. Dies bleibt bis zum nächsten Update / Erneuerung des Batch erhalten.

Client in Start / Taskleiste bringen

Hat man, wie oben beschrieben den Client.bat (eigentlich die ?:\kieselstein\dist\client\bin\kieselstein-ui-swing.bat ) als Verknüpfung auf den Desktop gelegt, so wünscht man sich oft, diese auch in den Start bzw. die Taskleiste zu bringen.

Der Trick dafür geht wie folgt:

  1. In den Eigenschaften der Verknüpfung vorne das Ziel um C:\Windows\System32\cmd.exe /c ergänzen.
  2. Nun Rechtsklick auf die Verknüpfung.
    • Im Windows 10 sieht man nun

      An Start anheften bzw. an Taskleiste anheften, womit man das Start-Icon in den gewünschten Bereich bringen kann. Es sollte die Verknüpfung auf das Desktop-Icon vor dem Verschieben gemacht werden.
    • Im Windows 11 wählt man vorher noch Weitere Optionen anzeigen und kann damit dann An Start anheften bzw. an Taskleiste anheften auswählen.

Wird auch Windows 7 unterstützt?

Da Windows 7 schon seit etlichen Jahren nicht mehr supported wird und alleine schon aus diesem Titel dies eine grobe Verletzung der DSGVO darstellt, wird Windows 7 nicht unterstützt. Bitte verwende aktuelle Betriebssysteme, gegebenenfalls auch in einer VM (Virtual Machine) z.B. mit Virtual Box.

Geschwindigkeit, langsamer Client

Neben der reinen Netzwerk-Zugriffs-Geschwindigkeit (siehe Hauptmenüleiste, Hilfe, Info) ist unter Umständen auch der Back-Call des Servers an den Client für die Geschwindigkeit, meist auch für die Langsamkeit verantwortlich.

D.h. es müssen sowohl der Server vom Client aus, als auch der Client vom Server aus, mit ihren Netzwerk-Namen als auch mit den IP Adressen problemlos und schnell erreicht werden können. Ist dem nicht so, dauert das Blättern zwischen den Modulreitern entsprechend lange.

Gerade in Linux-Systemen oder bei VPN Verbindungen werden hier gerne Konfigurationsfehler gemacht.

In anderen Worten, es muss der DNS Name immer auf einen internen DNS Server zeigen, dann ist zumindest von dieser Seite her die Geschwindigkeit entsprechend optimiert.

Für Windows-User siehe Eigenschaften der Netzwerkverbindung

Client-Updates

Nachfolgend eine kleine Beschreibung der Besonderheiten beim Update der Clients, von aus älteren Versionen.

Alter Server

Manchmal will man die Installation vorab testen.
hier ist wichtig zu wissen, dass die neueren Clients, z.B. 0.1.1, bereits beim Starten, bevor noch irgend eine Oberfläche angezeigt wird, den Server um die Versionsnummer (der Datenbank und des Servers) abfragen.
Das bedeutet wenn du mit einem neuen Client gegen einen alten Server testest, wird dies nicht funktionieren. Der optische Eindruck ist, dass der Client nicht startet. Startes du den Client aus der Commandshell, ohne javaw.exe so siehst du

Got Exception No such EJB method org.jboss.ejb.client.EJBMethodLocator@bc7b26d3 found on lpserver/ejb/SystemFacBean java.lang.IllegalArgumentException: No such EJB method org.jboss.ejb.client.EJBMethodLocator@bc7b26d3 found on lpserver/ejb/SystemFacBean

Das bedeutet, der Client konnte zwar eine Verbindung zum Server herstellen, aber die Abfrage nach der Versionsnummer ist bereits fehlgeschlagen.
Hier hilft nur den Server auch zu aktualisieren.

3.2.1 - Installation Kieselstein ERP Client unter Debian

Installation eines Kieselstein ERP Clients unter Debian

Den Kieselstein ERP Client auf einem frischen Debian installieren

3.2.2 - Installation Kieselstein ERP Client unter Ubuntu

Installation Client zu Kieselstein ERP Server unter Ubuntu

Siehe bitte allgemeine Client Beschreibung

Um das passende Java11 FX zu bekommen sind folgende Schritte erforderlich:

apt-key adv –keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 –recv-keys 0xB1998361219BD9C9
apt-add-repository ‘deb http://repos.azulsystems.com/ubuntu stable main’
apt update
apt install zulu-11

Danach das Java Home manuell hinzufügen:

nano /etc/environment
JAVA_HOME="/usr/lib/jvm/zulu-11-amd64"
source /etc/environment
echo $JAVA_HOME

Output: /usr/lib/jvm/zulu-11-amd64

Bzw. Herunterladen des Java FX Packages

mit dpkg installieren, einmal apt install -f, dann nochmal installieren!

3.2.3 - Installation Client zu Kieselstein ERP unter Windows(r)

Installation Client zu Kieselstein ERP Server unter Windows(r)

Siehe bitte allgemeine Client Beschreibung

Abschalten der Einrichtemeldung

Windows 10

Siehe: https://support.microsoft.com/de-de/windows/benachrichtigungen-zur-ger%C3%A4teeinrichtung-deaktivieren-c88f6943-d169-23ca-5f3f-c6b927509e79

Übernommen aus obigem Artikel.

Nach jedem Neustart schlägt Windows vor, das Einrichten des Geräts zu beenden. Um dies unter Windows 10 abzuschalten gehe bitte folgendermaßen vor:

  1. Start, Einstellungen, System, Benachrichtigungen und Aktionen
  2. Deaktiviere unter Benachrichtigungen das Kontrollkästchen neben Möglichkeiten vorschlagen, wie ich mein Gerät so einrichten kann, dass Windows optimal genutzt wird.

Windows 11

  1. Start, Einstellungen, System, Benachrichtigungen
  2. ganz nach unten scrollen und zusätzliche Einstellungen aufklappen
  3. ich persönlich entferne alle drei Häkchen

3.2.4 - Installation Client zu Kieselstein ERP unter macOS

Installation Client zu Kieselstein ERP Server unter macOS

Installation des Clients unter macOS

Du kannst den Client deines Kieselstein ERP auch unter macOS betreiben. Wichtig ist von Anfang an zu unterscheiden, mit welchem Prozesser dein MAC ausgestattet ist. Entweder X64 oder Arm. Diese Information findest du unter Apfel, über diesen MAC

und dann

Der Apple M1 ist das erste Arm-basierte System-on-a-Chip (SoC) von Apple für seine Mac-Computer. Wikipedia

Das benötigte Java findest du unter https://www.azul.com/downloads/?version=java-11-lts&os=macos&package=jdk-fx#zulu

Hier:
Nun das entsprechende Paket auswählen,

in der Regel .dmg.

In die Downloads gehen und

mit einem Doppelklick das JDK11 von Azul installieren.

Du kannst nun prüfen ob die soeben installierte Javaversion auch richtig installiert wurde. Dazu ein Terminal öffnen und Java -Version eingeben.

Starte nun den Safari / deinen Browser gehe dazu auf http://IPADRESSE_KIESELSTEIN_ERP:8080. gehen. Hier wird von der Kieselsteininstallation

bereitgestellt.
Die Client.zip rechts anklicken und und herunterladen.

Als Ort den Schreibtisch auswählen. Mit einem Doppelklick entzippen.

Ausführenberechtigung setzen:
Mit dem Terminal (Programme, Dienstprogramme, Terminal)

in das Verzeichnis wechseln.

mit
chmod +x ./kieselstein-ui-swing
die Ausführenberechtigung für das Shellscript setzen.

Nun im Finder in das Verzeichnis (Schreibtisch, Kieselstein, bin) wechseln und

rechte Maustaste, Öffnen mit, Andere

Hier bei aktivieren Alle Programme auswählen und das Immer öffnen mit anhaken.
Nun das Terminal auswählen.

Die nun folgende Sicherheitsmeldung mit öffnen bestätigen.

3.3 - Installation RestAPI

Installation der RestAPI für Ihren Kieselstein ERP Server

Damit kann ein entsprechender Zugriff über die RestAPI auf deinen Kieselstein ERP Server erfolgen. Dieser basiert wiederum auf Tomcat / Apache.

In der Standard Installation des Kieselstein ERP Servers wird automatisch der Rest-Server mit installiert.

Für die Dokumentation zu den aktuell verfügbaren RestAPI Calls siehe

3.4 - Installation unter Docker

Docker nutzen, insbesondere für Tests

Gerade für die Tests neuer Versionen empfiehlt die Technik Docker zu nutzen.

Docker ist eine Art Container in dem dann die spezifischen Einstellungen für diesen Container gemacht werden können, welche die Einstellungen der anderen Docker-Container nicht berühren. So kann man ganz praktisch die verschiedensten Varianten testen.

Man kann sich das auch wie eine weitere virtuelle Maschine vorstellen, aber ohne das Betriebssystem mehrfach zu benötigen.

Windows

Die Installation in einer Hyper-V VM ist nur in besonderen Ausnahmefällen möglich. Von Docker wird empfohlen, dies NUR auf einer physikalischen Maschine einzurichten.

Download

siehe https://docs.docker.com/desktop/install/windows-install/

Dafür muss WSL (Windows Subsystem for Linux) eingerichtet sein.

  • CMD as Administrator starten
  • wsl –install
    Richtet ein quasi Ubuntu parallel zum Windows ein
    Dauer insgesamt: ca. 15 Minuten
    Internet: eine gute Leitung erforderlich
    Reboot des Rechners: mehrfach erforderlich

Download: Docker Desktop for Windows

Danach Docker ausführen und einen entsprechenden Linux User anlegen (Empfehlung gleich wie unter deiner Hauptmaschine)

Laden des Docker Files:

  • Gitlab, Kieselstein-docker, Base-Verzeichnis
  • Dockerfile herunterladen
  • Ein Verzeichnis Docker anlegen und das heruntergeladene Dockerfile in dieses reinkopieren

Docker Desktop starten

  • Create a Dev Environment
  • Locales Verzeichnis (Docker) angeben und Continue
  • nun werden alle abhängigen Dateien usw. in diesen Dockercontainer geladen. Dauer einige wenige Minuten

https://learn.microsoft.com/en-us/virtualization/windowscontainers/quick-start/set-up-environment?tabs=dockerce

Dafür braucht man auch noch das Windows Admin Center, für das man sich wiederum registrieren muss.

3.5 - Installation KES-ZE-Terminal

Installation des Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminals

Mit dem Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminal steht ein praktisches Erfassungsgerät zur Verfügung um mit verschiedenen Lesern die Anwesenheitszeiten und auch die Zeiten auf Losen, Aufträgen, Projekten für Menschen und Maschinen in deren vielfältiger Form zu erfassen.

Wichtig: Auf deinem Kieselstein ERP Server muss auch die RestAPI laufen, was ab Version 0.0.0.8 in der Regel gegeben ist und natürlich musst dein Server über den Port 8280 (https ist in Vorbereitung) erreichbar sein.

Betriebssysteme

Derzeit steht die KES-ZE-App für Windows und Android zur Verfügung. Eine Erweiterung auf Linux Betriebssysteme ist angedacht.

Bitte beachte, dass du für die Installation auf Windowsrechnern administrative Rechte benötigst. Es werden aktuell nur Home und Pro (jeweils Win10/11) unterstützt. Ev. andere Versionen, vor allem die die den Entwicklungsmodus nicht unterstützen, können nicht verwendet werden.

Programmversion

Programmtechnisch sind das Zeiterfassungsterminal und die mobile (Inventur)-App identisch. Es wird automatisch anhand des Gerätes, auf welchem das Programm ausgeführt wird, entschieden welche Anwendung nun ausgeführt wird.

Gerät Anwendung Bemerkung
Windows PC Zeiterfassungsterminal mit seriellen Lesern
Android Tablett Zeiterfassungsterminal NFC Leser erforderlich
Android Phone mobile App Barcodescann über die Kamera, NFC Leser wenn verfügbar, Bluethooth Barcodescanner
Memor1 mobile App Barcodescann über die Scann-Engine, kein NFC Leser
Mobile App siehe

Installation

Herunterladen der neuesten Version von https://gitlab.com/kieselstein-erp/sources/kieselstein-terminal-maui/-/releases

Hier je nach Betriebssystem das passende Package auswählen.
Anmerkung: Die weitere Beschreibung geht von Windows aus.

WICHTIG: eine eventuell bereits vorhandene Version vorher entfernen -> siehe unten.

Klick auf Download, die heruntergeladene Datei und

  • die neueste Version kopieren und z.B. nach ?\install kopieren.
  • den Zielordner notieren.
  • Starttaste (Windowstaste) und Eingabe von Power
    Windows Powershell aufrufen und als Administrator ausführen.

In das notierte Zielverzeichnis wechseln.

Install.ps1 starten.

Sollte nun nachstehende Fehlermeldung kommen

so sind die Ausführungsrechte für Powershell Scripts nicht gesetzt.

Kommt die Fehlermeldung ist nicht signiert so siehe.

Um diese zu setzen, im PowerShell
Set-ExecutionPolicy -ExecutionPolicy RemoteSigned
eingeben und die Frage nach
mit A (Ja für alle) und anschließendem Enter beantworten.

(Tipp einfach den Text kopieren und mit Strg+V in Powershell einfügen.)

Wichtig: Insbesondere das ändern der Policy erfordert Administrator Rechte. Kommt nach dem Ausführen obigen Befehls wieder die gleiche Abfrage, hast du zuwenig Rechte.

WICHTIG:
Nun Powershell beenden und in normalen Modus starten. Dies ist insbesondere für das Update zukünftiger Versionen wichtig. Siehe aber auch Berechtigungsfehler

Danach die Installation erneut mit .\Install.ps1 starten.

und die Frage mit A (Immer ausführen) und Enter beantworten.

Bei der ersten Installation erscheint nun die Aufforderung den Entwicklermodus zu aktivieren.

D.h. schalte den Entwicklermodus auf Ein / On und beantworte die nachfolgende Frage

mit Ja. Danach bitte das Einstellungenfenster schließen (Klick auf das X rechts oben)


Auch diese Frage mit J (Ja) beantworten.

Am oberen Rand des Powershell Fensters erscheint nun die Fortschrittsanzeige.

Zum Ende der Installation erscheint

Klicke nun auf den Start-Button und füge die neu installierte App zum Start hinzu.
Damit kannst du jederzeit, z.B. zum Testen den Terminal manuell starten.

Zusätzlich kannst du damit das Terminalprogramm auf den Desktop ziehen (aus dem Start auf den Desktop).

.Net Framework

Ab der Terminalversion 0.0.20 ist ein aktuelles DotNet Framework erforderlich. Dies kann hier heruntergeladen werden.

Die Aufforderung zur Installation erscheint beim ersten Start des Terminalprogramms.

Je nach Einstellung des Browsers auf deinem Terminal wird

das zu installierende Framework sofort herunter geladen.
Bitte installieren. Du benötigst dafür entsprechend administrative Rechte.

Wichtig:
Die Terminalsoftware muss unter dem dann verwendeten Benutzer eingerichtet werden. Je nach Firmenpolitik hilft manchmal folgender Trick.
Gib vorab dem Terminalbenutzer lokale Administrations Rechte (Domain Admin) um die Terminalsoftware installieren und einrichten zu können. Nach der Installation und fertigem Einrichten, kann dieses Recht wieder entfernt werden.

Beachte immer, dass vor einem Update, das Betriebssystem des Terminals aktuell ist.

Einrichten des Terminals

Starten des Terminals über Start

Beim ersten Start kommt in der Regel die Fehlermeldung, dass sich das Terminal nicht verbinden kann.
Bestätige diese Meldung und wähle anschließen das Setup des Terminals durch Klick auf

Eintragen des ComPorts

Feststellen welcher Comport für den Barcodescanner / den RFID Leser zur Verfügung steht, über den Gerätemanager (Rechtsklick auf den Startbutton)

Hier findest du unter den Comport für das / die angeschlossenen Eingabegeräte. In unserem Falle nun Com4 für den Barcodescanner.
Hinweis: Die Nummer des Comports hängt auch vom gewählten USB Anschluss ab. D.h. wenn der Standort des Terminals verändert wird, sollten bei der Aufstellung am neuen Standort die Geräte exakt an den gleichen USB Port angeschlossen werden, anderenfalls muss die Konfiguration wieder neu gemacht werden.
Wichtig: Damit der Comport überhaupt zur Auswahl steht, muss vor dem Start des Terminalprogrammes der Barcodescanner / der RFID Leser bereits angeschlossen sein und im Gerätemanager aufscheinen. Sollte der Scanner beim Scannen eines Barcodes ein grgr Geräusch von sich geben, bedeutet dies, dass der Scanner erkennt, dass er logisch betrachtet nicht angeschlossen ist.

Trage nun die abgefragten Parameter ein:

Danach Klick auf speichern und anschließend Anwendung beenden um danach das Terminal neu zu starten.

Kommt nun die Meldung
so sind folgende Fehlermöglichkeiten gegeben, stimmen folgende Werte nicht zu deiner Kieselstein ERP Installation.

  • es muss den Benutzer Terminal, terminal geben mit entsprechenden Rechten (siehe unten)
  • es muss das Logon Locale mit dem Locale das Mandanten übereinstimmen
  • es muss der Logon Mandant mit dem gewünschten Mandanten übereinstimmen Bitte beachte, dass die Sprache des Terminals nur für die Anzeige der verschiedenen Texte (Kommt, Geht usw.) verwendet wird.

Wenn Korrekturen am Setup gemacht wurden, so diese speichern und das Terminal neu starten.

Nach einem erfolgreichen Neustart, erscheint in der oberen Statuszeile

Abschalten der Leser

Es kommt immer wieder die Frage, wie man die Leser, die man z.B. zu Testzwecken aktiviert hat, deaktivieren kann. Dazu ganz einfach auf den jeweiligen Port klicken und einen leeren Port zuordnen. Sollte sich aus irgend einem Grund, dieser nicht zuordnen lassen, so bitte die Terminal App deinstallieren

Zeiten buchen

Scann der Ausweisnummer. Bei einer gültigen Ausweisnummer (siehe Personal, Journal, Personalliste, Barcodeliste) wird der Name angezeigt und die derzeit möglichen Funktionen dargestellt.

Wähle nun deine Buchung. Nach erfolgreicher Buchung erscheint kurz die Meldung

In deinem Zeiterfassungsclient findest nun diese Buchung mit der aktuellen Uhrzeit in in der Quelle den Computernamen des erfassenden Rechners.

Wenn Offline angezeigt wird, also das Terminal keine Verbindung zu deinem Kieselstein ERP hat, wird der Status wird alle 30" geprüft. D.h. wenn man alles eingestellt hat, sollte es nach 30" gehen

Wie sieht man auf welchem Terminal gebucht wurde?

Im Modulzeiterfassung, bei der jeweiligen Person sieht man unter Quelle den PC-Name / Hostnamen des Rechners von dem aus gebucht wurde. So kann mit einer sprechenden Namensvergabe sehr leicht die Zuordnung wo denn der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin gebucht hat treffen.

Rechte

Für das Terminal sollten (nur) die unten angeführten Rechte vergeben werden. In Kombination mit der VDA-SCANN-App ergeben sich daraus folgende Einstellungen:

ACHTUNG: Hier fehlt das Recht: PERS_ZEITERFASSUNG_MONATSABRECHNUNG_DRUCKEN ohne diesem spinnt die Saldo Darstellung im Terminal, was man aktuell nur im LogFile sieht.

Bitte beachte, dass für das Terminal auch die Zuordnung unter Benutzermandant gegeben sein muss. Auch hier bitte nur die unbedingt notwendigen Rechte vergeben. Also:

Denke daran auch die Zuordnung für die RestAPI Systemrolle einzutragen.

Hinweis1: Werden die Rechte für das Terminal angepasst, ist kein Neustart des Terminal-Programms notwendig.
Hinweis2: Wurde die Darstellung der Personen aktiviert, also Anmeldeseite und beim Start des Programms werden keine Personen angezeigt, so fehlen die Rechte für die Personen.

Diese Rechte sind nur für das Zeiterfassungsterminal erforderlich

Also dann, wenn das Terminal nur für die Anwesenheitszeiterfassung verwendet wird.

Diese Rechte sind zusätzlich für die Fertigung erforderlich

Wird das Terminal auch für die Buchung der Fertigungsbegleitscheine verwendet, so sind zusätzlich nachfolgnede Rechte erforderlich.

Denke daran, dass bei Material Buchungen bzw. Ablieferbuchungen auch Rechte auf das Lager vergeben werden müssen. Also für die Rolle Terminal auch im Reiter Lager zumindest

Recht um auf Aufträge zu buchen

Sollte mit dem Terminal auf Aufträge gebucht werden, so muss das Terminal auch das Recht haben um auf den Auftrag Zeiten zu buchen. Also

Einrichten Autostart des Terminals

Damit dein Zeiterfassungsterminal immer startet, den Autostart einrichten.
Hier muss zwischen Windows 10 und Windows 11 unterschieden werden.

Windows 10

  • Die Verknüpfung zum Terminalprogramm muss am Desktop eingerichtet sein.
  • Windows-Taste + R und shell:startup
  • Windows Explorer mit Autostart öffnet sich
  • Die Verknüpfung vom Desktop in den Autostartordner ziehen / bzw. mit Strg kopieren.

Windows 11

Idealerweise bringst du zuerst das Terminal Starticon auf den Desktop. Da diese Applikation als versteckte App betrachtet wird, den Windows-Explorer starten (Windowstaste + E) dann in die Adressleiste

%windir%\explorer.exe shell:::{4234d49b-0245-4df3-b780-3893943456e1} einkopieren (danke an Netzwelt). Hier findest du eine Liste ALLER Applikation die auf dem Rechner installiert sind.
Hier nach dem Kieselstein-ERP Terminal suchen und dieses auf den Desktop ziehen. Weiter mit:

  • Windows-Taste + R und shell:startup
  • Windows Explorer mit Autostart öffnet sich
  • Die Verknüpfung vom Desktop in den Autostartordner ziehen / bzw. mit Strg kopieren.

Daran denken

Bitte denke daran, dass für den Terminalrechner in der Regel jeglicher Standby Betrieb deaktiviert werden sollte. D.h. gerne können sich die Festplatten usw. abschalten, aber die normale Bedienung wie Bildschirm müssen aktiv bleiben.

Bitte denke auch daran, dass das Terminal so eingestellt sein muss, dass es nach einem eventuellen Stromausfall sofort wieder startet.

Einstellungen des Terminals sind Benutzerrechte

Idealerweise installierst du das Terminal unter dem Benutzer unter dem auch das Terminalprogramm laufen sollte. Wenn du aus verschiedenen Gründen das unter einem anderen Benutzer installieren musst, denke daran, dann für den Terminalbenutzer die Konfiguration erneut durchzuführen.

Neuerungen mit der Version 0.0.8

Mit der Version 0.0.8 des Terminals stehen zusätzlich

  • Anmeldeseite anzeigen
  • Saldo Button anzeigen

zur Verfügung.

Anmeldeseite anzeigen

Damit werden alle Personen die im Personalstamm eingetragen sind und eine Ausweisnummer eingetragen haben in Form einer Buttonliste angezeigt.
Durch Tipp auf den Button gelangt man weiter zur Buchungsseite des Terminals.

Saldo Button anzeigen

Wird der Saldo Button angezeigt, so wird neben Kommt, Pause, Geht auch noch Saldo angezeigt. Mit Tipp auf Saldo wird der aktuelle Zeitsaldo des laufenden Monates ermittelt und angezeigt.

Tippt man nun auf Detail wird die Monatsabrechnung des aktuellen Monates angezeigt.

Hinweis1: Die Stunden des Zeitsaldos werden immer vom letzten des Vormonates errechnet. D.h. damit diese stimmen, müssen auch die Monatsabrechnungen ausgedruckt worden sein.

Hinweis2: Wird nach dem Klick auf den Saldo Button nichts angezeigt / es erfolgt keine Reaktion, dann fehlt bei der Person das Eintrittsdatum, womit keine Berechnung von gültigen Stunden erfolgen kann.

Neuerungen der Version 0.0.9

Mit der Version 0.0.9 des Terminals stehen zahlreiche weitere Funktionen, vor allem im Bereich Barcode-Scann zur Verfügung. Die wesentlichste Neuerung ist allerdings die offline Fähigkeit. D.h. es können, auch wenn das Terminal vorübergehend keine Verbindung zum Kieselstein ERP Server hat, die wesentlichsten Buchungen zwischengespeichert werden. D.h. diejenigen Buchungen, die ohne Antwort vom Server nur gespeichert werden müssen, werden im Terminal gespeichert. Steht die Serververbindung dann wieder zur Verfügung, werden innerhalb kurzer Zeit die Buchungen an den Server übertragen.

Weitere Funktionsbeschreibungen siehe

Neuerungen der Version 0.0.10

  • Anzeige der Maschinenliste mit Datum, sowie Korrektur kleinerer Bugs
  • Reconnect des Barcodescanners, falls während des Betriebes die Verbindung verloren gegangen ist (was leider manchmal bei Stromschwankungen und ähnlichem passiert).

Netzwerkverbindung

Für das Terminal muss eine Netzwerkverbindung, also mehr wie ein lokales Netz (nur auf dem einen Rechner) verfügbar sein, damit das Terminal dieses Netzwerk als gültige Verbindung ansieht. Localhost wird speziell behandelt.
Hintergrund: Gerade für die mobilen Geräte, muss man sehr rasch erkennen können, ob noch eine Netzwerkverbindung da ist oder nicht. Es würde sonst das Netzwerk-Timeout jeweils 4-5Minuten dauern, was sehr unpraktisch wäre.

Weitere Funktionen

Die Konfiguration ist mittels Passwort geschützt

Wenn du auf die Konfiguration klickst, so erscheint gegebenenfalls die Abfrage nach einem Passwort.

Hier muss das hinterlegte Passwort eingegeben werden. Bitte entsprechend ändern / sorgfälltig behandeln.

Löschen falscher Comport Zuordnungen

Gerade bei den Tests am Terminal verwendet man schon auch mal andere Erfassungsgeräte. Entfernt man nun diese, z.B. den Barcodescanner, so kommt beim nächsten Start des Terminals Comport xy ist nicht vorhanden. Um diese Meldung abzuschalten, in die Einstellungen gehen und bewusst den Comport z.B. des Barcodescanners auswählen und danach auf speichern tippen. Damit ist die Zuordnung gelöscht.

Die Meldungsbuttons sind zu klein

Je nach Größe des Terminal-Gerätes sind schon mal die Knöpfe bei den Meldungen zu klein. Abhilfe schafft man hier dadurch, dass man über das Betriebssystem die default Darstellung / Vergrößerungsfaktor höher dreht.

Die Monatsabrechnung hat mehr wie eine Seite

Wenn die Monatsabrechnung mehr wie eine Seite hat, so wird trotzdem nur die erste Seite dargestellt. Bitte gestalte den Report so, dass er auf einer Seite Platz hat. Denke bitte dabei auch an deine / eure Mitarbeiter die am Terminal den Report lesen wollen. Hier ist meist weniger mehr. Tipp: Stelle den Report auf Hochformat oder wenn wirklich erforderlich auf ein noch höheres Format, sodass alles auf einer Seite dargestellt werden kann.

Timeouts der verschiedenen Anzeigen

Wir haben uns vorerst dazu durchgerungen, die Timeouts auf den verschiedenen Anzeigen nicht zu implementieren. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass diese immer zu lange oder zu kurz, aber sehr selten richtig sind. Es gibt anstatt dessen einen Button zurück, mit dem man wieder in die normale Erfassung, des Ausweises, kommt.

Einrichten auf einem Windows PC

Mit der Version 0.0.9.0 kann das Terminal auch im Vollbildmodus betrieben werden. Damit auch im Vollbildmodus die Meldungen des Terminals angezeigt werden, muss der Benachrichtigungsmodus entsprechend eingestellt werden.

Windows 10

Windows 10: “System” - “Benachrichtungsassistent” - “Automatische Regeln”: Wenn ich eine App im Vollbildmodus verwende" auf “AUS” setzen.

Für englische Terminals “System” - “Notifications & actions” - “Focus assist” - “Automatic rules” “When i’m using an app in full-screen mode” is switched to “OFF”

Windows 11

  • Benachrichtigungen generell ein
  • im Bitte nicht stören, den Haken bei Bei Verwendung einer App im Vollbildmodus … -> raus

  • und noch zusätzlich die Benachrichtigung der App Kieselstein-ERP Terminal, einschalten

Solltest du ein Terminal in englisch nutzen, so findest du diese Einstellungen unter

bzw. dann weiter unten

Hinweis zur Bildschirmtastatur:

Diese steht nur zur Verfügung, wenn auf dem Gerät keine physikalische Tastatur angeschlossen ist. Das gilt auch, wenn eine Fernwartungssitzung zum Terminal aktiv ist. D.h. idealerweise NACH der Fernwartungssitzung den Terminal-PC komplett neu starten (diese Tastatureinstellungen werden nur beim Betriebssystemneustart übernommen).

Unter Windows 10:

  • Einstellungen, System, Tablet
  • Wenn ich das Gerät als Tablet verwende, immer in den Tablet Modus wechseln
  • dann weiter zu:
  • Zusätzliche Tablett Einstellungen
  • Bildschirmtastatur anzeigen, wenn keine Tastatur angeschlossen ist.
  • Zusätzlich: Tablet Modus aus.

    oder

Unter Windows 11

Stelle idealerweise die Bildschirmtastatur auf immer aktiv.

Bedienung der Tastatur

Es ist oft praktisch nur eine kleine Tastatur eingeblendet zu haben.

Dazu einfach rechts oben auf die Tastatur mit Pfeil nach unten tippen, bzw. dann auf die Tastatur mit dem Pfeil nach oben.

Um die Bildschirmtastatur zu aktivieren, müssen folgende Einstellungen getroffen werden:

  • Einstellungen, Zeit und Sprache
  • auf Eingabe klicken
  • Bildschirmtastatur erweitern und Bildschirmtastatur anzeigen auf immer stellen.

Swipe Modus abschalten

Wenn das Terminal im Vollbildmodus betrieben wird und man verhindern will, dass durch wischen von den Ecken das sogenannte Windows Action Center aktiviert wird und damit der Benutzer auf das Betriebssystem kommt, muss diese Funktionalität über die Registry abgeschaltet werden. Dazu sowohl in Windows 10 als auch 11 im Key

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\PolicyManager\default\LockDown\AllowEdgeSwipe

den Wert auf 0 setzen und danach neu starten.

Weitere mögliche Einstellungen

Manche Anwender haben gerne noch weitere Anpassungen. Siehe dazu

eine bestehende Installation aktualisieren

Lade wie beschrieben die aktuelle Version herunter.
Entpacke die Datei in ein Verzeichnis deiner Wahl, z.B. d:\kieselstein\terminal\Terminal_0.0.9.0_Test. Hier findest du nun die Datei Terminal_0.0.Version.0_x64.msix. Diese starten und aktualisieren wählen.

Dies sollte unter dem Terminalbenutzer erfolgen.

eine bestehende Installation entfernen

Bevor du eine neue Version des Terminals installierst ist es derzeit erforderlich die bestehende Installation zu beenden. Dazu, Start, Einstellungen, Apps, und dann durch Eingabe der Anfangsbuchstaben die Kiesel.

Ab der Version 0.0.10 ist das Entfernen nicht mehr erforderlich.


das Terminalprogramm anzeigen und anklicken und dann


Deinstallieren auswählen.

Tipps & Tricks

Wenn das Terminal nicht startet, z.B. mit Verbindung verweigert, so prüfe ob du vom Terminal-Rechner aus die Rest-API-Doku anzeigen kannst. Das Terminal nutzt die Restapi für die Buchungen. Ist diese nicht gestartet, ist natürlich keine Verbindung möglich.

Log-File

Die Terminal-App schreibt auch ein Logfile, in dem wesentliche Schritte z.B. beim Programmstart protokolliert werden. Dieses findest du unter:
c:\Users\Terminalbenutzer\AppData\Local\Packages\cce53e67-e463-4746-bede-e7cae70f832a_5wc6556p9s44j\LocalCache\KieselsteinTerminalLogs

Anstatt des Terminalbenutzer bitte durch den für das Terminal verwendeten Benutzer ersetzen.

Welches Terminal ist das?

Gerade wenn mehrere Terminals im Einsatz sind und man mit den verschiedensten Parametrierungen kämpft, ist es praktisch zu wissen welches Terminal was ist. Auch wenn es z.B. um die Einrichtung des automatischen Ausdruckes von Ablieferetiketten geht.
Du findest diese Info in der Titelleiste des Konfigurationsmenüs.

Uhrzeiten synchronisieren

Siehe dazu bitte

Zertifikats-Fehler

Kommt unmittelbar beim Start der Installation die Fehlermeldung:
Fehler: Das Paket bzw. Bundle ist nicht digital signiert, oder die Signatur ist beschädigt

so sollte herausgefunden werden, was die eigentliche Ursache für den Fehler ist. Üblicherweise kommt der Fehler von einem defekten Download oder einer alten Installation unter falschen Benutzerberechtigungen. In diesem Falle raten wir zu folgender Vorgehensweise:

Sollten nun der Fehler trotzdem bestehen, kannst du versuchen die Ursache warum das Zertifikat nicht installiert werden kann manuell herauszufinden. Dazu in das Installationsverzeichnis der Terminalsoftware gehen und das Zertifikat manuell installieren:

Dann am Besten

Lokaler Computer auswählen.

Danach alles default installieren.
Man sollte dann anhand der Fehlermeldung erkennen können, was die eigentliche Ursache ist, warum die Installation nicht geht. Dann eben diesen Fehler entsprechend abstellen.

Berechtigungs-Fehler

Erscheint bei der Installation des Terminals

so hast du zuwenig Rechte um die App zu installieren.
Hier ist wichtig zu wissen, auch wenn du als Administrator angemeldet bist, aber das Powershell nicht mit als Administrator ausführen gestartet hast, hat das Powershell unter Umständen zu wenig Rechte um die Installation vorzunehmen. Daher dann, entgegen obiger Beschreibung das PowerShell für die Terminal-Installation mit “als Administrator ausführen” starten.
Der Nachteil (der auch ein Vorteil sein kann): Neuinstallationen / Updates müssen auch entsprechend gleich ausgeführt werden.

Fehlermeldungen


Deutet darauf hin, dass vom Sys-Admin keine Rechte sind um die Software unter diesem User zu installieren.

Prüfe zusätzlich ob das Betriebssystem deines Terminals auf aktuellem Stand ist. Oft sind Fehler dieser Art auf fehlende Updates zurückzuführen und natürlich: Denke daran, nach diversen Einstellungsversuchen die Terminal Hardware auch mal durchzustarten.

Stromversorgung

Üblicherweise erwarten sich die Mitarbeiter, dass Zeiterfassungs-Terminals 24/7 verfügbar sind. Daher sind diese auch Offline-fähig programmiert. Das bedeutet aber auch, dass die Stromversorgung für das jeweilige Terminal entsprechend stabil gegeben sein muss.

Terminal AddOns

Bildschirmschoner mit Anwesenheitsliste

Proxyserver für Anwesenheitsliste

Wenn du mehr wie 2Terminals im Einsatz hast und ev. viele MitarbeiterInnen, bzw. eine komplexe Anwesenheitsliste. Verlagert die Abfragedauer auf den Proxyserver, wodurch dein Terminal auf den Bildschirmschoner wesentlich schneller reagiert.

Offline Lese Stifte

3.5.1 - Barcodesimulator

Einrichten eines Barcodesimulators für das Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminals

Barcodesimulator

Zum Testen des Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminals ist es oft praktisch die zu erzeugenden Barcodes nicht immer ausdrucken zu müssen, sondern diese entsprechend mit einem Programm zu generieren und an das Terminal zu senden.

Dafür benötigst du die Entwicklungsumgebung für die MAUI App.

Hier kann nun im Projektmappenexplorer (rechter Rand)
der BarcodeSimulator ausgewählt werden.

Rechtsklick auf den BarcodeSimulator und Debuggen auswählen.

Es wird damit auch die Exe erzeugt, die du auch eigenständig starten kannst. Du findest diese unter c:\Users\BENUTZERNAME\source\repos\kieselstein-terminal-maui\BarcodeSimulator\bin\Debug\net7.0-windows\BarcodeSimulator.exe


Kurze Beschreibung:

  • Im Feld rechts oben kannst du den zu sendenden Barcodeinhalt angeben
  • mit Add wird er in die Liste der zur Verfügung stehenden fertigen Barcodes mit aufgenommen
  • Doppelklick auf den Barcode aus der Liste übernimmt diesen in das Textfeld um somit weitere Kommandos zu erzeugen
  • Unten muss der Comport über den gesendet wird ausgewählt werden
  • Klicken auf Send sendet das aus der Liste gewählte Kommando

Nullmodem Software

Um nun am gleichen Gerät eine Verbindung zwischen dem Barcodesimulator und deinem Terminal herzustellen, benötigst du eine Software die die Funktionalität eines Null-Modemkabels bietet.
Dafür kannst du diese Software aus dem angegebenen freevirtualports.com verwenden und

eine lokale Bridge einrichten.

Damit stellst du ein virtuelles serielles Verbindungskabel zwischen dem Barcode Simulator und deinem Terminal her. D.h. der eine Com_Port ist der Simulator und der andere ist das Terminal.

Somit ist in diesem Beispiel

Simulator Verbindung Terminal
Com2 <–> Com1

Alternativ kann anstelle des freevirtualports z.B. auch den Nullmodem-Emulator von www.sourceforge.net/projects/com0com/ verwendet werden.
Ist dieser installiert, so siehst du dies im Gerätemanager unter Serialport Emulator.

3.5.2 - Windows Einstellungen zum KES-ZE-Terminal

mögliche Einstellungen unter Windows für dein Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminal

Für manche Anwender haben sich folgende Einstellungen bewährt / als praktisch herausgestellt.

Bitte beachte, dass diese Einstellungen von der jeweiligen Windowsversion abhängig sind und sich jederzeit ändern können / eine andere Auswirkung haben (oder auch keine mehr)

Einstellungen Windows 11

WLAN abschalten

System - Benachrichtigungen:

Bitte nicht stören automatisch aktivieren -> Bei Verwendung einer App im Vollbild…
Ausschalten

System - Sound:

  • Die Datei message-notification-103496.wav nach Windows\Media kopieren, Lautstärke -> 100
  • Erweitert - weitere Soundeinstellungen -> alter Dialog öffnet sich
  • Reiter Sounds:
    • Benachrichtigung: Datei auswählen: message-notification-103496
    • Button Speichern unter -> als kieselstein speichern
    • Übernehmen und OK
  • Fenster schließen
    • Anmerkung: Testen klappt nicht immer wenn das Fenster geöffnet
    • Anmerkung: Manchmal braucht es einen Neustart damit auch bei der Benachrichtigung aus der App der Sound kommt

Zeit und Sprache - Eingabe:

  • Bildschirmtastatur
    • Schaltfläche Mikrofon -> ausschalten
    • Bildschirmtastatur anzeigen -> Immer

Personalisierung

  • Farben:
    • Modus auswählen -> Dunkel
  • Texteingabe:
    • Design -> Dunkel
    • Bildschirmtastatur -> Tastaturgröße 150, Textgröße mittel
  • Taskleiste:
    • Taskleistenelemente:
      • Suchen -> Ausblenden
      • AktiveAnwendungen -> Aus
      • Widgets -> Aus
    • Symbole in der Taskleiste
      • Bildschirmtastatur -> Immer
  • Andere Taskleistensymbole:
    • Alle auf Aus
  • Verhalten der Taskleiste:
    • Taskleistenausrichtung -> Links

Windows Update

  • Erweiterte Optionen
    • Nutzungszeit 4:00 - 22:00

Bildschirmtastatur:

  • Tastaturlayout -> klein
    Neben dem Passwortdialog positionieren, ca. 1 Tastenbreite Abstand

EdgeSwipe sperren:

Regedit aufrufen und Wert ändern bei:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\PolicyManager\default\LockDown\AllowEdgeSwipe
change “Value” from 1 to 0

Einstellungen Screensaver:

  • Wartzeit 2 Min
  • Einstellungen:
    • Application Server: IP-Adresse deines Kieselstein-ERP Servers oder alternativ des Proxy Servers
    • Port: 8080
    • Updateintervall: 30
    • Zoomfaktor: 1,3

3.5.3 - Leseeinheiten zum KES-ZE-Terminal

Leseeinheiten zum Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminals

Für das Kieselstein ERP Zeiterfassungsterminal stehen verschiedene Erfassungsgeräte zur Verfügung.

Derzeit werden folgende Geräte unterstützt:

Barcodescanner

Alle die eine COM-Schnittstelle simulieren und den gescannten Code 1:1 an die COM weitergeben und diesen mit CR abschließen.
Ob der gescannte Code nun ein eindimensionaler Barcode oder ein QR Code ist, ist für das Terminal unwesentlich.

RFID Leser

Es werden verschiedene RFID Leser unterstützt, mit denen in weitere Folge die unterschiedlichsten RFID-Tags gelesen werden können

TWN3

TWN4

Der TWN4 ist zwar nicht ganz billig, aber der Leser mit dem derzeit noch alle Arten von RFID Chips gelesen werden konnten. Von Mifare über Legic bis … . Einzig Siemens VOS ist damit nicht lesbar.

Im Terminal als TWN3 einstellen.

Die Programmierung und damit die Auswahl welche Tags gelesen werden können, muss in einer eigenen App durchgeführt werden. Die grundsätzliche Vorgehensweise ist wie folgt:

Vor dem Beginn der Arbeiten, den Reader an USB anschließen

  1. Starten Appblaster
  2. Button “configurable project”
  3. Multi CDC auswählen => CDC steht für ComPort
  4. Links Action Item auf Transponder Types und dann Categorie Legic
  5. Create Image -> damit schreibt er die Config auf die Platte und dann
  6. Programm Image damit wird das Device programmiert

Im Gerätemanager muss er Serial RFID Device anzeigen

Man kann, um herauszufinden welche Art von Tag das ist, alle Tags in die Active Transponder Types übernehmen und sukzessive herauslöschen.
Am Einfachsten dazu den Leser auf Wedge stellen = Application Templates Multi Keyboard

Das Konfigurationsprogramm findest du unter TWN4DevPack406.zip

Mifare OEM

PROMAG_PCR300

3.6 - Installation KES-App

Installation der Kieselstein ERP mobilen App

Mit der Kieselstein ERP App steht ein praktisches mobiles Erfassungsgerät zur Verfügung

Wichtig: Auf deinem Kieselstein ERP Server muss auch die RestAPI laufen, was ab Version 0.0.0.8 in der Regel gegeben ist und natürlich musst dein Server über den Port 8280 (https ist in Vorbereitung) erreichbar sein.

Betriebssysteme

Derzeit steht die KES-App für Android zur Verfügung.

WICHTIG: Wenn du die Identifizierung mit NFC Karten verwenden möchtest, ist eine doppelte Identifizierung (keine zwei Wege App) erforderlich. Dafür müssen für die Benutzer spezielle Rechte zweistufig eingerichtet werden. Wenn du dies nutzen musst, wende dich bitte derzeit an die Technik.

Installation

Neben der Installation über GitLab stellen wir gerne auch das APK (Android Package Kit) direkt zur Verfügung. Üblicherweise installieren wir dies über den Totalcommander für Android. Da die direkte Installation aufgrund von Google Regeln nicht mehr möglich ist, hat Herr Ghisler unter https://www.totalcommander.ch/android/appinstaller110.apk einen eigenen Installer zur Verfügung gestellt.
Alternativ dazu kannst du auch vom GooglePlayStore Files by Google herunterladen.
und damit die Installation durchführen.

Installation am Memor

  1. WLan einrichten (Einstellungen, WLan)
  2. Einstellungen, Geräteinfo, ganz unten, Build Nummer
    7 x Antippen um den Entwicklermodus einzuschalten
    Dann in die Entwickleroptionen, USB-Debugging einschalten
    Zusätzlich, Einstellungen, verbundene Geräte, auf USB tippen und Datei übertragen anhaken
  3. Micro USB Kabel, Verbindung PC, Memor herstellen
  4. App-Installer herunterladen (Link siehe oben) und installieren
  5. Dieser App Vertrauen und dann wieder zurücknehmen
  6. Konfiguration des Memor Scanners
    • Einstellungen, ganz unten System, Scannersettings
      • Wedge aus
      • Prefix entfernen
        Hinweis: Wenn die App sich nach dem ersten Scann automatisch beendet, so ist wahrscheinlich das Wedge-Interface des Scanners nicht deaktiviert.

Konfiguration

Beim ersten Start der App erscheint bereits der Anmeldebildschirm. Tippe hier auf das Zahnrad um in die Konfiguration zu gelangen.

  • Stelle hier die entsprechende Serveradresse deines Kieselstein ERP Servers ein.
  • Für das Lesen eines NFC Tags aktiviere den NFC-Leser
  • definiere danach die Anmelde Sprache (Logon Sprache) Diese siehst du auch in deinem Kieselstein ERP Client in der Titelleiste
  • Gib danach den Mandanten ein, diesen siehst du ebenfalls in der Client Titelleiste
  • wenn gewünscht kannst du noch ein Passwort definieren und
  • die Sprache in der du deine Kieselstein ERP mobile App bedienen möchtest definieren. Es stehen derzeit die Sprache Englisch, drei Dialekte Deutsch, Italienisch und Polnisch zur Verfügung.

Tippe nun auf Speichern. Daran anschließend bitte die App beenden (wie auf deinem Gerät üblich) und neu starten.

Dass du eine WLan-Verbindung zu deinem Kieselstein ERP Server benötigst ist selbstverständlich. Sollte die Verbindung nicht funktionieren, so prüfe von deinem Gerät aus, ob du eine Verbindung zur RestAPI herstellen kannst.

Einloggen / Anmelden

Hier stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung

  • mit Benutzernamen

    achte auf GROSS-klein Schreibung und Passwort und tippe anschließend auf Ok.
    Verwende hier den dir zugewiesenen Benutzernamen und das entsprechende Passwort.
    Wichtig: Um einen Zugriff zu bekommen muss im Benutzermandant auch die RestAPI Systemrolle vergeben sein.
  • Alternativ kannst du durch Scannen des Login-Barcodes die Anmeldung deutlich vereinfachen. Beachte, dass dieser Barcode deine Identifikation darstellt und somit nicht in falsche Hände kommen sollte. Den Barcode bekommst du im Kieselstein ERP Client, Benutzer, dann auf den gewünschten Benutzer gehen und auf das Drucker-Symbol klicken.
    Nun dein Passwort angeben, dieses wird nicht gespeichert und verschlüsselt im Barcode angegeben. Nun kannst du durch scannen dieses Barcodes dich ebenfalls am System anmelden.

Damit erscheint nun das Hauptmenü der mobilen Erfassung.

Connection Failure

Kommt bei der Anmeldung unmittelbar Connection Failure, so stimmt die IP Adresse nicht. Eine weitere Fehlermöglichkeit ist, dass die Sprache nicht zu deiner Kieselstein ERP Installation passt. Stelle auch hier verfügbare Sprachen ein.

Ein weitere möglicher Fehler ist, wenn bei der sich anmeldenden Person keine Ausweisnummer im Personal / Detail hinterlegt ist. Dann kommt

Info: Die Ausweisnummer wird aus Gründen der Struktur der RestAPI in jedem Falle benötigt, auch wenn der Benutzer keine Zeiterfassung macht.

Es stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

Abmelden

Mit Abmelden kommst du wieder zurück zur Anmeldung. Dies solltest du machen, wenn das Gerät nicht dein persönliches Gerät ist und es von den verschiedensten KollegInnen für unterschiedliche Aufgaben verwendet wird.

Inventur

Mit Tipp auf Inventur kommst du in das Auswahlmenü der Inventuren. Sollte die Fehlermeldung Sie verfügen nicht über die erforderlichen Benutzerrechte kommen, so diese bitte entsprechend nachtragen. Siehe

Inventur auswählen

Hier siehst du eine Liste der angelegten Inventuren, welche noch nicht abgeschlossen sind und auf deren Lager du entsprechende Zugriffsrechte hast.

Wähle nun die gewünschte Inventur aus, womit du in der Inventurerfassung bist.

Hier stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung.

Lagerort Scannen oder eingeben

Scanne durch tipp auf Scannen oder betätigen des Scannknopfes deines Memor den gewünschten Lagerplatz. Alternativ kannst du diesen auch eingeben.
Hinweis: Um einen Lagerplatz verwenden zu können muss dieser in der Liste der Lagerplätze eingetragen sein. Drucken der Lagerplätze siehe

Beachte: Ist ein Lagerplatz definiert, wird für jede Inventurbuchung dem gewählten Artikel dieser Lagferplatz zugeordnet. Dies solange bis ein anderer Lagerplatz definiert wird bzw. der Lagerplatz in der Erfassung wieder gelöscht (nicht definiert) wird.

Artikel scannen

Scanne nun den gewünschten Artikel. Je nach Inhalt des Barcodes werden Menge und Chargen- bzw. Seriennummer entsprechend aus der Etikette übernommen.

Es werden derzeit folgende Barcodekombinationen unterstützt:

Barcodeinhalt Bedeutung / Wirkung
Identnummer direkt als String Artikel wird gewählt und angezeigt. Menge und ev. Chargennummer muss angegeben werden
$Iidentnummer|ChargebzwSnr Identnummer mit nachfolgender Chargen bzw. Seriennummer. Die Menge muss eingegeben werden
VDA4992 Identnummer, Menge, Chargen bzw. Seriennummer werden übernommen. Wenn die Menge geändert werden sollte, so tippe nach dem Scann auf das Plus rechts unten und gib die Menge ein und bestätigen mit Ok.
Ident<Tab>Menge<Tab>Charge@ wie VDA4992

Wichtig: Üblicherweise, muss bei einer Inventur die Menge von der zählenden Person eingegeben werden. Wenn nun in deinen Barcodes, z.B. VDA4992 o.ä. die Menge bereits enthalten ist, so muss durch den Lagerbewirtschaftungsprozess sichergestellt sein, dass die Menge in der Verpackung(seinheit) mit der am Etikett / im Barcode angegebenen Menge übereinstimmt. Üblicherweise erkennt man das auch daran, dass bei Artikeln die mehrfach eingelagert wurden, zahlreiche Verpackungsetiketten, mit unterschiedlichen Mengen, übereinander kleben.

Daher übernehmen wir bei der Inventurerfassung die im Barcode enthaltenen Menge automatisch. Korrekturen können wie oben beschrieben vorgenommen werden.

Um die Inventurbuchung durchzuführen, tippst du auf Buchen. Wenn du die erfasste Menge bzw. Serien- oder Chargennummer geändert hast, kann es praktisch sein auch die Artikeletikette mit auszudrucken. Stelle dafür den Schalter auf ein (drucken). Beachte: Dies bleibt solange aktiv, bis du ihn deaktivierst bzw. die App neu startest.

Nach dem Buchen bist du wieder in der Erfassungsmaske und kannst mit dem nächsten Artikel deine Inventur fortsetzen.

Gibt es für den Artikel und gegebenenfalls die Serien / Chargennummer bereits einen Eintrag in der Inventurliste, so erscheint die Frage wie damit verfahren werden sollte.

  • Hinzufügen: D.h. die Menge wird zur Buchung addiert
  • Korrektur: D.h. die bestehende Inventurbuchung wird gelöscht und durch deine neue Buchung ersetzt
  • Abbrechen: Kehrt zur Erfassungsmaske zurück

Artikeletikett mitdrucken

Um ein Artikeletikett ausdrucken zu können, muss der Arbeitsplatzdrucker entsprechend eingerichtet sein.

Rechte für die Inventur

  • Rollenrechte
  • erlaubte Lager für die Rolle

Fertigung

Los-Nummer eingeben, gerne auch nur einen Teil davon oder natürlich idealerweise scannen Nach der Eingabe erscheint eine Liste der gefundenen Losnummern. Das gewünschte Los durch antippen auswählen.

Losgröße ändern durch tippen auf den Stift

Los abliefern mit Seriennummer / Chargennummer (wenn erforderlich) durch jeweiliges antippen und Eingabe der Menge und gegebenfalls auch der Chargennummer (je nach Artikel) oder auch der Seriennummer.

Los auswählen


Eingabe der Losnummer bzw. eines Teiles davon.
Nach der Eingabe erscheint eine Liste der gefunden Lose. Wähle das für dich richtige Los durch antippen aus. Damit kommst du in die Bearbeitung des Loses mit verschiedenen Funktionen.

Durch Scannen der LosNummer ($L) gelangst du direkt in die Bearbeitung des Loses.

Los Abliefern

Zeiterfassung

  • Kommt
  • Geht
  • Pause
  • Saldo
  • Anträge -> Urlaubsantrag, Zeitausgleichsantrag, Krankenstandsantrag in Halbtag oder Ganztag(en)

Urlaubsantrag erfassen

Einstellungen für den TC 21 C

  • rechts oben am Rahmen ist der Eintaster

  • wischen nach oben bringt alle Apps -> da findest du ach die Einstellungen

  • unter Display und dann erweitert

    • Display automatisch drehen, abschalten
    • Display automatisch abschalten -> auf 2Minuten / wie gewünscht einstellen
    • Tipp auf den rechten Button, das gefüllte Rechteck, bringt alle aktiven Apps. hier nach rechts wischen bringt die Möglichkeit alle Apps zu schließen -> für den Restart der Kieselstein ERP App

    Es gibt für den TC21C auf einen Pistolengriff, der sehr praktisch ist.

  • Einstellungen nach oben wischen, Einstellungen

    • WLAN Netzwerk & Internet WLAN

Verbindungs / Ladekabel

USB-C erforderlich

Rechte

  1. Für die Ablieferbuchungen

3.7 - Nach der Installation

Arbeiten nach der Installation Ihres Kieselstein-ERP-Systems

Nach der Installation

Dinge die nach der erfolgreichen Installation deines Kieselstein ERP Systems zu machen sind. Hier findest du auch Infos, zu häufig auftretenden Fehlern, die einem einfach passieren.

a.) Kann mich anmelden, es lässt sich kein Modul öffnen

Beim Neustart eines Modules kommt ein schwerer Fehler. Dies Fehler kommt bei allen Modulen.

Voraussetzung: In deinem Kieselstein-Server-Verzeichnis sind alle drei Module deployed.

Der Client startet, du kannst dich mit Admin, admin anmelden. Es sind alle Module als Buttons in der Hauptmenüleiste sichtbar.

Beim Klick auf irgend ein Modul kommt:

Im Detail steht “nur”

Im Server.log (?:\kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\log\server.log) steht ziemlich weit unten (am Ende)

  • Caused by: java.sql.SQLException: IJ031070: Transaction cannot proceed: STATUS_MARKED_ROLLBACK
  • davor: Caused by: org.hibernate.exception.GenericJDBCException: could not prepare statement
  • und einige weitere Error-Einträge davor:
    Caused by: org.postgresql.util.PSQLException: FEHLER: Datum/Zeit-Feldwert ist außerhalb des gültigen Bereichs: »14/7/2023 11:51:58.567« Hinweis: Möglicherweise benötigen Sie eine andere »datestyle«-Einstellung.

Das bedeutet, dass der datestyle in der “?:\Program Files\PostgreSQL\14\data\postgresql.conf” falsch eingestellt ist. Es muss dieser auf:

datestyle = ‘iso, dmy’

eingestellt sein. D.h. die postgresql.conf richtigstellen und dann den postgresql neu starten. Natürlich vorher den wildfly stoppen und wenn der postgresQL läuft, den Wildfly wieder starten.

b.) Kann keine neuen Artikel anlegen

Du meldest dich an Kieselstein ERP an und die Benutzersprache ist nicht Deutsch Österreich, sondern irgend eine andere, z.B. Deutsch Deutschland.
Nun ist im Artikelmodul kein Neu-Button sichtbar .

Hintergrund: Der gewählte / definierte Mandant und damit die Mandantensprache, ist in einer anderen Kommunikationssprache als deine Clientkommunikationssprache. Info: Kieselstein ERP kommt default in de AT = Deutsch Österreich. D.h. du wechselst in das Modul System , unterer Reiter Mandant , den vorgeschlagenen Mandanten verwenden und in den Reiter 2 Kopfdaten wechseln.
Hier auf ändern klicken und dann die Kommunikationssprache zu deiner gewünschten Mandantensprache ändern.
Nun musst du noch deinen Kieselstein ERP Client neu starten.

c.) die HTML BDE geht nicht

Wenn man die HTML BDE aufruft, kommt im Browser eine Fehlermeldung:
Die bedeutet, dass der verdeckte Benutzer lpwebappzemecs in deiner Installation fehlt.

d.) In der Monatsabrechnung beginnt die Woche mit Sonntag


Ursache: Deine Installation läuft auf amerikanisch! Wir wollen aber Europa haben. Man sieht das auch unter Hilfe, Info, Server - Java Info

Man sieht das auch im Server.log dass user.country = US eingetragen ist und dass user.language = en eingetragen ist. Es muss beides umgestellt werden. Wichtig auch: Bitte dies auch in der Datenbank Konfiguration richtigstellen. Idealwerweise läuft dein Server in Deutsch. Leider geht das nicht immer, weil z.B. die Konzernsprache englisch ist.

Prüfe auch die server.log. In den Starteinstellungen, muss:

  • user.country = DE
  • user.language = DE
  • user.timezone = Europe/Berlin (gerne auch Wien oder Zürich) stehen.

Prüfe zusätzlich die Einstellungen deiner Datenbank in der postgresql.conf. Hier muss unter:

  • log_timezone = ‘Europe/Berlin’
  • timezone = ‘Europe/Berlin’ stehen.

Die Wildfly-Einstellungen kannst du in der

  • ?:\kieselstein\dist\bin\launch-kieselstein-main-server.bat bzw. der .sh übersteuern.

Hier ergänzt du die MAIN_SERVER_OPTS hinten um -Duser.timezone=Europe/Berlin -Duser.country=DE -Duser.language=DE

Analog solltest du dann auch die Rest-Server Einstellungen analog anpassen. D.h. in der

  • ?:\kieselstein\dist\bin\launch-kieselstein-rest-server.bat bzw. .sh

ergänzt du die set CATALINA_OPTS hinten um -Duser.timezone=Europe/Berlin -Duser.country=DE -Duser.language=DE

Danach Rest, Wildfly, Postgres stoppen und in umgekehrter Reihenfolge starten. Es muss im Server.log die oben angeführten user…. stehen.
Im Client siehst du nun

Damit kommt auch die Monatsabrechnung und viele andere Auswertungen in der Wochenbetrachtung richtig. Also:

————— old

Nach der Installation von Kieselstein ERP sollten Sie folgende Schritte durchführen / prüfen

  • Ändern Sie das Passwort des Datenbank Administrators auf ein sicheres Passwort ab.
  • Prüfen Sie die Einstellungen des Mandanten und korrigieren Sie diese gegebenenfalls
  • Einrichten des Datenbank Backupscripts.
  • Prüfen Sie, dass der Administrator das Recht PERS_SICHTBARKEIT_ALLE hat.
  • Prüfen Sie, dass der Administrator das Recht PERS_ZEITEINGABE_NUR_BUCHEN nicht hat.
  • Prüfen Sie, dass der Administrator Zugriff auf alle Läger hat.

[Beachten Sie bitte unbedingt die Anweisungen zum Update von Betriebssystem und Datenbank.](../Installation/Update_Einspielen.htm#Update von Betriebssystem und Datenbankversionen)

Wir empfehlen das Verzeichnis (…)/server/helium und das Verzeichnis der Datenbank vom Virenscanner auszuschließen um Geschwindigkeitseinbußen zu vermeiden.

Bitte richten Sie keine Freigaben für Verzeichnisse des Kieselstein ERP-Servers ein!

Eine Ausnahme ist hier das Verzeichnis der Reports, falls Sie selbst Reportanpassungen vornehmen.

Kieselstein ERP Administrator-Handbuch

Mit diesem Administrator Handbuch wollen wir Ihnen eine Hilfestellung zum “Am Laufen halten” Ihrer Kieselstein ERP Installation geben. Wie allgemein üblich, liegt die Verantwortung für die Sicherheit aller EDV Komponenten bei Ihnen, d.h. in der Verantwortung des Anwenders. Das betrifft sowohl die Zugriffssicherheit, als auch so Dinge wie Datensicherheit und Ähnliches. Etwaige Ansprüche aus Titeln dieser Art werden von uns grundsätzlich abgelehnt.

Was sollte der Kieselstein ERP Administrator regelmäßig prüfen?

  • Log-Files Wildfly checken, Anzahl der Exeptions ??? nur kritische suchen

  • Log-Files Kieselstein ERP durchsehen

  • Speicherbedarf des Wildfly (im Taskmanager) prüfen, ob er markant ansteigt. Ca. wöchentlich vergleich mit Startmemory

  • Regelmäßig Datenbanken sichern, täglich, stündlich

  • Datensicherung muss geprüft werden, sowohl Bandsicherung als auch DB Backup

  • Größen der DB Transaktion-Logs, Aktualität der Sicherung. Hier muss zusätzlich auf die Unterschiede zwischen MS-SQL, PostgresQL geachtet werden.

  • Prüfen des freien Platzes sowohl auf dem Laufwerk/Volume der Datenbank, also auch auf der Datenbanksicherung und dem JBoss Laufwerk. Hier muss ausreichend Platz für den Betrieb sein. Also jeweils mindestens 10GB freier Plattenplatz.

  • Admin muss die DBs einspielen / zurücksichern können

  • Kieselstein ERP Dienste müssen gestoppt und gestartet werden können, welche Dienste sind das?

  • Starten des Wildfly, vor allem in Mehr-Rechner-Systemen und vor allem auch wenn die Datenbank deutlich länger zum Starten braucht als der JBoss. Sowohl unter Linux, MAC als auch unter Windows.

Was sollte der Kieselstein-ERP-Admin können?

  • Selbständig Patches einspielen können, DB Updates einspielen.
  • Client Installieren
  • Wissen über die eigene EDV Infrastruktur, insbesondere Netzwerk-Auslastung und Kieselstein-ERP-Serverauslastung
  • Servernamen und Ports, netstat -a muss ein Begriff sein
  • Grundwissen über Reports, Baumstruktur, Reports neu Compilieren
  • FAQ-Anwender muss beherrscht werden Login, Netzwerk, Passwort, ….
  • Drucker installieren und einrichten, Druckformulare definieren Insbesondere das Thema Etiketten drucken.
  • Prüfung der USV für jeden Server
  • Server starten und vor allem kontrolliert herunterfahren
  • Wildfly und Datenbankserver stoppen und starten
  • zumindest monatliche Prüfung, dass die Backups zeitgerecht in der globalen Sicherung laden. Dass Sicherungsmedien physikalisch von der IT getrennt sind ist selbstverständlich. Auch selbstverständlich ist, dass jegliche Sicherung außer Haus gebracht wird und dass zumindest die Monatssicherungen auf der Bank o.ä. liegen.

Sollte der Backup-Job nicht laufen / Fehler melden, so finden Sie Fehlerhinweise in der Job-History.

Achten Sie auf ein tägliches Backup. Siehe dazu auch [Datenbankserver](../Installation/Datenbankserver.htm#Sicherung der Datenbank).

Herunterfahren des Linuxservers, bzw. Durchstarten

Um einen Linuxserver herunter zu fahren verbinden Sie sich bitte mit Putty auf den Server. Melden Sie sich mit root und dem bekannt gegebenen Passwort am Linux Server an. Nun geben Sie:     shutdown -h now

zum Herunterfahren und ausschalten ein und

    shutdown -r now

zum Reboot.

Startet nach dem Start des Linuxservers der Wildfly nicht, z.B. da die Datenbank erst reorganisiert werden musste und dadurch deutlich länger als vorgesehen dauerte, so muss der wildfly per Hand gestartet werden. Bitte wiederum mit Putty verbinden und

    systemctl start wildfly

eingeben.

Warten Sie nun einige Minuten und verbinden Sie sich dann mit dem Kieselstein ERP Client auf den AplikationsserverJBoss. Können Sie trotzdem keine Verbindung aufbauen, so wenden Sie sich bitte an Ihren Betreuer.

Erstellen eines Datenbankbackups unter Linux

Verbinden Sie sich bitte mit Putty auf den Server. Geben Sie nun

    pg_backupdb

ein. Damit wird ein aktuelles Backup der Datenbank erzeugt und üblicherweise auf /home/postgres geschrieben. Stellen Sie sicher, dass dieses Backup regelmäßig / täglich automatisch erzeugt wird und dass diese Dateien gesichert werden.

Sicherung der Anwenderreports

Stellen Sie sicher, dass auch Ihre Anwenderreports im täglichen Sicherungsjob mitgesichert werden. In den Reports steckt oft sehr viel Detailarbeit an der optimalen Umsetzung Ihrer Unternehmensprozesse. D.h. wenn diese verloren gingen, z.B. durch versehentliches Überschreiben, würde ein entsprechender Mehraufwand entstehen.

Auch diese Reports sollten in der täglichen Datensicherung enthalten sein.

Mein IT Betreuer möchte Zugriff

Nachdem man üblicherweise die Betreuung seiner IT-Systeme vertrauensvoll in die Hände eines fähigen Betreuers legt, wird diese, z.B. monatlich, sich um das Update deiner IT-Systeme kümmern. Nun will ein gute Betreuer natürlich nach allen Updates auch wissen, ob denn nun die Systeme auch wieder laufen.
Für Kieselstein stehen dafür zwei Funktionalitäten zur Verfügung:

  • a.) es wird über die RestAPI ein Systemping auf den Server gemacht und geprüft ob eine entsprechende Antwort mit Versionsnummer und relativ aktueller Uhrzeit kommt
  • b.) dein IT-Betreuer meldet sich über den Client an.

In zweiten Fall benötigt er zumindest soweit einen Account, dass auch die Anmeldung durchgeführt werden kann. D.h. du legst z.B. einen User IT-Service an und legst eine Rolle IT-Service an.
Der Trick liegt nun darin, dass du der Rolle keine Rechte gibst, somit kann sich dein Betreuer anmelden, sieht aber keine ERP Daten. Er kann damit feststellen, dass das gesamte Kieselstein ERP läuft, in diesem Falle ohne RestAPI.

Für den IT-Betreuer: Es kommt leider immer wieder mal vor, dass nach einem Systemupdate, der Datenbankserver deutlich länger als gewöhnlich benötigt und damit der Wildfly-Service auf dem das Kieselstein ERP aufbaut nicht richtig startet. Sollte dies der Fall sein, haben bisher folgende Schritte geholfen.

  • Stopp des Rest-Server-Dienstes
  • Stopp des Main-Server-Dienstes
  • Neustart des Main-Server-Dienstes
  • Neustart des Rest-Server-Dienstes
  • ca. 5Minuten warten.
    In jedem Falle so lange bis unter ../kieselstein/dist/wildfly-12.0.0.Final/standalone/deployments für alle drei Dateien .deployed oder .failed steht.
    Bei deployed ist alles gut gegangen und du kannst dich anmelden, bei failed ist eventuell der Datenbankserver noch immer nicht gestartet. D.h. nun könntest du ev. ein Blick in das Log-File mit mehr Infos werfen, bzw. kann man gerne auch
  • die beiden Stopp durchführen
  • danach den PostgresQL-Server-Dienst stoppen und neu starten (restart)
  • danach die beiden Dienste (Main und RestAPI) wieder starten

Danach wie oben beschrieben auf deployed oder failed warten. Wenn erneut failed kommt, versuche dich über den PGAdmin anzumelden. Geht auch das nicht, hast du ein Problem mit der Datenbank. Das kann auch an zu wenig freiem Speicher liegen. Du solltest mehr als das doppelte der Größe deiner Datenbanken an freiem Festplatten-Speicher haben.

Eventuell hilft auch einfach das System / deinen Kieselstein ERP Server noch einmal durchzustarten.

Einrichten des EMail-Versandes

Damit der EMail Versand durch den IT-Betreuer eingerichtet werden kann, gib einfach obiger Rolle ein schreibendes Recht auf System. Wenn der EMail Versand dann eingerichtet ist, entfernst du dieses Recht wieder.

3.7.1 - Nach der Installation

Tipps und Tricks rund um dein Kieselstein ERP

Tipps und Tricks

Mit dieser Seite wollen wir zusätzliche Hilfestellung beim Einsatz von Kieselstein ERP leisten.

Kieselstein ERP Server ist nach IP Änderung nicht mehr erreichbar?

Wird die IP des Rechners mit dem Kieselstein ERP Server geändert, so muss der Kieselstein ERP Server neu gestartet werden.

Ich habe zwei Grundeinstellungen bei meinem Drucker, zwischen denen ich laufend hin- und herschalten muss

z.B. für den Ausdruck von firmeninternen und -externen Dokumenten (Papier mit Firmenlogo)

Bei lokalem Drucker:

  • Start > Einstellungen > Drucker und Faxgeräte öffnen
  • Drucker hinzufügen
  • den selben Drucker auswählen, ihm einen anderen Namen zuweisen
  • die Einstellungen ändern
  • Ab jetzt werden “beide” Drucker in Kieselstein ERP zur Auswahl stehen

Bei einem Netzwerkdrucker muss er zuerst am Server eingerichtet werden:

  • beim Server einen neuen lokalen Drucker anlegen, den gleichen Port, wie beim bestehenden Drucker auswählen 
  • Namen sprechend wählen 
  • richtig konfigurieren 
  • bei Workstations anlegen
  • Drucker bei den Workstations einzeln konfigurieren

Es wurden Änderungen an den Fußzeilen vorgenommen, seither kommt nur mehr OK und die Fußzeilen fehlen.

Hier ist der Hintergrund, dass der für die Fußzeilen(=Subreport) im Ausgangsreport vorgesehene Platz zu gering ist. Üblicherweise ist der vorgesehene Platz nicht hoch genug.

Bestimmen Sie anhand des Fußzeilen-Subreports die erforderliche Höhe und korrigieren Sie den Ausgangsreport.

Hinweis: Achten Sie bei Subreports auch darauf, dass Sie die Höhe und Breite so wie auch im Ausgangsreport definieren. Hinweis: Es wird für die Fußzeilen nur mehr die Fuss.jrxml verwendet.

Siehe dazu unbedingt auch ..\wildfly-12.0.0.final\standalone\log\server.log

Ich will in den Auswahllisten auch die rundherum befindlichen Daten sehen

Manchmal ist es praktisch z.B. bei Rechnungen nicht nur die eine Rechnung Nr: 06/0000001 zu sehen, sondern auch die rundherum befindlichen Rechnungen. Um dies darzustellen gibt es einen Trick.

  • Bestimmen Sie mit dem Direktfilter den gesuchten Datensatz. Z.B. Rechnung 06/0000001. Nun löschen Sie die Eingabe des Direktfilters wieder ohne Enter zu drücken. Nun wechseln Sie z.B. in die Kopfdaten oder in die Positionen und wechseln sofort wieder zurück in den Auswahlfilter. Durch die Logik, dass Kieselstein ERP auf dem ausgewählten Datensatz stehen bleibt, befinden Sie sich auf dem gewünschten Datensatz. Da aber die Filterbedingung inzwischen entfernt wurde, werden alle Rechnungen angezeigt.

Nach meinem Client-Update erhalte ich beim Start des Kieselstein ERP Clients ein Fehlermeldung

Could not find main class.

Dies bedeutet, dass auf Ihrem PC eine falsche Java-Version installiert ist. Siehe

Übersetzung von Texten

In Kieselstein ERP können alle Lables (Beschriftungen der Knöpfe, Eingabefelder usw.) dynamisch übersetzt werden. Bei der Verwendung einer PostgresQL Datenbank ist zu berücksichtigen, dass die eingetragenen C_TOKEN OHNE endende Leerstellen eingegeben werden.

Richtige Einstellung der Mehrwertsteuersätze für Deutschland

Da in Deutschland seit 1999 einige Mehrwertsteueränderungen waren, hier die richtige Einstellung der Mehrwertsteuersätze für allgemeine Waren. Eine Luxussteuer, wie sie in Österreich bekannt ist, gibt es in Deutschland derzeit nicht.

Markieren von mehreren Zeilen bei Auswahlmöglichkeiten

In den Modulen von Kieselstein ERP (z.B. Finanzbuchhaltung, Stücklistendruck, etc.) können Sie mehrere Zeilen markieren.

Gehen Sie dazu wie folgt vor:

Mit Klick auf eine Zeile markieren Sie diese.

Halten Sie die Strg-Taste gedrückt um weitere Zeilen zu markieren.

Bestätigen Sie die Auswahl mit Enter.

Sollten Sie mehrere Zeilen, die sich hintereinander befinden, markieren wollen, so gehen Sie wie folgt vor:

Markieren Sie die erste Zeile und halten die Shift (“Groß/Kleinschreib”)-Taste gedrückt, nun klicken Sie auf die letzte zu markierende Zeile.

Mit Drücken der Strg-Taste und A markieren Sie alle Zeilen. Zum Beispiel, wenn Sie durch Filter schon alle gewünschten Zeilen zur Auswahl stehen.

Um die gesamte Markierung wieder aufzuheben klicken Sie ohne Tastendruck auf eine andere Zeile. 

Um nur eine Zeile wieder aus der Markierung zu nehmen, halten Sie die Strg-Taste gedrückt und klicken auf die Zeile bei der Sie die Markierung aufheben möchten.

Tipps zur Verwendung von Etikettendruckern

Für den Ausdruck von Etiketten empfehlen wir den Einsatz von Druckern der Firma Zebra. Für langjährigen Gebrauch ist die Serie Z4 bzw. S4 zu empfehlen.

Für manche Anwendungen mit sehr geringem Etiketten-Aufkommen werden auch die Drucker der Fa. Dymo eingesetzt. Dazu ist anzumerken, dass dies reine Einzelplatzdrucker sind. Die Einrichtung im Netzwerk ist aus unseren Erfahrungen nicht stabil. Dazu kommt, dass das Preis-Leistungsverhältnis nur für ein sehr geringes Etikettenaufkommen optimal ist. Ab ca. 1000 Etiketten im Jahr sind die kleinen Zebradrucker in den Gesamtkosten deutlich günstiger.

Da es natürlich auch zu den Zebradruckern immer wieder Fragen gibt, hier eine kleine Sammlung von Fragen und Antworten.

Der Drucker druckt ein Etikett und schiebt dann mehrere Etiketten nach

Führen Sie die Kalibrierung durch. Auf Windowsrechnern am einfachsten über die Eigenschaften des Druckers. Hier finden Sie in den Extras unter Aktion, Kalibrierung ausführen. Alternativ kann die Kalibrierung auch direkt am Drucker über das Druckmenü aufgerufen werden.

Der Drucker druckt ein Etikett und meldet dann “Paper out”

Stellen Sie sicher dass das Papier wie im Deckel des Druckers aufgezeichnet richtig eingelegt ist. Wichtig ist hier auch, dass die seitliche Papierführung sehr knapp aber leichtgängig eingestellt ist. Beachten Sie, dass sowohl die seitliche Führung der Etikettenrolle als auch die Führung des Papierbandes unmittelbar vor dem Thermotransferkopf möglichst exakt ist.

Vor dem Thermotransferkopf ist auf der Innenseite auch der Papiersensor angebracht. Dieser muss sauber sein.

Das Druckbild ist sehr schlecht

Führen Sie bitte die Kalibrierung durch.

Weitere allgemein Tipps zur Verwendung von Kieselstein ERP

Nach einem Stromausfall startet der Kieselstein ERP Server nicht mehr, es gibt unkontrollierte Fehler

Bei unkontrolliertem Abschalten des Kieselstein ERP Servers kann es vorkommen, dass temporäre Dateien, welche eventuell auch teilweise zerstört sein können, stehen bleiben.

Dies wirkt sich dann so aus, dass z.B. der Kieselstein ERP Server nicht mehr startet, bei manchen Auswertungen Class not found Exceptions bringt usw..

Wenn dies der Fall ist, so stoppen Sie den Kieselstein ERP Server

Nun löschen Sie aus dem Verzeichnis des Kieselstein ERP Servers die Unterverzeichnisse tmp und work.

Nun starten Sie den Kieselstein ERP Server wieder

Benötige ich für den Kieselstein ERP Server eine unterbrechungsfreie Stromversorgung?

Selbstverständlich.

Manche Anwender sind zwar der Meinung dass gespiegelte Platten, eine Datensicherung oder ähnliches ausreichen.

Wir weisen hier ausdrücklich darauf hin, dass jeder Kieselstein ERP Server und natürlich auch eventuell eigenständige Datenbankserver mit einer USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ausgestattet sein müssen.

Wir können dazu von einem Anwender berichten, der ebenfalls der Meinung war, dass eine richtig installierte USV Luxus sei und bei dem ein Ausfall des Servers die Datenbank zerstört hat. Da dies am Abend eines intensiven Tages war, war es enorm wichtig, dass die Daten inkl. des Tages restauriert werden. Wir konnten die Daten mit einem Aufwand von ca. 3x24 Stunden zum Großteil retten. Wir waren jedoch ganz knapp daran aufzugeben.

Bedenken Sie die Kosten für einen derartigen Reparaturversuch und diese Kosten inkl. dem Datenverlust sind nicht versicherbar. Alleine um die Kosten für den Reparaturversuch bekommen Sie drei sehr gute unterbrechungsfreie Stromversorgungen.

Der Client meldet immer Zeitdifferenzen zum Server.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Kieselstein ERP Server synchron zur internationalen Atomzeit ist. Wenden Sie sich dazu bitte gegebenenfalls an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Nun empfiehlt es sich, dass jeder Client gegen den Kieselstein ERP Server synchronisiert wird. Siehe

Der Kieselstein ERP Client schließt sich immer wieder automatisch

Der Anwender hatte das Problem, dass immer bei einer längeren Pause, z.B. über Mittag, der Kieselstein ERP Client die Verbindung zum Kieselstein ERP Server verloren hat.

Mögliche Ursache I: Es geht die Netzwerkverbindung zwischen Client und Server verloren. Damit wird die Sitzungs-ID des Kieselstein ERP Clients ungültig, wodurch die Verbindung abbricht.

Was ist zu tun?

Schalten Sie bitte den Energiesparmodus in der Netzwerkkarte ab. Bitte wenden Sie sich an Ihren zuständigen EDV Betreuer der Ihre Geräte kennt.

Mögliche Ursache II: Im Bildschirmschoner war eingestellt, dass der Rechner nach einer gewissen Zeit in den Standbymodus wechselt. Auch dadurch geht die Netzwerkverbindung zwischen Client und Server verloren. Damit wird die Sitzungs-ID des Kieselstein ERP Clients ungültig, wodurch die Verbindung abbricht.

Weitere Möglichkeiten:

  • Ein Bildschirmschoner der den Rechner in eine Art Ruhezustand versetzt.
  • Die Netzwerkkarte ist defekt und fordert nach einiger Zeit immer wieder eine neue DHCP-Verbindung an
  • Eventuell sollte auch im Ereignislog nachgesehen werden, ob hier weitere Hinweise auf Verbindungsabbrüche, Speicherfehler und ähnliches zu finden ist.

Wie kann die Geschwindigkeit von Kieselstein ERP bestimmt / gesteigert werden ?

Die Geschwindigkeit von Kieselstein ERP, aus der Sicht des Anwenders, der vor dem Client sitzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wir haben versucht hier eine Aufstellung der Punkte zusammenzustellen mit denen eine Abschätzung der Geschwindigkeit insbesondere die Abschätzung von Geschwindigkeitssteigerungen als ungefährer Richtwert, der bitte völlig unverbindlich ist, möglich werden sollte.

  1. Geschwindigkeit der Datenbank Diese hängt wiederum von:

    • Geschwindigkeit der CPU -> steht eine eigene CPU nur für die Datenbank zur Verfügung
    • Wieviel kann im Ram gepuffert werden -> das hängt wiederum vom
      • verfügbaren Ram,
      • der Größe der Transaktionen,
      • der Menge an Schreiboperationen ab
    • Die Geschwindigkeit der Platten. Dies ist laut unserer Erfahrung für die Datenbank der kritischste Punkt, Speicher ist meistens ausreichend vorhanden. Wir raten aktuell zum Einsatz von Server SSD Platten im entsprechenden Raid Verbund. Auch wenn das unter Umständen etwas Geld kostet, in Summe ist es die effizienteste Lösung.
  2. Geschwindigkeit des Applications-Servers

    • Geschwindigkeit der CPUs -> da der Application Server ein reines Java Programm ist, ist hier die Geschwindigkeit der CPUs ein wesentlicher Faktor. Mit dazu kommt, dass für die unterschiedlichen Aufgaben, weitere Threads gestartet werden. Diese können auf unterschiedlichen CPU-Kernen laufen. Man kann sich das so ähnlich vorstellen, dass jeder Client einen eigenen Thread bekommt.
      Daher ist neben der reinen Taktzeit der CPUs auch die Frage: wieviele CPU Kerne stehen für den Application Server zur Verfügung wichtig.
      Hier kommt mit dazu, steht die CPU nur für Kieselstein ERP zur Verfügung oder ist der Server mit anderen Aufgaben belastet. Wenn es um Geschwindigkeit geht, so stellen Sie sicher dass der Rechner ausschließlich für Kieselstein ERP (und den Datenbankserver) zur Verfügung steht.
      Hier ist ein weiterer wichtiger Punkt die interne Struktur der Rechner / des Motherboards. Wir haben hier dramatische Geschwindigkeitsunterschiede bei den verschiedensten Herstellern festgestellt.
    • Größe des für den Applicationserver zur Verfügung stehenden Rams.
      Je mehr Ram genutzt werden kann, desto weniger muss auf die Festplatte ausgelagert werden. Zuviel Ram würde jedoch bewirken, dass der Garbage Collector (das ist die Funktion die übriggebliebenen Speicher wieder hergibt und zyklisch in Java Programmen aufgerufen wird) seltener zusammen räumt, aber dafür zu lange dafür braucht. Hier kann durch Parametrierung des verwendeten Speichers (der wiederum unterschiedliche Arten hat) eine Optimierung vorgenommen werden.
    • Geschwindigkeit der Verbindung zwischen Applicationserver und Datenbankserver
      Ist diese intern, also raschest möglich, oder geht sie über eine externe (Netzwerk-)Verbindung
    • Anzahl und Art und Weise bzw. Größe der laufenden Transaktionen. D.h. einerseits,
      • wie ist Kieselstein ERP programmiert
        Bei der Programmierung sind wir von einer pesimistischen und transaktionsorientierten Betrachtung ausgegangen. Pesimistisch: D.h. wenn Sie einen Kunden ändern, so geht dies nur, wenn Sie den Kunden für sich selbst, für diesen einen Client sperren können.
        Transaktionsorientiert: D.h. wenn ein Artikel vom Lager in den Lieferschein gebucht wird, so wird dies in einer Transaktion durchgeführt. Sollte es zu Abbrüchen, warum auch immer kommen, so ist dadurch der Zustand vor der Transaktion gegeben. Während der Dauer der Transaktion sind die Daten für die anderen Benutzer gesperrt. D.h. eine angepasste Arbeitsweise trägt zur Geschwindigkeit bei.
        Im Zweifelsfalle haben wir die Verarbeitung in einer Transaktion gewählt. Unter Umständen kann bei manchen Aktionen dies entfernt werden.
        Hier sind wir gerne bereit auf Ihre Vorschläge einzugehen und gegebenenfalls die Transaktions-Verarbeitungs-Art insoweit zu ändern, dass bei gleicher Sicherheit eine schnellere Verarbeitung erreicht wird.
      • wie arbeiten Sie mit Kieselstein ERP Werden z.B. am Morgen alle Auswertungen auf zig parallel laufenden Clients gestartet, oder werden umfangreiche Auswertungen / Berechnungen z.B. Bestellvorschlag, Stichtagsbetragungen des Lagers usw. hintereinander gestartet.
    • Was wir immer wieder feststellen mussten:
      Es werden heutzutage immer mehr Server in virtuellen Umgebungen installiert. Testet man die Geschwindigkeit von Kieselstein ERP am Wochenende / Alleine, so ist diese vollkommen ausreichend. Im laufenden Betrieb während des Tages bricht die Performance deutlich ein.
      Die Ursache liegt hier meist daran, dass:
      • Die IO Geschwindigkeit der Platten/des Plattencontrollers in der virtuellen Maschine völlig überlastet ist und “oben” ansteht. Bitte prüfen Sie dies mit einem geeigneten Programm, z.B. Performance Manager
      • Die Belastung des Netzwerkcontrollers immer auf 100% ausgelastet ist und daher die Netzwerkpakete im Stau steckenbleiben. Bitte auch überprüfen.
    • und natürlich, gerade für Datenbank intensive Aktionen, die Geschwindigkeit der Festplatten. Wir raten hier zur Verwendung von SSD Platten. Am Server im Raid 1, Raid10 Verbund. Und natürlich geeignete Serverplatten.
  3. Geschwindigkeit des Clients Da auch der Kieselstein ERP Client ein reines Java Programm ist, gelten auch hier grundsätzlich die Forderungen an Java Programme.

    • D.h. je schneller die CPU(s) desto schneller läuft der Client Teil.
    • Und natürlich: Wieviel Speicher steht für den jeweiligen Kieselstein ERP Client zur Verfügung. Rechnen Sie hier mit einem Speicherbedarf je Kieselstein ERP Client von mindestens 256 MB (im Ram). Hier kommt noch der Bedarf für das Betriebssystem hinzu, welches üblicherweise nicht unter 512MB angesetzt werden kann (das war einmal zu Zeiten von WinXP. Rechne für Win11 mit mindestens 4GB Ram für das Betriebssystem!). D.h. wenn nur Betriebssystem und ein Kieselstein ERP Client laufen und sonst nichts (kein Word, kein Outlook) empfehlen wir mindestens 8GB Ram im Client Rechner zu haben.
    • Werden mehrere Kieselstein ERP Clients parallel eingesetzt, so gehen Sie davon aus, dass für jeden Kieselstein ERP Client zusätzlich mindestens 256MB Ram zur Verfügung stehen sollten.
    • Wichtig ist auch die Größe und die Auflösung des Bildschirms bzw. die verwendete Darstellungsgröße Ihres Kieselstein ERP Clients. Je größer die Bildschirmfläche des genutzten Kieselstein ERP Clients (Bitte in Pixel), desto mehr muss vom Layoutmanager verwaltet werden (trotz Vektor orientierten Grafikkarten). D.h. wenn rein die Mindestauflösung von 1024x768 verwendet wird ist der Client schneller und stabiler, als wenn sie in maximaler Fenstergröße auf einem 1920x1080 arbeiten.
    • Entscheidender Faktor ist die Netzwerkanbindung zum Kieselstein ERP Server. Genauer gesagt die sogenannten Latenz-Zeiten. Je schneller die einzelne Paketanfrage vom Client zum Server und wieder zurück gelangt, desto schneller kann der Client reagieren. Hier ist die richtige Netzwerkparametrierung oft der entscheidende Faktor. Zusätzlich kommt hinzu, dass der eingesetzte Netzwerkswitch die geforderte Performance bringen muss. Setzen Sie manageable Switch ein um feststellen zu können, bei welchen Verbindungen Verbesserungsbedarf besteht.
    • Auch der Client greift immer wieder auf die Festplatte zu. D.h. auch hier hat sich die Verwendung von SSD Platten sehr bewährt.

Wie hängt nun dies alles zusammen?

Im Client werden einerseits Daten des Servers abgefragt und angezeigt. Hier greift sowohl die Geschwindigkeit des Datenbankservers, des Applikationsservers, der Netzwerkverbindung und auch des Clients. Andererseits werden am Client Daten erfasst, von diesem vorverarbeitet und an den Server gesandt.

Ein Sonderfall sind Auswertungen wie z.B. der Druck einer Rechnung bzw. eine Lagerstandsliste zum Stichtag. Diese Journalauswertung wird komplett am Applikationsserver errechnet und grafisch im Speicher aufbereitet und erst danach an den Client zur Anzeige und zum Ausdruck gesandt. Daraus sieht man, dass auch hier alle drei (mit dem Netzwerk eigentlich vier) Komponenten im Spiel sind und zur gegebenen Geschwindigkeit beitragen.

Je mehr gleichzeitige Benutzer auf Kieselstein ERP arbeiten, desto mehr beeinflussen diese auch das Geschwindigkeitsverhalten.

Noch ein wichtiger Punkt:

Das “Abwürgen” des Clients, z.B. bei einer lange dauernden Lagerstandsberechnung, bricht den dadurch gestarteten Serverjob nicht ab. Der Server merkt erst am Ende der Berechnung, dass die Daten eigentlich nicht mehr benötigt werden. Lassen Sie daher den Client weiter laufen und starten Sie gegebenenfalls einen zweiten Client. Dieser wird bei gleichem Rechner und gleichem Benutzernamen nicht als zusätzlicher User gewertet.

Netzwerk-Geschwindigkeit messen

Um die Netzwerkgeschwindigkeit, genauer die Round Tripp Zeit zu messen, nutze aus dem Hauptmenü, Hilfe, Info. Hier wird in der letzten Zeile die sogenannte Roundtripp Zeit angezeigt. Also die Zeit die Netzwerktechnisch verbraucht wird, wenn der Client einen Request zum Server sendet, diese eine winzige Operation am Server macht und die Antwort wieder an den Client zurücksendet.

Typische Zeiten sind:

Round-trip Bemerkung
< 10ms Internes Netzwerk, gutes Arbeiten möglich
< 25ms WLan Anbindung, Arbeiten möglich
< 40ms WLan Anbindung, Arbeiten bereits mühsam, aber für wenige Aktionen noch möglich
> 60ms schlechte Anbindung, Arbeiten faktisch nicht mehr möglich

Was kann eine Aufrüstung des Servers bringen

Die Geschwindigkeit von Kieselstein ERP, aus der Sicht des Anwenders, der vor dem Client sitzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als Einleitung siehe bitte obige Aufstellung.

Da immer wieder gefragt wird, was denn ein neuer Server bringen kann, hier eine kurze Zusammenfassung mit unverbindlichen Richtwerten / Faktoren wie sich eine Änderung gegenüber dem Verhalten auswirken kann:

  • Mehreren CPU Kerne werden sich auswirken, insbesondere wenn gleichzeitig mehrere Benutzer darauf arbeiten. Ich würde (als Gefühl) einen Faktor von 0,5 je CPU Kern rechnen. Beispiel: altes System 2 Kerne, neues System 4Kerne, Steigerung ca. 50%
  • Eine schnellere Taktfrequenz der CPU wird sich auswirken, ich würde auch hier von 0,5 ausgehen. CPU Takt alt: 2GHz, CPU Takt neu 3GHz, Steigerung auf ca. 30%
  • Was sich deutlich auswirkt ist, wenn der Server NUR für Kieselstein ERP zur Verfügung steht.
  • Schnelleren Platten z.B. SSD und bessere Hardwarestruktur (North & South-Bridge, Rambus usw.) tragen ebenfalls dazu bei

Eine Bremse für die gefühlte Geschwindigkeit können, besonders für die Anwender, “mangelnde” Speicher für die Anzahl Benutzer für gleichzeitige Nutzung auf Terminal Servern sein.

Wichtiger Hinweis:

Wir gehen hier von idealen Netzwerkbedingungen aus. Leider mussten wir in der Praxis immer wieder feststellen, dass viel Zeit und Geld in die Hardware investiert wird, aber grundsätzliche Dinge wie interne Domainstrukturen, ordentliche Netzwerkinfrastruktur, Netzwerkverkabelungen die tatsächlich vermessen sind, der Einsatz von Netzwerkswitch, die auch die geforderte Performance bringen hintangestellt wird. Denken Sie hier auch daran, dass manche Rechner ganz versteckt verseucht sein können. Dies finden Sie nur durch eine umfassende Netzwerkanalyse. Bemerkt wird es oft nur dadurch, dass die Mitarbeiter über ein langsames Verhalten klagen.

Was kann eine Aufrüstung des Clients bringen ?

Für eine Abschätzung gehen Sie einerseits bei der Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit für CPU und Speicher von den für Server angeführten Punkten aus.

GigaBit Netzwerke und Performance der Switch wirken sich eklatant in der gefühlten Verarbeitungsgeschwindigkeit aus.

Zu Geschwindigkeitsvergleichen generell.

Gehen Sie hier nur von reproduzierbaren Messergebnissen aus.

Als Mensch hat man sich an die bessere Geschwindigkeit sofort gewöhnt und nach dem dritten Aufruf z.B. einer Artikelliste ist es schon völlig normal, dass diese so schnell ist.

Wird ein Virenscanner benötigt?

Ja für den Client! Wir raten grundsätzlich dazu, auf jedem Client-Rechner einen geeigneten und aktuellsten Virenscanner einzusetzen. Sollte es auf Clientseite Geschwindigkeitsprobleme geben, so könnte das Kieselstein ERP Clientprogramm im Virenscanner ausgenommen werden.

Bitte nicht am Server! Am Server raten wir möglichst die gesamte Performance der Hardware für die Geschwindigkeit des Applikationsservers zu verwenden (und nicht um immer wieder die gleichen Dateien zu scannen).

Wie geht das, was ist nun wirklich einzustellen?

  • Installieren Sie den Kieselstein ERP Server auf einem Linux-Rechner
  • Stellen Sie in jedem Falle sicher, dass Ihr Kieselstein ERP Server in einer friendly Netzwerk-Umgebung läuft. D.h. dass er vor Angriffen jeglicher Art ausserhalb seiner selbst bestmöglich geschützt ist.
  • Müssen, z.B. weil der Kieselstein ERP Server aus Firmenpolitik-Gründen auf einem Microsoft-Rechner läuft, Virenscanner und Firewalls installiert werden, so stellen Sie unbedingt sicher, dass die Zugriffe der Kieselstein ERP Clients nicht durch die Firewall z.B. des Virenscanners blockiert werden. Stellen Sie sicher, dass sowohl Datenbank als auch Application-Server beide mit den entsprechend temporären Dateien, von der ewigen Virenscannerei ausgeschlossen sind.

Müssen am Kieselstein ERP Server Verzeichnisse freigegeben werden?

Mit einer einzigen eventuellen Ausnahme, bitte in keinem Fall! Bitte stellen Sie sicher, dass das Basis-Kieselstein ERP Verzeichnis nicht erreichbar ist. Es könnte bei Freigaben durch unsachgemäße Bedienung bzw. Versehen dazu kommen, dass die ganze Kieselstein ERP Server-Struktur gelöscht wird. Das einzige Verzeichnis, welches für geschulte Anwender eingerichtet werden darf ist ab dem Root-Verzeichnis der Reports.
Info: Für den Zugriff der Kieselstein ERP Clients ist keine wie immer geartete Freigabe erforderlich. Der Zugriff erfolgt ausschließlich über die Ports.

Sollte ich meinen Kieselstein ERP Client auf einem Netzwerklaufwerk installieren?

Technisch gesehen spricht nichts dagegen. Aus Gründen der Netzwerkbelastung raten wir in der Regel jedoch dazu, die Clients lokal zu installieren.

Kann ich das Layout speichern?

Ja. Siehe bitte

Energiesparen / Energiesparmodus

Bei manchen Anwendungen taucht die Frage auf, sollte man den Kieselstein ERP Server, welcher ja über das Wochenende nicht verwendet wird, abschalten, z.B. aus Energiespargründen.

Grundsätzlich ist der Gedanke des Energiesparens sehr zu begrüßen und wird von uns soweit möglich unterstützt. Es sind für das Abschalten des Servers jedoch zwei gegensätzliche Standpunkte zu berücksichtigen.

Der eine ist eben der des Energiesparens. Wenn man dies derzeit (April 2009) in Geldwert umrechnet, so bedeutet dass man durch das gezielte Abschalten eines Server einen Geldwertenvorteil von ca. 3,50 € pro Wochenende (2x24x0,2kWx0,37€) erzielt. Wenn wir nun davon ausgehen, dass zwischen Weihnachten und Neujahr die Server unabhängig von weiteren Überlegungen abgeschaltet werden, so muss von ca. 50Wochenenden pro Jahr ausgegangen werden, also von einem Geldwerten Vorteil von ca. 175,- €.

Dem stehen folgende nachteilige Punkte gegenüber:

  • Bei Zeiterfassung oder Zutritt, insbesondere in Kombination mit Online Buchungen / Prüfungen muss der Server zum Buchungszeitpunkt zur Verfügung stehen.
  • Der Start eines Server Systems dauert üblicherweise zwischen 10 bis 15 Minuten, manchmal auch deutlich länger.
  • Durch das Abschalten des Server kühlen die Komponenten aus, die Versorgungsspannung bricht zusammen und so weiter. Beim Hochfahren werden die Komponenten wieder erhitzt, also gestresst, die internen Spannungsversorgungen müssen aufgebaut werden usw. Das bedeutet für die Komponenten des Servers ist das Aus- und Wieder-Einschalten Stress und verkürzt dadurch möglicherweise die Lebensdauer des Systems.
  • Erhöhter organisatorischer Aufwand um die Sicherung des letzten Wochentages sicherzustellen.
  • Jedes Server-System ist so ausgelegt, dass es sich über die Laufzeit der Anwendung, also des Servers optimiert und dadurch schneller wird. Diese Informationen gehen beim Serverneustart verloren.
  • Manchmal sind mit den Servern auch Kommunikationsdienste wie EMail und Fax verbunden. Ist der Server abgeschaltet, stehen diese nicht zur Verfügung. Bitte klären Sie ob dies für Sie akzeptabel ist.
    Hier kommt dazu, dass nach dem Hochfahren des Servers automatisch vom EMail-Dienst alle für Sie anstehenden EMails abgerufen werden. Das kann durchaus zu für einige Zeit verstopften Internetverbindungen führen, was wiederum bedeutet, dass Remotezugänge erst nach einiger Zeit, das können schon mal ein - zwei Stunden sein, wieder vernünftig zur Verfügung stehen.
  • Die möglicherweise nachteiligen Auswirkungen auf Rooting Tabellen in den Routern und weitere Nebeneffekte sollten ebenfalls überlegt werden.
  • Bei Verwendung mehrerer Server wird das Starten deutlich komplexer und unter Umständen auch langwieriger.
  • Oft wird diese Zeit von Ihrem Kieselstein ERP Betreuungsteam genutzt um Updates einzuspielen oder sonstige Arbeiten an Ihrem System durchzuführen. Auch diese Arbeiten sind nur bei eingeschaltetem Server möglich.

Das bedeutet für Sie, gerade das Wiedereinschalten des Servers bis er seinen normalen Betrieb erreicht hat, kann durchaus 30Minuten oder auch mehr in Anspruch nehmen. Es ist für die ersten 15Minuten ab dem Einschalten noch kein Arbeiten mit dem System möglich. Teilweise muss auch mit dem Start der Clients gewartet werden, bis die Server laufen. Gehen wir nun davon aus, dass wegen des Serverstarts am Montag ein Mitarbeiter regelmäßig um 20Minuten früher kommen muss, so sprechen wir hier von Kosten von 10,- € oder mehr pro Wochenende rein für Personalkosten. Die reduzierte Lebenserwartung des Server ist hier nicht berücksichtigt.

Bitte bedenken Sie diese Punkte bei einer allfälligen Entscheidung.

Sollte der Server im Energiesparmodus betrieben werden?

Eine ehrliche Antwort ist, nein. Es ist dies ein Server, welcher jederzeit zur Verfügung stehen sollte.

Selbstverständlich müssen wir unsere Mitwelt schützen soweit uns nur irgend möglich ist. D.h. für einen stabilen guten Betrieb sollte der Server durchaus so eingestellt werden, dass er so Resourcen schonend wie nur möglich betrieben wird. D.h. selbstverständlich sollte der Monitor echt abgeschaltet werden, es können die Festplatten nach kurzer Zeit (30Minuten) abgeschaltet werden. Allerdings hat uns die Praxis gezeigt, dass der Energiesparbetrieb von zwei Komponenten meist zu erheblichen Problemen im Betrieb führt. Deshalb raten wir dies Komponenten vom Energiesparmodus auszunehmen.

  • CPU
    Ein Heruntertakten der CPU hat bei einigen Installationen dazu geführt, dass bei wieder Aktivierung des vollen Betriebes die CPU nicht mehr mit voller Geschwindigkeit arbeitete und daher der Rechner neu gestartet werden musste, was gerade bei Serverbetrieb, aber auch bei Clients entsprechen lästig ist und die Verfügbarkeit von Kieselstein ERP enorm beeinträchtigt.
  • Netzwerkkarte
    Wenn die Netzwerkkarte im Energiesparmodus ist, reagiert sie in den vielen Betriebssystemen oft nicht richtig. Das hat zur Folge, dass es den Anschein hat, dass der Kieselstein ERP Server nicht verfügbar ist. Geht man nun direkt zum Server und betätigt eine Taste so wird der Energiesparmodus der Netzwerkkarte beendet und alles verhält sich wieder normal. Sollten Sie dieses Verhalten feststellen, schalten Sie bitte den Energiesparmodus der Netzwerkkarte ab. Wir sind hier generell der Meinung, dass der geringe Mehrverbrauch an elektrischer Energie für die Netzwerkkarte, für den Serverbetrieb, in absolut keinen Verhältnis zu den unter Umständen erforderlichen Gesamtaufwänden steht.

Wie kann am MAC / OS X der Energiesparmodus abgeschaltet werden?

In einigen Installationen wird ein MAC / MAC Mini als Kieselstein ERP Server verwendet. Auch hier kommt es zu den oben beschriebenen Verhalten, weshalb auch am (Server) MAC der Energiesparmodus abgeschaltet werden sollte. Zusätzlich stellen Sie bitte bei echtem Serverbetrieb unter Optionen, nach Stromausfall automatisch neu starten ein, damit Ihr Kieselstein ERP Server möglichst immer zur Verfügung steht.

Kann Kieselstein ERP in einer DMZ betrieben werden

Ja selbstverständlich. Wichtigste Voraussetzung ist, dass das Tunneling in die DMZ vollständig ist.

So gibt es bei OpenVPN zwei Arten zu Tunneln. Verwenden Sie hier bitte die Einstellung TAP-Device.

Was ist bei einem Austausch des Kieselstein ERP Servers generell zu beachten?

Nach einigen Jahren des Betriebes ist es immer wieder erforderlich den Kieselstein ERP Server durch eine neue Hardware zu ersetzen. Da unser Ziel ist, auch hier einen möglichst zügigen und reibungslosen Übergang zu ermöglichen, eine kurze Beschreibung der Vorgehensweise. Bitte berücksichtigen Sie, dass EDV Betreuer die Übersiedelung Ihres Kieselstein ERP Servers immer wieder unterschätzen und leider davon ausgehen, dass es reicht einige Files zu kopieren.

Dem ist definitiv nicht so, es müssen der Datenbankserver und der Applikationsserver umgezogen / gesiedelt werden. Bei einer guten Vorbereitung kann die Umschaltung in kurzer Zeit durchgeführt werden. Unvorbereitete Umstellungen verursachen Stress und Kosten auf allen Seiten, der nicht notwendig ist. Gehen Sie daher bitte wie folgt vor:

  1. Reservieren Sie mindestens vier Wochen vor der Umstellung die Umstellungsunterstützung bei uns bzw. Ihrem Kieselstein ERP Betreuer.
  2. Planen Sie einen parallel Betrieb der alten und der neuen Hardware.
  3. Stellen Sie uns einen Fernwartungszugang auf die neue Hardware, parallel zum Zugang zur alten Hardware zur Verfügung.
  4. Planen Sie ausreichend Zeit (eine Kalenderwoche) für die Installation von Kieselstein ERP auf der neuen Hardware ein. Damit können wir in aller Ruhe die Installationsarbeiten durchführen. Da oft eine Menge Daten auf die neue Hardware zu transferieren ist, benötigt dies eine gewisse Dauer. Wenn das nebenher gemacht werden kann ist es entsprechend kostengünstiger.
  5. Testen Sie die Funktion von Kieselstein ERP komplett durch, bis hin zur Datensicherung, zum Zugriff auf die täglich erzeugten Sicherungsdateien durch Ihr Datensicherungssystem.
  6. Planen Sie den Tag der Umstellung, stimmen Sie den Termin mit uns und mit ihrem EDV-Verantwortlichen ab. Es müssen alle drei Beteiligten gut Verfügbar sein.
  7. Bei der Durchführung der Umstellung werden die Datenbanken vom Altsystem auf die neue Hardware eingespielt.
    Es müssen die Clientzugriffe entsprechend umgestellt werden, oder es werden die Namen / Adressen zwischen Alt- und Neusystem entsprechend ausgetauscht.
  8. Testen Sie den Zugriff aller Clients auf das neue System. Denken Sie auch an VPN Tunnel, Zeiterfassungsterminals, Browser-Terminals usw.

Bei Berücksichtigung dieser wenigen und einfachen Punkte kann die eigentliche Umstellung meist innerhalb weniger Stunden z.B. an einem Freitag Nachmittag oder sogar an einem Abend durchgeführt werden.

3.8 - laufende Pflege

Laufende Pflege deiner Kieselstein ERP Datenbank.

Wenn dein Kieselstein ERP schon einige Zeit im Einsatz ist, sollten regelmäßig (monatlich / halbjährlich) die Daten bereinigt werden. Diese macht üblicherweise der Datenbank Administrator.

Die SQLs dafür sind: delete from LP_ENTITYLOG;

delete from LP_VERSANDANHANG where VERSANDAUFTRAG_I_ID in (select I_ID from LP_VERSANDAUFTRAG where STATUS_C_NR = ‘Storniert’); delete from LP_VERSANDAUFTRAG where STATUS_C_NR = ‘Storniert’; update LP_VERSANDAUFTRAG set O_MESSAGE = null, O_VERSANDINFO = null where STATUS_C_NR = ‘Erledigt’ and O_INHALT is null;

delete from LP_INSTALLER; – sollte in deiner KIESELSTEIN leer sein.

delete from LP_USERCOUNT where T_ZEITPUNKT < ‘01.01.2020 00:00:00’;

3.9 - Installation Reportgenerator(en)

Installationsbeschreibung zu den Reportgeneratoren, Tipps und Tricks, Return Variablen aus Subreport

Als Reportgeneratoren kommen zwei Versionen zum Einsatz. Einerseits der alte und eigentlich nur mit Java 7 Code lauffähige iReport und der Eclipse basierte Nachfolger Jasperstudio.

Achtung: Jasperstudio ist sehr Resourcen hungrig und leider nicht stabil (alle paar Stunden neu starten) auch das arbeiten mit Subreports ist im Studio nicht wirklich implementiert. Daher verwenden wir gerne auch noch den iReport 5.5.0, trotz des massiven Nachteils, dass er nur mit Java7 Code arbeiten kann.

Für JasperStudio 6.20 oder höher, solltest du ausreichend RAM in deinem Rechner zur Verfügung haben. Unsere Erfahrung, ab 16 GB humpelt es, aber 32GB geht’s halbwegs. https://sourceforge.net/projects/jasperstudio/files/

Installation Jasperstudio

Hinweis: Wenn du Jasperstudio und iReport auf dem gleichen Rechner installieren möchtest, so zuerst Jasper Studio installieren und dann den iReport. Es sollten die jrxml mit dem iReport und die jasper mit dem Studio verlinkt sein.

Die Zusatz-Libs findest du hier und hier

Welcher Reportgenerator muss wo verwendet werden

In den neueren Reports werden auch HelperReport Methoden verwendet, welche nur mit Java 8 compiliert wurden. Wenn diese Methoden verwendet werden, kann nur mehr mit JasperStudio compiliert werden. D.h. wenn beim compilieren Fehlermeldungen wie z.B.
aufscheinen, so muss mit Jasperstudio compiliert werden.

Tipps und Tricks für die Report gestaltenden Consultants

  • Wenn man im Summary Band, den PSQL_Executer.subreport aufruft, muss danach noch ein Feld interpretiert werden, sonst macht der Report nichts. Das ist auch beim Jasper Studio so. Hängt ev. auch an den Eigenschaften in dem der Subreport definiert ist!

Rückgabe von Werten aus den Subreports

Diese Funktion ist gegeben, aber in der Definition der Return-Variablen extrem kritisch.

Der wesentlichste Punkt ist, dass man akzeptieren muss, dass Subreports parallel zum Hauptreport ausgeführt werden. https://community.jaspersoft.com/wiki/how-sum-return-values-multiple-subreport-various-levels

Daher ist z.B. während der Ausführung eines Details (Detail-Bands mit Subreport) nicht sichergestellt, dass die Rückgabevariablen während des Rendering des Details-Bands bereits zur Verfügung stehen. Daher werden auch weiterrechnende Variablen, welche auf Rückgabewerten des Subreports aufbauen, nicht richtig bzw. zu spät interpretiert. Dieses “zu spät” ist offensichtlich auch von so Dingen wie Rechenlast abhängig.

Daher ist folgende Vorgehensweise offensichtlich erforderlich:

  • Hauptreport
    • Variable welche vom Subreport befüllt wird
      • Calculation:
        • System … System bedeutet, es wird der Wert dieser Variablen nicht durch den (Haupt-)Report verändert (aber durch die Parameter Übergabe des Subreports und seiner Calculation-Art)
      • Resettype:
        Resettype Bedeutung Hinweis
        Report für Gesamtsummen unten am Ende der Wert stimmt auch erst im Summary
        Group für Gesamtsummen am Ende der Gruppe der Wert stimmt erst im entsprechenden Group Footer
        None für Zeilensummen im weiteren Detail der Wert stimmt erst im, dem dem Subreport nachfolgenden Detail
      • Wichtig: Wenn Sie, wie z.B. oben drei verschiedene Zwischensummen benötigen, so müssen drei Variablen definiert werden, welche durch die Parameter-Rückgabefunktion des Subreports, in drei Definitionen, befüllt werden.
      • Dass die Datentypen stimmen müssen, ist selbstverständlich.
    • Rückgabeparameter
      • Wichtig: Wenn du im Rückgabeparameter Calculationtyp Sum o.ä. verwenden, so dürfen vom Subreport keine Nullwerte kommen!
      • Interessant: Man kann durchaus zwei Variablen aus dem Subreport im Hauptreport zusammenzählen. D.h. es wird beim Rückgabeparameter die Destination Variable mehrfach angegeben und als Calculationsart SUM verwendet.

Um die vom Subreport erhaltenen Werte zu sehen, muss nach dem Detailband in dem der Subreport ausgeführt wird, ein weiteres Detail-Band eingerichtet werden. In diesem stehen die Werte aus dem Rückgabeparameter, wenn der Resettype der Variablen auf none steht, zur Verfügung.

Sollte man am Ende des Reports einen Subreport mit Return Variable benötigen, so ist der Trick, dass man eine Gruppe mit Bedingung null macht. Diese so reihen, dass sie die äußerste Gruppe ist und den Subreport der die Returnvariable liefert im Gruppenfooter aufruft. Die Variable in der die Returnvariable eingefüllt wird muss auf diese Gruppe gestellt sein. Dann steht im Summary der Wert zur Verfügung. Gegebenenfalls schiebt man das Feld dann über den oberen Rand des Summary hinaus, damit die optische Position “richtig” ist.

Wenn Werte aus dem Subreport in das rufende Report Summary übergeben werden sollten, muss im Hauptreport der Resettype auf Report stehen.

Als Beispiel siehe: rech_warenausgangsjournal_materialeinsatz.jrxml

Trick

Will man im Summary einen Subreport mit Rückgabeparameter aufrufen, so gibt es ja nach dem Summary kein Band mehr, welches noch interpretiert wird. Daher macht man sich eine Gruppe mit Bedingung null und reiht diese als äußerste Gruppe. In den Group Footer gibt man seine Summary Variablen und den Aufruf des Subreports mit der Rückgabevariablen. Die Variable in die der Rückgabewert eingetragen = aufsummiert wird, hat als Rest-Group diese äußerste Gruppe. Im Summary, das ja dann danach kommt, kann man nun auf den Wert zugreifen. Gegebenenfalls schiebt man ein anzudruckendes Feld über den oberen Rand raus. Das ist nur mit der Tastatur möglich. In der Feldeingabe sind negative Werte für Top nicht zulässig. Gegebenenfalls auch direkt im XML ändern.

Welche Parameter stehen immer zur Verfügung

Generell gilt die Regel, dass Fields und Parameter nicht von anderen Reports übernommen werden dürfen. Davon ausgenommen sind folgende Parameter, welche immer an alle Reports angeliefert werden und daher jederzeit nachgetragen werden können.

Parameter Bedeutung kopieren von
P_MANDANT_OBJ Mandantenobjekt mit einer Vielzahl von weiteren Informationen über den Mandanten. Von Mandantennummer bis zum Länderkennzeichen rech_rechnung.jrxml
P_SQLEXEC Aufruf von Datenbank Querys aus dem Report heraus
Muster für Variable siehe fert_fehlteile.jrxml, Variable: LosEndetermin
rech_rechnung.jrxml
P_MODUL interner Name des Moduls zur automatischen Findung der Subreports.
Siehe dazu auch com.lp.util.HelperReport.getSubreportPath
rech_rechnung.jrxml
P_LOGO_IMAGE Logo aus dem Verzeichnis allgemein, also allgemein/logo.png rech_rechnung.jrxml
P_LOGO_SUBREPORT Pfad auf das Verzeichnis mit dem aktuell gültigen Firmenlogo mit allen Sprach und Mandanten Unterverzeichnissen rech_rechnung.jrxml
P_MITLOGO Sollte die Brief-Papier Information (Logo) gedruckt werden oder nicht rech_rechnung.jrxml
REPORT_DIRECTORY Pfad auf das Verzeichnis des aktuellen Reports um z.B. zu Subreports zu finden rech_rechnung.jrxml
REPORT_ROOT_DIRECTORY Pfad auf das Report-Root-Verzeichnis rech_rechnung.jrxml

Arbeiten mit iReport

Es darf ausschließlich iReport 5.5.0 verwendet werden. Alle anderen Versionen haben andere Bugs, die sich teilweise erst nach einiger Zeit zeigen.
Die Vorteile von iReport sind seine Geschwindigkeit und seine Übersichtlichkeit und dass man mit Subreports vernünftig arbeiten kann. Der wesentlichste Nachteil ist, dass iReport nur Java 7 kann und dass neuere Funktionen des Kieselstein-Clients nur mehr unter Java 8 zur Verfügung stehen.

  • Einrichten von iReport

Arbeiten mit Jasper Studio

das liegt leider daran, dass der iReport nur Java 7 kann und der aktuelle Kieselstein Client unter Java 8 läuft.
Daher musste (aktuell ist das ein leider) auf den Nachfolger Jasperstudio 6.20.0 gewechselt werden (https://sourceforge.net/projects/jasperstudio/files/)

ACHTUNG: Jasperstudio 6.20.6 hat andere Property Definitionen (kann mit den Properties am Root nicht umgehen und hat weitere Bugs). Aktuell verwenden wir 6.20.5

Welche Reports müssen mit Jasper Studio bearbeitet werden

und welche können noch im iReport 5.5.0 bearbeitet werden

Arbeiten mit Formularen im iReport / JasperStudio

Report Editor

In Kieselstein ERP wird der iReport für das editieren der mitgelieferten Reports verwendet. Bitte achten Sie darauf die exakt richtige Version des iReports für die Bearbeitung der Formulare zu verwenden.

Nachfolgend Hinweise zu der Arbeitsweise und den Eigenheiten von iReport welche bei der Gestaltung der Reports beachtet werden sollten.

Hinweis: Für das Arbeiten mit iReport sollte mindestens eine Zwei-Tasten Maus zur Verfügung stehen. Eine Bearbeitung der Druckformulare mit nur eine Maustaste (MAC) ist nicht möglich.

Achtung: Wenn Sie Druckformulare selbst bearbeiten wollen, müssen Sie diese als Anwenderreport ablegen, da ansonsten die bearbeiteten Reports bei einem Update der Kieselstein ERP Version gelöscht werden!! Die Hierachie der Verzeichnisstruktur können Sie unter “System -> Druckformulare” entnehmen.

Grundsätzliche Vorgangsweise beim Bearbeiten eines Reports

  1. Wenn nicht vorhanden, ein Verzeichnis für Anwenderreport anlegen, und Originalreports hineinkopieren.
  2. Bei bereits vorhandenem Anwenderreport: Backup des Anwenderreport-Verzeichnis erstellen.
  3. Textfelder (Felder oder Parameter) im iReport anpassen.
  4. Änderung speichern und mit “Build - Compilieren” werden ihre Änderungen im laufenden System übernommen.
  5. Änderung mit Kieselstein ERP Client ansehen (den entsprechenden Report Druck aufrufen).

Feldnamen der Reports

Starten sie das Programm iReport. Gehen Sie auf “Datei -> Öffnen” und laden Sie den entsprechenden Report.

Unter “Ansicht -> Report Felder” und “Ansicht -> Report Parameter” finden Sie die Feldnamen und die Parameter Namen des Report.

“Felder” werden nur im Detailabschnitt des Reports verwendet. Für jede z.B Rechnungsposition wird eine Zeile im Detailabschnitt des Reports gedruckt.  Zugriff auf ein Feld mit dem Namen Gesamtpreis ist über $F{Gesamtpreis} möglich.

“Parameter” sind nur einmal im ganzen Report vorhanden. Zugriff auf einen Parameter mit dem Namen P_KOPFTEXT ist über $P{P_KOPFTEXT} möglich.

Die Namen sind sprechend gewählt z.B im Anwenderreport der Rechnung unter: im Dateiverzeichnis Ihres Kieselstein ERP-Server (…) report/rechnung/anwender/rech_rechnung.jrxml finden Sie den Parameter P_KOPFTEXT, dieser enthält den Kopftext der Rechnung.

Wollen Sie z.B P_KOPFTEXT ändern gehen Sie im Report auf das entsprechende Feld, klicken mit der rechten Maustaste darauf und wählen “Eigenschaften”.

Unter “Textfeld -> Ausdruck für Textfeld” sehen Sie den Wert des Feldes. Wenn Sie unten Rechts auf “Expression Editor öffnen” klicken können Sie leicht verschiedene Felder oder Parameter auswählen und mit “Anwenden” übernehmen.

Unter “Allgemein -> Drucken wenn” wird angegeben, wann der Inhalt des Feldes angedruckt werden soll.  Z.B new Boolean($F{Positionsart}.equals(“Stuecklistenpos”)) gibt an das das Feld nur gedruckt werden soll, wenn der Wert des Feldes Positionsart gleich “Stuecklistenpos” ist.

In Textfeld und Allgemein können Sie einige Konstrukte der Java Programmiersprache verwenden, die Datentypen der Felder und Parameter entsprechen Java Datentypen, weitere Informationen dazu finden Sie in der Java Dokumentation.

Wenn Sie Änderungen durchgeführt haben, gehen Sie auf “Build -> Compilieren” und ihre Änderungen werden im laufenden System übernommen.

Bevor Sie Änderungen machen empfehlen wir ein Backup des Reportverzeichnises zu erstellen, dadurch können fehlerhafte Änderungen zurückgenommen werden.

Weiterführende Dokumentation: Kostenpflichtige iReport Dokumentation zu beziehen unter: http://www.jasperforge.org/sf/wiki/do/viewPage/projects.ireport/wiki/HomePage  iReport Hilfen und Dokumentation sind über Suchmaschine im Internet auffindbar

Dies ist nur eine Kurzanleitung wie iReport mit Kieselstein ERP Drucken eingesetzt werden kann und stellt keine ausführlich iReport Anleitung dar.

Breite der Barcodes:

Die Größe der gedruckten Barcodes richtet sich nach der Größe des definierten Feldes. Der Barcode wird so gedruckt, dass er sowohl von der Breite her, als auch von der Höhe her in die gedachte Umrahmung des Feldes passt. Zugleich wird das für den Barcode erforderliche Strich/Lücken Verhältnis beibehalten.

Anmerkung: Die Angabe erfolgt in 1/72" (Punkt bzw. Dezidot) Für die Umrechnung von Punkten auf mm verwenden Sie als Näherung bitte einen Multiplikator von 0,353. So ergeben 220 Punkte eine Breite von 77,66mm

In der Praxis hat sich bewährt, eine Höhe von 10mm (28Punkte) zu verwenden und die Breite ausreichend Breit zu definieren.

(100/72 = Inch * 25,4 = mm = 1/72*25,4 = 0,35277)

Bitte bedenken Sie, dass ein gut lesbarer Barcode zu anderen Strichen und Kanten einen ausreichenden Abstand haben muss. Als mindest Abstand ist die Breite zweier Zeichen zu empfehlen. 

Bitte bedenken Sie auch, dass Barcodescanner üblicherweise eine maximale Erfassungsbreite von 70mm haben. D.h. mit einem Rand von wenigen Zeichen darf ein Barcode maximal 220Punkte breit sein.

Definition der Barcodetype

Die Definition der Barcodetype wird über den Formulareditor vorgenommen.

Üblicherweise wird der Code 128 verwendet. Bitte beachten Sie dazu auch Drucken von Barcodes.

Welche Parameter können wo verwendet werden.

Alle Parameter sind in den vordefinierten, von uns gepflegten Reports enthalten. Sollten Sie in Ihrem eigenen (Anwender) Report Parameter vermissen, so öffnen Sie bitte den original Report, gehen Sie auf Ansicht, Reportparameter. Hier sehen Sie nun alle definierten Felder, Variablen und Parameter. Sie können den gewünschten Parameter nun mit der rechten Maustaste kopieren, in Ihren eigenen Report wechseln und dort mit rechter Maustaste und Einfügen in Ihre Reportparameterliste aufnehmen.

ACHTUNG: Die Parameter werden nur innerhalb der gleichen Reports unterstützt. Das Einfügen ungültiger Parameter in einen Report kann zum Abbruch des Programms führen.

Drucken des Pageheaders aus dem Summary heraus, wenn im Summary ein Seitenumbruch ist.

Dies ist im Konzept des JasperReports nicht direkt vorgesehen. Als Work Around gehen Sie bitte wie folgt vor:

Definieren Sie eine neue Gruppe mit Namen Summary und als äußerste Gruppe definieren. D.h. sie muss in der Ansicht der Reportgruppen als erstes stehen. Die Summary-Gruppe mit Header Höhe 0 und Footer Höhe 78 anlegen. Die Felder aus dem original Summary in den Footer der (neuen) Summary-Gruppe (=SummaryFooter) verschieben.

Das original Summary auf Höhe 0 setzen.

Anmerkung: Sind in den Detailpositionen Felder mit Höhe 0 enthalten, werden sie beim Einfügen der neuen Gruppe nicht mitverschoben. Diese müssen manuell an die richtige Position gebracht werden, also an die richtigen Position in der richtigen Gruppe per Hand nachziehen. Beispiel: $F{Lerrzeile} im Detail des Rechnungsreports.

Dringende Empfehlung:

Bilder, die auf einem Report ausgedruckt werden sollten, dürfen im Dateinamen keine Leerzeichen enthalten. Der Dateiname sollte nur aus Kleinbuchstaben und _ bestehen. Er darf nur mit Buchstaben beginnen, im weiteren Namen dürfen Ziffern vorkommen, aber nicht an erster Stelle.

Definition der Abmessungen des Reports:

Die Abmessungen eines Reports / eines Formulares, z.B. einer Etiketten können im Reportgenerator unter Ansicht, Reporteigenschaften definiert werden. Definieren Sie hier Abmessungen, Ausrichtungen und Ränder. WICHTIG: Es hat sich bewährt, den Drucker immer im Porträt bzw. Hochformat zu definieren, auch wenn ein Formular verwendet wird, welches Breiter als Hoch ist. Um dies für die Reportvorlage richtig definieren zu können, müssen Sie die Höhe etwas höher als die Breite angeben. Die eigentliche Höhe des Etikettes definieren Sie dann mit der Höhe des Druckbereiches im jeweiligen Druck-Band (Detail, bzw. Title). Siehe dazu auch Etikettendruck.

Wenn Sie die Abmessungen des Reports verringern, so achten Sie bitte unbedingt darauf, dass auch die Höhen der einzelnen Elemente der Dokumentenstruktur (pageHeader, Detail usw.) angepasst werden müssen. Sind diese zu groß erhalten Sie Fehlermeldungen wie:

“1. The detail section, the page and column headers and footers and the margins do not fit the page height.”

Gehen Sie in diesem Falle in die verwendeten Elemente (Bands) und klicken Sie in die Band height. Geben Sie hier einen Wert ein der passt (mm -> DeziDots = mm/0,353) oder höher ist. Beim Verlassen des Feldes wird dieser Wert dann automatisch auf die richtige Höhe gesetzt.

Der Druck des Lieferscheins ist nach unten verschoben

Wenn man ein Feld mit einer bestimmten Höhe aus einem Report löscht, dann bleibt der dafür reservierte Platz bestehen, da dieser über die Bandbreite jenes Bandes bestimmt wird, in dem sich das Feld befindet. Um also den entstehenden Leerraum zu entfernen, der durch das Löschen des Feldes entsteht, muss man die Bandbreite entsprechend anpassen.

Beispiel: Es wird ein Feld “P_BEZEICHNUNG” mit Höhe 24 Pixel aus dem Band “Title” entfernt. In der Folge muss die Bandbreite des Bandes “Title” ebenfalls um 24 Pixel verringert werden.

Seit meiner letzten Änderungen werden die Texte mit Style Informationen gedruckt.

Wird in Ihrem Report ähnliches wie angedruckt, so muss für das jeweilige Textfeld unter Font, Is styled text angehackt sein, damit die Formatierungsinformationen aus den Kommentardateien, aus den Textdateien usw. mit angedruckt werden.

Datenexport aus der Druckvorschau

Damit insbesondere Listen in anderen Programmen weiterverarbeitet werden können, wird dringend empfohlen die Spalten und Zeilen auszurichten. Nur so wird erreicht, dass auch in den exportierten Daten die Spalten untereinander stehen. Es reicht NICHT dies optisch auszurichten. Es muss dies mit den Jasper Werkzeugen, gleiche Breite UND links bzw. rechtsbündig ausgerichtet werden. Auch die Höhen müssen gleich und ausgerichtet sein.

Für den eigentlichen Export verwenden Sie am Besten den CSV Export.

Um die Datei in Excel zu übernehmen benennen Sie nun die Erweiterung der Datei bitte auf .TXT um. Nun mit Excel öffnen, Getrennte Breite, Trennzeichen Komma, Texterkennung “”, markieren Sie nun alle Spalten und Kennzeichnen Sie diese als Text und nun Fertigstellen.

So haben Sie die Daten optimiert importiert.

Drucken von mehrspaltigen Reports z.B. für Etiketten

Mit iReport können auch mehrspaltige Reports definiert werden, so wie sie z.B. für Laseretiketten für Laserdrucker (Zweckform, Herma, …) benötigt werden. Definieren Sie dazu die Eigenschaften des Reports unter Bearbeiten, Reporteigenschaften und klicken Sie auf den Reiter Spalten. Geben Sie hier die gewünschte Anzahl der Spalten ein und definieren Sie auch den benötigten Zwischenraum.

Im eigentliche Report finden Sie nun die angegebenen Spalten angezeigt. Definieren Sie nun die Inhalte der linken Spalte.

Wichtiger Hinweis:

Der Druck von Etiketten auf A4 Vorlagen ist nur für den Ausdruck von einmaligen “Listen” zu empfehlen. Gerade für die Schritte bei denen einzelne Etiketten benötigt werden, z.B. Wareneingang, werden Drucker benötigt, welche diese Einzelnen Etiketten auch ausdrucken können. Das mehrmalige Einlegen von A4-Etiketten hat schon so manchen Laserdrucker ruiniert. Auch diese Formulare sind nur für den einmaligen Durchlauf durch den Laserdrucker gedacht. Wir hatten immer wieder Fälle in denen einzelne Etiketten sich vom Trägermaterial gelöst haben und auf der Trommel des Druckers geklebt sind.

Praktische Kommandos, Bedingungen im iReport

Nachfolgend eine lose Sammlung praktischer Kommandos für den iReport.

  1. Nur Drucken wenn String Leer ist: new Boolean($F{F_POSITION}!=null&&$F{F_POSITION}.trim().length()>0) F_POSITION ist hier der String

  2. new Boolean($F{F_POSITION}!=null&&$F{F_POSITION}.trim().length()>0 && $F{F_POSITIONSART}.equals(“Ident “))

Beachten Sie bitte, dass auch jeder Abschnitt seine Bedingung hat. So sind die Bedingungen für den PageHeader üblicherweise in diesem abgebildet (<$V{IS_CURRENT_PAGE_NOT_ONE}>) und nicht bei jedem einzelnen Feld.

Funktionen die von Kieselstein ERP zusätzlich für die Reportgestaltung im iReport verwendet werden können

Nachfolgend eine Sammlung ergänzender Funktionen für die Verwendung im iReport. Voraussetzung dafür ist, dass das lpclientpc.jar in den Classpath des iReport (siehe Extras, Optionen, Classpath) eingebunden ist.

Alle Funktionen sind in der Klasse com.lp.util.HelperReport gesammelt. Der Aufruf aus iReport entspricht immer dem Muster:

com.lp.util.HelperReport.FUNKTION

  • boolean pruefeObCode39Konform(String sString) Sind in dem String nur Code39 druckbare Zeichen enthalten

  • String wandleUmNachCode39(String input) Ersetzt Umlaute mit deren Entsprechung ohne Umlaut

  • Double time2Double(java.sql.Time time)

  • String ersetzeUmlaute(String input) Wandelt Ö auf Oe usw.

  • String wandleUmNachCode128(String input)

  • String ersetzeUmlauteUndSchneideAb(String input,int maxStellen)

  • String getWochentag(java.util.Locale locale, java.sql.Timestamp tDatum) Liefert den Wochentagsnamen in der jeweiligen Sprache

  • String ganzzahligerBetragInWorten(Integer betrag)

  • Integer getCalendarOfTimestamp(java.sql.Timestamp tTimestamp, Locale locale)

  • String getMonatVonJahrUndWoche(Integer iJahr, Integer iWoche, Locale locale) Liefert den Monatsnamen eines Jahres und einer Kalenderwoche

  • Integer getCalendarWeekOfDate(Date date)

  • Integer getCalendarWeekOfDate(String sDate, Locale locale)

  • Boolean pruefeEndsumme(BigDecimal bdReportNettoValue, BigDecimal bdHvValue, Double dAbweichung, String listeMwstsaetze, Locale reportLocale)

  • String laenderartZweierLaender(String lkzKunde, String lkzBasis, String uidNummer, java.sql.Timestamp tsEUMitglied) Ermittelt die Länderart des Kunden in Bezug auf die Basis (= Mandant)

  • int berechneModulo10(String nummer) ’nummer’ darf nur Ziffern zwischen 0 und 9 enthalten!

  • String berechneModulo10Str(String nummer)

  • Time double2Time(Number zahl)

  • Konvertierung eines Strings in einen anderen Datentyp, ohne Fehlermeldung (Exception): BigDecimal toBigDecimal(String bigDecimal) ; // wandelt nach BigDecimal, in Locale “deAT” BigDecimal toBigDecimal(String bigDecimal, Locale locale) ; // wandelt nach BigDecimal in angegebener Locale

    BigInteger toBigInteger(String bigInteger) ; // wandelt nach BigInteger mit Radix 10 (Dezimalzahlen) BigInteger toBigInteger(String bigInteger, int radix) ; wandelt nach BigInteger mit angegebenen Radix (oktal, hex, ….)

    Integer toInteger(String integer) ; // wandelt nach Integer

    All diesen Funktionen gemeinsam: Bei einem fehlerhaften Format, oder auch null als Parameter wird null anstatt einer Exception zurückgeliefert. Dies muss im Report entsprechend ausgewertet werden. Anwendungsbeispiele: HelperReport.toBigDecimal(“25'100,12”, new Locale(“de”, “CH”)) ; // deCH HelperReport.toBigDecimal(“25.100,12”) ; // deAT HelperReport.toBigDecimal("-25'987.65”) ;

Bei der Komplierung kommt eine ClassNotFoundException Fehlermeldung

Diese Meldung bedeutet, dass der iReport Compiler eine Java Klasse nicht findet. Um die Formulare von Kieselstein ERP mit der gewünschten Funktionalität auszustatten, werden viele Klassen direkt von Kieselstein ERP zur Verfügung gestellt. Dafür muss der Pfad auf den Kieselstein ERP Client mit in den ClassPath des iReport eingebunden werden. Sie finden dies unter Extras, Optionen, Classpath. Geben Sie hier den Pfad auf den aktuellen Kieselstein ERP Client an.

Bitte beachten Sie, dass in der Regel der Kieselstein ERP Client unter … zu finden ist.

Fehlermeldung unsupported version

Kommt beim Compilieren eine Fehlermeldung ähnlich java.lang.UnsupportedClassVersionError: com/lp/util/report/PositionRpt : Unsupported major.minor version 51.0 so bedeutet dies, dass iReport nicht unter Java 7 ausgeführt wird.

Beachten Sie bitte in jedem Falle, dass Sie iReport nur unter Java 7 genutzt werden kann und dass Sie dafür den Client für Java 7 benötigen. Die Clients für Wildfly sind für Java 8 kompiliert. Gegebenenfalls bitten Sie Ihren Kieselstein ERP Betreuer Ihnen einen passenden Client zur Verfügung zu stellen. Gegebenenfalls siehe auch im iReport, Hilfe, Info.

Wichtiger Hinweis:

in den Reports können nur die fields und parameter verwendet werden, welche vom Kieselstein ERP-Server auch angeliefert werden. D.h. wenn Felder bzw. Parameter aus anderen Reports kopiert werden, so haben diese normalerweise nicht die gewünschte Wirkung. Hintergrund: Diese Felder werden über sogenannte Call-Backs vom Application-Server befüllt und wenn diese nicht vorgesehen sind, sind sie eben NULL.

Ausnahmen: Es gibt Parameter die in allen Reports zur Verfügung stehen, aber nicht in allen Reports ausgeführt sind. Diese sind:

  • Mandanten-obj
  • psql-executer
  • logo….
  • report_directory
  • report_root_directory Diese Parameter können jederzeit in einen (Haupt-)Report von einem anderen Report einkopiert werden. Für die Verwendung in Subreports müssen diese selbstverständlich durchgereicht werden.

Was sind Styles?

In iReport können Styles folgendermaßen angelegt werden: Style Bibliothek -> Neuer Style (Symbol). Daraufhin öffnet sich ein Popup, in welchem der neue Style zu definieren ist. Bei Style Name ist ein Name für den aktuellen Style anzugeben, damit man beim Anlegen mehrerer Styles den Überblick behalten kann. Der Standardstyle beinhaltet alle Formatierungen, die ein Feld standardmäßig haben soll, z.B. ist das häufig schwarzer Vordergrund auf weißem Hintergrund. Mit dem Button ‘Hinzufügen’ kann man eine neue Bedingung erstellen, an welche andere Formatierungen geknüpft sind. Z.B. legt man als Bedingung new Boolean ($F{Projektbezeichnung}.contains(“Fehler”))fest, was bedeutet, dass wenn in dem Feld ‘Projektbezeichnung’ das Wort ‘Fehler’ vorkommt, der definierte Style angewendet wird.

Beispiel für einen Style

Anwendung des definierten Styles im Report:

Man wählt in ein oder mehreren Reportfeld-Eigenschaften im Register ‘Allgemein’ unter ‘Style’ den zuvor definierten Style aus.

Worauf ist bei Verwendung von Styles speziell zu achten?

A: Damit die definierten Styles auch angezeigt werden, gibt es folgende Punkte zu beachten:

  • Beim Style in der Style Bibliothek:

    • Es sollten unter ‘Allgemein’ Vorder-, Hintergrundfarbe und Modus definiert sein (Modus nicht undurchsichtig, Standard wäre am Besten)

    • Beim Standardstyle soll ein aussagekräftiger Name definiert werden

  • Beim Report-Feld, auf das der Style angewendet wird (Feld-Eigenschaften):

    • Im Register ‘Allgemein’ ist beim Style der anzuwendende Style auszuwählen

    • Im Register ‘Allgemein’ ist das Feld auf NICHT transparent zu setzen

    • Im Register ‘Alle’ sind die Vorder- und die Hintergrundfarbe zu löschen (Bei Vorder- und Hintergrund rechts daneben das Kreis-Symbol anklicken)

Meine im iReport definierten Feldgrößen passen nicht zu den Ausdrucken

Vermutlich sind die für den Kieselstein ERP Server verfügbaren Fonts (Schriften) nicht identisch mit den von Ihnen beim Design der Reports verwendeten Schriftvorlagen. Gerade bei Linux und MAC-Servern müssen diese aus Lizenzgründen extra installiert werden. Siehe dazu bitte auch auf Ihrer Installations-CD unter Tools/Linux/Fonts.

Bei den Adressetiketten werden nur leere Etiketten gedruckt.

Wie bereits an anderer Stelle angeführt, ist das Ausdrucken von Etiketten eine eigene Wissenschaft, die manchmal unterschätzt wird. Die Thematik ist hier vor allem, dass Druckertreiber nicht immer 100%ig richtig implementiert sind und auch Aufgrund der vielen zu treffenden Einstellungen manchmal etwas vergessen wird.

Hier nun eine lose ergänzte Sammlung von Punkten / Empfehlungen, die für das Etikettendrucken erforderlich sind, die getestet werden sollten, wenn der Etikettendruck nicht wie gewünscht funktioniert:

  • Stellen Sie sicher, dass Sie auf das Etikett / den Etikettendrucker eine Testseite ausdrucken können.

  • Versuchen Sie das Etikett aus einem Textverarbeitungsprogramm zu drucken.

  • Spannen Sie ein großes Blatt Papier ein, wenn möglich und drucken Sie auf dieses.

  • Etiketten Orientierung: Etiketten werden in aller Regel im iReport so definiert, dass sie für den Designer lesbar sind. Oft ist hier die Etikettenbreite größer als die Etikettenhöhe. Dadurch wird im iReport bei Änderungen der Abmessungen die Orientierung automatisch auf Querformat umgeschaltet, was von der Druckrichtung her falsch ist. Um dies zu korrigieren muss in das jrxml File des Reports eingegriffen werden. Ändern Sie hier bei Orientation den Wert von Landscape auf Portrait ab. Speicher Sie die Datei, gehen Sie wieder in den iReport und kompilieren sie die Datei erneut. Nun kann geduckt werden.

  • Ein weißes Blatt, eine leere Etikette wird gedruckt. Um festzustellen woran das Problem liegen könnte, vergrößern Sie das Etikettenformular entsprechend und stellen Sie die Nutzdaten einfach in die Mitte. In aller Regel erhält man nun Informationen wo den eigentlich hingedruckt wird. Oft ist es auch so, dass die Orientation (siehe oben), der Auslöser für dieses Verhalten ist.

  • Bei Verwendung von dedizierten Etikettendruckern, stellen Sie unbedingt in den Druckereigenschaften des Etikettendruckers das eingelegte Etikett ein.

  • Bei Verwendung von CUPS Treibern achten Sie unbedingt darauf, dass die Etikettendefinition im iReport in das Etikett passt. Schon geringe Abweichungen (1 Pixel) führen dazu dass das Etikette gedreht oder gar nicht gedruckt wird.

Ausdrucken aller Bearbeiter Daten

Gerade in Angeboten, aber auch für eine gute Kommunikation mit Ihren Partnern (Kunden und Lieferanten) ist es erwünscht, nicht nur den Namen des Ansprechpartners sondern auch seine ausführlichen Kontaktdaten mit anzudrucken. Dafür steht in den öffentlichen Reportvorlagen eine sogenannte Objectvariable zur Verfügung.

Diese lautet in allen Reports: <P_BEARBEITER>

Um nun z.B. die EMai-Adresses des Bearbeiters anzudrucken muss folgendes Konstrukt unter Textfeld eingegeben werden: <$P{P_BEARBEITER}.getSEmail()>

Wichtig: Damit diese Erweiterungen im iReport kompiliert werden können, muss der Klassenpfad auf das kieselstein-ui-swing.jar / lpclientpc.jar gesetzt werden, welches du üblicherweise unter c:\kieselstein\client\lib\kieselstein-ui-swing.jar findest

Es stehen folgende Werte zur Verfügung:

Typ Methode
java.lang.String getSEmail()
java.lang.String getSMobil()
java.lang.String getSNachname()
java.lang.String getSTelefonDWFirma()
java.lang.String getSTelefonFirma()
java.lang.String getSTitel()
java.lang.String getSVorname()

Ausdrucken aller Positionsinhalte als einzelne Felder

Für manche offizielle Formularvorlagen ist es erwünscht, dass, insbesondere zu Positionierungszwecken die Felder z.B. der Artikelbezeichnungen als jeweils einzelnes Datenfeld zur Verfügung stehen. Um diese Forderung zu erfüllen wird an einige offizielle Reportvorlagen die Objectvariable <F_POSITIONSOBJEKT> übergeben. Um nun z.B. nur die Artikelnummer mithilfe dieser Objectvariabeln zu drucken muss folgendes Konstrukt unter Textfeld eingegeben werden: $F{F_POSITIONSOBJEKT}.getSIdent()

Es stehen in den unten angeführten Vorlagen folgende Variablen zur Verfügung.

Typ Aufruf AF BS AG AB LS RE GS
String getSIdent()
String getSBezeichnung()
String getSZusatzbezeichnung()
String getSZusatzbezeichnung2()
String getSKurzbezeichnung()
String getSPositionsartCNr()
String getSText()
BigDecimal getBdUmrechnungsfaktor()
String getSEinheitBestellung()
String getSArtikelgruppe()
String getSArtikelklasse()
String getSArtikelreferenznr()
String getSArtikelmaterial()
Float getFArtikelmaterialgewicht()
String getSVerkaufsEANNr()
String getSWarenverkehrsnr()
String getSUrsprungsland()
Float getFArtikelgewicht()

Bitte beachten Sie auch die unter Ergebnisklasse Textfeld erforderliche Typ-Definition.

eine andere Sortierung als ursprünglich gewünscht

Um dies zu erreichen fügt man nach der Definition der FieldNames die sogenannten sortField hinzu. Damit werden die Reports in der angegebenen Reihenfolge sortiert. z.B.: <sortField name=“Lagerort”/>
ACHTUNG: Bei Änderungen direkt im XML, welche vom Designer nicht unterstützt werden, direkt aus dem XML heraus speichern und dann erst in den Designer zurückwechseln. XML Kommentar wird NICHT unterstützt, d.h. wieder herausgelöscht.

Das kann man natürlich auch für die Sortierung aus dem Sort-Field nutzen.

3.9.1 - Installation Jasperstudio

Einrichten des Jasperstudio

Für das Arbeiten mit Jasperstudio ist unbedingt folgendes zu beachten:
Ein Arbeiten mit Jasperstudio unter 16GB Ram ist faktisch unmöglich. Auch muss von einer entsprechend leistungsfähigen CPU ausgegangen werden. Idealerweise sind sowohl Programme als auch Reports auf einer SSD Platte verfügbar.

Automatisches Build abschalten

Es ist leider so, dass dieses Build in der Regel die erzeugten Jasper-Dateien zerstört. Daher muss dies unbedingt abgeschaltet werden, bevor die Reports, also die Projekte zugeordnet werden. Es sollte auch das automatische sichern der Report Sources vor dem build / compilieren eingeschaltet sein.
Hauptmenüleiste, Window, Preferences

General, Workspace, Build

Build und Sichern

Kompatibilität zu iReport 5.5.0

Da das Arbeiten, gerade für komplexere Reports mit Subreports und Rückgabewerten im iReport deutlich einfacher ist, ist es sehr praktisch, wenn die XML-Sourcen der Reports kompatibel zu JasperReport 5.5.0 abgespeichert werden. Es steht damit zwar das automatische Fontsizing zur Anpassung an den verfügbaren Platz NICHT zur Verfügung, aber da Schriften unter 6Punkt sowieso als nicht geschrieben gelten, benötige ich diese Funktion nicht.
Kompatibilität

Kennzeichnen für Jasperstudio wird instabil

Wenn das automatische Sichern vor dem Compilieren nicht mehr geht, empfiehlt sich, das Jasper Studio neu zu starten, damit nicht deine Editierarbeit vergebens war.

Installation

herunterladen

https://sourceforge.net/projects/jasperstudio/files/latest/download

Achte darauf immer nur eine Version auf dem Rechner installiert zu haben. Die Version vom 29.5.2023, 6.20.5 scheint etwas weniger Resourcen hungrig zu sein.
ACHTUNG: Jasperstudio 6.20.6 hat andere Property Definitionen (kann mit den Properties am Root nicht umgehen und hat weitere Bugs). Aktuell verwenden wir 6.20.5

2024-03-25 / 6.21.2

Es stehen die Vorgängerversionen nicht mehr zur Verfügung. JasperSoft stellt aktuell die 6.21.2 zur Verfügung.

Diese hat das gleiche Verhalten wie die Version 6.20.6. D.h. sie kann mit den Reports auf dem Root nicht umgehen. D.h. insbesondere bei der Bearbeitung von Report in Netzwerkumgebungen muss mindestens eine zusätzliche Ebene, also ein Ordner angesprochen werden. Sonst werden die Properties nicht ausgelesen.

Die Datei findest du unter https://community.jaspersoft.com/files/file/41-jaspersoft-community-edition/ Für den Download muss du dich entsprechend registrieren.

Hinweis: Auch für die Installation wird nun eine Registrierung verlangt.

einrichten

Die Einrichtung ist so aufgebaut, dass zuerst die Einstellungen im Standard Workspace erzeugt werden und dann in das Report-Verzeichnis verschoben werden. Damit der Jasperstudio das erkennt, ist ein Anlegen, Verschieben, Löschen und re-Importieren erforderlich. Daher die nachfolgende Beschreibung.
Solltest du mehrere Kieselstein-Installationen parallel betreuen, kannst du durch entsprechende Namensvergabe dies komfortable steuern.

Neues Project = Kieselstein anlegen

Project anlegen Variante 2

Nun im Menü Project und dann Project Explorer

Wenn noch kein Projekt angelegt, dann auch hier anlegen im leeren darunter liegenden Feld, Rechtsklick mit der Maus

Project einstellen

  • Rechtsklick auf Projektname (Kieselstein)

Im Einstellungsdialog, Java Build Path, dann der Reiter Libraries und klicke auf Classpath. Nun die weiteren Jars hinzufügen, also Knopf Add External JARs.

Und nun die drei Files hinzufügen

core-3.2.1.jar und javase-3.2.1.jar sind für die Bearbeitung von QR-Codes.
kieselstein-ui-swing.jar für die Verwendung der zahlreichen Helperreport-Methoden.
Die Zusatz-Libs findest du hier und hier
Bitte beachte, dass das aktuell zu deiner Kieselstein ERP Server Version passende ejb.jar verwendet wird. Du findest diese an zwei Stellen:

  • In deinem Kieselstein ERP Client Verzeichnis. Also unter … ?:\kieselstein\client\lib\ejb-0.0.11-51-g63d591ac.jar
  • Es ist diese auch in deinem Kieselstein Deployverzeichnis zu finden. D.h. in der Datei ?:\kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\standalone\deployments\kieselstein-0.0.11-48-g92eacfec.ear kannst du mit einem Unzipper, wir machen dies direkt im Total Commander, rein gehen und findest hier

    die ejb Datei, in der alle von deinem Server unterstützen Helper enthalten sind.

Bitte beachte, dass die hier angeführten Versionsnummern zu deiner Serverinstallation passen müssen.

Verbinden der Reportdateien mit dem Projekt

dafür erneuter Rechtsklick auf den Projektnamen

Nun siehst du wo die Einstellungsdateien liegen. Z.B.

Verschiebe diese nun in dein Kieselstein-ERP-Report-Root-Verzeichnis.

Nun das oben angelegte Projekt löschen
Also erneut rechtsklick auf das Projekt und Delete / löschen

und aus dem Reportverzeichnis wieder importieren

Also erneuter Rechtsklick in das freie Feld im Projekt-Explorer und importieren wählen.

In diesem Import Dialog, wählen General bzw. Allgemein und in dem Ordner den Typ
Existing Project into Workspace.

Hier nun das Reportverzeichnis deines Kieselstein-ERP Servers angeben.

Du findest nun im Projektexplorer unter Kieselstein die gesamten definierten Reports.

ACHTUNG:
Wenn die Reports durch eine andere Quelle, z.B. iReport verändert werden, musst du im jeweiligen Detail (Unter-) Baum mit Rechtsklick die Anzeige aktualisieren. Das auch, wenn nur der Inhalt der Reportdefinition, also das jrxml File geändert wurde.

Hinweis:
Denke daran die Kompatibilität zu iReport 5.0.0 einzustellen.

Tipp:
Die Files bitte immer aus dem Projektbaum des Jasperstudios öffnen und da auf die jrxml Files klicken. Das sind die eigentlichen Sourcen.

Hinweis:

Ist bereits unter einem anderen User eine Jasper Studio Installation vorhanden, so einfach das Jasperstudio starten. Es kommt der Willkommens Schirm. Dann Menü, Window, new Window. Dann im oberen Reiter den Project Explorer auswählen und dann weiter mit rechter Maustaste und Import.

Hinweis mehrere Installationen gleichzeitig warten

Wenn mehrere Kieselstein-Installationen faktisch parallel bearbeitet werden sollten, z.B. für verschiedene Firmen oder für die Testinstallation, so kannst du aus der ersten Installation die oben beschriebenen Dateien bzw. Verzeichnisse in die anderen Reportverzeichnisse kopieren.
WICHTIG: Es sind keine doppelten Projektnamen erlaubt. D.h. es muss nach dem kopieren (und vor dem Importieren) die Datei .project (z.B. ?:\kieselstein\dist\wildfly-12.0.0.Final\server\helium\report.project ) bearbeitet werden. Hier ist der Wert für name entsprechend auf den neuen eindeutigen Projektnamen zu ändern. Danach bitte bei Projekt importieren fortsetzen.
Sollte im Importdialog

das Projekt nicht ausgewählt werden können, so gibt es ein Projekt unter diesem Namen bereits. Also die .project Datei entsprechend bearbeiten.

Wichtig:
In .classpath des Projektes stehen die einzubindenden externen Java-Klassen drinnen. D.h. wenn man gemeinsam ein Report-Verzeichnis verwenden möchte, müssen die externen Java-Klassen auch in den exakt gleichen Verzeichnissen liegen.
Hier hat sich bewährt, die Classpathentry’s in UNC Notierung anzugeben.

D.h. man kann das bin Verzeichnis auch dafür nutzen, diese speziellen Java Libs, zentral bei den Reports mit zu hinterlegen und damit sehr klar das Projekt zur Verfügung zu haben.

noch einstellen

Ich habe für mich noch folgende Einstellungen getroffen

Window, Preferences, Generell, Editors

Prompt to save on close event if still open elsewhere

Window, Preferences, Jaspersoft Studio, Report Designer

  • Abschalten: Automatically exand bands to fit child elements
  • Abschalten: Resize band to accomodate pasted elements

Window, Preferences, Jaspersoft Studio, Report Designer, Rulers And Grid

  • Grid Options, schalte ich generell alles aus, lasse aber Show Rulers an und Ruler Measure Unit auf Centimeter.

Window, Preferences, Jaspersoft Studio, Report Designer, Toolbars

  • Elements Alignment ist sehr praktisch

Window, Preferences, Java, Compiler

Compiler compliance level -> habe ich auf 1.8 gestellt, da derzeit der Server nur in Java 8 compiliert ist

Window, Preferences, General


Alway run in background -> abschalten -> üblicherweise compiliere ich nur den Report, der mich interessiert und nicht laufend alle (was man bei komplexen Programmen dann doch will)

Empfehlung

Ich richte alle Felder im 10 Pixel Raster aus. Nur wenn der Platz extrem begrenzt ist, z.B. bei Etiketten gehe ich ins 5er raster oder wirklich Pixelweise. Das hat sich auch für Formulare, welche nach XLS oder CSV exportiert werden sollten, sehr bewährt

Wichtig

Damit die Einstellungen gespeichert werden können, muss man auf das Programmverzeichnis entsprechende Rechte vergeben “c:\Program Files\Jaspersoft\Jaspersoft Studio-6.20.5”

Fehler beim Compilieren finden

Auf den Tab-Problems, den Report suchen und Doppelklick

Info zu Variablen

Wenn man den Namen einer Variablen ändert, ändert er automatisch alle Verwendungen auch ab. Im iReport hat er das nicht gemacht. Hat beides seine Vorteile.

weitere Einstellungen

Wie werden CSV Daten exportiert. Siehe Window, Preferences, Jaspersoft Studio, Exporters und z.B. CSV Exporter. Hier würde ich als FieldDelimiter \t anstatt Komma versuchen.

3.9.2 - Installation iReport 5.5.0

Einrichten des iReport

Um den iReport mit Kieselstein ERP verwenden zu können, darf ausschließlich die Version 5.5.0 verwendet werden. Diese benötigt selbst wiederum Java 7, welche üblicherweise nicht mehr auf den Rechnern installiert ist.

Wenn du iReport verwenden möchtest, raten wir den iReport nach dem Jasper Studio zu installieren, sodass die Erweiterung .jrxml auf den iReport zeigt und die Erweiterung .jasper auf das Jasper Studio.

Herunterladen von: https://sourceforge.net/projects/ireport/files/iReport/iReport-5.5.0/iReport-5.5.0-windows-installer.exe/download?use_mirror=kumisystems&download=&failedmirror=deac-riga.dl.sourceforge.net

Für das Drucken von QR-Codes benötigst du zusätzlich noch
core-3.2.1.jar
javase-3.2.1.jar
Für alle ehemaligen HELIUM V Anwender, hier muss es auch ein lpclientpc.jar geben, welches noch mit Java 7 compiliert wurde. Dieses ebenfalls unter zusatz_libs zur Verfügung stellen.

Unsere Empfehlung ist, dass du im Verzeichnis c:\Program Files (x86)\Jaspersoft\iReport-5.5.0\ ein weiteres Unterverzeichnis zusatz_libs anlegst in das diese Dateien installiert werden. Diese Dateien müssen in den Classpath (Extras, Optionen, Reiter Classpath) mit aufgenommen werden.

Zusätzlich muss die c:\Program Files (x86)\Jaspersoft\iReport-5.5.0\etc\ireport.conf geändert werden, dass beim Aufruf von iReport 5.5.0 das Java 7 verwendet wird.
Wir legen dies üblicherweise unter c:\Program Files (x86)\Jaspersoft\iReport-5.5.0\jre7 ab.
D.h. hier ist das

jdkhome=“c:\Program Files (x86)\Jaspersoft\iReport-5.5.0\jre7”

zu setzen.
Da das JRE7 in der richtigen Version aktuell schwer zu bekommen ist, haben wir hier eine Version zusammengestellt.

Vor dem ersten Einsatz des iReport solltest du unter Optionen Plugins konfigurieren Check for iReport Updates ausschalten und wichtig unter Optionen, Optionen Register Compiler Reportverzeichnis zum Compilieren verwenden anhaken. Der Haken bei keep.java kann entfernt werden.

Dass du auf das Verzeichnis der Reports ein Schreibrecht haben musst ist selbstverständlich. Bitte beachte auch, dass, falls die Reports auf einem Netzwerk-Share liegen, dieses Share mit ein Laufwerksbuchstaben zugewiesen sein muss. Mit UNC Pfad kommt der iReport nicht zurecht.

daran denken

Um im iReport die Konfigurationen überhaupt speichern zu dürfen, sind Schreibrechte am Verzeichnis erforderlich.

Report Editor

Nachfolgend Hinweise zu der Arbeitsweise und den Eigenheiten von iReport welche bei der Gestaltung der Reports beachtet werden sollten.

Hinweis: Für das Arbeiten mit iReport sollte mindestens eine Zwei-Tasten Maus zur Verfügung stehen. Eine Bearbeitung der Druckformulare mit nur eine Maustaste (MAC) ist nicht möglich.

Achtung: Wenn Sie Druckformulare selbst bearbeiten wollen, müssen Sie diese als Anwenderreport ablegen, da ansonsten die bearbeiteten Reports bei einem Update der Kieselstein ERP Version gelöscht werden!! Die Hierachie der Verzeichnisstruktur siehe Vor dem ersten Einsatz des iReport sollten Sie unter Optionen Plugins konfigurieren Check for iReport Updates ausschalten und ‘‘‘wichtig’’’ unter Optionen, Optionen Register Compiler ‘‘‘Reportverzeichnis zum Compilieren verwenden’’’ anhacken. Der Haken bei keep.java kann entfernt werden.

Das Sie auf das Verzeichnis der Reports ein Schreibrecht haben müssen ist selbstverständlich.

Grundsätzliche Vorgangsweise beim Bearbeiten eines Reports

  1. Wenn nicht vorhanden, ein Verzeichnis für Anwenderreport anlegen, und Originalreports hineinkopieren.
  2. Bei bereits vorhandenem Anwenderreport: Backup des Anwenderreport-Verzeichnis erstellen.
  3. Textfelder (Felder oder Parameter) im iReport anpassen.
  4. Änderung speichern und mit “Build - Compilieren” werden ihre Änderungen im laufenden System übernommen.
  5. Änderung mit Kieselstein ERP Client ansehen (den entsprechenden Report Druck aufrufen).

Feldnamen der Reports

Starten sie das Programm iReport. Gehen Sie auf “Datei -> Öffnen” und laden Sie den entsprechenden Report.

Unter “Ansicht -> Report Felder” und “Ansicht -> Report Parameter” finden Sie die Feldnamen und die Parameter Namen des Report.

“Felder” werden nur im Detailabschnitt des Reports verwendet. Für jede z.B Rechnungsposition wird eine Zeile im Detailabschnitt des Reports gedruckt.  Zugriff auf ein Feld mit dem Namen Gesamtpreis ist über $F{Gesamtpreis} möglich.

“Parameter” sind nur einmal im ganzen Report vorhanden. Zugriff auf einen Parameter mit dem Namen P_KOPFTEXT ist über $P{P_KOPFTEXT} möglich.

Die Namen sind sprechend gewählt z.B im Anwenderreport der Rechnung unter: im Dateiverzeichnis deines Kieselstein ERP Server (…) /server/helium/report/rechnung/anwender/rech_rechnung.jrxml finden Sie den Parameter P_KOPFTEXT, dieser enthält den Kopftext der Rechnung.

Wollen Sie z.B P_KOPFTEXT ändern gehen Sie im Report auf das entsprechende Feld, klicken mit der rechten Maustaste darauf und wählen “Eigenschaften”.

Unter “Textfeld -> Ausdruck für Textfeld” sehen Sie den Wert des Feldes. Wenn Sie unten Rechts auf “Expression Editor öffnen” klicken können Sie leicht verschiedene Felder oder Parameter auswählen und mit “Anwenden” übernehmen.

Unter “Allgemein -> Drucken wenn” wird angegeben, wann der Inhalt des Feldes angedruckt werden soll.  Z.B new Boolean($F{Positionsart}.equals(“Stuecklistenpos”)) gibt an das das Feld nur gedruckt werden soll, wenn der Wert des Feldes Positionsart gleich “Stuecklistenpos” ist.

In Textfeld und Allgemein können Sie einige Konstrukte der Java Programmiersprache verwenden, die Datentypen der Felder und Parameter entsprechen Java Datentypen, weitere Informationen dazu finden Sie in der Java Dokumentation.

Wenn Sie Änderungen durchgeführt haben, gehen Sie auf “Build -> Compilieren” und ihre Änderungen werden im laufenden System übernommen.

Bevor Sie Änderungen machen empfehlen wir ein Backup des Reportverzeichnises zu erstellen, dadurch können fehlerhafte Änderungen zurückgenommen werden.

Weiterführende Dokumentation: Kostenpflichtige iReport Dokumentation zu beziehen unter: http://www.jasperforge.org/sf/wiki/do/viewPage/projects.ireport/wiki/HomePage  iReport Hilfen und Dokumentation sind über Suchmaschine im Internet auffindbar

Dies ist nur eine Kurzanleitung wie iReport mit Kieselstein ERP Drucken eingesetzt werden kann und stellt keine ausführlich iReport Anleitung dar.

Breite der Barcodes:

Die Größe der gedruckten Barcodes richtet sich nach der Größe des definierten Feldes. Der Barcode wird so gedruckt, dass er sowohl von der Breite her, als auch von der Höhe her in die gedachte Umrahmung des Feldes passt. Zugleich wird das für den Barcode erforderliche Strich/Lücken Verhältnis beibehalten.

Anmerkung: Die Angabe erfolgt in 1/72" (Punkt bzw. Dezidot) Für die Umrechnung von Punkten auf mm verwenden Sie als Näherung bitte einen Multiplikator von 0,353. So ergeben 220 Punkte eine Breite von 77,66mm

In der Praxis hat sich bewährt, eine Höhe von 10mm (28Punkte) zu verwenden und die Breite ausreichend Breit zu definieren.

(100/72 = Inch * 25,4 = mm = 1/72*25,4 = 0,35277)

Bitte bedenken Sie, dass ein gut lesbarer Barcode zu anderen Strichen und Kanten einen ausreichenden Abstand haben muss. Als mindest Abstand ist die Breite zweier Zeichen zu empfehlen. 

Bitte bedenken Sie auch, dass Barcodescanner üblicherweise eine maximale Erfassungsbreite von 70mm haben. D.h. mit einem Rand von wenigen Zeichen darf ein Barcode maximal 220Punkte breit sein.

Definition der Barcodetype

Die Definition der Barcodetype wird über den Formulareditor vorgenommen.

Üblicherweise wird der Code 128 oder der QR-Code verwendet. Bitte beachte dazu auch Drucken von Barcodes

Welche Parameter können wo verwendet werden.

Alle Parameter sind in den vordefinierten, von uns gepflegten Reports enthalten. Sollten Sie in Ihrem eigenen (Anwender) Report Parameter vermissen, so öffnen Sie bitte den original Report, gehen Sie auf Ansicht, Reportparameter. Hier sehen Sie nun alle definierten Felder, Variablen und Parameter. Sie können den gewünschten Parameter nun mit der rechten Maustaste kopieren, in Ihren eigenen Report wechseln und dort mit rechter Maustaste und Einfügen in Ihre Reportparameterliste aufnehmen.

ACHTUNG: Die Parameter werden nur innerhalb der gleichen Reports unterstützt. Das Einfügen ungültiger Parameter in einen Report kann zum Abbruch des Programms führen.

Drucken des Pageheaders aus dem Summary heraus, wenn im Summary ein Seitenumbruch ist.

Dies ist im Konzept des JasperReports nicht direkt vorgesehen. Als Work Around gehen Sie bitte wie folgt vor:

Definieren Sie eine neue Gruppe mit Namen Summary und als äußerste Gruppe definieren. D.h. sie muss in der Ansicht der Reportgruppen als erstes stehen. Die Summary-Gruppe mit Header Höhe 0 und Footer Höhe 78 anlegen. Die Felder aus dem original Summary in den Footer der (neuen) Summary-Gruppe (=SummaryFooter) verschieben.

Das original Summary auf Höhe 0 setzen.

Anmerkung: Sind in den Detailpositionen Felder mit Höhe 0 enthalten, werden sie beim Einfügen der neuen Gruppe nicht mitverschoben. Diese müssen manuell an die richtige Position gebracht werden, also an die richtigen Position in der richtigen Gruppe per Hand nachziehen. Beispiel: $F{Lerrzeile} im Detail des Rechnungsreports.

Dringende Empfehlung:

Bilder, die auf einem Report ausgedruckt werden sollten, dürfen im Dateinamen keine Leerzeichen enthalten. Der Dateiname sollte nur aus Kleinbuchstaben und _ bestehen. Er darf nur mit Buchstaben beginnen, im weiteren Namen dürfen Ziffern vorkommen, aber nicht an erster Stelle.

Definition der Abmessungen des Reports:

Die Abmessungen eines Reports / eines Formulares, z.B. einer Etiketten können im Reportgenerator unter Ansicht, Reporteigenschaften definiert werden. Definieren Sie hier Abmessungen, Ausrichtungen und Ränder. WICHTIG: Es hat sich bewährt, den Drucker immer im Porträt bzw. Hochformat zu definieren, auch wenn ein Formular verwendet wird, welches Breiter als Hoch ist. Um dies für die Reportvorlage richtig definieren zu können, müssen Sie die Höhe etwas höher als die Breite angeben. Die eigentliche Höhe des Etikettes definieren Sie dann mit der Höhe des Druckbereiches im jeweiligen Druck-Band (Detail, bzw. Title). Siehe dazu auch Etikettendruck.

Wenn Sie die Abmessungen des Reports verringern, so achten Sie bitte unbedingt darauf, dass auch die Höhen der einzelnen Elemente der Dokumentenstruktur (pageHeader, Detail usw.) angepasst werden müssen. Sind diese zu groß erhalten Sie Fehlermeldungen wie:

“1. The detail section, the page and column headers and footers and the margins do not fit the page height.”

Gehen Sie in diesem Falle in die verwendeten Elemente (Bands) und klicken Sie in die Band height. Geben Sie hier einen Wert ein der passt (mm -> DeziDots = mm/0,353) oder höher ist. Beim Verlassen des Feldes wird dieser Wert dann automatisch auf die richtige Höhe gesetzt.

Der Druck des Lieferscheins ist nach unten verschoben

Wenn man ein Feld mit einer bestimmten Höhe aus einem Report löscht, dann bleibt der dafür reservierte Platz bestehen, da dieser über die Bandbreite jenes Bandes bestimmt wird, in dem sich das Feld befindet. Um also den entstehenden Leerraum zu entfernen, der durch das Löschen des Feldes entsteht, muss man die Bandbreite entsprechend anpassen.

Beispiel: Es wird ein Feld “P_BEZEICHNUNG” mit Höhe 24 Pixel aus dem Band “Title” entfernt. In der Folge muss die Bandbreite des Bandes “Title” ebenfalls um 24 Pixel verringert werden.

Seit meiner letzten Änderungen werden die Texte mit Style Informationen gedruckt.

Wird in Ihrem Report ähnliches wie angedruckt, so muss für das jeweilige Textfeld unter Font, Is styled text angehackt sein, damit die Formatierungsinformationen aus den Kommentardateien, aus den Textdateien usw. mit angedruckt werden.

Datenexport aus der Druckvorschau

Damit insbesondere Listen in anderen Programmen weiterverarbeitet werden können, wird dringend empfohlen die Spalten und Zeilen auszurichten. Nur so wird erreicht, dass auch in den exportierten Daten die Spalten untereinander stehen. Es reicht NICHT dies optisch auszurichten. Es muss dies mit den Jasper Werkzeugen, gleiche Breite UND links bzw. rechtsbündig ausgerichtet werden. Auch die Höhen müssen gleich und ausgerichtet sein.

Für den eigentlichen Export verwenden Sie am Besten den CSV Export.

Um die Datei in Excel zu übernehmen benennen Sie nun die Erweiterung der Datei bitte auf .TXT um. Nun mit Excel öffnen, Getrennte Breite, Trennzeichen Komma, Texterkennung “”, markieren Sie nun alle Spalten und Kennzeichnen Sie diese als Text und nun Fertigstellen.

So haben Sie die Daten optimiert importiert.

Drucken von mehrspaltigen Reports z.B. für Etiketten

Mit iReport können auch mehrspaltige Reports definiert werden, so wie sie z.B. für Laseretiketten für Laserdrucker (Zweckform, Herma, …) benötigt werden. Definieren Sie dazu die Eigenschaften des Reports unter Bearbeiten, Reporteigenschaften und klicken Sie auf den Reiter Spalten. Geben Sie hier die gewünschte Anzahl der Spalten ein und definieren Sie auch den benötigten Zwischenraum.

Im eigentliche Report finden Sie nun die angegebenen Spalten angezeigt. Definieren Sie nun die Inhalte der linken Spalte.

Wichtiger Hinweis:

Der Druck von Etiketten auf A4 Vorlagen ist nur für den Ausdruck von einmaligen “Listen” zu empfehlen. Gerade für die Schritte bei denen einzelne Etiketten benötigt werden, z.B. Wareneingang, werden Drucker benötigt, welche diese Einzelnen Etiketten auch ausdrucken können. Das mehrmalige Einlegen von A4-Etiketten hat schon so manchen Laserdrucker ruiniert. Auch diese Formulare sind nur für den einmaligen Durchlauf durch den Laserdrucker gedacht. Wir hatten immer wieder Fälle in denen einzelne Etiketten sich vom Trägermaterial gelöst haben und auf der Trommel des Druckers geklebt sind.

Praktische Kommandos, Bedingungen im iReport

Nachfolgend eine lose Sammlung praktischer Kommandos für den iReport.

  1. Nur Drucken wenn String Leer ist: new Boolean($F{F_POSITION}!=null&&$F{F_POSITION}.trim().length()>0) F_POSITION ist hier der String

  2. new Boolean($F{F_POSITION}!=null&&$F{F_POSITION}.trim().length()>0 && $F{F_POSITIONSART}.equals(“Ident “))

Beachten Sie bitte, dass auch jeder Abschnitt seine Bedingung hat. So sind die Bedingungen für den PageHeader üblicherweise in diesem abgebildet (<$V{IS_CURRENT_PAGE_NOT_ONE}>) und nicht bei jedem einzelnen Feld.

Funktionen die von Kieselstein ERP zusätzlich für die Reportgestaltung im iReport verwendet werden können

Nachfolgend eine Sammlung ergänzender Funktionen für die Verwendung im iReport. Voraussetzung dafür ist, dass das lpclientpc.jar in den Classpath des iReport (siehe Extras, Optionen, Classpath) eingebunden ist.

Alle Funktionen sind in der Klasse com.lp.util.HelperReport gesammelt. Der Aufruf aus iReport entspricht immer dem Muster:

com.lp.util.HelperReport.FUNKTION

  • boolean pruefeObCode39Konform(String sString) Sind in dem String nur Code39 druckbare Zeichen enthalten

  • String wandleUmNachCode39(String input) Ersetzt Umlaute mit deren Entsprechung ohne Umlaut

  • Double time2Double(java.sql.Time time)

  • String ersetzeUmlaute(String input) Wandelt Ö auf Oe usw.

  • String wandleUmNachCode128(String input)

  • String ersetzeUmlauteUndSchneideAb(String input,int maxStellen)

  • String getWochentag(java.util.Locale locale, java.sql.Timestamp tDatum) Liefert den Wochentagsnamen in der jeweiligen Sprache

  • String ganzzahligerBetragInWorten(Integer betrag)

  • Integer getCalendarOfTimestamp(java.sql.Timestamp tTimestamp, Locale locale)

  • String getMonatVonJahrUndWoche(Integer iJahr, Integer iWoche, Locale locale) Liefert den Monatsnamen eines Jahres und einer Kalenderwoche

  • Integer getCalendarWeekOfDate(Date date)

  • Integer getCalendarWeekOfDate(String sDate, Locale locale)

  • Boolean pruefeEndsumme(BigDecimal bdReportNettoValue, BigDecimal bdHvValue, Double dAbweichung, String listeMwstsaetze, Locale reportLocale)

  • String laenderartZweierLaender(String lkzKunde, String lkzBasis, String uidNummer, java.sql.Timestamp tsEUMitglied) Ermittelt die Länderart des Kunden in Bezug auf die Basis (= Mandant)

  • int berechneModulo10(String nummer) ’nummer’ darf nur Ziffern zwischen 0 und 9 enthalten!

  • String berechneModulo10Str(String nummer)

  • Time double2Time(Number zahl)

  • Konvertierung eines Strings in einen anderen Datentyp, ohne Fehlermeldung (Exception): BigDecimal toBigDecimal(String bigDecimal) ; // wandelt nach BigDecimal, in Locale “deAT” BigDecimal toBigDecimal(String bigDecimal, Locale locale) ; // wandelt nach BigDecimal in angegebener Locale

    BigInteger toBigInteger(String bigInteger) ; // wandelt nach BigInteger mit Radix 10 (Dezimalzahlen) BigInteger toBigInteger(String bigInteger, int radix) ; wandelt nach BigInteger mit angegebenen Radix (oktal, hex, ….)

    Integer toInteger(String integer) ; // wandelt nach Integer

    All diesen Funktionen gemeinsam: Bei einem fehlerhaften Format, oder auch null als Parameter wird null anstatt einer Exception zurückgeliefert. Dies muss im Report entsprechend ausgewertet werden. Anwendungsbeispiele: HelperReport.toBigDecimal(“25'100,12”, new Locale(“de”, “CH”)) ; // deCH HelperReport.toBigDecimal(“25.100,12”) ; // deAT HelperReport.toBigDecimal("-25'987.65”) ;

Bei der Komplierung kommt eine ClassNotFoundException Fehlermeldung

Diese Meldung bedeutet, dass der iReport Compiler eine Java Klasse nicht findet. Um die Formulare von Kieselstein ERP mit der gewünschten Funktionalität auszustatten, werden viele Klassen direkt von Kieselstein ERP zur Verfügung gestellt. Dafür muss der Pfad auf den Kieselstein ERP Client mit in den ClassPath des iReport eingebunden werden. Sie finden dies unter Extras, Optionen, Classpath. Geben Sie hier den Pfad auf den aktuellen Kieselstein ERP Client an.

Fehlermeldung unsupported version

Kommt beim Compilieren eine Fehlermeldung ähnlich java.lang.UnsupportedClassVersionError: com/lp/util/report/PositionRpt : Unsupported major.minor version 51.0 so bedeutet dies, dass iReport nicht unter Java 7 ausgeführt wird.

Beachten Sie bitte in jedem Falle, dass Sie iReport nur unter Java 7 genutzt werden kann und dass Sie dafür den Client für Java 7 benötigen. Die Clients für Kieselstein ERP sind für Java 8 kompiliert, was bedeutet dass für Anwender die nur Kieselstein ERP verwenden, das JasperStudio eingesetzt werden muss. Die Arbeitsweise ist sehr ähnlich.

3.9.2.1 - Rückwärts-Kompatibilität Jasperstudio -> iReport 5.5.0

Rückwärts Kompatibilität des iReport <-> Jasper Studio

Es kommt immer wieder vor, dass Reports im Jasperstudio ohne Berücksichtigung der Rückwärtskompatibilität bearbeitet wurden.

Wenn man nun, aus den verschiedensten Gründen, als Report-Designer dann doch den alten iReport verwenden möchte / muss, so sind uns bisher folgende Punkte aufgefallen, die über einen Texteditor im jrxml File geändert werden müssen.

  1. Änderungen

    • das Feld textAdjust=“StretchHeight” aus JasperStudio muss in iReport isStretchWithOverflow=“true” heissen.
      Wichtig: Wurde die Rückwärtsübersetzung nicht durchgeführt, geht die Information verloren und damit wurde eventuell der Report teilweise unbrauchbar, da nicht mehr die gesamte Information angedruckt wird.
  2. Verschiedene Barcode Komponenten die über JasperStudio eingefügt wurden, kann der iReport nicht mehr interpretieren. D.h. diese im JasperStudio aus dem XML entfernen und “nur” abspeichern. Dann kann der Report wieder im iReport geöffnet werden.

Beim Öffnen im iReport erscheint z.B. die Fehlermeldung:

Man findet im Report.jrxml

Diesen Block komplett entfernen und durch ein iReport Element ersetzen. In diesem Falle ist es ein DataMatrix Barcode, welcher in seiner Definition im iReport anders ist, da andere Lib’s verwendet werden.

Zusatznotiz zum DataMatrix Code.
In den freien Lib’s ist bei Dateninhalten mit drei oder mehr * (Sternchen) ein Bug enthalten, der den Code für die Scanner nicht lesbar macht. Dies ist derzeit (2024) nur durch Kauflizenzen der Barcodelibrary behebbar. Daher unser Rat -> QR-Code verwenden.

3.9.3 - Formulare bearbeiten

Formulare bearbeiten

Wie in der Bearbeitung von Formularen vorgehen

Bereiche eines Formulares

Es hat sich bewährt, die Bereiche, welche Bands genannt werden, die nicht benötigt werden, mit löschen zu entfernen. Die üblichen Standardbereiche (z.B. Summary) erscheinen dann in Grau und können jederzeit wieder aktiviert werden.

Title

Daten die vom Kieselstein-ERP Server angeliefert werden

Parameter

Fields

Variablen

Empfehlungen zum Bearbeiten

wo findet man im Jasperstudio was?

Seiteneigenschaften:

  • Report anklicken, rechte Maus
    • Show Properties
    • dann im rechten Eingabedialog, rechts unten Edit Page Format
    • hier kann auch die Darstellung der Feldeinheiten (Pixel, mm) eingerichtet werden.

wie findet man Parameter / Field - Namen?

Manchmal kommt es vor, dass man einfach den Namen des Parameters / des Feldes nicht findet (weil schon 100-Mal überlesen). Dafür einfach in den Reiter Source gehen und hier nach Teilen des erwarteten Namens suchen. Meist wird es dann klar, wie der Name genau lautet.

kann man Parameter / Fields von einem zum anderen Report kopieren ?

Nein!
Da die Werte / Inhalte der Parameter / Fields über sogenannte Call-Back abgerufen werden, werden vom Kieselstein ERP Server nur die Inhalte angeliefert, die auch tatsächlich programmtechnisch vorgesehen sind.

In allen Hauptreports stehen folgende Parameter zur Verfügung, auch wenn sie nicht in den Formularen ausgeführt sind (historisch bedingt).

  • REPORT_DIRECTORY
  • REPORT_ROOT_DIRECTORY
  • P_LOGO_IMAGE
  • P_MANDANT_OBJ
  • P_SUBDIRECTORY
  • P_MODUL
  • P_SQLEXEC
    • P_SQLEXEC.execute(QueryString mit einem Rückgabewert)
    • P_SQLEXEC.executes(QueryString mit einem Array von Rückgabewerten)
      Als Beispiel siehe pers_benutzerstatistik.jrxml, Variable MaxAB_Pos_1
    • P_SQLEXEC.subreport(QueryString mit Rückgabewert(en) die wiederum in einem Subreport verwendet werden können)

kann man Formulare kopieren?

Das kommt darauf an!

Will man eine Reportvariante erstellen, so muss immer vom Original Formular ausgegangen werden. Die meisten Fehler passieren, wenn man unterschiedliche Formulare, die optisch gleich sind, übertragen möchte.

Ein Beispiel:
Das Los Ablieferetikett wurde schön gestaltet, es funktioniert alles. In diesem konkreten Falle wurde auch die Referenznummer der Stückliste mitgedruckt.

Nun bestand auch der Wunsch, dass das Losetikett gleich aussehen sollte, einziger Unterschied, die Chargennummer kommt aus dem Kommentar.
Nun wurde einfach das Ablieferetikett kopiert und als Losetikett definiert. Ging eigentlich ganz gut, nur die Referenznummer wurde nicht gedruckt.
Hintergrund: Die Fields und Parameter sind leider, aus den verschiedensten Gründen nicht immer gleich benannt. Daher findet der Callback das Field, den Parameter nicht und somit kann es nicht funktionieren.

Um nun, gerade bei Etiketten diese effizient vom einen Formular zum anderen zu Übertragen hat sich folgende Arbeitsweise bewährt:

  • kopieren der neuen Ziel-Etikette auf den gewünschten Namen (alles klein, keine Umlaute nur Underline)
  • öffnen der optisch zu kopierenden Etikette und der Zieletikette im Reportgenerator
  • verschieben der original Felder in der Zieletiketten z.B. rechts raus, damit im eigentlichen Feld Platz wird.
  • Kopieren aller Felder in die Zieletikette
  • üblicherweise sind die Felder um 10x10Pixel nach rechts unten verschoben. Also mit Strg+Cursor nach oben und nach links an die richtige Stelle schieben
  • speichern
  • die Größe der Zieletikette anpassen
  • die Felder / Parameter auf die richtigen Namen unbenennen
  • die überzähligen Felder löschen
  • compilieren. Hat man vergessen ein Feld umzubenennen kommt ein entsprechender Fehler.

was bedeuten die gelben Rufzeichen?


in “alten” Reports werden für sehr viele Felder diese Ausrufezeichen angezeigt. Diese bedeuten generell, dass mit diesem Feld irgendwas nicht stimmt. Da man beim normalen Arbeiten diese Information benötigt, sollten die “falschen” Fehler / Warnungen entfernt werden.

Fährt man mit der Maus auf das Ausrufezeichen, so sieht man eine genauere Fehlermeldung.
Das bedeutet nun, dass man, um diesen Hinweis wegzubekommen, die PDF Font Namen aus dem Source entfernen muss. Also:

  • auf den Reiter Source klicken
  • Strg+F (Finden und Ersetzen) und PDFFontName eingeben
  • damit findet man den ersten Eintrag von
  • diesen durch nichts (leer) im gesamten XML ersetzen
  • üblicherweise sind pdfFontName=“Helvetica” und pdfFontName=“Helvetica-Bold” verwendet. Diese alle entfernen. Damit sind die Warnungen bzgl. PdfFontName weg und die Rufzeichen haben wieder ihre übliche Bedeutung.

Sammlung von praktischen Sonderzeichen

Sonderzeichen Bedeutung
Interpunktion
· Middle Dot
ok Häckchen, ACHTUNG: Anzeige im Browser geht so nicht.
Ø Durchmesserzeichen, Alt+0216
Siehe dazu auch https://wiki.selfhtml.org/wiki/Zeichenreferenz oder auch https://seo-summary.de/html-sonderzeichen/

Für Sonderzeichen in den message-dateien (Sprachübersetzungen) müssen die Unicodezeichen verwendet werden. Eine Definition ist in den jeweiligen Sprachen enthalten, siehe aber auch z.B. https://symbl.cc/de/unicode/table/.

3.9.4 - Farbdefinitionen

Bewährte Farbdefinitionen

Bei der Erstellung von Formularen / Reports ist auch immer die Frage, wie kann man besondere Felder hervorheben. Hier ist mit zu bedenken, dass diese “Farben” auch auf monochromen (SW/WS) Druckern funktionieren sollten.

Gerade für den Druck von Hintergrund Farben hat sich bewährt Pastellfarben zu verwenden.

Ich habe hier einige von mir gerne verwendeten Farbkombinationen zusammen getragen.

Farbdefinitionen für Reports für das Kieselstein ERP-System

Kieselsteinfarben

Benennung [R,G,B] Farben
Standard [21,114,138]
hell [33,179,203]
sehr hell [143,207,218]

Kieselstein Farben der Belegkopfdaten

Benennung [R,G,B] Farben
Hintergrund [199,231,237]
Trennlinie [171,219,227]

Hintergrund Farben = Regenbogenfarben in Pasteltönen

Benennung [R,G,B] Farben
rot [247,171,173]
orange [254,214,165]
gelb [250,246,183]
grün [206,229,183]
hellblau [169,222,236]
dunkelblau [165,193,230]
violett [235,200,222]

weitere gern verwendete Farben

Benennung [R,G,B] Farben
hellgrau [204,204,204] (Zebra)
orange [255,161,50] (Sonntag)
mittleres orange [255,184,101]
helles orange [255,207,152] (Samstag)
blau [88,193,218]
mittleres blau 142,208,228] (Feiertag)
helles blau [177,224,234]
sekundärfarbe [4,111,159]
helles grün [51,255,0]
helles hintergrund rot [255,153,153]

3.9.5 - Formelsammlung

Eine Sammlung von nützlichen Formeln für den Reportgenerator

Die Beschreibung der Helper wurde aus allgemein\muster_qr_code.jrxml entnommen.

iReport = Java 7

Kalenderwoche aus Timestamp errechnen

und das immer für die vorige Woche, als vom Stichtag = Timestamp den Wochentag abzuziehen um auf den Sonntag davor zu kommen

com.lp.util.HelperReport.berechneKWJahr( new java.sql.Date( $P{P_STICHTAG}.getTime() - $P{P_STICHTAG}.getDay()*1000*3600*24 ) )

SQL Abfragen für einen Return-Wert

  • $P{P_SQLEXEC}.execute( SQL Query String)

Werte aus der Datenbank

  • Bigint aus DB = Long im Jasper Report
  • sum() aus der DB liefert immer BigDecimal

Strings in Zahlen wandeln

  • com.lp.util.HelperReport.toBigDecimal (String bigDecimal, Locale stringLocale) mit und ohne Local
  • com.lp.util.HelperReport.toInteger(String integer)

Datum aus Date/Timestamp

$V{LosEnde}.toLocaleString().substring(6,10)+"-"+
$V{LosEnde}.toLocaleString().substring(3,5)+"-"+
$V{LosEnde}.toLocaleString().substring(0,2)
/* $V{LosEnde}.toLocaleString() liefert DD.MM.JJJJ */

ACHTUNG: Liefert das Datum in Abhängigkeit des Report-Locales. Also bei italienisch die italienische Schreibweise (8-nov-2023), welche für SQL Abfragen dann nicht verwendbar ist. Für SQL Abfragen daher z.B. (new SimpleDateFormat(“yyyy-MM-dd”, Locale.GERMAN)).format($V{Datum}) verwenden. Siehe auch.

Datum in String konvertieren

  • (new SimpleDateFormat(“dd.MM.yyyy”, Locale.GERMAN)).format($P{P_ANGEBOTSGUELTIGKEIT}) Locale.ENGLISH
  • bei den Schreibweisen auf 24Std 12Std achten, für Kalenderwoche auch auf die Java Definitionen (siehe Erfolgsrechnung bzw. Link oben)

Mögliche Beispiele:

  • (new SimpleDateFormat(“yyyy-MM-dd”, Locale.GERMAN)).format($V{DiesesMonat})+" 00:00:00"
  • (new SimpleDateFormat(“yyyy-MM-dd HH:mm:ss”, Locale.GERMAN)).format($F{Von})
  • (new SimpleDateFormat(“dd.MM.yyyy”, Locale.GERMAN)).format($V{V_HEUTE}) – im in deutsch lesbaren Format

String in Datum konvertieren

  • Wichtig Datum muss im Stringformat dd.MM.yyyy übergeben werden
    com.lp.util.Helper.parseString2Date($F{F_REALISIERUNGSTERMIN})

Zahlen in String konvertieren

  • String.format("%05d", $F{F_ARBEITSGANG})
    nur für integer

BigDecimal to String

String.format("%05.4f" , $V{Rabatt}.doubleValue()*100).replace(",",".")

Je nachdem was man damit machen muss, es kommt der String im default Locale, also ev. noch die Dezimaltrenner usw. bearbeiten.

Time in Double konvertieren

Manchmal muss man aus der Datenbank eine Time, z.B. die Sollzeit eines Zeitmodelles, in ein Double konvertieren um damit weiterrechnen zu können.

$V{U_Sollzeit} == null ? 0.00 : ((new Double($V{U_Sollzeit}.getTime())).doubleValue() / 1000 / 3600 ) +1.0

Gerade oder ungerade

für ein int

$V{KW_int}.intValue()%2 == 0 ? ist eine gerade Zahl

für ein double

xxx.doubleValue()%2 == 0 ? ist eine gerade Zahl

Fremdsprachige Installationen

Bei fremdsprachigen Installationen, z.B. Konzernsprache in Englisch, müssen bereits die default Reports in der Mandantensprache, z.B. Englisch sein.
D.h. unter z.B. report/auftrag/anwender/ müssen bereits die englischsprachigen Reports für den Auftrag sein. Sollte dann ein Kunde eine deutsche AB benötigen, ist diese unter 001/de zu hinterlegen.

Zugriff auf die Bezeichnung der intelligenten Zwischensumme

Da die intelligente Zwischensumme hierarchiefähig ist, ist der eigentliche Feldinhalt ein String[Array]. Das bedeutet, will man nun auf den Inhalt zugreifen, so muss das Array-Element angegeben werden. So erhält man z.B. mit $F{F_ZWSTEXTE}[0] eben die Bezeichnung der ersten Zeile des Textes der intelligenten Zwischensumme.

Timestamp / Datum formatieren

von ist ein Timestamp (new SimpleDateFormat(“HH:mm”, Locale.GERMAN)).format($F{Von}.getTime())

jetzt als String

new SimpleDateFormat(“yyyy-MM-dd HH:mm:ss”).format(new java.util.Date())

zwei Timestamps nur das Datum vergleichen

https://tableplus.com/blog/2018/07/postgresql-how-to-extract-date-from-timestamp.html

To extract a date (yyyy-mm-dd) from a timestamp value For example, you want to extract from ‘2018-07-25 10:30:30’ to ‘2018-07-25’

  1. Extract from a timestamp column: Use date() function: SELECT DATE(column_name) FROM table_name;
  2. Extract date from a specific timestamp value: Cast the timestamp to a date by adding ::date suffix: SELECT ‘2018-07-25 10:30:30’::TIMESTAMP::DATE; Or combine date() and substring() function: SELECT DATE(SUBSTRING(‘2018-07-25 10:30:30’ FROM 1 FOR 10));

im Query mit Monaten rechnen

(t_letztewartung+(i_wartungsintervall * ‘1 month’::INTERVAL))

eine weitere interessante Variante ist

(start_date + (duration || ’ month’)::INTERVAL) < ‘2010-05-12’
siehe https://stackoverflow.com/questions/5909363/calculating-a-date-in-postgres-by-adding-months

einen Subreport mit Tagen

com.lp.util.HelperReport.getSubreportKalendertage(
$P{P_VON},
$P{P_BIS},
$P{P_MANDANT_OBJ}.getTheClientDto())

Liefert einen Subreport mit Datum, Feiertag und Sollzeit (in Stunden) des Firmenzeitmodells
Beispiel siehe: proj_projekt_journal_offene_gantt_zeitachse.jrxml

Query um eine Summe der jüngsten 10 Mengen zu erhalten

Der Trick liegt hier darin, dass man sich mit einem Select (dem inneren) die Werte holt, den man dann mit einem zweiten Select (dem äußeren) aufsummiert. Man könnte auch sagen, dass man damit einen zweistufigen Select macht. Also z.B. für die Aufträge:

select sum(n_menge) from (
select n_menge from auft_auftragposition
inner join auft_auftrag on auft_auftrag.i_id=auft_auftragposition.auftrag_i_id
where artikel_i_id in (select i_id from ww_artikel where c_nr like ‘ABC%’)
order by auft_auftrag.t_belegdatum desc
limit 10) as foo;

Für diverse SQL Querys

Siehe https://www.postgresql.org/docs/current/functions-formatting.html alleine schon das SQL kann jede Menge

X_TEXT direkt aus der Datenbank holen

Nachdem im Jasper üblicherweise mit Strings (und nicht mit String-Objekten) gearbeitet wird, aber in der Datenbank auch lange / große X_Texte abgelegt sind, müssen diese mittels CAST aus der Datenbank geholt werden. Z.B. für die Bemerkung aus einer Kostenstelle.

$P{P_SQLEXEC}.execute( “select CAST(X_BEMERKUNG as VARCHAR(3000)) from LP_KOSTENSTELLE where C_NR = ‘10’;” )

Abfrage mit locale

Um das locale in den Querys verwenden zu können:
{REPORT_LOCALE}.toString().replace("_","")

z.B. Übersetzung der Bezeichnung der Mengeneinheiten

$P{P_SQLEXEC}.execute( “select c_bez from lp_einheitspr where einheit_c_nr=’"+$P{P_EINHEIT}+”’ and locale_c_nr=’"+$P{REPORT_LOCALE}.toString().replace("_","")+"’;" )

Datenreihen mit Datum generieren

Für PostgresQL (MS-SQL ist anderes und wird, da nicht OpenSource, von Kieselstein ERP nicht verwendet).

Tage zwischen Datumsbereich:

SELECT day::date
FROM generate_series(timestamp ‘2023-03-01’, timestamp ‘2023-03-31’, interval ‘1 day’) day;
Ergebnis:

“2023-03-01”
“2023-03-02”
“2023-03-03”

“2023-03-28”
“2023-03-29”
“2023-03-30”
“2023-03-31”

Stunden für Zeitbereich:

SELECT day::timestamp
FROM generate_series(timestamp ‘2023-03-01 12:00’, timestamp ‘2023-03-02 18:00’, interval ‘1 hour’) day;
“2023-03-01 18:00:00”
“2023-03-01 19:00:00”

“2023-03-02 09:00:00”
“2023-03-02 10:00:00”

1. Tag im Monat:

SELECT date ‘2023-03-01’ + interval ‘1’ month * s.a AS date
FROM generate_series(0,3,1) AS s(a);
Ergebnis:
“2023-03-01 00:00:00”
“2023-04-01 00:00:00”
“2023-05-01 00:00:00”

Raufzählen

SELECT * FROM generate_series(1,3);

Ergebnis:
1
2
3 als integer

Konvertieren auf BigDecimal

Das einfachste ist BigDecimal.valueOf(value) wobei value z.B. ein Double sein kann.

gerundet auf Nachkommastellen

BigDecimal.valueOf(value).setScale(2, BigDecimal.ROUND_HALF_UP)

weitere Helper

Du findest eine Aufstellung aller verfügbaren Report-Helper im Report
…/allgemein/muster_qr_code.jrxml
Hier gibt es den Parameter HelperReport . Fügst du diesen ein ein Textfield ein, so siehst du alle verfügbaren Helper.

Usecase ID wird nicht angedruckt

Macht man einen Druck der Auswahlliste (FLR Liste) muss rechts oben die UseCaseID angedruckt werden.
Diese wird nicht angedruckt, wenn im ../report/allgemein auch der flrdruck.jasper vorhanden ist. Zusätzlich darf es den flrdruck.jrxml ausschließlich ein Mal im allgemein geben und in keinem anderen Verzeichnis.

Das führende Herr / Frau ersetzen

Manchmal will / muss man die förmlichen Anreden entfernen. Also aus Herr Mustermann nur Mustermann haben. Das macht man üblicherweise mit replace. Da es aber auch vorkommen kann, dass der Name des Ansprechpartners Herr enthält muss man das über .replaceAll("^Herr","") machen. D.h. es wird NUR das erste Herr durch den nachfolgenden (Leer-)String ersetzt. Ganz genau muss man dann auch noch auf den beginnenden String prüfen. Für die Ansprechpartner gehen wir hier davon aus, dass es immer eine entsprechende Anrede gibt.
Da man damit auch oft noch das Frau entsprechend herausfiltern will, heißt das dann:

.replaceAll("^Herr “,”").trim().replaceAll("^Frau “,”").trim()

Subreport overflowed on a band that does not support overflow

Wenn das nicht der Title, die Page Header / Footer betrifft, dann ist der Report, der den Subreport aufruft auf Horizontal gestellt. Er muss auf Vertikal gestellt sein. Passiert gerne wenn man Reports umkopiert, z.B. mit mehreren Columns und dann gehts am Anfang und auf einmal nicht mehr (weil dann der Overflow kommt). D.h. wenn die Columns auf 1 gesetzt werden, dann auf die Richtung achten.

Zu Datum Tage dazuzuzählen

com.lp.util.Helper.addiereTageZuDatum(date Datum, int Tage)

Beispiel

com.lp.util.Helper.addiereTageZuDatum(com.lp.util.Helper.parseString2Date($P{Liefertermin}) , -2)

Wochentage / Wochentagsnamen andrucken

  • com.lp.util.HelperReport.getWochentag($P{REPORT_LOCALE}, $F{Datum})
  • com.lp.util.HelperReport.getWochentag($P{REPORT_LOCALE}, new java.sql.Timestamp($F{BeginnDatum}.getTime()) … wenn das ein Date ist

Daten anders sortieren

Üblicherweise werden die Daten des Reports anhand der gewählten Sortierung übergeben. Manchmal will man aber diese, z.B. in einer Reportvariante, anders sortieren. Um dies zu bewerkstelligen kann direkt im jrxml das Sortierkriterium angegeben werden.
Es muss dies zwischen field name und variable eingefügt werden.
D.h. hier muss:

eingetragen werden. Damit werden die Daten vom Jasper nach diesem Feld sortiert. Beispiel siehe z.B.: ..\report\bestellung\bes_sammelmahnung.jrxml

3.9.6 - Belegkopfdaten

Nutzen von Belegkopfdaten

Üblicherweise hat jeder offizielle Beleg, z.B. Rechnung, einen Informationsblock auf dem die Dinge wie Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Ansprechpartner usw. angegeben werden.

Diese Daten sind meist dynamisch, sollten aber trotzdem an der üblicherweise erwarteten Stelle zu finden sein.

Wir haben dafür den Subreport allgemein\belegkopfdaten.jrxml geschaffen, der von den jeweiligen Belegen zentral aufgerufen wird.

In diesem wird nur die Erscheinungsform definiert. Also Hintergrundfarbe, Schriftarten, Trennlinien, Positionierung, usw..

Die Grundidee ist, dass ein Subreportdatenobjekt erzeugt wird (siehe z.B. angb_angebot.jrxml).

In diesem ist je Zeile der erste Wert die Art dieser Zeile. Danach folgen vier Werte. Es müssen immer diese fünf Felder je Zeile gegeben sein. Mit der Art wird gesteuert, wie die Zeile gedruckt wird. Der Subreport selbst hat zwei Parameter, der als Überschrift z.B. Rechnung, verwendet wird und einen weiteren der für die Belegkennung (z.B. AG für Angebot) verwendet wird. Die Belegkennung wird nicht nach den verschiedenen Sprachen übersetzt.

Als Art sind aktuell folgende Werte definiert:

Art Beschreibung
Links1 Überschrift in fett
Links2 zwei Felder, Lable, Inhalt volle Breite
Links4 vier Felder, Lable, Inhalt, Lable, Inhalt
Linie Trennlinie
Nicht nicht drucken, weil

Zusätzlich ist es so aufgebaut, dass wenn der Inhalt (beide Inhalte) als null übergeben wird, wird die Zeile nicht gedruckt

Wichtig: Es dürfen nur Strings übergeben werden. Damit liegt leider z.B. die Formatierung von Datum’s wieder im rufenden Report.

ACHTUNG: Offensichtlich muss man für trim() bzw. replace() das Null des String-Objektes vorher abfangen, sonst wird an den Subreport alles als Null übergeben. D.h. wenn z.B. nur die Überschrift gedruckt wird, dann ist so ein Element beteiligt. Das Auslösende Element findet man durch auskommentieren.

Positionierung im Beleg

Wir richten uns hier nach der Postverordnung und danach, dass die Adresse des Empfängers im DIN-lang Kuvert positioniert sein muss.
Damit ergibt sich, dass dieser Block der Belegkopfdaten von links herein 260Pixel und 265Pixel breit sein muss. Die einzige mir bekannte Ausnahme wären alte Schweizer Kuverts, die genau verkehrt herum anzuordnen wären. Da auch die Schweizer inzwischen sich nach den DIN-lang Kuvert richten (dürfen / können) würde ich nichts umstellen.

Diese Ausrichtung gilt meiner Meinung nach auch, für Belege die per PDF versandt werden, denn im Zweifel, wird das Dokument ausgedruckt.

3.9.7 - Report Varianten

Eine Sammlung praktischer / nützlicher Reportvarianten

Da (fast) alle Formulare auch Report-Varianten können und im laufe der Zeit doch eine Vielzahl von praktischen Reports entstanden ist, hier eine Lose-Sammlung was es denn schon so alles gibt. Das fast bedeutet, dass für die FLR-Drucke keine Reportvararianten möglich sind, da dies generierte Reports sind.
Diese Reports werden von den Mitgliedern der Kieselstein-ERP eG zur Verfügung gestellt und mit der jeweils aktuelle Version ausgerollt.
So wie für alle Reports und Auswertungen. Die richtige Verwendung und die Prüfung der dargestellten Werte liegt beim Anwender / Mitglied.

Report Zweck Vorlage Beschreibung zu finden unter
nicht erledigte Aufträge mit Lagerreichweite auft_auftrag_offene_positionen_reichweite welche Aufträge kann ich aus dem Lager innerhalb der nächsten 8 Monate bedienen. mit möglichen und Soll-Erlösen Auftrag, Journal, offene Positionen, Variante Reichweite
Übermengen fert_ausgabeliste_mit_uebermenge
ww_artikelreservierung
Gerade in der SMT Fertigung werden meist ganze Rollen in die Produktion gegeben. Nun will man natürlich wissen, welche Übermengen auf welchem Los gebucht sind. Dafür gibt es eine Erweiterung in der Losausgabeliste und in der Reservierungsliste Los, Drucken, Ausgabeliste
Artikel, Info, Reservierungen
Spezial KEG Personalliste pers_personalliste_keg Darstellung der eingetretenen Personen und deren Zeitmodelle für die Mitarbeiter VZÄ Ermittlung Personal, Journal, Variante Mitgliederauswertung
LS-Gestehungspreise ls_lieferschein_etikett_inhalt Gestehungspreise jeder Lieferscheinposition auch wenn es nicht Lagerbewirtschaftet Artikel sind Lieferschein, Lieferschen, Adressetikette
Logindaten pers_personalliste_login Gerade während der Systemeinführung, wann hat nun wirklich wer am Kieselstein ERP gearbeitet Personal, Journal, Variante Login-Daten
Lieferungen ohne Rechnung rech_warenausgangsjournal_ohne_LS Liste aller Mengenbehafteten Positionen die keinen Lieferschein (und keine Gutschrift) hinterlegt haben Rechnung, Journal, RE-Pos ohne LS
Los Kommissionierliste Los, Materialliste, fert_materialliste Welche Artikel sollte ich an den Fremdfertiger liefern Los, Reiter Material, Druck im Detail
Zahllastbetrachtung finanz_kontoblatt_zahllast Spezielle Sortierung des Kontodruckes um eine gute Übersicht für das Finanzamtskonto zu bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass in den Fibu Grunddaten, Kontoart, bei Abgabe der Abgaben Stichtag (15. / 10.) und bei Ust- Erwerbssteuerkonto die verschobene Fälligkeit in der Sortierung eingetragen ist. Fibu, Zahllastkonto, Info, Kontoblatt, Nur Zahllast
Maschinen-Struktur-Liste pers_maschinenliste_struktur Strukturierte Darstellung von der Fertigungsgruppe zur Maschine Zeiterfassung, Maschinen, Journal, Maschinenliste
ER mit WE er_eingangsrechnung_alle_mit_WE Eingangsrechnungsjournal mit den zugehörigen Bestellungen aus den Wareneingängen. Vor allem um ER ohne BS zu finden Eingangsrechnung, Journal, Alle, Variante mit Wareneingängen
EK Anf Stkl Vergleich mit BS as_einkaufsangebot_nk Vergleich der Einkaufs Anfrage Stückliste mit den tatsächlichen Bestellungen. Die Basis ist die Projektbezeichnung von EkAfStkl und den Bestellungen. Diese müssen die gleichen Bezeichnungen haben Angebotsstückliste, unterer Reiter Einkaufsangebot, Menüpunkt Einkaufsangebot, Drucken
Ek Anf Stkl Bestellinfo as_vergleich_bs Druck der durch Preise optimieren ermittelten Bestellwerte Angebotsstückliste, unterer Reiter Einkaufsangebot, Menüpunkt Einkaufsangebot, Vergleich
ABC Verbrauchsanalyse ww_hitliste_jahresbedarf_abc Analyse der Artikelverbrauche nach der Paretto Regel Artikel, Journal, Hitliste

3.9.8 - XSL-Dateien

Verwendung / Arbeiten mit XSL-Dateien

Ergänzend zu den Formularen werden im Kieselstein ERP auch XSL Dateien verwendet.

Diese dienen der Steuerung der EMail Vorlagen Texte und der Anpassung der Exportformate an die verschiedenen Finanzbuchhaltungsprogramme.

Nun ist das XSL faktisch eine Art Programmiersprache, womit sich eine weite Möglichkeit für die Anpassung der Ergebnisse ergibt.

Eine schnelle Übersicht findet man z.B. unter https://www.w3.org/People/maxf/XSLideMaker/tut.pdf

Vielleicht hilft auch https://www.softwaretestinghelp.com/xslt-tutorial/ dem einen oder anderen weiter. Gefunden habe ich auch: https://www.tutorialspoint.com/xslt/index.htm

Komische Zeichen in EMails

Erscheinen in deinen versandten EMails komische Zeichen, z.B.

So ist die EMail-Vorlage mit einem Standard Editor bearbeitet worden, wodurch die notwendige Codedefinition verschwindet. Leider ist es so, dass man diesen Fehler nur sehr mühsam findet. Mir ist derzeit nur ein verlässlicher Weg bekannt, mit dem festgestellt werden kann, ob die Datei richtig eingestellt ist. Lasse dir die Datei mit einem File-Viewer anzeigen der auch Hexdaten darstellen kann. In Windowssystemen nutze ich dazu den im Totalcommander integrierten Fileviewer und schalte mit der Ziffer 3 auf die Hexdarstellung um. Hier sieht man den Unterschied.

Ansicht Inhalt
Normale Darstellung
Hex-Darstellung
hier sieht man deutlich, dass in einer richtig codierten Datei am Anfang noch drei Steuerzeichen sind. Diese codieren die Datei im UTF-8-BOM Format. Leider werden diese Informationen von den allermeisten Editoren entfernt.

Daher dürfen diese Dateien (in Windowssystemen) nur mit dem Notepad++ bearbeitet werden. Hier wird diese Information erzeugt / hinzugefügt. Siehe dazu auch:

Wichtig: Wenn man Texte von anderen Vorlagen importiert, oder “falsche” Vorlagen korrigiert, so kommt es auch im Notepad++ immer wieder vor, dass die Kodierung automatisch passend zu den gerade importierten Zeichen umgeschaltet wird. D.h. es muss unbedingt vor der Verwendung geprüft werden, ob die Kodierung noch immer auf UTF-8-BOM steht.
Es kommt sonst immer weider vor, dass gerade unsere deutschsprachigen Umlaut falsch dargestellt werden, oder dass beim Versuch die Rechnung per EMail zu senden, eine Fehlermeldung kommt.
Sieht man im Server Log nach, so findet man:

2024-04-16 16:51:16,582 ERROR [stderr] (default task-3) [Fatal Error] :17:12: Invalid byte 1 of 1-byte UTF-8 sequence.

2024-04-16 16:51:16,583 ERROR [stderr] (default task-3) System-ID unbekannt; Zeilennummer17; Spaltennummer12; org.xml.sax.SAXParseException; lineNumber: 17; columnNumber: 12; Invalid byte 1 of 1-byte UTF-8 sequence.

Sonderzeichen in den EMail Vorlagen definieren

Da, insbesondere in den Firmen-Namen immer wieder auch Sonderzeichen enthalten sind, müssen diese entsprechend in den XSL Vorlagen codiert übergeben werden, da das eigentliche Sonderzeichen eine besondere Bedeutung hat. D.h. diese Zeichen sind wie gewünscht zu kodieren:

Zielzeichen Codierung
& &amp;

Siehe dazu gerne auch https://www.htmlhelp.com/de/reference/html40/entities/special.html, Spalte Entität, bzw. Darstellung im Browser

Kostenstellen Subdirectory wird bei XSL nicht unterstützt

Die mögliche Steuerung der Formularvorlagen über die zusätzliche Subdirectory Funktion in den Kostenstellen wird bei den mail.xsl Vorlagen nicht unterstützt.

3.9.9 - Besonderheiten

Hinweise zu besonderen Formular Verhalten und ähnlichem

Kostenstellenspezifische Kopf- und Fußzeilen

Hier ist darauf zu achten dass auch die Dateien ausdruckmedium.j* mit in die jeweiligen Subreports einkopiert werden müssen.

Solltes du in der Druckvorschau, in der Dokumentenablage übereinander gedruckte Informationen, meist in Kombination mit Speichern unter, finden

so hilft das einkopieren der beiden Dateien.

Hinweis: Die Pfad Definition findest du unter System, Mandant, Kostenstellen, Subdirectory.

3.10 - Arbeiten mit Barcode

Wie mit Barcode umgehen

Barcodes sind eine praktische Sache. Vor allem in Verbindung mit Serien- bzw. Chargennummern sind sie maßgeblich für die Sicherheit der Erfassung notwendig.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen von Barcodes.

  • Die sogenannten eindimensionalen Barcodes, oft auch Strichcode genannt. Dazu gehören auch die oft zitierten EAN Codes (European Article Number)
  • die zweidimensionalen Barcodes, dazu gehören vor allem Datamatrix und der QR-Code (Quick Response)
Barcodeart Vorteil Nachteil
Eindimensional von annähernd allen Scannern lesbar
gute Treffsicherheit des einzelnen zu lesenden Codes
reduzierter Zeichensatz, großer Platzbedarf, mit den Kameras der mobilen Geräte oft nur sehr schwer bis gar nicht lesbar
Zweidimensional nur von dazu geeigneten Scannern lesbar, die meist teurer als die eindimensionalen sind
fast alle Zeichen darstellbar, auch deutsche Sonderzeichen usw.
bei mehreren Barcodes neben- / untereinander Treffsicherheit nur mühsam gegeben

Beide Barcodetypen können mit den Reportgeneratoren erzeugt werden.

ACHTUNG: Der Datamatrixcode in Verbindung mit Inhalten in denen mehr wie zwei * vorkommen, liefern fehlerhafte Codes. Dies ist nur durch teure proprietäre Barcodelibraries zu beheben. Besser dann gleich auf die Verwendung von QR-Code drängen.

Welche Barcodesequenzen werden vom Zeiterfassungsterminal unterstützt?

Die zentrale Definition aller Barcode-Lead-Ins die von den Kieselstein ERP Geräten verwendet werden, findest du unter bzw. findest du die Definition hier.

HTML BDE Terminal

Lead In Bedeutung
$P Personal
$L Los
$T Tätigkeit
$M Maschine
$V Los Kombi AG
$U Auftrag Kombi
$A Auftrag
$KOMMT Kommt Buchung
$GEHT Geht Buchung
$UNTER Unterbrechung = Pause Buchung
$ENDE Ende der Tätigkeit des Mitarbeiters
$ARZT Unterbrechung mit der Sondertätigkeit Arzt
$KRANK Unterbrechung mit der Sondertätigkeit Krank
$BEHOERDE Unterbrechung durch Behördengang
$ANZEIGE Anzeige des aktuellen Zeitsaldos

Zeiterfassungs-Terminal-Software

Drucken von Barcode

Barcodes werden für die rasche und sichere Erfassung von Artikel und Seriennummern sowie zur Erfassung von BDE Daten usw. verwendet. Überall wo Auftragsnummern, Tätigkeiten, Maschinenzeiten oder Artikel erfasst werden müssen, können durch die Verwendung von Barcodes entsprechende Vereinfachungen verbunden mit der Reduzierung der Eingabezeit und der Reduzierung der Erfassungsfehler erzielt werden. Von Kieselstein ERP werden die durch den iReport unterstützten Barcodes verwendet. Üblicherweise wird der Code 39 bzw. der Code 128 für die eindimensionalen Barcodes, welche auch Strichcode genannt werden verwendet. An zweidimensionalen Barcodes kommen der Datamatrix Code und vor allem der QR-Code zum Einsatz. Um eine entsprechende Bedienerführung und Bedienungssicherheit zu erreichen, ist der Großteil der von Kieselstein ERP verwendeten Barcode mit einem sogenannten LeadIn versehen, welcher die Art des Codes definiert.

Unterstützte Barcodefunktionen

Derzeit sind folgende LeadIn Zeichen für die verschiedenen Geräte definiert:

Lead In Bedeutung HTML-Terminal ZE-Terminal ZE-Stift Mobil
$P Ausweisnummer des Mitarbeiters x x
$L Losnummer x x
$Lnn$MAT $L Losnummer $MAT
Materialentnahmebuchung für das Los
x
$T Tätigkeit (Arbeitszeitartikel) x
$M Maschinen ID (einzelne Maschine) x nur für abweichende Maschine x
$V Vorgang bestehend aus Los, Maschinen ID, Tätigkeit oder anstelle der Tätigkeit
STOP für das Ende der Maschinenzeit oder
FT für die Fertigbuchung des Arbeitsganges
x x x
$U Vorgang bestehend aus Auftrag, Tätigkeit x x x
$W Vorgang bestehend aus Los, Tätigkeit x
$ABLIEFERN Ablieferungsbuchung x
$O Lagerort/Lagerplatz x
$F Fehlernummer
$A Auftragsnummer z.B. auf Packliste x x x x
$B Bestellung Nummer x
$KOMMT Anwesenheitszeit Kommt x x x
$GEHT Anwesenheitszeit Geht x x x
$UNTER Unterbrechungsbeginn oder Ende x x x
$ENDE Tätigkeits Ende x x x
$ANZEIGE Anzeige von Zeitsalden des Mitarbeiters x
$STOP Stop der Maschinentätigkeit x
$GROESSEAENDERN Losgrößen Ändern auf Stückzahl am Terminal x
$PLUS Dient der Zusammenfassung von mehreren Losen zu einer Zeiterfassung. Bei der Endebuchung dieser Mehrfachen Lose, wird die Arbeitszeit zu gleichen Teilen auf die angegebenen Lose gebucht.Nur für die Erfassung von Fertigungs-Losen möglich.
$G Einzelbuchung auf Los mit Arbeitsgang anstelle der Tätigkeit. Code für Arbeitsgang: $Gxx.yy … xx Arbeitsgang numerisch, yy Unterarbeitsgang numerisch
$X0artikelnummer Anzeige des Artikelstammblattes   (x)  
$X1losnummer Anzeige des Druckes der Nachkalkulationdes Loses x (x)  
$L…$MAT Materialbuchung auf das Los x
$I Artikelnummer mit Seriennummer oder Chargennummer nach der Artikelnummer muss | und die CNr bzw. CHG kommen. x
Artikelnummer Artikelnummer ohne LeadIn und ohne SNR, CHG x
VDA4992 VDA 4992 Mat-Label lt. VDA Norm x
Spezialstring Artikel<Tab>Menge<Tab>Charge@ Spezialartikelerfassungsstring mit Menge und Chargennummer. ACHTUNG: Es dürfen KEINE <Tab> in der Artikelnummer erlaubt sein x

Weitere definierte Barcode LeadIns, welche für zukünftige Verwendungen definiert sind. Diese sind derzeit nicht umgesetzt.

Lead In Bedeutung mobile App
$ARZT Arzt Beginn oder Ende
$KRANK Krank Beginn oder Ende
$BEHOERDE Behördengang Beginn oder Ende
$DIENST Dienstgang
$REISE Dienstreise Beginn oder Ende
$UEBER Überstunden Beginn
$URLAUB Urlaubsbeginn oder Ende
$ und Kundennummer Kundennummer auf Kundenkarte x
$I123456789012345 Material Ident danach muss
$$Pdruckerstring Übersteuerung des Druckers für den Druck
steht aktuell nur für Los-Fertigungs-,Ausgabeliste-,Etikette zur Verfügung
(x)
$$Losnummer Mehrfach Losnummer auf der Ausgabeliste für die Verwendung in der VDA Scan App zur gleichzeitigen Ausgabe und Rücknahme von Chargengeführten Artikeln (Reelid)

Anmerkung: Dinge wie $BEHOERDE sollten am ZE-Terminal gebucht werden können, aber nur über Sondertätigkeitsbutton, Combobox

ACHTUNG: Es gibt insbesondere für die kombinierten Barcodes zwei Forderungen:

  • über den Barcodesanner der verschiedensten Apps Artikelnummer und Chargennummer in einem Zug erfassen, also z.B. $Innnn|chgnr aber
  • wie erfasst man dann den Artikel über einen Wedgescanner
    Aktuelle Lösung zwei Barcodes andrucken d.h. der kombinierte für die schnelle Erfassung, NUR die Artikelnummer um über Wedge im Client schnell auf den Artikel zu springen.

Barcode Definitionen für Materialbuchungen

In der LosMaterialbuchung, bei SNR/CHG Artikeln

Für die Losmaterialbuchung stehen in Kombination mit Barcode folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Scann der Artikelnummer im Klartext
  2. $Innnnn | Seriennummer bzw. Chargennummer
    • hier kann in dem nun geöffneten Dialog weitergescannt werden
      also z.B. $I4711|1234(CR)$I4711|1235(CR)
      Bitte dabei darauf achten, dass die immer der gleiche Artikel ist.
  3. ist man im Seriennummern Feld, so kann auch die Seriennummer direkt gescannt werden. Dabei wird die Menge immer mit ein Stück fix angenommen und daher sofort in die Erfassungsliste übernommen
  4. ist man im Chargennummern Feld, so kann auch die Chargennummer direkt gescannt werden. Danach muss zusätzlich die Menge eingegeben werden.

Von den Barcodes unterstützte Zeichen:

Barcode Unterstützte Zeichen
Code 39 0123456789ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ-.$/+%Space
Code 128 !#$%’()0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{
QR-Code QR-Code unterstützt UTF-8, also, vereinfacht gesagt alle Zeichen die du in Kieselstein ERP eingeben können.

HINWEIS: Code39 kann keine _______

Wenn nun ein Barcode nicht gedruckt werden kann, so überprüfe bitte die Artikelbezeichnung bzw. den zu druckenden Text auf nicht angeführte Zeichen - vor allem Umlaute.

Drucken von Barcodes aus anderen Programmen:

Manchmal ist es nützlich Barcodes aus anderen Programmen (Textverarbeitung) zu drucken.

Wenn du eine passende TrueType Schrift besitzt, so kannst du den Code 39 direkt als Schrift verwenden.

Hier ist zu beachten, dass Barcodes noch zusätzliche Steuerzeichen am Beginn und am Ende des Codes besitzen. Diese müssen üblicherweise mitgedruckt, also in deinen Zeichen enthalten sein.

Der Code 39 muss in ** eingebettet sein (=VERKETTEN("";D85;"")). Wenn du also die Zahlen 1234 als Barcode ausgeben möchtest, müssen die Zeichen 1234 mit dem Code 39 TrueType Font ausgegeben werden.

Erzeugen von VDA / MAT Lables

Eigentlich werden die VDA / MAT Lables durch Variablen in den verschiedenen Reports zusammengestellt. Da man manchmal zum Testen schnell einen Barcode braucht, hier der Link zu einer praktischen Seite. https://label.tec-it.com/de Hier kanst du dir den gewünschten Barcode zusammen stellen. Bitte beachte, das der Barcode nicht normal gedruckt werden kann. Aber: Die modernen 2D Scanner lesen gerade den QR-Code auch sehr gut vom Bildschirm ab.

Warum werden manche Artikelnummern nicht als Barcode gedruckt?

Es kommt z.B. beim Ausdruck der Inventur Zählliste dazu, dass manche Artikel nicht als Barcode angedruckt werden. Ursache ist hier immer dass in der Artikelnummer für den Barcode ungültige Zeichen enthalten sind.

So ist in der zweiten Artikelnummer ein Umlaut enthalten, welcher im Code 39 nicht gedruckt werden kann.

Siehe dazu auch [erlaubte Zeichen in der Artikelnummer](../artikel/index.htm#Erlaubte Zeichen in der Artikelnummer).

Barcodes sind schlecht lesbar, können mit einem CCD Scanner nur mühsam gelesen werden

Für die Akzeptanz der Zeiterfassung, bzw. der gesamten Datenerfassung mittels Barcode ist das schnelle und sichere Lesen der Codes von enormer Bedeutung. Um dies zu erreichen beachte bitte Folgendes:

Die Codes müssen etwas schmäler sein als der CCD-Scanner. Wir setzen üblicherweise Touchscanner ein, also bitte sehr nahe an den Barcode heranführen und dann den Scannknopf drücken. Es hat sich bewährt, während des Scannens eine leichte Bewegung nach unten zu machen.

Zu den Codes selbst: Diese MÜSSEN vor und nach dem eigentlichen Code eine Ruhezone haben. D.h. links und rechts vom Barcode darf im Bereich von ca. 1cm kein Druck sein. Bitte beachte, dass auch Papierkanten als Linien gelesen werden und daher den Barcode verfälschen können, unlesbar machen.

Oft werden die Barcodes auch in Klarsichtfolien eingelegt. Es gibt nur wenige Klarsichtfolien, die für den Einsatz von Barcodes geeignet sind. Bitte achte darauf, dass die Folien

  1. nicht spiegeln und
  2. trotzdem einen klaren/scharfen Blick (für den Scanner) auf den Barcode ermöglichen.

Wenn Codes in Folien schlecht lesbar sind, so prüfe bitte zuerst, ob der Barcode direkt vom Papier gut lesbar ist. Ist dies der Fall, so muss eine andere Klarsichtfolie verwendet werden.

Der Scannvorgang sollte bei normalem Licht erfolgen. Bei direkter Sonneneinstrahlung konnten wir bisher keinen Barcode vernünftig einlesen.

Für Einstellung der Barcodescanner siehe auch.

Können auch QR-Codes gedruckt werden oder Datamatrix-Codes?

A: Ja es können auch QR-Codes gedruckt werden. Grundsätzlich können auch Datamatrix-Codes gedruckt werden. Leider ist es so, dass in allen verfügbaren Libraries (Stand Februar 2016) Fehler bei der Verwendung von mehreren * (Sternchen), vor allem wenn diese aufeinanderfolgend sind, enthalten sind. Wir raten daher anstatt des Datamatrixcodes den QR-Code zu verwenden. Der QR-Code hat zusätzlich den Vorteil, dass die mobilen Apps für die Decodierung des QR-Codes optimiert sind und diesen sehr schnell lesen können. Bitte beachte, dass dafür zumindest auch Java 8 auf deinem Kieselstein ERP Server und auf den Client-Rechnern eingerichtet sein muss.

Im Unterschied zu den 1D-Barcodes, Strichcodes, können im QR-Code bis zu ca. 4300 Zeichen eingebunden und decodiert werden. Dies ist auch Abhängig vom zur Verfügung stehenden Platz und der Auflösung des Druckers und der Qualität der ScannEngine des Barcodelesers.

Welche Drucker / Druckertreiber sollten für den Druck von Barcodes verwendet werden?

Von Kieselstein ERP werden Barcodes über den Druckertreiber direkt an den Drucker gesandt. Das bedeutet, dass die Qualität des Barcodes auch von der Qualität des Druckertreibers abhängig sind. In Kombination mit den Barcodedruckern hat sich bewährt anstelle der original Druckertreiber (ZDesigner) Druckertreiber der Firma Seagull zu verwenden. Achte bitte in jedem Falle darauf, dass die Auflösung deines Druckers ausreichend für die Wiedergabe der Barcodezeichen ist. Die oft angetroffenen 8Dot Drucker haben damit 203dpi, 12Dot haben 300dpi. Alles unter 300dpi liefert meist unzufriedenstellende Ergebnisse.

Detailbeschreibung zur Installation von Barcodedruckern

Da wir immer wieder danach gefragt werden, nachfolgend eine kompakte Beschreibung was bei der Einrichtung von Barcodedruckern im besonderen zu beachten ist, wobei wir hier von Windows-Betriebssystemen ausgehen. Die Installation in Linux bzw. MAC OSX Systeme setzt immer sogenannte CUPs Treiber voraus. Solltest du Bedarf in dieser Umgebung haben, wenden dich vertrauensvoll an uns.

  • Wenn Drucker von mehr als einem Rechner erreicht werden sollten, nutze nur Drucker die einen vollwertigen Netzwerkanschluss besitzen. Für Linux/OSX Umgebungen, können ausschließlich Drucker mit IP Anschlüssen verwendet werden.

  • Achte auf eine ausreichende Auflösung, wie oben beschrieben bitte mindestens 12Dot

  • Lade die neueste Version der kostenlos zur Verfügung gestellten Druckertreiber der Firma Seagull.

  • Installiere den richtigen Treiber, achte dabei auch auf Kleinigkeiten in der Bezeichnung. So beachte bitte bei Zebradruckern auf die teilweise unterstützten unterschiedlichen Druckersprachen. Manche Zebradrucker können nur ZPL (Zebra Programing Language) manche nur oder zusätzlich EPL (Epson Programming Language). Nur wenn dein Drucker die richtige Sprache spricht wird er auch das gewünschte ausdrucken.

  • Wähle nun die Druckereigenschaften (Rechtsklick auf das Drucker-Symbol unter Geräte Drucker, etwas vom Betriebssystem abhängig)

  • Du siehst nun die Werbeinfo von Seagull und vielen Dank für die guten und stabilen Treiber. Wechsle auf den Reiter Allgemein und klicken unten auf Einstellungen

  • Nun kommt ein weiteres Fenster, wählen hier den Reiter Seite einrichten.

  • Klicke auf Neues (Etikett) oder bearbeite das bestehende durch Klick auf bearbeiten. Gib Name und Abmessungen in mm ein. Bitte beachten, dass die eingegebenen Etikettenabmessungen um eine Kleinigkeit größer (höher / breiter) als in deinem Kieselstein ERP Etikett definiert sein müssen.

  • Speichere die Einstellungen durch Klick auf Ok und (im eigentlichen Eigenschaftenfenster) auf übernehmen.

  • Wähle nun Testseite drucken. Es muss der Testdruck exakt am linken oberen Rand der Etikette gedruckt werden. Sollte dies nicht so sein, bitte prüfen deine Etikettendefinitionen.

    • Voraussetzung dafür ist, dass die Startposition deiner Etikette vom Drucker her richtig eingestellt ist. Sollte dies nicht so sein, betätige bitte einmal den Formfeed / Seitenvorschub.

    • Manchmal ist jedoch auch der Positionserkennungssensor falsch oder die Etikettenbahn wurde nicht durch / unter dem Sensor durchgeführt oder in den Einstellungen im Reiter Etikett ist bei den Einzugsoptionen ein falscher Wert ausgewählt.

Was noch so eintreten kann

  • Der Drucker druckt zu hell.
    Stelle in den Einstellungen unter Optionen die Helligkeit etwas höher ein. Tasten dich bitte Schrittweise an den Idealwert heran. Wenn zu schnell auf zu heiss gedreht wird, kann das TTF (ThermoTransfer) Band schmelzen, also abreissen. Eine mögliche Abhilfe ist auch die Etikette langsamer zu drucken, reduziere also im gleichen Reiter die Geschwindigkeit.
    Optimiere die beiden Werte für deine Bedürfnisse.

  • Prüfe nach der Einrichtung der Drucker ob das gewünschte Etikett wirklich in der richtigen Lage und in der richtigen Größe / Position ausgedruckt wird. Beachte, dass die Einstellungen der Etiketten Benutzerabhängig hinterlegt werden. D.h. stelle sicher, dass der/die Druckende auch unter dem Namen angemeldet ist unter dem du die Etikette eingerichtet haben.

Kann man Etikettendrucker per Fernwartung einrichten?

Technisch gesprochen ist das kein Problem. Nachdem aber auch bei den Etiketten geprüft werden muss ob diese in der richtigen Lage usw. ausgedruckt werden, empfiehlt es sich dies vor Ort durchzuführen oder von einem fähigen Menschen durchführen zu lassen.

Können Etikettenformulare per Fernwartung eingerichtet werden?

Auch das, technisch kein Problem. Wenn dies von dir als Anwender wirklich gewünscht wird, weil z.B. die Reisezeiten einfach zu lange wären, bitte übermittle uns einen Etikettenentwurf, der wirklich auf den Millimeter stimmt. Nur so können wir halbwegs effizient die Etiketten per Fernwartung einrichten. Es muss dazu in jedem Falle jemand vor Ort sein, der den Ausdruck der Etikette(n) überprüft und dann in der Lage ist exakte Angaben zu machen. Unter exakt verstehen wir wirklich, dass die Verschiebung der Felder in mm angegeben wird. Angaben wie etwas größer, ein bisschen nach links signalisieren uns zwar deinen Wunsch, verursachen aber ein, nein nicht so weit, noch größer, also eine Vielzahl an Durchläufen.

Einlesen von Zahlschein-QR-Codes

Um dies auch einlesen zu können benötigst du einen Wedge-fähigen 2D Barcodescanner. Bei den von uns verwendeten Gryphon GD4400, muss dieser zusätzlich auf Wedge Send Control Characters = 01 programmiert werden, um auch die im QR-Code enthaltenen Steuerzeichen an die Empfangsroutine durchzureichen.

3.10.1 - Konfiguration verschiedener Barcodescanner

Konfiguration verschiedener Barcodescanner

Da man immer wieder nach den wesentlichen Konfigurationscodes für die Barcodescanner sucht und die vom Hersteller mitgelieferten Scann-Codes natürlich nicht zur Hand hat, anbei die von uns üblicherweise benötigten Codes, ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit etc.

Wir setzen in der Regel Barcodescanner von Datalogic ein. Diese bieten eine sehr gute Leseleistung bei einem angemessenen Preis.

Genereller Reset des Barcodescanners

Wenn dein Scanner überhaupt nicht mehr das macht was du möchtest, hilft meist der Reset auf Factory Default. Geht auch das nicht, kannst du es mit fünf Sekunden halten der Scanntaste versuchen. Manchmal hilft auch eine Kombination aus Scanner abstecken. Scanntaste drücken und halten und dann wieder anstecken und noch immer einige Sekunden (> 5) halten. Der Scanner meldet sich mit einem Spezialbeep und machte einen kompletten Reset.

Quickscann

Der Quickscann ist ein Scanner für Ein-Dimensionale Barcodes, gerne auch Strichcodes genannt. Hinweis: Es ist normal, wenn die Strichcodes nicht vom Bildschirm abgelesen werden können. Hier hilft nur ausdrucken. Am Papier lesen die Ein-Dimensionalen Scanner deutlich besser.

Factory Default

ACHTUNG: Dieser Reset ist trotzdem von der Schnittstellen Konfiguration abhängig, also welche du gerade gewählt hast.

USB COM Standard

Damit wird die COM-Schnittstelle auf deinem PC emuliert. Dies ist der von uns für die Terminals verwendete Modus.

USB Wedge

Wenn du den Scanner z.B. für die Inventur-Zählliste nutzen möchtest, muss dieser eine Tastatur emulieren. Das sogenannte Wedge-Interface. Dies wird mit folgendem Code aktiviert.

ACHTUNG: Du musst dazu auch immer dein Tastaturlayout angeben. D.h. wenn z.B. bei der Losnummer anstelle des / ein - kommt, oder statt dem Z ein Y ist das Tastaturlayout falsch.

Countrymode, Tastaturlayout

  1. Enter Programming Mode
  2. Deutsches Tastaturlayout

    Und danach wieder Enter/Exit Programming Mode

Gryphon

USB COM Standard

USB Wedge

Countrymode, Tastaturlayout

  1. Enter Programming Mode

  2. Deutsches Tastaturlayout

    Und danach wieder Enter/Exit Programming Mode

Es geht absolut nichts mehr

Sollte das tatsächlich passieren, was ein Anwender in den 40Jahren einmal geschafft hat, so gibt es von Datalogic auch noch den Alladin, mit dem der Scanner komplett zurückgesetzt werden kann.

3.11 - Drucker einrichten

Drucker unter Linux einrichten

Drucker unter Linux einrichten

Ab CentOS 5 können IP Drucker am einfachsten mit printconf eingerichtet werden. Hier stehen fast alle Druckertreiber usw. zur Verfügung. Der Port für die Standard IP Verbindung ist 9100. Siehe dazu auch in den Windowseinstellungen in der Konfiguration des Druckeranschlusses unter RAW Einstellungen, Portnummer.

Alternativ / Einfacher kann der WebMin (https://192.168.8.251:10000/), Hardware, Printeradministration verwendet werden. Hier können, ab CentOS 5 fast alle Druckertreiber usw. ausgewählt werden.

3.12 - Zeitserver einrichten

Einrichten von Zeitservern

Zeitserver

Gerade in der Zeiterfassung, aber auch für das Zutrittskontrollsystem ist eine exakte amtliche Zeit wesentlich. Stellen Sie daher sicher, dass alle beteiligten Komponenten Zeitsynchron sind.

Beteiligte Komponenten sind:

  • Kieselstein ERP Server
  • Kieselstein ERP Clients
  • Kieselstein ERP BDE Stationen
  • Zeiterfassungsgeräte wie das ZE-Terminal, aber auch die Offline-Stifte, ev. mobile Geräte
  • Zutrittskontroller

Üblicherweise wird der Kieselstein ERP Server auf die Zeit eines Atomzeit-Server im Internet synchronisiert.

Alle anderen Netzwerkkomponenten werden auf diesen Server sychnronisiert.

Eine Auswahl der verfügbaren Zeitserver finden Sie unter http://www.pool.ntp.org/zone/europe oder unter http://timeserver.verschdl.de/

Wir verwenden üblicherwiese:

Server IP (V4)
ntp0.fau.de (ntp0-rz.rrze.uni-erlangen.de) 131.188.3.220
ntp1.fau.de (ntp1-rz.rrze.uni-erlangen.de) 131.188.3.221
ntp2.fau.de (ntp2-rz.rrze.uni-erlangen.de) 131.188.3.222
ntp3.fau.de (ntp3-rz.rrze.uni-erlangen.de) 131.188.3.223
ptbtime1.ptb.de 192.53.103.108
ptbtime2.ptb.de 192.53.103.104

Synchronisierung der Server mit den Atomzeitservern

Windows 2003

w32tm /config /syncfromflags:manual /manualpeerlist:ts1.univie.ac.at
w32tm /config /update
w32tm /resync

Linux

Eventuell muss der NTP Dienst zuerst installiert werden. In unseren Linux-Installationen ist dieser bereits eingerichtet. Installation mit 

yum install ntp
chkconfig --levels 235 ntpd on

Bei bereits laufendem ntp Dienst:

service ntpd stop
ntpdate IP-Adresse ... verwenden Sie hier die Adresse eines erreichbaren NTP Servers
service ntpd star
Ist der Zeitdienst (ntpd) wirklich synchron ?
ntpq -p

MAC OS X

Öffnen Sie die Systemeinstellungen und klicken Sie auf Datum und Uhrzeit. Wählen Sie den Reiter Datum & Uhrzeit und setzen Sie einen Haken bei Datum & Uhrzeit automatisch einstellen. Wählen Sie einen Server aus der Liste aus oder geben Sie den Namen eines NTP Server, z.B. aus obiger Liste, an. Siehe dazu auch: http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=61273

Ergänzend

Siehe dazu auch: http://www.msxfaq.de/verschiedenes/timesync.htm

3.13 - Dokumentenscann einrichten

Einrichten von Dokumentenscann

Scannen mit NAPS2

  • Stichwort: TWAIN Scanner
  • Herunterladen von https://www.naps2.com/ und komplett installieren
  • nun gibt es im Verzeichnis das NAPS2.exe. Dies starten und den Scanner wie gewünscht konfigurieren und das Profil unter einem guten einfachen Namen anlegen / speichern
  • nun unter Arbeitsplatzparameter, PFAD_MIT_PARAMETER_SCANTOOL das Programm
"C:\Program Files (x86)\NAPS2\NAPS2.Console.exe" -p "TW-Brother MFC-J6910DW LAN" -o
  • eintragen. -p ist das Profil welches mit dem naps2 erzeugt wurde.
    Macht schön komprimierte PDFs die eine sehr gute Größe (eigentlich Kleinheit bei Farbe und 300dpi) haben.

  • siehe auch https://www.naps2.com/doc-command-line.html

3.14 - EMail Versand einrichten

Einrichten des EMail Versandes

Nach der Installation sollte oft sehr rasch der EMail Versand eingerichtet werden.

Es sind dabei einige Dinge zu beachten:

  1. Sind die Automatik Jobs aktiviert SMTP und IMAP und der Automatikjob an und für sich aktiviert
  2. hat der lpwebappzemecs überhaupt Rechte, vor allem wenn ein weiterer Mandant eingerichtet wurde
  3. sind die EMail Parameter für jeden zu sendenden Mandanten hinterlegt
  4. geht der EMail Versand aus System, Parameter,

Hinweis:
Wenn man beim Testen bereits EMail-Versandaufträge erzeugt hat, aber obige Parameter nicht richtig waren, so diese Versandaufträge löschen und neu erzeugen. Es werden einige Dinge intern zwischengespeichert, die die Änderung nicht mitbekommen.

Kommt beim Test-EMail-Versand die Fehlermeldung

nested exception is:
javax.net.ssl.SSLException: Unsupported or unrecognized SSL message
at com.sun.mail.smtp.SMTPTransport.openServer(SMTPTransport.java:2120)

So wurde die falsche Verschlüsselung für den SMTP Versand ausgewählt. Versuche einfach die andere Verschlüsselung.

Interner Versanddienst

Integriert im Kieselstein ERP Applikations Server steht eine direkte SMTP und IMAP Anbindung für den Versand der E-Mails und gegebenenfalls auch Faxe zur Verfügung.

Voraussetzungen

Kieselstein ERP Interner VersanddienstE-Mail SMTP und gegebenenfalls IMAP Server mit den entsprechenden Zugangsdaten

  • Personal IMAP Zugangsdaten (Reiter Parameter) und E-Mail-Absenderdaten sind eingestellt
  • Personal IMAP Abholungsdaten (Inbox) ist eingerichtet

Funktionsweise des internen Versanddienstes / Mailversand

  • a.) E-Mail Versand
    Das E-Mail wird mit einem der Kieselstein ERP Module erzeugt und durch den Klick auf Senden in den Versandauftrag übertragen.
    Hier ist üblicherweise (Parameter DELAY_E_MAILVERSAND) ein Zeitversatz von 5 Minuten eingetragen.  Nach dem Ablauf dieser Zeit wird das E-Mail mit den eingestellten SMTP Parametern per SMTP versandt.
    War der SMPT-Versand erfolgreich wird das E-Mail in den gesendet Ordner des jeweiligen Sendenden abgelegt.

Also:

  • a1.) Versandauftrag erzeugt
  • a2.) SMPT Versand
  • a3.) IMAP Ablage in gesendete Objekte

Hinweis: Beachte, dass der Versanddienst als Automatikjob ausgeführt wird. D.h. es muss der Automatikjob aktiviert werden. Siehe dazu.

Es ist der SMTP Versand von der IMAP Ablage datentechnisch komplett getrennt, daher wird ein per SMTP versandtes EMail aus dem Postausgang nach gesendet verschoben. Solange es noch nicht in der IMAP Ablage des jeweiligen Benutzers abgelegt werden konnte, bleibt es hier im Status Teilerledigt stehen.
Erst nachdem auch die IMAP Ablage gemacht wurde, wird der Status auf Erledigt = Versandt geändert.
Zusätzlich sieht man in der Statuszeile des Versandauftrages ganz unten den detaillierten Status des jeweiligen Versandauftrages, also gegebenenfalls auch eine entsprechende Fehlermeldung.
Hinweis: Von ev. Fehlermeldungen des vorgelagerten Servers werden nur die ersten 1000Zeichen abgespeichert und angezeigt.

  • b.) E-Mail Empfang Start des E-Mail Clients und Klick auf Neue Nachrichten vom E-Mail Server laden oder automatisch abholen ist angehakt.

Es werden die E-Mails aus dem hinterlegten IMAP Verzeichnis abgeholt. Dieses geht von der Standard Inbox des jeweiligen Benutzers aus. Wir raten hier z.B. ein (Imap) Verzeichnis ToKieselstein anzulegen und dieses entsprechend beim Personal des jeweiligen Benutzers unter Daten, IMAP-Inbox einzutragen.

Bei der Übernahme der IMAP Daten aus dem IMAP Server wird darauf geachtet, dass von den Dateninhalten keine Duplikate übernommen werden. Das bedeutet E-Mails mit gleicher Message-ID werden nur einmal übernommen.

Also:

  • b1.) IMAP – Inbox-Verzeichnis pollen
  • b2.) Daten nach Kieselstein ERP E-Mail-Datenbank kopieren

Konfiguration 

Die Parametrierung des internen Versanddienstes erfolgt im Modul System, unterer Reiter Parameter. Gibt man hier zur Einschränkung der Suchergebnisse unter Kategorie Versand ein, so werden die erforderlichen Parameter für den internen Versanddienst gelistet. Solltest du diese Parameter nicht vorfinden, so ist in deiner Kieselstein ERP Installation dieses Modul nicht freigeschaltet. Bitte wenden dich an deinen Kieselstein ERP Betreuer.

Einfache Konfiguration

Alternativ kann durch aktivieren des Parameters MAIL_SERVICE_PARAMETER=1 mit anschließendem Schließen und Neustarten des Moduls System in den Reitern 4 (E-Mail) bzw. 5 E-Mail Admin  die Parametrierung vorgenommen werden. Dies ist vor allem für deinen IT-Administrator gedacht.
Vom Ablauf her, werden die Parameter im Reiter 4 eingestellt und dann der tatsächliche EMail Versand im Reiter 5 durch klick auf das EMail Symbol getestet. In diesem EMail Versand werden auch die Fehlermeldungen beim Versand entsprechend zurückgegeben, womit für einen erfahrenen IT-Admin die Parametrierung für die verschiedensten EMail Dienste einfach durchgeführt werden kann.

Einrichten des SMTP Servers:

Durch die Parametrierung des SMTP Servers, wird der interne Versanddienst aktiviert.

Parameter Beispiel Beschreibung
SMPTSERVER smtp.meinefirma.localodermail.firma.local Servername des Postausgangs Servers (SMTP) (oder IP-Adresse)
SMTPSERVER_BENUTZER Falls der Postausgangsserver eine Authentifizierung erfordert ist diese hier einzutragen.Benutzername
SMTPSERVER_KENNWORT Kennwort
SMTPSERVER_FAXDOMAIN fax.local Unterstützt der Smtpserver eine Faxweiterleitung / Faxgateway so wird diese Funktion durch einen Eintrag der entsprechenden Domain aktiviert.

Anmerkung zum Faxgateway / Faxweiterleitung:

Die Faxnummern werden beim Versand eines Faxes automatisch um diese Domain ergänzt und das Fax wird als E-Mail an den SMTP Postausgangsserver versandt. Der eigentliche Versand des Faxes muss durch den Faxgateway erfolgen.

Einrichten der IMAP Anbindung:

Durch die IMAP Anbindung, wird nach erfolgtem SMTP Versand eine Kopie des E-Mails im IMAP Postfach des Benutzers abgelegt. Wenn diese Funktion nicht benötigt wird, sind die Parameter leer zu lassen.

Die Parametrierung ist zweigeteilt:

  • a.) die generelle Einbindung, diese findet man ebenfalls unter System, Parameter, Kategorie Versand
  • b.) die Definition der Postfächer für jeden Benutzer, diese findet man im Modul Personal, im oberen Modulreiter Parameter.

Parametrierung IMAP Anbindung

Parameter Beispiel Beschreibung
IMAPSERVER mail.firma.local Name des Imapservers (oder IP-Adresse)
IMAPSERVER_ADMIN Name des Users bei dem Mails und Faxe ohne Angabe eines Absenders abgelegt werden
IMAPSERVER_ADMIN_KENNWORT
IMAPSERVER_SENTFOLDER Gesendete Objekte Name des Ordners für die versandten Mails in der IMAP Struktur
MAILADRESSE_ADMIN Diese Adresse wird beim Faxversand verwendet falls kein Benutzer angegeben ist

Definition der Personal / Benutzerdaten

Parameter Beispiel Beschreibung
IMAP-Benutzer office Benutzerkonto am IMAP Server
IMAP-Kennwort Kennwort Kennwort für den Benutzer am IMAP Server.Hinweis: Das Kennwort wird nur mit ** angezeigt.

Der IMAP Server ist definiert, es werden aber keine E-Mails versandt?

Der interne Versanddienst von Kieselstein ERP funktioniert so, dass zuerst das E-Mail per SMTP Server versandt wird. Hat dies funktioniert, so wird, wenn der IMAP Server definiert ist, eine Kopie davon in das IMAP Konto des Benutzers abgelegt.

Das bedeutet: Bitte prüfe ob der Zugriff auf den SMTP Server mit den Parametern SMPTSERVER, SMTPSERVER_BENUTZER, SMTPSERVER_KENNWORT richtig konfiguriert ist.

Man sieht im System, unterer Modulreiter Versandauftrag, beim jeweiligen Versandauftrag unten den Status. Interpretiere dies diese entsprechend.

Werden Parameter am Versandauftrag verstellt / neu gesetzt, so sollte ein im Postausgang wartender Auftrag mit dem grünen Haken neu getriggert werden. Es wird dadurch auch die interne Zeitsteuerung neu angestoßen.

Bei mehreren Mandanten achte bitte darauf, dass alle erforderlichen Parameter sowohl unter System, als auch im Personal je Mandant und Mitarbeiter, der Versenden darf, definiert werden muss.

Voraussetzungen die gegeben sein müssen um E-Mails richtig weiterreichen zu können

Gerade im deutschsprachigen Raum kommt es immer wieder zur massiven Verwirrung, weil der Inhalt von E-Mails nicht richtig weitergereicht wird. Hier kommt erschwerend dazu, dass am E-Mail-Versand doch einige Systeme beteiligt sind.

  • Kieselstein ERP -> übergibt das E-Mail an den SMTP Server
  • SMTP Server reicht das E-Mail an den Empfänger weiter und bestätigt dass das E-Mail versandt werden konnte
  • Kieselstein ERP legt eine Kopie im IMAP Ordner des Versenders ab
  • Empfänger öffnet das E-Mail mit seinem Client

Abhängig von dem was gesandt wurde, verhalten sich die Systeme zum Teil sehr unterschiedlich.

Wichtig:

  • Derzeit wird E-Mail Text welcher von Kieselstein ERP generiert wird als reiner ASCII Text übergeben. Dieser Text ist nach UTF-8 codiert.
  • Die SMTP Server richten sich normalerweise nach der im Betriebssystem des Servers eingestellten Sprache
  • Plain Text E-Mails, wie sie von Kieselstein ERP gesendet werden, werden in den Clients oft unterschiedlich interpretiert / dargestellt.

Daher müssen, damit die E-Mails mit Umlauten auch richtig beim Empfänger ankommen, alle beteiligten Komponenten mit den Vorschriften RFC 2047 und RFC 6152 richtig umgehen können.

Ein wichtiger Punkt ist dabei noch die richtige Codierung der mail.xsl Datei. Diese muss für Windows und Linux auf UTF8 erfolgen, für MAC auf ISO-8859-1 (Ansi). Achte darauf diese XSL Dateien ausschließlich mit geeigneten Editoren zu bearbeiten, wie z.B. Notepad++. Zum Thema SMTP Versand siehe auch.

Fax - E-Mail Gateway

Alternativ zur oben beschriebenen Faxweiterleitung ist auch der Versand eines E-Mails an einen Fax-Mail Gateway möglich. Auch hier wird ein E-Mail mit PDF Anhang an eine bestimmte Adresse versandt, es sind jedoch im Betreff die entsprechenden Daten enthalten. Der Aufbau ist wie folgt:

E-Mail Empfängeradresse, so wie unter SMTPSERVER_FAXDOMAIN angegeben.

Betreffzeile: Passwort internationaleNummer; Rückmeldungstext für Bestätigung

Für die Aktivierung dieser Funktion müssen die folgenden Parameter (Kategorie Versanddienst) entsprechend eingestellt sein:

  • SMTPSERVER_FAXANBINDUNG: Wert=1
  • SMTPSERVER_FAXDOMAIN: fax.xpirio.com
  • XPIRIO_KENNWORT: Kennwort für das Gateway

Fax - Gateway für Faxmaker

Der Faxversand über den Faxmaker ist ebenfalls möglich.

Angeblich ist die für Kieselstein ERP zu verwendende Option immer verfügbar. D.h. es ist für den Faxversand lediglich bei SMTPSERVER_FAXDOMAIN FAXMAKER.COM einzutragen.

In aller Regel macht die Telefonanlage / der Faxmaker die Amtsholung selbst, daher muss der Parameter AMTSLEITUNGSVORWAHL auf ein Leerzeichen gestellt werden. Die Übergabe der Faxnummer mit enthaltenen Leerstellen ist entgegen der Beschreibung von Faxmaker bei der von uns getesteten Version möglich.

Einrichten EMail-Versand per GMail

Um auch über ein GMail Konto EMails aus Kieselstein ERP versenden zu können, hilft eventuell folgende Vorgehensweise:
Nach erfolgter Anmeldung an deinem Google Konto, suche nach den App-Passwörtern.
Wähle hier nun die App-Art E-Mail aus und lasse dir dafür ein Passwort generieren:

Dieses Passwort muss nun in den Parametern eingetragen werden, also unter

  • System, Parameter, E-Mail Selbstverständlich ist auch der entsprechende GMail Benutzer einzutragen.
    Um nun den Versand per EMail zu testen, wechselst du in den Reiter E-Mail Admin und versuche direkt, also ohne den Umweg über die Automatik des Versanddienstes, durch Klick auf Test E-Mail versenden ein entsprechendes EMail rauszusenden. In den darunter angezeigten Einträgen ist ersichtlich ob dies auch funktioniert hat.

Der Sende-User

Damit die Emails versandt werden können, muss sich ein besonderer User an deiner Kieselstein ERP Installation anmelden können.
Dies ist der User lpwebappzemecs, mit dem Passwort lpwebappzemecs.

Wichtig:
Dieser User muss vor dem Versuch des Versendens eines EMails eingetragen sein. Wurde bereits versucht EMails zu versenden und diese gehen im Versandauftrag nicht raus, so hilft nur diese erneut zu versenden. Hintergrund ist, dass auch diese Daten in den Versandaufträgen abgespeichert werden.

Sollte es trotzdem nicht gehen, könnten aus den verschiedensten Gründen noch 0-Byte Files “herumliegen”. In diesem Falle, den Wildfly stoppen, die 0-Byte Files aus standalone/data löschen und den Server wieder starten.

Wenn der obige User nicht konfiguriert sein sollte, so steht im Serverlog ungefähr folgender Eintrag:

2024-04-26 16:55:10,479 ERROR [org.jboss.as.ejb3.timer] (EJB default - 4) WFLYEJB0020: Error invoking timeout for timer: [id=3e45d60d-ff9e-4fb3-8473-d083cf1f2077 timedObjectId=lpserver.ejb.ShopTimerFacBean auto-timer?:false persistent?:true timerService=org.jboss.as.ejb3.timerservice.TimerServiceImpl@60767998 initialExpiration=Fri April 26 16:55:10 CEST 2024 intervalDuration(in milli sec)=0 nextExpiration=null timerState=CANCELED info=null]: javax.ejb.EJBException: java.lang.NullPointerException at org.jboss.as.ejb3.tx.CMTTxInterceptor.handleExceptionInNoTx(CMTTxInterceptor.java:212) at org.jboss.as.ejb3.tx.CMTTxInterceptor.invokeInNoTx(CMTTxInterceptor.java:264) at org.jboss.as.ejb3.tx.CMTTxInterceptor.notSupported(CMTTxInterceptor.java:316)

Eventuell steht da noch zusätzlich:
2024-04-26 16:59:10,505 ERROR [com.lp.server.shop.ejbfac.ShopTimerFacBean] (EJB default - 9) Das wechseln des Mandants schlug fehl: com.lp.util.EJBExceptionLP: javax.persistence.NoResultException: No entity found for query at com.lp.server.benutzer.ejbfac.BenutzerFacBean.benutzerFindByCBenutzerkennung(BenutzerFacBean.java:545)

Einstellungen für Office365

Um mit dem Office 365 im Auftrag von (SendAs) senden zu können, muss bei jedem Benutzer unter dessen Adresse man senden will, derjenige eingetragen werden der im Namen des Benutzers senden will.
Z.B. wenn info@kieselstein-erp.org erlaubt dass von office@kieselstein-erp.org gesendet werden darf, dann muss bei office@ die info eingetragen werden (und nicht umgekehrt, was der deutschen Denkweise entsprechen würde).

3.15 - Praktische Zusatztools

Parktische Zusatztools

Wir dürfen immer wieder kleine praktische Tools für unsere Anwender und Mitglieder erzeugen.

Hier eine Auflistung welche Tools aktuell zur Verfügung stehen

XLS je Blatt verschlüsselt als PDF ablegen. -> Anwendungsfall, Lohnverrechung im XLS

Aufgereihte Lieferanten Angebotspositionen als Kieselstein-ERP Lieferantenimport File zur Verfügung stellen, mit Angebotsnummern Ergänzungsscript

Opticon Reader App

Bildschirmschoner mit guter HTML Darstellung

Anwesenheitsliste, Proxy-Server

Backup-Liste für Starface Telefonanlagen

3.16 - Tipps und Tricks

Tipps und Tricks rund um dein ERP System

Nachfolgend eine lose Auflistung von Lösungen, die sich im Alltag herauskristalisiert haben.

Memor1 scannt zwar, die App reagiert aber nicht

Mögliche Ursache: Die Pre und Post-Codes sind aktiviert. Siehe dazu Am Memor1 = Android, Einstellungen, Scanner Settings, Formating, und Pre- und Postfix Wenn da Einträge drinnen sind werden diese mitgesendet aber gegebenenfalls nicht angezeigt. Äußert sich ev. auch dadurch, dass man, wenn man die Artikelnummer editiert, geht es auf einmal.

3.17 - Installation Hilfeeditor

Wie die Hilfe bearbeiten

Der eigentliche Editor

Für das Editieren der Hilfeseiten aufgrund eines Vorschlages von Steffen Bätz wird das Visual Studio Code mit MarkDown verwenden.
Visual Studio Code herunterladen = https://code.visualstudio.com/download Starten, bei der Frage nach den Themes habe ich solarized Light eingestellt, bzw. links unten das Zahnrad, Designs, Farbdesigns und dann Light + V2 . Ist am ehesten für mich lesbar.

Wenn man nun das Preview Fenster auch sehen will, so aus dem Text-Editor Strg+K und dann V drücken. So kommt rechts ein zweites Fenster, in dem man die Preview sieht.

Achtung: jetzt wieder in das linke Editor Fenster wechseln, sonst ändert man den Inhalt des Previews, was man ja nicht will.
Also immer im linken Fenster arbeiten.

Eine Beschreibung der vielen Text-Commandos siehe z.B. https://www.markdownguide.org/basic-syntax

Für Kopieren der Bilder aus Zwischenablage siehe

Zeichnen

Zusätzlich noch das Drawio Plugin für Visual Studio Code einrichten. Man muss dann die Files mit filename.drawio.svg benennen, dann kann man diese direkt bearbeiten.
Beispiel:

d.h. das File dann im Verzeichnisbaum doppelklicken (ein bisschen Geduld) und dann im drawio bearbeiten. Zum Speichern auf Datei, Save gehen (Strg+S geht nicht).

Formeln

Darstellen von Formeln usw.. Dafür einbinden von Latex um die Formeln darzustellen. https://www.docsy.dev/docs/adding-content/diagrams-and-formulae/
Denk daran die ..\user-doc\config.toml zu ergänzen.

Latex aktivieren für Formeln
[params.katex]
enable = true\

Commandos / Basic Syntax

für Visual Studio Code

https://code.visualstudio.com/shortcuts/keyboard-shortcuts-windows.pdf

für MarkDown

https://www.markdownguide.org/basic-syntax oder auch https://markdownmonster.west-wind.com/docs/_4rd0xjy44.htm

Commandos die ich gerne nutze

Commando Wirkung
Strg+K & V Preview Fenster in der rechten Bildschirmhälfte. An das Zurückwechseln denken
Alt+Strg+V Einfügen aus der Zwischenablage, je nach Datentyp kommt dann
Wenn Bild: Ein Dialog mit dem der Filename angegeben wird. ACHTUNG: Überschreibt ohne Rückfrage.
Praktischer Trick wenn überschrieben werden sollte, den Link auf das Bild (Rufzeichen usw.) vorher markieren.
Einfügen aus HTML. D.h. das vollständige HTML in die Zwischenablage kopieren.(Vollständiges HTML im Total mit F3 öffnen und dann 1 drücken für reinen Text und dann erst markieren)
<br> Zeilenumbruch erzwingen
<u> </u> Underline ein/ausschalten
** Fett ein / ausschalten
* Kursive ein / ausschalten
- Auflistung ohne Nummerierung. Wenn unter Einrückungen, dann mit Tab eins weiter nach rechts reinrücken. An den Space danach denken. Geht angeblich auch mit * und +
1. Auflistung mit Nummerierung (abc geht leider nicht). Auch hier mit Tab für eine Unter-Nummerierung reinrücken. Wichtig der Space nach dem . (und keine Klammer)
- a.) Da wir gerne abc nutzen, vorher das - verwenden und dann manuell das ABC angeben
Strg+K & C Comment: HTML Auskommentieren des markierten Textes. Geht nur innerhalb einer Zeile
Strg+K & U Un-Comment: Die HTML Auskommentierung wieder entfernen
[Link](#) Liefert alle Links innerhalb dieser Datei um hinter dem Link den “GoTo” zu hinterlegen
Strg+P Liste der offenen Files
Strg+Shift+P alle Markdown Befehle
Strg+Ö Startet das Terminal = Windows PowerShell und dann ins Laufwerk wechseln, aufs Verzeichnis gehen (cd .\Git_KES\user-doc) und dann Hugo starten (hugo server –disableFastRender –navigateToChanged)
Strg+Shift+H Wenn links oben das Verzeichnis der gesamten Dokumentation (Content) ausgewählt ist, so kann damit ein replace in allen Files vorgenommen werden.
ACHTUNG: es gibt kein Undo und wenn man sich vertippt hat, ist es in allen Dateien so.

vom htm zum RelRef

Eine Beschreibung wie man die einmalige Aktion vom Anker <a </a bzw. *.htm zum relref kommt. Ich nutze dafür Tastentrick.de, kostet 30,- € und habe auf die F11 die Mustersequenz hinterlegt.

D.h. zuerst suchen in allen *.md Dateien nach .htm mittels Totalcommander. Liefert aber nur eine Liste was noch alles zu übertragen ist. Diese in ein Spreadsheet eintragen. Man kann sich das SpreadSheet mit obigem, Strg+Shift+H ersparen.

Zusätzlich kann MarkDown beim Strg+Shift+H auch Regular Expressions. D.h. man kann damit direkt “Übersetzungen” durchführen. Auch hier ACHTUNG: Es gibt kein Undo.

  • Ersetze:
  • Durch: (Inhalt des Kommentars)

Die HTML-Erzeugungs-Maschine

Um die gesamte Hilfe als schnelle statische HTML Seite zu bekommen, kommt der Google-Dienst Hugo zum Einsatz. In diesem ist auch eine “Google-” Suche mit integriert, damit Sie rasch zu den gewünschten Themen finden.

Installation von Hugo

  1. https://gohugo.io/installation/
    Die weitere Beschreibung geht von einer Windowsumgebung aus
  2. https://gohugo.io/installation/windows/
  3. Runtersuchen/srollen zu Prebuilt binaries und Visit the latest release bzw. die darunter ausgeführten Installations-Punkte ausführen. Denken Sie auch daran die Path Variable zu ergänzen. ACHTEN Sie darauf die extend Version zu verwenden, sonst kommt es zu Fehlern des Hugo. Ev. müssen Sie dann auch noch “npm install postcss-cli” ausführen.
  4. Nun muss als nächstes go installiert werden. Wählen Sie dafür https://go.dev/doc/install. Nach erfolgreicher Installation starten Sie ein neues Command Fenster und geben go version ein. Nun muss die Versionsnummer angezeigt werden.
  5. Und nun muss noch NodeJS installiert werden. Wechseln Sie dafür auf https://nodejs.org/en/download/
  6. In den weiteren Beispielen ist der Hugo Server auf d:\Hugo\hugo.exe und der Inhalt der / dieser Hilfe auf d:\Git_KES\user-doc\content
  7. Wechseln Sie nun in das Root-Verzeichnis der Dokumentation. Das ist in unserem Beispiel: d:\Git_KES\user-doc\
  8. Starten Sie nun den Hugo-Server durch die Eingabe von Hugo (ohne alles) und beobachten Sie die Ausgabe. Es wird mit dem Download der eigentlichen Module begonnen. Dies kann je nach Leistungsgeschwindigkeit etwas dauern.
  9. Sie finden die soeben erzeugte Webseite unter ..\user-doc\public\index.html
  10. Einfacher ist es wenn Sie den Hugo mit dem Parameter server starten. Damit erhalten Sie nach dem Start die Info: Web Server is available at http://localhost:1313/user-doc/
  11. Nun starten Sie einen Browser z.B. Firefox oder Chrome und rufen http://localhost:1313/user-doc/ auf Der Hugo Server reagiert innerhalb weniger Sekunden auf Ihre Textänderungen in der Hilfe.

Parameter für den Hugo Server

  • –navigateToChanged –> Springe in der HTML Darstellung auf die soeben geänderte Seite
  • –disableFastRender –> baut den Index neu auf. Praktisch wenn eine Seite nicht funktionieren will

Dateistruktur

Für eine effiziente Verwendung mit Hugo müssen einige kleine Konventionen in der Dateistruktur und auch im Inhalt der md Dateien eingehalten werden.

  1. in jedem Verzeichnis gibt es eine Datei _index.md. Dies ist faktisch die Startdatei dieses Unterverzeichnisses.
  2. weitere Kapitel kommen in eigene Unterverzeichnisse mit jeweils einer eigenen _index.md Datei. Damit wird erreicht, dass sowohl in VSC als auch in der durch Hugo gerenderten Web-Seite die Bilder dargestellt werden.
  3. Die Reihenfolge ergibt sich aus …..
  4. Beachten Sie auch, dass der Kopfblock faktisch die Überschrift des Kapitels ist und somit weitere Unterpunkte nur mehr mit ## geschrieben werden dürfen.
  5. Damit Hugo diese einbindet, müssen die Kopfinformationen, categorie, tags usw. gegeben sein. Damit erreichen Sie ein automatisches Auflisten in der Menüstruktur. Zugleich bedeutet dies aber auch, dass je eigenes Kapitel ein eigenes Unterverzeichnis mit einer eigenen _index.md Datei erforderlich ist.
  6. Die Verlinkung unter den Dateien kann auf die ## Überschriften hin erfolgen. Es kann dafür auch der Syntax für Hugo verwendet werden. Siehe https://gohugo.io/content-management/cross-references/.
  7. Sortierung der Dateien in der linken Auflistung. Diese erfolgt nach Default: Weight > Date > LinkTitle > FilePath.

Einfügen aus Zwischenablage

Ist üblicherweise in Visual Studio Code bereits enthalten. Kopiere das gewünschte Bild in die Zwischenablage und drücken dann Strg+Alt+V

Die Frage ist schlichtweg, wie verwaltet man hier sprechende Filenamen, sonst hat man überhaupt keinen Überblick mehr.

Hinweis: Die Zuordnung von Bildern zu den entsprechenden Inhalten funktioniert nur für die _index.md Dateien. Verwendet man andere Dateinamen, z.B. quasi als Unterfile, werden die Bilder zwar in der Vorschau, aber nicht im mittels Hugo kompilierten File angezeigt.

Zeichnen von Diagrammen usw.

Hier ist das Draw.io Plugin zu empfehlen. http://draw.io/

struktur.drawio.svg und wie geht das jetzt?

Rechtschreibprüfung

Installation der Markdown Erweiterung Code Spell Checker
und Installation der deutschsprachigen Erweiterung https://marketplace.visualstudio.com/items?itemName=streetsidesoftware.code-spell-checker-german

Daran denken, dass man nach der Installation noch einmal auf Extensions geht und mit Rechtsklick auf German Code Spellchecker auf Apply Extension to all Profils wählt, damit das auch in allen Dateien angewandt wird.

Kopieren von (HTML) und Bildern

Markdown Paste von telesoho über Extensions installieren
Um HTML zu kopieren, den vollständigen HTML Text inkl. aller HTML Commands markieren, in die Zwischenablage kopieren und in ein Markdown File mit Strg+Alt+V einkopieren. Je nach Datenmenge kann das durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.
WICHTIG: Wenn das Einfügen nicht gehen sollte, am Besten an den Bildern aus der Zwischenablage testen, so liegt das an den Trusted Restrictions.

Trusted Restrictions

Gerade bei neuen Installationen oder Verzeichnissen muss man den Dateien und Verzeichnissen vertrauen.
Gegebenenfalls erscheint am oberen Bildschirmrand ein
Klicke hier auf Manage und gib das gesamte Verzeichnis frei.

Oder du klickst im Menü auf Help und dann Show All Commands

und suchst dann nach Trust.


und wählst nun Manage Workspace Trust.
Hier nun weiter und add Folder, bzw. siehst du hier auch, was schon alles freigegeben ist.

Die meist genutzten MarkDown Steuerzeichen

fett
kursive
fett und kursive
Unterstrichen wird nur durch HTML Steuerzeichen unterstützt.

Blockeinrückungen werden mit > am linken Rand erreicht und werden durch ein weiteres > in einer leeren Zeile wieder beendet.

mehrere Ebenen eben mit mehreren >

Kommentare einfügen

Baut auf der HTML Kommentar-Syntax auf. Direkt im VSC Editor den Kommentar markieren und dann Strg+K und Strg+C bzw. um den Kommentar wieder zu entfernen Strg+K und Strg+U (uncomment)

einige grundsätzliche Regeln

Bilder

Bilder werden immer im jeweiligen Modulordner abgelegt (und nicht im IMG Unterordner)

Sortierung im linken Auswahlmenü

Um die Sortierung zu erreichen wird nur das Attribut Weight verwendet. Dies definiert die Sortierung innerhalb des jeweiligen vorgängerverzeichnisses

Kapitelüberschriften

Es werden die ## für die (Kapitel-) Überschriften genutzt. Damit kann auch darauf verlinkt werden.

Verlinken

in Unterverzeichnisse absolut

Innerhalb der Dokumentation auf ein völlig anderes Kapitel o.ä. springen. D.h. man geht vom Root der Dokumentation aus.
Beispiel:
Mengeneinheiten springt vom Root weg genau auf die Seite (= Unterverzeichnis) Mengeneinheit. In diesem Verzeichnis muss es ein _index.md geben.
Positionsarten in den Verkaufsmodulen

in Unterverzeichnisse relativ

Vom Verzeichnis dieser _index.md ausgehend in ein Unterverzeichnis.
Beispiel:
Mengeneinheiten springt nur auf die Seite (= Unterverzeichnis) Mengeneinheit. In diesem Verzeichnis muss es ein _index.md geben.
Bedenke: Bei eindeutigen UNterverzeichnisnamen kann Hugo auch relative Angaben auflösen. Einzig bei mehrdeutigen Unterverzeichnisnamen muss die absolute Pfadangabe gewählt werden.

WICHTIG:
Nach dem Lablenamen in eckigen Klammer muss OHNE Space dazwischen in runden Klammern der Aufruf stehen. Hier ist wieder wichtig, dass nach dem Rundeklammer auf ein Space kommt und dann erst die geschwungenen Klammern.
Wird in der Vorschau der Link nicht aufgelöst, so ist in der Regel hier der Fehler zu suchen.

Hinweis:
Es ist die relative Verlinkung zu bevorzugen, da damit auch Verlagerungen / Reorganisation der Verzeichnisstruktur möglich sind, ohne lange die absoluten Pfade korrigieren zu müssen.

Verlinkung auf eine Kapitelüberschrift

Will man eine direkt zu einer Kapitelüberschrift springen ist nach dem Pfad mit # dann die Kapitelübeschrift in Kleinbuchstaben und Spaces gegen - getauscht anzugeben. Sind darin auch noch Umlaute enthalten landet man schnell bei der HTML Notierung. Hier ist am Einfachsten die Seite mit dem Ziellink im Browser zu öffnen und den Link herauszukopieren und entsprechend anzugeben.
Beispiel:
Muster Link direkt zu einer Überschrift

old

  • Verweise auf andere Dateien, Unterverzeichnisse sollten mit z.B.Mengeneinheiten gemacht werden. Das Wort in eckiger Klammer wird in der interpretierten Webseite als Link dargestellt, welcher auf das dahinter angegebene Verzeichnis, mit einer _index.md, verweist. relref bedeutet relative Referenz in der gesamten Dokumentation. Beachten Sie: die Verzeichnisnamen und auch die Anker (anchor) müssen immer in kleinschreibung angegeben werden. Zusätzlich muss bei Verwendung der Anker der gesamte Pfad (inkl. Dateiname bzw. Verzeichnis) in Hochkomma gesetzt sein. Beispiel:
    Mengeneinheiten springt nur auf die Seite Mengeneinheit.

Bestellmengeneinheiten

Beachten Sie bitte zusätzlich, dass Leerzeichen in den Ankernamen durch - (Bindestrich) ersetzt werden. Praktisch ist:

Hinweis: Beim Einkopieren passiert es immer wieder dass doppelte (( )) Runde Klammer entstehen. Damit geht der Link nicht und zeigt nur den Inhalt an. Es darf nur eine Runde Klammer, Space, 2 x geschwungene Klammer sein.

Verlinkung innerhalb einer Datei selbst

Geht relativ einfach mit eckiger Klammer und der Angabe des Ankers in runder Klammer, beginnend mit #. Tippt man das ein, kommt ab dem # sofort die Auswahliste der Anker innerhalb der Datei. ABER: alles in kleinbuchstaben
und Leerzeichen werden durch - Bindestrich im Link ersetzt. So geht die Verlinkung auf [Link innerhalb der Datei] nicht, aber Link-innerhalb-der-Datei funktioniert wunderbar. Sollte man sich bei einem Link einmal nicht sicher sein, einfach den Link anlegen und speichern und dann im Browser beim Hugo-Link nachsehen.

Verlinkung zum Download einer lokalen Datei

Manchmal möchte man auch lokale Dateien zur Verfügung stellen. Dies ist meist auch relativ zum Verzeichnis der bearbeiteten md-Datei. Hier gibt man z.B. den Text was das ist an (siehe auch Jasperstudio).
Mit obigem Link kommt natürlich nicht gefunden.

Tabellen

werden mit

Spalte 1 Spalte 2 rechtsbündig Mittig
kurz Zahl X

geschrieben. Sollte die Spalte rechtsbündig ausgerichtet sein, dann hinten ein Doppelpunkt. Sollte sie mittig ausgerichtet werden, so :-:

Beschreibung wie ein Artikel aufgebaut sein sollte

  1. zuerst den Teaser
  2. Der Schwerpunkt sollte auf jeden Fall auf dem Modul und seinen Funktionen liegen. Beschreiben Sie nur eine Funktion nach der anderen - verraten Sie nicht alle Funktionen
  3. Dann einen längeren beschreibenden Text und dann die einzelnen Punkte des Moduls
  4. Das Ziel ist immer zuerst eine Beschreibung zu haben, wofür was gut ist. Zuerst sehr allgemein und dann detaillierter.
    Orientieren auch am Aufbau eines Werbeemails

was noch ganz praktisch ist:

  • Warnung:

  • Dies dient zu Ihrer Info

  • ganz besonders wichtig, als erstes zu beachten

  • Seiteninfo

    Hier die Seiteninfo

ToDo vor dem Einchecken

Man hat, um die optische Erscheinungsform jederzeit prüfen zu können, sowieso den Hugo immer laufen. D.h. theoretisch sollten Tipp und Link-Fehler sofort auffallen. Leider ist dem nicht immer so, was vermutlich der Komplexität geschuldet ist.

Daher: Vor dem Einchecken den Hugo beenden und mit Rebuild neu starten.
Dann eventuelle Fehler beseitigen und danach erst einchecken.

Konvertieren mit Hugo, aufbauend auf DocSys

Unsere Einstellungen:

  • ..\user-doc\.vscode\settings.json

For large documentation sets we recommend adding content under the headings in this section, though if some or all of them don’t apply to your project feel free to remove them or add your own. You can see an example of a smaller Docsy documentation site in the Docsy User Guide, which lives in the Docsy theme repo if you’d like to copy its docs section.

Other content such as marketing material, case studies, and community updates should live in the About and Community pages.

Find out how to use the Docsy theme in the Docsy User Guide. You can learn more about how to organize your documentation (and how we organized this site) in Organizing Your Content.

Welche Icons werden verwendet?

Selbstverständlich haben wir uns bemüht alle Programmteile in der passenden Lizenz (AGPL) zu verwenden. Daher kommen auch nur freie Icons zum Einsatz. Wir haben dafür https://www.iconfinder.com/search?price=free&license=gte__1 verwendet.

Wo wird die generelle Description eingestellt?

Google nutzt ja sein eigenes Tool um damit auch kurze Infos in den jeweiligen Suchergebnissen anzuzeigen. Die generelle Einstellung findet man unter …/config.toml, hier der Eintrag “description”. Existiert dieser nicht, kommt das Beste HMTL Tool der Welt.

3.18 - Schnittstellen

Schnittstellen zu deinem Kieselstein-ERP System

Nachfolgend eine lose Sammlung von teilweise praktischen Schnittstellen zu deinem Kieselstein ERP-System

Telefonanlage

Einfache Übergabe der im Kieselstein ERP erfassten Telefonnummern, sodass die Telefonanlage dies automatisch einliest. Womit du auf dem Telefon den Namen des Anrufers siehst. Baut natürlich auf den sauber erfassten Telefonnummern auf. Siehe wie Telefonnummern erfassen.

Schnittstellen

In Kieselstein ERP sind eine Vielzahl von Schnittstellen und Datenanbindungen enthalten, welche auch laufend erweitert werden. Dies beginnt bei Importschnittstellen für Artikel, Stücklisten, Partner, Kunden, Lieferanten und geht bis zu komplexen Anbindungen an verschiedenste weitere vor oder nach-gelagerte Systeme.

Importe

  • Kassen Importer [Oscar und ADS3000]Linktext

  • [TrumpfTops]Linktext

  • Sachkonten Import in der integrierten Finanzbuchhaltung im CSV Format. Musterdaten für Österreich und Deutschland siehe Fibu_DE_Muster.csv. Für Schweiz und Liechtenstein siehe Fibu_CH_Muster.csv

Web-Shop Importe

  • Shopify Import in den Lieferschein

  • [WooCommerce](../auftrag/index.htm#WooCommerce Import) in den Auftrag

Exporte

Bitte beachten Sie ergänzend zu den Exporten, dass grundsätzlich jeder Druck aus Kieselstein ERP auch für Exporte, insbesondere im CSV bzw. XLS Format und natürlich im allseits beliebten PDF Format erzeugt werden können. Darüber hinaus gibt es noch weitere spezielle Anbindungen die hier beschrieben sind.

Bidirektionale Schnittstellen

Bidirektionale Schnittstellen bestehen meist aus einer Kombination von Modulen bzw. Vorgehensweisen die erst in Ihrer Gesamtheit den tatsächlichen Nutzen ergeben.

Schnittstellen zu Elektronik Distributoren

Nachfolgend eine Beschreibung der derzeit realisierten Schnittstellen zu den verschiedenen Distributoren. Bitte betrachten Sie dies auch als eine Auflistung von Möglichkeiten die bereits bestehen, welche wir, für Ihren bevorzugten Distributor gerne erweitern.

Farnell

Für Farnell wurde die Abfrage der kundenspezifischen Artikelpreise und des Versandes von Bestellungen realisiert.

Abfrage der Artikellieferantenpreise

Grundsätzliches: Voraussetzungen

  • Zusatzfunktionsberechtigung WEB_BAUTEIL_ANFRAGE

  • Parameter ARTIKELWIEDERBESCHAFFUNGSZEIT in Tage

  • API-Request werden am Server getätigt. Das bedeutet Ihr Kieselstein ERP Server muss eine Verbindung zum Farnellserver aufbauen dürfen.

  • Gepflegte Daten: Lieferantenartikelnummer und gegebenenfalls Herstellernummer. Hinweis: Als Lieferantenartikelnummer soll auch wirklich diese und nicht z.B. die Herstellernummer angegeben sein.

  • mind. Java 1.8.0_101 am Server

Einstellung im Lieferanten

  • Webabfrage-Eintrag kann wieder entfernt werden indem auf zurückgesetzt wird

Abfrage im Artikellieferanten Ist ein selektierter Lieferant im Artikellieferant ein Weblieferant (= hat einen Eintrag im Lieferant, Webabfrage <> LEER) so erscheint im Detail ein neuer Button “Webabfrage” und die Felder “Letzte Webabfrage” und “Bestand”. Mit Klick auf die Weltkugel werden die aktuellen Preise und weitere Daten abgefragt.

Suchparameter 1.) Artikelnummer Lieferant (des Artikellieferanten, der zum Zeitpunkt der Abfrage gültig ist bzgl. des Gültig-Ab Datums) 2.) Herstellerartikelnummer Sobald und nur wenn ein eindeutiges Ergebnis erzielt wird, werden die Daten des Artikellieferanten aktualisiert. Geht der API-Request nicht durch (Service derzeit nicht verfügbar, fehlerhafte Parameter,…) wird auch nicht aktualisiert, es erscheint eine entsprechende Meldung.

Aktualisierung Artikellieferant - Regeln 1.) Maßgebend ist jener Artikellieferant, der zum Zeitpunkt der Abfrage gültig ist bzgl. des Gültig-Ab Datums 2.) Blieb der Einzelpreis unverändert, so werden die Daten dieses Eintrags aktualisiert. Sonst wird ein neuer Eintrag des Artikellieferanten erzeugt mit Gültig-Ab des Abfragezeitpunkts

Aktualisierung Artikellieferant - Daten - Letzte Webabfrage

  • Webabfrage Bestand
  • Einzelpreis
  • Nettopreis: bei Neuerzeugung = Einzelpreis, bei Update entsprechend Rabatt
  • Rabatt = 0, bei Neuerzeugung
  • Artikelnummer Lieferant
  • Wiederbeschaffungszeit (in Tagen)
  • Weblink
  • Staffelpreise Bitte beachten Sie, dass es zwischen Ihrer lagergeführten Mengeneinheit und der bei Farnell verwendeten Mengeneinheit durchaus Unterschiede geben kann. Das bedeutet, dass z.B. ein Schrumpfschlauch mit 5m bei Farnell als 1Stk mit 5m geführt wird, Sie dies in Ihrem Artikelstamm in aller Regel in m (und damit in der Stückliste in mm) bewirtschaften werden. Das bedeutet nun, dass diese Übersetzung der Menge auf die Verpackungseinheit beim Artikellieferanten durch den Anwender selbst gepflegt werden muss. Weiters bedeutet dies, dass der Bestand und die Staffelmengen von den Farnell-Mengen (die auf Basis der Verpackungseinheit sind) in die lagergeführten Mengeneinheiten Ihres Artikelstamms umgerechnet werden. Bitte vermeiden Sie daher an dieser Stelle Definitionen wie 1Stk = 1Stk, denn andererseits benötigen Sie sicherlich 1Stk (Farnell Gebinde) = 1Liter z.B. einer Reinigungslösung. Da die von Farnell vorgegebene Mindestbestellmenge nicht unbedingt einen festen Zusammenhang mit der von Ihnen gewünschten Mindestbestellmenge haben muss, wird auch diese nicht auf die Daten der Schnittstelle gesetzt.

Um Missverständnisse in der Mengendefinition zu vermeiden raten wir daher von Farnell die (bekannte) Regelung zu verlangen, dass bei unklaren Einheiten Ihre Bestellung auf Halt gesetzt wird, um zu einer Abklärung der Ungenauigkeit von Seiten Farnell abgefordert zu werden.

Aktualisierung Staffelpreise - Regeln 1.) Maßgebend ist jener Eintrag, der für die aktuell geprüfte Menge zum Zeitpunkt der Abfrage gültig ist 2.) Bleibt Menge und Preis unverändert, dann auch der Eintrag 3.) Bleibt Menge bestehen und Preis ändert sich, dann 3a) Gültig Ab < Abfragetag: Bisheriger Eintrag mit Gültig Bis = Abfragetag - 1 und neuer Eintrag mit aktuellem Preis und Gültg Ab = Abfragetag 3b) Gültig Ab = Abfragetag: Bisheriger Eintrag wird mit neuem Preis aktualisiert 4.) Neue Menge führt zu einem neuem Eintrag mit Gültig Ab = Abfragetag 5.) Gibt es eine eingetragene Menge nicht mehr, so wird ihr das Gültig Bis = Abfragetag - 1 gesetzt

Automatikjob Webabfrage Artikellieferant

Um nun nicht jeden Artikel einzeln aktualisieren zu müssen, gibt es den [Automatikjob]Linktext Webabfrage Artikellieferant. Die Definition dafür finden Sie im Modul System, unterer Modulreiter Automatik. Dieser muss aktiviert werden und wird dann zum gewünschten Zeitpunkt einmal täglich, z.B. in der Nacht ausgeführt. Es werden dabei folgende Funktionen durchgeführt:

  • Es werden alle Artikel eines Weblieferanten abgefragt und aktualisiert   Weblieferant = Lieferant mit einem Eintrag im Reiter Webabfrage
  • Es gelten bzgl. Aktualisierung die gleichen Regeln wie über den Button im Artikellieferanten
  • Wird im Detail des Automatikjobs eine E-Mail-Adresse definiert, so wird nach Durchführung an diese EMailadresse ein Protokoll gesendet.

Protokoll Beispiel: Protokoll der Durchführung des Automatikjobs Webabfrage Artikellieferant.

Für Lieferant ‘Farnell GmbH’: Artikel ‘1000394NXP’: Aktualisiert Artikel ‘1000208YAG’: Aktualisiert Artikel ‘1000795AVX’: KEIN ERGEBNIS Suchparameter: Lieferantenartikelnummer ‘1657939’, Herstellernummer ’null’ Artikel ‘1000422NXP’: MEHRFACHE ERGEBNISSE Suchparameter: Lieferantenartikelnummer ‘1301304’, Herstellernummer ‘74HCT14D’ …

Mögliche Fehlermeldungen

  • Die Webabfrage für Artikel ‘0815’ wurde vom API-Server nicht zugelassen. Bitte prüfen Sie die Webabfragezugangsdaten im Lieferanten ‘XY’ => Lösung: wahrscheinlich stimmen die Parameter im Weblieferanten nicht.

  • Die Webabfrage für Artikel ‘0815’ führte zu keinem (od. mehrfachen) Ergebnis. Folgende Suchparameter wurden verwendet: Lieferantenartikelnummer ‘AB’, Herstellernummer ‘CD’ => Lösung: Prüfung der Lieferantenartikel- und Herstellernummer, z.B. ist keine Lieferantenartikelnummer angegebeben oder es wurde darin die Herstellernummer angegeben. Achtung, das sind zwei unterschiedliche Calls gegen den API-Server!

  • Die Webabfrage für Artikel ‘0815’ enthielt ungültige Parameter. Bitte prüfen Sie die Einstellungen im Lieferanten oder wenden Sie an Ihren Kieselstein ERP Betreuer. Bitte senden Sie uns dazu auch die Protokolldatei.

  • Die Webabfrage für Artikel ‘0815’ führte zu einer unerwarteten Antwort: => Lösung: Warten und später wieder probieren. Vor allem bei 503 Service unavailable oder 500 Internal Server Error

Versenden der Bestellungen im XML Format

Für Farnell steht mit dieser Anbindung auch das Versenden von Bestellungen im XML Format zur Verfügung. D.h. wenn bei einem Lieferanten die API zu Farnell aktiviert ist, so steht beim EMail-Versand der Bestellung neben dem normalen EMail-Versand auch der Versand per XML zur Verfügung. D.h. um die Bestellung im für Farnell lesbaren Format (OpenTrans1.0) zu senden, klicken Sie bitte auf Mit XML senden. Das bedeutet, dass wie bisher die Bestellung als PDF Datei an das EMail angefügt wird und zusätzlich die XML Datei als weitere Anhang dazugegeben wird. Beide Dateien werden auch in der Dokumentenablage dieser Bestellung abgelegt. Es sind dazu folgende Daten erforderlich:

  • im Lieferanten muss die Kundennummer hinterlegt sein
  • für jeden Artikel muss die “Artikelnummer des Lieferanten” (aus Artikellieferant) gesetzt sein Bitte beachten Sie, dass bei den Mengeneinheiten derzeit nur Stk, Meter, Kg, Liter, Stunde und Rolle in das OpenTransFormat übersetzt werden.

Um die EMail-Adresse der Bestellung entsprechend vorzubesetzen, nutzen Sie bitte die Übersteuerungsmöglichkeit der Ansprechpartnerfunktion. Für die richtige Empfänger-EMail-Adresse stimmen Sie sich bitte mit Ihrem Lieferanten ab. Für dien Test der Funktion sollte eine EMail-Adresse verwendet werden, die auch von Ihrem Lieferanten klar als Test deklariert ist.

Wieso werden bei “jeder” Abfrage neue Artikellieferanteneinträge gemacht?

Wie oben beschrieben werden bei Preisänderung zur Dokumentation der Preisentwicklung neue Gültig ab Einträge angelegt.

Was bedeutet Wiederbeschaffungszeit gegenüber der Lieferdauer?

In der Farnell Schnittstelle werden zwei Informationen übergeben. Einerseits der aktuelle Lagerstand und andererseits die Wiederschaffungszeit. Hier ist mit Wiederbeschaffungszeit jene Zeit (in Tagen) gemeint, die Farnell / das Werk benötigt um diesen Artikel wieder zu beschaffen.

Schnittstellen zu Kassenanbietern

Gerade im Handel sind die Übertragung der Artikel an die Kasse(n) und die Übernahme des Tagesprotokolls für die Verbrauchsbuchungen von der Kasse nach Kieselstein ERP vor allem zur Aktualisierung des Lagerstandes wesentlich. Sollten Sie weitere Schnittstellen / Funktionen benötigen, so bitten wir um Ihre Anfrage. Wir unterstützen Sie gerne.

Gastrosoft

Die Schnittstelle zu Gastrosoft besteht im wesentlichen aus zwei Teilen: a.) Export der Artikel mit Beschreibungen und Verkaufspreisen. Dies wird durch eine spezielle Preisliste aus dem Artikelstamm realisiert, mit der die Daten im XLS Format übergeben werden. b.) CSV-Kassenimport Diesen Import finden Sie im Modul Los, Menü Los -> Import -> CSV-Kassenimport. Auswahl eines Ordners, in dem die zu importierenden CSV-Dateien abgelegt sind. Es werden alle CSV-Dateien darin berücksichtigt.

Folgende Spalten werden benötigt:

  • Artikel (= Bezeichnung des Artikels)
  • Artikel-Nr.
  • Menge
  • Rech.-Datum
  • Rech.-Nr.
  • Pos.-Nr.
  • Datum (= Abschlussdatum)
  • E-Preis (= Einzelpreis)
  • G-Preis (= Gesamtpreis)
  • Zahlungsart
  • PLU
  • Hauptwarengruppe

Es wird jede Datei nacheinander manuell importiert. Es empfiehlt sich vor dem Import eine Prüfung zu machen. Etwaige Fehler werden im Importfenster aufgelistet. Wenn es eine spezielle Zeile betrifft mit Zeilennummer. Es wird davon ausgegangen, dass es pro Tagesabschluss eine Datei gibt. Es wird für jeden Dateiimport ein neues Los als freie Materialliste angelegt, mit dem Abschlussdatum des ersten Artikels des Imports als Beginn- und Ende-Datum. Im Projektfeld wird der Tagesabschluss textuell erfasst. Kostenstelle (mit definiertem Sachkonto), Fertigungsgruppe, Montageart muss gegeben sein. Es wird davon jeweils die 1. verwendet. Als Loslager wird jenes mit niedriegstem Loslager-Sort verwendet.

Jede Zeile (also jeder Artikel) wird als Lossollmaterial im Los angelegt. Ist der E-Preis eines Artikels negativ, wird das Sollmaterial als Lagerzugang gebucht, d.h. die angegebene Menge wird mit negativem Vorzeichen berücksichtigt. Ist ein Artikel lagerbewirtschaft, muss genügend im Lager verfügbar sein. Ist keine Artikelnummer angegeben, wird jene Artikelnummer für diese Zeile verwendet, die über den Mandantenparameter KASSENIMPORT_LEERE_ARTIKELNUMMER_DEFAULT_ARTIKEL definiert wurde. Im Kommentarfeld des Sollmaterials wird die Rech.-Nr., der G-Preis und die Zahlungsart geschrieben. Zusätzlich wird bei Verwendung des Defaultartikels die PLU und Artikelbezeichnung hinzugefügt.

Ist ein zu importierender Artikel ein Setartikel, so wird nicht der Artikel selbst, sondern seine Positionen als Lossollmaterial importiert. Die Menge in der Setartikelposition wirkt dabei als Faktor zur Menge aus dem CSV. Als Text des Kommentars wird neben der Rech.Nr., G-Preis und Zahlungsart auch angegegeben aus welchem Setartikel dieses Lossollmaterial ein Bestandteil war.

Beginnt die Hauptwarengruppe mit “Pfand” (Groß-/Kleinschreibung nicht relevant), so werden diese Artikel beim Import nicht berücksichtigt.

Mögliche Fehlerfälle sind:

  • Unbekannter Artikel
  • erforderliche Spalte nicht gefunden
  • zu geringer Lagerstand für bestimmten Artikel
  • Wert einer Spalte konnte nicht in erwartetes Datum oder erwartete Zahl umgewandelt werden
  • es konnte keine Montageart, Fertigungsgruppe, Kostenstelle mit definiertem Sachkonto oder ein Lager mit Loslager Sortierung gefunden werden
  • Defaultartikel für leere Artikelnummer nicht definiert
  • Setartikel enthält keine Positionen

Kassen Importer [Oscar]Linktext

[Siehe bitte]Linktext

Kassen Importer [ADS3000]Linktext

[Siehe bitte]Linktext

Schnittstellen zu MES Systemen

Manche Anwender sind der Meinung, dass MES Systeme an Kieselstein ERP angebunden werden sollten. Manchmal gibt es auch die Situation dass verschiedene Maschinenhersteller die erforderlichen Kommunikationsdaten nicht bzw. nur gegen Einsatz von sehr viel Geld, herausgeben.
Auch wenn wir der Meinung sind, dass eine direkte Integration der vollständigen Fertigungssteuerung in Kieselstein ERP deutliche Vorteile bringt, die Komplexität und Mühsamkeit der Abstimmung bestätigt dies, so unterstützen wir unsere Kieselstein ERP Anwender selbstverständlich auch in diesen Dingen.

Hydra

Mit der Hydra-Schnittstelle wurde eine bidirektionale Verbindung zwischen den Losen aus Kieselstein ERP und den (Fertigungs-) Aufträgen von Hydra geschaffen. Bitte beachten Sie bei der Definition Ihrer Kieselstein ERP Daten die zahlreichen Beschränkungen die durch das Hydra System grundsätzlich gegeben sind.

Nachfolgend eine kompakte Beschreibung zur Verbindung mit dem Hydra System. Für weitere Details wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Das Hydra-Microservice läuft als eigenständiger HTTP-Server (Host + Port in Mandantenparameter HYDRA_SERVER definieren), idealerweise direkt auf dem Rechner auf dem auch Ihr Hydraserver läuft. Wechselt ein Los in den Status “In Produktion” und entspricht es weiteren Hydra-Kriterien, wird die Ausgabe per HTTP-POST dem Microservice bekanntgegeben. Folgende Kriterien müssen dabei erfüllt werden:

  • Zusatzfunktionsberechtigung “Hydra”
  • Mandantenparameter HYDRA_SERVER beinhaltet mit Host:Port das darüber erreichbare Microservice
  • Los-Fertigungsgruppe ist jene wie in Mandantenparameter HYDRA_FERTIGUNGSGRUPPE definiert

Das Hydra-Microservice holt sich daraufhin selbständig über die Rest-API alle Daten des Loss und wandelt die erhaltenen Daten in die vorgegebene Hydra-Datenstruktur als Hydra-Auftragsdaten um. Diese beinhalten derzeit drei verschiedene Daten-Segmente:

  • Auftragskopf: Losnummer, Zusatzstatus, Stücklistenartikelinformation, Kunde, Losgröße, Beginn- und Ende-Termin
  • Langtexte des Auftragskopfes: Projekt und Kommentar
  • Arbeitsgänge, die wiederum in drei Segmente (AG, AG-Komponenten, AG-Langtexte) unterteilt sind. U.a. mit AG-Nr., AG-Namen, Rüstzeit, Stückzeit, Maschine, Material… Es werden dabei nur jene Arbeitsgänge berücksichtigt, die als AG-Art jene definiert haben, wie sie in der Konfiguration des Microservices definiert ist.

Pro Los erzeugt das Microservice somit eine temporäre Datei mit den zugehörigen Hydra-Auftragsdaten. Hydra nimmt die Daten über eine definierte Zieldatei entgegen, die von beiden Systemen (Hydra, Microservice) erreichbar ist. Ist diese Zieldatei nicht vorhanden (= Hydra hat die letzte eingelesen bzw. übernommen), schreibt das Microservice eine neue und fasst damit alle bis dahin erzeugten temporären Auftragsdaten darin zusammen und stellt sie so Hydra wieder zur Verfügung.

Schnittstellen zu Exchange / Outlook

  • Mit dem Zusatzservice HV-EST, HELIUM V Exchange Synchronisations Tool, können die Daten aus Ihrem Partnerstamm nach Exchange übertragen werden. Im wesentlichen werden hier die Firmen, Ansprechpartner mit deren Adressdaten, sowie Telefonnummern und EMailadressen in einer strukturierten Form in die zentralen Adressdaten des Exchange (LDap-Verzeichnis) importiert. Der Import ist so aufgebaut, dass portionsweise die Adressen vom HELIUM V Exchange Synchronisations Tool vom Kieselstein ERP Server abgeholt und in das Exchange übertragen werden. Da Exchange nur auf Microsoft-Betriebssystemen zur Verfügung steht, ist die HV-EST auch ein Windows-Programm.

    Die Gliederung / Erkennung ob eine Partneradresse eine Firma oder ein Ansprechpartner einer Firma ist, erfolgt daran, wenn eine Adresse ein Ansprechpartner einer Firma ist, so wird dies in dieser Struktur im Exchange abgelegt. Ist eine Adresse nicht Mitglied / Ansprechpartner einer anderen Adresse wird dies als reine Firmenadresse betrachtet. Zusätzlich werden die übertragenen Adressen gegenseitig gekennzeichnet, sodass Änderungen in Ihren Kieselstein ERP Adressdaten beim nächsten Lauf im Exchange aktualisiert werden. Da dieser Dienst, wie beschrieben, immer nur Teile überträgt, kann es, je nach Umfang, einige Zeit dauern, bis die Daten synchron sind.

    Bitte beachten Sie, dass aufgrund dessen, dass nur Adressdaten übertragen werden, keine wie immer geartete Unterscheidung zwischen den Mandanten gemacht werden kann.

  • Mit dem Zusatzprogramm HV-OST, HELIUM V Outlook Synchronisations Tool, können die Daten aus Ihrem Partnerstamm über Office365 nach Outlook übertragen werden. Die Einrichtung dieser Funktion setzt administrative Rechte für Ihren Office365 Zugang voraus. Das entsprechende Programm (HV-OST.exe) fordern Sie bitte mit der genauen Einrichtungsbeschreibung bei Ihrem Kieselstein ERP Betreuer an. Die Verbindung zwischen Kieselstein ERP und Ihrem Office365 Adressbuch stellt die im Personal des jeweiligen Benutzers eingerichtete EMail-Adresse dar. Es werden die Kontaktdaten anhand folgender Logik ermittelt: Projekte in denen der Benutzer als Mitarbeiter oder als “wird durchgeführt von” im Detail eingetragen ist. Angebote in denen der Benutzer der Vertreter ist Aufträge in denen der Benutzer als Vertreter oder Auftragsteilnehmer eingetragen ist Rechnungen in denen der Benutzer als Vertreter eingetragen ist. Kunden in denen der Benutzer als Provisionsempfänger oder als Sachbearbeiter eingetragen ist.

    Bitte beachten Sie auch den Personal-Parameter Alle Kontakte synchronisieren. Mit diesem werden, entgegen obiger Logik, alle Partner in Ihre Outlook-Kontakte übertragen.

Webshop

Nachfolgend eine Sammlung von nützlichen / wichtigen Informationen rund um das Thema Webshop.

Zum Thema CleverCure siehe bitte

Lieferschwelle / Lieferung an Endkunden im EU-Ausland

Mit der Lieferung an Endkunden (B2C Geschäft) im EU Ausland sind je nach Empfänger-Land verschiedene Lieferschwellen verbunden, bei denen Sie gezwungen werden, die Umsatzsteuer mit dem Steuersatz des Empfängerlandes anzugeben und auch die einbehaltene Umsatzsteuer beim jeweiligen Empfängerfinanzamt abzuführen.

Dies betrifft nur die Umsätze mit Endkunden. Für die Umsätze zwischen Unternehmen (B2B) gilt die Regelung der innergemeinschaftlichen Lieferungen.

Das bedeutet wiederum, dass es für Neukunden im Webshop wichtig ist, dass dieser seine UID-Nummer angibt.

Eine Aufstellung der Lieferschwellen finden Sie z.B. im Portal der österreichischen Wirtschaftskammer.

Wo kann ich definieren, ob Kundensonderkonditionen an den Webshop übermittelt werden?

In System - Parameter finden Sie den Parameter “KUNDESONDERKONDITIONEN_WEBSHOP_VERWENDEN”. Wenn Sie diesen Parameter auf 0 stellen, so werden die Kundensonderkonditionen nicht an den Webshop übermittelt. Bei 1 werden die Sonderkonditionen übermittelt.

3.18.1 - CleverCure

Infos rund um CleverCure

Eine Sammlung unserer Informationen rund um die EDI Schnittstelle CleverCure

Rest-Einsprungspunkt

Der Einsprungspunkt über das https: Protokoll (achte darauf, dass für den https-Port NUR dein externer Partner freigeschaltet ist) ist:
https://deine_externe_EP-Adresse/kieselstein-restapi/services/rest/api/beta/cc?companycode=nnnnn&token=tttttttttttt

  • Companycode siehe
  • token siehe

Error 417

Bedeutet dass (noch) kein Versandweg eingetragen ist. Diesen nachtragen. Dabei darauf achten, dass in der lp_versandwegpartnercc und in der lp_versandwegpartner die gleichen Anzahl an Definitionen gegeben ist. Die jeweilige ID ist der gemeinsame Schüssel.

select * from lp_versandwegpartnercc select lp_versandwegpartnercc.c_kundennummer, part_partner.c_uid, i_soko_adresstyp, * from lp_versandwegpartner inner join part_partner on lp_versandwegpartner.partner_i_id=part_partner.i_id left outer join lp_versandwegpartnercc on lp_versandwegpartnercc.i_id=lp_versandwegpartner.i_id order by part_partner.c_kbez

  • Üblicherweise per Hand die neue ID in der lp_versandwegpartner nachtragen
  • Irgendwie spielen da die UID Nummern auch noch mit, zumindest für die Zuordnungen
  • Knd Lieferantennummer = Werkskennung
  • Verkettung im lp_versandwegpartner
  • Es muss die Lieferadresse zugeordnet werden

Auftrag xxx existiert bereits

Diese Fehlermeldung (Error 417) kann leider auch bedeuten, dass ein Auftrag mit dieser Bestellnummer bereits in deinem Kieselstein ERP angelegt ist.

  • Im Tomcat-Log findest du dazu “nur”

IP-Adresse - - [14/Sep/2023:16:15:05 +0200] “POST /kieselstein-rest/services/rest/api/beta/cc?companycode=12345&token=20ETMCCMVH13 HTTP/1.1” 417 -
Wichtig ist hier der Zeitpunkt.

  • Im server.log findest du dazu:

2023-09-14 16:15:05,665 WARN [com.lp.server.auftrag.ejbfac.WebshopOrderServiceEjb] (default task-3) Der Auftrag ‘JJ/nnnnnnn’ existiert mit der Bestellnummer ‘xxxxxxxx’. Kein weiterer Auftrag angelegt!

Das bedeutet nichts anderes, dass versucht wurde einen Auftrag erneut einzuspielen, obwohl dieser bereits übermittelt wurde.
Info: Die Schnittstelle ist so vereinbart, dass einmal übertragene Aufträge vom CleverCure-Sender nicht mehr geändert werden dürfen.
Warum? Wie willst du denn deine Fertigung steuern, wenn dir der Kunde laufend die Auftragsdaten verändert?

zu klären

Werden versteckte Artikel trotzdem in die AB übernommen, oder kommt deswegen ein Fehler, weil nicht ordentlich unterstützt?

Anbindung Clever Cure

Mit der Anbindung an CleverCure (siehe dazu auch CureComp.com) wurde eine praktische Schnittstelle für einen Teil der Supplychain geschaffen.

Die im Wesentlichen abgebildeten Funktionen sind:

  • Übertragen einer Bestellung aus dem Kundensystem in Ihr Kieselstein ERP
  • Senden der Auftragsbestätigung aus Ihrem Kieselstein ERP an den Kunden
  • Senden eines Lieferavisos

Voraussetzungen: (Konfiguration siehe unten)

  • Kieselstein ERP Webservices
  • Kieselstein ERP RestAPI Server
  • HTTPS Zugang bidirektional, abgesichert durch Zertifikate. Eine entsprechende Parametrierung der Firewall ist erforderlich.
  • Parameterdaten wie Kundennummern, Lieferantennummern usw.
  • Kunden-Sonderkonditionen zur Pflege der Kundenartikelnummern

Ablauf:

Nach erfolgter Parametrierung und Einrichtung des Systems sieht der Ablauf wie folgt aus:

  1. Vom Kundensystem wird eine Bestellung mit Auftrags-, Rechnungs- und Lieferadresse und den inhaltlichen Positionen gesandt. Von der Kieselstein ERP CleverCure Schnittstelle werden diese Daten, soweit sie technisch (Achtung: Nicht inhaltlich) in Ordnung sind gültig entgegen genommen.

  2. Diese Daten werden konvertiert und als Auftragsbestätigung in Ihrem Kieselstein ERP angelegt. Zugleich wird ein EMail an den CleverCure EMail-Empfänger über den Auftragseingang gesandt. Details zur Datenzuordnung siehe unten.

  3. Von Ihnen wird die Auftragsbestätigung geprüft und gegebenenfalls korrigiert. Bitte achten Sie darauf, dass –> Positionensplitt ….

  4. Drucken Sie nun die Auftragsbestätigung, zumindest in die Vorschau, aus. Entspricht die AB Ihren Vorstellungen, so

  5. senden Sie diese per CleverCure an Ihren Kunden, durch Klick auf den Knopf Auftrag übermitteln in den Auftrags-Kopfdaten. Wurden bereits Daten an Ihren Kunden gesandt, so:

    • wird dies durch einen grünen Hintergrund im Knopf angezeigt und der Zeitpunkt des Versands wird in der Fußzeile angezeigt.
    • sollte die Auftragsbestätigung erneut an den Kunden gesandt werden, so wird nach dem Klick auf den Auftrag übermitteln Knopf die Meldung    angezeigt, welche mit Ja bestätigt werden muss. Bitte beachten Sie, dass damit eine entsprechende Änderung der Auftragsdaten auch bei Ihrem Kunden vorgenommen wird. Info: Neben den üblichen Daten aus Kieselstein ERP wird auch das Ursprungsland, welches im jeweiligen Artikel hinterlegt ist, in der Auftragsbestätigung mit zurückgesandt.
  6. Nach erfolgter Beschaffung / Produktion erfolgt die Lieferung der Ware, in der in Kieselstein ERP üblichen Art und Weise, Auftragsbezogener Lieferschein, Sicht Auftrag.

  7. Ist die Lieferung fertig zusammengestellt und der Lieferschein ausgedruckt, so senden Sie Ihrem Kunden eine Lieferaviso. Klicken Sie dazu im Lieferschein, Kopfdaten auf Lieferaviso übermitteln . Auch hier gilt, wenn ein Lieferaviso bereits versandt wurde, wird dies durch den grünen Hintergrund im Lieferaviso Knopf angezeigt. Auch das Lieferaviso kann erneut versandt werden.

Zuordnung der Daten zwischen CleverCure und Kieselstein ERP

Clever Cure Kieselstein ERP Bemerkung
<BUYER_PARTY> <PARTY_ID> Auftragsadresse Diese muss im Kunden als Lieferantennummer hinterlegt sein. Bitte überprüfen Sie auch die im Kunden hinterlegten UID.Dies ist zugleich auch die Basis für die Zuordnung der Kundenartikelnummern zu Ihren eigenen Artikelnummern.
<SHIPMENT_PARTIES> <DELIVERY_PARTY> Lieferadresse Es muss dazu die Adresse im Wortlaut übereinstimmen. D.h. die ersten beiden Zeilen der Adresse und die Straße.Gegebenenfalls nicht konvertierbare Zeichen werden ignoriert
<INVOICE_PARTY> Rechnungsadresse Dazu muss im Kunden die UID Nummer hinterlegt sein. Wenn diese UID nicht übereinstimmt, so wird die Auftragsadresse verwendet.
<CC_DRAWING_NR> <CC_INDEX_NR> Kundenartikelnummer + Revisions- nummer In der Rechungsadresse werden in den Soko die Kundenartikelnummern gesucht. Parallel zur Zuordnung wird auch die Revision zwischen CC und dem Feld Revision im Kieselstein ERP Artikelstamm geprüft.
<LINE_ITEM_ID> Positions-ID Essentielle Nummer für die Zuordnung der Position zwischen den CC-Partnern. Für die Durchgängigkeit des Ablauf von Bestellun bis zum Lieferaviso. Diese muss genau übereinstimmen! Sie finden die Information in der Texteingabe zur Position in Kieselstein ERP.
<CC_ORDER_UNIT> Mengeneinheit Diese muss mit der in Kieselstein ERP eingetragenen Kennung übereinstimmen. Siehe dazu: System, Sprache, Einheit. Wenn diese Kennung hier nicht vorhanden ist, so wird die Mengeneinheit Stk. verwendet. Die Information welche Mengeneinheit bestellt wurde finden Sie in der darüberliegenden Information. Ändern Sie diese entsprechend ab um im Lieferavisio eine Übereinsstimmung zu erzielen.
Lieferart Auch die Lieferart muss mit der in Kieselstein ERP eingetragenen Kennung übereinstimmen. Siehe dazu Lieferadresse, Konditionen, Lieferart bzw. System, Mandant, Lieferart, Kennung.Siehe dazu auch Incoterms im Modul System unterer Modulreiter Mandant oberer Reiter Lieferart.
<DELIVERY_START_DATE> <DELIVERY_END_DATE><ORDER_DATE> Auftragstermine In den Kopfdaten des Auftrags in Kieselstein ERP wird in den Liefertermin der früheste Positionstermin und in den Finaltermin der späteste Positionstermin eingefügt. Das Bestelldatum entspricht der Information, die im Order-Date. 
<DELIVERY_START_DATE> Positionstermin Dieser Termin ist der “Wunschtermin” aus der Bestellung des Kunden und kann der Liefersituation entsprechend für das Lieferavisio angepassst werden.
<PRICE_AMOUNT> Nettopreis  Der erhaltene Preis, welcher mit dem im Artikelstamm / Kundensonderkonditionen für diese Auftragsadresse hinterlegten Preis übereinstimmen muss.

Infos / Fehlermeldungen beim Auftragsimport:

Werden Unstimmigkeiten zwischen den in Ihrem System hinterlegten Daten und den erhaltenen Daten festgestellt, so werden entsprechende Info: Texteingaben in die Auftragsbestätigung vor der jeweiligen Ident/Handeingabe eingefügt. Prüfen Sie diese Fehler, beseitigen Sie diese im Auftrag und vor allem in der Definition Ihrer Daten. So erhalten Sie sehr rasch ein zu / mit Ihrem Kunden abgestimmtes System.

Ein Beispiel hierfür ist, dass eine Artikelnummer in Kieselstein ERP gefunden wird, aber keine der CC-Bestellung entsprechende Revisionsnummer vorhanden ist. Diese Information wird als Texteingabe in den Auftrag geschrieben. Eine Vorgehensweise dazu wäre, dass Sie nun einen neuen Artikel anlegen mit der aktuellen Revisionsnummer und diesen in der Position im Auftrag abändern.

Wenn eine Position (Ident) über die Sonderkonditionen nicht gefunden wird, so wird nach der Artikelnummer gesucht, wenn auch hier keine Übereinstimmung besteht, so wird eine neue Position mit der Art Handeingabe angelegt, die alle Informationen zur Bestellposition enthält (Bezeichnung, Menge, Mengeneinheit, LINE_ITEM_ID, Mwst-Sätze, gesuchte Artikelnummer).

Wenn keine Preise/Verkaufspreisbasis für einen Artikel hinterlegt sind, wird der Betrag “0.00” für die Auftragsposition verwendet. Zusätzlich gibt es eine Textposition mit der Mitteilung, dass der Preis nicht ermittelt werden konnte und deshalb auf 0 gestellt wurde.

ACHTUNG: Die LINE_ITEM_ID muss in jeder Position des Auftrags als Texteingabe in folgender Form {“lineitemid” : “1”} enthalten sein! Verwenden Sie für die Umwandelung einer Handeingabe in einen Artikel den Menüpunkt Bearbeiten, Handartikel in Artikel umwandeln, so bleibt diese Information erhalten.

Welche Daten werden von der Schnittstelle in der Dokumentenablage des jeweiligen Auftrages abgelegt?

  • Import Clevercure XML Import_Clevercure Dies sind die Original Daten die Kieselstein ERP von CleverCure erhalten hat

  • Export Clevercure XML Auftragbestätigung_osa_Clevercure Diese Daten wurden als Auftragsbestätigung an CleverCure gesandt

Daten die zum Export des Lieferavisos abgelegt werden sind:

  • Export Clevercure XML Lieferaviso_Clevercure Diese Daten wurden als Lieferaviso an CleverCure gesandt

Ergänzende Infos in den Formularen zu CleverCure

  • Auftragsbestätigung

    Parameter java.lang.String P_VERSANDWEG_BESTAETIGUNG_TERMIN, der Zeitpunkt (Datum&Uhrzeit) an dem die Bestätigung gesendet wurde als Datum formatiert. Null wenn noch nicht bestätigt Parameter java.lang.Boolean P_VERSANDWEG, “true” wenn für diesen Auftrag ein Versandweg (Clevercure) festgelegt ist, “false” wenn nicht

  • Lieferschein

    Parameter java.lang.String P_VERSANDWEG_AVISO_TERMIN, der Zeitpunkt (Datum&Uhrzeit) an dem das Aviso gesendet wurde als Datum formatiert. Null wenn noch nicht avisiert

    Parameter java.lang.Boolean P_VERSANDWEG, “true” wenn für diesen Auftrag ein Versandweg (Clevercure) festgelegt ist, “false” wenn nicht

    Feld java.lang.String F_AUFTRAG_BESTAETIGUNG_TERMIN der Zeitpunkt (Datum&Uhrzeit) an dem die Bestätigung gesendet wurde als Datum formatiert. Null wenn noch nicht bestätigt

    Feld java.lang.BOOLEAN F_AUFTRAG_VERSANDWEG “true” wenn für diesen Auftrag ein Versandweg (Clevercure) festgelegt worden ist, ansonsten “false”

Konfiguration zu Beginn

Kieselstein ERP Webservices - in der Standard-Installation von Kieselstein ERP enthalten.

Kieselstein ERP RestAPI Server

siehe Grundeinstellung und Definition RestAPI

Zusätzlich gibt es einen Kieselstein ERP Benutzer, der die Interaktion von Kieselstein ERP und dem RestAPI-Webserver durchführt. Dieser muss auf beiden Seiten definiert werden. 

Im Tomcat passen Sie die Definition restapi.xml nach folgendem Vorbild an:

Weitere Definitionen in Kieselstein ERP

Legen Sie dazu im Modul Benutzer einen neuen Benutzer an und geben Sie ihm eine Benutzerrolle und hinterlegen den Mandanten. Die Benutzerrolle muss die Rechte AUFT_AUFTRAG_CUD, AUFT_AUFTRAG_R,  PART_LIEFERANT_R, PART_PARTNER_R, WW_ARTIKEL_R besitzen. Hinterlegen Sie beim Benutzer je nach Anforderung eine neue Person (Modul Personal Neu) oder eine bestehende. 

Geben Sie im Modul Personal oberer Reiter Daten jene E-Mail Adresse ein, an die eine Nachricht gesendet wird, wenn in Kieselstein ERP ein neuer Auftrag angelegt wurde. Um die Nachricht an mehrere E-Mail Adressen zu verschicken, geben Sie die Adressen mit einem Semikolon (;) getrennt ein.

Im oberen Reiter Detail muss im Feld Ausweis die Identifikationsnummer für das Clevercure-Portal eingegeben werden.

Im Modul Artikel unterer Reiter Grunddaten legen Sie im oberen Reiter Webshop einen neuen Webshop an. Der Name muss ebenso der Definition im restapi.xml entsprechen.

Im Modul System unterer Reiter Sprache, oberer Reiter Einheiten legen Sie die Einheiten PCE (Stück) und KGM (kg) an. Bitte bedenken Sie, falls weitere Übersetzungen der Einheiten aus der Auftragsübermittlung nötig sind, diese hier anzulegen.

HTTPS Zugang bidirektional, abgesichert durch Zertifikate. Eine entsprechende Parametrierung der Firewall ist erforderlich.

Parameterdaten wie Kundennummern, Lieferantennummern usw.

Für die Definition für welche Kunden Sie die Clevercure-Schnittstelle verwenden, wenden Sie sich dazu derzeit an Ihren Kieselstein ERP Betreuer. 

Für die Definition im Clevercure-Portal, für welchen Kunden Sie ein Auftragsbestätigung/Lieferaviso schicken, geben Sie im Modul Kunde, oberer Reiter Konditionen Ihre eigene Kundennummer im Feld Lieferantennummer ein. 

Kunden-Sonderkonditionen zur Pflege der Kundenartikelnummern

Tragen Sie die Artikelnummern für die Kunden jeweils im Modul Kunde - oberer Reiter Sonderkondition ein. Klicken Sie dazu auf neu, wählen Ihren Artikel aus und geben die kundenspezifische Ident ein. Achtung: Beachten Sie das Feld Gültig ab und tragen hier das gewünschte Datum ein. Zusätzlich definieren Sie im Modul Artikel bei diesem Artikel die Revisions-Nummer.

VMI Artikel

Es kommt immer wieder die Frage wie ist im Rahmen von CleverCure mit den VMI Artikel (Vendor Managed Inventory) umzugehen. Die Antwort dazu ist eigentlich, es ist dies durch entsprechende Verträge zu regeln. Die Bedeutung von VMI ist im Sinne von CleverCure, dass Artikel quasi sofort, spätestens am nächsten Tag geliefert werden müssen. Da bedingt, dass Sie als Lieferant an Ihren CleverCure Kunden wissen müssen, welche Artikel das sind. Sie müssen auch wissen, welche Menge Sie zu bevorraten haben. Sind diese Artikel, durch Ihren Kunden, definiert so müssen im Kieselstein ERP entsprechende Lagermindeststände dafür hinterlegt werden, damit Sie immer lieferfähig sind. Kommt nun ein neuer/zusätzlicher Artikel, aus dem Sinne des VMI über die Schnittstelle, so bedeutet dies nur, dass dieser Artikel nicht Vertragsbestandteil der VMI Vereinbarung ist. D.h. es hätte Ihnen Ihr Kunde rechtzeitig mitteilen müssen, dass er einen weiteren Artikel in die VMI Logik mit aufnimmt. In diesem Falle muss die weitere Vorgehensweise direkt (telefonisch) mit Ihrem Kunden geklärt werden. Dass Sie natürlich versuchen den Kunden entsprechend rasch zu beliefern, ist für alle Beteiligten sicherlich nachvollziehbar.

3.18.2 - Woo Commerce Import

Einlesen von Shopdaten in den Auftrag

Im Auftragsmodul steht auch der Shop-Import im WooCommerce Format zur Verfügung. Laut Informationen von Kieselstein ERP eG Mitgliedern kann dieses Datenformat auch von Shopware mit einer kleinen Anpassungsprogrammierung zur Verfügung gestellt werden.

WooCommerce Import

Dieser Import steht im Modul Auftrag, im Menüpunkt Auftrag, Import, WooCommerce CSV zur Verfügung. Die Grundidee ist, dass vom Shop täglich Daten abgeholt werden, z.B. über FTP Import und dann täglich diese Daten eingelesen werden. Da es dabei immer wieder zu erforderlichen Anpassungsarbeiten kommt, sehen wir den manuellen Import als sinnvoller an.

Man findet die Schnittstelle im Modul Auftrag.

Zuordnung der WooCommerce Spaltenname:

Wichtig: Die Spaltenbezeichnungen müssen in Englisch übergeben werden. Wir gehen davon aus, dass alle Beträge als Nettobeträge übergeben werden.

Zusätzlich haben wir die Logik implementiert, dass der Brutto-Gesamtbetrag = Order Total Amount aus dem Shop exakt dem anhand der Kieselstein ERP Preise errechneten Wert entsprechen muss / sollte. D.h. wenn die Verkaufspreisfindung gleiche Preise ergibt wie die Preise aus dem Shop, so sollten sich die gleichen Summen ergeben.

Hier kommt noch die Herausforderung dazu, dass der Shop ein Brutto rechnendes System ist und Kieselstein ERP netto rechnet. Das bedeutet wiederum, dass es zu geringen Cent-Abweichungen kommen kann.

Diese Differenz wird, wenn sie unter 1,00 € ist, ausgeglichen. Ev. ist dafür auch der Rundungsartikel zu definieren.

Definieren Sie dafür den Parameter RUNDUNGSAUSGLEICH_ARTIKEL mit z.B. RUNDUNG. Der Artikel RUNDUNG selbst muss, nicht lagerbewirtschaftet sein. Der Mehrwertsteuersatz muss mit steuerfrei definiert werden.

“Order Number”,“Order Status”,“Order Date”,“Customer Note”,Title,“First Name (Billing)”,“Last Name (Billing)”,“Company (Billing)”,“Address 1&2 (Billing)”,“City (Billing)”,“State Code (Billing)”,“Postcode (Billing)”,“Country Code (Billing)”,“Email (Billing)”,“Phone (Billing)”,“First Name (Shipping)”,“Last Name (Shipping)”,“Address 1&2 (Shipping)”,“City (Shipping)”,“State Code (Shipping)”,“Postcode (Shipping)”,“Country Code (Shipping)”,“Payment Method Title”,“Cart Discount Amount”,“Order Subtotal Amount”,“Shipping Method Title”,“Order Shipping Amount”,“Order Refund Amount”,“Order Total Amount”,“Order Total Tax Amount”,SKU,“Item #”,“Item Name”,Quantity,“Item Cost”

Spalte Bedeutung Aktion / Beschreibung
Title Anrede Die Anrede (Title) aus dem Shop wird wie folgt interpretiert:
1 … Herr
2 … Frau
alle anderen werden derzeit auf <leer>, also keine gesetzt.
First Name Vorname Es werden die Spalte First Name in den Vornamen und Last Name in den Familiennamen übernommen
Last Name Nachname
EMail Kunden Erkennung Um zu erkennen ob ein Kunde schon angelegt ist, wird die RE-EMail-Adresse herangezogen. D.h. gibt es für die erhaltene EMail-Adresse Email (Billing) bereits einen angelegten Kunden, so wird dieser verwendet und kein neuer Kunde angelegt. Wird die EMail-Adresse nicht unter RE-EMail-Adresse gefunden, so wird der Kunde neu angelegt.
Bitte achten Sie darauf, dass aktuell auch die Groß-/Kleinschreibung für die Zuordnung herangezogen wird.
Shipping Method Title Lieferart Dieser Eintrag wird unter den Lieferarten, genauer einer Bezeichnung aus den Lieferarten gesucht. Wird kein Eintrag gefunden, wird der Import abgebrochen.
Hinter der Lieferart muss es auch einen Versandkosten- (Transportkosten)-Artikel geben. Die Versandkosten werden (netto) vom Shop in der Spalte Order Shipping Amount übergeben. Beim Import wird der Verkaufspreis der AB-Position des Versandkostenartikels auf diesen Betrag gesetzt, wodurch die Adresse wie eine Firma behandelt wird.
SKU Artikelnummer muss mit der Artikelnummer deines Kieselstein-ERP Artikelstamms übereinstimmen
Quantity Menge wird als Positionsmenge in den Auftrag übernommen
Item Cost netto Verkaufspreis dieses Artikels Bei der Anlage der Auftragsposition wird der Verkaufspreis anhand der Verkaufspreisfindung ermittelt. Weichen der ermittelte Verkaufspreis zu dem vom Shop erhaltenen Item Cost um mehr als 0,01 € ab, wird eine Fehlerzeile hinzugefügt.

Rechnungsadresse / Lieferadresse

  • Die Rechnungsadresse wird anhand der erhaltenen EMailadresse ermittelt. D.h. ist im Kieselstein ERP Kundenstamm die RE-EMail Adresse bereits vorhanden, so wird diese Adresse als Kunde verwendet. Es erfolgt keine weitere Prüfung mehr.
  • Sind in den erhaltenen Shop-Daten die Daten für die Rechnungsadresse und die Lieferadresse gleich, so wird als Lieferadresse, des Auftrags, die Rechnungsadresse verwendet, egal ob die erhaltenen Adressdaten davon abweichend sind.
  • Sind in den erhaltenen Shop-Daten die Daten für die Rechnungsadresse und die Lieferadresse ungleich, so wird die Lieferadresse neu angelegt und die Adressart als Lieferadresse gekennzeichnet.

Info:
Die erweiterte Suche bei der Kundenauswahl prüft leider die RE-EMail-Adresse NICHT!

Fehlermeldungen


Bitte die angeführte Lieferart definieren. Siehe oben Lieferart bzw. nachfolgend ein Muster wie die Lieferat angelegt werden könnte.

Bitte beachte die Zuordnung des Frachtkostenartikels


Passiert bei der Vergabe der Debitorennummer für neue Kunden.
ACHTUNG: Bitte die automatische Vergabe der Debitorennummer abschalten.


Dies passiert gerne, wenn manuell der Auftrag aus dem Shop angelegt wird und danach der Import gestartet wird. Um diese Situation zu entschärfen, wird vom Import automatisch SHOP- vor die eigentliche Bestellnummer aus dem Shop gestellt.

Parameter

Mit dem Parameter WOOCOMMERCE_PARTNER_ZUSAMMENZIEHEN kann eingerichtet werden, dass Vorname und Nachname beim Import, wenn keine Company gegeben ist, in den PartnerName1 zusammengezogen wird.

Musterdaten

Musterdaten mit genauer Feldzuordnung siehe als LibreOffice Vorlage mit Beschreibung bzw. als CSV

Zusatzinfo

  • Die Partnerart ist fix auf Adresse, so wie bei anderen Kunden auch
  • Die Kommunikationssprache ist in der Regel die Sprache in der sich der Kieselstein ERP Benutzer angemeldet hat
  • Der Mehrwertsteuersatz kommt aus dem Land, also Inland mit Allgemeine Waren, alle anderen Länder Steuerfrei. Für genauere Definition siehe bitte System, Mandant, Vorbelegungen.

3.18.3 - Profirst Anbindung

Profirst Anbindung

PROfirst Anbindung

Mit der Profirst Anbindung wird eine Verbindung zwischen dem Konstruktions und Schachtelprogramm ProFirst und Kieselstein ERP geschaffen. ProFirst wird vor allem in der Blechbearbeitung, wie z.B. Laserschneiden bzw. Plasmaschneiden eingesetzt. Der grundsätzliche Ablauf ist in der Regel folgender (siehe auch):

  1. Vom Kunden wird ein neues Teil angefragt. Dieses wird in PROfirst konstruiert und somit der Fertigungs-Artikel in Profirst mit all seinen Eigenschaften angelegt. Ist der Fertigungs-Artikel fertig konstruiert, müssen die PROfirst-Daten von Kieselstein ERP eingelesen werden. Wählen Sie dafür im Artikelmodul, Pflege, PROfirst Import. Bei diesem Import wird ein direkter Zugriff auf Ihre PROfirst Datenbank gemacht und die Bauteile und deren Bildinformationen ausgelesen.

  2. Die Verdrahtung der Felder zwischen ProFirst und Kieselstein ERP ist wie folgt: Es wird dabei auch ein Bild des Artikels aus ProFirst nach Kieselstein ERP mit übernommen. Verdrahtung:

    ProFirst Kieselstein ERP Bedeutung
    Artikelnummer Stücklisten-Artikelnummer Dies ist die Artikelnummer der Stückliste unter der der Fertigungs-Artikel angelegt wird.Auf die Länge achten, max 25Stellen, Alphanummerisch
    Material Stkl-Pos-Artikelnummer Das Rohmaterial wird in die Stückliste als Materialposition übernommen. Die Abmessungen werden in mm für das umformende Rechteck übergeben. Auf diesen Abmessungen beruhen die Bedarfsberechnungen für das Gesamtmaterial.Die Material-Stärke wird in der Artikelnummer des Materials abgebildet.Das Rohmaterial ist entweder bereits angelegt oder wird beim Import von Kieselstein ERP erzeugt. Der Aufbau der Artikelnummer wird wie folgt errechnet:
    Maschine Stkl-Arbeitsplan-Position Erzeugt eine Arbeitsplanposition der Tätigkeit Autogen oder Plasma oder Laser -schneiden unter Angabe der Maschine auf der der Artikel geschnitten werden soll.Rüst- und Stückzeit kommen aus den Feldern …..und werden im Format hh:mm:ss übergeben. Es sind auch Zeiten > 24Std möglichDie dafür erforderlichen Tätigkeiten müssen definiert sein.Die dafür erforderlichen Maschinen müssen ebenfalls definiert sein. Die Arbeitsgangposition wird mit der Materialposition verbunden.
    Bilddatei Artikelkommentar Fertigungsbild Es ist im Verzeichnis passend zur Artikelnummer auch eine Bilddatei im xxx (jpg/png) Format abgelegt. Diese wird bei der Stückliste als Artikelkommentar, mit der Markierung bei Fertigung mitdrucken hinterlegt.
    Bauteilname Artikelnummer  
    Kunde Stückliste Kunde  
    Stärke Teil der Artikelnummer des Materials  
    Werkstoff Teil der Artikelnummer des Materials Hinterlegen des Werkstoffs beim Material
    Werkstofftyp Teil der Artikelnummer des Materials Bezeichnung des Materials
    Form   wird nicht verwendet
    Menge   wird nicht verwendet
    Ändern   wird nicht verwendet
    Fläche (Brutto) Fläche des Materials Wird in mm² als Material in die Stücklistenposition eingetragen
    Preis NettoField 1 VK-Preisbasis Verkaufspreisbasis Das Datum gültig ab wird mit dem Importdatum vorbesetzt
    Knd.Art.Nr.Field 2 Kurzbezeichnung Wird üblicherweise als Knd.Art.Nr verwendet und auch bezeichnet
    ZeichnungsNrField 3 Referenznummer Wird üblicherweise als Zeichnungsnummer verwendet und auch bezeichnet
    AnarbeitungField 4   Fremd-arbeitsgang-artikel (siehe unten)
    KommissionField 5 Zusatzbezeichnung2  
    Feld 6 Bauform Wird üblicherweise als Beschreibung verwendet und auch bezeichnet
    Bearbeitungszeit Stückzeit in hh:mm:ss
    Maschine Maschine Name (= Inventarnummer) der Maschine auf die die Tätigkeit gebucht werden sollte
    Schneidart Tätigkeit Artikelnummer der Tätigkeit des Arbeitsgangs, beginnt mit AZ_ gefolgt von der Schneidart. Muss angelegt sein.Es ist dies die Tätigkeit hinter der dann obige Stückzeit und Maschine hinterlegt werden.Das Material des Arbeitsgangs zeigt auf die Materialposition
    Gewicht (kg) Artikel-Gewicht Gewicht im Artikel im Reiter Technik
    Datum wird nicht genutzt  
  3. Nun wird gegebenenfalls das entsprechende Angebot in Kieselstein ERP erstellt und an den Kunden übermittelt.

  4. Der Kunde bestellt, in Kieselstein ERP wird eine Auftragsbestätigung mit dem Kundenartikel, welches der oben übernommene Fertigungsartikel, der wiederum eine Stückliste ist, erstellt. Natürlich können beliebig viele Positionen im Kundenauftrag erfasst werden.

  5. Mit dem internen Bestellvorschlag werden die anzulegenden Lose ermittelt und erzeugt. Nun stehen die zu produzierenden Lose mit deren Arbeitsgängen in denen wiederum die Maschinen enthalten sind und den Materialbedarfen in Kieselstein ERP zur Verfügung.

  6. Im Modul Los, unterer Reiter offene AGs, oberer Reiter produzieren sind alle angelegten Lose und deren Arbeitsgänge mit Kunde, Los Nr, Material, Maschine und Fortschritt ersichtlich. Anhand dieser Liste, oder auch anhand des Journals, Maschine + Material, kann der Werker / Arbeitsvorbereiter entscheiden, welche Fertigungsaufträge / Arbeitsgänge er als Arbeitsvorrat für die nächste(n) Tafel(n) an ProFirst übergibt. In dieser Liste finden Sie auch die Anzeige der jetzt produzierbaren Lose. Und wenn Sie mehrere Lose markieren, so wird oben die Summe der Stunden und der Materialmenge, was in der Regel die Fläche der Tafel sein wird, angezeigt. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob diese Lose aus der Tafel / den Tafeln geschnitten werden können.

  7. Für die Übergabe markiert man nun die gewünschten Lose der Maus und Klick auf Übergabe an ProFirst. Damit werden Stkl-Artikelnummer, Losgröße, Kunde, … an ProFirst übergeben. Zugleich werden die Lose dadurch mit dem Zusatzstatus in PROfirst versehen. Das Los selbst bleibt im Status angelegt.

  8. Nun lesen Sie den Arbeitsvorrat in Ihr PROfirst ein. Bitte achten Sie dabei darauf, dass Ihr PROfirst so eingestellt ist, dass vorhandener Arbeitsvorrat immer ergänzt, also erhöht wird.

  9. Nun werden in ProFirst die Bauteile auf die Tafeln geschachtelt.

  10. Die geschachtelten Bauteile, mit der Information welche Tafel für welches Los (= Fertigungsauftrag) vorgesehen ist, wird wiederum von ProFirst exportiert.

  11. Nun wird der Schachtelplan durch Klick auf …. eingelesen. Beim Einlesen werden die im Schachtelplan enthaltenen Artikel/Bauteile so auf die Lose verteilt, dass immer das älteste Los eines Bauteiles verwendet wird. Sollte nicht die gesamte Losgröße in diesem Schachtelplan / der Tafel verwendet worden sein, so wird auch das Los gesplittet, damit wiederum die Gesamtmenge dieses Artikels erhalten bleibt und auch die Information, dass im PROfirst noch offene Lose für dieses Bauteil gegeben sind. Beim Splitting eines Loses wird der Zusatzstatus dass dieses Los bereits in PROfirst ist mit übernommen. Die Information welchem Schachtelplan das Los zugeordnet ist, wird beim Los hinterlegt. Es kann auch nach den Schachtelplannummern gesucht werden. Wir gehen davon aus, dass der Dateiaufbau des Schachtelplans mit csvnnnnn.csv gegeben ist, wobei nnnnn die Schachtelplannummer ist. Wird eine Schachtelplannumer eingegeben die nicht vorhanden ist, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis.

  12. Beim Einlesen des Schachtelplans erhalten Sie eine Liste der laut Kieselstein ERP lagernden Tafeln dieses Materials. Wählen Sie nun das tatsächlich verwendete Material aus.

  13. Da im Schachtelplan auch die Menge definiert ist, die nach dem Schneiden als nutzbare Restmenge übrig bleibt, kann eine Restmengenberechnung durchgeführt werden. D.h. es werden die Los-Sollmengen aller Lose des Schachtelplans der laut Schachtelplan verbrauchten Menge gegenübergestellt und daraus ein Korrekturfaktor ermittelt mit dem die Lossollmengen umgerechnet / korrigiert werden. Damit wird erreicht, dass bei jedem Einlesen eines Schachtelplanes die verbleibende Restmenge einer Tafel zwischen Kieselstein ERP und PROfirst übereinstimmen. Zugleich wird bei diesem Vorgang nach der Korrektur der Sollmengen das gesamte Material der Lose dieses Schachtelplans ausgegeben, vom Lager in die Lose gebucht.

  14. Ist die Tafel nun geschnitten, so muss dies ebenfalls in Kieselstein ERP erfasst werden. Klicken Sie dazu auf …. Es erscheint erneut die Abfrage nach dem Schachtelplan. Nun werden alle Lose dieses Schachtelplans mit deren Sollmengen angezeigt. Es kann nun bei jedem Los angegeben werden, ob eventuell Ausschuss zu erfassen ist. Geben Sie die unbrauchbaren Mengen für das jeweilige Los an und klicken Sie dann auf Erledigt/Buchen. Damit werden die angegebenen Lose mit den Losgrößen abzüglich den Ausschussmengen als Ablieferungsbuchung gebucht. Womit die Teile auf Lager sind und z.B. per Lieferschein ausgeliefert werden können.

Anmerkungen:

  • Da von ProFirst der Materialbedarf in x & y Abmessungen übergeben wird, sind die Dimensionen für m² und mm² in den Mengeneinheiten entsprechend auf 2 einzustellen.

  • Beim Erstellen neuer Bauteile in PROfirst achten Sie bitte darauf, dass die Bestellmenge immer 0,00 bleibt. Anderenfalls würden Sie mehr schachteln / produzieren als Sie aufgrund des offenen Auftragsstandes tatsächlich sollten.

  • Sollte ein Kunde einen Auftrag stornieren, so ist neben dem Storno des Loses auch die entsprechende offene Menge des Bauteils zu korrigieren / auf 0,00 zu setzen

Zuordnung der Tafelnummer zur Chargennummer

  1. Bei der Buchung des Wareneinganges werden anstelle der Chargennummern, welche in der Regel bei der Anlieferung nicht sichtbar sind, Tafelnummern erfasst. Wichtig ist hier, dass die Tafelnummern bereits jede Tafel vereinzeln, d.h. für jede Tafel ist eine aufsteigende eigene Tafelnummer zu verwenden. Diese werden in der Zubuchung des Wareneinganges durch Klick auf “Tafelnummer” erzeugen generiert und für jede einzelne Tafel hinterlegt. Damit liegen die Tafeln mit diesen Nummern auf Lager. Die Tafelnummer ist der Ersatz für die Chargennummer. Das bedeutet auch, dass Tafeln die noch nicht in Chargennummern umgewandelt wurden –»> FRAGE: Umwandeln oder Ergänzen, in den Lagerinformationen eindeutig ersichtlich sind.

  2. Die Tafelnummer wird in Kieselstein ERP in der Version der Charge abgelegt. Die eigentliche Chargennummer wird mit “noch nicht definiert” vorbesetzt. Die vergebenen Tafelnummern werden durch die Wareneingangsetiketten ausgedruckt und bei den jeweiligen Tafeln durch aufkleben auf die Tafeln bzw. deren Begleitpapiere identifiziert. (Z.B. ….) Die Tafelnummer ev. in Kombination mit der Artikelnummer wird auch in Barcodeform auf der Wareneingangsetikette angedruckt.

  3. Zuordnung der Chargennummern zu den Tafelnummern. Durch die Entnahme der Tafel, welche einige Tonnen hat, wird deren Chargennummer sichtbar. Der Werker geht nun an das BDE-Terminal, identifiziert sich mit seiner Ausweiskarte, und tippt auf Tafelnummern zuordnen. Nun scannt er die Tafelnummer ein und tippt die Chargennummer, welche er sich vorher auf dem Tafelnummernetikett notiert hat, in das Terminal ein. Die Chargennummern sind durch Ziffern und normale Zeichen (keine Umlaute, keine Sonderzeichen (vor allem wiederum wegen Barcode)) definiert.

  4. Aus Gründen der Rückverfolgbarkeit sollte die Zuordnung Tafelnummer <-> Chargennummer immer erhalten bleiben. Damit wird, je nach Menge der verarbeiteten Tafeln, die Anzahl der laufenden Stellen der Tafelnummern definiert. Da pro Tag und Schicht und Maschine ca. eine Tafel verarbeitet wird, ist bei drei Maschinen und Dreischichtigem Betrieb von 3285 Tafeln pro Jahr auszugehen. D.h. die Tafelnummern sind mindestens 6stellig auszulegen. Wir würden der Einfachheit und klareren Zuordnung halber, die Tafelnummern über alle Artikel ziehen. D.h. egal ob das ein Mittelformat mit 2mm oder ein 4x6mx10cm Blech ist, die eine Tafelnummer kommt nach der anderen.

  5. Nachdrucken von Tafel-Etiketten. Diese können im Artikel unter Info, Etikett und Angabe der Chargennummer bzw. Tafelnummer jederzeit nachgedruckt werden.

Parametrierung für ProFirst

Die Profirst Artikeldaten (Parts) werden als Stücklisten Daten nach Kieselstein ERP importiert. Dazu wird von Kieselstein ERP direkt auf die Tabellen Ihres ProFirst Servers zu gegriffen. Um diesen Zugriff zu ermöglichen müssen folgende Parameter definiert werden:

Parameter Bedeutung Beispiel
PRO_FIRST_DBURL Der Pfad zu Ihrer Profirst Datenbank. Beachten Sie bitte dazu auch die untenstehenden Anmerkungen jdbc:jtds:sqlserver://192.168.8.57:1433/profirst
PRO_FIRST_DBUSER Der Benutzer für den DatenbankzugriffDie Details dazu erhalten Sie von Ihrem ProFirst Betreuer  
PRO_FIRST_DBPASSWORD Das Kennwort um auf die Datenbank zuzugreifen  
PRO_FIRST_ANZAHL_ZU_IMPORTIERENDE_DATENSAETZE Gibt die in einem Importdurchlauf aus ProFirst eingelesenen Stücklisten an. Steht Default auf 1 um die Verbindung und den Import testen zu können. Erhöhen Sie diesen nach erfolgreicher Parametrierung auf zb. 50 Datensätze
ARTIKEL_MAXIMALELAENGE_ARTIKELNUMMER Erlaubte Länge der Artikelnummer 25 (Bitte auf Maximalwert stellen)
ARTIKEL_LAENGE_HERSTELLERBEZEICHNUNG Kein Herstellerbezug 0
HERSTELLERKURZZEICHENAUTOMATIK Abschalten 0
ARTIKELNUMMER_ZEICHENSATZ Definieren Sie die erlaubten Zeichen. Bitte unbedingt ohne Leerstelle, zu Ihrer eigenen Sicherheit. ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ0123456789-_.
ABMESSUNGEN_STATT_ZUSATZBEZ_IN_AUSWAHLLISTE Damit werden die Blechdicken in der Artikelauswahl angezeigt  
PRO_FIRST_LEAD_IN_AZ_ARTIKEL Definieren Sie hier bitte die führenden Buchstaben für die Artikel für die Tätigkeit AZ_
PRO_FIRST_VERZEICHNIS In dieses Verzeichnis werden die von Kieselstein ERP erzeugten Exportdateien für ProFirst abgelegt.Bitte stellen Sie sicher, dass JEDER Benutzer auf dieses Verzeichnis ein entsprechendes Zugriffsrecht besitztWir raten zur Verwendung von UNC Namen, da diese in den Netzwerken eindeutig sind.Achten Sie darauf dass das angegebene Verzeichnis auch vorhanden ist. \server\PROfirst\CSV\
VERPACKUNGSMENGEN_EINGABE Da in dieser Branche sehr oft in Tafeln gedacht wird, sollte dieser Parameter auf 1 gestellt werden. Damit erreichen Sie, gemeinsam mit der Hinterlegung der Verpackungsmenge, dass die Tafelanzahl auf den Bestelldaten mit angedruckt werden.  
PRO_FIRST_BILD_PFAD Pfad in dem die von PROfirst automatisch erzeugten Bilder abgelegt werden. Diese werden in die Artikelkommentare der Stücklisten übernommen.Dieser Pfad muss aus Sicht des Kieselstein ERP Servers definiert werden. Die Einstellung und die Definition in welchen Pfad Ihr PROfirst dies abspeichert finden Sie unter Extras, Optionen, Bauteil-BMP. Hier bitte die automatische Speicherung anhaken und den entsprechenden Pfad angeben.Als Dateiformat bitte JPG verwenden.Nutzen Sie für bestehende Daten den Knopf für bestehende Bauteile Bilder erzeugen.Beispiel: [\server\PROfirst\Bilder](file://server/PROfirst/Bilder/) bedeutet bei einem Linux-Server aus Kieselstein ERP /mnt/profirst/Bilder
PRO_FIRST_FREMDFERTIGUNGSARTIKEL Im PROfirst können auch Fremdarbeitskosten definiert werden. Diese werden im Zusatzfield5 (siehe unten) angegeben. Geben Sie hier die Artikelnummer an unter der diese Kosten in die Stückliste übernommen werden sollten. AZ_FREMD
PRO_FIRST_ARTIKELGRUPPE Die Artikelgruppe unter der Ihre PROfirst Artikel angelegt werden. Ist insbesondere dann erforderlich, wenn in Kieselstein ERP auch die integrierte Finanzbuchhaltung verwendet wird.  
PRO_FIRST_SCHACHTELPLAN_PFAD Pfad in dem die Schachtelplan-CSV-Dateien gefunden werden.Importierte Schachtelpläne werden in das Unterverzeichnis Old verschoben.  
DEFAULT_ARBEITSZEITARTIKEL Dieser Arbeitszeitartikel wird in den Arbeitsplänen der Stücklisten für die Tätigkeiten hinterlegt, bei denen in der Bauteildefinition Ihres PROfirst zwar eine Arbeitszeit aber keine Tätigkeit definiert ist.  

Die in PROfirst definierbaren Zusatzfelder werden wie folgt übernommen: Field1 … Verkaufspreisbasis des Artikels Field2 … Artikel Kurzbezeichnung welche üblicherweise für PROfirst Anwender mit Kundenartikelnummer bezeichnet ist Field3 … Artikel Referenznummer, welche üblicherweise für PROfirst Anwender mit Zeichnungsnummer bezeichnet ist Field4 … wird für die Darstellung der Fremdarbeitskosten verwendet. D.h. um diesen Zahlenwert zu übernehmen muss der PRO_FIRST_FREMDFERTIGUNGSARTIKEL definiert sein. Bitte beachten Sie, dass dessen Mengeneinheit EUR € sein sollte, da ja hier nur Kosten übergeben werden. Diese “Menge” = Kosten werden in die Stückliste als zusätzliche Materialposition übernommen. Field5 … Artikel Zusatzbezeichnung2 Field6 … Artikel Bauform, welche für PRfirst Anwender auch als Beschreibung bezeichnet ist Field7 … Artikel Verpackungsart -> dieses Feld wird von der PROfirst Version 9 nicht unterstützt Field8 … Wird von PROfirst Version 9 nicht unterstützt / verwendet und daher auch in Kieselstein ERP nicht ausgewertet

Damit die PROfirst Funktionen zur Verfügung stehen, muss zumindest die PRO_FIRST_DBURL definiert sein.

Zusätzlich achten Sie bitte am ProFirst Server, dass die TCPIP Verbindungen aktiv / erlaubt sind.

Und dass die entsprechenden Ports im SQL Configuration Manager eingestellt sind:

Testen Sie die Verbindung z.B. durch eine Verbindung mit dem SQL Manager:

Mögliche Fehlermeldungen

Ungültige Zeichen Grundsätzlich werden bei der Übernahme alle Zeichen auf Großbuchstaben umgesetzt. Sollten trotzdem nicht definierte Zeichen enthalten sein erhalten Sie eine Meldung ähnlich der obigen. Ergänzen Sie in diesem Falle die Definition der erlaubten Zeichen Ihrer Artikelnummer. In obigem Beispiel ist der . Punkt nicht definiert. Der Import wird abgebrochen. Bitte ergänzen Sie die Artikelnummerndefinition oder ändern Sie den Namen in ProFirst

Kunde nicht definiert Generell ist die Definition, dass die Verbindung der Kunden zwischen Kieselstein ERP und ProFirst über die KundenKurzbezeichnung erfolgt. Wird kein Kunde mit der in ProFirst eingetragenen Kurzbezeichnung gefunden, so erscheint obige Fehlermeldung und der Import wird abgebrochen. Siehe unten / Kunden Import / ignorieren

Arbeitzseitartikel nicht definiert Um die Arbeitszeitartikel von ProFirst in die Arbeitspläne von Kieselstein ERP übernehmen zu können, müssen diese definiert sein. Diese werden entsprechend dem Rulecode aus ProFirst übernommen. Diese Artikel müssen als Arbeitszeitartikel in Kieselstein ERP angelegt sein. PROfirst Bauteile, die im PROfirst keine oder fehlerhafte Arbeitszeit-IDs (kein Rulecode oder Rulecode in Ruletabelle nicht vorhanden) werden auf den im Parameter DEFAULT_ARBEITSZEIT Arbeitszeitartikel gesetzt.

Maschine nicht definiert Die bedeutet dass für die angegebene Maschine (aus PROfirst) keine Maschine in Ihrem Kieselstein ERP mit der entsprechenden Inventarnummer gefunden wurde. D.h. bitte entweder die Maschinendefinition in Ihrem PROfirst richtig stellen (siehe Liste der Bauteile der Maschine) oder die Maschine in Ihrem Kieselstein ERP anlegen (Zeiterfassung, unterer Reiter Maschinen). Bitte beachten Sie, dass die Inventarnummer mit der Maschinenbezeichnung in PROfirst übereinstimmen muss. In Kieselstein ERP ist die Inventarnummer auf 15Stellen begrenzt.

Profirst Artikel und Stücklisten Import durchführen

Sind alle beschriebenen Einstellungen getroffen, so wählen Sie im Artikelmodul bitte Pflege, ProFirst Import. Damit wird die jeweilige Anzahl an neuen Datensätzen eingelesen. Bitte beachten Sie, dass wir, so wie es in der Praxis üblich ist, davon ausgehen, dass die Artikel in ProFirst erst abgespeichert werden, wenn diese eindeutig definiert sind. Da der Import parallel von mehreren Mitarbeitern angestoßen werden kann, aber nicht sollte, würden unter Umständen nicht fertig definierte Artikel importiert. Wir haben uns daher dazu entschlossen, dass ein Artikel nur einmal eingelesen wird.

Aus dem Namen des ProFirst Artikels werden die Artikelnummern gebildet. Würde sich daraus eine gleichlautende (doppelte) Artikelnummer ergeben, so werden die letzten Stellen durch _nnn hochgezählt. In die Bezeichnung wird der original Name eingetragen. Bitte beachten Sie, dass Artikel deren Namen eine Artikelnummer ergeben würden, die kürzer als die Mindeststellenanzahl, üblicherweise 5, ist, ignoriert werden.

Der Import wird immer so durchgeführt, dass Artikel für Artikel eingelesen und die Stücklisten daraus erzeugt werden. Kommt es nun zu einem Abbruch, wegen eines Fehlers, eine ungültigen Definition, so wurden alle Artikel bis zum Auftreten des Fehleres bereits eingelesen und sind bereits in Ihrem Kieselstein ERP vorhanden. D.h. wenn nun der Fehler korrigiert wird, so wird exakt bei dieser Fehlerbedingung wieder fortgesetzt und erneut eine bestimmte Anzahl an Datensätzen eingelesen.

Um die direkte Verknüpfung der Stücklisten zwischen Kieselstein ERP und ProFirst eindeutig darzustellen, wird die ProFirst PART.IDPART in der Stückliste in den Kopfdaten unter Fremdsystemnr. abgelegt. Damit kann Programmtechnisch eindeutig auf den richtigen Artikel in ProFirst zurückgegriffen werden. Für den Import wird von der höchsten in Kieselstein ERP hinterlegten Fremdsystemnr. ausgegangen und die danach kommenden Artikel eingelesen.

Wareneingänge nach Profirst exportieren

Um die im Wareneingang erfassten Tafeln auch an ProFirst zu signalisieren wurde diese Funktion geschaffen. Sie finden diese ebenfalls im Modul Artikel, Pflege, Export Wareneingang nach ProFirst. Es werden damit alle Wareneingänge seit dem letzten Exportlauf an Profirst über den Umweg einer CSV Datei übertragen.

Bitte beachten Sie dass dies ein einmaliger Vorgang ist. Nachträgliche Änderungen an den Warenzugangsbuchungen werden NICHT an ProFirst übergeben. Die Exportdatei wird ebenfalls im definierten Profirst Exportverzeichnis abgelegt und beginnt mit WE_AB_Datum-Uhrzeit

Um die Daten nach ProFirst zu importieren, starten Sie bitte Ihr ProFirst, wählen dann   CAM, CAM Medium.

Klicken Sie nun unten auf Blechverwaltung

nun wählen Sie Tafeln einlesen.

Geben Sie hier den unter PRO_FIRST_VERZEICHNIS definierten Pfad ein und definieren Sie den Import anhand folgender Spalten: Tafelnummer Material ArtikelnummerMaterial Staerke Breite Tiefe Chargennummer AnzahlTafeln Lieferant Dokument Preis/Kilo Werkstoff

Da üblicherweise nicht nur die verschiedenen Standardformate (Klein, Mittel, Groß) sondern auch Sonderformate verarbeitet werden, kann in der Wareneingangsposition die Breite / Tiefe (in mm) angegeben werden. Dazu muss in den Parametern die Dimension der BS-Pos-Einheit auf 2 gestellt werden.

Export der zu schneidenden Lose / Arbeitsgänge

Verwenden Sie für die Signalisierung der von Ihnen gewünschten zu schneidenden Lose bzw. Arbeitsgänge im Modul Los den unteren Modulreiter offene AGs und dann den oberen Reiter [Produzieren](../Fertigung/index.htm#Welche Lose können produziert werden). Hier filtern Sie zuerst nach dem Material dass Sie schneiden möchten z.B. durch Eingabe der Artikelnummer des Materials.

Sortieren Sie nun die Lose in der Reihenfolge in der diese gefertigt werden sollten. In der Regel wird das der AG-Beginn sein. Sind hier Spalten OHNE AG-Beginn, so gibt es für diese Lose keine Arbeitsgänge, was bei importierten Stücklisten nicht sein sollte. Siehe oben. Für die Sortierung klicken Sie nun auf die Spaltenüberschrift AG-Beginn. Klicken Sie nun die Lose an, die Sie nach PROfirst zum Schachteln übertragen wollen. Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, ob denn die ausgewählten Lose auf die Tafel geschachtelt werden können, zeigen wir oben die Summe der Abmessungen der Materialien der markierten Lose an. Beachten Sie bitte, dass dies nur die mathematische Addition der in den Stücklisten eingetragenen Flächen ist. Es ist dies in keinem Falle ein wie immer gearteter Schachtelversuch. Nutzen Sie auch die Anzeige heute produzierbar, diese zeigt ob überhaupt ausreichend Material auf Lager ist. Haben Sie nun alle Lose für die Übertragung markiert, so klicken Sie bitte auf nach PROfirst exportieren. Damit werden alle markierten Lose in die CSV Exportdatei exportiert. Der Export wird durch angezeigt. Der Dateiname hat den Aufbau OAG-Datum-Uhrzeit.csv.

Zusätzlich wird das jeweilige Los mit dem Zusatzstatus P1 markiert. Hinterlegen Sie hinter diesem Zusatzstatus ein entsprechendes Symbol und den für Sie passenden Begriff. Damit sehen Sie bereits in der Losübersicht, welche Lose zum Schachteln an ProFirst übergeben wurden. Hinweis: Damit das neue Symbol angezeigt wird, muss der Kieselstein ERP Client neu gestartet werden. Wann diese Daten an ProFirst übergeben wurden, ist je Los im Reiter Zusatzstatus ersichtlich.

Der Datenaufbau sieht z.B. wie folgt aus: KundeKbez,Losnummer,StklArtikelnummerProFirst,OffeneLosmenge,MaterialProFirst,MaterialHoehe,,,, Test,16/0000001,696-419-01-01-05,35,S355,25.0

Importieren Sie diese Daten in ProFirst unter CAM Medium, Fertigungsaufträge Auftrag von PPS ein(lesen).

Bitte beachten Sie dass dadurch das Los noch immer im Status angelegt ist. D.h. Buchungstechnisch ist das Material noch im Lager. Erst durch die Rückmeldung der Schachtelung wird das Los ausgegeben und damit das Material vom Lager abgebucht.

Einstellung des PROfirst für den Import

Für den Ablauf ist wichtig, dass die Verwaltung der offenen, d.h. der zu schneidenden Mengen in beiden Systemen gleich ist.

wie können Stücklisten aktualisiert werden?

hierfür stehen zwei Varianten zur Verfügung:

  • a.) Aktualisieren einer einzelnen Stückliste. Wechseln Sie dazu im Stücklisten Modul auf die gewünschte Stückliste und wählen nun im Menü Bearbeiten, Stückliste aus PROfirst aktualisieren.
  • b.) Aktualisieren aller Stücklisten eines Kunden. Wechseln Sie im Kundenmodul auf den gewünschten Kunden und wählen aus dem Menü, Pflege, PROfirst Import. Bitte beachten Sie, dass hier die Begrenzung auf die maximale Anzahl der zu importierenden Artikel NICHT wirkt. D.h. es werden alle Artikel dieses Kunden eingelesen. Es ist dieser Import jedoch auf ein reines Aktualisieren begrenzt. D.h. es werden nur die bereits in Kieselstein ERP eingetragenen Stücklisten aktualisiert. Das Einlesen neuer Artikel muss bitte immer im Artikelmodul, Pflege, PROfirst Import erfolgen (Hintergrund ist die Verwaltung der noch einzulesenden Artikel).

In anderen Worten ist die Bauteilübernahme aus PROfirst wie folgt definiert:

  • Kunde pflegt die bestehenden Artikel / Stücklisten ausgehend von PROfirst zu Kieselstein ERP

  • Artikel fügt hinzu: Es werden Bauteile die anhand ihrer PROfirst ID noch nicht im Artikel / Stücklistenstamm von Kieselstein ERP sind hinzugefügt = neu angelegt

Wie wird mit Verkaufspreisänderungen umgegangen?

Bei jeder Aktualisierung werden auch die aktuellen Verkaufspreise aus PROfirst übernommen und das Preis gültig ab Datum auf das Importdatum gesetzt. Somit sehen Sie im Artikel unter Info, Verkaufspreisentwicklung, wie sich der Preis im Laufe der Zeit veränder hat.

Können Kunden vom Import ausgenommen werden.

Ja. Wenn über den Import im Artikelmodul die Fehlermeldung Kundenkurzbezeichnung für xyz nicht gefunden, so wählen Sie Kunde für weitere Importe ignorieren. Damit wird der Kunde in die zu ignorieren Liste mit aufgenommen und beim nächsten Importlauf übersprungen. Sollten Sie die Artikel dieses Kunden später trotzdem importieren wollen, so legen Sie bitte den Kunden an bzw. definieren Sie die entsprechende Kundenkurzbezeichnung eines bestehenden Kunden und wählen Sie dann Pflege, PROfirst Import, wie oben beschrieben. Die nun erscheinende Frage beantworten Sie bitte mit Ja.

Einfache Beschreibung des grundsätzlichen Ablaufes

  1. Importieren Sie alle benötigten Artikel

  2. Legen Sie die Kundenaufträge an

  3. erzeugen Sie die entsprechenden Lose, z.B. mit der internen Bestellung

  4. Bestellen Sie die nötigen Rohartikel, z.B. Blechtafeln

  5. Buchen Sie die Lieferungen im Wareneingang zu. Achten Sie darauf dass die Blechtafeln entsprechend Chargengeführt sind (es muss die Abfrage nach Chargennummern kommen)

  6. Exportieren Sie im Modul Los, unterer Reiter offene AGs oberer Reiter Produzieren Beachten Sie die produzierbaren Lose nach Sortierung

  7. Schachteln Sie die gewünschten Aufträge im PROfirst

  8. Einlesen eines Schachtelplanes in Kieselstein ERP. Damit automatische Zuordnung der Schachtelplannummern zu den Losen.

  9. Schneiden der Schachtelpläne

  10. Abliefern der Schachtelpläne = Tafel abliefern unter Angabe des eventuellen Ausschusses Dabei Auswahl der tatsächlich verwendeten Tafel

3.19 - Knowledge

Praktisches Wissen rund um dein Kieselstein ERP

Aufgrund des Wunsches der Mitglieder, eine lose Sammlung an praktischen Bedienungsdingen für Betriebssysteme und Datenbank, die man selten aber doch immer wieder einmal braucht.

Gedacht ist dies für Menschen, die ihre Systeme selbst administrieren und damit auch wissen was sie tun und die Verantwortung dafür übernehmen können und wollen.

Windows

Windows Defender

Als Virenscanner einrichten, dass so aktuell wie möglich

Signatur Update Intervall
	Registry Hive	HKEY_LOCAL_MACHINE
	Registry Path	Software\Policies\Microsoft\Windows Defender\Signature Updates
	Value Name	SignatureUpdateInterval
	Value Type	REG_DWORD
	Enabled Value	1				1 - 24 Stunden
	Disabled Value	0
Bearbeiten und Gruppenrichtlinien Editor /Windowstaste, Gruppenrichtlinie
	Computerkonfiguration
		Administrative Vorlagen
			Windows-Komponenten
				Microsoft Defender Antivirus
					Aktualisierung der Sicherheitsinformationen
						Intervall für die Suche nach Updates der Sicherheitsinformationen

DNS Puffer neu initialisieren

ipconfig /flushdns

Filezugriff

Zugriff von alten Windows-Rechner (XP aber teilweise auch Linux) auf Win7 und höher Freigaben Auf der Win10 (dorthin wo man den Zugriff möchte) im Systemsteuerung, Windows Programme und Features, Windowsfeatures, Unterstützung für SMB 1.0 suchen und zumindest den SMB 1.0 Server freischalten.
Danach den Rechner neu starten.

laufende Prozesse

netstat -nao
liefert auch die Prozessnumer um damit über den Taskmanager den richtigen Javaprozess killen zu können.

Druckaufträge bleiben hängen.

Passiert komischerweise seit einiger Zeit auf den aktuellen Windows10 usw. Installationen Ursache, es scheint eine temporäre Datei hängen zu bleiben.
Lösung:

  • Spoolerdienst = Druckwarteschlange beenden
  • Drucker abschalten
  • c:\windows\system32\spool\PRINTERS alle Dateien entfernen.
    Es müssen sich alle Dateien lösche lassen.
    Wenn nicht läuft vermutlich der printfilterpipelinesve.exe noch. Dieses über den Taskmanager beenden.
  • Drucker wieder einschalten
  • Druckwarteschlange wieder starten
  • Wenn keine Druckjobs anstehen muss dieses Verzeichnis leer sein.

Freigaben

net share liefert alle Freigaben dieses Rechners
sieht man auch in der Computerverwaltung, System, freigegebene Ordner, Freigaben und kann da die Freigaben auch löschen

Kein Zugriff auf Freigaben möglich

Der Status des Netzwerkes hat sich wieder mal bei einem Update auf öffentliches Netzwerk geändert.

Man geht in die Einstellungen und wechselt dort zu “Netzwerk und Internet”.
Unter Status klickt ihr auf “Verbindungseigenschaften ändern”.
Anschließend könnt ihr durch die Aktivierung des jeweiligen Schalters von “Öffentlich” in “Privat” wechseln oder umgekehrt

oft ist das aber nicht genau so, dann kann man

  • Status, weiter auf Ethernet
  • da findet man dann das verbunde Netzwerk und da dann auf das Symbol klicken
  • und das Netzwerkprofil auf Privat ändern Bei Netzwerkstatus (im Dialog Status) muss dann Privat stehen
    Dann geht auch der RDP Zugriff wieder

Schnellzugriff Einstellungen

Mit der Tastenkombination “Windows + I” die Windows 10-Einstellungen und wechselt dort zu “Netzwerk und Internet”.

Aktuelles Datum und aktuelle Uhrzeit in den Dateinamen einsetzen

siehe

Manchmal ist es sinnvoll, in einen Dateinamen auch das Datum der Erstellung mit hinein zu nehmen. Damit kann man dann die verschiedenen Versionen der Datei sehr einfach und schnell unterscheiden.

Es gibt im Kommandozeilenmodus von Windows die Variablen
%DATE% = Datum in der Form TT.MM.JJJJ
und
%TIME% = Zeit In der Form HH:MM:SS
Darüber hinaus kann man auch noch das Format und die Reihenfolge der einzelnen Teile des Datums und der Uhrzeit bestimmen:
%DATE:~6,4% = Jahreszahl vierstellig
%DATE:~3,2% = Monatszahl zweistellig
%DATE:~0,2% = Tageszahl zweistellig
%TIME:~0,2%= Stundenzahl zweistellig
%TIME:~3,2% = Minutenzahl zweistellig
%TIME:~6,2% = Sekundenzahl zweistellig
Hier ist ein Beispiel:
ren Test.txt Test"%DATE:~6,4%.%DATE:~3,2%.%DATE:~0,2%-%TIME:~0,2%.%TIME:~3,2%-%TIME:~6,2%".txt
ergibt
Test2011.12.05-21.13-37.txt
Man kann mit diesen Variablen auch Ordner erstellen, kopieren oder oder umbenennen.
Beispiele:
Einen Ordner erstellen md “%date%-%time:~0,2%-%time:~3,2%-%time:~6,2%"
xcopy ordner “%date%-%time:~0,2%.%time:~3,2%-%time:~6,2%"

USB Stick auf Read Only setzen

Method 1. Manually Remove Read-only with DiskPart CMD

Click on your "Start Menu", type cmd in the search bar, then hit "Enter".
Type command diskpart and hit "Enter".
Type list disk and hit "Enter". (
Type the command select disk 0 and hit "Enter".
Type attributes disk clear readonly and hit "Enter".

Zum Setzen: attributes disk set readonly eingeben.

Speichertest integriert

mdsched.exe

Zuordnung MAC Adressen / IP Adressen

arp -a liefert alle seit, … aufgerufenen IP Adressen und deren MAC Adresse dazu

BatchCommandos Übersicht

siehe

Autostart abschalten

Autostart auf Win10 abschalten mit Autoruns aus Sysinternals Download von
Als Administrator ausführen
Vorsichtig abhaken der nicht gewünschten Funktionen

Windows Rebooten mit Sprung ins Bios

Ctrl+left+Shift+Windows und dann Reboot mit der Maus
Geht beim Neustart ins Bootmenü

Drucken über Remotedesktop

  • Auch Thinstuff druckt normal über den RDP Printer
  • geht normalerweise problemlos
  • Zum Testen als erstes auf den umgeleiteten Microsoft PDF Drucker drucken
    Dieser legt die Dateien im RDP Aufrufverzeichnis ab
    Geht auch über mehrere Ebenen dann auf die Wurzel der RDP Verbindung
  • mit Konica Minolta
    • Es muss der SMB Client & Server 1.0 eingerichtet sein
    • Es sollten die aktuellsten Treiber von Konica Minolta AT!!! verwendet werden
    • Ev. den Drucker LOKAL freigeben
  • Win10 / Win11
    • getestet auf Win10 mit Thinstuff und lokaler Rechner Win11

Schnelldump der KIESELSTEIN Datenbank

ohne Bilder, Versandaufträge usw.. Also klein und schnell erstellt
“?:\Program Files\PostgreSQL\14\bin\pg_dump.exe” -Fc -h localhost -U postgres –exclude-table-data=public.ww_artikelkommentarspr –exclude-table-data=public.rekla_reklamationbild –exclude-table-data=public.lp_entitylog –exclude-table-data=public.lp_installer –exclude-table-data=public.lp_usercount –exclude-table-data=public.lp_versandauftrag –exclude-table-data=public.lp_versandanhang –verbose -f KIESELSTEIN_SMALL.backup KIESELSTEIN

Linux

allgemein

Zweck Befehl Wirkung / Beschreibung
File finden find -iname *hba*.* findet pg_hba.conf
Owner ändern chown –R root report Ändert ab report und tiefer (-R) den Owner auf root.
Danach können z.B. die Reports über den WinScp einkopiert werden
Direkt Rechte ändern chmod -R 777 verzeichnis Bedeutet im verzeichnis dürfen alle alles
User einer Gruppe hinzufügen usermod -aG Gruppe User
als root arbeiten su root und Passwort
als vollwertiger root arbeiten su - root nur damit verhält das OS sich wie wenn man sich als root angemeldet hätte
Service ein / ausschalten chkconfig jboss on oder off Beim Start wird der Service ausgeführt oder eben nicht
Liste der installierten Services systemctl list-unit-files
Liste filtern grep xxxx listet nur Zeilen die xxxx enthalten
Editor vi filename Mühsam zu bedienender standard Linux Editor
vi
Commandos mit : einleiten, also
:q! -> raus ohne änderungen
:wq -> raus und schreiben
Editor nano filename ausreichend komfortabler Editor. Ist auf den meisten Linuxen installiert
Dienste starten / Stoppen systemctl start/stop/restart Dienstname übliche Dienstnamen:
kieselstein
postgresql jeweils mit TAB vervollständigen
Neues Verzeichnis mkdir erzeuge neues Verzeichnis
Directory Listing ls -al Directory Listing mit allen Infos
Verzeichnis leeren rm * -R -> im Ubuntu leere das gesamte verzeichnis
Verzeichnis löschen rmdir Verzeichnis löscht ein leeres Verzeichnis
Verzeichnis umbenennen mv old new old auf new umbenennen
ausführliches Directory Listing ls -alh List Directory alle Attribute Langformat Human Readable
Freier Plattenplatz df -hl zeigt freien Speicherplatz des lokalen Dateisystems
Welche IP hört auf welchem Port netstat -anlp listet alle laufenden IP-Listener und die zugehörigen Programme die da horchen
Prozesse auflisten ps -axf listet alle Prozesse und deren Aufrufparameter
z.B. ps -axf | grep -i test
liefert den Prozessstatus mit den Aufrufparametern (-i = ignore Case beim Wort danach)
Prozess beenden kill -9 PID Beendet den Prozess (PID) in jedem Falle
Aufgabenplanung crontab -e bei Ubuntu: /etc/crontab (Ist vi, d.h. mit :wq beenden
File laufend anzeigen tail Filename -f zeigt andauernd die aktualisierten Inhalte des (Log-) Files an

pg_hba.conf

liegt je nach Betriebssystem / Linux wo anders

  • Ubunut etc/p…..
  • var/lib/p…
  • usr/lib/p…

Installation der MS-Fonts (Arial usw.)

apt-get install ttf-mscorefonts-installer
Anmerkung: Die EULA muss bestätigt werden. Damit man zum OK kommt, mit die TAB-taste drücken und dann Enter bzw. Space
sudo fc-cache -fv

mount

  • a.) das Verzeichnis (/mnt/datastore) muss es geben sonst mit mkdir anlegen
  • b.) das Filesystem muss es auch geben, muss am Linux verfügbar sein
  • c.) wenn im PW !, dann mit \ escapen
  • d.) mount -t nfs 192.168.0.40:/opt/kieselstein/postgres_datastore_xxxx/ /mnt/datastore nfs = Filesystem, der abschließende Slash ist wichtig
    WICHTIG: Es muss dies auch freigegeben werden. Dazu im WebMin(Port 10000) unter Netzwerk NFS Exporte eintragen von welchem Rechner zugegriffen wird

Debian

ip adress für ifconfig
apt install htop
shutdown -> systemctl poweroff

Ubuntu

Dateien mit Doppelklick starten

Rechte Maus auf die Datei, unten Eigenschaften, Reiter öffnen mit
nun unter weitere Anwendungen, Anwendung starten auswählen

useradd … neue User anlegen

angelegte User findet man im File /etc/passwd passwd BENUTZERNAME und dann das neue Passwort eingeben

ssh Zugriff nicht eingerichtet (ubuntu 14.04 LTS)

apt-get install openssh-server …. herunterladen
danach starten … /etc/init.d/ssh restart

Netzwerkadressen

ändern über Console (wenn installiert)
  • nmtui (ist eine Terminal gui für Netzwerkeinstellungen)
  • yum install nmtui
Grafisch

IP-Adresse kann man im Ubuntu über die Einstellungen ändern

Suse

Java liegt gegenüber allen anderen Linux Distributionen unter

CentOS (RedHat)

Datum stellen:

date MMDDhhmm[[CC]YY][.ss]
date MMTThhmmJJ

hwclock -w … schreibt die gesetzte Uhrzeit in die Hardwareclock

yum install htop

Small-Backup der Kieselstein

pg_dump -Fc -h localhost -U postgres –exclude-table-data=public.ww_artikelkommentarspr –exclude-table-data=public.rekla_reklamationbild –exclude-table-data=public.lp_entitylog –exclude-table-data=public.lp_installer –exclude-table-data=public.lp_usercount –exclude-table-data=public.lp_versandauftrag –exclude-table-data=public.lp_versandanhang –verbose -f KIESELSTEIN_SMALL.backup KIESELSTEIN

Backup der Kieselstein

pg_dump -Fc -h localhost -U postgres -f ./KIESELSTEIN.backup KIESELSTEIN

TCPDUMP

TCPDUMP, also wie laufen denn so die Pakete sehr tief unten sudo tcpdump ’tcp port 8280’ -A -l

MAC

Wenn man im Finder verschiedene Devices usw. nicht findet, dann am Desktop auf Gehe Zu (Computer) und dann dieses Device links reinziehen. Ab dem Zeitpunkt ist es da.

Ab OS X Version 8? steht der Launcher zum Starten der Dienste zur Verfügung:
launchctkl start/stop dienst
mit list sieht man alle Dienste und die die eine PID haben laufen
start durch: launchctl load Dienst / Pfad auf plist
stop durch: launchctl unload Dienst / Pfad auf plist

find / -name xxx*.* findet alle Dateien ab Root

Rechtsklick mit der Maus bringt Einsetzen (aus der zwischenablage)

Einrichtung

  • Zugriff auf die plist: Im Finder zeigen, Paket Inhalt zeigen, Content, info.plist
  • Zugriff auf die Info.plist Rechts auf Icon, Paketinhalt zeigen, Content, info.plist, rechts-Klick, öffnen mit Texteditor

SQL, PostgresQL

Wechsel von pgAdmin 7 auf 8

Es verschiebt sich der Pfad der Runtime. Damit geht gegebenenfalls die nachträglich manuell ergänzte Pfad-Definition nicht mehr Windows, System, erweiterte Systemeinstellungen, Umgebungsvariablen

Restore

pg_restore -c -h localhost -U postgres -d KIESELSTEIN KIESELSTEIN.backup » restore.log Vorher die KIESELSTEIN z.B. über pgadmin oder mit createDB aus ..\database anlegen

noch einsortieren

Postgres reload im laufenden Betrieb, z.B. wenn IP Adressen nicht freigeschaltet sind /etc/postgresql/14/main/pg_hba.conf su postgres /usr/lib/postgresql/14/bin/pg_ctl -D /var/lib/postgresql/14/main reload

aufruf von psql.exe a.) es reicht aus dem pgadmin das runtime Verzeichnis zu kopieren b.) bei der Angabe des Hostnamens entscheidet das führende Slash ob Socket Communication (was im Linux nicht unterstützt wird) wenn –host OHNE / angegeben wird, wird eine TCPIP Kommunikation angenommen, die dann nur mehr über das pg_hba.conf gesteuert wird c.) im Debian und Postgres 14 ist die pg_hba.conf im etc

Postgres Password Reset des Users Postgres Siehe auch

  • C:\Program Files\PostgreSQL\12\data\pg_hba.conf
  • sichern der pg_hba.conf
  • Ändern aller Connection von md5 auf trust
  • Restart des Postgres Dienstes über die Dienste oder mit pg_ctl -D “C:\Program Files\PostgreSQL\12\data” restart The “C:\Program Files\PostgreSQL\12\data” is the data directory.
  • Connect to PostgreSQL database server using any tool such as psql or pgAdmin: psql -U postgres PostgreSQL will not require a password to login.
  • Setzen des neuen Passwords für den User Postgres postgres=# ALTER USER postgres WITH PASSWORD ’new_password';
  • Wiederherstellen der original pg_hba.conf
  • Restart des Postgres Dienstes

Rest des PGAdmin Master-Passwords Siehe auch

  • Beim Anmelde Dialog, bei dem das Master Password abgefragt wird, einfach Reset Master Password anklicken.
    Damit werden alle, in einer lokalen SQLite DB abgelegten Passwörter gelöscht.

Datentypen

numeric -> BigDecimal -> Sum liefert immer numeric und damit BigDecimal

Uhrzeit rechnen

Wenn man Uhrzeit1 von Uhrzeit2 abziehen will, und beides sind Timestamp without timezone, dann select extract(epoch from danach.t_zeit) from pers_zeitdaten liefert nur Sekunden als numeric, mit denen kann man dann aber einen Sum machen

mehrere Fields mit Trennzeichen zusammenhängen

SELECT string_agg(c_lagerplatz::text, ‘,’) AS Name FROM ww_artikellagerplaetze inner join ww_lagerplatz on ww_lagerplatz.i_id=ww_artikellagerplaetze.lagerplatz_i_id where artikel_i_id=(select i_id from ww_artikel where c_nr=‘ABCD1234’)

suchen

Symbol Meaning LIKE ‘5[%]’ 5% LIKE ‘[_]n’ _n

Null-Werte auf definierten Wert setzen

COALESCE

coalesce geht nur wenn ein Ergebnis kommt, kommt keines, also im PGadmin keine Zeile, dann wirkt dies nicht. Daher immer so aufbauen, dass ein Null-Ergebnis überhaupt theoretisch kommen kann.

Z.B mit left outer join

Zu Datum Tage dazuzählen

date+1 geht nicht immer
Daher besser:

(ww_artikelreservierung.t_liefertermin - interval ‘1’ day * COALESCE(part_kunde.i_lieferdauer,2)) as t_liefertermin verwenden

Es geht auch aus einem Timestamp

select DATE(pers_zeitdaten.t_zeit) || ’ 00:00:00’, * from pers_zeitdaten where i_id = 4003090 select to_char(t_zeit, ‘YYYY-MM-DD 00:00:00’), * from pers_zeitdaten where i_id = 4003090

Mit dem to Char kann noch wesentlich mehr gemacht werden siehe
UND WICHTIG: Will man z.B. zwei Timestamps vergleichen ob sie am gleichen Tag sind, dann einfach DATE(pzd.t_zeit) = DATE(pers_zeitdaten.t_zeit)

Wochentagsnamen aus einem Timestamp

select to_char(t_datum, ‘Day’), * from pers_betriebskalender

gibt man als Formater nur Dy an, so kommen die Tagesnamen mit den ersten beiden Buchstaben. In der Regel in englisch.
Mit substring(to_char(t_datum, ‘Day’),1,1) != ‘S’ dann das Wochenende herausfiltern

Tabellen zusammenhängen

Union all
die Spaltennamen durch das as müssen alle gleich sein

Anzahl der unterschiedlichen Einträge der Maschinen_I_ID’s zählen

“select count(distinct(MASCHINE_I_ID)) from PERS_MASCHINENZEITDATEN where LOSSOLLARBEITSPLAN_I_ID="+$F{lossollarbeitsplan_i_id}+” “+

Report

siehe

Libre Office, Calc

Interessante Funktionen und deren Namen

Funktion Beschreibung
Abrunden Rundet immer die angegebenen Stellen ab
Runden Rundet mathematisch, vermutlich nicht Bankers Rounding
Aufrunden Rundet immer auf
VRunden klingt wie Modulo
suchen Suchzeichen und Zelle. Wenn nichts gefunden liefert #WERT!
wennfehler Zelle die zu lesen ist, steht hier ein Fehler (#WERT!) dann wird die Zahl/Wert.. dahinter ausgegeben
Z.B. wenn bei Suchen das Zeichen nicht kommt, dann z.B. 0 (=wennfehler(E2;0)) entweder der Wert aus E2, wenn aber Fehler, dann 0
Teil Substring mit Zelle; Beginn; Länge
Verketten Zusammenhängen mehrerer Stringfelder zu einem String. Nutze ich gerne um SQL Strings zu erzeugen

KI, AI

Die sogenannte künstliche Intelligenz

Der Versuch, Menschen in einen Datensatz zu verwandeln, ist Teil einer Kultur des Todes, die alles, was Leben ausmacht

Spontaneität, fühlendes Erleben, Selbstorganisation und Kreativität,

durch Abstraktion und Berechnung ersetzt.
Ihr Fluchtpunkt ist ein wüstenartiger Planet, auf dem einsam im dunklen Weltall ein blinkender Riesenrechner steht, der anzeigt, wie viel Geld er gerade verdient.

Fabian Scheidler
Der Stoff aus dem wir sind
2.Auflage 2021

3.20 - Datenübernahme

Datenübernahme von anderen Systemen

Da auch immer wieder die Frage kommt, wie bekommt man aus anderen ERP Systemen, die Daten in das Kieselstein ERP.

Der Klassiker von beliebigen anderen Systemen ist, dass die Stammdaten inkl. Stücklisten per XLS Datei importiert werden. Es ist dafür erforderlich, dass die Daten vom Alt-System entsprechend zur Verfügung gestellt werden.

Eine Übernahme von Bewegungsdaten, also Angeboten bis Lieferscheine und Rechnungen, Bestellungen, Wareneingänge, Fertigungsaufträgen, usw. ist zwar theoretisch möglich, aber immer mit einem enormen Aufwand verbunden.

Es kommt ergänzend dazu, dass auch die in Dokumentenmanagementsystemen abgelegten Belege übernommen werden sollten, was mit einem enormen Aufwand verbunden ist.

Die Datenübernahme aus dem ERP-System HELIUM V, dessen Fork das Kieselstein ERP ist, ist unter gewissen Umständen sehr einfach möglich.

Was ist für die Umstellung von HELIUM V auf Kieselstein-ERP alles vorzubereiten, zu beachten. Es werden alle Daten auf Knopfdruck, innerhalb kurzer Zeit, nach entsprechender Vorbereitung und von einem guten Backup übernommen. Also:

  • Datenbanken (sowohl ERP Daten wie Dokumenten-Daten)
  • Formulare

Wichtige Voraussetzung:
Gültige Softwarepflege / Miete für HELIUM V bis inkl. September 2022

Die Daten gehören laut europäischem Recht dem Anwender, also dir, denn die Arbeit die Daten im ERP-System zu erfassen ist beim Anwender gelegen. D.h. die Leistung der Datenpflege wurde durch den Anwender erbacht.

Sollten obige Voraussetzungen teilweise nicht gegeben sein, so nimm bitte mit uns Kontakt auf, es gibt noch weitere Möglichkeiten. Es ist uns sehr wichtig, dass alle diese Dinge im rechtlich legitimen Rahmen ablaufen.

Vorgehensweise zur Umstellung

Für die Umstellung von HELIUM V auf dein Kieselstein ERP wird wie folgt vorgegangen:

Nr. Beschreibung wer wann
1. zur Verfügung-Stellung eigenständiger Kieselstein ERP Server M
2. Einrichten Kieselstein ERP System C
3. einkopieren der Datenbanken und Formulare C
3a. Prüfung ev. hinzugekommener Datenbankfelder und deren Verwendung im eigenen Unternehmen C+M
3b. Prüfung der Eignung / Geschwindigkeit des Kieselstein ERP Servers C
4. Anpassung der Formulare C
5. einrichten Clients C+M
6. ausführliche Tests M
7. Fehlerreporting M an C
8. Entscheidung wie mit den Fehlern umgehen
- Formularanpassung
- Programmierung
- Umgehung
M + C
9. Freigabe der Tests und Festlegung des Starttermins M + C
10. Übertragung und ev. Konvertierung der Datenbank nach Kieselstein ERP System C
11. Echtstart C + M
12. Feierlicher Abschluss alle

Bedeutung:

  • C … Consultant
  • M … Mitglied

Wie prüft man, welche DB Änderungen gemacht wurden

Wenn neuere Datenbankversionen gegeben sind, müssen die Datenstrukturen und die Inhalte geprüft werden. Hier geht man davon aus, dass anhand der Kieselstein-ERP default Datenbank (…/kieselstein/dist/bootstrap/database) ein Vergleich (https://www.devart.com/dbforge/sql/schemacompare/) mit der bestehenden Datenbank gemacht wird. Anhand dessen, muss gemeinsam überlegt werden, welche Inhalte bei der Überleitung eventuell verloren gehen würden.
Anmerkung: Bisher haben wir zwar leichte Änderungen in den Strukturen bemerkt, welche jedoch, da nicht verwendet, (fast) keine Auswirkungen in den Dateninhalten hatten.
Selbstverständlich ist hier mit entsprechender Umsicht vorzugehen. Hinweis: Mitglieder der Kieselstein-ERP eG können die genaue Umstellungsanleitung im Wiki nutzen.

Fehlermeldungen und deren mögliche Ursachen

Falsches Java am Server

Es scheint alles zu gehen, aber beim Drucker der Artikelstatistik kommt (wegen der Grafik) ein schwerer Fehler. Dieser weist in dem langen Fehlerstack auf Grafik / SVG Fehler hin. im Server selbst sieht man, in den installierten Programmen, dass, vermutlich von früher noch, installiert ist. Diese bitte deinstallieren und das aktuelle JDK mit FX für das jeweilige Betriebssystem verwenden. Das sieht dann so aus:
Dies passiert gerne wenn der bisherige ERP Server verwendet wird und das Java nicht überprüft wurde.

4 - Schulung

Informationen rund um das Thema Schulung zum OpenSource Kieselstein ERP System

Dinge die für eine effiziente Schulung des Kieselstein ERP Systems zu beachten sind.

Von der Vorbereitung über den Tagesablauf bis zu den Fragen ans Controlling.

4.1 - Schulungsvorbereitung

Vorbereitung zur Kieselstein-ERP Schulung

Vorbereitung

  • Maximal fünf Schulungsteilnehmer:innen
    • jedeR Schulungsteilnehmer:inn hat einen Namensaufsteller mit Funktion im Unternehmen
  • bitte um Info, wenn wir einen Beamer mitbringen sollten
  • bitte um Info, wenn wir ein Flipchart mitbringen sollten

weitere Unterlagen / Infos

Damit wir den Server möglichst gut vorbereiten können bitte vor der ersten Basisschulung noch folgende Dinge an uns übermitteln:

  • Briefpapier inkl. Logo
    • das Logo bitte in einer geringen aber ausreichenden Auflösung
    • und bitte im png Format
  • falls es ein großes Logo ist, bitte auch noch eine kleine / reduzierte Variante davon
  • Die Benutzernamen unter denen sich die ersten Schulungsteilnehmer anmelden möchten
  • Falls es mehrere beteiligte Mandanten / Firmen gibt, bitte überlegen wie die leichte Unterscheidung unter den Belegnummern gemacht wird. Bewährt haben sich sprechende Buchstaben anstatt des Belegtrenners (der default ein / Schrägstrich ist) oder unmittelbar nach dem Belegtrenner ein Kennungsbuchstabe, wobei dies bedeutet, dass nur mehr sechs Stellen für die laufende Nummerierung innerhalb des Jahres bleiben.

Ablauf

Es werden von uns “nur” die Poweruser geschult, von diesen wird, ev. gemeinsam mit dem Consultant/der Consulterin die Umsetzung im eigenen Unternehmen festgelegt. Mit diesem Umsetzungswissen werden dann die weiteren / einzelnen Mitarbeiter:innen Gruppen durch die Poweruser geschult.

Wichtig ist, dass allen klar ist, dass die eigene Aufgabe im gesamten Unternehmens-Verbund zu sehen ist. Das kann durchaus bedeuten, dass die eigene Arbeit etwas mehr wird, damit sich aber die nachfolgenden Arbeiten deutlich vereinfachen, effizienter werden.

So muss z.B. beim Auftrag alles eindeutig und klar definiert sein. Damit läuft der weitere Prozess einfach und rasch durch. Das kann bedeuten, dass die Auftragserfassung etwas länger dauert. Alles andere wäre ein beständiges Nachbessern und man muss auch noch an dies und jenes denken. Wir wollen saubere Vorgaben, damit die weiteren Unternehmensprozessschritte möglichst reibungslos ablaufen können.

Bei manchen Anwendern wurde sogar festgelegt, dass das schon beim Angebot sauber definiert sein muss.

Täglich üben

Es muss allen klar sein, dass nur durch tägliches Üben, von mindestens einer Stunde pro Tag, ein Lernen und Verfestigen des Wissens gegeben ist.

Idealerweise wird diese Lern-Stunde jeden Morgen durchgeführt.

Bitte nehmt dies sehr ernst. Wenn nicht geübt wird und wir merken das innerhalb weniger Minuten, ist die ganze Schulung wertlos, also teuer und frustrierend.

Und ja, Kieselstein ERP funktioniert komplett anderes wie das alte System, vor allem ist es kein Word und kein Excel. Damit erreicht man, dass man sich auf die Zahlen verlassen kann, viel rascher heraus findet, warum welche Kosten entstanden sind.

Denn: Der eigentliche Zweck eines jeden ERP Systems ist, mit diesem System das Unternehmen nachhaltig zum Erfolg zu führen, stetig besser zu werden.

Und auch verlässliche Zahlen für alle, auch externe Partner, zu liefern.

Ansprechpartner / Inhaus ERP-VerantwortlicheR

Zentrale Person die alle, zumindest aber die ERP-Prozesse, kennt und beherrscht und die Koordination übernimmt.

Diese Person ist auch unser zentraleR Ansprechpartner.

Bitte um Verständnis, dass wir nur Anfragen dieser Person beantworten. Eventuelle Ausnahmen bestätigen nur die Regel.

Spezial-Vorbereitung für die Geschäftsleitung, den/die COO

  • welche Kennzahlen sind wichtig
  • tägliche
  • wöchentliche
  • monatliche
  • gibt es tatsächlich jährliche Kennzahlen, die nicht während des laufenden Jahres abgefragt werden?

Diese Kennzahlen können sein:

  • Umsatz
  • Auftragseingang
  • Lagerbestand, gegliedert nach Lagerarten (Sperrlager, Konsignationslager, Lieferantenlager, Halbfertig Lager, …)
  • Halbfertigbestand, Work in Progress, also der Anarbeitungsgrad in der Fertigung
  • Ladenhüter
  • Anzahl der abgelieferten Lose
  • Reklamationskosten
  • offene Rechnungen
  • Anzahl / Wert der Gutschriften, ev. auch Retouren vom Kunden
  • offene Aufträge
  • offene Bestellungen, inkl. noch nicht fakturierter Wareneingänge
  • offene Eingangsrechnungen
  • Anwesende Stunden der Mitarbeiter:innen, vor allem in Relation zum Umsatz
  • Laufzeiten der Maschinen, wieviele Stunden welcher Tätigkeitsart wurden im Zeitraum gebucht Gegliedert anch den Arbeitszeit-Artikelgruppen

Es muss bitte immer genau definiert werden, was unter dem jeweiligen Punkt verstanden wird.

4.2 - Schulung Tagesablauf

Wie den Tag gestalten, Zeiten, welche Teilnehmer

Ein kleines Rundherum zum Tagesablauf.

Wir brauchen bitte für unsere Notebooks einen Zugang zu eurem Kieselstein ERP-System.
Idealerweise per Lan, wenn nicht anderes möglich auch per stabilem WLan/WiFi.

Bitte ein Plätzchen an dem man auch mal in Ruhe etwas komplexere Datenbearbeitungen, Formularanpassungen u.ä. durchführen kann.

Wir beginnen unsere Schulungen pünktlich. Wenn sechs Personen 10Minuten warten müssen, ist das einen Mensch-Stunde, mit entsprechenden Kosten.

Wir machen dazwischen aber immer wieder auch mal eine Pause, so ca. alle zwei Stunden.
Es wäre gut, wenn kleine Erfrischungsgetränke, Kaffee, für die Teilnehmer zur Verfügung stehen würde.

Mittags machen wir eine Pause von ca. 30Minuten. Bitte maximal einen kleinen Snack vorbereiten, kein umfangreiches Mittagessen.

Am Ende des Tages sollten wir uns auf eine entsprechende ToDo Liste einigen und auch den nächsten Schulungstermin festlegen.

So könnte ein ausgefüllter Schulungstag wie folgt aussehen:

  • Beginn pünktlich um 8:00
  • 08:00-10:00
  • 10:00-10:15 15’ Pause
  • 10:15-12:15
  • 12:15-12:45 kurze Mittagspause
  • 12:45-14:45
  • 14:45-15:00 kurze Pause
  • 15:00-17:00
  • 17:00- Open End
    • Vergabe der Aufgaben bis zum nächsten Termin
    • nächster Termin und ev. Teilnehmer
    • ev. sonst noch zu erledigende Punkte

Für die ersten Schulungs-Meetings wäre es gut, wenn die Teilnehmer entsprechende Namenskärtchen vor sich auf dem Tisch stehen haben, damit wir uns leichter tun die entsprechenden Menschen anzusprechen. Idealerweise auch mit Angabe der Aufgabe.

4.3 - Schulung Zugang

Zugangsdaten für die Betreuung

Die Basis-Schulungen finden immer vor Ort statt. Das ist definitiv das Effizienteste. Wir hoffen alle, dass wir die Fernwartungsschulungen, wie wir sie zu Corona Zeiten machen mussten, nicht mehr notwendig haben.

Um rasch mit der Schulung beginnen zu können, muss bitte

  • der Kieselstein ERP-Server bereits vollständig installiert sein
  • es muss vor Ort die Netzwerkverbindung vom Consultant Notebook zum Kieselstein ERP-Server möglich sein.
  • idealerweise per Lan-Kabel. Wenn nicht anders möglich auch per stabilem WLan
  • üblicherweise wird von uns nichts gedruckt
  • IP-Adresse und Full-DNC Name des Kieselstein ERP-Servers müssen bekannt sein
  • Der Server muss so eingerichtet sein, dass Client, RestAPI und DB-Zugriff möglich sind (siehe Installation, Ports, offen)
  • bei Windowsserver bitte auch einen RDP Zugang mit einem User mit lokalen administrativen Rechten, inkl. den erforderlichen Passwörtern
  • Bei Linux bitte root bzw. root Rechte mit sudo, inkl. den erforderlichen Passwörtern

Idealerweise sind vor der ersten Schulung bereits einige Kieselstein ERP Clients installiert. Falls nicht: Bitte um zur Verfügungstellung der Zugangsdaten um die Clients installieren zu können. Details siehe Clientinstallation.

Da die Schulung idealerweise ein on the Job Training ist, wünschen wir uns, dass die Schulungsteilnehmer zumindest in zweier Gruppen einen Rechner mit installiertem Kieselstein ERP Client haben.

Sollte die Installation nicht möglich sein, so wird dies spätestens zur ersten größeren Pause von uns nachgeholt. Bitte die Zugangsdaten bereit halten / zur Verfügung stellen.

4.4 - Schulungsprogramm

Das Schulungsprogramm zum Kieselstein-ERP System

Ist vor allem auch gedacht um vorab, die gewünschten zu schulenden Punkte / Module festzulegen und ein Zeitgefühl dafür zu bekommen.

Schulungskonzept Kieselstein ERP

Mit diesem Schulungskonzept möchten wir dir ein Werkzeug zur Vorgehensweise für die Basis-Schulung deines Kieselstein ERP Systems geben. Auch hier sei betont, dass wird von entsprechenden Kenntnissen in der Bedienung von derartigen Programmen ausgehen. Eine Erklärung wie man eine Maus bedient, was Shortcuts (oder auch Schnellzugriffstasten) sind und wie / wozu sie zu verwenden sind, ist nicht Aufgabe von Kieselstein ERP. Gegebenenfalls ist ein “Computer” Grundkurs, oder dein IT-Betreuuer dafür die richtige Anlaufstelle.

Definiere einen Power-User der zugleich der Projektverantwortliche für die Umsetzung / Einführung von Kieselstein ERP in deinem Unternehmen ist. Die Aufgabe dieser Person ist, das Projekt Einführung und Umsetzung Kieselstein ERP massiv vorwärts zu treiben. Zugleich ist er die Schnittstelle zu uns.

Es ist enorm wichtig, dass diese Person die Unterstützung durch das Management / die Geschäftsleitung hat. Es kann dies, nicht zuletzt aus Gründen des zeitlichen Aufwands, nicht die Geschäftsleitung sein.

Weiters muss der Projektverantwortliche über alle in deinem/euren Unternehmen eingesetzten Kieselstein ERP Module bestens informiert sein, die gesamten (Unternehmens-) Prozesse die dahinter stecken verstanden haben und darüber bestens informiert sein. D.h. er/sie ist auch in der Lage die Zusammenhänge zu verstehen. Und er/sie ist befähigt, die sich daraus ergebenden organisatorischen Änderungen umzusetzen / einzufordern.

Zugleich ist der Einführungsverantwortliche die Schnittstelle zu uns. D.h. alle Umsetzungen werden unternehmensintern vom Projektleiter in euren Unternehmen koordiniert und dann in abgestimmter Form an uns herangetragen.

Bitte beachten Sie dabei auch die Grundregeln des Projektmanagements. Sehr bewährt hat sich die Arbeitsmethode in der jeder Punkt nach

Aufforderung, Beschluss, Empfehlung, Feststellung

qualifiziert wird. Ich kann dazu auch das Buch: “IT-Projekt-Management kompakt” (Pascal Mangold, Springer Verlag) sehr empfehlen.

Modulschulungen

Anwender: Benutzer:
Bereich Modul Unterpunkte Erforderlich für Anwender
für Benutzer
Vorkenntnisse1-3
keine / mittel / sehr gute
Durchgeführt
Intensität (1-3)
Verkauf Kunden Anlage, Ändern, Konditionen Finden Rechnungsadresse Ansprechpartner Kurzbrief Selektionen
Angebot
Angebotsstücklisten   Verkauf
Einkaufs-Angebotsstücklisten
Auftrag Anlegen, Positionen einfügen, Aktivieren / Drucken
Lieferschein Auftragsübernahme, Anlegen, Positionen einfügen, Aktivieren / Drucken
Rechnung Lieferschein Übernahme, Sammelrechnung, Anlegen, Positionen einfügen, Aktivieren / Drucken
Warenwirtschaft Artikel Anlegen Chargen- / Seriennummern / Lagerbewirtschaftet
Definition Verkaufspreise
Definition Lieferanten
Handlagerzubuchung
Stücklisten Anlegen, Kopfdaten, Positionen, Arbeitsplan, Grunddaten, Gesamtkalkulation, Einzeldrucke
Einkauf Lieferanten Anlage, Ändern, Konditionen, Finden, Rechnungsadresse, Ansprechpartner, Kurzbrief, Beurteilung
Anfrage Anlegen, Kopfdaten, Positionen, Lieferdaten
Gruppenanfragen erstellen   umwandeln / versenden
Bestellung Anlegen, Kopfdaten, Positionen
Liefertermine Rückpflegen, Terminbestätigungen, Wareneingang, Wareneingangspositionen, Eingangsrechnung erzeugen
Eingangsrechnung Anlegen, Kontierung, Splittbuchung, Kundenauftrag zuordnen
Fertigung Los Anlegen, manuell, anhand Auftrag, Aus Auftrag
Ausgeben -> In Produktion, Fehlmengen / Reservierungen, Abliefern, Sollmengen, Ändern, Ersatztypen, Nachträgliche Materialentnahme, Zeitbuchungen, Sollzeiten / Istzeiten, Gut-/Schlecht-Stück, Wertefluss, Zusammenhang Stücklisten / Lose
Reklamation
Zeiterfassung
Personal
Management Finanzbuchhaltung
Allgemein Partner Zusammenhang   Kunden / Lieferanten   / PartnerAnsprechpartner ändernSerienbrief
Benutzer Benutzer anlegen, Systemrollen definieren, Benutzer Mandant
System Lieferarten, Zahlungsziel, Spedition erweitern

Intensität (1-3), 1 … angesprochen, 3 … Intensiv im Detail durchgearbeitet

Punkte / Themen / Überschriften:

Allgemein:

  1. Anmeldung am Client
    • Mandantenwechsel
  2. Wo finde ich welche Module
  3. Obere / untere Modulreiter
  4. Bedienung der Direktfilter und der Auswahlspalten
    • Umreihen, Sortieren, Definition speicerhn
  5. Bedienung Zusatzfilter
  6. Stammdaten
  7. Bewegungsdaten
  8. Die Verknüpfung von Stamm- und Bewegungsdaten

Nach diesen einführenden und allgemein gültigen Punkten, sei nun auf die Besonderheiten der unterschiedlichen Branchen hingewiesen.

Dienstleistung

  1. Auftrag
  2. Buchen von Zeiten auf einen Auftrag
  3. Nachkalkulation / Zeitaufwand
  4. Verrechnung eines Auftrags

Warenwirtschaft

Produktion

Allgemein II:

  1. Mahnwesen Ausgangsrechnungen
  2. Zahlungsbuchungen
  3. Überleitung in die Finanzbuchhaltung

Finanzbuchhaltung:

  1. Voraussetzungen: Gute Kenntnisse über die Bedienung von Kieselstein ERP Gute Buchhaltungskenntnisse Aktives Vorgehen Kontenrahmen eingespielt und Steuerkategorien der Finanzämter eingerichtet
  2. Dauer der Fibu-Grundschulung ca. 4Std.
  3. Inhalte:
    • Definition Sachkonten

    • Erklärung Steuerkategorien und deren Definition

    • Umsatzsteuervoranmeldung -> wie kommen die Werte in das Formular

    • Erlöskontenfindung, Artikel->Artikelgruppe->Erlöskonto->Länder(art)-Übersetzung

    • Kontierung Eingangsrechnung, Splittbuchung

      Wirkung von Land, EU-Mitglied von bis und gemeinsames Postversendungsland

Voraussetzungen:

  • Kieselstein ERP ist in Ihrem Unternehmen ordnungsgemäß installiert
  • Der Kieselstein ERP Client ist auf Ihrem Rechner installiert
  • Benutzername, Passwort und default Mandant sind definiert und bekannt.

Lernschritte

  1. Machen Sie sich mit der grundsätzlichen Bedienung von Kieselstein ERP vertraut.

  2. Danach machen Sie sich mit den für Sie relevanten Stammdaten vertraut, z.B. Kunde, Personal oder Artikel. Beachten Sie bitte den zentralen Partnerstamm. Beachten Sie die Arbeitsweise mit den Direktfiltern und den [Spaltenüberschriften](../Allgemein/Shortcuts.htm#Sortierung Spaltenüberschriften).

  3. Nun verwende die für dich/euch relevanten Bewegungsmodule

  1. Drucke einen der Bewegungsdatensätze und beachte die Möglichkeiten beim Drucken

  2. Zur leichteren Orientierung haben wir die Module in der Toolbar nach Themengruppen sortiert. Nachfolgend die Auflistung aller in Kieselstein ERP verfügbaren Module in der auch am Client verwendeten Gruppierung.

  • Warenwirtschaft
  • Einkauf
  • Fertigung
  • Verkauf
  • Management
  • Extras

Hinweis: Da die zur Verfügung stehenden Module von den freigeschalteten Modulen und den Rollenrechten abhängig ist, müssen nicht alle angeführten Module auch in Eurer Installation aufscheinen. Wenn weitere Module benötigt werden, bitte an den Kieselstein ERP Betreuer wenden.

  1. Warum sind manche Bewegungsdatensätze änderbar und manche nicht mehr. Der generelle Gedankengang ist, dass ein Bewegungsdatensatz solange änderbar ist, bis es einen Nachfolger gibt. Weitere Details entnehme bitte den bei den jeweiligen Modulen angeführten Statusdiagrammen.

  2. Der/Euer Administrator sollte die Pflege deines/eures Kieselstein ERP Systems übernehmen. Siehe dazu auch.

4.4.1 - Schulungsprogramm

Die Programmpunkte für die Schulung zum Kieselstein-ERP System

Ist vor allem auch gedacht um vorab, die gewünschten zu schulenden Punkte / Module festzulegen und ein Zeitgefühl dafür zu bekommen.

Ein Übersicht über die Schulungen und Schulungsinhalte zu Kieselstein ERP

Grundsätzlich gliedert sich die Schulung in Basisschulungen und Expertenschulungen.

Die Basisschulungen umfassen einen fixen Rahmen mit fixen Inhalten.

Die Expertenschulungen gehen tief in die Möglichkeiten von Kieselstein ERP und sind daher immer auch Schulungen die speziell auf die aktuellen Bedürfnisse des jeweiligen Kieselstein ERP Anwenders abgestimmt sind.

Beide Arten verlangen Vorbereitungsarbeit um diese so effizient wie möglich durchzuführen. Bitte beachten Sie bei allen Schulungen die menschlichen Voraussetzungen für eine effiziente Schulung.

Grundsätzlich sind jeweils On the Job Trainings vorgesehen. D.h. das Erlernte / Vorgetragene sollte unmittelbar nach dem Vortrag auch selbst durchgearbeitet werden. Gerade in komplexen Systemen, wie dem umfassenden ERP System Kieselstein ERP ist, insbesondere zum Anfang, das tägliche Üben ein unbedingtes Muss.

Idealerweise werden diese Punkte bereits vor der ersten Schulung von den Teilnehmer:innen durchgearbeitet / durchgesehen, damit klar ist welcher Teilnehmerkreis mit welchen Modulen geschult wird.

Es werden die geschulten Teilnehmer jedes Modules namentlich erfasst.

Der Kieselstein ERP Verantwortliche des Anwenders muss bei jedem Schulungs-Modul mit dabei sein (sonst ist er nicht der Kieselstein ERP Verantwortliche und kann die Absolut erforderliche Koordinierungsleistung nicht erbringen)

Basisschulung

Grundlagen
Dauer: 2Std
Teilnehmerkreis: alle Poweruser
Vorbereitende Unterlagen: keine
Vorbereitende Arbeiten: Jeder hat seinen Login und wenn möglich auch seinen Rechner mit einem Zugang zum Kieselstein ERP.

  • Ablauf im Unternehmen, Kreis
    • was ist vom Prozess her vor “mir” und nach mir. (Warum sollte ich mehr erfassen)
    • Benutzeroberfläche (Direkt Filter, Neu, Ändern, ..)
    • Adressen, Kunden, Lieferanten anlegen
    • Artikel anlegen
    • Drucken
    • Dokumentenablage
    • weitere Informationen, Journale

Und erst danach die weiteren Schulungen. D.h. nach diesem sehr allgemein gehaltenen, wie geht denn was, muss ein jeder Schulungsteilnehmer einen Artikel, einen Kunden und einen Lieferanten angelegt haben und zwar so richtig selbst. Danach gibt es Pause und dann wird mit Modul 01 begonnen.

Voraussetzungen: Login und Rechner
Ein einfacher Auftrag mit den Artikel und ein komplexer Auftrag
Wenn auch Stücklisten und Fertigung dann bitte eine sehr einfache Stückliste mit 1-2 Unterstücklisten.

Modul 01, Basis, Bedienung und Stammdaten

  • Direktfilter, Zusatzfilter
  • obere untere Modulreiter
  • Module in den Vordergrund holen, mehrere Clients gleichzeitig
  • Journal, Infos, Statistiken, Auswertungen
  • Drucken und Speichern
    • Daten exportieren
      • Zwischenablage, Speichern unter
    • Statuswechsel
  • Layout speichern
  • Größen und Farben einstellen

Modul 01a, Gemeinsamkeiten der Bewegungsmodule

  • Positionsarten
  • Übersteuerte Artikelbezeichnungen, Artikelkommentar übersteuern
  • Hinterlegen von Texten bei Artikel-Positionen
  • Gestaltungsmöglichkeiten (Leerzeile, Seitenumbruch, Endsumme)
  • intelligente Zwischensumme, Setartikel, Stückliste (auf Beleg mitdrucken)
  • Verkaufspreisfindung / Einkaufspreisfindung
  • Wie Bilder aus der Zwischenablage übernehmen

Modul 02, Artikel

  • Artikelnummer, ev. Generieren
    • Strukturen der Artikelnummern
  • Mengeneinheiten
    • Lagergeführt, Bestellmenge, Verpackungseinheitenmenge je Lieferant / Mengenstaffel
  • Artikelgruppen
  • Serien und Chargennummern, nicht Lagerbewirtschaftet
  • Mindestdeckungsbeitrag
  • Kommentare, Beschreibungen, Bilder, Dateiverweis
  • Dokumentenlink, Dokumentenverweis, Dokumentenablage
  • Verkaufspreise, Mengenstaffeln
  • Einkaufspreise, Mengenstaffeln
  • Gestehungspreis
  • Lager / Mehrlagerverwaltung / Standorte
    • Lagermindeststand
    • Lagerstand < 0
  • Preiseinheiten, Nachkommastellen
  • Hersteller <-> Lieferanten
  • Ersatztypen
  • Artikel Freigabe, Artikel Sperren
  • doppelte Artikel / Artikel zusammenfassen / mehrere Artikelnummern für die gleichen Artikel
  • Artikel Versionen / Revisionen (Lagerstand auf alten Versionen)
  • Seriennummern Stammblatt
  • Seriennummern finden

Modul 03, Stücklisten

  • Positionen
    • abweichende Mengeneinheiten, mehr Dimensionale Artikel,
      • Fehlerhafte Zielmengen
    • Ersatztypen
  • Arbeitsplan, Tätigkeiten, Maschinen
  • Default Durchlaufzeit ↔ automatische Berechnung der Los-Beginn/Endetermine
  • Abbuchungslager, Ziellager
  • Materialentnahme bei
  • Gesamtkalkulation
    • Vorkalkulation anhand Lief1Preis, von den Einzelkosten zum theoretischen Verkaufspreis
    • Make or Buy Entscheidungshilfe
  • Importe
    • XLS -> Positionen, Arbeitsplan
    • int.Stkl.Import
  • Stücklisten Freigabe
  • Änderungen in betroffenen Losen nachziehen

Modul 03a, Zentraler Artikelstamm

  • mit welchem Mandanten wird welche Stückliste produziert
  • Mandanten übergreifende Bestellung
  • Ware (zwischen den Mandanten) unterwegs, Transportzeit

Modul 04, Sales / Verkauf

  • Partner, Kunden, Lieferanten
    • Unterschiedliche Sicht auf die gleichen Daten
    • Ansprechpartner
    • Konditionen
    • Inland / Ausland, UID, EORI,
    • doppelte Adressen / Zusammenfassen
    • Sonderkonditionen, Kundenartikelnummern
  • Rechnungsadresse -> Parameter KUNDENAUSWAHL_STRUKTURIERT
  • Projekt
    • Projektklammer
    • Forecast anhand Projekten
    • Bereiche, Kategorie, Typen
      • Verbindung mit Artikel
    • Verantwortliche, Durchführende, weitere daran Beteiligte(Techniker)
      • Wirkung in der mobilen offline Erfassung
    • Projektverlauf, Nachkalkulation
  • Angebot
    • Positionsarten
    • kopieren von Angeboten und oder Positionen, Zwischenablage
    • Angebotsstücklisten
    • Verkaufspreis
      • Vorbelegung, Auswahl, Mengenstaffeln
      • Sonderkonditionen, Kundenartikelnummern
    • Vorkalkulation, Verfügbarkeit, Auflösungstiefe
    • Nachfassen, Realisierungstermin, gewichteter Hoffnungsfall
    • Journale
    • intelligente Zwischensumme, Setartikel, Stückliste (auf Beleg mitdrucken)
    • Angebotsstücklistenschnellerfassung

Modul 05, Verkauf, Auftragsabwicklung

  • Auftrag
    • Übernahme aus Angebot in Rahmen- oder freien Auftrag
    • freier Auftrag
    • wiederholender Auftrag
    • Rahmenauftrag, Abrufauftrag
    • einzelne Positionen erledigen
    • Journale
    • Nachkalkulation / Deckungsbeitrag
    • Wiederbeschaffung
    • Packliste, Kommissionierschein
      • Wirkung Nutzen für/mit Mobilen Geräten, automatische Zuordnung
    • Importe
    • Freigabe
    • Erledigen, Manuell oder automatisch
  • Rasche Auskunft über den Auftragsstatus an den Kunden

Modul 06, Lieferung, Verrechnung, offene Posten

  • Sicht Auftrag, Sammel Lieferschein, Verketteter Lieferschein, Sammelrechnung
  • Anzahlungsrechnung, Schlussrechnung
  • Gewichtsangabe, Warenverkehrsnummer, Ursprungsland
  • Mehrwertsteuersätze
  • Ausliefervorschlag, Auszuliefernde Positionen
    • offene Anzahlungsrechnungen
  • Lieferpapiere, Etiketten, SSCC
  • echte Proformarechnung
  • Gutschrift
  • Mahnen, Sammelmahnung, Mahntexte, Mahngebühren

Modul 07, Fertigung

  • Anlegen
    • Manuell, anhand Auftrag, interne Bestellung
    • Bedeutung der Termine / Farben in der internen Bestellung
  • Beginntermine, Dauer, Endetermin
    • negative Sollmengen, Werkzeuge
  • Anpassen des benötigten / gewünschten Materials
  • Anpassen der geplanten Zeiten auf Maschinen / Personen
  • Wann wird das Material gebucht,
    • wie genau muss das gebucht werden, muss ich jede Beilagscheibe buchen
    • Welches Material wird gebucht, Ersatzartikel
  • Lose ausgeben
    • erzeugen der Fertigungsbegleitscheine
    • anzeigen / ausdrucken von Zeichnungen
    • ausdrucken der Ausgabeliste, Materialentnahmeschein
      • Buchen automatisch, manuell, mit mobilen Geräten
  • wachsende Stückliste
    • Was ist bei Ersatztypen zu beachten
  • Vergleich mit Stückliste
  • wo sieht man den Fertigungsfortschritt
  • Freie Materialliste
  • Auslieferliste
  • Stückrückmeldung
  • Fehlererfassung
  • Halbfertigfabrikatsinventur, Work in Progress
  • Nachkalkulation auf Losebene
    • Entwicklung der Produktion der Baugruppen / Losstatistik
    • Wo kommen die Kosten her?
      • Materialkosten
      • Personalkosten
      • Maschinenkosten
    • Gesamtkalkulation
  • Auslastungsvorschau, einfach / detailliert
  • offene Arbeitsgänge, Maschinen und Material optimieren (gleiches Material gemeinsam machen)
  • Lose verdichten, Zusammenfassen
  • Losgrößen ändern
  • Lose splitten
  • Lose auf einmal ausgeben
  • wiederholende Lose
  • Lose abliefern
    • Unterliefern
    • Überliefern
    • Geräte Seriennummern
  • Sollsatzmenge unterschritten
    • das bedeutet
    • darf man das?
    • bei welchen Artikeln wird das am Terminal trotzdem erlaubt
  • Übertragen der aktuellen Materialentnahmen als Solldaten in die Stückliste

Modul 08, Zeitbewirtschaftung, Personal, Maschinen

Wer darf was und wer sieht was, DSGVO

  • Personal
    • Personalkostenquelle
    • Kollektivvertrag / Tarifvertrag, Überstundendefinition
    • Zeitmodelle
      • Zwangspausen, Fixe Pausen
    • Abteilung, Heimatkostenstelle
    • Eigenschaften nutzen
    • Erzeugen der Personalbarcodes
  • Zeiterfassung
    • Buchungen korrigieren
    • Buchen mit den Terminal(s) (coming soon)
      • Buchen auf abweichende Maschinen
      • auf welche Maschinen habe ich mich angemeldet
      • Zeiterfassungsstifte
      • Mehrmaschinen Bedienung
      • Anzeigen von Artikeldaten (Stammblatt/Dokumentenlink)
      • Anzeigen der Fertigungsfortschrittes Soll/Ist-Zeiten
      • Buchen von Abwesenheiten
      • Urlaubsantrag
      • Statusanzeige
      • Stechuhr Modus, Personenliste
      • Ausweisnummer / Barcode / RFID
      • Los Auswahlliste
    • Manuelles Buchen
      • Zeiterfassung
      • im Los, Auftrag, Angebot, Projekt
      • Favoriten
      • Kopieren von Zeitbuchungen, wozu das
    • Änderungsprotokoll
    • Sonderzeiten
      • Urlaubsantrag und Freigaben
    • Reisezeiterfassung
      • km, Fahrtenbuch, Unveränderbarkeit
      • Diäten
    • Monatsabrechnung
    • Zeitbuchungsjournal, Gestern Liste
    • Anwesenheitsliste
    • Schichtzeiten
    • Zeitmodelle
      • automatische Schichtzeiterkennung
    • Export der Zeitbewegungsdaten
    • Pflege der automatischen Zeitbuchungen
    • Ändern der Loszuordnung / auf falsches Los gebucht
      • Wie lange darf wer was korrigieren, Wirkung der Parameter
    • Mobile Offline Erfassung
      • Erhaltene Buchungsfehler korrigieren
      • Zeitbestätigung
    • Maschinen
      • Maschinenzeitmodelle
      • Maschinengruppen
      • Mehrmaschine <-> Mitarbeiter geführte Maschine
      • parallele Maschinenbedienung
    • Zeiten auswerten
      • wie und wofür

Modul 09, Einkauf

  • Anfrage, Gruppenanfrage, Bieterübersicht
    • Erfassung der Lieferkonditonen und der Lieferdaten
    • Rückpflege in den Artikelstamm
  • Bestellung
  • Auftragsbestätigung
  • Wareneingang
  • Mahnwesen
  • Mahntexte
  • Bestellvorschlag
    • Pflege der Artikeldaten
      • Einkauf optimieren
    • int. BS Import Eingangsrechnung Eingangsrechnungs Gutschriften Anzahlungsrechnung / Schlussrechnung Splittbuchung Positionskontierung (die ausgehende Provisonsgutschrift) Anlegen von Bankdaten je Lieferant Verbuchen der Schrottgutschrift Bestellvorschlag, Dispolauf optimieren der einzukaufenden Artikel Anfragevorschlag

Modul 10, kleine Finanzbuchhaltung

  • Export der Daten
    • Welche Formate
    • Belege mit exportieren
  • Zahlungsverwaltung und Mahnwesen
  • Verbuchen von Zahlungen in ER, RE, GS
  • SEPA Kontoauszugsimport
  • Zahlungsvorschlag
  • Reverse Charge
  • Intrastat Meldung
  • Zusammenfassende Meldung

Modul 11 Reklamation, Abwicklung von Reparaturen, QS, Rücknahme, RMA

  • Lieferantenbeurteilung
  • Messmittel wie abbilden
  • Dokumentenpflicht

Modul 12 Fremdfertigung

  • Ziellieferschein
  • Fremdfertigungs-Arbeitsgang, -Zukauf der Dienstleistung des Fremdfertigers
  • Zubuchung und automatische Erledigung
  • Definiton für die Kapazitätsplanung / Zeitplanung

Modul 13 Angebotsstücklisten

  • Kalkulationsarten
  • Mengenstaffeln
  • Einkaufsangebotsstückliste
    • EinkaufsAnfrageStückliste
  • Vorlage für die Angebotsstücklistenschnellerfassung

Modul 14 Termine und deren Zusammenhänge

Das Kieselstein ERP ist ein vom Kundentermin getriebenes System. Von der Idee her, sollte man immer Lieferfähig sein, bei einem Lagerstand von 0 (was natürlich nicht geht).

  • Rüstzeiten / Losgrößen
    • Was ist die optimale Losgröße.
      • Wie lange wird der Kunde das Produkt noch exakt in dieser Ausführung abnehmen?
      • Habe ich Lagerplatz?
      • Will ich mein Kapital / meine Liquidität so lange binden (Was würden Sie bei der Bank dafür bezahlen, wenn Sie keine Sicherheiten dafür hätten)

Modul 15 Versionen, Revisionen, Artikeln und Stücklisten und deren Änderungen

  • vom lagernden Artikel der alten Version bis zur strukturierten Artikel- und Stücklistenänderung
    • nach oben hin.

Modul 16 Optimaler Zeitpunkt der Formularanpassungen

  • Logo, Kopf- und Fußzeilen … bei der ersten Basisschulung
  • offizielle Formulare … nach Verständnis der Zusammenhänge, eher gegen Ende der Basisschulung und erst kurz vor Going Live

Modul 20 Mehrsprachigkeit

  • was wo wie definieren
  • Was ist falsch wenn es zu gemischten Texten kommt

Modul 25 CRM

  • von welchem CRM sprechen wir (Operatives, Analytisches, oder nur Akquise)
  • Serienbrief, Kurzbrief, HTML, Selektionen

Modul 30, integrierte Finanzbuchhaltung

  • für welche Anwender ist dieses Modul gedacht
  • wie steuert man die Buchungsautomatiken
  • welcher Kontenrahmen kommt zur Anwendung
  • SEPA Kontoauszugs Import
  • Zahlungsvorschlag
  • UVA, Ust-Verprobung
  • Saldenliste
  • BWA, Ergebnisgruppen, Bilanzgruppen definieren und anwenden
    • Vergleichsdruck der Eröffnungsbilanz
  • Manuelle Buchung, Eröffnungsbuchung
  • Splittbuchung, Buchungsschablonen
  • Ausziffern
  • offene Posten, Abgleich mit ERP Teil
  • Ust aus Vorjahren, ist auch ein FA_Zahllastkonto ?
  • Fremde Vorsteuer / abweichendes Finanzamt

Modul 50, mobile Geräte

  • Offline
  • Online

Modul 80, Arbeitsvorbereitung, Fertigungssteuerung

  • Auslastungsvorschau
    • Einfach
    • Detailliert
  • Maschinenbelegung

Modul 90, Controlling

  • Nachkalkulation
  • Produktivitätsstatistik
    • Mitarbeiter
    • Maschinen
  • Liquiditätsvorschau
  • offene Posten
  • Einfache Erfolgsrechnung
  • Provisionsabrechnung
  • Eigene Termintreue
  • KPI
  • offene Anzahlungsrechnungen

Modul 91, Periodisch verwendete Funktionen

  • Inventur
  • Halbfertigfabrikatsinventur / Work in Progress

Modul 92, Periodisch verwendete Funktionen der Finanzbuchhaltung

  • Erfolgsrechnung
  • Bilanz
  • UVA
  • KPI
  • Einfache Erfolgsrechnung
  • Liquiditätsvorschau

Expertenschulung

Modul 100, Formulare

  • selber anpassen, neue Formulare erstellen
  • Formularvarianten definieren
  • Definitionen der Formular-EMail-Vorlagen Reportgeneratoren

Modul 101, System

  • Parametrierung, Einstellung wesentlicher Parameter
  • Automatikjobs
  • Pflege
  • Versandauftrag
  • Mandanten
  • Grunddaten
    • wo finde ich welche Grunddaten
  • Änderungsprotokollierung
  • Umfasst immer nur wenige ausgewählte Datenfelder in den jeweiligen Modulen
    dafür aber immer möglichst aussagekräftig.
  • Nachrichtensystem
  • Eigenschaften für Module selber definieren
  • Dokumentenlink einrichten

Modul 102, Berechtigungen,

  • Benutzer
  • Rollen & Rechte
  • Benutzer Mandant

Modul 102a Freischalten weiterer Funktionen, weiterer Benutzer

Modul 103, Datensicherung

  • wozu
  • wie oft
  • wie prüfen
  • physikalisch von der gesamten IT getrennt.

Modul 104, Eigenschaften definieren

Artikel Eigenschaften
Chargen Eigenschaften

Modul 105, Installationen

Modul 110, Formelstücklisten

Modul 120, CleverCure

Modul 121, Forecast, EDI Importe

  • Liefermengenfortschrittszahl

Modul 122, Zutrittssystem

Modul 123, Cockpit

Modul 124, Dashboard und dessen Konfiguration

Modul 140, Instandhaltung

Modul 150, Küche

Modul 200, Externe Geräte, Anbindungen

  • Terminal
    • offline Zeiterfassungsstifte
    • ZE-Terminal (coming soon))
      • Zeitsynchronisierung
  • Barcodescanner
    • mobile Erfassungsgeräte, z.B. Memor1 von Datalogic
  • Barcode 1D / 2D
  • Etiketten, Etikettendrucker

Zeitaufwand

Wie man aus dieser Aufstellung sieht, gibt es eine deutliche Anzahl an Punkten, die geschult werden sollten. Vieles kann man sich aus der umfangreichen Online Hilfe heraus lesen, aber: Für vieles ist eine gute Kommunikation mit dem/der Kieselstein ERP Betreuer:in notwendig. Auch gerade die Dinge Best Practice, was ist in welchen Branchen üblich, was könnte in deinem Unternehmen funktionieren.

Für eine ungefähre Zeitschätzung sollte man davon ausgehen, dass man im Schnitt für jeden Punkt 10Minuten benötigt. Die Summe der für den Schulungstag geplanten Punkte ergibt dann eine sehr grobe Richtlinie was an diesem Tag möglich ist. Somit ergibt sich auch, wieviele Schulungstage man eventuell brauchen wird. Es hängt dies immer auch, von den Teilnehmern ab.

4.5 - laufende Betreuung

laufende Betreuung

Insbesondere nach den ersten Basis-Schulungen muss man üben um das Arbeiten mit dem Kieselstein ERP entsprechend effizient zu beherrschen. Hier kommt es immer wieder vor, dass man an irgend einer Kleinigkeit hängen bleibt.

Hier ist der pragmatische Weg:

  • den/die inHouse ERP-VerantwortlicheN ansprechen. Hoffentlich kann er/sie die Frage rasch beantworten
  • geht das nicht, sende bitte ein EMail, direkt an deinen Kieselstein ERP Betreuer mit einer entsprechenden Beschreibung und idealerweise auch eine Screenshot
    • den Screenshot bitte so klein wie möglich, aber so groß dass alle Informationen drauf sind.
  • in dringenden Fällen hilft natürlich auch ein Telefonanruf bei deinem Kieselstein ERP Betreuer
  • Es sollte auf diesen Schulungsrechnern ein Teamviewer (http:) installiert sein, um gegebenenfalls rasch und effektiv die Schritte erklären zu können.

4.6 - Der Unternehmens Kreislauf

Der Kreislauf im Unternehmen

Eine Beschreibung des Unternehmenskreislaufes

Projekt Die Idee, eine Kundenanfrage Angebot mit Vorkalkulation, also einer ersten Schätzung, die hoffentlich richtig ist Auftrag Die Bestellung vom Kunden bekommen und die Auftragspositionen zumindest als Artikel erfasst Hier beginnt der eigentliche Erfolgsprozess, wobei er natürlich schon beim Projekt, und vor allem beim richtig (vor-)Kalkulierten Angebot beginnt

im Produktionsbetrieb, also alles was veredelt, verändert, bearbeitet wird und sei es nur dass zwei Teile zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden im Handel geht es dann bei Anfrage / Bestellung weiter

Stücklisten Materialbedarf für ein Stück Produkt, können aber auch Portionen sein und natürlich auch Unterstücklisten Arbeitszeitbedarf dafür, gegliedert in Menschzeit Maschinenzeit Initialkosten Rüstzeit Stückzeit Prüfanweisungen Fertigung Überleitung aus den (noch) zu fertigenden offenen Auftragspositionen inkl. Unterstücklisten Also die Stückliste multipliziert mit der zu fertigenden Menge ergibt das Fertigungs-Los Dies bewirkt den Materialbedarf (Reservierung) und den Kapazitätsbedarf (Mensch und Maschinen-Zeit) daraus

Material Anfrage Errechnen des benötigten Materials (Anfragevorschlag) Anfragen an die Lieferanten richten Angebote der Lieferanten einpflegen, optimalen Lieferanten ermitteln Bestellung Errechnen des benötigten Materials (Bestellvorschlag) Bestellungen an die Lieferanten senden Terminbestätigungen der Lieferanten einpflegen Wareneingänge erfassen -> damit is das Material am Lager und kann für die Fertigung verwendet werden

Kapazität Planen / Einteilen der einzelnen Arbeitsgänge / Tätigkeiten

Aus Material und Kapazitätsverfügbarkeit / bedarf ergibt sich der geplante Liefertermin

Fertigung Produzieren Material aus dem Lager in die Fertigung Kapazität verbrauchen Istzeit erfassen, um den Unterschied von Soll zu Ist zu sehen je nach Branche detaillierte Stückrückmeldung für jeden Arbeitsgang Abliefern Rückmelden der gefertigten Teilmenge an Lager zur weiteren Verwendung, z.B. Verbrauch in übergeordnetem Fertigungsauftrag oder Auslieferung mittels LS/RE

Lieferschein Liefern der lagernden Teile Anhand der offenen Auftragspositionen, oder auch freie (Ersatzteil-)Lieferungen

Rechnung Verrechnen der offenen Lieferscheine

Auftrag Nachkalkulation des Auftrages Soll-/Ist-Vergleich, tatsächlicher Ertrag bis zum DBIII Erkenntnisgewinn, damit Verbesserung der Angebots-Vorkalkulation

Aufgaben der Buchhaltung Bestellung Prüfung der Eingangsrechnung mit der Bestellung -> Preispflege -> Gestehungspreis Eingangsrechnung Erfassung anhand der Bestellung Kontierung Bankbuchung Mahnwesen G+V / BWA UVA

Stammdaten Artikel Serien / Chargennummern Lagerstände Ein- & Verkaufspreise Es ist (fast) alles ein Artikel, Bauteile, Stücklisten, Tätigkeiten, Zukaufteile Ein Artikel ist auch immer die Isolation der Informationen vom Lieferanten an den Kunden und umgekehrt Kunden Definition der Konditionen inkl. Artikel Sonderkonditonen Lieferanten Definition der Konditionen und Einkaufs-Artikel Reklamation

4.7 - Wie beginnen

Wie fange ich an

Wie sollte ich denn nun beginnen

Diese Frage stellen sich die meisten (Jung-) Unternehmer:innen welche sich nun glücklich selbständig gemacht haben und zu der Überzeugung gekommen sind, ein umfassendes ERP System einzusetzen.

Da ist ja so viel zu tun!

Ich lese nach welche Sachen / Dinge / Punkte gehen Ich suche nach Lösungen in den FAQ’s Muster ist die Fibu Das Ziel ist immer zuerst eine Beschreibung zu haben, wofür was gut ist Zuerst sehr allgemein und dann detaillierter Orientieren auch am Aufbau eines Werbeemails

Also zuerst den Teaser

Der Schwerpunkt sollte auf jeden Fall auf dem Modul und seinen Funktionen liegen. Beschreiben Sie nur eine Funktion nach der anderen - verraten Sie nicht alle Funktionen

Dann einen längeren beschreibenden Text und dann die einzelnen Punkte des Moduls

4.8 - Begriffe

Erklärung der verschiedensten Begriffe rund um dein Kieselstein ERP

Begriffe rund um dein Kieselstein ERP

Was ist ERP eigentlich?

Enterprise-Resource-Planning (ERP) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (wie z. B. Kapital, Betriebsmittel, Personal, …) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzuplanen. Der ERP Prozess wird in Unternehmen heute häufig durch mehr oder minder komplexe ERP-Systeme unterstützt. ERP-Systeme sollten weitgehend alle Geschäftsprozesse abbilden. Eine durchgehende Integration und eine Abkehr von Insellösungen führen zu einem re-zentralisierten System, in dem Ressourcen unternehmensweit verwaltet werden können. Typische Funktionsbereiche einer ERP-Software sind: Materialwirtschaft (Beschaffung, Lager), Produktion, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Vertrieb (Marketing). Die Einführung einer ERP-Software ist bei mittelständischen und größeren Unternehmen ein komplexes Projekt.

Kieselstein ERP zeichnet sich insbesondere durch die effiziente Abbildung agiler Geschäftsprozesse aus (agilis lat.: schnell, flink). D.h. Kieselstein ERP passt sich mit Hilfe einer integrierten Prozessengine an die Prozesse des Unternehmens an und nicht umgekehrt (wie es bei den gängigen ERP Systemen oft der Fall ist!) Ein ERP (Enterprise Ressource Planning) System

  • dient der Abbildung der spezifischen Organisation eines Unternehmens
  • ist eine Übersetzung der Realwelt des Unternehmens in datentechnische Strukturen, Funktionen und Prozesse
  • umfasst alle betrieblichen Funktionen, also von der klassische Warenwirtschaft, über das gesamte Fakturierungswesen, die Vertriebssteuerung, die Finanzbuchhaltung, die gesamte Agenda der Beschaffung, das Personalwesen, die Fertigungssteuerung, das Management-Informationssystem inkl. einem vielfältigen Controlling, Anbindung der Lieferanten und Kunden z.B. per Internet, den Unternehmensleitstand u.v.a.m…
  • ist das Herz eines jeden Unternehmens, die Daten, d.h. das Wissen über Kundenverhalten und über (Kunden-) Prozesse werden nur einmal erfasst und stehen damit Unternehmensweit für vielfältigste Betrachtungen und Auswertungen zur Verfügung.
  • ermöglicht dem Unternehmer rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen, z.B. durch ein entsprechendes Kennzahlensystem.
  • kann durch Customizing an eine Vielzahl von unterschiedlichen Unternehmen angepasst werden.
  • bietet durch den gesamtheitlichen Ansatz den anwendenden Unternehmen enorme Vorteile, sowohl in Bezug auf den ROI (Return of Investment) in der Investition, als auch in ihrer Durchschlagskraft und Reaktionsschnelligkeit im eigenen Geschäftsumfeld.

Oder, wie es ein Anwender formuliert hat:

  • Die Geschäftsprozesse werden durch das ERP System nachhaltig beeinflusst. Deshalb muss das ERP System die Unternehmensziele in hohem Maße unterstützen. In diesem Sinne ist das ERP System als strategische Waffe einzustufen.

EAI was ist das?

EAI = Enterprise Application Integration; d.h. die Integration von unterschiedlicher Unternehmenssoftware (z.B. mit CMS/Marketing, Zeiterfassung /SAP-HR, Finanz/ SAP-FI, B2x: Unternehmensportale/Konzernmutter, Fremdportale wie ebay, branchenspezifische Einkaufsportale etc.); dies ist meist notwendig, da ein ERP System nie im Vakuum eingeführt wird, sondern mit bestehenden oder zukünftigen Systemen integriert werden muss!

Bei EAI spielen WebServices mit dem SOAP Protokoll für die Funktionen und der XML Beschreibungssprache für die Daten eine zentrale Rolle.  WebServices können u.a. hervorragend mit einer J2EE Architektur realisiert werden.

Kanban was ist das?

Kanban (jap., dt. Schild, Karte; manchmal fälschlich Kamban) ist eine Methode der Produktionsablaufsteuerung nach dem Hol- beziehungsweise Zuruf- oder Pullprinzip und orientiert sich ausschließlich am Bedarf einer verbrauchenden Stelle im Fertigungsablauf. Autonome Regelkreise auf Workflow-Ebene bilden das Kernelement dieser flexiblen Produktionssteuerung. Es ermöglicht eine nachhaltige Reduzierung der Bestände bestimmter Zwischenprodukte. Zudem ermöglicht es auch die Reduktion/ Optimierung von Beständen auf der Endproduktebene. Im günstigsten Fall kann die gesamte Wertschöpfungskette vom Endprodukt bis zur Bearbeitung des Einsatzmaterials auf der ersten Fertigungs-/Produktionsstufe gesteuert werden.

ACHTUNG: Kanban ist etwas für lange laufende Produkte. Wird es falsch eingesetzt führt es, gerade bei auftragsorientierten Unternehmen, also den typischen Kieselstein ERP Anwendern dazu, dass das falsche Produkt zum falschen Zeitpunkt produziert wird. Nutze anstelle Kanban, die interne Bestellung der Losverwaltung, auch wenn der Aufbau der Stücklistenstrukturen in den ersten Tagen etwas mühsamer ist.

Bedenke auch, mit einer reinen Kanban Steuerung kommst du erst zum Ereignis der “roten Karte” (mindestlagerstand unterschritten) darauf, dass dir Material fehlt. Gab es in letzter Zeit Mehrverbrauch, oder haben sich die Lieferzeiten von 2Wochen auf 6Monate verändert, was alle paar Jahre mal vorkommt, so müssen alle nachfolgenden Prozesse warten, bis dein Produkt vorrätig ist.
Natürlich kann man das mit einer Anpassung der Lagermindeststände abfangen, nur wer macht das zumindest wöchentlich?
Nutze die Möglichkeiten deines ERP Systems!

Wie ist der Zusammenhang zwischen den Terminen?

Welcher Termin bedeutet was?

EDIFACT

EDIFACT ist die Abkürzung für “Electronic Data Interchange for Administration Commerce and Transport”. Er ist ein globaler Standard, dessen Entwicklung auf die Initiative der UNO zurückgeht und der bereits im September 1987 von der International Standard Organization als ISO9735 approbiert und registriert wurde. Der Begriff EDI umfasst verschiedene Konzepte für die elektronische Abwicklung von geschäftlichen Vorgängen zwischen verschiedenen Unternehmen, Branchen und Ländern.

Strukturierte Daten wie Bestellungen oder Rechnungen werden in einheitlichen Formaten untereinander ausgetauscht, wodurch viele Abläufe beschleunigt und dadurch Kosten eingespart werden können. Die verschiedenen Branchen setzten hierbei unterschiedliche Standards ein, wie z.B. S.W.I.F.T. bei Banken.

Gestehungspreis / gleitender Durchschnittspreis

Der Gestehungspreis ist der gleitende Lagerdurchschnittspreis der bei jeder Warenzubuchung gebildet wird. In Kieselstein ERP wird der Begriff Gestehungspreis verwendet, welcher von den Gestehungskosten eines Produktes herrührt. Für den Bereich des Einkaufes kann dieser gleichbedeutend mit dem gleitenden Durchschnittspreis verwendet werden. Für den Bereich der Fertigung sind in den Gestehungskosten immer auch die Arbeits- und Maschinenzeiten mit berücksichtigt. Weiters werden im Bereich der Warenbeschaffung neben dem Einstandspreis auch die Transportkosten usw. berücksichtigt, was dann zum Begriff des Gestehungspreises führt. Zur Erklärung der Berechnung des Gestehungspreise kann die Beschreibung aus Wiki verwendet werden. Der gleitende Durchschnittspreis (kurz GLD-Preis) wird bei der Bestandsbewertung von Positionen, die zu unterschiedlichen Preisen eingekauft wurden, verwendet. Er verwendet die Methode des Gleitenden Mittels, um einen Durchschnittspreis zu errechnen. Er entspricht dem mengengewichteten Einstandspreisen der einzelnen Beschaffungsvorgängen, also dem durchschnittlichen, historischen Einstandspreis.

mit : neuer Durchschnittspreis : alter Durchschnittspreis xalt: bisherige Bestandsmenge pneu: Einstandspreis der neuen Ware xneu: Einstandsmenge der neuen Ware Da die Bestände unter Umständen aus Beschaffungsvorgängen stammen, die weit in der Vergangenheit liegen, aber auch aus rechentechnischen Gründen, wäre eine geschichtete und zum jeweiligen Einkaufspreis bewertete Beständesführung zur Ermittlung des aktuellen Durchschnittspreises unnötig kompliziert und fehl am Platz. Weiters löst der gleitende Durchschnittspreis auch das Problem, wie zwischenzeitliche Bestandesabgänge zu bewerten sind. Hierzu wird der am Stichtag gültige GLD-Preis verwendet. Naturgemäß stimmen GLD-Preis und aktueller Markteinstandspreis in aller Regel nicht überein. Er liegt höher (bzw. tiefer) als der Marktpreis, wenn in der Vergangenheit im Schnitt zu höheren (tieferen) Kosten eingekauft worden ist. Aus Gründen der Rechnungslegung kann der GLD-Preis für die Bestandesbewertung in der Bilanz ggf. nicht verwendet werden, wenn der aktuelle Einkaufspreis unter dem GLD-Preis liegt (Niederstwertprinzip). Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollten die kalkulatorischen GLD-Preise von Zeit zu Zeit überprüft und auf- oder abgewertet werden. Da sich buchhalterische und leistungswirtschaftliche Anforderungen zum Teil widersprechen, ist es ggf. sinnvoll und notwendig für die buchhalterischen und betriebswirtschaftlich/kalkulatorischen Bedürfnisse zwei unterschiedlichen Sichten auf die Bestandesbewertung zu unterhalten. Der gleitende Durchschnittspreis spielt für die Bestandesbewertung unter anderem in folgenden Gebieten eine Rolle:

  • Bewertung von fremdbeschafften Rohmaterialien, Halbfabrikaten und Handelsprodukten

  • Bewertung von Wertpapieren im Börsendepot

Von “http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitender_Durchschnittspreis” Manche Menschen können mit einer Formel, einem Beispiel wesentlich mehr anfangen, als mit einer Beschreibung. Für diese haben wir dieses Beispiel dazugegeben.

Info: Obiges Verhalten bedeutet auch, dass beim Nulldurchgang im Lager (also wenn der Lagerstand zeitlich und datentechnisch 0,00 ist), der aktuelle Gestehungspreis aus dem Einstandspreis (Zubuchungspreis) gebildet wird.

Gestehungspreisbuchung über mehrere Läger

Grundsätzlich wird der Gestehungspreis eines Artikels bei jeder Lagerzubuchung aktualisiert.

Das bedeutet: Wird ein Artikel z.B. auf das Hauptlager zugebucht, so wird für diesen Artikel der nun gültige Gestehungspreis errechnet. Zugleich wird der Einstandspreis dieses Artikels bei dieser Lagerzubuchungsbewegung mit abgespeichert. Wird nun der gleiche Artikel vom Hauptlager in ein anderes Lager umgebucht, so wird er zum aktuellen Gestehungspreis entnommen und mit diesem Preis als Einstandspreis dem anderen Lager (z.B. Halle 2) zugebucht, wodurch sich ein neuer Gestehungspreis auf diesem Lager für den Artikel ergibt.

Warum ist das so? Eigentlich haben wir es hier mit einer Wertewanderung zu tun. D.h. der Artikel wird mit Menge und Einstandspreis als Wert dem Lager (Wareneingang) zugebucht. Daraus ergibt sich (Alter Lagerwert + neu hinzugekommener Wert) / nun aktueller Lagerstand der neue Gestehungspreis. Hintergrund dieser Durchschnittsberechnung ist, dass die Artikel die nun im Lager liegen kein “Mascherl” mehr haben und man daher bei der Lagerentnahme nur mehr den Durchschnittspreis, genauer den Wert, entnehmen kann. D.h. nun wandert der Wert, der aus der ersten Zubuchung eben nicht mehr der Einstandswert sonder der Gestehnungswert ist, in das zweite Lager (z.B. Halle 2) und wird dort wieder zugebucht.

Diese Vorgehensweise, insbesondere die Bildung des gleitenden Lagerdurchschnittspreises wurde bereits von mehreren Wirtschaftstreuhändern geprüft und für richtig befunden.

Merkmale am Kunden / Partner

In Kieselstein ERP wird dafür der Begriff Selektion verwendet.

Pseudobaugruppe, Phantomstückliste

Wir verwenden dafür den Begriff Hilfsstückliste.

Retrograde Bestandsbewertung

Diese “theoretische” Berechnung der “Gestehungspreises” eines Produktes wird in Kieselstein ERP nicht angewendet, da großer Wert auf die Erfassung der tatsächlichen Gestehungskosten gelegt wird, um aufzuzeigen wo die tatsächlichen Kostentreiber / Deckungsbeitragstreiber liegen. Definition von Retrograd siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Retrograde_Bewertung

URE

In der Schweiz ist der Begriff URE sehr gebräuchlich. Er steht für Unterhalt, Reparaturen, Ersatz(teile)

AHV

Dieser Begriff steht in der Schweiz für die Sozialabgaben.

5 - Stammdaten

Stammdaten definieren wie sich dein ERP-System verhalten sollte, oder wie ein Anwender sagte, nur mit einer guten Pflege der Stammdaten bringt das ERP System seinen Nutzen.

Stammdaten sind üblicherweise

  • Artikel
  • Stücklisten
  • Partner(adressen)
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Mitarbeiter:innen

ein weiterer Punkt sind die Grunddaten für die Stammdaten und die grundsätzlichen Daten, wie z.B. Zahlungsziele, Mengeneinheiten usw.

5.1 - Artikel

Wozu brauche ich überhaupt eine Artikelverwaltung? Damit man auch mal eine Statistik hat, seine Lagerstände sieht, weiß was man in Zukunft produzieren / einkaufen sollte, zu welchen Preisen eingekauft und verkauft wurde und von welchen Artikeln man denn so überhaupt lebt. Und vieles anderes mehr.

Artikel

Was sind eigentlich Artikel?

Artikel sind das Herzstück eines jeden ERP Systems. Egal ob es um Beschreibungen der Artikel geht, sowohl für z.B. Dienstleistungen, aber auch gehandelt Waren oder selbst hergestellte Produkte, oder um Lagerstände, um Einkaufs-, Verkaufs-, Lagerpreise und -werte. Wann wurde was eingekauft oder verkauft, mit oder ohne Chargen- bzw. Seriennummern und vieles andere mehr.

Wie lege ich neue Artikel an?

Worauf ist zu achten?

  • beginne mit kurzen z.B. fünfstelligen Artikelnummern
  • Definiere in Bezeichnung und Zusatzbezeichnung den Artikel so genau, dass das gesamte Team damit weiß was wirklich gemeint ist. Schreibe dabei keine Romane sondern kurze knackige Definitionen.
  • bedenke dabei, ein Artikel ist alles, Einkaufsartikel, Verkauf, Stückliste, Rohware, Tätigkeit usw..
  • Es muss in jedem Falle sichergestellt sein, dass es einen Artikel nur einmal gibt und nicht den gleichen Artikel unter verschiedenen Artikelnummern mehrfach. Sollte dies, z.B. aus eine Alt-Daten-Übernahme der Fall sein, muss dies sofort bereinigt werden.
  • Denke den Artikel im Sinne der Fertigung
    • D.h. Stangenmaterial wird zwar in kg eingekauft, aber in m bewirtschaftet und in mm in den Stücklisten verwendet. Zugleich ist, normalerweise, die Verpackungseinheit auf die Länge der Stange gestellt. Zusätzlich wird eventuell die Verschnittmenge für automatische Mehrbedarfsberechnungen gesetzt.
    • Stücklisten sind immer auch Artikel

Allgemeines zu Artikeln

Finden von Artikeln

In Kieselstein ERP stehen bei der Artikelauswahl immer folgende Direktfilter zur Verfügung. Für die Textsuche steht die kombinierte Textsuche zur Verfügung. D.h. mit obigen Werten erhalten Sie alle Artikel die in den Texten an beliebiger Stelle wid in Groß- oder Kleinschreibung und an einer anderen Stelle der Texte 1206 enthalten haben.

Zusätzlich können hier, wie in allen Direktfiltern von Kieselstein ERP auch, die Suchkombinationen verwendet werden.

% für beliebige Zeichen
_ für EIN beliebiges Zeichen an dieser Stelle (_ = Unterstrich)

verwendet werden. 

Beispiel:

Suchstring findet
Kabel_aum%1 Kabelbaum 123
V%kabel%L=__m Verbindungskabel L=19mVerbindungskabel Lang am Bagger L=17mResolverkabel L=10m

Um eine Bezeichnung in den Artikelkommentaren zu finden, verwenden Sie bitte den Knopf Suche nach Kommentar. Danach öffnet sich ein Fenster indem Sie nach Wörtern in den Kommentaren suchen können.

Sortierung nach SI-Wert

Gerade in der Elektronik ist es sehr praktisch wenn die elektronischen Bauteile (Widerstände, Kondensatoren, Drosseln, usw.) aufsteigend nach deren Werten zur Basis der SI-Einheit (Internationales Einheitensystem) aufgelistet werden. Für die Sortierung des Artikelstamms nach diesen Werten haken Sie dazu das Feld nach SI-Wert sortieren an. Erhalten Sie dabei eine Sortierung wie die nachfolgende, so sind die Texte noch nicht sortiert. In diesem Falle müssen die SI-Werte über System, Pflege, SI-Werte nachgetragen werden. Danach sieht die Sortierung wie folgt aus. Aufgrund der Sortierung nach SI-Werten gibt es natürlich auch Anzeigen wie die folgende: D.h. die Werte werden, egal welche Schreibweise für Sie die richtige ist, entsprechend dem absoluten Werten eingereiht.

Kann direkt auf einzelne SI Werte zugegriffen werden?

Manchmal ist es wünschenswert, dass nur spezifische Werte angezeigt werden. D.h. abhängig von der Einstellung ob die Suche mit oder ohne SI-Werten erfolgen sollte, wird der Bereich des Textes entsprechend interpretiert. Suche nach einem Widerstand mit 0,086k Ohm. Ergebnis 1 mit SI-Wert Suche:

Ergebnis 2 ohne SI-Wert Suche: Da die textliche Bezeichnung ja 0k086 lautet.

Welche SI-Einheiten werden unterstützt, wie erfolgt die Ermittlung des Wertes?

Für die Ermittlung des Wertes werden die Bezeichnung plus der Zusatzbezeichnung plus der Zusatzbezeichnung2 von links (Bezeichnung) beginnend nach einem Text welcher aus Ziffern und einer der SI-Einheiten besteht durchsucht. In dieser Wertedefinition dürfen KEINE Leerstellen enthalten sein oder sonstige Trennzeichen sein. Ausgenommen davon . (Punkt) und , (Komma) welche beide als Dezimaltrenner interpretiert werden.

Als SI-Einheiten werden derzeit 

R … Ohm … Hinweis: Wegen der möglicherweise gegebenen Kollision mit Exa bitte das R für die Entsprechung von Ohm verwenden.

F … Farad

unterstützt.

Für die wissenschaftliche Notierung der Größen werden folgende Zehner-Potenz Notierungen unterstützt.

Zeichen Begriff Wertebereich Bemerkung
k Kilo 10 ^ 3 Achten Sie auf den Kleinbuchstaben k
M Mega 10 ^ 6 Achten Sie auf den Großbuchstaben M
G Giga 10 ^ 9
T Tera 10 ^ 12
P Peta 10 ^ 15
E Exa 10 ^ 18
Z Zetta 10 ^ 21 Achten Sie auf den Großbuchstaben Z
Y Yotta 10 ^ 24 Achten Sie auf den Großbuchstaben Y
m Milli 10 ^ -3 Achten Sie auf den Kleinbuchstaben m
µ Mikro 10 ^ -6 (AltGr+M)
n Nano 10 ^ -9
p Piko 10 ^ -12
f Femto 10 ^ -15
a Atto 10 ^ -18
z Zepto 10 ^ -21 Achten Sie auf den Kleinbuchstaben z
y Yokto 10 ^ -24 Achten Sie auf den Kleinbuchstaben y

Bei der Angabe der Zehnerpotenzen beachten Sie bitte generell die Groß-/Kleinschreibung. So liefern Werte wie 22K keine Ergebnisse, da das Großbuchstaben K nicht definiert ist. 22k hingegeben genau diesen Wert. In der Sortierung werden die Werte die nicht errechnet werden konnten am Ende der Tabelle angeführt. D.h. finden Sie eine Sortierung vor wie z.B. die nachfolgende so liegt die Ursache darin, dass ein nicht definiertes Zeichen für die SI-Wert Berechnung / die Zehnerpotenz angegeben wurde. Damit bei der Eingabe der Bezeichnungen, welche ja immer inkl. der Werte ist, auch erkannt wird, wird der ermittelte Wert direkt angezeigt. Wird z.B. der Artikel laut obigem Beispiel von 1K auf 1k korrigiert, so erscheint der SI Wert rechts neben der Bezeichnung.

Wie wird bei den SI-Werten mit m für Meter usw. umgegangen? Es kann mit den Parametern SI_EINHEITEN, SI_OHNE_EINHEIT gesteuert werden, wie sich Kieselstein ERP verhalten sollte.

Üblicherweise steht SI_OHNE_EINHEIT auf 1. Das bedeutet, dass z.B. 3k3 bedeutet es sind 3.300 (Ohm, Meter, Amper, Volt, Gramm, usw.) Durch das Abschalten von SI_OHNE_EINHEIT (= setzen auf 0) müssen die von Ihnen gewünschten / benötigten Einheiten im Parameter SI_EINHEITEN definiert werden (SI = wissenschaftliche Einheiten wie Meter, Volt, Farad, Gramm, usw.) . Das bedeutet: verwenden Sie z.B. Werte wie nm (Nano-Meter) so sind die beiden Parameter wie folgt zu definieren: SI_OHNE_EINHEITEN … 0 SI_EINHEITEN … R,F,H,m Dies bewirkt, dass auch die Wellenlänge des Lichts, z.B. für LEDs angegeben werden kann.

SI_EINHEITEN: Folgende Buchstaben sind bereits als Si-Prefixe in Verwendung, und können nur als Einheit genutzt werden, wenn der Parameter SI_OHNE_EINHEIT auf 0 steht: Y, Z, E, P, T, G, M, k, m, µ, u, n, p, f, a, z, y Es wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

SI_OHNE_EINHEIT: Ist dieser Parameter auf 1 gestellt, werden auch Si-Werte erkannt, welche keine Einheit haben (zB.: 3k, 3m3). Bei der Einstellung 0 werden nur noch Werte erkannt, welche eine Einheit nach dem optionalen Si-Prefix haben. Dadurch können Einheiten im Parameter SI_EINHEITEN definiert werden, welche sich mit einem Si-Prefix den gleichen Buchstaben teilen (z.B.: m = Meter & m = milli). Zusammenfassung: 1 erkennt: 3k, 5M, 3nF, 18H, 3k3, 3m = 0,003 0 erkennt: 3kF, 5MR, 3nF, 18H, 3,3kR, 3m = 3 Meter (wenn “m” als Einheit definiert ist, sonst wird nichts erkannt)

SI-Werte auch für Quarze Hz sortieren

Um auch die Quarze nach den SI-Werten sortieren zu können, tragen Sie in den Parametern SI_OHNE_EINHEIT 0 ein und definieren Sie unter SI_EINHEITEN R,F,H,Hz. Damit werden auch die Hz (Hertz) als Einheit erkannt.

Definition von Mengeneinheiten

Alternative Artikelsuche

In manchen Bereichen ist es erwünscht die Auswahlliste der Artikel auf Artikelgruppen bzw. Artikelklassen einzuschränken.
Stelle Sie dazu unter System den Parameter DIREKT_FILTER_GRUPPE_KLASSE_STATT_REFERENZNUMMER auf 1 und starten Sie das Artikelmodul neu. Nun kann anstelle der Referenznummer die Artikelklasse bzw. Gruppe als einschränkendes Direktfilter eingegeben werden. Bitte beachten Sie, dass hier nur die Vatergruppen (also übergeordneten) der Artikelgruppen angeführt werden für eine bessere Übersichtlichkeit. Wenn eine Vatergruppe ausgewählt wird, werden alle Artikel mit der Vatergruppe bzw. dessen Artikelgruppe die Vatergruppe als Ursprung haben, angezeigt. Ev. nutzen Sie alternativ den Parameter ARTIKELGRUPPE_NUR_VATERGRUPPEN_ANZEIGEN und stellen diesen auf 2 um eine strukturierte Sicht in der Auswahl-Combobox der Artikelgruppen zu erhalten.

wie lang ist die Bezeichnung?

Die Länge der Artikelbezeichnungen (Bezeichnung, Zusatzbezeichnung, Zusatzbezeichnung2) ist üblicher Weise auf 40Stellen eingestellt. Dies hat vor allem den Grund, dass in allen Listen und Anzeigen für die Länge der Artikelbezeichnung auch ausreichend Platz sein muss. Nun haben einige wenige Anwender Mühe damit das Auslangen zu finden. Daher kann mit dem Parameter ARTIKEL_LAENGE_BEZEICHNUNG die Länge der Felder auf maximal 80Stellen erweitert werden. Bitte beachten Sie, dass ev. Formulare für die vollständige Darstellung ergänzt werden müssen, bzw. dass auf Ihren mobilen Geräten unter Umständen einfach kein Platz dafür ist.

Gültige Zeichen der Artikelnummern

Definieren Sie die bei Ihnen gültigen Zeichen für die Artikelnummern unter System, Parameter. Am Einfachsten geben Sie im linken Direktfilter das Wort Zeichen ein und drücken Enter. Nun Ändern Sie den Parameter ARTIKELNUMMER_ZEICHENSATZ wie gewünscht ab.

WICHTIG: Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie nur Zeichen verwenden, welche auch von dem von Ihnen verwendeten Barcode gedruckt werden können. Üblicherweise sind die Kieselstein ERP Formulare mit dem Code 39 ausgeführt. Siehe dazu auch.

WICHTIG2: Bitte beachten Sie, dass das Zeichen $ für die Barcodesteuerung (Leadin) verwendet wird. Aus diesem Grunde sollte $ in der Artikelnummer nicht verwendet werden.

WICHTIG3: Bitte beachten Sie, dass das Zeichen ~ für die automatisierte Generierung von internen bzw. Einmalartikeln verwendet wird. Aus diesem Grunde sollte ~ in der Artikelnummer nicht verwendet werden.

Wie gestalte ich meine Artikelnummer am sinnvollsten

Unsere Empfehlung einfach und transparent und schnell erfassbar. Oder etwas ausführlicher:
Die Struktur von Artikelnummern sollte so sein, dass die ersten zwei bis vier Stellen eine sehr grobe Gruppierung Ihrer Artikel sind. Danach kommt eine nummerische laufende Nummer, welche wenn gewünscht, gerne von Kieselstein ERP automatisch erzeugt werden kann.

Es war viele Jahre üblich, dass eine Artikelnummer sprechend sein muss. Sprechend bedeutet, dass jede Stelle der Artikelnummer eine spezielle Bedeutung hat. Einige Anwender gingen auch dazu über, dass die Herstellerartikelnummer in der eigenen Artikelnummer mit verpackt war. Dies resultierte dann in 40 und mehrstelligen Artikelnummern.
Wir raten zur Verwendung von möglichst kurzen Artikelnummern, welche im wesentlichen in der Struktur KKKnnnn aufgebaut ist.
KKK steht für eine sehr grobe Strukturierung der Artikelart, Einkaufsteil mechanisch, elektrisch, Zwischenprodukt, Fertigprodukt.
nnnn steht für eine fortlaufende Nummerierung des Artikels.

Man hört nun, vor allem von sehr erfahrenen Einkäufer / Lageristen, das geht überhaupt nicht, wir sind nicht flexibel genug und man findet nichts.

Was ist nun der Vorteil der kurzen Nummer?
Wenn die Struktur ähnlich der oben beschriebenen ist, hat die Nummer zwei Bereiche. Eine grobe Klassifizierung und eine laufende Nummer. D.h. der Mensch muss nur zwei kleine Blöcke lesen. Das kann er sicher und zuverlässig mit einem Blick erfassen. D.h. er erkennt sehr schnell ob das tatsächlich der richtige Artikel ist.

Das finden, geht in modernen Systemen wie Kieselstein ERP sowieso über die beschreibenden Texte, d.h. man hat mit sehr wenigen Eingaben sofort die 2-3 in Frage kommenden Artikel.

Und, was oft vergessen wird: Wenn Sie eine sehr lange Artikelnummer haben, manche denken da an 40 und mehr Stellen, so kann jede Stelle eine Bedeutung haben (sonst würde die Nummer ja nicht so lang sein). D.h. es muss jedes Mal die ganze Nummer mühsam Zeichen für Zeichen verglichen werden. Denke Sie dann z.B. an das Eintragen von Mengen in blinde Zähllisten, noch dazu von Menschen die normalerweise mit Ihrem Lager nichts zu tun haben dürften. Ist dann auch noch die Unsitte eingerissen, dass in der Artikelnummer Groß UND Kleinschreibung erlaubt ist, wer weiß denn dann noch ob das ein kleines l oder ein großes I ist ? Noch dazu wenn der Druck nicht 100%ig ist usw..

D.h. die Sicherheit der Lagerbewirtschaftung wird mit kurzen Artikelnummern eindeutig besser und dass in einer Artikelnummer keine Leerstellen und keine Kleinbuchstaben erlaubt sein sollten, ist für alle die damit länger zu tun haben, selbstverständlich. Datentechnisch können auch kyrillische Schriftzeichen in der Artikelnummer verwendet werden. Ob das bei uns sinnvoll ist, ist eine andere Sache. Wir raten zu keine Leerstellen, nur Großbuchstaben, keine bzw. nur die sinnvollen Sonderzeichen, welche von Ihrem bevorzugten Barcode auch problemlos dargestellt werden können.

Und die große Ausnahme:
Sind Sie reiner Lohnfertiger, d.h. Sie produzieren ausschließlich Artikel die nur an einen einzigen Kunden gehen und dieser Kunde hat seine eigenen Artikelnummern, dann verwenden Sie bitte die Artikelnummern Ihres Kunden. Ev. vorne ergänzt um ein kleines Kennzeichen, welcher Kunde das ist und danach kommt 1:1 die Kundenartikelnummer.

Zusätzlich: Erweitern Sie die (Artikel-)Referenznummer zur Zeichnungsnummer und aktivieren Sie die Anzeige der Zeichnungsnummer in allen Belege indem der Parameter REFERENZNUMMER_IN_POSITIONEN auf 1 gestellt wird. Bitten Sie Ihren Kieselstein ERP Betreuer ev. die Formulare um den Andruck dieses Feldes zu erweitern

wir haben mehrere Artikelnummern, was tun?

Vermeiden Sie dieses Dilemma wie der Teufel das Weihwasser. Lässt es sich trotzdem nicht vermeiden, nutzen Sie die Felder Kurzbezeichnung bzw. Referenznummer. Ihr Kieselstein ERP Betreuer beschriftet diese Felder gerne für Sie mit z.B. Alte Artikelnummer oder ähnlichem. Siehe auch

Achten Sie in jedem Falle darauf, dass ein Artikel immer nur als ein Datensatz angelegt ist. Sollten tatsächlich der Fall eingetreten sein, dass versehentlich ein Artikel zwei Mal angelegt wurde, so führen Sie dies besser heute als morgen zusammen. Haben Sie den physikalisch gleichen Artikel mehrfach angelegt, stimmen Ihre Lagerstände nicht und es stimmt auch die Beschaffung nicht.

Ein tatsächlich in der Praxis eingetretener Fall. Es werden verzweifelt nicht ganz billige Teile gesucht. Da diese unter zwei verschiedenen Artikel(nummern) angelegt waren, hat man nicht gesehen, dass am zweiten Artikel ausreichend Bestand ist. So wurde, der Liefertermin an den Kunden nicht eingehalten, die Teile mit Express und Zuschlagskosten beschafft. Das alles kann man sich ersparen.

Wo gebe ich Zeichnungsnummern ein?

Auch hier, eigentlich ist die Zeichnungsnummer die Teilenummer, also die Artikelnummer. Wenn Sie wirklich zwei Nummernkreise verwalten müssen, so nutzen Sie das Feld Kurzbezeichnung oder Referenznummer und bitten Sie Ihren Kieselstein ERP Betreuer dies für Sie entsprechen zu benennen.

Kann ich Zeichnungsnummern überall verwenden?

Da gerade im Bereich der Lohnfertigung sich die doppelte Verwaltung der Artikel- und der Zeichnungsnummern nicht umgehen lässt, haben wir mit dem Parameter REFERENZNUMMER_IN_POSITIONEN die Möglichkeit geschaffen, diese Nummerierung parallel zu den Artikelnummern zur Verfügung zu stellen. Bitte beachten Sie, dass die Referenznummer nicht eineindeutig ist. D.h. es wird nicht geprüft ob es diese Referenznummer, die ja dann generell als Zeichnungsnummer benannt sein wird, schon einmal in Ihrem Kieselstein ERP Artikelstamm gibt. D.h. Wenn Sie die Referenznummer als Zeichnungsnummer verwenden und diese auch so benannt ist, kann durch aktivieren des obigen Parameters diese faktisch überall verwendet werden bzw. steht sie in den Reports zur Verfügung. Denken Sie daran für die Anzeige in der Artikelauswahlliste auch den Parameter ANZEIGEN_REFERENZNUMMER_IN_AUSWAHLLISTE zu aktivieren.

Können Artikel auch wieder gelöscht werden?

Ja, aber.
In der Regel haben einmal angelegte Artikel bereits Abhängigkeiten. D.h. zu einem Artikel wurden, zum Teil automatisch, weitere Informationen wie Abmessungen, Kommentare, Artikellieferanten usw. angelegt. Zusätzlich wurde ein Artikel deswegen angelegt um ihn in Stücklisten, Bestellungen usw. zu verwenden.  Ein in weiteren Modulen verwendeter Artikel, kann aus Datenbankgründen nicht mehr gelöscht werden. Um diesen aber trotzdem in der täglichen Arbeit nicht mehr zu sehen, setzen Sie diesen Artikel bitte auf versteckt. Sie benötigen dazu das Recht: LP_DARF_VERSTECKTE_SEHEN. Um nun versteckte Artikel wieder anzuzeigen, muss in der Artikelauswahlliste lediglich auf geklickt werden. Es ist dafür ebenfalls obiges Recht erforderlich. Hinweis: Wurde ein Artikel (nur) versehentlich mit der falschen Artikelnummer angelegt, so kann diese Artikelnummer komfortabel einfach durch Überschreiben auf die richtige Nummer geändert werden.

Anlegen von (fast) gleichen Artikeln

Wird in der Auswahlliste des Artikelmoduls auf geklickt, so starten Sie damit das Kopieren eines fast gleichlautenden Artikels. Wählen Sie nun den zu kopierenden Artikel aus. Im nun erscheinenden Dialog geben Sie die neue Artikelnummer oder wählen “G” um automatische eine neuen Artikelnummer zu erzeugen. In der aufgelisteten Tabelle sind diejenigen Felder / Bereiche aufgeführt, die kopiert werden sollten. Diese Funktion ist so gedacht, dass einmalig die zu kopierenden Daten definiert und diese Einstellung abgespeichert (Klick auf speichern) wird. Damit werden für den nächsten Kopiervorgang die gleichen Felder zum Kopieren vorgeschlagen. Wurde “mit Kommentar” ebenfalls angehakt, so werden zusätzlich noch die Kommentardateien des Artikels mitkopiert. Wenn Sie den Haken bei Eigenschaften setzen, so werden die Artikeleigenschaften kopiert, wenn der Haken nicht gesetzt ist, so werden die Basiswerte (Einstellung für das jeweilige Feld in den Artikeleigenschaften) bei den Artikeleigenschaften eingetragen. Bei den VK-Preisen wird die letztgültige VK-Preisbasis kopiert und das GültigAb auf Heute gesetzt. Es werden nur die aktuell gültigen aktiven Preislisten kopiert. Auch bei den Staffelpreisen wird nur der letztgültige Preis pro Staffel mit Gültigkeit=Heute kopiert. Zukünftige Preisdefinitionen werden nicht kopiert, wenn zukünftige Preise definiert waren, erscheint ein Hinweis.

Hinweis: Um die gewählten Einstellungen abspeichern zu können, ist das Recht LP_DARF_GRUNDDATEN_SEHEN und das Recht WW_ARTIKEL_CUD erforderlich.

Können Einmalartikel angelegt werden?

Ja, siehe bitte

Können doppelt angelegte Artikel wieder zusammengeführt werden?

Ja, siehe bitte.

Können Kommentare nachträglich mitimportiert werden?

Ja, verwenden Sie dazu im Reiter Kommentar den Knopf Kommentare von anderem Artikel kopieren. In der anschließenden Abfrage nur Clientsprache oder alle Sprachen können Sie wählen, ob eben nur die Kommentare in Ihrer Sprache oder alle beim zu kopierenden Artikel hinterlegten Kommentare in allen Sprachen kopiert werden sollten. Insbesondere wenn Sie die Kommentare aller Sprachen kopieren so denken Sie bitte daran, dass gegebenenfalls auch die Kommentare in den anderen Sprachen entsprechend angepasst werden müssen.

Wie behalte ich beim Anlegen neuer Artikel die Übersicht über die Artikelnummernstruktur.

Dieses Thema ist vor allem bei strukturierten Artikelnummern interessant. Diese Aufgabenstellung ist vor allem in der Elektronik / Elektrotechnik relevant. Wenn ein neuer Artikel angelegt wird, so sollte man bereits die gewünschte Artikelnummer kennen um den Artikel von der Nummernstruktur her im richtigen Bereich anzulegen. Um dabei die Übersicht zu behalten, verwenden Sie anstatt des Neu(er Artikel) das Kopieren. Hier werden Sie zur Auswahl des zu kopierenden Artikels aufgefordert. Zugleich wird damit die Artikelnummer des bestehenden Artikels vorgeschlagen. So können Sie die gewünschte Artikelnummer sehr einfach definieren.

Im Artikel besteht die Möglichkeit Hersteller anzulegen. Welchen Sinn / Funktion erfüllt die zusätzliche Eingabe des Partners beim Hersteller?

In Kieselstein ERP wird klar zwischen Hersteller und Lieferant(en) eines Artikels unterschieden. Gerade in der Elektronik Branche werden oft Artikel verwendet, die von der Bezeichnung her identisch sind, aber Ihr Kunde schreibt einen bestimmten Hersteller vor. Durch die Angabe des Herstellers können auch diese Artikel unterschieden werden. D.h. für jeden gleichlautenden Artikel wird für jeden Hersteller ein eigener Artikel angelegt. Bitte beachten Sie dazu auch die Ersatztypenverwaltung im Modul Stücklisten. Unabhängig davon hinterlegen Sie für die einzelnen Artikel jeweils Lieferanten, hier kann der Hersteller auch Lieferant sein, meist gibt es jedoch einen Hersteller und X Lieferanten. Die Länge der Herstellerbezeichnung können Sie mit dem Parameter ARTIKEL_LAENGE_HERSTELLERBEZEICHNUNG definieren.

Wo kann ich einen neuen Hersteller anlegen?

Wählen Sie dazu im Artikelmodul den unteren Modulreiter Grunddaten und dann den oberen Reiter

Legen Sie nun mit Neu einen neuen Hersteller aus oder ändern Sie die Zuordnung entsprechend ab.

Es ist der gleiche Hersteller mehrfach angelegt, wie kann ich das ändern?

Verwenden Sie dafür die Funktion “Hersteller zusammenführen”. Diese finden Sie im Artikelmodul, unterer Modulreiter Grunddaten, oberer Modulreiter Hersteller. Im im Menü Grunddaten wählen Sie Hersteller zusammenführen. Im Dialogfenster wählen Sie den Quell-Hersteller, der in den Ziel-Hersteller übergeführt wird.

Wo können HerstellerNr und Bezeichnung des Herstellers erfasst werden?

Im Modul Artikel, oberer Reiter Bestelldaten kann der Hersteller, die Herstellernummer und Herstellerbezeichnung eingetragen werden. Mit Klick auf Hersteller können Sie den Hersteller des Artikels aus der Liste der vorhandenen Hersteller auswählen.  

Wo werden die Herstellernummer und Bezeichnung des Herstellers angedruckt?

Im Anfrage/Bestellungsdruck werden diese als Artikelnummer und Bezeichnung des Lieferanten verwendet, wenn im Artikellieferant Herstellerbezeichnung verwenden angehakt ist.

Kann ich nach der Herstellernummer suchen?

In der Auswahlliste der Artikel steht der Direktfilter Lieferantennr. zur Verfügung. Hier kann auch nach der Herstellernummer bzw. Teilen davon gesucht werden.

Ich möchte die Herstellernummer auch in der Auswahlliste sehen

Aktivieren Sie dafür den Parameter ANZEIGEN_HERSTELLER_IN_AUSWAHLLISTE auf 1 und gegebenenfalls auch den Parameter ARTIKELSUCHE_MIT_HERSTELLER = 1 (Textsuche inkl. Herstellernummer und -bezeichnung) und starten Sie danach das Artikelmodul neu.

Warum sind im Warenbewegungsjournal nur Spaltensummen vorhanden, bzw. warum ist das kein Lagerstand?

Weil das Warenbewegungsjournal durch 2 Datumswerte eingeschränkt werden kann und die Summen dann nicht mehr den Lagerstand bilden.

Wozu dient “zugehöriger Artikel”

Dies ist quasi eine Erinnerungsfunktion in den Belegen. D.h. wenn Sie einen Artikel auswählen, bei dem ein dazugehöriger Artikel hinterlegt ist, so erhalten Sie in allen Verkaufsmodulen die Meldung. Zu diesem Artikel gehört …. . Sie können nun sofort die Übernahme veranlassen oder dies trotzdem überspringen. Einen zugehörigen Artikel definieren Sie im Ursprungsartikel im Modulreiter .

Da in verschiedenen Fällen (siehe Auftrags Nachkalkulation eine direkte Verbindung zwischen der pauschal angebotenen Leistung und der intern kalkulierten Zeit / Tätigkeit gegeben ist gibt es die Möglichkeit einen Umrechnungsfaktor vom Ausgangsartikel zum dazugehörigen Artikel zu hinterlegen. Tragen Sie diesen Umrechnungsfaktor bitte unter Multiplikator (das rechte Feld) ein. Damit wird sofort die passende Menge / Stundenanzahl ausgehend von der pauschal verkauften Dienstleistung hinterlegt.

Umgekehrt stellt sich auch oft die Forderung, dass bei Lieferung einer bestimmten Stückzahl auch noch die Verpackungsmittel als eigene Position mit angeführt werden müssen. Dafür haben wir die Möglichkeiten des zugehörigen Artikels um den Divisor und die Rundung auf Ganze (Verpackungsmittel) aufzurunden ergänzt. D.h. wenn z.B. 190Stk eines Produktes in eine Box passen, so definieren Sie bitte als zugehörigen Artikel die Box, schreiben die 190Stk in den Multiplikator, haken 1/Multiplikator an und haken auch auf Ganze aufrunden an. Wenn Sie nun z.B. 220Stk in den Lieferschein schreiben, so werden automatisch 2Stk der Box als zusätzlich zu buchen vorgeschlagen.

Wie kann ich einen zugehörigen Artikel wieder löschen?

Klicken Sie erneut auf und in der Auswahlliste auf (löschen).

Wie kann ein Arbeitszeitartikel definiert werden?

Um einen Artikel als Arbeitszeit zu definieren, muss die Artikelart auf Arbeitszeit gestellt werden. Dadurch wird automatisch die Mengeneinheit auf Stunden (h) gestellt. Denken Sie daran, den Artikel auf Nicht Lagerbewirtschaftet zu stellen (Reiter Sonstiges) und definieren Sie auch den Gestehungspreis des Artikels für die Deckungsbeitragsberechnungen bzw. Vorkalkulationen

Welchen Artikellieferanten muss ich eingeben, wenn ich meine eigene Arbeitszeit als Artikel anlegen will?

Als Lieferant sollte hier der eigene Mandant verwendet werden. Wichtig ist jedoch, dass für die Bewertung der Arbeitszeit der Einkaufspreis des ersten Lieferanten verwendet wird. Unabhängig vom Namen des Lieferanten.

Wo gibt man die Kosten einer zu verkaufenden Einheit Arbeit (in Kieselstein ERP ist das ja ein eigener Artikel) ein?

In Kieselstein ERP ist unter anderem auch die Arbeitszeit ein Artikel. Also kann für die Artikeldefinition die gesamte Palette des Artikelstammes verwendet werden. Um die Kosten einer Arbeitseinheit, wir sprechen hier auch von den Kosten der sogenannten Lohnmittelstunde, zu definieren, wird der bevorzugte Lieferant dieses Artikels verwendet. Also der Einkaufspreis des Artikels des ersten Lieferanten. Hinweis: Arbeitseinheiten können derzeit nur zur Basis Stunden definiert werden.

Bei Arbeitszeit von eigenem Personal, wo die Arbeitsschritte / Arbeitsabläufe als Artikel angelegt wurden, muss man Stunden sozusagen auf Lager legen.?

Dies ist eine Möglichkeit. Besser ist jedoch, Artikel die keinen Warenzugang haben auf nicht Lagerbewirtschaftet zu setzen. Sie finden diese Eigenschaft im Artikel unter Sonstiges. Hinweis: Die Eigenschaft eines Artikels ob Lagerbewirtschaftet oder nicht kann nur dann verändert werden, wenn der Artikel auf keinem der Läger einen Lagerstand hat.

Reine Mannzeit, nur zur Info?

Diese beiden Werte dienen der Steuerung des Verhaltens des Arbeitsplanes. Siehe dazu

 

Nicht Lagerbewirtschaftet wozu ist dies?

Siehe oben, aber auch ganz allgemein. Es gibt immer wieder Artikel, von denen Sie gerne eine Statistik haben möchten, aber die nicht mit der üblichen Lagerbewirtschaftung gekoppelt sein sollten. Kennzeichnen Sie diese(n) Artikel als nicht Lagerbewirtschaftet. Mögliche Artikel: Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter, Tagesdiäten, Reisekilometer, Softwareprodukte, usw. Hinweis: Die Eigenschaft Lagerbewirtschaftet kann nur dann umgeschaltet werden, wenn der Artikel auf allen Lägern des Mandanten einen Lagerstand von 0 (null) hat und wenn bisher noch keine Lagerrelevanten Buchungen durchgeführt wurden. Wurde der Artikel einmal in einem Wareneingang, Handlagerbuchung, Lieferschein o.ä. verwendet kann nicht mehr umgeschaltet werden. Der Hintergrund ist in der nachfolgend beschriebenen Problematik (Alte Info) zu finden, da immer wieder Anwender zwischen den beiden Stati hin- und hergeschaltet haben. Haben Sie einen Artikel bisher nicht lagerbewirtschaftet und sollte dieser nun Lagerbewirtschaftet werden, so schlagen wir vor, den neuen Artikel entsprechend anzulegen, ev. zu kopieren und bei dem alten Artikel unter Sonstiges den neuen Artikel als Ersatzartikel zu definieren.

Alte Info: Was passiert, wenn nun so ein nicht lagerbewirtschafteter Artikel auf lagerbewirtschaftet umgestellt wird und danach alte Wareneingänge bebucht bzw. geändert werden.? Da in diesem Falle die Buchung auf ein anderes Lager erfolgen würde, erscheint die Fehlermeldung UPDATE_AUF_LAGER_NICHT_MÖGLICH. Hintergrund: Es würde nun eine Aktualisierung der (alten) Lagerbuchung erfolgen. Diese wurde ja, da nicht lagerbewirtschaftet nicht gemacht und ist somit nicht vorhanden und kann daher auch nicht geändert werden.

keine Lagerzubuchung wozu ist dies?

Insbesondere in Installationen in der Elektronik verwendet man gerne globale, Hersteller unabhängige, Artikel für die Planung und dann bei der Ausführung, also der Überleitung der Stücklisten in das Los und im Endeffekt dann in die Bestellung werden exakte Hersteller Artikel verwendet. Somit ergibt sich implizit, dass auf die Herstellerunabhängigen Artikel keine Lagerzubuchung und damit auch keine Bestellung erfolgen darf. Dafür ist diese Eigenschaft gedacht. Ist bei einem Artikel dies angehakt, so kann darauf keine Lagerzubuchung gemacht werden, somit wird der Artikel auch nie einen Lagerstand haben. Zusätzlich wird dies beim Bestellvorschlag angezeigt, wobei es theoretisch im Bestellvorschlag keine Artikel die keine Lagerzubuchung haben geben darf. Wird so ein Artikel trotzdem in eine Bestellung eingetragen, so kann diese Bestellung nicht aktiviert / versandt werden.

Verleih wozu ist dies?

Dies dient der Definition von sogenannten Verleihartikeln. Siehe dazu bitte.

Welches Lager darf von den Mitarbeitern bebucht werden?

Siehe.

Lager und Lagerplatz, wo ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen ist ein gravierender. Ein Lager hat mehrere Lagerplätze. Nur auf einem Lager können Lagerstände gebucht werden. In diesem Lager liegen die Artikel dann in den verschiedenen Lagerplätzen. Üblicherweise werden Lager für verschiedene Standorte oder Klassifizierungen verwendet. So haben Sie einen Artikel bei Ihnen in der Zentrale. Daneben gibt es noch ein Außenlager in dem z.B. die Ware in Paletten gelagert liegt. Wenn nun die Ware im Hauptlager zu wenig wird, wird Ware vom Außenlager genommen und ins Hauptlager umgebucht. Für Lager sind viele Anwendungsfälle möglich, wie z.B. Lager eines Fahr-Verkäufers, eines Servicetechnikers, Konsignationslager usw.. Jedes dieser Läger hat seine eigenen Lagerplätze in dem der Artikel in diesem Lager liegt. Nur ein Lager hat einen Lagerstand, ein Lagerplatz ist nur die örtliche Zuordnung des Artikels in diesem Lager.

Lagerort oder Lagerplatz, wo ist der Unterschied?

Wir haben in Kieselstein ERP den Begriff Lagerplatz gewählt, um einen klaren Unterschied zum Lager herauszustreichen. Inhaltlich sind für uns Lagerplatz und Lagerort identisch.

Kann nach dem Lagerplatz gesucht werden?

In den Auswahllisten des Artikels kann durch Verwendung des Zusatzfilters mit dem Kriterium Lagerplatz nach dem Namen des Lageplatzes gesucht werden. Ev. ist für Sie auch die Aktivierung der Lagerplatzanzeige durch den Parameter ANZEIGEN_LAGERPLATZ_IN_AUSWAHLLISTE hilfreich.

Kann ein nicht Lagerbewirtschafteter Artikel einen Lagerplatz haben ?

Die Eigenschaft “Nicht lagerbewirtschaftet” eines Artikels bedeutet nur, dass Sie für diesen Artikel, z.B. Beilagscheiben, keine Lagerstände, keine Lagerbewegungen verwalten wollen. Trotzdem kann es erforderlich sein, dass für diesen Artikel für verschiedene Lager Lagerplätze definiert werden. Aus diesem Grund haben wir die Möglichkeit der Definition der Lagerplätze NICHT verhindert.

Werden die Lagerstände bei Mehrlagerverwaltung zusammengezählt ?

Jein. D.h. in der Artikel Auswahlliste und in der Schnellinfo im Artikeldetail werden die Lagerstände für die Anzeige zusammengezählt, mit Ausnahme der Lager bei denen Konsignationslager angehakt ist. Wenn Sie in den Reiter Lager wechseln, so sehen Sie die Lagerstände je Lager detailliert auch mit den Gestehungspreisen je Lager.

Kann die Anzeige von Null-Lagerständen unterdrückt werden ?

Wenn in den Grunddaten des jeweiligen Lagers auch bei Leerstand anzeigen angehakt ist, so wird der Lagerstand dieses Lagers auch angezeigt wenn nichts am Lager ist. Ist Leerstand anzeigen nicht angehakt, so wird die Liste der Lager im Modul Artikel, Reiter Lager entsprechend kürzer wenn auf den verschiedenen Lagern keine Lagerstände gegeben sind.

Gibt es einen Hinweis wenn ein Lagerplatz von einem anderen Artikel bereits belegt ist?

Wenn der Parameter WARNUNG_WENN_LAGERPLATZ_BELEGT aktiviert ist, so erhalten Sie bei der Auswahl eines Lagerplatzes umgehend einen Hinweis, wenn dieser Lagerplatz bereits von einem anderen Artikel besetzt ist. Dies dient der Information und hat sonst keine weiteren Auswirkungen.

Können Lagerplätze automatisch freigegeben werden?

Manchmal ist es gewünscht, dass frei gewordene Lagerplätze tatsächlich freigegeben werden. Das bedeutet, wenn der Gesamtlagerstand eines Artikels auf einem Lager 0 (Null) wird, so sollte zugleich auch die Lagerplatzzuordnung gelöscht werden. Stellen Sie dafür den Parameter LAGERPLAETZE_BEI_LIEFERUNG_UND_LAGER_NULL_LOESCHEN auf 1. Damit wird, sofort bei einer Lieferung (Rechnung / Lieferschein), also der Entnahmebuchung in den Lieferschein / Rechnung, wenn der Lagerstand Null wird der Lagerplatz dieses Lagers für den gebuchten Artikel wieder gelöscht und steht somit für andere Artikel zur Verfügung.

Wo kann ich weitere Lager definieren, wo lege ich ein neues Lager an?

Lagerdefinition

Lager können im Module Artikel, unterer Modulreiter Grunddaten definiert werden.  Bitte beachten Sie, dass bei den relevanten Benutzerrollen das Rechte um auf dem jeweiligen Lager buchen zu können eingetragen sein müssen zur Beschreibung.

Hier können folgende Definitionen vorgenommen werden:

Lager  Name des Lagers
Lagerart Derzeit wird zwischen Hauptlager, davon darf es nur eines geben und Lagerart Normal unterschieden.Die Lagerart Sperrlager wird an die Reports Rollierende Planung, Wiederbeschaffung und Los-Ausgabeliste für Auswertungen übergeben. [Siehe dazu auch](SerienChargennummern.htm#Chargen sperren).Die Lagerart Halbfertiglager wird für verschiedene Auswertungen (Auftrag, Journal, offene Positionen, Lagerstandsdetailauswertung) verwendet bzw. werden diese gerne in besonderen Reports für die Darstellung des Warenflusses genutzt. Alle weiteren Lagerarten werden in zukünftigen Funktionen verwendet.
Bei interner Bestellung berücksichtigen Der Lagerstand dieses Lagers wird bei der internen Bestellung mitgerechnet. Oder umgekehrt: Ist dies beim gewählten Lager nicht angehakt, so wird der Lagerstand bei der internen Bestellung NICHT mitgerechnet.
Bei Bestellvorschlag berücksichtigen Wie oben, jedoch für den Bestellvorschlag
Sortierung Losausgabe Die Lager werden in der angegebenen Sortierreihenfolge als Abbuchungslager beim Anlegen der Lose dem Los zugeordnet.
Versteckt Ein Lager, welches nur einmal bebucht wurde, kann nicht mehr gelöscht werden. Da es trotzdem immer wieder vorkommt, dass man Lager nicht mehr bebuchen will, kann hier die Anzeige eines Lagers global abgeschaltet werden. Entgegen der Regel “Darf Versteckte sehen”, wird diese Funktion bei den Lägern NICHT unterstützt, da dies unter Umständen entsprechende Auswirkungen in der Bilanz usw. haben kann.
Kundenkonsignationslager Damit wird bewirkt, dass der Lagerstand dieser Lager bei folgenden Betrachtungen NICHT berücksichtigt wird.- Lagerstand in Artikelauswahl/Detail- Im Report Auftrag/Offene Positionen,- Rollierende Planung und- im Report Wiederbeschaffung
Ladeadresse Bei der Ladeadresse kann eine Partneradresse hinterlegt werden. Damit können Sie im Lieferschein z.B. Ihrer Spedition angeben, wo denn tatsächlich die Ware abgeholt werden sollte.

Lagerart Halbfertiglager wozu?

Diese Lagerart dient vor allem der Steuerung des Warenflusses an Ihre Sub-Lieferanten, Fremdfertiger. Sehr oft ist es so, dass Teile von der Produktion fertiggestellt werden und von den Mitarbeitern an einen bestimmten Platz gelegt werden. Trotzdem sollte der Disponent, der für die Auftragsabwicklung verantwortliche auf einen Blick sehen, welche Teile den nun eigentlich wirklich fertig für den Versand an den Fremdfertiger sind. Hier hat sich bewährt, dass mehrstufige Stücklisten gemacht werden um den genauen Warenfluss abzubilden. Die Stücklisten die nach der Produktion im eigenen Hause weiter zum Veredler gebracht werden müssen, sind so eingestellt, dass die Ablieferbuchung an ein Lager der Lagerart Halbfertig gebucht wird. Somit kann man jederzeit sehen, welche Artikel von Ihrem (hauseigenen) LKW zum Beschichter usw. mitgenommen werden sollten. Hier wird gerne auch noch die Kombination mit der Artikelgruppe / -klasse verwendet um dann auch noch die unterschiedlichen Typen der Fremdbearbeitung abbilden zu können.

Konsignationslager wozu?

Um die Eigenschaft von Lagerbeständen, vor allem wenn Ware zwar in Ihrer Verwaltung, aber nicht in Ihrem Eigentum ist, also z.B. noch Ihrem Kunden gehört und vor allem wenn Sie üblicherweise NICHT darauf zugreifen sollten, wird mit dem Haken Kundenkonsignationslager dargestellt. Anwendungsfälle sind: Beistellware vom Kunden, Ware die Sie für Ihren Kunden erzeugt haben, ihm schon verkauft und verrechnet haben, aber diese Ware noch in Ihrem Gebäude / Verwaltung ist.

Ware die Ihnen gehört und beim Lieferanten liegt, ist in Ihrem Eigentum. Daher ist das Lieferantenlager KEIN Konsignationslager.

Können Lager abgeschaltet / gelöscht werden?

Siehe bitte oben, versteckt.

Es wurden neue Lager definiert, ich kann diese aber nicht auswählen?

Nach der Definition von neuen Lagern müssen diese auch für den jeweiligen Benutzer freigeschaltet werden. Siehe dazu bitte.

Lagerart Sperrlager, Schrottlager. Wie wird das richtig verwendet?

Da doch immer wieder Fragen auftauchen wie man das Sperrlager verwenden sollte und auch was der Unterschied zum Schrottlager ist, hier unsere Überlegungen zur Verwendung dieser Lagerarten. Das Sperrlager ist im wesentlichen für die Qualitätssicherung gedacht. Hier kann, durch die Rollenrechte angegeben werden, wer (die QS) auf das Sperrlager Zugriff hat. Andererseits ist es auch so, dass Ware die im Sperrlager ist, (noch) nicht als defekt zu betrachten ist, sondern sie ist eben noch nicht, z.B. von der QS beurteilt worden. Daher betrachten wir die Ware im Sperrlager als grundsätzlich verfügbar. Es sollte damit auch die QS dazu angehalten werden, Artikel die im Sperrlager sind, rasch zu prüfen und freizugeben, oder sich zu entscheiden, dass diese Artikel eben nicht den Qualitätsanforderungen genügen. Ähnliches gilt für das Schrottlager. Das bedeutet, dass im Artikel Detail im Feld Lagerstand die Summe aller lagernden Mengen dieses Artikels über alle Lager angezeigt wird. Die Info über den Lagerstand des Sperr- / bzw. Schrott-Lagers wird nur in entsprechenden Auswertungen berücksichtigt / ausgegeben. Sollten Sie in den verschiedenen Listen / Formularen die Angabe der z.B. am Sperrlager lagernden Menge benötigen, so kann dies gerne im Formular selbst implementiert werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Bitte beachten Sie für den Bestellvorschlag, die interne Bestellung die Bedeutung von bei Bestellvorschlag berücksichtigen bzw. bei interner Bestellung berücksichtigen. Die für Sie richtige Übereinstimmung mit der Lagerart, muss vom Anwender entsprechend durchgeführt werden. Siehe oben.

Welche Lager werden für den Lagerstand in der Artikelauswahlliste herangezogen?

Hier werden die Lagerstände aller Lager ausgenommen den Konsignationslagern herangezogen. Gibt es in Ihrer Kieselstein ERP Installation mehrere Mandanten und einen gemeinsamen Artikelstamm, so entscheidet zusätzlich die Zusatzfunktion “[Getrennte Lager](Mehrmandanten.htm#Getrennte Lager)” ob die Lager der unterschiedlichen Mandanten eigenständig oder gemeinsam betrachtet werden.

Lagerstand bereits verrechneter Ware

Die Frage des Anwenders war, wie mit Ware umgehen, die für den Kunden zwischengelagert wird und auf Zuruf / Anforderung des Kunden ausgeliefert wird. D.h. es wird für den Kunden die Jahresmenge eingekauft und in Ihrem Hause auf Lager gelegt. D.h. Sie verrechnen diese Einlagerung und andererseits schreiben Sie für die Lieferung aus dem KundenKonsignationslager entsprechende Lieferscheine. Somit haben Sie jederzeit einen Überblick wieviel noch da ist, obwohl Ihnen die Ware nicht mehr gehört.

Wie geht das nun im Detail?

  • Legen Sie bitte ein neues Lager an. Wichtig ist, dass Sie dafür das Lager als Konsignationslager kennzeichnen. Bitte denken Sie daran, den Benutzern / Rollen die entsprechenden Berechtigungen für das neue Lager zu geben (Modul Benutzer, Systemrolle, Reiter Lager)

  • Sie kaufen nun die Jahresmenge des Artikels und buchen es in Ihr Hauptlager! ein

  • Nun schreiben Sie einen sogenannten Ziellagerlieferschein, gerne mit Bezug zum Kundenauftrag (Lieferschein aus Auftrag. Dann sofort, also bevor Sie Positionen erfassen, in den Reiter Kopfdaten und als Ziellager das gewünschte Kundenlager angeben) Damit wird die Ware vom Hauptlager in das Ziellager = Kundenlager umgebucht

  • Diesen Lieferschein können Sie direkt an den Kunden verrechnen, also die gesamte Jahresmenge

  • Am Kundenlager liegt die Ware die Ihrem Kunden gehört. Liefern Sie nun, im Auftrag des Kunden, Ware aus dem Kundenlager aus, so schreiben Sie einen Lieferschein, dessen Abbuchungslager auf das Kundenlager zugreift (und nicht auf das Hauptlager)

  • Diesen Lieferschein erledigen Sie manuell, z.B. wenn der Kunde bestätigt hat, dass die Ware angekommen ist. Der Vorteil ist, dass Sie damit jederzeit wissen wieviel Ware im Hause ist, die dem Kunden gehört und es ist dies auch ein Inventur/Bilanz/Versicherungsthema. D.h. in der Inventur, darf dieses Material nicht mehr aufscheinen, da es ja bereits an Ihren Kunden verkauft ist, aber für die Versicherung Ihres Lagers müssen Sie wissen welche Werte auch in Ihren Kundenlagern liegen, Sie haben ja die Verantwortung dafür.

Für manche Anwender werden in diesen Fällen die am Kundenlager eingelagerten Artikel mit speziellen Kundenetiketten / Dokumenten gekennzeichnet. Sollte in dieser Richtung Bedarf bestehen, so wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Anmerkung: In Verbindung mit der Fertigung und der Verwendung von Beistellteilen des Kunden gehen Sie in gleicher Weise vor. Definieren Sie aber im Los bzw. schon in der Stückliste, dass sich das Los nur vom Kundenlager bedienen darf. Siehe dazu und auch [Kundenmaterial verarbeiten](../Fertigung/index.htm#Kundenmaterial verarbeiten).

Was wird bei Materialentnahme auf das jeweilige Los zuerst abgebucht.

Das hängt von der Einstellung des Loses ab. [Siehe dazu bitte](../Fertigung/index.htm#Läger eines Loses).

Wenn ich einen neuen Auftrag anlege und in diesen Artikel eintragen will, kommt die Meldung: “Für diesen Artikel wurde kein Einzelverkaufspreis hinterlegt”. Wo lege ich den Einzelverkaufspreis im Artikelmodul an?

In der Artikelverwaltung muss bei dem jeweiligen Modul der Einzelverkaufspreis hinterlegt, für diesen Zeitraum, abgespeichert sein. Die Verkaufspreise werden anhand der Verkaufspreisbasis und den sich darauf beziehenden Verkaufsrabatten, welche auch negativ (Aufschläge) sein können, definiert. Bitte bedenken Sie, dass alle Verkaufspreise kalenderfähig sind. Siehe dazu auch.

Wie kann ich als Anwender die Artikeldaten, Bezeichnungen, Artikelnummern, Einkaufs- und Verkaufspreise automatisch einpflegen.

Dies ist teilweise Branchen abhängig. Z.B. in der Elektrotechnik gibt es in der Öffentlichkeit bekannte sogenannte Brutto-Brutto Preise. Das ist der Preis den der Häuslbauer an den Elektriker bezahlt. Beim Import (z.B. Excel usw.) wird der Listenpreis (=Brutto-Brutto) als Einzel(Einkaufs)preis und als Verkaufspreisbasis übernommen. Dazu wird die Lieferantenrabattgruppe ebenfalls übernommen. Über die Verkaufsrabattgruppen oder Artikelgruppen werden die Verkaufsrabatte gesteuert, über die Lieferantenrabattgruppen die Einkaufspreise. Siehe dazu auch Importfunktion im Artikel.

Kann man die Lieferantenpreise automatisch erhöhen?

[Siehe bitte](../Lieferant/index.htm#Einkaufspreise erhöhen).

Was ist der Lief1Preis?

Der sogenannte Lief1Preis ist der Einkaufspreis Ihres bevorzugten Lieferanten. D.h. es ist dies der in der Sortierung der Artikellieferanten oben, an erster Stelle, stehende Lieferant Innerhalb des Gültigkeitsdatums. Bitte beachten Sie, dass beim zentralen Artikelstamm, diese Definition Mandantenübergreifend wirkt. Um diese abzuschalten, also den Lief1Preis beim zentralen Artikelstamm trotzdem, entgegen einer Konzerndenke, für jeden Mandanten eigenständig zu betrachten, definieren Sie bitte den Parameter GETRENNTE_EINKAUFSPREISE mit 1. [Siehe dazu auch](../Rechnung/Preise_in_der_Rechnung.htm#Einkaufspreis Lief1Preis).

Kann ich Preise auch extern Pflegen?

Oft ist es so, dass ein bestimmter Bereich des Artikelstammes in seinen Preisen verändert werden sollte. Auslöser sind oft Änderungen der Lieferantenpreise. Hier wird von einigen Anwendern folgende Vorgehensweise bevorzugt:

  1. Pflegen der Lieferantenpreise, siehe dazu Modul Lieferant, Preispflege.
  2. Exportieren einer Preispflege-XLS Datei aus dem Artikelstamm, Pflege, Preispflege-Export.
    In dieser Datei sind zur Info auch die Einkaufspreise Ihres bevorzugten Lieferanten, die aktuellen Gestehungspreise usw. enthalten.
  3. Bearbeiten Sie die Verkaufspreise dieser Datei in einem Spreadsheet Programm Ihrer Wahl, z.B. LibreOffice
  4. Rückimport der Preispflege XLS Datei und damit Aktualisierung der Verkaufspreise Bitte beachten Sie, dass die Struktur der XLS Datei nicht verändert werden darf.

Hinweis im Zusammenhang mit Materialzuschlägen wie z.B. Kupferzuschlägen. Wurden für Artikel Materialzuschläge mit Börsekursen definiert, so sind die Einkaufs- und Verkaufspreise IMMER!! ohne Materialzuschlag (Kupfer), weil der Materialzuschlag über das Materialgewicht und den Börsenkurs täglich anders ist. Wichtig ist hier, dass die Lieferanten den Kupferbasiskurs (130 oder 150 je nach Lieferant / Land) bekanntgeben UND den tatsächlichen Einkaufspreis. Wir haben schon öfter erlebt, dass Lieferanten nur die Preise inklusive Materialzuschlag bekannt geben und sich so höhere Preise (weil das Kupfer so teuer ist) herausholen wollten. Das bedeutet natürlich auch, dass in der Preispflege bei den Lieferantenpreise NUR die Preise ohne Materialzuschlag eingepflegt werden dürfen.

Wo können Verkaufspreislisten definiert werden?

Wählen Sie im Artikel unterer Modulreiter Preisliste. Hier können nun neue Preislisten angelegt werden, bestehende Preislisten umgereiht bzw. deaktiviert oder aktiviert werden. Bitte beachten Sie, dass die Anzeige der geänderten Preislistendefinition nur nach einem Neustart des Artikelmoduls aktualisiert wird. Aus Platzgründen ist die Anzeige der aktiven Verkaufspreislisten auf 10Listen eingeschränkt. Wir hier ein Standard Rabattsatz definiert, so wird, immer beim Bearbeiten der Verkaufspreise dieser Rabattsatz vorgeschlagen. Bitte beachten Sie, dass neue Rabattsätze, ev. auch neuer Preislisten, nicht automatisch bei allen Artikeln eingetragen werden.

Wann genau ist der Moment, dass ein (bestellter) Artikel auf Lager ist?

Ein Artikel wird mit der Lagerzubuchung auf Lager gelegt. Er ist solange auf Lager, bis er wieder entnommen wird. D.h. durch die Betätigung des Speicherns wird die Lagerbewegungsbuchung gestartet. Konnte sie durchgeführt werden, so wurde, in diesem Moment der Artikel zugebucht. Konnte sie nicht durchgeführt werden, so wird der gesamte Vorgang aufgerollt und der Zustand wieder hergestellt, wie er vor der Buchung war (Transaction Rollback). Beispiel: Wenn die Menge in einer Wareneingangsposition eingegeben wird und danach speichern gedrückt wird, wird exakt diese Menge auf Lager gelegt. Aber: Wurde nur die Menge verändert, so wird natürlich die Differenzmenge auf Lager gebucht. Dies kann auch eine Abbuchung sein. In diesem Fall wird vorher geprüft, ob die Menge dieser Zubuchung noch tatsächlich verfügbar ist.

Wieso kann ich in der Artikelnummer keine Leerzeichen eingeben.

Da die Leerstellen bei den Ausdrucken (z.B. Artikel-Etikette) optisch nicht erkannt werden können, sind diese auch bei der Eingabe nicht erlaubt. Zusätzlich sollten die Artikelnummern nur Zeichen enthalten, die auch in den üblichen Barcodes (Code 39)  mit ausgedruckt werden können.

Welche Zeichen können für die Artikelnummer verwendet werden?

Die erlaubten Zeichen für die Artikelnummer können im System, Parameter, ARTIKELNUMMER_ZEICHENSATZ definiert werden. Bitte beachten Sie in jedem Fall ob die gewünschten Zeichen auch mit dem bei Ihnen verwendeten Barcode gedruckt werden können. Siehe dazu auch Drucken von Barcodes.

Wie organisiere ich meine Läger, meine Lagerplätze?

Es hat sich in der Praxis bewährt, wenn die Lagerplätze nach einem Koordinatensystem beschriftet werden.

Also z.B. A/II/30/d wobei die verschiedenen Stellen folgende Bedeutung haben.

A …. die Kennzeichnung des Regals

II …. die laufende Nummer der Regalreihe in einem Regal

30 … der Regalboden, hier so organisiert, dass einfach der Abstand des Regalbodens vom Gebäudeboden gemessen wird, was den Vorteil hat, dass man jederzeit Zwischenböden einziehen kann.

d …. eine eventuell erforderliche zusätzliche Unterteilung innerhalb des Regalfaches.

Der Vorteil ist, dass damit von jedem Mitarbeiter die Artikel sehr rasch gefunden werden können und da alle relevanten Listen mit der Lagerplatz Information versehen werden können und diese auch danach sortiert werden können und so eine einfache Optimierung der Wege erreicht wird. Denken Sie bei der Organisation des Lagers auch immer an die Wege Ihrer Mitarbeiter und an die optimale Ausnützung des zur Verfügung stehenden Platzes.

Wo können Lagerplätze definiert werden?

Im Kieselstein ERP werden die Lagerplätze organisiert verwaltet. D.h. es können den Artikeln nur Lagerplätze gegeben werden, welche vorher von berechtigten Benutzern definiert wurden. Dies hat den Vorteil, dass eine klare Struktur, z.B. wie oben beschrieben, eingefordert wird.

Die Lagerplätze jedes Lagers werden im Artikel, unterer Modulreiter Grunddaten, oberer Modulreiter Lagerplatz definiert. Legen Sie hier die Lagerplätze je Lager an.

Im Artikel, oberer Modulreiter Lagerplatz kann nun für jeden Artikel ein Lagerplatz je Lager definiert werden.

Bitte beachten Sie den Unterschied zwischen der Zuordnung eines Artikels zu einem (anderen) Lagerplatz und die Änderung der Bezeichnung des Lagerplatzes. Wird die Bezeichnung des Lagerplatzes geändert, so werden alle Lagerplätze der Artikel die auf diesen Lagerplatz verweisen verändert.

Lagerplätze können auch in den Modulen Handlagerbewegung und Wareneingangsposition erfasst werden. Hier steht zusätzlich die Möglichkeit des Löschens eines Lagerplatzes zur Verfügung.

Können Lagerplatz Etiketten gedruckt werden?

Ja. Gehen Sie im Modul Artikel, unterer Modulreiter Grunddaten, oberer Modulreiter Lagerplatz.

Wählen Sie den gewünschten Lagerplatz aus und klicken Sie auf das Druckersymbol.

Lagermindestbestand <-> Lagersollbestand wozu brauch ich das?

Diese Schwellwerte sind für den Bestellvorschlag wichtig. Wenn bei der verfügbaren Menge des / der Läger der Lagermindestbestand unterschritten wird, wird auf den Lagersollbestand aufgefüllt. Das bedeutet für Sie, dass damit gesteuert werden kann, wie oft eine Bestellung ausgelöst wird, aber auch wie groß die jeweilige Bestellung dieses Artikels ist, um immer ausreichen auf Lager zu haben, aber auch um eine entsprechend günstige Anzahl an Bestellungen zu haben. Für die Definition von Lagermindest- und Lagersollständen je Lager kann der Parameter LAGERMIN_JE_LAGER gesetzt werden. Bitte beachten Sie dazu auch die Standortverwaltung.

Kann der Lagermindeststand importiert werden?

Wenn der Lagermindeststand je Lager definiert ist, so können die Lagermindeststände je Lager importiert werden. Sie finden dazu im Menü Artikel, XLS-Import Lagermindest/-sollstand. Der Dateiaufbau ist wiederum so, dass die Spaltenüberschriften definieren welche Spalte dies ist. Es können / müssen folgende Spalten definiert sein: Artikelnummer, Lager, Mindeststand, Sollstand Artikelnummer und Lager müssen definiert sein, Mindeststand und Sollstand können definiert sein. Die angegebenen Artikelnummern und die angegebenen Lager müssen vorhanden sein. Bei Mehrmandantensystemen erfolgt der Import im jeweiligen Mandanten.

Fertigungssatzgröße

Für verschiedene Fertigungsabläufe ist es von Vorteil, wenn immer feste Größen produziert werden. D.h. ergibt die Bewegungsvorschau, dass der Lagermindestbestand unterschritten wird, so wird in aller Regel auf den Lagersollbestand aufgefüllt. Ist eine Fertigungssatzgröße definiert, so wird ein ganzzahliges Vielfaches dieses Wertes in der Internen Bestellung der Losverwaltung vorgeschlagen.

maximale Fertigungssatzgröße

Es ist oft nicht sinnvoll / möglich Lose mit sehr großen Stückzahlen zu fertigen. D.h. oft wird z.B. die mögliche Tages- / Wochenproduktion als sinnvolle Losgröße herangezogen. Um nun im internen Bestellvorschlag dies automatisiert abbilden zu können, kann in diesem Feld die gewünschte maximale Fertigungssatzgröße definiert werden. Das bedeutet: Wenn eine neue interne Bestellung erzeugt wird, werden nur mehr Stücklisten mit einer Losgröße <= der maximalen Fertigungssatzgröße angelegt, bzw. ausgesplittet. Die gilt auch, wenn man manuell einen neuen Eintrag in die interne Bestellung hinzufügt. Beim verdichten werden nun nur mehr die Einträge verdichtet, deren Mengen zweier Zeilen größer der max. Fertigungssatzgröße wäre. So würden zum Beispiel bei einer max. Fertigungssatzgröße von 50 und zwei Einträgen mit jeweils 35, die beiden Einträge bestehen bleiben.

externer Arbeitsgang

Im Reiter Bestelldaten kann ein Tätigkeits-Artikel, also ein Arbeitszeit-Artikel, auch als externer Arbeitsgang gekennzeichnet werden. Dies bewirkt zwei Dinge:

  • a.) Ist dies ein Zukaufsartikel für eine Fremdfertigung, so bewirkt dies, dass durch Zubuchung des Materials, also der Lohnveredelung, das jeweilige Los fertig ist. Somit wird, wenn die Position als Wareneingang gebucht wird, gleichzeitig die Ablieferung des Loses gebucht. Siehe dazu auch.
  • b.) Ist dieser Artikel die Tätigkeit der Fremdbearbeitung selbst (z.B. Beschichten) so wird bei der Ausgabe des Loses geprüft, ob es für diese Tätigkeit auch eine Zuordnung zu einer Materialposition gibt. Ist diese Zuordnung nicht gegeben, so erscheint bei der Ausgabe des Loses ein entsprechender Hinweis.

Bei der Kennzeichnung des externen Arbeitsganges kann auch aktiviert werden, dass die sogenannte Sollsatzprüfung bei einer Erledigung am Terminal NICHT durchgeführt wird. D.h. wenn Sie z.B. Transportkosten als externen Arbeitsgang mit in das Los aufnehmen (müssen), so werden diese in der Regel ja erst nach Fertigstellung des Produktes zugebucht. Daher darf am Terminal bei der Ablieferbuchung diese Materialposition, also der externe Arbeitsgang, nicht geprüft werden. Somit können von der Fertigung die Ablieferbuchungen gemacht werden, es bleibt jedoch die Fehlmenge auf einem derart gekennzeichneten Arbeitsgang erhalten.

Anzeige externer Arbeitsgang nicht verfügbar

Steht im der Artikel des externern Arbeitsganges, der ja nur reine Dienstleistung ist, die Auswahl des externern Arbeitsganges nicht zur Verfügung, so ist der Artikel Chargen oder Seriennummern geführt.
Beachte: Ein externer Arbeitsgang darf keine Chargenführung beinhalten.

WEP-Info an Anforderer?

Sende ein EMail an den Anforderer der Bestellung wenn ein Wareneingang gebucht wird. Siehe dazu.

gemeinsame Betrachtung je Bestellung

Wenn dieser Artikel mehrfach in einer Bestellung angeführt ist, so wird die Gesamtmenge (dieser Bestellung dieses Artikels) für die Preisfindung, vor allem aus der Einkaufsstaffel herangezogen und als Bestellpreis vorgeschlagen. Zusätzlich wird der Bestellpreis dieses Artikels, auch bei manuellen Anpassungen, für alle Positionen dieses Artikels dieser Bestellung immer auf den gleichen Wert gestellt. [Siehe](../Bestellung/index.htm#gemeinsame Betrachtung je Bestellung).

Detailprozentmindeststand

Ist in Ihrer Installation auch die Berechnung des Rahmendetailbedarfes freigeschaltet, so finden Sie im Reiter Bestelldaten neben dem Lagermindeststand auch den Detailprozentmindeststand. Wird hier ein Prozentfaktor eingegeben, der auch größer 100% sein kann, so wird anschließend an die Berechnung des Rahmendetailbedarfes der Lagermindeststand auf den ganzzahligen Wert der sich aus dem Rahmendetailbedarf gerundet auf eine ganze Zahl ergibt gesetzt. Wird anschließend der Bestellvorschlag erzeugt, so wird der sich aus dem Rahmendetailbedarf ergebende Lagermindeststand für die Berechnung herangezogen. Achten Sie bei der Verwendung der Automatikjobs darauf, dass der Rahmendetailbedarf vor der Errechnung des Bestellvorschlages durchgeführt wird. D.h. hier wird der Lagermindeststand bei jedem Lauf der Berechnung des Rahmendetailbedarfes, z.B. täglich, automatisch überschrieben. Um diese Funktion für den einzelnen Artikel abzuschalten, entfernen Sie bitte den Eintrag unter Detailprozentmindestsatz.

Wozu dient die Materialangabe unter Technik?

Verschiedene Artikel beinhalten Materialien, welche zum Zeitpunkt des Verkaufes zum Börsenpreis gehandelt werden. Zusätzlich kann das Material als Leistungsfaktor für die Maschinen verwendet werden.

Weitere Details siehe bitte Materialzuschlag.

Wie pflegt man die EK-Preise richtig?

In Kieselstein ERP können beliebig viele Lieferanten für einen Artikel definiert werden. Definieren Sie im Modulreiter Artikellieferant die Lieferanten des Artikels. Sie können hier für jeden Lieferanten die Artikelnummer und die Bezeichnung des Artikels beim Lieferanten hinterlegen. Zusätzlich kann hier der Preis, inkl. Rabatt und Netto-Preis für den Einzelartikel hinterlegt werden. Für Staffelmengen steht der Reiter EK-Staffelpreise zur Verfügung. Hier werden die Staffelpreise für den ausgewählten Lieferanten eingetragen. Bitte beachten Sie, dass die Preisbasis der Einzelpreis des Artikellieferanten ist. Im Modulreiter EK-Staffelpreise kann daher dieser Preis nicht verändert werden. Die Staffelpreise können sowohl über die Rabatte als auch über die Nettopreise gepflegt werden. Die Pflege über die Rabatte hat den Vorteil, dass nur der Einzelpreis verändert werden muss. Die Staffelpreise ändern sich damit automatisch mit. Die Preise werden in der Lieferantenwährung eingepflegt. Bitte beachten Sie dazu auch die automatische Preisrückpflege durch das Bestellmodul. Zusätzlich siehe bitte.

Hinweis:

Um einen neuen Artikellieferanten anlegen zu können, ist auch das Recht LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF erforderlich.

Wie definiert man Verpackungseinheiten eines Lieferanten?

Im Artikellieferant kann nun, wenn keine Bestellmengeneinheit in den Kopfdaten definiert ist, eine Verpackungsmengeneinheit ausgewählt werden, welche als Umrechnungsfaktor die Verpackungseinheit verwendet. So kann zum Beispiel abgebildet werden, dass 1 Verpackung gekauft wird und nicht 100Stk., die einer Packung entsprechen. [Siehe dazu auch](../Bestellung/index.htm#Meter, kg, Stück gleichzeitig erfassen).

Wie definiert man Verpackungseinheiten für die Fertigung?

Im Reiter Bestelldaten finden sie das Feld Fertigungs-VPE geben Sie hier die Verpackungseinheit ein.

Wenn Sie hier zum Beispiel 2 eintragen und im Los wird eine Menge des Artikels von 2,1 benötigt, so wird die Menge auf die VPE aufgerundet. Das bedeutet, dass die Menge im Los auf ein Vielfaches der Fertigungsverpackungseinheit gerechnet wird, in diesem Beispiel auf 4. Verwendet wird diese Eingabe zum Beispiel für Schachteln oder andere Verpackung.

Wie können von bis Mengen für die Staffelmengen definiert werden?

Im Reiter Staffelpreise bzw. ist für die Definition auch immer die Menge erforderlich. Das bedeutet, dass dieser Preis ab dieser Menge gilt.

Ein Beispiel:

Staffelmenge   Staffelpreis
10 Stk 10,00 €
25 Stk   8,50 €

Das bedeutet: Ab 10,000 Stk bis zu 24,999 Stk gilt der Preis von 10,- €. Ab 25 Stk gilt der Preis von 8,50 €.

Die Anzahl der Mengenstaffeln ist beliebig, sollte natürlich in einem für Sie überschaubaren Maße sein.

Standardmenge, Mindest Bestellmenge, Verpackungseinheit, Wiederbeschaffungszeit

Jeder Lieferant hat üblicherweise seine eigenen Verpackungseinheiten und Lieferzeiten. Daher können in Kieselstein ERP diese Daten je Artikellieferant definiert werden.

Feldname Beschreibung
Standardmenge Diese Menge wird beim Anlegen einer neuen Bestellposition dieses Artikels bei diesem Lieferanten vorgeschlagen
Mind.Bestellmenge Wird die mindest Bestellmenge bei einer Bestellposition unterschritten, so erscheint eine entsprechende Warnung
Verpackungseinheit Ist die bestellte Menge kein ganzzahliges Vielfaches der Verpackungseinheit, so erscheint eine entsprechende Warnung
Wiederbeschaffungszeit Definieren Sie hier, wieviele Wochen Ihr Lieferant für die Lieferung dieses Artikels benötigt. Diese Werte werden in der Wiederbeschaffungsanzeige im Auftrag verwendet und im Bestellvorschlag um die später bestellbaren Positionen entfernen zu können.

Wie soll die Wiederbeschaffungszeit erfasst werden?

Geben Sie bei der Wiederbeschaffungszeit nur dann eine Zeit (Tage/Kalenderwochen) ein, wenn Ihnen diese tatsächlich bekannt ist. Ansonsten belassen Sie diese bitte leer, womit Sie in den Auswertungen sehen, bei welchen Artikeln keine Wiederbeschaffungszeiten definiert sind. Geben Sie vor allem realistische oder eher pessimistische Zeiten an. Lieber eine Woche zu früh bestellt. Da sich oft diese Zeiten auch aus den tatsächlichen Beschaffungen ergeben, kann im Artikelmodul, Menüpunkt Pflege, die Wiederbeschaffungszeit anhand der letzten Bestellungen aktualisiert werden. Für die Berechnung der Wiederbeschaffungsmoral werden die Parameter WIEDERBSCHAFFUNGSMORAL_ANZAHL_BESTELLUNGEN und WIEDERBSCHAFFUNGSMORAL_MONATE herangezogen. D.h. es werden maximal die letzten Anzahl Bestellungen berücksichtigt, aber nicht weiter wie Monate zurück. Zusätzlich wird die Wiederbeschaffungszeit für den jeweiligen Artikellieferanten als Ø (Alt+157) WBZ: angegeben.

Geben Sie neben dem Artikellieferanten den Link auf das Web-Dokument dieses Artikel dieses Lieferanten an. Damit haben Sie jederzeit Zugriff auf diese Daten, solange diese von Ihrem Lieferanten unter der abgespeicherten Adresse zur Verfügung gestellt werden.

Wo sehe ich eine kompakte Übersicht über die Einkaufspreise eines Artikels?

Bitte nutzen Sie Info, Lieferantenpreisvergleich. Hier bekommen Sie eine Liste aller Artikellieferanten dieses Artikels mit allen entsprechenden Mengenstaffeln. Der je Mengenstaffel günstigste Preis und die schnellste Wiederbeschaffungszeit sind grün hinterlegt

Kann ein Einkaufs-Preisentwicklung eingegeben werden?

Gerade um den Jahreswechsel aber auch zu anderen Gelegenheiten ist es immer wieder erforderlich, dass Einkaufspreise vor allem für die Zukunft definiert werden. Mit Kieselstein ERP können Sie mit unterschiedlichen Gültig Ab Terminen diese zeitliche Entwicklung darstellen.

Geben Sie daher die Einkaufspreise analog zu den angeführten an.

Wo sieht man die Entwicklung der Einkaufspreise eines Artikels?

Das hängt davon ab, was man darunter versteht und auch wo die Daten gepflegt werden. a.) Die Entwicklung der echten Einkaufspreise, also der Waren die Sie tatsächlich bei Lieferanten bezogen haben Diese sehen Sie in der Artikelstatistik, gegebenenfalls wird die Anzeige auf den Bereich Einkauf eingeschränkt.

b.) Die verschiedensten angefragten Artikel, also die Angebote die von den verschiedenen Lieferanten gelegt wurden. Siehe dazu, ebenfalls im Artikel, Info, Anfragestatistik Hier wird zusätzlich der günstigste Preis und die kürzeste Lieferzeit in grün angezeigt.

c.) Die manuelle Pflege der Einkaufspreise. D.h. es werden, gerne auch für die Preise in der Zukunft, die Artikellieferantenpreise beim jeweiligen Artikel durch mehrfache Angabe des gleichen Lieferanten mit jeweils unterschiedlichem Gültig ab definiert.

d.) Wozu Preise in der Zukunft ? Gerade im Projektgeschäft muss man heute Preise für seine Lieferung in 6 oder 12Monaten abgeben. Wenn Sie nun in der glücklichen Lage sind, heute schon relativ verbindliche Preise für diesen Zeitraum zu haben, stehen sowohl in der Stücklistengesamtkalkulation als auch in der Angebotsvorkalkulation Auswertungen zum geplanten Realisierungstermin zur Verfügung.

Bei manchen Bestellungen sollten Einkaufsrabatte aufscheinen und bei anderen nicht.

Sie können dies durch die Eingabe der Einkaufspreise steuern. Wenn bei den Einkaufspreisen Rabatte angegeben werden, so werden diese auch ausgedruckt. Wurden keine Rabatte angegeben, so werden diese nicht mitgedruckt.

Wie legt man Artikel in Fremdwährungen an?

Wenn Artikel in Fremdwährungen eingekauft werden, so gelten die Preisvereinbarung in dieser Währung. D.h. die Währungsschwankungen wirken sich auf Ihre Einstandspreise aus, der Preis in z.B. USD bleibt stabil.

Einkaufspreise werden in der Währung des Lieferanten definiert. D.h. um Artikeleinkaufspreise in Fremdwährungen zu definieren muss der Lieferant in der entsprechenden Währung definiert werden.

Wie hinterlegt man, wenn ein Lieferant einen Artikel NICHT liefern kann?

Es kommt immer wieder vor, dass Artikel bei denen man annimmt dass diese ein Lieferant liefern kann, dann von diesem doch nicht geliefert werden können, z.B. aus technologischen Gründen, weil die Spannweiter seiner Maschine zu gering ist oder ähnliches. Damit man nun diesen Lieferanten nicht immer wieder um das gleiche frägt, kann beim Artikellieferant dieser Artikel als (von diesem Lieferanten) nicht lieferbar angehakt werden. Um eine genauere Begründung / Info mit angeben zu können, kann daneben ein entsprechender Kommentar noch eingepflegt werden. Zusätzlich wird die nicht-lieferbar-Zeile eines Artikellieferanten in Rot angezeigt. Es bewirkt dies, dass beim Bestellvorschlag diese Lieferanten des jeweiligen Artikels nicht herangezogen werden. Werden Gruppenanfragen gemacht, so wird dieser Lieferant ebenfalls übersprungen.

Wie finde ich zur Anfrage zurück?

Um zur Anfrage zu springen, mit der ein Artikellieferanteneintrag gemacht wurde verwenden Sie bitte den Anfrage GoTo Button im Artikellieferanten. Siehe dazu auch.

Wie wird der Mindest-VK errechnet?

Siehe.

Was bewirken Aufschlag und Soll?

Diese dienen einer theoretischen Abschätzung von Verkaufspreisen auf Basis des Gestehungspreise. Zur Auswirkung des Aufschlags siehe und zur Auswirkung des Soll siehe.

Wo werden Seriennummern verwaltet?

Siehe.

Wo werden Chargennummern verwaltet?

Siehe.

Wozu Dokumentenpflicht?

Siehe.

Was bedeutet die Fehlermeldung “Der zugehörige Artikel kann nicht gespeichert werden”?

Diese Meldung bedeutet, dass ein Verkettungsfehler in den zugehörigen Artikeln vorliegt.

Bereinigen Sie diesen Fehler, die Verknüpfung der Dazugehörigen Artikel finden Sie unter Sonstiges im Artikel, danach können Änderungen auf diesem Artikel gespeichert werden.

Lagerumschlagshäufigkeit

Die Lagerumschlagshäufigkeit gibt an, wie oft ein durchschnittlicher Lagerbestand eines Produktes in einem bestimmten Zeitbereich komplett aus dem Lager entnommen wurde. Er wird wie folgt ermittelt:

                                Lagerabgang im Zeitraum

Umschlagshäufigkeit = —————————-

                              durchschnittlichen Lagerbestand

Der durchschnittliche Lagerbestand wird vereinfacht durch das arithmetische Mittel aus Anfangs- und Endbestand ermittelt. D.h. also

                                                Anfangsbestand + Endbestand

durchschnittlicher Lagerbestand = ——————————–

                                                                    2

Die durchschnittliche Lagerdauer ergibt sich, indem man das Jahr mit 360Tagen ansetzt und durch die Lagerumschlagshäufigkeit dividiert.

(Frei nach Wikipedia)

Materialzuschläge auf Wareneingängen / Warenausgängen, welche Preise sind zu buchen?

Das Ziel der Definition der Materialzuschläge ist, die Kursschwankungen der Börsennotierten Materialien, wie z.B. Kupfer oder spezielle Legierungen, in der Form abzufangen, dass die zusätzlichen Materialkosten an den Endkunden weiterverrechnet werden.

Die übliche Vorgehensweise ist hier so, dass die Verkaufspreise zu den standard Materialfaktoren (z.B. bei Kupfer zur Kupferzahl 100) definiert werden. Nun werden täglich / wöchentlich die Materialzuschlagsfaktoren gepflegt. Aus den hinterlegten Materialgewichten und den Materialzuschlagsfaktoren kann über die fakturierte Menge der Materialzuschlag errechnet werden. Dieser wird auf der Rechnung in einer eigenen Zeile ausgewiesen. Dadurch ergibt sich einerseits dass Sie die vereinbarten Verkaufspreise stabil belassen können und andererseits doch die Schwankungen der Werkstoffbörse an Ihre Kunden weitergeben können.

WICHTIG:

Bei der Buchung des Wareneinganges muss der Materialzuschlag zusätzlich zum Positionspreis angegeben werden bzw. im Positionspreis enthalten sein. Nur dadurch ist sichergestellt, dass die Gestehungspreise der Artikel den echten Kosten entsprechen.

Sortierung der Artikel?

Die Sortierung der Artikel nach Artikelnummern ist abhängig von der eingesetzten Datenbank.

Wird eine PostgresQL Datenbank eingesetzt, so werden Hochkomma und Bindestrich richtig einsortiert. Es werden allerdings die Umlaute am Ende des Alphabetes eingereiht.

Zeichnungen hinterlegen?

Im Artikelkommentar können sowohl Texte als auch Bilder hinterlegt werden. Bei den Kommentaren kann auch angegeben werden, bei welchen Modulen (Angebot, Fertigung, ..) diese mitgedruckt werden.

Zeichnungen im PDF Format hinterlegen

Gerade die Zeichnungen sind für die Fertigung von Teilen, Geräten sind sehr wichtig. In der Regel sind diese in anderen CAD Programmen erzeugt worden. Wählen Sie den Kommentar und den Dateityp z.B. PDF aus und ziehen Sie die PDF mit Drag & Drop in das PDF Anzeige Fenster, um die Zeichnung zuzuordnen. Es werden die ersten 3000 Zeichen eines textlich auswertbaren PDFs in den Texten der Kommentare gespeichert und können damit mit der Kommentarsuche komfortabel durchsucht und gefunden werden.

Artikelhinweise hinterlegen?

Im Artikelkommentar kann zwischen gewählt werden.

  • Mitzudrucken bei Mitzudrucken bei bedeutet, dass dieser Kommentar bei den gewählten Modulen mit ausgedruckt wird. Es können dies sowohl Texte als auch Bilder sein. Bitte beachten Sie, dass jeweils nur das chronologisch erste Bild, der chronologisch erste Text ausgedruckt wird. Für Fertigungsbegleitscheine kann das PDF mitgedruckt werden, die Druckauflösung kann hierzu eingestellt werden - wenden Sie sich dazu bitte an Ihren Kieselstein ERP Berater.

  • Hinweis bei Artikelauswahl Wird Hinweis bei Artikelauswahl gewählt, so wird damit definiert, dass bei Verwendung des Artikels im angegebenen Modul der eingegebene Text in einer Hinweismeldung erscheinen soll. Damit können Sie spezifische Nachrichten an den Benutzer bei der Auswahl exakt dieses Artikels, z.B. bei der Auswahl in einer Bestellung senden. Sind hier Bilder, durchaus mehrere, hinterlegt, so werden diese dem Benutzer präsentiert und er kann durch diese durchblättern.

  • Anhang Mit der Einstellung Anhang wird definiert, dass beim EMail-Versand die angefügte Datei als Anhang mit gesandt wird. Das impliziert, dass diese Einstellung nur beim EMail-Versand funktioniert

Weiters können Sie hier auch Kommentare definieren, die in der Artikelauswahl als Tooltip angezeigt werden. Legen Sie dazu in den Artikel - Grunddaten eine neue Kommentarart mit einem sprechenden Namen an und setzen den Haken bei Tooltip in der Artikelauswahlliste. Nun können Sie bei den gewünschten Artikeln einen neuen Kommentar mit dieser Kommentarart hinzufügen. Wenn Sie nun in der Artikelauswahlliste mit der Maus über die Zeile des Artikels fahren, wird der dort eingegebenen Text als Tooltip angezeigt. Für die Einstellung, welche Dateigröße angehängt werden kann verwenden Sie bitte den Parameter DOKUMENTE_MAXIMALE_GROESSE. Bitte beachten Sie, dass für die Art “unbekannt” eine fixe Maximalgröße von 1MB festgelegt ist.

Kann auch ein fester Pfad für Fertigungszeichnungen hinterlegt werden?

Wird in der Kombination, Mitzudrucken bei, Fertigung auch noch Dateiverweis mit angehakt, so kann der Pfad auf eine PDF Datei angegeben werden, deren Inhalt als Vorlage für die Weitergabe der PDF Daten dient. Dies wird z.B. gerne in Solidworks, Inventor, u.ä. Umgebungen verwendet, bei der die Datei mit Ihrem vollständigen Pfad, vom Server aus gesehen, auf die durch das Solid Works / Inventur, aktualisierte PDF Zeichnung zeigt. Somit wird immer die aktuelle Zeichnung mit den Fertigungspapieren mit ausgedruckt. Bitte beachten Sie, dass für den Kieselstein ERP Server diese Datei zugreifbar sein muss. In Windowsumgebungen (für den Kieselstein ERP Server) bedeutet dies, dass der Dienst unter einem Benutzer laufen muss, ähnliches gilt für Linux bzw. MAC Umgebungen. Zusätzlich muss, gerade wenn auf Netzwerklaufwerke zugegriffen wird, dies auch vom Client aus in der UNC Notifikation angegeben werden. Sollten die Dateien nicht angezeigt werden, so finden Sie im Server-Log entsprechende Hinweise.

kann man eine Datei auf den Dateiverweis ziehen?

Als weitere Version der Artikel-lang-Beschreibung, also des Artikelkommentars wird auch der Dateiverweis mit Drag & Drop unterstützt. D.h. um einen Dateiverweis anzulegen, klicken Sie im Reiter Kommentar auf Neu und wählen die gewünschte Kommentarart aus. Nun ziehen Sie die zu verlinkende Datei einfach mit der Maus in den oberen Bereich der Artikelkommentardefinition, also dem Bereich oberhalb der Art. Damit wird automatisch angenommen, dass Sie einen Dateiverweis anlegen möchten und sowohl die Verlinkung als auch Anhang und der Haken bei Dateiverweis gesetzt.

Bitte beachten Sie, dass ein Drop (fallen lassen) auf die Zeile mit Art, bzw. darunter ein Einfügen dieses Artikelkommentars bedeutet

Woher erkennt man, dass Artikelkommentare, Bilder, Hinweise hinterlegt sind?

Wenn Kommentare beim Artikel hinterlegt sind, egal welcher Art, wird im Reiter Detail des Artikels dies durch das Icon angezeigt.

Können die Kommentare auch im Detail angezeigt werden?

Mit der Kommentarart kann definiert werden, dass bestimmte Kommentare sofort im Artikel-Detail angezeigt werden. Setzen Sie dazu in den Artikel, Grunddaten, Kommentarart den Haken bei anzeige im Artikel Detail. Damit werden die Inhalte der Kommentare mit den so markierten Kommentararten, in der Reihenfolge der Kommentare und mit der Kommentarart als Überschrift angezeigt.

Wie kann man nach Inhalten der Kommentare suchen?

Um in den Inhalten der Artikelkommentare zu suchen nutzen Sie bitte die Kommentarsuche in der Artikelauswahl. Hier werden auch die textlichen Inhalte der PDF Dateien, soweit verfügbar mit angezeigt.

Anstelle der Kommentare werden im Detail Lagerstand, Verfügbar, in Fertigung angezeigt

Ist in Ihrer Installation die Funktion Herstellerverwaltung aktiviert, so wird im Detail des Artikels anstelle der Kommentare die Übersicht der Lagerstände der Ersatztypen angezeigt.

Können die Artikeltexte übersteuert werden?

Wenn der Mandantenparameter ARTIKELLANGTEXTE_UEBERSTEUERBAR aktiviert ist (=1), so kann im jeweiligen Modul (Angebot-Bestellung) bei klick auf Änderung der Ident spezifischen Texteingabe der Artikelkommentar des jeweiligen Modules in die Texteingabe kopiert werden. Dadurch dass es nur eine Kopie ist, können hier die gewünschten Änderungen vorgenommen werden. Bitte beachten Sie, dass hier die Regel so definiert wurde: Ist der in der Position erfasste Texte leer, also auch keine Leerzeichen, so wird der Text aus dem Artikelkommentar angedruckt. Ist ein Text definiert, so wird der an dieser Position eingegebene Text gedruckt. Das bedeutet auch, wenn Sie versehentlich Text eingegeben haben, der da eigentlich nicht sein sollte, so löschen Sie die gesamte Eingabe einfach heraus. Umgekehrt, wenn der Artikeltext nicht gedruckt werden sollte, so muss zumindest ein Leerzeichen eingegeben werden.

Bilder für den Ausdruck hinterlegen?

Der Ausdruck von Bildern wird in Kieselstein ERP für die Standard Bildformate wie jif, jpeg, png, tiff unterstützt. Haken Sie dazu wie unten beschrieben die entsprechenden Mitzudrucken bei an. Denken Sie daran, dass die Bilder von der Idee her kleine Abbildungen des Produktes sein sollten um Ihren Kunden / Lieferanten entsprechend zu informieren. Lediglich für die Fertigung sind auch Zeichnungen angedacht. Bilder können nur bei der Einstellung “Mitzudrucken bei” hinterlegt werden. Wenn von einem Bild die Breite größer als die Höhe ist, dann wird dies um 90 Grad gedreht. Wird Default-Bild mit angehakt, so wird dieses Bild in der Detailansicht des Artikels ebenfalls angezeigt. Es kann bei Bildern ein Kommentar hinterlegt werden. Dieser Artikelkommentar wird in der Auswahlliste der Kommentare angezeigt, sodass man den Bildinhalt auch textlich beschreiben kann.

Wozu unterschiedliche Artikelkommentararten?

Mit den unterschiedlichen Kommentararten, diese können im Artikel unter Grunddaten, Kommentarart definiert werden, haben Sie die Möglichkeit spezifische Kommentare für den Artikel zu hinterlegen. Denken Sie hier z.B. an einen Handelsartikel. Hier muss einmal eine schöne Beschreibung für den Verkauf gemacht werden, welche den Kundennutzen in den schönsten Farben schildert. Dann muss eine Beschreibung für den Lieferanten erstellt werden. Diese muss den Artikel exakt spezifizieren, sollte aber z.B. dem Lieferanten nicht unbedingt den Kundennutzen transparent darlegen. Dann ist noch eine Beschreibung für die Wareneingangsprüfung zu erstellen. Dies hat bestimmte Messverfahren durchzuführen, Messwerte zu überprüfen usw.. D.h. wenn Sie entsprechende Artikelkommentararten definiert haben, können Sie diese Daten komfortabel in den Artikelstamm einpflegen und von Kieselstein ERP werden diese Daten entsprechen bei den definierten Papieren automatisch mitgedruckt. Die selbe Vorgehensweise ist bei den Hinweisen gegeben.

Kann auch direkt aus der Zwischenablage einkopiert werden?

Ja. Wählen Sie dazu erst die Art des Kommentars, z.B. png, gif oder jpeg und klicken Sie dann auf dem Knopf aus Zwischenablage übernehmen neben der Dateiauswahl. Damit wird der grafische Inhalt der Zwischenablage direkt eingefügt.

Können Dateien einfach in den Kommentar reingezogen werden?

Ja. Klicken Sie im Reiter Kommentar einfach auf Neu und ziehen Sie eine Datei mit den Endungen GIF, JPG, JPEG, TIFF, PNG, PDF direkt auf das Dialogfenster und lassen Sie die Datei dort fallen. Von Kieselstein ERP wird anhand der Endung der Typ erkannt und im Vorschaufenster dargestellt. Definieren Sie nun noch die Kommentarart und wo der Kommentar mitgedruckt / angezeigt werden sollte.

Warenverkehrsnummern?

Warenverkehrsnummern können im Artikel unter Sonstiges hinterlegt werden.

Wenn beim Klick auf keine Warenverkehrsnummern angezeigt werden, so wurden die Warenverkehrsnummern, welche von den Statistischen Zentralämtern zur Verfügung gestellt werden, noch nicht importiert. Siehe dazu bitte Intrastatmeldung. Es steht jedoch trotzdem die Möglichkeit zur Verfügung, die Warenverkehrsnummer bei jedem Artikel einzugeben. Diese werden, da nicht in der Warenverkehrsnummerntabelle enthalten, in Rot angezeigt. Sie werden jedoch trotzdem mitgedruckt.

ECCN?

Die Export Control Classification Number für Exportgüter für US-amerikanischen Ursprungs kann im Artikel Reiter Sonstiges über der Warenverkehrsnummer erfasst werden. 

Pflegefunktionen im Artikel

Siehe bitte.

Verschnittbasis / Verschnittfaktor ?

Im Artikel können unter Bestelldaten Verschnittbasis und Verschnittfaktor [%] definiert werden. Der Verschnittfaktor in % definiert um welchen Prozentsatz die Menge der Stücklistenposition bei der Überleitung der Stückliste in den Fertigungsauftrag erhöht werden soll. Die Verschnittbasis löst das Stangenproblem. Das bedeutet: Wenn in der Verschnittbasis die Länge des Stangenmaterials eingetragen wird, so wird davon ausgegangen, dass für die Überleitung der Stückliste in einen Fertigungsauftrag auf diese Länge Rücksicht genommen werden muss. Es wird die Menge so umgerechnet, dass um so viel mehr Stangen (Material) bestellt werden, dass ausreichend ganze Stangen vorhanden sind.

Ein Beispiel: Sie benötigen für eine Stücklistenposition ein Material mit 3,1m Länge. Es ist nur Stangenmaterial mit 6m verfügbar. D.h. die Verschnittbasis des Artikels ist auf 6m eingestellt. Es wird nun ein Los mit 50Stk aufgelegt. 50 x 3,1 m = 155m würden ohne Verschnittbasis für dieses Los reserviert werden. Aufgrund der Verschnittbasis werden aber 50 x 6m = 300m reserviert. Ein weiteres Beispiel: Materiallänge 1,6m, Stangenmaterial 6m, Losgröße 50Stk 50 x 1,6 m = 80m Aus einer 6m Stange gewinnen Sie 3,75 Stk, also 3Stk. Das ergibt, dass 17 x 6m = 102m eingekauft werden müssen.

Das bedeutet die Logik reserviert so viel, wie ganze Stangen aus dem Material zur Verschnittbasis gewonnen werden können.

Stangen und Tafel Bedarf berechnen

Alternativ zur Verschnittbasis gibt es auch die Möglichkeit die Berechnung anhand der im Reiter Technik definierten Abmessungen vorzunehmen. Stellen Sie dazu den Mandantenparameter VERSCHNITT_NACH_ABMESSUNG auf 1. Es bedeutet dies, dass für die Berechnung der tatsächlich benötigten Mengen auch die Dimension der Mengeneinheit des Artikel und die Abmessungen der Stücklistenposition berücksichtigt werden. Bitte beachten Sie, dass bei mehreren Positionen, die den gleichen Artikel verwenden, der Verbrauch pro Position errechnet wird. Bei der Berechnung der benötigten Menge wird bei zweidimensionalen Artikel versucht zu ermitteln wieviele Stück man aus einer ganzen Tafeln gewinnen kann. Diese Stückzahl pro Tafel wird dann für die Berechnung der benötigten ganzen Tafeln herangezogen und so die tatsächlich benötigte Menge errechnet. Es wird dabei versucht welche Variante (horizontal oder vertikal, also Drehen um 90°) eine größere Stückzahl ermöglich. Die jeweils größere Stückzahl wird herangezogen.

Hinweis: Ist ein einpassen der benötigten Tafeln in die Abmessungen des Artikels nicht möglich, so wird angenommen, dass in der Fertigung der Artikel zusammengestückelt wird und man somit eine entsprechend größere Tafel erhält. In diesem Falle gehen dann die größeren Bedarfe in die Mengenberechnungen ein.

[Bitte beachten Sie dazu auch](../Bestellung/index.htm#Dimensionen / Zuschnitt bestellen0).

Restmengenverwaltung

Auch dieses Thema ist für viele Metallverarbeiter sehr wichtig. Im Endeffekt bedeutet es, dass z.B. bei der Verarbeitung von Stangenmaterial immer wieder Reststücke anfallen, die zwar für den aktuellen Auftrag nicht verwendet werden können, aber auch nicht als Ausschuss betrachten werden dürfen. Selbstverständlich ist dieses Thema bei Flächen (Blechtafeln) entsprechend komplex. Aktuell sind dafür folgende Lösungsansätze bekannt: a.) Eine grafische Resteverwaltung in denen auch die Konturen des Restes hinterlegt sind und so der Anwender auswählen kann, welchen Rest einer bestimmten Tafel er für das jeweilige Los verwendet. Eine Lösung dieser Art ist z.B. in ProFirst oder in [TrumpfFab]Linktext bzw. TrumpfBoost enthalten, zu denen von Seiten Kieselstein ERP eine bidirektionale Schnittstelle gegeben ist. b.) Eine vereinfachte Variante, die von der Überlegung ausgeht, dass der in Kieselstein ERP bei den verschiedenen Bestellvorschlagsberechnungen verwendete Lagerstand immer ein sicherer Lagerstand ist. D.h. schlimmstenfalls kauft man eine Stange Stahl zu viel und vermeidet damit teure Produktionsstillstände. Dieser Ansatz ist in Ihrem Kieselstein ERP, in Verbindung mit der Mehrlagerverwaltung abgebildet. Es sind dafür folgende Einstellungen vorzunehmen:

  • Definieren Sie ein Reste Lager. Dieses darf in den beiden Bestellvorschlägen NICHT berücksichtigt werden
  • Hinterlegen Sie dieses Lager im Parameter RESTMENGEN_LAGER
  • Bei den Artikeln, bei denen die Reste in das Restelager gebucht werden sollten, definieren Sie die Verschnittbasis
  • Zusätzlich empfiehlt sich, dass der Parameter ABLIEFERUNGSPREIS_IST_DURCHSCHNITTSPREIS aktiviert wird um über alle Losablieferungen vor allem nach der Erledigung des Loses einen Ablieferpreis zu erhalten, der auch die zurückgegebene Restmenge berücksichtigt.

Diese Einstellung bewirkt nun, dass

  • bei der Materialentnahme die Verschnittbasis als Grundlage für die Bedarfsberechnung herangezogen wird und somit z.B. immer ganze Stangen entnommen werden.
  • bei der letzten Ablieferbuchung, genauer der Erledigung des Loses, werden die Restmengen errechnet und als nachträgliche negative Materialentnahme auf das RESTMENGEN_LAGER gebucht. Somit wird das Los vom Wert her entlastet und zugleich “stimmt” der Lagerstand des Hauptlagers, also des Lagers, welches als Basis für die Bestellvorschläge verwendet wird.

Ergibt sich nun der Fall, dass Sie Material aus dem Restelager für ein Los verwenden möchten, so buchen Sie, selbstverständlich nach entsprechender Prüfung, die benötigte Menge per Nachträglicher Materialentnahme vom Restmengenlager direkt in das Los.

Verschnittmenge

Mit der Verschnittmenge definieren Sie den zusätzlichen Verbrauch zum Start jeder Produktion für dieses Material. Sie können dies auch mit der sogenannten Rüstmenge in der Stücklistenposition vergleichen. Hier wird es jedoch am Artikel definiert. Ein Beispiel aus der Elektronik-Fertigung: Der SMD Automat benötigt um seine Feeder richtig einzustellen meist an die 50Stk (von den billigen Bauteilen). D.h. bei jedem Los, welches gestartet wird, werden 50Stk weggeworfen. D.h. Sie definieren für diese Bauteile eine Verschnittmenge von 50Stk.

Wo kann eine Überproduktion bzw. Ausschuss definiert werden ? 

Bei der Produktion muss ein gewisser Faktor von Ausschuss berücksichtig werden um die vom Kunden bestellte Menge fertigen und im weiteren Verlauf die Stückzahl liefern zu können. Somit muss die bestellte Menge um einen Faktor erhöht werden. Diese Überproduktion definieren Sie im Modul Artikel, oberer Reiter Bestelldaten. Der hier eingegebene Faktor wirkt bei der Überleitung bei der Berechnung der Mengen in der internen Bestellung. Hier wird die Losgröße um den eingegebenen Faktor erhöht. 

Wozu dient die Referenznummer im Artikel Detail?

Damit können Sie eine zweite / alternative Artikelnummer für den Artikel vergeben. Nach dieser Artikelnummer kann in der Artikelauswahl ebenfalls gesucht werden. Manche Anwender übersetzen die Referenznummer auf Zeichnungsnummer und haben So ein eindeutiges Feld für diese wichtige Nummer und haben damit zusätzlich die Verwaltung nach Zeichnungsnummern gewonnen. 

Hinweis: Die Referenznummer muss nicht eindeutig sein. D.h. es kann durchaus die gleiche Referenznummer für verschiedene Artikel vergeben werden.

Artikel Status / Sperren für bestimmte Bereiche?

Unter dem oberen Modulreiter Sperren können Sperren für verschiedene Bereiche für diesen Artikel angegeben werden. Definieren Sie vorher unter Grunddaten, Sperren die in Ihrem Unternehmen benötigten Artikelsperren. Mit Einkauf, Verkauf, Fertigung und Stückliste können Sie die Sperren für den jeweiligen Bereich definieren. Zusätzlich steht die Sperre Allgemein für die Sperre des Artikels in allen Bereichen zur Verfügung. Beachten Sie die Verbindung mit den definierten Ersatztypen. Ist bei einem Artikel eine Sperre hinterlegt, so erscheint bei der Übernahme des Artikels in einem Modul des jeweiligen Bereiches der Hinweis, dass dieser Artikel gesperrt ist. In der Artikelauswahlliste wird die Sperre durch das gewählte Icon (16x16Pixel) oder wenn kein Icon definiert ist, durch angezeigt. Wird Sperre durch Fertigung angehakt, so bedeutet dies, dass diese Sperre beim Scann des Los-Sperr-Codes an der HTML BDE Station gesetzt wird.

Um nun bei neuen Artikeln automatisch eine Sperre setzen zu können, kann default bei Artikelanlage angehakt werden. Dies bedeutet, dass automatisch, wenn ein neuer Artikel angelegt wird, diese Sperre(n) für den neu angelegten Artikel gesetzt werden. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass neue Artikel z.B. von der Technik definiert werden, bevor sie aber verwendet werden dürfen, müssen diese auch noch einen entsprechenden Freigabeprozess durchlaufen.

können auch andere Sperrsymbole definiert werden?

Ja. Sie finden auf Ihrer Kieselstein ERP Installations-CD ein Verzeichnis AddOns\Icons in diesem sind einige 16x16 Icons für diesen Zweck angeführt. Beachten Sie bitte, dass diese ausschließlich für Ihre Kieselstein ERP Installation verwendet werden dürfen.

Ordnen Sie ein gewünschtes ICON durch Klick auf Datei und die entsprechende Auswahl dem jeweiligen Sperrstatus zu. Damit wird in der Auswahlliste dieses Symbol für die Sperre angezeigt.

Ersatzartikel

Unter Sonstiges kann für jeden Artikel auch ein Ersatzartikel definiert werden. Je nach Sperr-Status des Artikels wirkt dies in unterschiedlicher Weise: a.) Der Artikel ist nicht allgemein gesperrt: Das bedeutet dies ist nur eine Information, welche weiteren Artikel anstelle dieses verwendet werden könnten. b.) Der Artikel ist allgemein gesperrt. Das bedeutet, dass anstelle dieses Artikels der definierte Ersatzartikel verwendet werden sollte.

Wird ein gesperrter Artikel verwendet, so beantworten Sie bitte die nachfolgende Frage entsprechend. Hinweis: Damit der Hinweis des Ersatzartikels erscheint, muss eine zum Modul passende Sperre definiert sein. Beachten Sie bitte den Unterschied zu den Ersatztypen auf der Stücklistenposition.

Ersatztypen

Gerade in der Elektronikbranche hat man oft die Herausforderung dass die Komponenten / Bauteile herstellerspezifisch verwendet werden müssen. Siehe dazu auch. Nun kann im Reiter Ersatztypen die Zuordnung für den Vorschlag entsprechend hergestellt werden. Andererseits ist es oft hilfreich, wenn man gleich bei der Artikelauswahl sieht welche Lagerstände und Verfügbarkeiten denn auch bei den anderen Ersatztypen gegeben sind. Diese Übersicht finden Sie im Reiter Detail des Artikels. D.h. ausgehend von der Annahme, dass alle gleichen Artikel, welche sich nur durch die Herstellerkennung unterscheiden, die gleiche Artikelnummer haben, werden hier alle Hersteller dieses Artikels angezeigt mit den Herstellerkurzzeichen, dem aktuellen Lagerstand und der freien Verfügbarkeit. So könnte die verkürzte Ansicht im sächlichen Hauptartikel z.B. wie folgt aussehen: D.h. für diesen SMD Kerko sehen Sie im unten angeführten Informationsfenster links die Herstellerkurznummer, daneben den Lagerstand und rechts die freie Verfügbarkeit.

Statistik der Artikel, Wo sehe ich die Bewegungen am Artikel

Es stehen dafür zwei verschiedene Journale zur Verfügung a.) Artikelstatistik. Diese finden Sie unter Info, Statistik. Sie beinhaltet eine chronologische Auflistung der Artikelbewegungen, wobei sie so gestaltet ist, dass die jüngsten Buchungen zuerst kommen. Bitte beachten Sie bei der Artikelstatistik insbesondere folgende Einstellungen:

Einstellung Angehakt nicht angehakt
Eingeschränkt Es werden nur maximal 50 Datensätze angezeigt Es werden alle Datensätze laut den anderen Kriterien angezeigt
Handlagerbewegung berücksichtigen Es werden auch die Buchungen der Handlagerbewegungen angezeigt Die Buchungen der Handlagerbewegungen, z.B. manuelle Zubuchungen während der Systemeinführung, werden nicht angezeigt.
Mit Bewegungsvorschau Zusätzlich zu den Vergangenheitsdaten der Artikelstatistik werden auch die Zukunftsdaten anhand der Bewegungsvorschau angezeigt. D.h. es werden dann auch alle geplante Zu- und Abgänge dargestellt. Es werden nur die Statistikdaten angezeigt.
Buchungsdetails Es werden auch die Details, also die historischen Daten zu den Buchungen angezeigt.Siehe bitte unten.  
mit Vorgängern Es werden, ausgehend vom ausgewählten Artikel die Daten der Artikel angezeigt, bei denen der ausgewählte Artikel als Ersatzartikel (siehe Sonstiges) eingetragen ist. Die Verkettung mit dem Vorgänger wird bis an den Ursprung durchlaufen. Damit haben Sie über mehrere Versionen eine Gesamtübersicht.  

b.) Das Warenbewegungsjournal. Dieses finden Sie unter Info, Warenbewegungsjournal

Aus dem Warenbewegungsjournal sind die aufgrund der Fifo bzw. Chargen bzw. Seriennummern Buchungszusammenhänge zwischen Zugangs- und Abgangsbuchungen ersichtlich. Das bedeutet: Wurden Ihre Artikel auch tatsächlich nach dem Fifo Prinzip vom Lager entnommen, so sehen Sie hier eine eindeutige Verknüpfung der Zu- und Abgänge. Aus dieser Liste sind auch die Verbrauchsbuchungen jedes Warenzugangs ersichtlich. D.h. sollte eine Warenzugangsbuchung verändert werden, dies ist aber im ersten Versuch nicht möglich, so liegt es meist daran, dass die Zubuchung schon verbraucht wurde. Die Ursache kann aus dem Warenbewegungsjournal herausgelesen werden.

Zählt man die seit der Inventur gebuchten Mengen zusammen, stimmen diese nicht mit dem Lagerstand überein!?

Diese Situation ergibt sich der System bedingten Eigenheit, dass Lagerkorrekturen “zurückgegeben” werden. Die Lagerbuchungen also so sein müssen, als wenn sie nie stattgefunden hätten. Ein klassisches Beispiel dazu ist:

  1. am 10.12. werden 2Stk in ein Los gebucht

  2. am 22.12. wird ein Lagerstand von 1Stk gebucht und als Inventur eingetragen

  3. am 23.12. wird die auf das Los entnommene Menge auf 1Stk reduziert. Bei dieser Reduktion wird die Entnahmebuchung so eingestellt, als wenn am 10.12. bereits nur ein Stück entnommen worden wäre.

Der Hintergrund ist, dass wenn dieses eine Stück in einem anderen Los verbaut würde und Sie danach die Einstandspreise der Bestellung ändern, so muss sich diese Änderung selbstverständlich bis in das Los auswirken. Würden wir dies nicht so machen, so würden die Korrekturen der Einstandspreise nicht durchgreifen. Siehe dazu bitte auch unsere Empfehlungen zur Durchführung der Inventur.

Um nun diese Zusammenhänge darzustellen, nutzen Sie bitte den Haken bei Buchungsdetails. Hier werden die zusammengehörigen Artikel in ihren Buchungsgruppen dargestellt, wodurch die eigentliche Ursache ersichtlich ist.

So ist aus dieser Darstellung ersichtlich, dass die eigentliche Entnahme am 10.3. VOR der Inventur vom 31.3. stattgefunden hat und diese am 19.7. korrigiert wurde.

Ermittlung der Gestehungspreise bei “nicht lagerbewirtschaftet”

Gerade bei nicht lagerbewirtschafteten Artikeln ist es je nach Unternehmensausrichtung manchmal erforderlich, dass diese Artikel trotzdem Gestehungspreise haben.

Siehe dazu auch Parameter GESTPREISBERECHNUNG_HAUPTLAGER. Wenn dieser auf Ja (=1) gestellt ist, so wird für die Berechnung nur der Lagerwert des Hauptlagers herangezogen, wenn der Artikel lagerbewirtschaftet ist. Ist der Artikel NICHT lagerbewirtschaftet, so wird der Gestehungspreis des Lagers KeinLager verwendet.

Hinweis:

Nur wenn der Artikel nicht lagerbewirtschaftet ist, steht Ihnen bei der Auswahl des Lagers im oberen Modulreiter Lager, auch das KeinLager zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass bei nicht lagerbewirtschafteten Artikeln der jeweilige Gestehungspreis nur von diesem Lager genommen wird.

Ist der Parameter GESTPREISBERECHNUNG_HAUPTLAGER auf Nein (=0) gestellt, so wird der Gestehungspreis für allgemeine Betrachtungen immer aus dem Durchschnittspreis aller Läger berechnet. Ist hier der Artikel nicht Lagerbewirtschaftet, so ergibt sich aufgrund dieser Durchschnittsberechnung immer ein Gestehungspreis von 0 (Null).

Anzeige der Artikelauswahlliste

Die Darstellung der Artikelauswahlliste kann über folgende Parameter definiert werden.

Parameter Beschreibung
VKPREIS_STATT_GESTPREIS_IN_AUSWAHLLISTE Bewirkt, dass anstelle des Gestehungspreises die Verkaufspreisbasis angezeigt wird.Zusätzlich ist für die Anzeige des jeweiligen Preises auch das entsprechende Recht erforderlich, also LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF bzw. LP_DARF_PREISE_SEHEN_VERKAUF
ABMESSUNGEN_STATT_ZUSATZBEZ_IN_AUSWAHLLISTE Wenn dieser Parameter aktiviert ist, so bedeutet dies, dass anstelle der Zusatzbezeichnungen die Abmessungen, siehe Reiter Technik, angezeigt werden.
ANZEIGEN_ARTIKELKLASSE_IN_AUSWAHLLISTE Wenn dieser Parameter aktiviert ist, so bedeutet dies, dass anstelle der Zusatzbezeichnungen die Artikelklassen angezeigt werden. (Wirkt nur, wenn der Parameter ABMESSUNGEN_STATT_ZUSATZBEZ_IN_AUSWAHLLISTE=0 und ANZEIGEN_ARTIKELGRUPPE_IN_AUSWAHLLISTE=0.)
ANZEIGEN_KURZBEZEICHNUNG_IN_AUSWAHLLISTE Wenn dieser Parameter aktiviert ist, so wird die Kurzbezeichnung in der Artikel-Auswahlliste angezeigt.
ANZEIGEN_LAGERPLATZ_IN_AUSWAHLLISTE Wenn dieser Parameter aktiviert ist, so wird der Lagerplatz in der Artikel-Auswahlliste angezeigt.
LIEF1INFO_IN_ARTIKELAUSWAHLLISTE Ist dieser Parameter aktiviert und besitzt der Benutzer das Recht LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF, so werden zwischen dem Gestehungspreis und dem Sperren-Icon drei zusätzliche Felder angezeigt.Kurzbezeichnung des bevorzugten LieferantenLief1Preis = Einkaufspreis des bevorzugten Lieferanten ohne Mengenstaffel und immer in MandantenwährungWBZ = Wiederbeschaffsungszeit des bevorzugten Lieferanten

Bei Änderungen dieser Parameter ist ein Neustart des Clients erforderlich.

Reservierungen, Lieferdauer, freigegebene / nicht freigegebene Aufträge bzw. Forecast

Artikel werden immer zum Termin der Auftragsposition reserviert. Die Definition für die Auftragsposition ist, analog zu den Bestellungen eintreffend in diesem Falle jedoch eintreffend bei Ihrem Kunden. D.h. für die Produktion / Anlieferung der Ware ist vom Auftragspositionsliefertermin die Lieferdauer abzuziehen. Für Aufträge werden immer die Reservierungen eingetragen. In den verschiedenen Auswertungen wird gegebenenfalls berücksichtigt ob ein Auftrag freigegeben ist oder nicht. So sehen Sie dies z.B. in der Bewegungsvorschau, dass neben den schon freigegebenen Auftragspositionen auch die noch nicht freigegebenen Auftragspositionen angeführt werden. ACHTUNG: Bei den CallOff-Tag bzw. Woche wird, wenn diese nicht freigegeben sind, auch keine Reservierung eingetragen. Somit scheinen nicht freigegebene CallOff auch in den Reservierungen und somit in der Bewegungsvorschau auf. Für die Berechnung des Abliefertermines wird die Lieferadresse des Forecast bzw. des Auftrags verwendet. Siehe dazu auch [Berechnung der Termine](../Fertigung/index.htm#Berechnung Termine).

Wo sehe ich die Artikel / Bauteile die vom Termin her kritisch sind?

[Siehe dazu bitte](../Fertigung/Planung_Auswertung.htm#Auslieferliste umfangreich).

Was bedeuten die Symbole in der rechten Spalte der Artikelauswahlliste?

In der rechtesten Spalte der Artikelauswahlliste werden Artikelsperren und [Reklamationen ](../Reklamation/index.htm#Reklamationen am Artikel) am Artikel angezeigt.

Ich würde gerne die Artikelgruppe bzw. die Artikelklasse als Pflichtfeld definieren?

Aktivieren Sie dafür den Parameter ARTIKELGRUPPE_IST_PFLICHTFELD bzw. ARTIKELKLASSE_IST_PFLICHTFELD. Damit wird erzwungen, dass bei der Bearbeitung im Modulartikel im Reiter Detail die Artikelgruppe bzw. die Artikelklasse definiert werden muss. Bitte beachten Sie auch, dass für die Verwendung der integrierten Kieselstein ERP Finanzbuchhaltung in der Regel die Artikelgruppe ein Pflichtfeld sein muss. [Siehe dazu auch.](#Externe Dokumente)

Ladenhüter

In der Auswertung der Ladenhüter werden jene Artikel gelistet, die im angegebenen Zeitraum keine Lagerbewegung hatten, bzw. die nicht länger als im angegebenen Zeitraum auf Lager liegen. In der Liste der Ladenhüter erhalten Sie den Lagerstand zum Ende-Zeitpunkt der Betrachtung und zum aktuellen Gestehungspreis.

Warum aktueller Gestehungspreis und nicht abgewerteter Preis ? Da es um die Lagerbewertung geht, muss man die tatsächlichen Kosten des Artikels kennen, sonst würden, bei entsprechender Abwertung, die teuren Artikel, wenn sie z.B. länger als ein Jahr liegen, Wertmäßig nicht mehr aufscheinen. Nur mit dem tatsächlichen Gestehungspreis kann entscheiden werden, was mit einem Ladenhüter gemacht werden soll. Z.B. an den Lieferanten zurückgeben, weiterverkaufen, oder an den auslösenden Kunden weiterverrechnen.

Was bedeuten die einzelnen Spalten in der Ladenhüterliste:

Kurzzeichen Beschreibung
AG Artikelgruppe
AK Artikelklasse
Artikelnr. Artikelnummer
Bezeichnung Bezeichnung des Artikels
1) Lagerstand zum Zeitpunkt des Ausdruckes
Lagerstand zum Datum Lagerstand zum Bis-Datum des Ladenhüterausdrucks. D.h. welcher Lagerstand war am Ende der Betrachtung des Ladenhüterstandes auf Lager. Im Vergleich zum heutigen Lagerstand ( siehe oben 1) )  sehen Sie ob das Material in der Zwischenzeit verbraucht wurde.
Gest.Preis Gestehungspreis zum Ausdruckzeitpunkt nicht abgewertet
Lagerwert Lagerwert zum Bis-Datum des Ladenhüterausdrucks
Fehlmenge aktuelle Fehlmenge für die Fertigung zum Zeitpunkt des Ausdruckes
Reserviert aktuelle Reservierungen zum Zeitpunkt des Ausdruckes
RahmenRes aktuelle Rahmenreservierungen zum Zeitpunkt des Ausdruckes
RahmenDet. aktuelle Rahmendetailbedarfe zum Zeitpunkt des Ausdruckes
freie Menge aus dem Lagerstand abzgl. Fehlmenge, Reserviert, Rahmenreserviert resultierende MengeDiese verbleibt nach Abarbeitung obiger (Fertigungs-) Aufträge noch auf Lager
Einstandspreis Preis aus der Warenzubuchung, meistens Wareneinstandspreis zzgl. ev. Transportkosten
freier Lagerwert freie Menge * Gestehungspreis
Art Enthält die Artikelart: S … Stückliste, H … Hilfsstückliste, Z … Arbeitszeitartikel
V Wird angedruckt, wenn dies ein versteckter Artikel ist
Lagerwert ohneStücklisten Sehr oft wird eine Trennung in reines Material und bereits (eigen-)gefertigte Ware benötigt. Im Lagerwert ohne Stücklisten sind nur die Artikel enthalten, welche nicht als Stückliste definiert sind.

Hinweis: In der Ladenhüterliste sind Artikel die nicht als Lagerbewirtschaftet gekennzeichnet sind, nicht enthalten.

Um festzulegen welche Lagerbewegungen für die Betrachtung als Ladenhüter von Bedeutung sind, stehen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, wobei von der Grundidee her nur Lagerentnahmen berücksichtigt werden.

Feld Beschreibung
Fertigung berücksichtigen Buchungen die von Lager auf Lose gingen werden für die Betrachtung ebenfalls berücksichtigt.
Zugänge aus Fertigung berücksichtigen Losablieferungsbuchungen werden, da die Produktion der Baugruppen bewusst veranlasst wurden, ebenfalls in der Form berücksichtigt, dass eine derartige Buchung keine Betrachtung als Ladenhüter veranlasst. Beachten Sie bitte, dass negative Lagerentnahmen z.B. aufgrund von negativen Sollmengen im Los hier nicht betrachtet werden, davon nicht betroffen sind. 
Handlagerbewegungen berücksichtigen Die Verbrauchsbuchungen der Handbuchungen werden berücksichtigt.
plus Versteckte Artikel die als Versteckt gekennzeichnet sind, werden ebenfalls mit ausgewertet.

Wichtig: Wenn Sie z.B. ein Fertigungsbetrieb sind, so ist die Betrachtung inkl. Fertigung berücksichtigen für Sie die richtige Einstellung. Das bedeutet, dass Lagerbewegungen von Lager an Fertigung als gültige Lagerbewegungen betrachtet werden. Somit werden, wenn Buchungen von Lager an Los im Betrachtungszeitraum waren, diese NICHT als Ladenhüter betrachtet. In analoger Weise wird bei Handlagerbewegungen berücksichtigen vorgegangen. Was bedeutet der angegebene Zeitraum ? Mit dem Zeitraum wird definiert für welchen Buchungszeitraum Sie die Ladenhüterbetrachtung durchführen. Also alle Artikel, nach den obigen Bedingungen, werden dann als Ladenhüter betrachtet, wenn es im Zeitraum KEINE Bewegung von Lager an Verkauf gegeben hat (nach den oben beschriebenen Festlegungen). In anderen Worten: Die Ladenhüter Auswertung ist heute den 22.6.2011 für den Zeitraum vom 1.1.-31.3. gültig. Eine Bewegung mit einem Belegdatum (z.B. Lieferscheindatum) vom 1.4. ist nach obiger Definition somit ebenfalls ein Ladenhüter. Es werden bei der Ladenhüterberechnung immer alle aktuell angelegten Artikel betrachtet.

Lagerwert zum Stichtag und offene Lieferscheine

Die Frage des Anwenders war genau: Welchen Einfluss haben noch nicht verrechnete Lieferscheine auf den Lagerwert. Die exakte Antwort lautet: Wird Ware mittels Lieferschein ausgeliefert, so wird die Ware dadurch vom Lager abgebucht. Daher verringert sich der Lagerwert entsprechend. Sind nun zu einem Stichtag, z.B. Monatsabgrenzung, noch nicht verrechnete Lieferscheine vorhanden, so müssen diese in einer Gesamtbetrachtung entsprechend berücksichtigt werden. Da es nun Lieferscheine gibt die zwar noch offen sind, aber nicht verrechnet werden können, kann dies in den Lieferscheinen unter Kondition angegeben werden und im Lieferscheinjournal für den Druck entsprechend ausgegeben werden.

Lagerwert zum Stichtag und offene Wareneingänge

Ähnlich wie oben können sich auch noch nicht geprüfte Wareneingänge auf den Lagerwert auswirken. Der Unterschied ist hier, dass bei der Warenzugangsbuchung immer der Bestellpreis, welcher der genaueste bekannte Preis ist, verwendet wird. Kommt es jedoch bei der Rechnungsprüfung zu entsprechenden Änderungen der Einstandspreise, z.B. wegen hoher Transportkosten, oder Bestellungen zu 0,- Preisen, so kann sich der Lagerwert zum Stichtag dadurch entsprechend ändern. Dies kann soweit gehen, dass ein Ausdruck zu einem früheren Zeitpunkt, an dem die Korrektur des Wareneinstandspreises noch nicht durchgeführt worden war, und der Ausdruck zum gleichen Stichtag, wo aber die Korrektur bereits eingebucht ist, unterschiedliche Lagerwerte ergeben.

Wie wird der Gestehungspreis für die Lagerstandsliste zum Stichtag errechnet?

Für die Ermittlung des Gestehungspreises zu einem bestimmten Stichtag wird der Gestehungspreis, der dem Stichtag (24:00) nachfolgenden Abbuchung, verwendet.

Hat nun ein Artikel vom letzten Abgang bis zum Zeitpunkt der Betrachtung zwar Warenzugänge, aber keine Abgänge, so können sich durch die verschiedenen Einstandspreise Änderungen am Gestehungspreis ergeben, welche sich im nachträglichen Ausdruck eines Lagerwertes zum Stichtag auswirken. Dies basiert auf der Logik, dass bei jedem Warenzugang der aktuelle Gestehungspreis neu berechnet wird. Das hat zur Folge, dass der Lagerwert, gerechnet über den aktuellen Gestehungspreis immer stimmt. Da der Gestehungspreis jedoch nur für die Warenentnahmebuchungen protokolliert wird, steht, unter obiger Situation, nur der aktuelle Gestehungspreis mit all seinen Änderungen für die Ermittlung zur Verfügung. Sind jetzt gravierende Änderungen durch Neueinkäufe im Gestehungspreis gegeben, wird sich dies auch auf die nachträglichen Betrachtungen auswirken.

Wir raten daher, Lagerstandslisten immer möglichst zeitnahe für den entsprechenden Stichtag auszudrucken und entsprechend aufzubewahren. Werden diese Listen später ausgedruckt, so kann es, wegen des oben beschriebenen Mechanismus zu Abweichungen kommen. Um die Aufbewahrung der Lagerstandslisten etwas zu erleichtern, werden diese in die automatische Dokumentenablage mit aufgenommen.

Hinweis:

Die Bewertung von Artikeln deren Gestehungspreis 0,00 ist hängt zusätzlich noch vom Parameter LAGERSTANDSLISTE_EKPREIS_WENN_GESTPREIS_NULL ab. Steht dieser auf 1, so bedeutet dies, dass wenn der Gestehungspreis 0,00 ist, wird anstatt dessen der Einkaufspreis des bevorzugten Lieferanten verwendet. Damit wird Ihre Lagerware gegebenenfalls eben zu Einkaufskonditionen bewertet.

Zentraler Artikelstamm

siehe Mehrmandanten

Bedeutung der einzelnen Informationsfelder im Artikeldetail:

Im Artikeldetail finden Sie, bei Darstellung in der Mandantensprache, folgende Informationsfelder. Diese Felder sind Verdichtungen von Daten und dienen dem schnellen Überblick, der Beschaffungssituation dieses einen Artikels.

Die Bedeutung der Felder im einzelnen ist:

Feld Bedeutung Detailinfos finden Sie unter:
Lagerstand Lagerstand aller Läger dieses Mandanten Modulreiter Lager
Reserviert Summe aller Reservierungen auf Aufträge und Lose Info, Reservierungsliste
Fehlmenge Summe der Fehlmengen für Lose Info, Fehlmengenliste
Verfügbar Lagerstand - Reserviert - Fehlmenge = Verfügbar Info, Bewegungsvorschau
Detailbedarf offener Rahmendetailbedarf. Siehe dazu Info, Rahmendetailbedarf
In Fertigung Erwartete Losablieferungen aufgrund offener Lose Fertigung, offene Lose dieses Artikels
Bestellt Summe aller offenen Bestellungen Info, Bestellt-Liste
Rahmenreserviert Offene Reservierungen für Rahmenaufträge Info, Rahmenreservierungen
Rahmenbestellt Offene Rahmenbestellungen Info, Rahmenbestellt-Liste

Unterschied: Rahmendetailbedarf und Rahmenreservierung.

In der Rahmenreservierung sind die einzelnen Artikel enthalten, welche direkt in einem Rahmenauftrag benötigt werden. Im Rahmendetailbedarf werden die Artikel angeführt, welche indirekt über die Stücklistenauflösung für den Rahmenauftrag benötigt werden.

Anzeige von offenen Rahmenmengen mit 0

[Siehe](../auftrag/index.htm#Anzeige von offenen Rahmenmengen mit 0).

Artikelgruppe / Artikelklasse

Die im Artikel Detail hinterlegbaren Filtermöglichkeiten Artikelgruppe bzw. Artikelklasse müssen vor der Verwendung in den Grunddaten des Artikels definiert werden. Vom Grundgedanken her werden diese beiden Filtermöglichkeiten gleich verwendet. Sie dienen vor allem in der Kunden-/Lieferanten- Umsatzstatistik dazu die verwendeten Artikel in die entsprechenden Kategorien zu unterteilen. Mit der Artikelgruppe werden zusätzlich noch die Erlöskonten für die Überleitung in die Finanzbuchhaltungsprogramme und eventuelle Sonderkonditionen für die Kunden definiert. Siehe dazu bitte.

Mit den Artikelgruppen/-klassen stehen auch sogenannte Vatergruppe/-klassen zur Verfügung. Diese dienen dazu Artikelgruppen wiederum in übergeordnete Gruppen zusammenzufassen. Um nun in der direkten Suche sowohl die Artikel der Vatergruppe als auch der Untergruppe(n) aufgelistet zu erhalten, empfiehlt es sich, in den Artikelgruppen des jeweiligen Hierarchiebaumes eine gleichlautende Bezeichnung zu verwenden. Am Beispiel von Musikinstrumenten:

Blasinstrument

Blechblasinstrument

Holzblasinstrument

Trommel

Marschtrommel

Basstrommel

Somit finden Sie bei der Eingabe im Direktfilter Artikelgruppe sowohl die Vatergruppe als auch die dazugehörenden Untergruppen.

Beachten Sie dazu auch die Auswertung der Artikelgruppen unter Journal im Modul Artikel. In diesem sehen Sie die verdichtete Darstellung der jeweiligen Vatergruppe, des Gesamtumsatzes der direkt und indirekt der Vatergruppe zugeordneten Artikel und darunter eingerückt den Umsatz der darunter liegenden Gruppe usw..

Bitte beachten Sie für die Art der Anzeige Artikelgruppen in der Artikelauswahlliste auch den Parameter ARTIKELGRUPPE_NUR_VATERGRUPPEN_ANZEIGEN. Hier hat sich die Einstellung 2, also hierarchische Darstellung sehr bewährt.

Bedeutung der Einstellungen in der Artikelgruppe

 

Für jede Artikelgruppe können verschiedene Einstellungen durchgeführt werden. Diese haben folgende Bedeutung:

Benennung Beschreibung
Kennung Die Basiskennung der Artikelgruppe
Bezeichnung Die Bezeichnung der Artikelgruppe in der Sprache des angemeldeten Clients
Vatergruppe Die übergeordnete Artikelgruppe dazu.Siehe oben.
Rückgabe Für diese Artikelgruppe wird im Verleihgeschäft auch die Rückgabe gebucht. Siehe dazu.
Konto Das Inlandserlöskonto für diese Artikelgruppe.Siehe dazu.
Zertifizierung Für diese Artikelgruppe muss der Lieferant zertifiziert sein.[Siehe dazu](#Zertifizierungspflichtige Artikel).
VK-Warnmeldung im LS unterdrücken Ist dies angehakt, so werden beim “Schreiben” des Lieferscheines keine Warnmeldungen ausgegeben, welche aus dem Thema der Verkaufspreisfindung kommen.
EK-Preis Aufschlag in % Ist Einzelpreis nicht angehakt und ist ein EK-Preisaufschlag definiert, so wird bei der Änderung, beim Neueintrag eines Einkaufspreises der Nettopreis, also Ihr echter Einkaufspreis, erhöht um den EK-Preis Aufschlag in die Verkaufspreisbasis übertragen.Ist Einzelpreis angehakt, wird anstatt dessen der Einzelpreis, der normalerweise dem Listenpreis entspricht um den EK-Preis Aufschlag erhöht in die VK-Preisbasis übernommen.
Einzelpreis Dieses logische Feld definiert wie sich der obige EK-Preis Aufschlag verhalten sollte.Siehe oben.
keine VK-Rabatte drucken Für die Artikel dieser Artikelgruppe werden, obwohl der Kunde auf Belegdruck mit Rabatt gestellt ist, keine Rabatte an die Belege übergeben.
Serien/Chargennummer hier kann die default Vorbelegung von Serien-/Chargennummer abhängig von der Artikelgruppe bei der Anlage neuer Artikel definiert werden.
Kostenstelle Dient der Vorbelegung der Kostenstelle bei der Auftragsschnellanlage, anhand der Artikelgruppe des Musterartikels
Kommentarartikel Ergänzend zu den Kommentaren des Artikels selbst, werden die Kommentare aus dem Kommentarartikel der Artikelgruppe gedruckt.D.h. es kann für alle Artikel einer Artikelgruppe eine gemeinsame Beschreibung geben oder z.B. ein Wareneingangshinweis.
Fremdfertigung Artikel dieser Artikelgruppen werden bei der vorab Fehlmengenbetrachtung nicht mit berücksichtigt. [Siehe dazu](../Fertigung/index.htm#Das kleine f).

Wozu soll ich nun die Artikelgruppe und wozu die Artikelklasse verwenden?

Die etwas trockene Antwort auf diese Frage ist, Artikelgruppe und Klasse dienen der horizontalen und der vertikalen Sortierung Ihrer Auswertungen. In anderen Worten: Man will einen Artikel z.B. eine Schraube einmal den Einkaufsteilen zuordnen und das andere Mal den mechanischen Teilen. Einmal will ich wissen welches Einkaufsvolumen man bei den Einkaufsteilen hatte und das andere Mal welchen Umsatz man mit mechanischen Teilen hatte. Das bedeutet ich ordne z.B. die Schraube der Artikelklasse mechanische Teile zu und ordne sie auch der Artikelgruppe Einkaufsteile zu. Nun kann ich z.B. in der Kundenumsatzstatistik auswerten, mit welchem Kunden ich welche Umsätze mit den mechanischen Teilen gemacht habe oder andererseits welche (Verkaufs-)Umsätze ich direkt mit Einkaufsteilen gemacht habe. Siehe dazu auch Kundenumsatzstatistik.

Ein anderes Beispiel, welches insbesondere bei einer guten Verbindung in die Finanzbuchhaltung wichtig ist, ist die Betrachtung der Artikel in Richtung Erlöskontenfindung und eben z.B. nach anderen Klassen. D.h. wenn Sie z.B. Dienstleistungen erbringen und auch Ware verkaufen, so müssen einerseits die Dienstleistungen auf das eine Sachkonto gebucht werden und die Warenlieferungen auf ein anderes Sachkonto (Details zur Buchhaltung siehe bitte dort). Nun gliedern sich Ihre Produkte aber auch z.B. nach Produktgruppen. In den Produktgruppen haben Sie wieder Dienstleistungen und Waren getrennt. Ich will / muss aber z.B. wissen, mit welchen Produktgruppen mache ich bei welchen Kunden welche Umsätze und Deckungsbeiträge. Auch hier ist die eine Auswertung horizontal und die andere vertikal, oder zwei verschiedene Filter für den gleichen Artikel.

Shopgruppe

Wird ihr Webshop durch Kieselstein ERP gespeist, bitte fordern Sie dazu gegebenenfalls die Beschreibung der Kieselstein ERP API für Webshops an, so ist oft die Situation gegeben, dass mehrere Webshops betrieben werden und dass nicht alle Artikel auf jedem Webshop angeboten / verkauft werden. Zur Definition was in welchem Webshop dargestellt werden sollte dient die Shopgruppe.

Definieren Sie zuerst in den Artikel Grunddaten Ihre Webshops.

Dann wählen Sie im Modul Artikel den unteren Modulreiter Shopgruppe und definieren eine neue Shopgruppe.

Geben Sie dieser einen für Sie sprechenden Namen.

Nun wählen Sie den Modulreiter Webshop und definieren für welche Webshops diese Shopgruppe angewandt werden soll.

Als nächsten Schritt definieren Sie die Artikel die in der jeweiligen Shopgruppe erscheinen sollten direkt in den Kopfdaten der Artikel.

Automatisch neue Artikelnummern generieren

Für die Erzeugung von Artikelnummern ist es oftmals praktisch diese von Kieselstein ERP erzeugen zu lassen. Durch Klick auf bei der Anlage neuer Artikel können Sie automatisch weitere neue Nummern erzeugen lassen. Damit diese neuen Artikelnummern trotzdem eine gewissen Struktur erhalten muss die jeweilige Basisnummer des gewünschten Nummernkreises angelegt werden. Sollten z.B. Ihre Artikel mit K10- beginnen und dann vierstellig weiterzählen, so muss die erste Artikelnummer mit K10-0001 manuell angelegt werden. Wenn nun eine weitere Artikelnummer im Nummernkreis K10 angelegt werden soll, so muss lediglich der Nummernkreis definiert werden. Klicken Sie danach auf den Knopf links der Artikelnummer (…) und Sie erhalten automatisch die nächst höhere Nummer mit K10-0002. Bitte beachten Sie dazu auch die definierten Längen der Artikelnummern. Diese werden im System, Parameter eingestellt (ARTIKEL_MAXIMALELAENGE_ARTIKELNUMMER, ARTIKEL_MINDESTLAENGE_ARTIKELNUMMER).

In dem Parameter STARTWERT_ARTIKELNUMMER kann ein Bereich eingegeben werden. Wenn man nun auf den Button Generiere Artikelnummer klickt und wenn die Artikelnummer leer ist, dann wird der Startwert aus dem Mandantenparameter STARTWERT_ARTIKELNUMMER verwendet und eingetragen .

Länge der Artikelnummer

Mit den Parametern .. kann die mindest-Stellenanzahl bzw. die maximale Stellenanzahl der Artikelnummer definiert werden. Bitte beachten Sie dass derzeit die Gesamtlänge der Artikelnummer auf 25Stellen begrenzt ist. D.h. bei Verwendung der Herstellerartikelnummer darf die Gesamtzahl der Artikelnummer 25 nicht überschreiten. Obiger Hinweis erscheint, wenn diese Bedingung nicht gegeben ist. Korrigieren Sie in diesem Falle die beiden Parameter (ARTIKEL_MAXIMALELAENGE_ARTIKELNUMMER und ARTIKEL_LAENGE_HERSTELLERBEZEICHNUNG), sodass der Gesamtwert 25 nicht überschreitet.

Import von Artikeldaten

Im Modul Artikel finden Sie unter Artikel, CSV-Import die Möglichkeit neue Artikel in den Artikelstamm zu importieren. Derzeit steht für den CSV Import von Artikeln folgende Felder im CSV Format zur Verfügung.

Artikelnummer; Bezeichnung; Kurzbezeichnung; Zusatzbezeichnung; Zusatzbezeichnung2; Artikelart; Mengeneinheit; Artikelgruppe; Artikelklasse; Referenznummer; MwSt-Satz; Verkaufspreisbasis; VK-Basis gültig ab; Fixpreis1; Rabattsatz1; Gültig ab1; Fixpreis2; Rabattsatz2; Gültig ab2; Fixpreis3; Rabattsatz3; Gültig ab3; [Revision; Index; Chargenbehaftet; Seriennummernbehaftet]

Das wichtigste Element ist die Artikelnummer. Ist ein Artikel dieser Nummer noch nicht vorhanden, so wird er angelegt. Ist er bereits vorhanden, so wird der Artikel derzeit nicht importiert.

Achten Sie bei der Erstellung der Daten für den Import auf folgendes:

Feldname Beschreibung
Artikelnummer Nur gültige Zeichen laut Parameter ARTIKELNUMMER_ZEICHENSATZ verwenden
Mengeneinheit Muss vorhanden sein (z.B. Stk). Am Einfachsten ermitteln Sie diese in dem Sie im Detail eines Artikels im Ändern die Mengeneinheiten aufklappen und den entsprechenden “Text” für die Bezeichnung der Mengeneinheit auswählen.
Artikelgruppe Muss angelegt sein, siehe Artikel, Grunddaten, Artikelgruppen, Kennung
Artikelklasse Muss angelegt sein, siehe Artikel, Grunddaten, Artikelklassen, Kennung
Artikelart Hier stehen Artikel oder Arbeitszeit zur Verfügung
MwSt-Satz Hier muss die Bezeichnung des Mehrwertsteuersatzes angegeben werden. Am Einfachsten ermitteln Sie diesen in dem Sie im Detail eines Artikels im Ändern die Mehrwertsteuersätze aufklappen und den entsprechenden “Text” für die Bezeichnung des Satzes auswählen.Hinweis: <leer> ist nur ein Platzhalter und keine gültige MwSt Bezeichnung. Bitte z.B. Allgemeine Waren verwenden.
Verkaufspreisbasis
VK-Basis gültig ab TT.MM.JJJJ
Fixpreis1 Fixpreis der Preisliste 1 in der aktuellen Anzeige unter Artikel, VK-Preis
Rabattsatz1
Gültig ab1 TT.MM.JJJJ
Fixpreis2 Fixpreis der Preisliste 2 in der aktuellen Anzeige
Rabattsatz2
Gültig ab2 TT.MM.JJJJ
Fixpreis3 Fixpreis der Preisliste 3 in der aktuellen Anzeige
Rabattsatz3
Gültig ab3 TT.MM.JJJJ
Revision Optional (wenn dann alle vier zusätzlichen Spalten)Revision des Artikels
Index Index des Artikels
Chargenbehaftet 0 … nicht Chargen geführt, 1 … Chargen geführt
Seriennummernbehaftet 0 … nicht Seriennummern geführt, 1 … Seriennummern geführt.
Wenn Seriennummern geführt, dann kann es nicht Chargen geführt sein.

Sind Fehler im Import vorhanden, so werden entsprechende Meldungen ausgegeben. Beheben Sie diese. Erst wenn keine Fehler mehr eingetragen sind, wird der Knopf für das Importieren freigeschaltet. 

Können die Artikel importiert werden, so wird “Keine Fehler gefunden” angezeigt und durch Klick auf den Importknopf wird der Import gestartet.

Erhalten Sie Fehlermeldungen wie:

so prüfen Sie bitte unbedingt die Feldtrenner. Diese müssen auf ; (Semikolon) gestellt sein.

Gibt es eine Alternative zum CSV Import der Artikeldaten?

Anstelle des CSV-Imports kann auch eine Datei im xls Format, welche z.B. im LibreOffice erstellt wurde, genutzt werden.

Folgende Felder können im XLS-File vorhanden sein, wobei zumindest die Artikelnummer vorhanden sein muss: (Alle Werte/Zahlen müssen auch als solche formatiert sein)

Artikelnummer    Artikelart    Kurzbezeichnung    Bezeichnung    Zusatzbezeichnung    Zusatzbezeichnung2    Referenznummer    Index    Revision    Hersteller    Mengeneinheit    UmrechnungsfaktorBestellmengeneinheit    Bestellmengeneinheit    Artikelklasse    Artikelgruppe    Verkaufspreisbasis    Artikellieferant    ArtikelnummerLieferant    ArtikelbezeichnungLieferant    EinkaufspreisLieferant    RabattLieferant    NettopreisLieferant    LagerplatzHauptlager    Breite    Hoehe    Tiefe    Gewicht    Materialgewicht    Material    LagerMindeststand    LagerSollstand

Fertigungssatzgroesse    Verschnittfaktor    Ueberproduktion    Mindestdeckungsbeitrag    Warenverkehrsnummer    Chargennummerngefuehrt    Seriennummerngefuehrt    Lagerbewirtschaftet Wiederbeschaffungszeit    Mindestbestellmenge    Verpackungseinheit    Standardmenge

Kommentarart    Kommentar    MitdruckenAngebot    MitdruckenAnfrage    MitdruckenStueckliste    MitdruckenAuftrag    MitdruckenBestellung    MitdruckenFertigung    MitdruckenLieferschein    MitdruckenWareneingang    MitdruckenRechnung    MitdruckenEingangsrechnung

Gestehungspreis

Achtung: der Gestehungspreis kann nur importiert werden, wenn der Lagerstand des Artikels aller Läger 0  ist.

Preiseinheit 

VK-Preis/EK-Preis + Gestehungspreis wird durch diese Preiseinheit dividiert

BreiteText RasterStehend RasterLiegend StromverbrauchTypisch StromverbrauchMaximal AufschlagBetrag AufschlagProzent Bauform Verpackungsart Hochsetzen Hochstellen Polarisiert AntistaticMassnahmen Reach Rohs Automotive Medical UL Farbcode ECCN

Mwstsatzbez    VerkaufsEAN     VerpackungsEAN    Verpackungsmenge

Die Anordnung der Spalten hat keinen Einfluss auf den Import. Eine Spalte die nicht definiert ist, bewirkt keine Änderung im Artikelmodul. Wenn der Inhalt einer Spalte leer ist, erfolgt kein Import, eventuell vorhandenen Daten werden nicht überschrieben.

Hinweis: Musterdateien dazu finden Sie neben dem Report-Root-Verzeichnis auf Ihrem Kieselstein ERP Server.

Zusatzinfo: Wenn im Importdialog der Haken bei bestehende Artikel überschreiben geändert wird, wird erneut eine Prüfung auf die erhaltenen Daten durchgeführt. Daher kann die Reaktion auf das setzen / löschen des Hakens je nach Menge der Daten etwas dauern.

Nach dem Import sehe ich teilweise komische Zeichen

Der Import muss im Format UTF 8 erfolgen. (Eigentlich spricht man hier von Kodierungen von denen es leider sehr viele gibt.) Wird der Import in anderen Formaten/Kodierungen durchgeführt, so kann es sein, dass im Client in der Auswahlliste dies richtig angezeigt wird aber unten in den Details wird ein Fragezeichen bzw. wird beim Druck ein Kästchen für unbekanntes angezeigt. Korrigieren Sie diese ungültige Zeichenkodierung mit einem Texteditor der diese Konvertierungen durchführen kann, z.B. Notepad++. Kieselstein ERP verwendet deshalb UTF8 um dies auf allen Plattformen richtig darstellen zu können.

Können Artikellieferanten importiert werden

Ja, siehe.

Wo sehe ich Renner und Penner, Hitliste, die meist verkauften Artikel?

Unter Journal, Hitliste finden Sie die entsprechende Auswertung. Damit steht Ihnen auch annähernd die sogenannte ABC Analyse der Artikel zur Verfügung. Siehe dazu auch Wikipedia. Hier wird wiederum die Parettoregel angewandt. A-Artikel sind jene die einen Wertanteil im Einkauf von 70-80% haben. B-Artikel einen von 15-20%, C-Artikel einen von 5-10%. Die XYZ Artikel, also die Unterscheidung auf Dauerartikel, Saisonartikel bzw. Sonderangebote ist in unserem Umfeld bei einer guten Stücklistenabdeckung nicht erforderlich, da die tatsächlichen Bedarfe sich aus den Kundenaufträgen und der daran angehängten Stücklistenauflösung in den Fertigungsaufträgen (Lose) ergeben. Das Ziel einer guten Fertigungssteuerung muss sein, bei relativ niedrigem Lagerstand eine optimale Verfügbarkeit der Produkte zu erreichen.

Verbrauchsanalyse, ABC Artikel

Für eine qualifizierte Steuerung des Einkaufes wird auch gerne eine ABC Analyse auf den Wareneinsatz herangezogen.
Mit einer Formularvariante der Hitliste (Artikel, Journal, Hitliste), die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen, sehe Sie Ihre Artikel nach der Pareto-Regel sortiert und in ABC Gruppen untergliedert.
Zusätzlich werden offene Bestellmengen, offene Reservierungen und offene Fehlmengen mit angeführt, sowie die Reichweiten des Lagerstandes und der offenen Bestellungen. Damit sehen Sie, ob Ihr Einkauf das Material / das Lager im Griff hat. Siehe

Zusammengehörige Artikel

Dieses Zusatzfunktionsberechtigung ist eine reine Sicherheitsfunktion um zu erreichen, dass die richtigen Artikelkombinationen in den Aufträgen zusammengestellt werden. Diese wird nicht weiter unterstützt.

Wieviel Tonnen Stahl wurden dieses Jahr verarbeitet?

Diese Fragen werden gerne zum Jahresende gestellt. D.h. diese Auswertung finden Sie, unter der Voraussetzung, dass bei den Artikel die Bestellmengeneinheitsübersetzung von z.B. m(Meter) auf kg hinterlegt ist, ebenfalls in der Hitliste. Dafür muss diese nach Artikelgruppe sortiert sein. Am Ende jeder Artikelgruppe werden auch die Gesamt-Gewichtsmengen angedruckt.

Wo finde ich die Auswertung nach Artikelgruppen?

Unter Journal, Artikelgruppe finden Sie die entsprechende Auswertung.

Hier werden die Artikel gruppiert nach Vatergruppe und Untergruppen dargestellt. In der übergeordneten Vatergruppe sind jeweils die Umsätze der enthaltenen Untergruppen mit enthalten.

In der Artikelgruppe unbekannt sind diejenigen Artikel enthalten, welche keiner Artikelgruppe zugeordnet sind.

In der Statistik, in der Hitliste werden Einstands Gestehungspreise mit 0,00 ausgewiesen, wo kann ich das ändern ?

Die Einstandspreise und daraus die Gestehungspreise werden bei der jeweiligen Zugangsbuchung eingetragen. Um Einstandspreise gezielt zu korrigieren, muss die verursachende Buchung gefunden werden. Dies geht am Einfachsten über die Artikelstatistik. D.h. auswählen des Artikels und Info Statistik. Gegebenenfalls ist der Zeitraum entsprechend einzustellen. Nachdem Sie die auslösende Buchung herausgefunden haben, wechseln Sie bitte in das entsprechende Modul und korrigieren Sie die Preise entsprechend. Z.B. Bestellung, Wareneingang, Wareneingangsposition. Hier kann es unter Umständen erforderlich sein, erledigte Wareneingänge wieder zurückzunehmen. Eventuell sind auch entsprechende Berechtigungen usw. erforderlich.

Wie kann der Preis einer Handbuchung geändert werden.

Auch eine Handbuchung kann nachträglich geändert werden. Wählen Sie im Artikel den unteren Modulreiter Handlagerbewegungen und wählen Sie die zu korrigierende Handbuchung aus. Verwenden Sie dafür die Direktfilter. Nun Klicken Sie auf Ändern und korrigieren Sie den Preis wie gewünscht.

ACHTUNG:

Dadurch können auch Lagerwerte zu Stichtagen, Werte von Halbfertigfabrikatsinventuren usw. verändert werden.

Bei der Handlagerbewegung wird immer das falsche Lager vorgeschlagen

Das für die Handlagerbewegung vorgeschlagene Lager wird in den System-Parameter unter DEFAULT_LAGER definiert. Hinweis: Es ist hier die ID des Lagers einzutragen. Diese teilt ihnen ihr Kieselstein ERP Betreuer gerne mit.

Wieso werden bei der Handlagerbewegung bei der Lagerauswahl nur wenige / keine Läger angezeigt?

Da man bei der Handlagerbuchung bei der Abbuchung vom Lager oft auch die Lagerstände des Artikels am Lager erkennen will, werden bei der Lagerabbuchung als auch bei der Umbuchung bei Von Lager nur diejenigen Läger angezeigt, die auch einen Lagerstand haben. Es wird hier jedes Lager mit dem entsprechenden Lagerstand angezeigt.

Kann die Lager-Bewegung der Handlagerbewegung vordefiniert werden?

Ja. Stellen Sie bitte den Parameter DEFAULT_HANDBUCHUNGSART entsprechend ein.

Journale die zusammenstimmen.

Manchmal stellt sich die Frage, ob bestimmte Journale nicht zusammenstimmen / die gleichen Ergebnisse liefern sollten. Wir haben hier einige Journale ausgewählt, die für diese Betrachtung oft herangezogen werden und deren Unterschiede beschrieben:

a.) Verkauf

Journal Beschreibung
Hitliste Die Hitliste liefert nur Artikelumsätze zum Belegdatum. Daraus können sich zwei Unterschiede ergeben:a.) zum Rechnungsjournal: es kann hier Abweichungen aufgrund des Lieferschein / Rechnungsdatum geben (LS wurde vor dem Betrachtungszeitraum erstellt)b.) In der Hitliste fehlen generell die HandeingabenHinweis: Gutschriften (Wert- und Menge) werden in der Hitliste berücksichtigt.
Warenausgangsjournal Beinhaltet Rechnungspositionen und noch nicht verrechnete Lieferscheinpositionen. Der Betrachtungszeitraum ist immer das Belegdatum.
Kundenumsatzstatistik Bezieht sich auf das Datum der Rechnung / Gutschrift und ist ohne den Lieferschein-Positionen die (noch) nicht verrechnet wurden.
Rechnungsjournal Ebenfalls nach Belegdatum der Rechnung und beinhaltet auf Wunsch auch die Gutschriften.

b.) Einkauf

Journal Beschreibung
LieferantenumsatzstatistiknachWareneingangsposition Liefert die Umsätze aus den Wareneingängen auf Basis des Wareneingangsdatums und des Einstandspreises.Im Einstandspreis sind auch die Fixkosten bzw. Transportkosten anteilsmäßig enthalten.
Wareneingangsjournal Beinhaltet die Wareneingänge zur Basis des Wareneingangsdatums und des Einstandspreises.
LieferantenumsatzstatistiknachEingangsrechnung Liefert die Umsätze aus den Eingangsrechnungen auf Basis der Nettowerte der Eingangsrechnungen und zum Eingangsrechnungsdatum
Eingangsrechnungsjournal Ebenfalls nach Eingangsrechnungsdatum der Eingangsrechnung.

Alle Journale liefern die Umsätze in Mandantenwährung.

Manchmal stellt sich die Frage, ob / warum bestimmte Journale nicht zusammenstimmen / nicht die gleichen Ergebnisse liefern

Sehe ich auch wo welche Artikel verwendet werden?

In welchen Stücklisten welche Artikel verwendet werden sehen Sie im Artikel unter Info, Verwendungsnachweis. Hier werden alle Stücklisten und deren Mengen aufgeführt, in denen der gewählte Artikel vorkommt.

Zusätzlich werden hier neben den verschiedenen Stücklistenarten auch die Angebotsstücklisten mit angeführt. Hier wird unter Stückliste die Angebotsstücklistennummer (AS 09/1234567) angeführt.

Als zusätzliche Information kann der Verbrauch der jeweiligen Stückliste eines bestimmten Zeitraums mit ausgegeben werden. Haken Sie dazu an und geben Sie den gewünschten Zeitraum an.

Im Verwendungsnachweis werden auch die Artikel aus den Arbeitsplänen der Stücklisten mit angeführt. Diese sind an führender Position im Formular mit einem A gekennzeichnet.

Unter letzte Verwendung wird angeführt, wann die jeweilige Stückliste zuletzt an Kunden verkauft wurde bzw. zuletzt in Lose verbraucht / verbaut wurde. Damit haben Sie einen raschen Überblick, welche Stücklisten tatsächlich von z.B. Ihrer Artikel Änderung relevant betroffen sein könnten. Bitte beachten Sie, dass die Ermittlung des Datums der letzten Verwendung derzeit nicht durch den für den Verbrauch angegebenen Zeitraum begrenzt wird. Um nun auch die übergeordnete Stückliste bis rauf in das eigentliche Gerät / Produkt, also die Kopfstückliste, zu sehen, haken Sie bitte noch mit Hierarchie an. Damit wird die Verwendung des jeweils übergeordneten Produktes mit angezeigt.

Lagerbewegungen mit Ursprungsland und Hersteller

In einigen Branchen ist es erforderlich, dass auf jeder Warenbewegung das Warenursprungsland und der Hersteller angegeben werden. Aktivieren Sie dazu den Mandanten Parameter LAGERBEWEGUNG_MIT_URSPRUNG.

Nun kann bei jeder Warenzubuchung der Hersteller und das Ursprungsland angegeben werden.

Um einen Hersteller zu definieren, muss dieser im Modul Artikel, unterer Modulreiter Grunddaten, oberer Modulreiter Hersteller definiert sein. Da ein Hersteller auch immer ein Partner ist, muss bevor die Definition eines Herstellers erfolgen kann, dieser als Partner definiert sein.

Um nicht für alle Hersteller einen Partner anlegen zu müssen, können Sie z.B. einen Partner Hersteller allgemein anlegen und diesen für die Partnerzuordnung verwenden. Daraus ergibt sich auch, dass die weiteren Adressdaten des Herstellers nicht zur Verfügung stehen.

Von unserer Seite ist dies so angedacht, dass jeder Hersteller ein eigenständiger Partner ist, da es durchaus auch vorkommt, dass Sie direkt mit den Herstellern in Kontakt treten und diese daher auch eine Adresse, Ansprechpartner usw. haben.

Für die Angabe des Ursprungslandes werden die unter System definierten Länder verwendet. Aus Zolltechnischen Gründen wird hier meistens die DIN EN ISO 3166-1 mit den zweistelligen Buchstabencodes verlangt. Das bedeutet: Definieren Sie bitte die Länderkennzeichen entsprechend.

Diese Daten stehen für jede Warenbewegung, soweit angegeben, zur Verfügung und können auch mit ausgedruckt werden. Der eigentliche Druck muss in den Formularen eingerichtet werden. Wenden Sie sich dazu bitte an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Artikellieferant

Fixpreis, Gültig ab, Gültig bis

Gültig Bis:

Gültig bis ist dafür gedacht, dass in der Verkaufspreis-Findung eine Warnung ausgegeben werden kann, wenn der Preis Ihres bevorzugten Lieferanten nicht mehr gegeben ist, also z.B. die Bindefrist Ihres Lieferanten abgelaufen ist.

Die Warnung wird bei der Verkaufspreiserfassung ausgegeben.

Beim Angebot wird geprüft, ob die Preisgültigkeit bis zum Ende der Angebotsgültigkeit gegeben ist, bei allen anderen Belegen wird das Belegdatum herangezogen.

Bewegungsvorschau

Für jeden einzelnen Artikel steht auch die Bewegungsvorschau zur Verfügung. Hier sehen Sie die geplanten Warenbewegungen des Artikels sortiert nach Termin. Aufgrund des aktuellen Lagerstandes und der jeweiligen positiven oder negativen Lagerbewegung ergibt sich der fiktive Lagerstand zum Termin.

Um die Berücksichtigung oder nicht Berücksichtigung der Läger für die Bewegungsvorschau zu signalisieren, wird mit IB signalisiert, dass dieses Lager bei der Berechnung des Internen Bestellvorschlages berücksichtigt wird. Mit BV wird signalisiert, dass dieses Lager bei der Berechnung des Bestellvorschlages berücksichtigt wird.

Das Verhalten des jeweiligen Lagers kann im Artikel, Grunddaten, Lager definiert werden.

Anbindung externer Lagersysteme

Siehe dazu Paternoster.

Standardbezeichnung

Oft ist es einfach praktisch, dass möglichst alle Artikel nach dem gleichen Schema benannt werden. Wir haben daher in den Artikel Grunddaten die Möglichkeit geschaffen, Standardbezeichnungen für die Artikel zu hinterlegen.

Definieren Sie hier die verschiedenen gewünschten Texte für Ihre Artikel.

Sind hier Texte für die Bezeichnungen hinterlegt, so werden im Artikel Detail anstelle der Beschriftung der Bezeichnungsfelder, Buttons angezeigt. Durch Auswahl eines hinterlegten Texte über den jeweiligen Button wird der Text in die Bezeichnungszeile übernommen. . ** ACHTUNG:** Ein eventuell bereits eingegebener Text wird damit überschrieben.

Externe Dokumente

[Siehe bitte](../System/Dokumentenablage.htm#Externe Dokumente).

Artikel von zertifizierten Lieferanten, Zertifizierungspflichtige Artikel In verschiedenen Branchen, z.B. der Luftfahrt-Branche ist zwingend gefordert, dass Ihre Zukaufsartikel nur von zertifizierten Lieferanten geliefert werden dürfen. Das bedeutet, dass ohne Zertifikat keine Wareneingangsbuchung bei Zertifizierungspflichtigen Artikeln erfolgen dürfen. Um nun einen Artikel als Zertifizierungspflichtig zu kennzeichnen, haken Sie in der Definition der Artikelgruppen (Artikel, Grunddaten, Artikelgruppen) die Zertifizierung an.

Im Lieferanten können Sie dessen Freigabe im Reiter Konditionen unter hinterlegen. Bei bereits hinterlegten Freigaben sehen Sie rechts daneben, wer wann diesen Lieferanten freigegeben hat. Wichtig: Wird die Freigabe befüllt, muss auch ein Datum eingetragen werden. Wird die Freigabe gelöscht, so muss auch das Freigabedatum gelöscht werden.

Die bewirkt nun, dass:

  • wird eine Anfrage oder eine Bestellung an einen nicht zertifizierten (freigegebenen) Lieferanten gerichtet und werden zertifizierungspflichtige Artikel bei diesem Angefragt bzw. bestellt, so erscheint bei jedem dieser Artikel ein Hinweis, dass der Lieferant nicht zertifiziert ist.

  • wird versucht auf einen nicht zertifizierten Lieferanten ein Wareneingang zu buchen, so wird dies mit einem entsprechenden Hinweis verweigert. Die Idee ist, dass der Lieferant vor der Lieferung seiner Teile, noch rechtzeitig das Zertifikat mit der (Erst-)Lieferung beistellt.

 Zusätzlich steht unter Journal, Lieferantenliste eine Auswertung zur Verfügung, mit der Sie eine Übersicht über Ihre Lieferanten mit deren Freigaben erhalten. In dieser Liste werden auch die Liefergruppen der Lieferanten angeführt, und für welche der Liefergruppen der Lieferant eingetragen ist. Hinweis: Es werden nur Positionen überprüft, die Ident-Positionen also Artikel sind. Handeingaben werden nicht geprüft. Um eine saubere Überprüfung zu erreichen, sollte daher die Verwendung von Handeingaben in der Bestellung abgeschaltet werden. Setzen Sie dazu unter Bestellung, Grunddaten, Bestellpositionsart die Handeingabe auf versteckt. Info: Diese Funktion wird automatisch aktiviert, wenn die Artikelgruppe als Pflichtfeld (Parameter: ARTIKELGRUPPE_IST_PFLICHTFELD) aktiviert ist. Das bedeutet, dass damit bei jedem Wareneingang erzwungen wird, dass ein Artikel einer Artikelgruppe zugewiesen ist.

Die Artikelliste wird teilweise in blau angezeigt, was bedeutet das?

Damit wird signalisiert, dass dieser Artikel nicht Lagerbewirtschaftet ist.

Abschalten der Lagerbewirtschaftung

Da es sich in der Praxis herausgestellt hat, dass es immer wieder erforderlich ist, dass Artikel von Lagerbewirtschaftet auf NICHT Lagerbewirtschaftet umgestellt werden können müssen, haben wir diese Funktion eingebaut. Bitte beachten Sie, dass diese Funktion auf keinen Fall rücknehmbar ist. Es wurden dazu auch zwei Sicherheitsabfragen eingebaut. Erst nachdem beide entsprechend beantwortet wurden, wird die Lagerbewirtschaftung des Artikels abgeschaltet.

Anzeige der Verkaufspreisentwicklung

Unter Info, Verkaufspreisentwicklung sehen Sie im Artikelmodul für den ausgewählten Artikel alle Änderungen die an den Verkaufspreisen des Artikels vorgenommen wurden.

Protokollierung der Änderungen der Artikelkopfdaten

Unter Info, Änderungen sehen Sie die Änderungen welche an den wichtigsten Feldern des Artikelstammes durchgeführt wurden. Diese sind: Artikelnummer, Kurzbezeichnung, Bezeichnung, Zusatzbezeichnung, Zusatzbezeichnung2, Revision, Index, Einheit, Umrechnungsfaktor zur Bestellmengeneinheit, Bestellmengeneinheit, Artikelart, Hersteller, MwSt Bezeichnung.

Können aus dem Artikel direkt Stücklisten erzeugt werden?

Ja. Sie finden im Artikeldetail, direkt neben der Artikelnummer die mit Stückliste erzeugen beschrifteten Knopf. Durch Klick auf diesen wird für den Artikel eine Stückliste mit Standardeinstellungen angelegt. Und Sie werden automatisch in das Modul Stücklisten geführt, in den Reiter Kopfdaten der soeben neu erzeugen Stückliste, um diese entsprechend fertigzustellen.

Hinweis:

Wird an dieser Stelle mit dem Goto-Button angezeigt, so ist hinter diesem Artikel bereits eine Stückliste definiert. D.h. durch Klick auf den Goto Button kommen Sie direkt in die Kopfdaten der Stückliste.

Werbeabgabepflichtig?

Dieser Artikel ist Werbeabgabepflichtig. Zur Beschreibung dieser Spezialität des österreichischen Steuerrechtes siehe.

Was ist ein kalkulatorischer Artikel ?

Mit kalkulatorisch stehen Artikel für Angebot oder Auftrag zur Verfügung, welche in aller Regel nur zu Kalkulationszwecken in den Auftrag/das Angebot eingepflegt werden. Kennzeichnen Sie dazu den Artikel im Reiter Detail als kalkulatorisch. Dies bewirkt, dass diese Artikel zwar in ein Angebot bzw. einen Auftrag eingefügt werden können, diese werden jedoch NICHT mitgedruckt, da diese Artikel als Plankostenbetrachtung gesehen werden. Ein Beispiel: Sie bieten Ihrem Kunden eine Anlage zu einem Pauschalpreis an. Trotz des Pauschalpreises haben Sie natürlich eine Kalkulation hinterlegt, welche ergibt dass sich dieses Angebot rechnen sollte. Selbstverständlich wollen Sie diese Kalkulatorischen (Plan-) Kosten in der Angebotsvorkalkulation sehen, der Kunde sollte diese Werte auf seinem Angebot nicht sehen. Daraus ergibt sich auch, dass diese Artikel immer einen Verkaufspreis von 0,00 haben. Wir unterdrücken daher auch die Null-Preis und Mindestpreis Meldungen. Erfolgt nun die Auftragserteilung so werden diese Artikel vom Angebot mit in den Auftrag kopiert. Bei der Überleitung vom Auftrag in den Lieferschein in die Rechnung werden diese nicht mehr mit übernommen, da diese Kosten z.B. durch den Zeitaufwand Ihrer Mitarbeiter oder durch Buchungen auf Fertigungslose usw. entstehen. Für eine komfortable Verwendung siehe bitte Auftragsnachkalkulation bzw. [dazugehöriger Artikel](#zugehoeriger Artikel). Bitte beachten Sie gegebenenfalls die Voraussetzungen für den Abrechnungsvorschlag.

gibt es eine Verbindung zwischen dazugehörigem und kalkulatorischem Artikel?

Ja, insbesondere für die Auftragsnachkalkulation ist diese von Bedeutung. Siehe bitte Nachkalkulation.

Manche Mitarbeiter sehen verschiedene Journale im Artikel nicht?

Um z.B. Lagerstandslisten, Hitlisten usw. einsehen zu können, sind oft auch die Rechte LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF / LP_DARF_PREISE_SEHEN_VERKAUF erforderlich. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Mitarbeiter der dieses Auswertungen sehen darf, eben auch die Werte / Preise sehen muss. Hat er das Recht nicht um die Preise zu sehen, werden daher auch die Journale nicht angeführt. Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch das Recht LP_FINANCIAL_INFO_TYP_1. Mitarbeiter die dieses Recht haben, sehen im Artikel-Journal auch noch die Journale: Artikelgruppen, Shopgruppen, Hitliste und Gestehungspreis über MinVK / VKpreis

Da in den verschiedensten Anwendungen natürlich das Serien-/Chargennummern Journal wichtig ist, auch wenn die Mitarbeiterin keine Preise sehen darf, steht wenn der Mitarbeiter die Rechte LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF / LP_DARF_PREISE_SEHEN_VERKAUF nicht hat, das Serien-/Chargennummern Journal trotzdem zur Verfügung.

Können Artikeletiketten gedruckt werden?

Es können sowohl Etiketten eines einzelnen Artikels als auch mehrere Artikel gedruckt werden. Aus der Artikelauswahl können durch Klick auf bzw. drücken von STRG+Shift+P die Artikeletikette des ausgewählten Artikels gedruckt werden. Alternativ steht dafür auch Info, Etikette zur Verfügung. Mit Journal, mehrere Etiketten drucken, können mehrere Artikel (von - bis Artikelnummer usw.) gedruckt werden. Es sind dafür die Rechte LP_DARF_PREISE_SEHEN_EINKAUF und LP_DARF_PREISE_SEHEN_VERKAUF erforderlich.

Prüfmittelverwaltung

Es ist immer wieder erforderlich, dass die eingesetzten Messmittel mittels Prüfmittel entsprechenden Eichungen unterzogen werden, dass diese kalibriert werden bzw. entsprechende Wartungen durchgeführt werden. Dies ist oft damit kombiniert, dass diese Artikel auf eigenen Lagern / Lagerplätzen liegen und eben intern oder extern geeicht werden. Zusätzlich sollte ersichtlich sein, welche, meistens externen Arbeiten, an diesen Messmitteln durchgeführt wurden. In Kieselstein ERP können Sie diese Aufgabe wie folgt lösen: Definieren Sie im Modul Artikel, Grunddaten, Artikelgruppe eine Gruppe für diese Art von Produkten. Diese Definition dient nur der einfacheren Bedienung und hat auf die eigentliche Funktion keinen Einfluss. Legen Sie für jedes Messmittel einen eigenen Artikel an. Verwenden Sie dafür einen sprechenden Artikelnummernkreis z.B. MM (für Messmittel). Vergeben Sie beim ersten Artikel z.B. eine fünfstellig Nummer um danach den Artikelnummerngenerator verwenden zu können. Nach erfolgter Definition des Messmittels wechseln Sie in den Reiter Sonstiges und definieren das Wartungsintervall in Monaten. Dadurch erscheint der Artikel automatisch im [Journal nächste Wartungen](#Journal nächste Wartungen). Wurde die Kalibrierung / Wartung für das Messmittel durchgeführt, so tragen Sie dies beim kalibrierten Messmittel im Reiter Sonstiges unter Letzte Wartung mit dem Kalibrierdatum ein. Nach der Speicherung erscheint neben dem letzten Wartungsdatum auch das Kurzzeichen der Person die das Wartungsdatum eingetragen hat. D.h. hier ist die letzte Wartung ersichtlich. Für die Anzeige der davor liegenden Wartungsdatum verwenden Sie bitte Info, Änderungen.

Das Kalibrierungsprotokoll sollte als Dokument dieses Artikels in der Dokumentenablage, Belegart Kalibrierung, abgelegt werden. Hinweis: Der hier verwendete Begriff Messmittel gilt natürlich für jegliche Art von Betriebsmitteln, wiederholenden Prüfungen usw.

Journal der nächsten fälligen Wartungen:

Dieses finden Sie im Artikel, Journal, nächste Wartungen.

In diesem sind alle Artikel enthalten, bei denen ein Wartungszeitraum enthalten ist mit deren nächsten Prüfterminen.

Wann genau erscheint ein Artikel im Journal nächste Wartungen ?

Dies ist ein Journal für die bereits durchzuführenden Wartungen. D.h. in diesem Journal erscheinen diejenigen Artikel, die anhand dem Datum der Letzten Wartung plus dem Wartungsintervall in Monaten zum Zeitpunkt des Drucks des Wartungsjournals gewartet werden sollen. Das bedeutet:

  • ist bei einem Artikel zwar ein Wartungsintervall aber kein Datum der letzten Wartung hinterlegt, so wird er in der Liste angeführt.
  • Ist bei einem Artikel das nächste Wartungsintervall überfällig, so wird er ebenfalls in der Liste mit angeführt.

Lagerzubuchungsautomatik bei unzureichendem Lagerstand

Besonders beim Start des Einsatz von Kieselstein ERP stellt sich die Frage, wie damit umgegangen wird, dass man Lieferscheine / Rechnungen schreiben muss, die Lagerstände in Kieselstein ERP aber noch nicht stimmen. Einerseits können Sie per Handlagerbuchung die benötigten Artikel zubuchen, den Gestehungspreis dafür festlegen und so den Lagerstand korrigieren. Die andere Möglichkeit ist, dass diese Lagerzubuchung automatisch erfolgt. Hierzu wird der Parameter LAGER_IMMER_AUSREICHEND_VERFUEGBAR auf 1 gesetzt. Das bewirkt, dass wenn kein ausreichender Lagerstand gegeben ist, im Hintergrund der Lagerstand entsprechend angepasst wird. Achtung: Die Reihenfolge der Einstandspreispreisfindung, wenn ein Artikel aufgrund des Parameters IMMER_AUSREICHEND_VERFUEGBAR zugebucht wird, ist wie folgt:

  1. Es wird der Gestehungspreis zum Belegdatum (des LS gesucht) und nur dann verwendet, wenn dieser weder NULL(=Nicht vorhanden) oder 0 ist. 
  2. Wenn kein Gestehungspreis zum Zeitpunkt gefunden wird, dann wird der aktuelle Gestehungspreis verwendet.
  3. Wenn der Gestpreis NULL oder 0 ist, dann dann wird der Lief1Preis zum Belegdatum gesucht.
  4. Wenn dieser wieder NULL oder 0 ist, dann wird der VK-Preis verwendet.

Ab dem Zeitpunkt ab dem die Lagerwirtschaft aktiv verwendet wird, wird die Lagerzubuchungsautomatik wieder abgeschaltet indem der Parameter auf 0 gestellt wird.

Wo erhält man einen Überblick über den Wareneinsatz?

Sie finden im Modul Artikel im Menü Journal den Report Indirekte Wareneinsatzstatistik, diese Auswertung zeigt den kundenbezogenen Materialeinsatz. Arbeitszeitartikel sind nicht enthalten, da dies Zeiten sind und keine Ware. Somit beinhaltet die Statistik alle Materialien, die über Fertigung und Lieferscheinen für diesen Kunden gebucht wurden. Die Gegenüberstellung von Einkaufspreis, Gestehungspreis und Kunden-Verkaufspreis auf Basis 1Stk ermöglicht Ihnen einen schnellen Überblick über die Werte. Zur Nachverfolgbarkeit wird der Wareneingangsbeleg (Bestellung, Losablieferung) angeführt. Wenn der Ursprung eines Artikels in LS/RE/GS eine Losablieferung ist, dann wird das gesamte Material des Loses auf dessen Ursprung geprüft. Hier erfolgt eine Auflösung über alle Ebenen der Lose, sobald ein Artikel aus einem Los kommt, wird auch die Ebene tiefer überprüft. 

Wie kennzeichnet man Vorzugsteile?

Zur Kennzeichnung von Artikel als Vorzugsteil definieren Sie im unteren Reiter Artikelgrunddaten, oberer Reiter Vorzugsteil die Grundeinstellungen. Somit erhalten Sie eine Combo-Box in den Artikel-Kopfdaten. Wenn Sie hier nun Vorzugsteile definiert haben, so wird in der Auswahlliste der Artikel eine Spalte mit den Informationen angezeigt.

Wozu wird diese Kennzeichnung benötigt, wo wirkt sie?

Die Kennzeichnung von Artikeln als Vorzugsteile dient vor allem Ihrer internen Steuerung der Verwendung der Artikel.
D.h. wenn neue Stücklisten von der Technik / Entwicklung erstellt werden, so hat man oft die Qual der Wahl aus mehreren annähernd gleichwertigen Artikeln den “richtigen” auszuwählen. Hier kann die Vorzugsteile Definition helfen. D.h. wann immer möglich sollten die Vorzugsteile zum Einsatz kommen.
So könnte z.B. auch bei der Kundenstückliste die Kommunikation an Ihre Kunden so vereinbart sein, dass Vorzugsartikel mit einer bestimmten Kennzeichnung von Ihnen jederzeit zurückgenommen werden, andere Artikel hingegen muss bei Beschaffung der Kunde in jedem Falle bezahlen.
Beachten Sie bitte, dass mit dem Vorzugsteil auch der automatische Ausdruck der Los-Ablieferetikette über das Zeiterfassungsterminal gesteuert werden kann.

Wie findet man am schnellsten die Kundenartikelnummern zu einem Artikel?

Im Reiter Detail von Artikel finden Sie in der Icon-Leiste einen GoTo Button . Wenn Sie nun auf diesen Button klicken, so wechseln Sie in den Reiter Kd.Artikelnummer und die Artikelnummer des vorherigen Artikels ist als Filter vorbelegt. So erhalten Sie sofort eine Liste der Artikel, die eine Kundenartikelnummer zu dem Artikel hinterlegt haben.  Nutzen Sie auch den Reiter Sonderkonditionen im Artikel.

Wo erhält man einen Überblick über Artikel, die nicht in Stücklisten verwendet werden?

Sie finden eine Liste i Modul Artikel/Journal/“Artikel ohne Stkl-Verwendung”. Hier sind alle Artikel der Artikelart Artikel enthalten (keine Arbeitszeitartikel), die nicht in Stkl-Positionen verwendet werden. Wenn der Artikel selbst eine Stkl ist, scheint dieser nur in der Liste auf, wenn er fremdgefertigt wird.

Was bedeutet Kommissionieren?

Diese Definition wird derzeit nur für die ergänzende Definition der Linienabrufe aus dem Modul Forecast verwendet. Siehe bitte.

Gebindeverwaltung

Mit der Gebindeverwaltung steht für den Wareneingang die Abbildung der Gebinde zur Verfügung. Das bedeutet dass:

  • in den Artikel Grunddaten die Basisdefinition für die verwendeten Gebinde erstellt werden muss (oberer Reiter )
  • der gebindegeführte Artikel chargengeführt sein muss (Artikel oberer Reiter Sonstiges Haken bei Chargennummer Zwangseingabe setzen)
  • im Artikellieferanten je Gebinde ein eigener Eintrag und somit eine eigene Lieferantenartikelnummer und ein eigener Preis gegeben ist
  • die Gebindemenge für den Artikellieferanten wird als Vorschlagswert aus dem Gebinde übernommen, kann jedoch bei gleichen Gebinden und unterschiedlichen Lieferanten auch unterschiedlich sein, obwohl die Gebindebezeichnung gleich ist .
  • Obwohl einzelne Artikellieferanten gebindegeführt sind, müssen nicht alle Artikellieferanten des Artikels gebindegeführt sein.

In der Bestellung gibt es für die Gebindeanzahl/-menge einen eigenen Mengenerfassungsdialog. 

Hier wird aus der Gebindeanzahl und dem gewählten Gebinde die Positionsmenge errechnet. In der Bestellung werden zusätzlich Gebindetext, -menge, -anzahl mit angedruckt. 

Im Gebinde-Dialog gibt es einen Button “kein Gebinde” mit dem das Gebinde zurückgesetzt werden kann. Mit Klick auf das Icon können Sie den Gebindedialog erneut aus der Bestellposition aufrufen.

Da die Gebindemenge je Bestellposition unterschiedlich sein kann, wird diese auch in der Bestellposition mit hinterlegt. Bei der Warenzubuchung (Wareneingangsposition (WEP)) wird ein eigener Gebindezubuchungsdialog aufgerufen. In diesem wird die Basis Chargennummer und die Anzahl der Gebinde angegeben. Die sich daraus ergebende Warenzugangsmenge wird aus Gebindemenge und Gebindeanzahl errechnet. Zusätzlich wird je Gebinde eine eigene Chargennummer erzeugt. D.h. an das Ende der Chargennummer wird noch eine fortlaufende Zahl (durch Bindestrich getrennt) angefügt. Aus diesem Grund ist die Gebindechargennummer um 5Zeichen kürzer als in den Parametern definiert. Für die Änderung von Warenzubuchung die Gebinde sind, muss die jeweilige Chargennummer aus dem Gebinde- / Chargendialog herausgelöscht werden. Hinweis: Dies ist eine Funktion die nur am Kieselstein ERP Client implementiert ist und die Eineindeutigkeit der Chargennummer nur innerhalb des einen Wareneingangs prüft. Eine weiterführende Prüfung ist aufgrund der vielen Sonderfälle, denken Sie an Kabeltrommeln die an den Kunden geliefert werden und davon kommt ein Teil zurück, nicht sinnvoll. Wir vertrauen hier auf die sorgfältige Buchung durch die Bedienenden. Die im Artikel/Lager angezeigte Gebindemenge (-größe) wird anhand des ersten Wareneingangs auf dieses Gebinde ermittelt. Info: In der Bestellung selbst wird in der Position die bestellte Gebindeanzahl mit gespeichert. Dadurch ergibt sich aufgrund der Positionsmenge die Gebindemenge. Dies bedeutet auch, sollte im Artikellieferanten in der Zwischenzeit die Gebindemenge verändert werden, wird dadurch die Gebindemenge der Bestellposition und damit gegebenenfalls des Wareneingangs NICHT verändert. Für eine Richtigstellung der Gebindemenge muss die Bestellposition neu in die Bestellung übernommen werden. Für den Ausdruck der Wareneingangsetiketten und der Artikeletiketten für ausgewählte Chargennummern steht auch die Information der Gebindebezeichnung und der Gebindemenge zur Verfügung.

Info: Die Gebindeverwaltung kann aufgrund ihrer Logik auch für eine einfache Form der Restmengenverwaltung verwendet werden.

Wichtig: Die Gebindemenge bezieht sich immer auf die Mengeneinheit des Artikels. Insofern ergibt sich, dass Standardmengen, Verpackungseinheiten, Mindestbestellmengen entsprechend aufeinander abgestimmt sein müssen.

Ich kann beim Artikellieferanten kein Gebinde auswählen?

Unter der Voraussetzung, dass in den Artikel Grunddaten bereits Gebinde definiert sind, prüfen Sie bitte ob bei dem Artikel der Haken bei auf Chargennummer Zwangseingabe (Reiter Sonstiges) gesetzt ist.

Muss jeder Artikellieferanten ein Gebinde zugewiesen erhalten?

Nein. Es sind auch Mischformen von Artikellieferanten mit und ohne Gebindedefinition möglich. Bitte beachten Sie, dass für die Vorschlagswerte des Gebindes immer der zu oberst gereihte Artikellieferant mit dessen Gebinde verwendet wird. Insofern zieht sich der bevorzugte Lieferant, das bevorzugte Gebinde auch hier durch. 

Im Bestellvoschlag wird rechts ? bzw. v angezeigt ?

Das bedeutet, dass

Zeichen Bedeutung
? hier ist im Artikellieferanten eine Gebindedefinition gegeben, aber in der Bestellvorschlagsposition ist noch keine Gebindedefinition gemacht worden.
v die geforderte Gebindedefinition wurde bereits gemacht
es ist keine Gebindedefinition erforderlich  

Sind Gebinde auch für Handeingaben möglich?

Leider nein, da Gebinde immer Chargennummernführung erfordern, steht dies für Handeingaben nicht zur Verfügung.

Wie werden Gebinde im Wareneingang gebucht?

Aufgrund der Definition in den Bestellpositionen erkennt die Wareneingangsbuchung welche Art von Gebinde zugebucht werden sollte. Beachten Sie bitte dass immer nur ganze Gebinde zugebucht werden können. Sollten Sie Gebinde abweichend von den bestellten erhalten, so müssen diese über eine neu angelegte Bestellposition zugebucht werden.    

Können Gebinde auch in Rahmen- und Abrufbestellungen verwendet werden?

Aufgrund der Komplexität, die, vor allem bei der Bedienung von Gebinden bei der Erfüllung der Abrufe gegeben ist, haben wir vorerst die Möglichkeit der Gebindeverwaltung in den Rahmen- und Abrufbestellungen nicht implementiert. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Wie wird ein freier Zuschnitt erfasst?

Um für einen Artikel andere Mengen als durch die Gebinde definiert bestellen und als ein “Sondergebinde” zubuchen zu können, muss ein Artikellieferant ohne Gebindedefinition angelegt sein. Hier ist es ja auch oft so, dass dieser Zuschnitt (das Sondergebinde) eine andere Artikelnummer als die normalen Gebindeartikel hat. [Bitte beachten Sie dazu auch](../Bestellung/index.htm#Dimensionen / Zuschnitt bestellen).

Wie sieht die Überleitung von Gebinden ins Los aus?

Wie für alle Chargengeführten Artikel werden die lagernden Chargen mit deren Mengen aufgeführt und Sie wählen durch Klick auf die jeweiligen (Gebinde-)Chargennummer das entsprechende Gebinde aus. 

es sollten keine Chargen ausgegeben werden?

Klicken Sie einfach direkt auf Übernehmen, ohne vorher eine Charge ausgewählt zu haben. Damit bestätigen Sie dass die übernommenen Mengen, aktuell dann eben keine, korrekt sind und der Rest wird, nach Rückfrage, als Fehlmenge ins Los eingetragen.

Lagercockpit

Siehe

EAN, GTIN, SSCC, GS1

Was bedeutet GLN?

Die GLN = Global Location Number, ersetzt die ILN unter der gleichen Bedeutung. Die GLN dient der weltweiten eineindeutigen Identifikation von physischen Lokationen, also Adressen, und juristischen Personen. Sie wird in Österreich von der GS1 Austria verwaltet.

Was ist die GTIN?

Die GTIN = Global Trade Item Number, ersetzt die EAN (European Article Number), bei gleicher Bedeutung. Auch die Vergabe der GTIN Basisnummern wird von der GS1 verwaltet bzw. vergeben.

Können EAN Nummern / GTIN automatisch generiert werden?

Ja. Sie tragen dazu in den Systemparametern unter Parameter die GS1_BASISNUMMER_GTIN ein. Sie erhalten die 7 bzw. 9stellige Basisnummer ebenfalls bei der GS1. Bitte beachten Sie, dass wir immer von einer 13-stelligen GTIN ausgehen. Manche Kunden verlangen eine 14stellige GTIN mit führender 0. Beachten Sie bitte, dass dies eigentlich eine 13stellige GTIN ist, der “optisch” eine 0 vorangestellt wird.

Sie finden im Modul “Artikel” Reiter “Sonstiges” neben der Bezeichnung der Verkaufs-EAN-Nr. ein Button “G” . Dieser ist verwendbar, wenn die GTIN Basisnummer definiert ist. Durch Klick auf den Button wird mit der definierten Basisnummer eine neue GTIN13 generiert, die sich wie folgt zusammen setzt: <Prüfziffer> Basisnummer … 7- oder 9-stellig Artikelreferenz … laufende Nummer, je nach Länge der Basisnummer 5- oder 3-stellig Prüfziffer … siehe Definition durch GS1

D.h. für eine 9-stellige Basisnummer können maximal 999 GTIN13-Nummern generiert werden.

Generierung Es wird für jede verwendete Basisnummer und Mandant ein Zähler initialisiert. Bei der ersten Generierung wird 1 vergeben. Die restlichen Stellen werden mit ‘0’ aufgefüllt. Hat man die Höchstgrenze erreicht (z.B. 999) und will wieder eine GTIN erzeugen, so wird nach Lücken gesucht. Werden keine freien Lücken mehr gefunden, so wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben, die darauf hinweist, dass erst existierende GTIN gelöscht werden müssen, um neue generieren zu können.

WICHTIG:

  • die neu generierte Nummer wird erst übernommen, wenn im Reiter “Sonstiges” auf “Speichern” geklickt wurde!

  • hat man eine Nummer generiert und speichert diese nicht ab oder drückt nochmals auf generieren, so ist die eine Nummer vorerst nicht vergeben, da der Zähler bei jeder Generierung inkrementiert wird. Auf diese Lücken wird erst nach Erreichen der Höchstgrenze zurückgegriffen.

  • will man solche Lücken manuell vergeben ist auf die richtig zu vergebende Prüfziffer zu achten!

  • bei jeder Generierung wird geprüft ob bereits ein Artikel mit einer Verkaufs-EAN-Nr. existiert, die der gerade genierten entspricht, wenn ja wird die nächste Lücke gesucht.

  • jeder, der die entsprechenden Schreibrechte am Artikel hat, kann diese EAN-Nr. ändern, jederzeit

  • Achtung auf gemeinsamen Artikelstamm und/oder mehrere Mandanten. Es wird dies aktuell nicht unterstützt und geprüft, da der Parameter mandantenabhängig und die Prüfungen auch dementsprechend sind. D.h. in diesem Fall könnten GLEICHE NUMMERN generiert werden, wenn die gleiche Basisnummer verwendet wird!

Kann eine SSCC erzeugt werden?

Wenn der Parameter GS1_BASISNUMMER_SSCC definiert ist, so kann, z.B. für die Lieferscheinetiketten oder die Los-Etiketten auch eine SSCC = Serial Ship Container Codes erzeugt werden. Geben Sie bei dem Parameter die Erweiterungsziffer (X) und die 9-stellige Einleitung (YYYYYYYYY) des 18-stelligen SSCC ein, also XYYYYYYYYY. Im Druck des Formulares gibt es nun einen HelperReport mit dem eine richtige SSCC errechnet werden kann. Es wird dazu die Packstücknummer an die Methode übergeben und somit auch Kieselstein ERP Mandantenweit eine eindeutige Packstücknummer erzeugt. In Kombination mit der Basisnummer ergibt sich daraus eine Weltweit eineindeutige 18-stellige Transportnummer. Dies wird üblicherweise in der Lieferscheinversandetikette oder in den Losetiketten verwendet. Hier wird von Kieselstein ERP eine eindeutige laufende Nummer zur Verfügung gestellt, welche in Kombination mit der Basisnummer zu einer eineindeutigen SSCC zusammengestellt wird.

Materialbedarfsvorschau

Nachdem immer wieder die Frage nach den Planzahlen für das kommende Jahr für die Zukunft entsteht, haben wir die Materialbedarfsvorschau, welche Sie im Artikel, Journal finden geschaffen. Die oft gestellte Frage ist, welches Material wird aus verschiedenen Sichten in Zukunft gebraucht werden. D.h. ausgehen von den Daten der Vergangenheit bzw. den offenen Angeboten, Rahmen bzw. angelegten Aufträgen, wird einerseits der “Umsatz” der Artikelgruppen und daraus der anhand der Stücklistenauflösung resultierenden Materialbedarfe ermittelt. Damit erhalten Sie eine entsprechende Prognose, welche Artikel Sie in Zukunft eventuell benötigen werden. Bitte beachten Sie dass diese eine 1:1 Darstellung ist und eventuell saisonelle Schwankungen 1:1 in die Zukunft übernommen werden.

Warum werden keine offenen Aufträge mitgerechnet. Diese sind bereits in den Losen und damit in den Bestellungen berücksichtigt. Würden wir offene Aufträge ebenfalls mitrechnen, hätten Sie doppelte Daten. Aus diesem Grunde werden offene Rahmenauftragsmengen mit berücksichtigt.

Das Ergebnis dieser Berechnung wird in zwei Sichten dargestellt: a.) Die errechnete Zahlenbasis gegliedert nach Artikelgruppen und aufgeteilt auf die vier Betrachtungsweisen Dies dient vor allem auch Ihrer Überprüfung, ob die 1:1 Annahme, dass das im Folgejahr gleich sein wird, auch wirklich stimmt. Nutzen Sie auch die Filter auf ausgewählte Kunden und oder Artikelgruppen

b.) Der Materialbedarf im Detail Also anhand der verkauften Artikel und deren Stücklistenauflösung werden die entsprechenden Detailmengen errechnet. Über den Gesamtwert bekommen Sie ein Gefühl für den Materialeinsatz. Zusätzlich wird in der letzten Zeile die benötigte Gesamtzeit als Richtwert mit angegeben. Richtwert, da natürlich die Losgrößen nur in Ihrer Gesamtheit betrachtet werden können und daher sich die Rüstzeiten entsprechend verändern werden.

Materialentnahmestatistik

Natürlich braucht man immer wieder mal die Aussage, welcher Materialeinsatz ist denn in welchem Monat / Zeitraum gewesen. Dafür gibt es im Modul Artikel, Journal, die Warenentnahmestatistik.

Wie ist nun diese Auswertung zu lesen?

Kann es einen negativen Abgang geben? In der ersten Betrachtung wird man hier wohl behaupten, dass es keinen negativen Abgang geben kann, bzw. was ist denn das überhaupt. Wenn man nun jedoch die Logik der Losausgabebuchung mit berücksichtigt, so kann es unter folgenden Situationen durchaus zu negativen Abgangsmengen kommen. a.) Es wird das Los vor dem Betrachtungszeitraum ausgegeben b.) während des Betrachtungszeitraumes wird ein Teil des Loses wieder an das Lager zurückgebucht. Da Lose grundsätzlich nur Entnahme / Abgangsbuchungen machen, ergibt sich dass diese Entnahme / dieser Abgang eben negativ wird. Z.B. weil der Status des Loses von Ausgegeben / in Produktion wieder auf angelegt zurückgeändert wird.

Warum ist das wichtig und richtig? Betrachten Sie ein einzelnes Projekt. Nun wird in vielen begleitenden Controllingsystemen der Lagerwert der einzelnen Projekte betrachtet. Somit müssen diese Projekte auch wieder entlastet werden. Darum wird der Abgang unter Umständen eben negativ.

Kann in der Warenentnahmestatistik auch der Einstandspreis angegeben werden?

Ja auch dieser Preis wird in der Lagerbewirtschaftung mit protokolliert und kann daher auch in der Warenentnahmestatistik ausgegeben werden. Bitte Sie gegebenenfalls Ihren Kieselstein ERP Betreuer um Anpassung des Reports.

korrigierte Lagerbewertung da Lieferung ab Werk

Insbesondere wenn eine Stichtagesgenaue und akribische Betrachtung der Warenwerte zum Bilanzstichtag gemacht wird / werden muss, ergibt sich immer wieder die Frage, welche Waren wurden zwar erst im neuen Jahr / Periode zugebucht, sie sind aber noch im alten Geschäftsjahr / in der alten Periode dem Lagerwert zuzurechnen. Um diese Unterschiede darzustellen, haben wir im Wareneingangsjournal eine Auswertung integriert, welche die Wareneingänge aufzeigt, welche mit ihrem Lieferscheindatum vor dem Betrachtungszeitraum sind. So finden Sie im Wareneingangsjournal nach jedem Wareneingang gegebenenfalls einen Hinweis mit Anlieferung vor Betrachtung. Das bedeutet, dass das Lieferscheindatum VOR dem Auswertungsdatum des Wareneingangsjournals liegt. Im angegebenen Beispiel bedeutet dies, dass die Auswertung ab 1.1.2018 gemacht wurde und dass das angegebene Lieferscheindatum (des Lieferanten) mit 21.12.2017 ist. Durch die Angabe EXW (Lieferung ab Werk des Lieferanten) sollten Sie diesen Warenwert in Ihren Lagerwert mit übernehmen. Daher finden Sie am Ende des Wareneingangsjournals eine entsprechende Zusammenfassung aller Positionen die vor der Betrachtung geliefert wurden und deren Lieferart. D.h. obige Zusammenfassung bedeutet, dass für die Bilanz Ihr Lagerwert zum Stichtag 31.12. um diesen Betrag zu erhöhen ist.

Wie bringt man Verkaufspreise vom einen zum anderen Mandanten?

Es ist immer wieder gegeben, dass gemeinsame Mandanten initial gleiche Artikel-Verkaufspreise haben. Beim Start mit dem neuen Mandanten hat man dann die Situation, dass im neuen Mandanten keine Verkaufspreise vorhanden sind, da das ja eine neue Firma ist. Um diese nun zu übertragen nutzen Sie bitte die Pflegefunktion der Verkaufspreise. D.h. Sie exportieren im ursprünglichen Mandanten, es wird meist der 001 sein, die Verkaufspreise und importieren diese aus der gleichen Datei im anderen Mandanten. Also, Artikel, Pflege, Preispflege-Export. Alle Artikel oder nur die gewünschten exportieren. Dann in den anderen Mandanten wechseln und hier Artikel, Pflege, Preispflege-Import aus der gleichen Datei die gewünschten Verkaufspreise importieren. Für die Übernahme von Artikellieferanten und deren Preisen kann der Artikel XLS Import verwendet werden. Für die zur Verfügungstellung der Basisdaten unterstützt Sie gerne Ihr Kieselstein ERP Berater mit einer entsprechenden Datenbankabfrage.

Was bedeuten die Farben in der Artikelauswahlliste?

In der Artikelauswahlliste werden folgende Farben angezeigt:

Farbe Bedeutung
blau dieser Artikel ist nicht lagerbewirtschaftet
hellgrau dieser Artikel ist versteckt
orange für diesen Artikel gibt es auch Forecast Positionen

Wozu Sonderkonditionen beim Artikel definieren?

Oft ist es praktischer die Kunden mit besonderen Preis Konditionen vom Artikel aus zu definieren als umgekehrt. Weitere Details zu Sonderkonditionen siehe. Bitte beachten Sie, dass Rabatte in den Sonderkonditionen nur für diejenigen Kunden vergeben werden können, die in als Währung die gleiche Währung wie Ihr Unternehmen / Mandant haben.

Können für bestimmte Artikel weitere Eigenschaften definiert werden?

So wie es für die Artikel allgemein einen eigenen Reiter Eigenschaften gibt, so steht zusätzlich für den Reiter Technik eine Definitionsmöglichkeit für weitere technische Daten zur Verfügung. Die Definition selbst erfolgt wie unter Eigenschaften Definition beschrieben. Bitte beachten Sie, dass als Besonderheit hier die zusätzlichen Felder nur angezeigt werden, wenn die genutzte Bildschirmhöhe ausreicht um diese Felder auch darzustellen.

Artikel Freigabe

Für die Behandlung der Artikelfreigabe siehe bitte.

Artikel Dual Use

Siehe dazu bitte.

Artikel Waffenregister

Siehe dazu bitte.

Kaufen oder selber machen ? Make or Buy Entscheidung

Für diese oft recht komplexe Frage haben wir eine Unterstützung in der Form implementiert, dass Artikel die bereits einmal selbst produziert wurden, mit den ev. hinterlegten Einkaufspreisen mit Mengenstaffeln verglichen werden. Sie finden dies im Artikel unter Journal, Make or Buy. Bitte beachten Sie, dass dies eine Auswertung auf Vergangenheitsdaten, also den tatsächlich bei der Produktion entstandenen Kosten ist. Unterstützung für die ev. zu treffende Entscheidung vor einer ersten Produktion finden Sie in der Stücklisten-Gesamtkalkulation. Das bedeutet: Es werden alle Stücklisten die in dem Zeitraum (Losablieferungen) produziert wurden und bei denen zumindest ein Artikellieferant mit einem zur Preisgültigkeit gültigem Einkaufspreis hinterlegt ist ausgewertet. Zusätzlich kann die Auswertung nach Artikelnummer, Artikelklasse und Artikelgruppe eingeschränkt werden. Die Darstellung ist, dass Sie im rechten Bereich den produzierten Artikel finden. In der Mitte finden Sie eine Liste von Losen, mit der jeweiligen Abliefermenge und dem Ablieferpreis. Sind mehrere Lose im Betrachtungszeitraum gegeben werden auch die gesamt abgelieferte = produzierte Menge und der durchschnittliche Ablieferpreis als Summe angeführt. Im rechten Bereich finden Sie eine Liste der Lieferanten für den jeweiligen Artikel mit Mengenstaffel, Einkaufspreis, Wiederbeschaffungszeit. Je Lieferant werden alle Mengenstaffeln mit den jeweiligen Einkaufspreisen dargestellt. Ist mehr wie ein Lieferant für den jeweiligen Artikel gegeben, so wird der günstigste Einkaufspreis, je Mengenstaffel grün hinterlegt. Die schnellste Wiederbeschaffungszeit je Mengenstaffel wird Gelb hinterlegt dargestellt. Ist der Einkaufspreis kleiner dem durchschnittlichen Ablieferpreis, so wird der Block (Mengenstaffel, Einkaufspreis, Wiederbschaffungszeit) orange unterstrichen, was signalisiert, dass die Beschaffung bei diesem Lieferanten günstiger wäre als den Artikel selbst zu produzieren. Bitte beachten Sie, dass hier keine zusätzlichen Umwegkosten wie Transport o.ä. berücksichtigt sind.

5.1.1 - Verkaufspreis

Verkaufspreise und deren Staffeln, kalenderfähig definieren

Verkaufspreise

Der Verkaufspreis, ist wie fast alles in Ihrem Kieselstein ERP Kalenderfähig.

Verschiedene Bezugs-Verkaufspreislisten bei den Mengenstaffeln

Verkaufspreis

In Kieselstein ERP sind derzeit drei Arten / Wege der Verkaufspreisdefinitionen der Verkaufspreisfindung vorgesehen

Für die Abhängigkeiten der Preise untereinander siehe:

  1. Verkaufspreisdefinition anhand von Preislisten

  2. Verkaufspreisdefinition anhand von Mengenstaffeln

  3. Verkaufspreisdefinition anhand von Kunden Sonderkonditionen / Kunden <-> Artikel Preisvereinbarungen, Kundenartikelnummern

Alle drei Definitionen haben gemeinsam, dass die Preise kalenderfähig sind. D.h. jeder Verkaufspreis hat ein Gültigkeitsdatum ab dem dieser Preis gilt. Das bedeutet auch, dass das Belegdatum die Basis für die Ermittlung des gültigen Preises ist ([siehe auch](#ungültiger Verkaufspreis)). Bitte beachten Sie dies in den verschiedenen Darstellungen. Weiters: Alle drei Definitionen bauen auf der Verkaufspreisbasis auf. Als Besonderheit beachten Sie bitte, dass wenn die Verkaufspreisbasis leer (null) ist, der Gestehungspreis als  Verkaufspreisbasis herangezogen wird. Dies hat die Eigenschaft, dass damit so genannte lebende Verkaufspreise realisiert werden. Beachten Sie bitte in diesem Fall, dass die Rabatte negativ eingegeben werden müssen, um einen entsprechenden Aufschlag auf Ihre Gestehungskosten zu erreichen.

WICHTIG: Für eine korrekte Verkaufspreisfindung MUSS die Verkaufspreisbasis richtig definiert werden. Üblicherweise wird hier der teuerste Preis eingetragen. Das ist üblicherweise der Endkundenpreis. Wird hier z.B. 0,00 eingegeben, so haben Sie zwar einen gültigen Preis definiert, das ist aber von der Logik der Verkaufspreisfindung unbedingt zu vermeiden.

Alternativ steht die automatische Preisfindung auf Basis des Lieferantenpreises zur Verfügung. D.h. wenn der Parameter VKPREISBASIS_IST_LIEF1PREIS auf 1 gesetzt ist, so wird anstelle der Verkaufspreisbasis der Einzelpreis des bevorzugten (= 1.) Artikellieferanten verwendet. Dies kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Verkaufspreise von den Lieferanten getrieben werden und Sie immer mit Aufschlagskalkulationen arbeiten.

Alternativ steht die Verkaufspreisautomatik zur Verfügung. Siehe dazu bitte:

1. Verkaufspreisdefinition anhand von Preislisten

Definieren Sie dazu zuerst die in Ihrem Unternehmen verwendeten Preislisten im Artikelmodul, unterer Modulreiter . Bitte beachten Sie dass Preislisten aktiv sein müssen um wirksam zu sein. Preislisten können jederzeit aktiviert werden. Deaktiviert können Preislisten nur werden, wenn keine Zuordnung mehr für Kundenpreislisten und keine Zuordnung mehr zur Vorbelegung im Mandanten gegeben ist.

Im Artikel können nun für jeden Artikel die entsprechenden Verkaufspreise definiert werden. Hier definieren Sie ab wann welche Preise gültig sind. Dies können Fixpreise oder auch Rabatte sein. Der Vorteil des Fixpreises ist, dass Sie damit jeden beliebigen Preis definieren können. Sein Nachteil ist, dass er bei Preisänderungen der Verkaufspreisbasis nicht mitgeändert wird. Alternativ zum Fixpreis kann ein Rabattsatz angegeben werden. Das wird vermutlich Ihre bevorzugte Preisdefinition sein, da damit die Preispflege auf die Pflege der Verkaufspreisbasis reduziert werden kann. WICHTIG: Bitte beachten Sie bei der Preisdefinition immer die Gültig ab und die Preisgültigkeitsanzeige. Die Preisgültigkeitsanzeige definiert, ab welchem Datum die angezeigten und berechneten Preise dargestellt werden sollten. Das Gültig ab Datum definiert für jeden einzelnen Preis, ab wann dieser Preis nun tatsächlich zur Anwendung kommt und zu welchem Datum dieser Preis gespeichert wird. Weiters: Die Preisgültigkeitsanzeige wird nur beim Modulneustart auf den heutigen Tag gesetzt. Wurde die Preisgültigkeitsanzeige auf ein bestimmtes Datum gesetzt, so bleibt diese immer gleich, was den Vorteil hat, dass die Preispflege für einen bestimmten Stichtag wesentlich vereinfacht wird. Hinweis: Die Preislistennamen werden nur beim Neustart des Artikelmoduls aktualisiert. D.h. wurde die Definition der Preislisten verändert, so muss, aus Performance Gründen, das Artikelmodul neu gestartet werden, damit Sie die aktualisierten Preislisten sehen. Hinweis2: Als Alternative zur Berechnungsbasis anhand der Verkaufspreisbasis steht auch der Preis des bevorzugten Lieferanten zur Verfügung. Es muss dazu der Parameter VKPREISBASIS_IST_LIEF1PREIS auf 1 gestellt werden. Nach dem Neustart des Artikelmoduls wird keine Verkaufspreisbasis mehr angezeigt. Anstatt dessen ist der Lief1Preis ein Pflichtfeld. Mit dieser Einstellung kombiniert wird oft auch die automatische Vorgabe der (negativen) Rabatte je Preisliste verwendet.

Alle Verkaufspreise einer Artikelgruppe (und Preisliste) um einen bestimmten Prozentsatz verändern:

Um eine erleichterte Preispflege gewährleisten zu können, kann man alle Artikel einer Artikelgruppe (und Preisliste) um den gleichen Prozentsatz anheben oder erniedrigen. Über das Modul Artikel und den Menüpunkt Pflege, den Punkt Verkaufspreise aktualisieren. Falls dieser nicht angezeigt wird, fügen Sie das Benutzerrecht: WW_DARF_LAGERPRUEFFUNKTIONEN_SEHEN hinzu. Es werden alle Verkaufspreise inklusive der VK-Staffelpreise ab dem gewählten Datum um den gewünschten Prozentsatz verändert.

Genauer: Es werden nur die Preise der Verkaufspreisbasis um den gewünschten Prozentsatz verändert. Wurde zusätzlich eine Preisliste angegeben, so werden zusätzlich die Fixpreise der gewählten Preisliste um den gewünschten Prozentsatz verändert. Die in den Preislisten und in den Staffelpreisen angegebenen Rabattsätze bleiben unverändert. Damit werden NUR die auf der Verkaufspreisbasis basierenden Preise verändert.

Was passiert mit Preisdefinitionen die auf ein gültig ab später eingestellt sind?

Bei der Preispflege wird nur ein weiteres gültig ab eingetragen. D.h. wurden vor der nun gewünschten Preiserhöhung bereits verbindliche Preise eingetragen, so wirkt die Preiserhöhung nur für den davor nicht definierten Zeitraum. Beispiel gültig für die Verkaufspreisbasis und damit für alle darauf basierenden Preise. Gültig ab        VK-Preisbasis 1.1.2021        100,00 1.3.2022        120,00 vorab eingepflegt weil mit Kunden so besprochen etc.

Nun eine allgemeine Preiserhöhung über alle Artikel um 10% zum 1.1.2022, ergibt nun ein zusätzliches Gültig ab        VK-Preisbasis 1.1.2022        110,00

Bedeutet: Vor der Preiserhöhung hat der Artikel im Zeitraum von 1.1.2022 bis 28.2.2022 nur 100,00 gekostet. Nach der Erhöhung kostet er für den Zeitraum von zwei Monaten 110,00. Der ab 1.3.2022 vereinbarte Preis bleibt erhalten.

Mindestverkaufspreis (Mindest-VK) was ist das?

Dies ist der unterste Verkaufspreis. Er errechnet sich aus Gestehungspreis + Mindestdeckungsbeitrag. Beispiel: Gestehungspreis 100,- €, Mindestdeckungsbeitrag 30% -> 100 * (1+30%) = 130,- €

Wird beim Verkauf (Angebot - Rechnung) ein Nettopreis unter diesem Preis eingegeben, so erscheint eine entsprechende Warnung.

Siehe dazu auch.

Tiefster Verkaufspreis?

Der tiefste Verkaufspreis dient als Steuerelement für Ihren Verkauf, Ihren Vertrieb. Er errechnet sich aus dem Mindestverkaufspreis + Aufschlag. Beispiel: Mindest-VK 130,- €, Aufschlag 20% -> 130 * (1+20%) = 156,- €

Soll- Verkaufspreis?

Der Soll-Verkaufspreis ist ein weiteres Steuerungselement für Ihren Verkauf. Er errechnet sich aus dem tiefsten Verkaufspreis + Soll. Beispiel: Mindest-VK 130,- €, Aufschlag 20%, Soll 40% -> 130 * (1+20%) * (1+40%) = 218,40 € Gedacht sind die beiden Werte um Ihrem Verkauf eine Unterstützung für die Preisfindung zu geben. Sie werden derzeit nur bei der Stücklistengesamtkalkulation ausgewiesen.

Verkaufspreispflichtig

Grundsätzlich sollte im Bereich des Verkaufes jeder Artikel aus dem Kieselstein ERP Artikelstamm einen Verkaufspreis haben. Darum kommt auch bei der Erfassung einer Verkaufsposition die Meldung Tatsächlich mit Nullpreis speichern. Da dies z.B. für die kostenlose Beistellung von Verpackungsmitteln (Europaletten) lästig ist, kann durch entfernen des Hakens bei VK-Preispflichtig diese Meldung abgeschaltet werden.

2. Verkaufspreisdefinition anhand von Mengenstaffeln

Basierend auf der Verkaufspreisbasis können zusätzlich Mengen und deren Fixpreis bzw. deren Rabatt angegeben werden.

Der VK Preis wird aufgrund von Mengenstaffeln bestimmt, die für einen Artikel hinterlegt wurden. Für eine Mengenstaffel wird für einen bestimmten Zeitraum entweder ein Fixpreis oder ein Rabattsatz erfasst. Bezugsgröße für den Rabattsatz ist dabei die VK-Preisbasis des Artikels. Wenn die VK-Preisbasis nicht hinterlegt ist, gilt der gemittelte Gestehungspreis des Artikels am Hauptlager des Mandanten.

Das bedeutet: Wenn im Panel VK-Preise die VK-Basis für einen Artikel geändert wird, werden alle Mengenstaffeln, die sich auf diese VK-Basis beziehen ebenfalls entsprechend geändert.

Die Wartung der VK-Mengenstaffeln erfolgt in einem 1:n Panel (Liste der Mengenstaffeln + Detail). Das Detail ermöglicht die Erfassung und Wartung einer Mengenstaffel, Mengenstaffeln können auch gelöscht werden.

Außerdem verfügt das Detail über eine Preisgültigkeitsanzeige (vgl. VK-Preise). Default ist das aktuelle Datum. Die Preisgültigkeit wirkt sich auf die angezeigte VK-Basis aus.

Der Benutzer gibt den Gültigkeitsbereich einer Mengenstaffel, die Menge und den Preis, der für die Staffel gilt, an. Zu seiner Information werden Gestehungspreis des Artikels und die aktuell gültige VK-Basis angezeigt. Bei der Erfassung der Mengenstaffel darf es keine Überlappungen im Datumsbereich geben, zu einem bestimmten Kalendertag kann also für eine bestimmte Menge maximal ein Preis hinterlegt sein. Wenn eine neue Mengenstaffel erfasst wird, muss der Beginn nach dem letzten Ende liegen. Wenn das letzte Ende leer (null) war, wird es automatisch ergänzt, sodass eine fortlaufende Folge von Mengenstaffeln entsteht.

Preisauswahl in den Belegen: Wenn die VK-Preisfindung ermittelt, dass die VK-Mengenstaffeln greifen, dann erhält der Benutzer einen entsprechenden Dialog, in dem er ALLE Mengenstaffeln zu diesem Artikel sieht und wählen kann. Außerdem hat er die Optionen Handeingabe Fixpreis und Rabattsatz. Vorauswahl ist die zutreffende Mengenstaffel.

Weiters können Mengenstaffeln auch mit einem Preislistenbezug angegeben werden. Siehe dazu Parameter PREISBASIS_VERKAUF.

Wert Bedeutung
0  Die Mengenstaffel bezieht sich immer auf die Verkaufspreisbasis. D.h. egal welche Preisliste für den Kunden gilt, es wird bei den Mengenstaffeln immer in Bezug auf die Verkaufspreisbasis der Verkaufspreis errechnet. D.h. es wird kein Unterschied bei unterschiedlichen (Händler-)Preislisten gemacht
1 Preisbasis lt. Kundenpreisliste. D.h. Es wird als Preisbasis der lt. Preisliste des Kunden erechnete Betrag verwendet.In dieser Einstellung muss je Mengenstaffeleintrag definiert werden für welche Preisliste dieser Eintrag gilt. Auch hier kann definiert werden dass dieser Eintrag auf der Verkaufspreisbasis wirkt oder dass er für alle Preislisten gilt.Für eine klare Trennung verwenden Sie bitte die jeweiligen Preislisten.
2 Wie 1, jedoch wird der zusätzliche Rabatt in den Zusatzrabatt der Erfassung übernommen, womit Sie Ihrem Händler-Kunden signalisieren können, dass er nicht nur seinen Händlerrabatt bekommt, sondern eben zusätzlich auch die entsprechende Mengenstaffel berücksichtigt wurde
3 Wie 1 jedoch nur aktive Preislisten

Wird nun in der Definition der Mengenstaffel der Preislistenbezug alle Preislisten ausgewählt, so bedeutet dies, dass die in den Mengenstaffeln angegebenen Rabatte für die jeweilige Kundenpreisliste gilt.

3. Verkaufspreisdefinition anhand von Kunden Sonderkonditionen / Kunden <-> Artikel Preisvereinbarungen / Sonderpreisvereinbarung

  • Für einen einzelnen Artikel oder

  • für eine Artikelgruppe

Definieren Sie hier die mit Ihrem Kunden vereinbarten Sonderkonditionen (SOKO), ab einer bestimmten Menge, für einen bestimmten Zeitraum.

SOKOs können für einen einzelnen Kunden oder eine Kundegruppe definiert werden. Der Begriff der Kundengruppe ist dabei gleichzusetzen mit der Rechnungsadresse des Kunden. Das bedeutet: In der Kunden-SOKO Auswahlliste wird der Eintrag des Artikels Rot angezeigt, wenn dieser nicht rabattierbar ist. SOKOs werden für Kunden + Artikelgruppen oder einzelne Artikel erfasst.

  • Es gilt: Einzelner Artikel > Artikelgruppe.

  • Ein Kunde kann auch ein Konzern sein.

  • Bezugsgröße für den Standardrabattsatz ist die VK-Preisbasis des Artikels. Wenn keine VK-Basis erfasst wurde, gilt der Gestehungspreis des Artikels (siehe VK-Mengenstaffeln).

  • Wenn sich die VK-Basis ändert, ändern sich entsprechende die erfassten SOKOs, der Preis wird zur Laufzeit berechnet und ist nicht in der DB abgespeichert.

  • In der Liste der KundenSOKOs gibt es eine Spalte für Artikel/Artikelgruppe. Eine Artikelgruppe wird zusätzlich durch ein vorangestelltes “G” gekennzeichnet, beim Artikel bleibt das Zeichen leer (nach dieser Spalte kann nicht sortiert werden).

  • Die SOKO greift nur dann, wenn ein Artikel als rabattierbar gekennzeichnet ist (Artikel>Sonstiges).

  • Ablauf der Verkaufspreisfindung Stufe 3:

  1. Hat der Kunde eine SOKO für den Artikel hinterlegt?

  2. Hat der Kunde eine SOKO für die Artikelgruppe des Artikel hinterlegt?

  3. Hat der Kunde eine SOKO für den Artikel für seine Rechnungsadresse hinterlegt?

  4. Hat der Kunde eine SOKO für die Artikelgruppe des Artikel für seine Rechnungsadresse hinterlegt?

Die Wartung der KundenSOKOs sitzt im Modul Kunde. Sie besteht aus 2 Panels:

  1. 1:n Liste der KundenSOKOs zu einem Kunden. Im Detail erfolgt die Wartung einer KundenSOKO.

  2. 1:n Liste der Mengenstaffeln zu einer KundenSOKO.

Alternativ dazu können die Artikel auch direkt aus dem Reiter Sonderkonditionen aus dem Artikelmodul gepflegt werden. Bitte beachten Sie, dass Rabatte in den Sonderkonditionen nur für diejenigen Kunden vergeben werden können, die in als Währung die gleiche Währung wie Ihr Unternehmen / Mandant haben.

Verkaufspreisfindung

Bei der Reihenfolge der Verkaufspreisfindung wird in folgender Weise vorgegangen:

  1. Gibt es für diesen Artikel und diesen Kunden eine Sonderpreisvereinbarung

  2. Gibt es für diesen Artikel und die verkaufte Menge eine gültige Mengenstaffel

  3. Gibt es für diesen Artikel und diesen Kunden einen gültigen Preislistenzusammenhang

  4. trafen die obigen 3 Bedingungen nicht zu, so wird der 1.Verkaufspreis des Artikels herangezogen.

Ich habe eine neue Preisliste hinzugefügt, sehe diese aber nicht

Wenn die Darstellung der Preislisten geändert wird, also neue Preislisten hinzugefügt bzw. aktiviert oder deaktiviert werden, so muss das Artikelmodul neu gestartet werden, damit diese sichtbar werden.

Abhängigkeiten der Preise untereinander:

In Kieselstein ERP werden grundsätzlich drei verschiedene Preise unterschieden.

Einkaufspreis        Zu diesem Preis bestellen Sie Ware bei Ihren Lieferanten

Gestehungspreis   Der durchschnittliche Preis der lagernden Waren

Verkaufspreis       Mit diesem Preis verrechnen Sie Positionen an Ihre Kunden

Vom Einkaufspreis zzgl. Transportkosten (und eventueller Fixkosten abzüglich allgemeinem Rabatt einer Bestellung) wird der Einstandspreis ermittelt. Mit Einstandswert (Einstandpreis * Menge) + altem Lagerwert wird der aktuelle Gestehungspreis ermittelt. Der Gestehungspreis + dem Mindestdeckungsbeitrag ergibt den Mindest-Verkaufspreis. Wird im Verkauf dieser Preis unterschritten so wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.

Aufgrund welcher Adresse wird der zu verwendende Verkaufspreis bestimmt?

Dies ist in aller Regel die erste Adresse des Verkaufsbeleges.

Beim Lieferschein werden die Konditionen jedoch aufgrund der Rechnungsadresse bestimmt, also auch die Regel für die Verkaufspreisfindung.

Wie wird der Verkaufspreis in den Belegen durchgereicht?

In der Regel definiert immer der Vorgängerbeleg, welcher Preis in den Nachfolgebeleg übernommen werden sollte. Selbstverständlich kann im jeweiligen Beleg, der gewünschte Preis abgeändert werden. D.h. wenn Sie in einem Angebot einen Verkaufspreis definiert haben und daraus dann ein Auftrag erzeugt wird, wird für jede Angebotsposition der Verkaufspreis in den Auftrag übernommen. Selbstverständlich kann im Auftrag dann der Positionspreis, falls erforderlich, abgeändert werden. Zusätzlich finden Sie in Angebot, Auftrag, Lieferschein auch den Rechen-Knopf mit dem für die Positionen des Beleges die Preise neu errechnet werden können. Üblicherweise wird auch bei der Überleitung eines Auftrages in den Lieferschein bzw. die Rechnung diese Logik angewandt. Aufgrund der aktuell massiven Preisschwankungen im Rohmaterial, gibt es für die Überleitung von Auftrag in den Lieferschein, hier anstatt der Preise aus dem Auftrag die aktuell für das Lieferscheindatum gültigen Verkaufspreise, anhand der oben beschriebenen Verkaufspreisfindung neu zu berechnen. Setzen Sie dafür für die Rechnungsadresse im Kunden im Reiter Konditionen bei VK-Preis kommt aus LS-Datum den Haken.

Kann der Gestehungspreis verändert werden?

Ja. Voraussetzung dafür ist das Recht WW_ARTIKEL_GESTPREISE_CU. Damit können im Reiter Lager, des jeweiligen Artikels die momentanen Gestehungspreise des Artikels geändert werden. Bitte beachten Sie, dass damit KEINE nachträglichen Gestehungspreisänderungen bereits entnommener Artikel durchgeführt werden können. Ist für einen Artikel bzw. für das gewünschte Lager noch kein Lagerstand eingetragen, so wird dieser normalerweise in der Liste der Lagerstände des Artikels im Reiter Lager nicht angezeigt. Fügen Sie mit Neu und durch Auswahl des gewünschten Lagers den Lagereintrag hinzu. Nun kann der Gestehungspreis für diesen Artikel für dieses Lager für zukünftige Lagerbetrachtungen / Lagerabbuchungen verändert werden. Bitte beachten Sie, dass der Gestehungspreis bei jeder Lagerzubuchung aktualisiert wird. Ist für einen Artikel noch kein Lagerstand gegeben, so bedeutet dies, dass der Gestehungspreis direkt auf den neuen Einstandspreis gesetzt wird. Bei lagernden Artikeln wird bei der Änderung des Gestehungspreises aus Gründen der Aufrollung dieser speziellen Durchschnittspreisberechnung, automatisch der gesamte Lagerstand vom Lager genommen und danach mit dem neuen Gestehungspreis wieder zugebucht. Dadurch geht der Bezug auf den tatsächlichen Wareneingang verloren. Verwenden Sie daher diese Funktion mit bedacht.

Kann ich den Mindestdeckungsbeitrag auch Null setzen?

Ja. Aber HÖCHSTE Vorsicht!!!! Der Mindestdeckungsbeitrag ist Ihre Sicherheit, dass Sie für jedes Produkt den für das Überleben des Unternehmens erforderlichen Beitrag erwirtschaften. Bitte bedenken Sie dazu folgendes:

  1. Die Ware wird mit dem Einstandspreis zugebucht und dadurch mit dem Gestehungspreis auf Lager gelegt

  2. Die Ware wird in die Fertigungsaufträge bzw. in Lieferscheine / Rechnungen entnommen

  3. Bei den Fertigungsaufträgen wird Arbeitszeit ev. auch Maschinenzeit zu den hinterlegten Kosten zugebucht.

  4. Bei der Ablieferungsmeldung der Lose wird der Gestehungspreis des jeweiligen Loses mit bestmöglicher Genauigkeit errechnet. D.h. auch die Rückmeldung des Loses ans Lager ist “nur” auf Basis Gestehungspreis

  5. Wird dieser Artikel nun verkauft, so wird beim Abspeichern der Position der eingegebene Nettopreis mit dem dem Lieferschein (Rechnung) zugeordneten Gestehungspreis, also Ihren Einkaufs / Herstellkosten verglichen und wird der Mindestverkaufspreis unterschritten erhalten Sie eine entsprechende Warnung.

  6. Die Praxis zeigt, dass immer wieder Ereignisse auftreten, die höhere Gestehungskosten verursachen. Das können sowohl längere Fertigungszeiten sein aber auch oft geänderte Materialpreise. Denken Sie hier z.B. an stark schwankende Stahlpreise, das weite Thema der Material / Kupferzuschläge, erhöhte Transportkosten usw.

  7. Würde nun der Mindestdeckungsbeitrag auf einen zu geringen Wert, im schlimmsten Falle auf Null gesetzt, liefert dieses Produkt zuwenig / keinen Cent an Deckungsbeitrag für Ihr Unternehmen. Überspitzt formuliert: Es wäre für Sie besser und billiger, wenn Sie das Produkt nicht liefern würden.

Verkaufspreisfindung auf Basis Lieferantenpreis

Mit dem Parameter VK_PREISBASIS_IST_LIEF1PREIS kann eingestellt werden, dass als Verkaufspreisbasis anstelle der pro Artikel fest hinterlegen Verkaufspreisbasis der Nettopreis des ersten Lieferanten verwendet wird. Damit erreichen Sie, dass sich die vorgeschlagenen Verkaufspreise immer am Nettopreis Ihres Haupt-Lieferanten orientieren. Bitte beachten Sie, dass hier auch eventuelle Wechselkurs Umrechnungen enthalten sind. D.h. wenn ein Lieferant z.B. in USD hinterlegt ist, so wird für die Berechnung Ihrer Verkaufspreise dieser USD Betrag auf den Betrag Ihrer Mandantenwährung umgerechnet. Hinweis: Wenn diese Funktion verwendet wird, werden die Rabatte in aller Regel als Aufschläge definiert werden müssen, um einen entsprechenden Deckungsbeitrag zu erzielen. Aufschläge können bei den Rabatten durch Angabe negativer Rabatte eingegeben werden.

Verkaufspreisfindung auf Basis des letzten Auftragspositionspreis

Mit dem Parameter VERKAUFSPREIS_RUECKPFLEGE  kann als Verkaufspreisbasis anstelle der pro Artikel fest hinterlegen Verkaufspreisbasis der Preis der letzten Auftragsposition verwendet werden. Im Detail bedeutet das, dass beim Speichern der Auftragsposition die VK-Basis des Artikels zum Auftragsdatum aktualisiert wird.

Standard Rabatte bei neuen Artikel

In der Definition der Preislisten kann auch ein Standard-Rabatt hinterlegt werden. Dies bewirkt, dass beim Anlegen eines neuen Artikels automatisch diese Rabatte mit Preisgültigkeit ab heute (= Anlagedatum) eingetragen werden.

Diese Rabatte sind nur Vorschlagswerte und können im oberen Modulreiter VK-Preise geändert werden.

Fragen rund um den Gestehungspreis

Kann der Gestehungspreis kleiner dem Einkaufspreis sein?

Von der Grundidee her ist der Gestehungspreis immer gleich oder größer dem Einkaufspreis.

Musste von Ihrer Seite jedoch eine Preiserhöhung im Einkauf akzeptiert werden und war noch alte, günstige Ware auf Lager, so gibt es durchaus auch Konstellationen in denen der Gestehungspreis unter dem Einkaufspreis ist.

Hinweis:

Leider kommt es auch immer wieder vor, dass bei Handbuchungen schlampig gearbeitet wird und einfach kein Gestehungspreis für neue Artikeln bei Handzubuchungen eingegeben werden. Später wird dann der Artikel über die Bestellungen oder den Fertigungsauftrag zugebucht und man wundert sich, dass die Preise nicht stimmen.

In diesem Falle können Sie:

  • die Handbuchung richtigstellen

  • den Gestehungspreis aktualisieren

Die Richtigstellung der Handbuchung ist vorzuziehen, da dadurch die Verknüpfung der Lagerbewegungen (Zugang mit Abgang) erhalten bleibt. Bei der Korrektur des [Gestehungspreises](#Gestehungspreis anpassen) muss ein Lagerdurchgang gebucht werden, daher ergibt sich, dass alle lagernden Artikel abgebucht und dann neu zugebucht werden müssen.

Preispflege in Kieselstein ERP über Export/Import

Die Preispflege über mehrere Artikel hinweg ist in Kieselstein ERP durch einen Export und darauffolgenden Import gelöst. So können Sie schnell Preise aktualisieren ohne jeden Artikel einzeln zu bearbeiten. Wechseln Sie dazu in das Modul Artikel obere Menüleiste Pflege und hier Preispflege-Export (wenn die Berechtigung VK-Preise sehen/ändern und WW_DARF_LAGERPRUEFFUNKTIONEN_SEHEN vorhanden sind). 

Nun wählen Sie die gewünschte Artikelgruppe / etc. aus und speichern die Exportdatei. Hier sind Export Filter nach: Artikelgruppen mit Untergruppen, Artikelklasse mit Unterklassen, Shopgruppen mit Untergruppen sowie Artikelnummer von-bis, sowie der Zusatz versteckte j/n möglich.

Nach dem durchgeführten Export erscheint also der Hinweis, wo denn die XLS-Datei abgespeichert wurde.

Der Aufbau der Datei beinhaltet: Artikelnummer, Bezeichnung, Kurzbezeichnung, Zusatzbezeichnung, Referenznummer, Revision, Index, Einheit, Lieferant, Einzelpreis, Rabatt, Nettopreis, Gültig seit, VK-Basis, Gültig seit, Fixpreis, Rabatt, Errechneter Preis, Gültig ab, Währung, LetzterAbgang, LetzterZugang, Reservierungen Auftrag, Reservierungen Forecast, Reservierungen Forecast (Alle), Artikelgruppe, Artikelklasse, Shopgruppe Die Preise sind immer zum heutigen Preisgültigkeitsdatum angegeben. Reservierungen Forecast (Alle) bedeutet, dass dies die Forecastmengen sind, unabhängig von den Call-Off Tag, Call-Off Woche bzw. Forcastauftrag Monaten. D.h. die Abschaltung der Wirkung der Reservierung der Forecastaufträge hat in der Spalte Alle keine Wirkung.

In diesem XLS-File kann nun die VK-Preisbasis und das Gültigkeitsdatum der Basis verändert werden. Außerdem können die Fixpreise/Rabatte und Gültigkeit jeder Preise verändert werden. Wenn in einer Preisliste ein Fixpreis hinterlegt wird, dann hat dieser Vorrang vor dem Rabattsatz. Alle anderen Spalten sind für den Import irrelevant.

Um einzelne Preislisten nicht zu ändern, entfernen Sie dazu die 5 Spalten Fixpreis / Rabatt / Errechneter Preis / Gültig ab / Währung. Einzelne Spalten einer Preisliste können nicht gelöscht werden. Sobald Sie mit der Überarbeitung fertig sind, speichern Sie die Datei ab.

Importieren Sie die bearbeitete Datei im Modul Artikel obere Menüleiste Pflege, Preispflege-Import. Achtung: Die VKPreisbasis und das Gültigkeitsdatum müssen in ihren Original-Spalten, aktuell sind dies Spalte N und O eingetragen sein. Wenn die Datentypen in den Spalten nicht korrekt sind, erscheint eine Fehlermeldung und der Import wird abgebrochen und alle Änderungen verworfen. Am besten verwenden Sie die exportierte Datei für den Import also: exportieren der gewünschten Artikel – speichern die Datei ab – nehmen die Änderungen vor – speichern die Datei ab – importieren diese Datei.

Gerne können einzelne Artikelzeilen entfernt werden und damit werden diese Artikel nicht verändert. Beim Löschen von Spalten bitte mit Bedacht, wie oben beschrieben vorgehen.

Kann eine Begründung für Preisänderungen angegeben werden?

Ja. Schalten Sie dazu den Parameter BEGRUENDUNG_BEI_VKPREISAENDERUNG auf 1. Damit wird bei jeder Preisänderung eine entsprechende Begründung abgefragt. Diese wird unter Info, Verkaufspreisentwicklung angezeigt.

Diese Begründung muss auch bei der Preispflege durch den VK-Preis-Import angegeben werden.

Verkaufspreisautomatik

Alternativ zur Version, dass der Lief1Preis als Verkaufspreisbasis verwendet wird, kann auch die VERKAUFSPREIS_AUTOMATIK_LIEF1PREIS zur Verfügung. Dies bedeutet im wesentlichen, dass immer bei Änderung des Einkaufspreises des bevorzugten Lieferanten automatisch die Verkaufspreisbasis aktualisiert wird, wobei der bei dem Parameter VERKAUFSPREIS_AUTOMATIK_LIEF1PREIS hinterlegte Prozentsatz als Basis für die Umrechnung verwendet wird. Beachten Sie bitte, dass dies nicht für die Mengenstaffeln gilt. Die Automatik greift nur für Preisänderungen des bevorzugten Lieferanten bzw. dann wenn ein Lieferant durch Umsortierung zum ersten Lieferanten wird. Zusätzlich zum Parameter gibt es in der Artikelgruppe die Möglichkeit hier eine andere Verkaufspreisautomatik zu definieren bzw. diese für die gewählte Artikelgruppe abzuschalten. Bitte beachten Sie dass die Definition keine Vater- bzw. Kindgruppen berücksichtigt. Die Logik ist nun wie folgt:

  • der EK-Preisaufschlag der Artikelgruppe null = leer, so greift die Definition des Parameteres VERKAUFSPREIS_AUTOMATIK_LIEF1PREIS
  • ist ein Wert ungleich -1 eingegeben, so greift dieser Prozentsatz
  • ist -1 eingegeben, so bedeutet dies, dass die Verkaufspreisautomatik für diese Artikelgruppe abgeschaltet ist
  • wird nun, anhand obiger Regel auf den allgemeinen Parameter VERKAUFSPREIS_AUTOMATIK_LIEF1PREIS zurückgegriffen, so gilt hier analog
  • ist dieser ungleich -1 so wird mit diesem Prozentaufschlag vom Netto(Einkaufs)preis die Verkaufspreisbasis errechnet

Ich erhalten einen ungültigen Verkaufspreis

Ich erhalten keinen Verkaufspreis

Wie oben beschrieben ist die Basis für die Verkaufspreisfindung das Datum der Preisgültigkeit in Relation zum Belegdatum. D.h. es wird, ausgehend vom Belegdatum (Datum des Angebotes usw.) ein zum gleichen Tag oder davor definierter Verkaufspreis, inkl. Verkaufspreisbasis, Preislistenpreis, Verkaufsmengenstaffel und Kunden Sonderkonditionen gesucht. Eine immer wieder vorkommende Fehlbedienung ist, dass z.B. ein Angebot heute angelegt wird. Dann wir am Folgetag ein neuer Artikel definiert und ein Verkaufspreis eingegeben. Aufgrund dessen wird für den neuen Artikel die Preisgültigkeit ab heute, also dem Folgetag gesetzt und somit für das Angebot, das ja ein Belegdatum von gestern hat, kein Verkaufspreis gefunden. Unser Rat daher, bitte beachten Sie bei der Festlegung Ihre Verkaufspreise auch ab wann diese nun tatsächlich gültig sind.

Können auch Preislisten in Fremdwährungen definiert werden?

Ja. Bei der Definition der Preislisten kann auch definiert werden, dass diese Preisliste in einer abweichenden Währung definiert ist.
Hier können sowohl Fixpreise als auch Rabatte angegeben werden. Bitte beachten Sie, wenn hier Fixpreise angegeben werden, liegt das Währungsrisiko bei Ihnen.

5.1.2 - Mengeneinheiten

Definition der verwendeten Mengeneinheiten mit mathematischen Umrechnungsfaktoren.

Mengeneinheit

Grundsätzlich wird in Kieselstein ERP die Mengeneinheit des Artikels als die lagergeführte Mengeneinheit verwendet. Alle Preise und Angaben beziehen sich auf diese Mengeneinheit. Bitte beachten Sie dass alle anderen Darstellungen nur umgerechnete Werte sind. Auch wenn z.B. in der Bestellung Einkaufspreise in kg eingegeben werden, so werden auch diese Zahlen in die lagergeführte Mengeneinheit umgerechnet und mit diesen Werten abgespeichert.

Die Mengeneinheiten können im Modul System , unterer Modulreiter Sprache, oberer Modulreiter Einheit definiert werden

In Kieselstein ERP können Sie beliebige Mengeneinheiten definieren.

Folgende Mengeneinheiten müssen jedoch immer vorhanden sein und können deshalb nicht verändert werden.

ME Bedeutung
Stk Stück
h Stunden
min Minuten
s Sekunden
m Meter
mm Millimeter

Basis ist immer die Mengeneinheit des Artikels. Also die Mengeneinheit in der der Artikel lagerbewirtschaftet wird.

Dimension

Zu jeder Mengeneinheit können Dimensionen angegeben werden. Die Dimension definiert die Erfassung zusätzlicher Dimensionswerte für die Stücklistenposition. Es stehen folgende Dimensionen zur Verfügung:

Dimension Bedeutung
0 keine zusätzliche Erfassung
1 Erfassung der Länge einer Stücklistenposition
2 Erfassung der Breite und Tiefe einer Stücklistenposition
3 Erfassung von Breite, Tiefe und Höhe einer Stücklistenposition

Umrechnungsfaktoren

Zusätzlich können Umrechnungsfaktoren angegeben werden. Diese Faktoren können ausschließlich für die Umrechnung innerhalb gleicher Maßeinheiten verwendet werden. Siehe SI-Einheiten.

Beispiel: Die Mengeneinheit des Artikel ist m². Sie wollen die Stücklistenposition aber in mm² erfassen.

Sie definieren deshalb die Umrechnung zwischen den Mengeneinheiten wie folgt:

Ausgangsmengeneinheit Zielmengeneinheit Umrechnungsfaktor
mm² 1.000.000
g kg 1.000
kg Tonnen 1.000

Ist nun der Artikel in Tonnen definiert, so kann in der Stücklistenposition als Positionsmengenart zwischen g, kg oder Tonnen gewählt werden. Von Kieselstein ERP werden die entsprechenden Umrechnungsfaktoren entsprechend behandelt.

Hinweis:

Beachten Sie bitte, dass die Erfassung der Mehrdimensionalitäten in den Stücklistenpositionen immer in der Mengeneinheit der Stückliste erfolgt. Ein Beispiel: Eine Blechtafel wird in m² definiert. In der Stücklistenposition wird als Mengeneinheit der Position mm² gewählt, so erfolgt die Erfassung von Breite und Tiefe in mm. Voraussetzung: Der Artikel Blechtafel ist in m² definiert und die m² sind mit Dimension 2 angelegt.

Auch die Umrechnung von Zeiteingabeeinheiten in der Stückliste ist mit dieser Definition möglich.

Ausgangsmengeneinheit Zielmengeneinheit Umrechnungsfaktor
s min 60
min h 60

D.h. Ein Arbeitszeitartikel ist im Artikelstamm in Stunden angelegt, aber die Erfassung der geplanten Zeiten erfolgt, in der Stückliste in der Erfassung der Positionen (welche eigentliche nur die Materialien sind) in Sekunden. So werden bei der Überleitung auf die Zieleinheit des Artikels die Umrechnungen mit voller Rechengenauigkeit durchgeführt.

Bestellmengeneinheiten

In vielen Branchen ist es üblich, Artikel in anderen Mengeneinheiten zu bestellen, als der Artikel dann in der eigentlichen Lagerwirtschaft bewirtschaftet wird. Wir haben dafür die Umrechnung von Lagermengeneinheit auf Bestellmengeneinheit im Artikel geschaffen.

Damit kann die Umrechnung ausschließlich für das Bestellwesen eingetragen werden. Als Beispiel sei hier die Beschaffung von 3mm Stahlblech angeführt. Ein Quadratmeter Stahlblech hat ca. 24kg. D.h. der Artikel wird bei Ihnen im Unternehmen in m² bewirtschaftet. Da die Stahlhändler üblicherweise in kg rechnen, hinterlegen Sie in den Details der Blechtafel, dass ein m² 24kg hat. Also (ein) m² = 24 kg, so wie oben angegeben. Ist bei einem Artikel die Bestellmengeneinheit angegeben, so kann in der Bestellung alternativ die Menge (das Gewicht) in Bestellmengeneinheit eingegeben werden. Ebenso kann der Preis des Artikels in der alternativen Bestellmengeneinheit eingegeben werden. Wichtig: Alle Buchungen und auch das Abspeichern der Daten erfolgt immer in der Lagermengeneinheit. Es können sich daraus eventuell Aufgrund der Umrechnung entsprechende unrunde Zahlen ergeben. Zusatzinformation: Da die Artikel in der Lagermengeneinheit am Lager geführt werden, sind selbstverständlich auch die Inventurpreise in Bezug auf die Lagermengeneinheiten zu sehen. D.h. für einen Meter Stahl(Profil/Flachstahl) ist der Meterpreis und nicht der kg Preis anzugeben.

Kann die Bestellmengeneinheit auch für Elektronik-Komponenten verwendet werden?

Diese Frage wird in der Praxis immer wieder gestellt. Oft ist der Hintergrund, dass eine Rolle SMD Widerstände mit 5.000Stk á 0,0214 € ja nur einen Wert von 107,- € darstellt und daher aus Sicht des Lagerwertes ausreichend genau ist. Hierzu muss man wissen, dass grundsätzlich ein SMD Widerstand, so wie viele andere elektronische Komponenten auch, in der Stückliste immer in der Mengeneinheit Stück geführt werden muss, denn die Stücklistenposition, das Bauteil, an exakt der richtigen Stelle der Schaltung gibt es nur in ein Stück. Das bedeutet, dass ein SMD Widerstand in Stück zu bewirtschaften ist. Hier kommt dazu, dass die Anzahl der Widerstände auf den Rollen je nach Hersteller sehr unterschiedlich ist, also alleine schon aus diesem Grund die Angabe von 1/1000 Rolle fachlich nicht geeignet ist. Zusätzlich hat ein Elektroniker, ein Lagermitarbeiter eine Vorstellung wieviel 2.400 Widerstände sind. Wieviel aber 0,48 Rollen sind, ist ihm nicht ersichtlich. Ein weitere Punkt ist, dass, z.B. für Prototypen, auch immer wieder geringere Mengen als eine Rolle eingekauft werden. Damit würde die Darstellung völlig unklar. Selbstverständlich können im Artikellieferanten die mit dem jeweiligen Lieferanten vereinbarten Verpackungseinheiten und Mindestbestellmengen hinterlegt werden. Dies sind jedoch nur Überwachungswerte. D.h. es erscheint in der Bestellung eine Warnung, wenn Sie z.B. 4.900 Stk bestellen möchten, die Mindestbestellmenge aber 5.000 ist. Sie haben natürlich die Möglichkeit auch nur 4.900 oder eben nur 50Stk, für einen Prototypen, zu bestellen. Beachten Sie dazu bitte auch die Besonderheit der Verpackungsarten in Verbindung mit den Einkaufsmengenstaffeln

Verkaufseinheiten

Neben dem oben angeführten Umrechnungsfaktor für die Bestellmengeneinheit steht zusätzlich die (Verkaufs-) Verpackungsmenge im Artikelreiter sonstiges zur Verfügung. Im Gegensatz zur Bestellmengeneinheit ist  die Verpackungsmenge nur ein Hilfsmittel für die Erfassung der Vielfachen der verkauften Mengen. Sie kann, gemeinsam mit der Verpackungs-EAN-Nr. für zusätzliche Informationen auf den Lieferpapieren verwendet werden.

Dimensionen im Verkauf

Siehe dazu bitte.

Breite, Tiefe, Höhe, Länge; Was ist was?

Da es auch hier immer wieder zu Unklarheiten kommt, die Definition dazu.

  • a.) Länge wird nur bei eindimensionalen Artikeln verwendet. Z.B. eine Stange Rundmaterial
  • b.) Ein zweidimensionaler Artikel (ein Blatt Papier oder eine Blechtafel) hat eine Breite und eine Tiefe. Die Breite ist das Maß von links nach rechts, wenn der Artikel in Gebrauchslage vor Ihnen liegt. Also bei einem Blatt A4 210mm. Die Tiefe ist das Maß von vorne nach hinten des Artikels in der Gebrauchslage. Also bei einem Blatt A4 297mm. Wichtig: Liegt das A4 Blatt quer vor Ihnen und ist das die gewünschte Gebrauchslage, so ist die Breite 297mm, die Tiefe 210mm. Siehe dazu auch Verpackungsbranche.
  • c.) Ein dreidimensionaler Artikel (eine Schachtel Karton) hat die Breite und Tiefe wie oben beschrieben und die Höhe in vertikaler Richtung. Das wäre bei einem Blatt Papier ca. 0,5mm.

Hinweis: In der Verpackungsbranche hat sich entgegen obiger technischer Definition trotzdem die Länge Breite Höhe durchgesetzt. Es wird hier allerdings davon ausgegangen, dass wenn das Produkt in Gebrauchslage ist, die längere Seite die Länge ist. So würde, ergänzend zur obigen Beschreibung ein Blatt A4 Papier IMMER eine Länge von 297mm haben, egal wie Sie es beschreiben (Hauptsache es liegt). Für die Umbenennung der Feldnamen im Artikel, Reiter Sonstiges bitten Sie Ihren Kieselstein ERP Betreuer dies für Sie einzutragen.

Fremdsprachige Mengenarten / Texte

Die Mengenarten können in jeder konfigurierten Sprache gepflegt werden. Bitte beachten Sie, dass ein Großteil dieser Übersetzungen nur bei einem Neustart des Moduls geladen werden, um die Netzwerkbelastung entsprechend gering zu halten.

Beispiel hierfür ist die Mengenart.

Um diese zu definieren / zu übersetzen melden Sie sich bitte am Kieselstein ERP in der gewünschten Sprache an.

Wählen Sie nun System, Sprache, Einheit. Definieren Sie nun die gewünschten Texte für die Mengeneinheiten unter UI-Bezeichnung. Bitte bedenken Sie, dass auf den Formularen üblicherweise nur für vier Zeichen Platz vorgesehen ist.

5.1.3 - Inventur

Erstellen, Zählen, Durchführen der Inventur

Inventur

Vorneweg eine Begriffsdefinition. Im Gedanken von Kieselstein ERP wird eine Inventur durchgeführt und ergibt eine Liste von inventierten Materialien, Baugruppen, also zum Inventurzeitpunkt lagernden Artikeln. Unter Inventar verstehen wir, zumindest im österreichischen Sprachgebrauch, Büroeinrichtung, Lagerschränke und ähnliches. Also Einrichtungs-Gegenstände aber auch Maschinen.

Bei unseren Schweizer und Liechtensteiner Anwendern ist die Definition, dass die Inventur die faktisches Arbeit des Zählens ist, mit der dann Wert und Menge des Inventars, also der zum Inventurzeitpunkt am Lager befindlichen Artikel, bestimmt wird. In weiterer Folge wird in dieser Beschreibung immer vom österreichischen Sprachgebrauch ausgegangen.

Ab wann mach die Durchführung einer Inventur wirklich Sinn? Gerade Unternehmen die neu starten, sind der Meinung, dass man durch das Zählen des Lagerstandes sofort alles hat, was für eine gute Lagerwirtschaft notwendig ist. Wenn das nun ein reines Handelsunternehmen ist, mag das stimmen. In dem Moment, in dem Stücklisten verarbeitet werden, ist es aber so, dass für die komfortable Lagerbewirtschaftung auch die Materialbuchungen in die Lose stimmen müssen. Hier ist der komfortabelste Weg natürlich, dass die Stücklisten so weit wie möglich richtig sind.

Durchführung einer Stichtagsinventur

Die Stichtagsinventur dient der Erfassung des aktuellen Lagerstandes zu einem bestimmten Stichtag. Mit Kieselstein ERP ist es uns gelungen die Funktionalität der sogenannten fliegenden Zwischeninventur und der Stichtagsinventur zu vereinen. Zum Thema [permanente Inventur siehe dort](#Permanente Inventur). Grundsätzlich gliedert sich die Inventur in folgende Schritte:

  • Zählen des Lagerstandes
  • Eingeben / erfassen des Lagerstandes in Kieselstein ERP
  • Errechnen des Lagerstandes zum Inventurzeitpunkt

Wichtig: Beim Anlegen einer neuen Inventurliste müssen Sie auch das Stichtagsdatum für die Inventur angeben. Auf dieses Datum werden die Inventurmengen anhand der Artikelbewegungen rück- / vorgerechnet. Beachten Sie bitte auch, dass für die Berechnung der Lagerbuchungen eines Zeitraumes immer der tatsächliche Buchungszeitpunkt und nicht das Belegdatum ausschlaggebend sind.

  1. Im Modul Artikel finden Sie einen unteren Reiter Inventur. Unter dem Menüpunkt Info finden Sie die Zählliste. Drucken Sie sich die Zähllisten für Ihr Lager / Ihre Läger aus. Es ist eine Blindzählliste inkl. Code128 für die Artikelnummer. Mit dieser Liste werden die tatsächlichen Lagerstände erfasst.

  2. In der Auswahl wird eine neue Inventur angelegt und gespeichert. Unter Inventurliste werden die aktuellen Lagerstände (WICHTIG: hier ist der Lagerstand jetzt zum Zeitpunkt der Erfassung gemeint) nach Lagern getrennt eingegeben. Beim Speichern des (korrigierten) Lagerstandes werden die entsprechenden Lagerkorrekturbuchungen sofort durchgeführt. Die Korrekturen werden in das Inventurprotokoll eingetragen.

  3. Nach der Erfassung aller Artikel (siehe dazu auch Info, nicht erfasste Artikel)  gehen sie auf Abschließen und klicken Sie auf Inventur durchführen . Jetzt werden die Lagerstände für den gewünschten Inventurstichtag errechnet und in den Inventurstand eingetragen. Bitte beachten Sie dass die Durchführung der Inventur VOR dem Inventurstichtag nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist.

Inventurprotokoll und Inventurstand können ausdruckt werden. Hier stehen Ihnen vielfältige Sortiermöglichkeiten, wie zum Beispiel nach Lagerplatz zur Verfügung. Der Inventurstand kann auch manuell verändert werden. Beachten Sie dazu bitte, dass dies KEINE Rückwirkungen auf den tatsächlichen Lagerstand hat. Wichtig: Die oben beschriebene Buchung wird auch zeitrichtige Buchung der Inventur genannt. Das bedeutet, nachdem ein Artikel vom Lager, z.B. mittels Lieferschein entnommen wird, so wird anschließend der Artikel gezählt. Dieser Inventurstand wird in der Inventur erfasst. Danach wird ganz normal die Lagerbewirtschaftung fortgesetzt. Am Ende der Inventur wird trotzdem, gerade wegen der zeitrichtigen Buchung, der richtige Inventurstand zum 24:00 errechnet. Dies hat für den Anwender den Vorteil, dass für die Inventur nicht Lager bzw. Lagerbereiche gesperrt werden müssen. Es muss lediglich darauf geachtet, dass alle ein- bzw. ausgelagerte Ware auch rechtzeitig verbucht wird. Somit kann die Inventur während des laufenden Geschäftes durchgeführt werden, z.B. wenn einzelne Mitarbeiter gerade Leerlauf hätten.

Anders erklärt, zwischen dem Zählen und dem Inventurstand (egal ob vor oder nach dem Stichtag) werden die Lagerbewegungen berücksichtigt. Als Mitarbeiter zählt man den Artikel, so wie er derzeit im Lager ist, alle Buchungen in Kieselstein ERP (wie zum Beispiel Wareneingänge, Los-Material-Verbrauch) werden dementsprechend gebucht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass in der Zeitspanne während der Mitarbeiter den Artikel zählt und der Erfassung im Kieselstein ERP, keine Buchungen des Artikels gemacht werden, die sich auf den Lagerstand auswirken.

Wie stellt man sicher, dass die Lagerstandsliste mit dem Inventurstand übereinstimmt?

Manche Unternehmen wollen / müssen jedes Monat eine aktuelle Monats / Quartalsbilanz legen. Um diese gültig starten zu können, wird oft eine Inventur herangezogen, die dann mit dem Lagerstand zum Inventurstichtag übereinstimmen sollte / muss. Dabei ist folgendes zu beachten: Es ist in der Buchungslogik von Kieselstein ERP Systemimmanent enthalten, dass Lagerbuchungen IMMER zum aktuellen Zeitpunkt, also dem Zeitpunkt wann die Buchung durchgeführt wird, gebucht werden. Damit ergibt sich in Verbindung mit obiger Forderung, dass: Wenn Inventurstand und Lagerstand zum Stichtag übereinstimmen sollten, so müssen alle Lagerbuchungen die mit der Inventur verbunden sind, vor dem Inventurstichtag abgeschlossen sein. Beispiel: Eine Inventur zum 31.7.. Es müssen alle Inventurbuchungen zum 31.7. durchgeführt sein. Das sind sowohl die klassischen Inventurbuchungen als auch z.B. die Buchungen setze Lagerstand auf 0,00 bei der Durchführung der Inventur. D.h. unter der Voraussetzung dass Inventur und Lagerstand auch zum Stichtag übereinstimmen sollten, muss die Inventur spätestens am Inventurstichtag komplett abgeschlossen werden!

Kann man nachträglich Differenzen vor allem in deren Wert begründen ?

Wurde eine Inventur ev. mit Ausbuchen der nicht gezählten Artikel zu einem späteren Zeitpunkt als dem Inventurstichtag durchgeführt, so kann, siehe oben, der Lagerstand zum Stichtag nicht mit dem Inventurstand, der ja ein errechneter Wert ist, übereinstimmen. Um ein Gefühl für die Differenz zu bekommen nutzen Sie bitte die Inventurliste (Menüpunkt Info) und geben als Zähldatum einen Tag nach dem Inventurstichtag ein. Das Bis-Datum leeren Sie bitte. So bekommen Sie alle die Inventurbewegungen, die nach Ihrem Inventurstichtag noch gemacht wurden und die deshalb nicht in der Lagerstandsliste zum Inventur-Stichtag enthalten sein können.

Bitte beachten Sie dazu unbedingt auch , dass VOR dem Ausbuchen der nicht gezählten Artikel diese, wie bei der Sicherheitsabfrage beschrieben, für alle jetzt heute lagernden Artikel gilt und nicht, wie oft angenommen, für die damals lagernden Artikel.

Wie macht man eine Stichtagsinventur?

Grundsätzlich besteht eine Stichtagsinventur aus dem Zählen der vorhandenen Artikel und der Eingabe dieser Mengen in das System. In vielen Unternehmen wird dies in Form einer Stichtagsinventur mit hohem Aufwand durchgeführt. Bitte prüfen Sie immer die Möglichkeit einer sogenannten Permanenten-Inventur, welche den Personaleinsatz dramatisch reduziert, aber auch gewisse organisatorische Voraussetzungen erfordert. Als weitere Möglichkeit sei auf die fliegende Zwischeninventur verwiesen. Stichtagsinventur: a.) Vorbereitende Arbeiten Es empfiehlt sich etliche Tage/Wochen vor dem eigentlichen Inventurstichtag bereits mit dem Zählen zu beginnen. D.h. von freien Kräften, oder auch zusätzlich angestellten Mitarbeitern usw. werden die in den Lagern befindlichen Artikel gezählt. Das Ergebnis der Zählung wird auf den einzelnen Artikelbehältern notiert. Wichtig: Dies setzt voraus, dass auch die Entnahmen ab diesem Zeitpunkt akribisch auf den Behältern notiert werden. Damit reduzieren Sie den Zeitdruck zum Inventurzeitpunkt. b.) die Durchführung Wichtig: Es dürfen KEINE Buchungen sowie Entnahmen während der Stichtagsinventur durchgeführt werden. Siehe dazu auch: Worauf ist noch zu achten. Nun müssen alle Artikel, die noch nicht gezählt wurden in sogenannten blinden Zähllisten erfasst werden. Diese Listen enthalten die Artikel und deren Bezeichnung sowie die Lagerplätze aber keine Mengenangaben und sind üblicherweise nach Lagerplätzen sortiert. In diese Listen sind handschriftlich die gezählten Werte einzutragen. Für eine eventuelle Steuerprüfung kann es sein, dass im schlimmsten Fall diese Listen herangezogen werden. Diese sind also entsprechend aufzubewahren (BAO132). c.) die Erfassung Die von den Mitarbeitern gelieferten Zähllisten sind nun im Inventurmodul entsprechend zu erfassen. Am Einfachsten ist hier die Eingabe mittels Barcodescanner. D.h. es wird einfach der Barcode des Artikels der Zählliste gescannt, das Programm steht damit auf dem richtigen Artikel und sie brauchen nur mehr den aktuellen Lagerstand einzugeben. Für den Fall, dass ein Artikel auf mehreren Listen erfasst wurde oder nacherfasst wurde, ist zu beachten, ob dies eine Korrekturbuchung oder eine Ergänzungsbuchung ist. Dies wird vom Programm entsprechend unterstützt. Wenn Sie mit der Erfassung fertig sind, so muss unbedingt geprüft werden, ob auch tatsächlich alle lagernden Artikel erfasst wurden. Nicht erfasst Artikel sollten noch nacherfasst werden und gegebenenfalls der Inventurlagerstand auf Null gebucht werden. d.) die Nachbearbeitung Nach der Erfassung muss die Inventur in den aktuellen Lagerstand übernommen werden. Damit ist die eigentliche Inventur abgeschlossen und die üblichen Lagerbuchungen, also das ausliefern und einbuchen der Waren kann wieder durchgeführt werden. Nun ist die Inventur zu bewerten / abzuwerten und eventuelle Korrekturen usw. anzubringen. Hierbei ist zu beachten, dass Korrekturen in Inventurpreis und Menge NICHT auf den aktuellen Lagerstand wirken.

Möglichkeit den Zählaufwand zu reduzieren: Es werden nur 80% des Warenwertes, was üblicherweise 20% der Lagerpositionen entspricht gezählt. Der Rest wird laut EDV in die Inventur übernommen. Nutzen Sie für eine permanente Inventur auch den Andruck des Lagerstandes aus der Los-Ausgabeliste. Hier kann der Materialverantwortliche mit einem Blick feststellen ob der gebuchte Lagerstand mit dem physikalischen Lagerstand übereinstimmt.

welche vorbereitenden Arbeiten sollten noch vor der eigentlichen Inventur durchgeführt werden?

Gerade in Produktionsbetrieben ist eine gute Inventurvorbereitung schon die halbe Inventur. D.h. es muss unbedingt vor dem Beginn des Zählens klar sein, welche Teile überhaupt gezählt werden sollten. D.h. wo befinden sich buchungstechnisch die Artikel? Sind sie im Los oder noch im Lager und ist das den Mitarbeitern bekannt, also welche Teile nicht in der Inventur mitgezählt werden dürfen, da sie in der Halbfertigfabrikatsinventur erfasst werden. Wie kann diese Situation entschärft werden? a.) Überprüfen Sie ob alle Lose die erledigbar sind wirklich erledigt sind. Drucken Sie dazu die Halbfertigfabrikatsinventur sortiert nach Auftragsnummer aus. Hier sehen Sie noch offene / nicht vollständig erledigte Lose, deren auslösende Aufträge bereits erledigt sind. Bereinigen Sie diese Liste bestmöglich. b.) Drucken Sie nun die Liste der auflösbaren Fehlmengen aus und lösen Sie diese Fehlmengen bestmöglich auf. c.) Stellen Sie sicher, dass alle Lose in ihrem Ablieferstatus, mit den abgelieferten Mengen der jeweiligen Tatsache entsprechen. d.) Drucken Sie erneut die Halbfertigfabrikatsinventur aus und kennzeichnen Sie die in den jeweiligen Losen gebuchten Teile als auf Los gebucht. Diese dürfen in der Inventur nicht mitgezählt werden und sollten auch während der Inventurbuchung nicht verändert werden. Es empfiehlt sich auch, während des Zählens keine Losablieferungen zu machen, solange bis die Inventur abgeschlossen ist. Wir raten, die nächste Losablieferungsbuchung erst am Folgetag der Inventur durchzuführen, damit eine ausreichend genaue Stichtagsbetrachtung möglich ist. f.) Hier hat sich auch bewährt, darauf zu achten, dass alle Lose erledigt oder angelegt sind. Von der Idee her sollte die Halbfertigfabrikatsinventur kein einziges Los zeigen. Das erreichen Sie indem die teilerledigten Lose in der Losgröße auf die bereits abgelieferten Mengen reduziert werden und für die noch zu produzierenden Mengen neue Lose, welche im Status angelegt bleiben bis die Inventur abgeschlossen ist, angelegt werden. Damit können alle Artikel gezählt und erfasst und bei gleichen Artikeln auch zusammengezählt werden.

Worauf ist noch zu achten?

Es kommt immer wieder vor, dass vor der Inventur z.B. ein Lieferschein angelegt wird, dann die Zählung der Artikel gemacht wird und dann nach der Inventur erst die eigentliche Buchung durchgeführt wird. Da für die Inventur der Erfassungszeitpunkt herangezogen wird, für die Darstellung der Bewegungsdaten aber das Belegdatum (z.B. des Lieferscheins) ausschlaggebend ist, ergibt sich automatisch, dass die Mengen die normalerweise aus der Artikelstatistik (durch den Anwender) herausgelesen werden NICHT stimmen können. Wir zeigen daher den ev. fehlerhaften Buchungszeitpunkt in Rot an. Es bedeutet dies auch, dass beim Zählen der Inventurmengen, also der tatsächlichen Inventur KEINE bereits angelegten Lieferscheine bzw. Rechnungen bzw. Wareneingänge mit einem Datum vor dem Zählzeitpunkt gegeben sein sollten. Gegebenenfalls ändern Sie das Belegdatum auf nach der Inventur ab.

Die Schritte einer Inventur in Kieselstein ERP

Für die Inventur wählen Sie im Artikel den unteren Modulreiter Inventur.

  1. Legen Sie eine neue Inventur an und definieren Sie den Stichtag der Inventur. Der Inventurstichtag ist das Bezugsdatum auf den die Lagerbewegungen rück- bzw. vor-gerechnet werden. Eine Inventur kann nicht vor dem Inventurstichtag abgeschlossen werden.

  2. Drucken der Zählliste, Info, Zählliste. Geben Sie hier an, ab welcher Werte (Gestehungswert, Gestehungspreis) die Artikel auf der Zählliste erscheinen sollen. In der Zählliste werden die erfassten Mengen und gegebenenfalls Serien- bzw. Chargennummern eingetragen. Hinweis: Artikel die mit (C) gekennzeichnet sind sind Chargenbehaftete Artikel. Mit (S) gekennzeichnet Artikel sind Seriennummerntragend. Hier müssen jeweils die Serien- bzw. Chargennummern erfasst werden.

  3. Erfassen Sie nun alle inventierten Artikel Wählen Sie dazu den Reiter Inventurliste und geben Sie die erfassten Artikel ein. Sie können dafür entweder den Neu-Knopf oder wenn Sie über einen Barcodescanner verfügen auch mittels Barcodeerfassung die Daten eingeben. Bitte beachten Sie, dass die Lagerstandsänderung sofort bei Eingabe der erfassten / gezählten Menge gebucht wird. Diese Änderungen werden im Reiter Inventurprotokoll angezeigt. Wird ein Artikel des gleichen Lagers mehrfach erfasst, so erscheint eine entsprechende Meldung. In der Regel gehen wir davon aus, dass eine erneute Erfassung die Korrektur der bisherigen Erfassung ist.

  4. Sind Ihrer Meinung nach alle Artikel erfasst, so prüfen Sie dies durch den Druck der Liste der nicht erfassten Artikel (Info, nicht erfasste Artikel) Hier sehen Sie alle Artikel die noch nicht in der Inventurliste erfasst wurden. Gegebenenfalls hacken Sie “nur Artikel mit Lagerstand > 0 (größer 0)” an um eine Liste der noch nicht gezählten Artikel, welche aber derzeit noch einen Lagerstand haben zu erhalten. Hier besteht die zusätzliche Möglichkeit, dass für die inventierten Artikel welche Seriennummern- bzw. Chargennummern geführten sind, die noch nicht gezählten Serien- bzw. Chargennummern herauszufiltern.

  5. Sind nun alle zu zählenden Artikel gezählt und eingegeben, so muss nun der Inventurlauf durchgeführt werden. Gehen Sie dazu bei der entsprechenden Inventur auf Abschließen und hier auf ändern. Bitte beachten Sie unbedingt die Behandlung der nicht inventierten / nicht erfassten / nicht gezählten Artikel. . Wird diese Option gesetzt, so werden mit den Inventurlauf ALLE nicht erfassten Artikel auf einen Lagerstand von 0 gesetzt. Beachten Sie, dass dieser Lauf NICHT zurückgenommen werden kann. Bitte beachten Sie auch, dass es um die jetzt nicht lagernden Artikel geht (und nicht um die damals nicht lagernden) Sind alle Einstellungen richtig, so wird durch Klick auf der Inventurlauf gestartet.

  6. Nach der Durchführung der Inventur finden Sie unter Inventurstand die für den Inventurstichtag errechneten Lagerstände und Inventurpreise. Diese Mengen und Preise können bearbeitet / abgewertet werden. Beachten Sie dazu, dass: a.) diese Änderungen keine Auswirkungen auf Ihr tatsächliches Lager haben b.) die gesetzlichen Vorschriften. c.) die veränderten Mengen auch in der Artikelstatistik angezeigt werden. Die abgewerteten Preise werden zum Stichtag=Inventurdatum berechnet. Hier liegt die gleiche Berechnung wie für die Stichtagsbetrachtung des Lagerstandes zugrunde.

Abwertung der Inventur

Ein Inventurstand kann nur einmal abgewertet werden. Als Basis für die Inventurabwertung dient der unter Inventurstand eingegebene Preis. Dieser wird anhand der Abwertungsformel abgewertet. Abwertungsformel: GESTEHUNGSPREISABWERTEN_AB_MONATE GESTEHUNGSPREISABWERTEN_PROZENT_PRO_MONAT Das bedeutet: Ein Artikel der GESTEHUNGSPREISABWERTEN_AB_MONATE Monate keine Bewegung hatte, wird für jedes weitere Monat um GESTEHUNGSPREISABWERTEN_PROZENT_PRO_MONAT %te abgewertet, solange bis er einen Preis von 0 hat. Zur Durchführung der Abwertung klicken Sie im oberen Modulreiter Inventurstand auf , Inventur-Preise abwerten. Für die Betrachtung der Abwertungen werden alle Lagerbewegungen mit Ausnahme der Handlagerbewegung und der Inventurbuchungen berücksichtigt. Also nicht nur Abbuchungen sondern auch Zubuchungen.

Eine zusätzliche Variante der Abwertung ist über die Abwertung einzelner Positionen umgesetzt. Wechseln Sie in den Reiter Inventurstand, markieren die Zeile des Artikels, den Sie abwerten wollen. Im unteren Bildschirmbereich befindet sich die Eingabe des Prozentsatz für die Abwertung und klicken auf Speichern. Zur Dokumentation erfassen Sie die Begründung für die Abwertung im Kommentarfeld. Im Anschluss daran wird in der Inventurstand-Liste der Basispreis, die Abwertung und der daraus resultierende Inventurpreis angeführt. Achtung: Wenn die Inventur durchgeführt wird, dann wird die Abwertung der vorherigen Inventur (siehe obere Beschreibung, allgemein Abwertung aller Artikel) übernommen (außer sie ist 0 oder NULL) und der Inventurpreis sofort abgewertet. Wenn nach der Inventurdurchführung die Preise abgewertet werden, dann werden hierbei nur Einträge berücksichtigt, bei denen die Abwertung(%) geändert wurde, da der Rest bei ‘Inventur durchführen’ schon abgewertet wurde. Lagerbewirtschaftete Artikel werden generell nicht abgewertet. Hintergrund: Manchmal möchte man, obwohl man den Artikel nicht bewirtschaftet, diesen trotzdem in seiner Inventur und damit in der Bilanz wiederfinden. Daher werden auch die nicht lagerbewirtschafteten Artikel bei der Inventur gezählt und so mit erfasst.

Neuberechnung der Inventurpreise, Gemittelter Gest-Preis / EK-Preis

Bei der Durchführung der Inventur wird je nach Einstellung des Parameters INVENTUR_BASISPREIS (Gestehungspreis = 0, EK-Preis = 1) wird der aktuelle Preis als Inventurpreis in den Inventurstand übernommen. Liegt nun z.B. zwischen dem Stichtag der Inventur und der tatsächlichen Durchführung ein zu langer Zeitraum, oder wurde die Abwertung mit falschen Parametern durchgeführt, so kann es vorkommen, dass der Wunsch nach neuerlicher Ermittlung der Inventurpreise besteht.

Unter Inventurstand wird durch Klick auf Inventurpreise neu errechnen, die Neuberechnung der Inventurpreise nach Beantwortung von 

gestartet.

Hier wird nach folgender Regel vorgegangen:

a.) es wird der im Moment der Berechnung aktuelle Gestehungspreis übernommen.

b.) ist dieser Preis kleiner als der Nettopreis des bevorzugten Lieferanten (und ist ein Lieferant definiert), so wird der Nettopreis des Lieferanten übernommen

c.) ist kein Lieferantenpreis definiert so wird der Einstandspreis der jüngsten Ablieferung vor dem Inventurstichtag gesucht und wenn dieser größer als der Gestehungspreis ist wird dieser Ablieferungs = Fertigungspreis als Inventurpreis übernommen.

Zum Schluss wird die Sperre der Inventurabwertung wieder entfernt, damit der Abwertungslauf erneut gestartet werden kann. Bitte beachten Sie, dass mit dieser Funktion alle bisherigen Inventurpreise der gewählten Inventur überschrieben werden. In kurzen Worte: Setzt den Inventurpreis auf den Lief1preis, bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist auf den letzten Preis der Losablieferung vor dem Inventurdatum bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist, auf den gemittelten Gestpreis des betreffenden Lagers.

Neuberechnung der Inventurpreise alternative Variante, Gestpreis zum Inventurdatum

Setzt den Inventurpreis auf den zum Inventurdatum gültigen Gestehungspreis. Für die Unterscheidung beachten Sie bitte den Tooltiptext.

Neuberechnung des Inventurpreises auf Basis EK-Preis

Durch Klick auf den Button EK-Preis zum Inventurdatum werden die Inventurpreise auf den Preis der letzten Losablieferung bzw. letzten Wareneingangspositionspreis vor dem Inventurdatum gesetzt. Ist keine Losablieferung / Wareneingangsposition vorhanden, so wird der Lief1Preis = EK-Preis verwendet. Wenn es auch diesen nicht gibt, dann wird der Inventurpreis des Artikels nicht verändert.

Welche Preise werden für die Inventurbewertung verwendet?

Grundsätzlich wird für die Bewertung der Inventur der Gestehungspreis als Preisbasis verwendet, da dies der lagertechnisch richtige Preis ist. In einigen Unternehmen ist es üblich, dass die Inventur zum letzten bekannten Einkaufspreis bewertet wird. Dies wird mit dem Parameter INVENTUR_BASISPREIS definiert. Wird dieser auf 1 gestellt, so wird für die Errechnung des Inventurpreises der aktuell gültige Lief1Preis (= aktuell hinterlegter Einkaufspreis des bevorzugten Lieferanten) verwendet. Wenn kein Einkaufspreis hinterlegt ist, wird der Gestehungspreis verwendet. Dies wird NUR für Einkaufsartikel und nicht selbst gefertigte Stücklisten angewandt. Für eigengefertigte Stücklisten wird trotzdem der Gestehungspreis herangezogen.

FAQ zur Inventur:

Bei der Durchführung einer Inventur gilt es alle Waren exakt zu erfassen. Hier ist die Trennung zwischen Waren in der Fertigung (Halbfertigfabrikate) und lagernden Waren besonders wichtig. Wenn wir hier von Inventur sprechen, so sind damit nur Waren, welche sich im Lager befinden gemeint. Beachten Sie dazu bitte unbedingt die Halbfertigfabrikatsinventur und die Lagerabstimmung.

Bei einigen Artikeln gibt es Lagerstand und Fehlmengen, wie gehe ich damit um ?

Es sollten vor jeder Inventur unbedingt die Fehlmengen aufgelöst werden. Um festzustellen welche Fehlmengen noch aufgelöst werden können / sollen, wählen Sie bitte aus dem Fertigungsauftrag (Los) Journal, Fehlmengen. Hacken Sie hier “Nur Artikel mit Lagerstand” an. Sie erhalten eine Liste von Artikeln mit Lagerständen, welche zugleich Fehlmengen sind. Lösen Sie diese Fehlmengen auf. Siehe dazu bitte [Nachträgliche Materialentnahme](../Fertigung/index.htm#Nachträgliche Materialentnahme) im Los. Sollte bei einzelnen Artikeln Fehlmengen aufgelöst werden, so benötigen Sie auch dazu die Fehlmengen verursachenden Lose. Gehen Sie dazu im Artikel auf Info, Fehlmengen. Gehen Sie auch hier in die jeweiligen Lose und dann auf Material. Suchen Sie hier den Artikel mit der Fehlmenge. Sie erkennen dieses Positionen am F am rechten Rand der Materialliste.

Was wird in der Artikelstatistik angezeigt?

In der Artikelstatistik wird der Inventurstand zum Stichtag der Inventur angezeigt. Das bedeutet auch, dass wenn von Ihrer Seite der Inventurstand verändert wird, wird dieser veränderte Wert angezeigt.

Ich habe mich bei der Erfassung verzählt/vertippt. Wie kann die gezählte Menge verändert werden?

Wechseln Sie in den Reiter Inventurliste, wählen Sie den Artikel aus und klicken Sie unten auf ändern.

Geben Sie nun die richtige Menge ein.

Ist eine Reduktion der Menge nicht mehr möglich, so wurde in der Zwischenzeit der Artikel bereits wieder verbraucht.

Hinweis:

Beachten Sie, dass bei der Erfassung immer der aktuelle Lagerstand einzugeben ist.

Ein Beispiel:

Inventurstichtag 31.12.2011

Durchführung der Zählung 20.12.2011 … Es werden fälschlich 22 Stk. eingegeben.

Feststellung des Fehlers am 23.1.2012

Inventur ist noch nicht durchgeführt. 

Es hätten anstatt der 22 Stk. nur 11 Stk. eingegeben werden sollen. Hier kommt dazu, dass vom Inventurstichtag bis zum 23.1. bereits 5 Stk. verbraucht wurden.

D.h. es ist der heutige Lagerstand zu erfassen, also nicht die 11 Stk. zum 20.12. sondern die 6Stk. zum 23.1..

Beachten Sie dazu auch die Anzeige des voraussichtlichen Inventurstandes unter der Inventur Erfassungsmenge.

Hinweis:

Wird der Fehler erst nach der Durchführung der Inventur festgestellt, so muss der Lagerstand per Hand (Handlagerbewegung) korrigiert werden und der Inventurstand gleichlautend angepasst werden.

Kann man mit Kieselstein ERP auch eine permanente Inventur machen?

Der Sinn einer permanenten Inventur ist, dass einmal während eines Geschäftsjahres jeder Artikel einmal gezählt wird. Bei entsprechender Sorgfalt kann davon ausgegangen, dass vom Zählzeitpunkt bis zum Inventurstichtag nur unwesentliche Lagerabweichungen zum theoretischen Lagerstand auftreten. Durch die Anfangs beschriebene Eigenschaft der Zeitpunkt exakten Inventur und dadurch dass die Veränderungslagerbewegung sofort gebucht wird, kann mit Kieselstein ERP auch eine permanente Inventur durchgeführt werden. Hierbei ist lediglich zu beachten, dass ein bereits in der Inventurliste enthaltener Artikel in seinem letzten Inventurstand verändert werden muss und nicht ein zweites Mal in die Inventurliste eingetragen wird. Bei mehrmaligen Änderungen werden die Lagerveränderungen trotzdem in das Inventurprotokoll geschrieben. D.h. die Vorgehensweise ist wie folgt: a.) Erfassen der Artikel a1.) kommt bei der Erfassung der Artikel in der Inventurliste keine Fehlermeldung so direkt den gezählten Lagerstand eingeben a2.) kommt es beim Abspeichern des (erneut inventierten) Artikels zur Meldung, dass der Artikel bereits eingetragen ist so wählen Sie, am Besten über den Direktfilter Artikelnummer den bereits inventierten Artikel aus und ändern die erfasste Inventurmenge durch klick auf ändern auf die heutige Erfassungsmenge ab. Im Inventur-Protokoll werden die entsprechenden Änderungsbuchungen protokolliert. Verwenden Sie auch hier die Erfassung der laufenden Inventurmengen die Barcodeerfassung der Inventur , in der der Ergänzungsdialog deutlich einfacher abgehandelt ist. Gegebenenfalls verwenden Sie bitte ergänzend die Inventurerfassung per mobilem Barcodescanner.

Um zum Ende des (Geschäfts-)Jahres sicher zu sein, dass alle Artikel inventiert wurden, drucken Sie unter Journal, nichterfasste Artikel eine Liste der noch nicht inventierten Artikel mit Lagerstand, oder auch Artikel die keinen Lagerstand haben, aus. Siehe dazu auch [Schritte der Inventur](#Schritte der Inventur) ab Punkt 4.

Wie werden Seriennummern tragende Artikel erfasst?

Bei der Inventur von Seriennummern tragenden Artikeln geht es darum, jede einzelne Seriennummer zu erfassen. D.h. es wird der Artikel mit Menge 1 und seiner Seriennummer erfasst, um so eine Gegenüberstellung zwischen den lagernden und den in Kieselstein ERP erfassten Artikeln zu haben. Um dies möglichst einfach zu machen haben wir dies in der Barcodeerfassung der Inventur hinterlegt. Die Barcodeerfassung für die Inventur steht unter zur Verfügung. Im bestehenden Inventurliste-Schnelleingabe-Dialog können auch mehrere Seriennummern eingegeben werden: (z.B.: 10000-10010).  Sollten schon Seriennummern dieser Liste inventiert worden sein, dann erscheint eine Abfrage, ob diese bereits inventierten Seriennummern ausgelassen werden sollen.

Sind alle Artikel erfasst, also auch jeder einzelne Seriennummern-tragende-Artikel, so verwenden Sie bitte das Journal nicht erfasste Artikel. Hier sind auch die Seriennummern aufgeführt, die bisher noch nicht erfasst wurden. Sind hier noch Seriennummern angeführt, so prüfen Sie bitte ob diese nicht versehentlich übersehen wurden. Sind diese tatsächlich nicht lagernd, so müssen diese mit der Inventurmenge von 0 erfasst und damit vom Lager ausgebucht werden. Die Funktion “Setze Lagerstand der nicht inventierten Artikel auf 0” wird für Serien- und Chargengeführte Artikel aus Sicherheitsgründen nicht angewandt.

Wie werden Chargen geführte Artikel erfasst?

Die Inventur von Chargen geführten Artikel geht im wesentlichen nach der gleichen Logik wie die Erfassung der Seriennummern tragenden Artikeln. Auch hier geht es darum jede einzelne Charge zu erfassen. daraus ergibt sich auch, dass Mengenkorrekturen bei vorhandenen Chargen sofort durchgebucht werden. Beachten Sie bitte auch hier, dass vor der Durchführung der Inventur die nicht erfassten Artikel und damit die nicht erfassten Chargen geprüft und gegebenenfalls ausgebucht werden müssen. Die Darstellung zum Beispiel bei der Artikelstatistik wird pro Charge angeführt, ist zum Beispiel die Menge der Charge A von 3 auf 2 geändert worden, so finden Sie den Eintrag -1 in der Artikelstatistik.

Inventurliste CSV Import

In der Inventurliste gibt es den Button ‘CSV-Import’. Hier können Sie Teile der Inventur per csv-Import übernehmen. Die CSV-Datein muss 2 bzw. 3 Spalten haben:  1.) Artikelnummer 2.) Menge (Dezimaltrenner muss ein Punkt sein) 3.) ev. Chargen bzw. Seriennummer

Der Spaltentrenner ist ein Semikolon (;)

Wenn Die Artikelnummer nicht vorhanden ist oder die Menge nicht konvertiert werden kann oder es bereits einen Eintrag in der Inventurliste gibt, dann wird die Zeile ausgelassen und geloggt. Nicht lagerbewirtschaftete Artikel werden beim Import ignoriert und ebenfalls im Protokoll vermerkt. Der Import kann nur für eine Inventur eines einzelnen Lagers gemacht werden.

Hinweis: Theoretisch können sich durch den Import bei einzelnen Positionen negative Inventurmengen ergeben.

Lagerauswahl bei der Inventur

Bei der Erfassung der Einträge, wird das Lager in folgender Form vorbesetzt: Bei der Schnellerfassung ist, wenn die Inventur nur für ein Lager definiert ist, nur dieses Lager auswählbar. In der Inventurliste wird immer das zuletzt verwendete Lager vorbesetzt. Wenn eine Inventur für ein Lager durchgeführt wird, so wird dieses Lager vorbelegt, der Parameter DEFAULT_LAGER wird nicht berücksichtigt.

Kann die Durchführung der Inventur zurückgenommen werden?

Wenn Sie versehentlich auf Inventur durchführen geklickt haben, finden Sie im Reiter Pflege die Möglichkeit diese zurückzunehmen.

Um anschließend auch die mit der Durchführung der Inventur entstandenen Protokoll-Einträge zurückzunehmen, klicken Sie auf diesen Menüpunkt.

Im Anschluss geben Sie das gewünschte Datum an, ab welchem die Einträge wieder zurückzunehmen sind.

ACHTUNG: diese Pflege ist nur innerhalb kurzer Zeit nach der Durchführung der Inventur möglich! Sobald Materialien verbraucht wurden, kann die Inventur nicht mehr zurückgenommen werden!

Im Inventurstand werden negative Mengen angezeigt

Trotz aller eingebaut Sicherheitsmaßnahmen ist es möglich im Endeffekt negative Inventurstände zu erreichen. Hier eine kurze Beschreibung wie es dazu kommt, damit Sie diese Situationen möglichst vermeiden und wie diese korrigiert werden können.

Beispiel: Es wird ein Artikel z.B. NT001 zum 27.11. 9:25:30 mit einer Menge von 0 in die Inventur aufgenommen. am 28.11. 7:15:29 werden 40 aus der Bestellung mit einem Wareneingangsdatum vom 27.11. zugebucht am 08.12. 11:25:11 werden 40 abgebucht. Diese Buchung bedeutet, dass zwar am 27.11. null Stück gezählt wurden, aber mit der später / zu spät durchgeführten Buchung für den 27.11. wurde eine Menge vor der Inventur dem Lager zugebucht, die laut der danach durchgeführten Inventurbuchung gar nicht auf Lager war. Daher ergibt sich in dieser Situation der negative Inventurstand. Da wir diese Situation nicht vermeiden können, haben wir uns entschlossen, die so zu belassen und die ehrlich sich daraus ergebende negative Menge zu buchen.

Für die Korrektur gehen Sie bitte wie folgt vor. Wir nutzen dafür obiges Beispiel: In der Artikelstatistik wird angezeigt: Hieraus ist ersichtlich, dass zwischen vermeintlicher Buchung, welche für alle Betrachtungen herangezogen werden muss und tatsächlicher Buchung ein Tag Unterschied liegt. Wenn genau zwischen diesen Datum eine Inventurbuchung gemacht wurde kann es zu diesem Verhalten kommen. In unserem Beispiel lautet die Korrektur, Änderung des Warenzugangsdatums auf den 28.11., da ja die 40Stk erst NACH der Inventur zugebucht wurden. Da die zugebucht Menge bereits wieder verbraucht wurde, müsste die Losausgabe zurückgenommen werden. Dies könnte mühsam werden. Die Alternative ist:

  • Rücknahme des Inventurlaufes

  • Wechsel in den Reiter Inventurliste

  • Positionierung auf den Artikel. Hier sehen Sie nun, dass unten als voraussichtlicher Inventurstand -40 angezeigt wird (diese Information stand zum Zeitpunkt der Erfassung noch nicht zur Verfügung).

  • Klicken Sie nun auf ändern und geben Sie den JETZT gültigen Inventurstand ein. Damit wird dieser mit dem heutigen Datum (genauer Zeitpunkt) gespeichert und so der Inventurstand korrigiert.

Um alle betroffenen Artikel zu finden, klicken Sie bitte im Reiter Inventurstand auf die Spalte Menge und gehen (bei aufsteigender Sortierung) ganz an den Anfang der Tabelle. Sind alle Artikel korrigiert, führen Sie die Inventur erneut durch. Anmerkung: Da sich die Belegbuchungen immer nur auf ein Datum beziehen und da dieses Datum auch gewählt bzw. verändert werden kann, denken Sie z.B. an eine Wareneingangsbuchung die für den vergangenen Freitag durchgeführt werden sollte, achten Sie idealerweise darauf, dass zum Tag des Zählens keine Warenzugänge gemacht werden.

Kann das Inventurdatum geändert werden?

So lange die Inventur noch nicht durchgeführt wurde, kann das Datum der Inventur angepasst werden. So können Sie den Stichtag der Inventur auch nach dem Anlegen der Inventur nochmals ändern.

Zu welchem Stichtag/Zeitpunkt wird die Inventur betrachtet?

Die Inventur wird zum angegebenen Datum um 23:59:59 betrachtet. Zusätzlich wurde obige Meldung in einen Hinweis geändert, was bedeutet, dass auch Inventurmengen erfasst werden können, die eigentlich eine negative Inventurmenge ergeben würden.

Wie werden nachträgliche Wareneingangsbuchungen behandelt, deren Wareneingangsdatum vor dem Inventurdatum liegen.

Unter der Voraussetzung, dass die Inventur noch nicht durchgeführt wurde, zählt das Wareneingangsdatum. Bitte beachten Sie beim Eintragen von Korrekturen, dass diese mit dem aktuellen Datum abgespeichert werden. D.h. diese müssen den Wareneingang mit beinhalten. Ein Beispiel aus der Praxis: a.) es wird im Zeitraum vom 27.12.-29.12. Inventur gemacht. Zu diesem Zeitpunkt werden keine weiteren Warenentnahmen oder Warenzubuchungen (Wareneingänge) gebucht. b.) Vom 30.12. bis 2.1. des Folgejahres wird nicht gebucht c.) die in der Zwischenzeit eingetroffenen Wareneingänge werden, vor allem auch wegen Übereinstimmung mit der Buchhaltung (die Eingangsrechnungen sind ja auch noch im alten Jahr), mit dem Wareneingangsdatum vom 30.12. eingebucht d.) Nun wird die Inventur durchgeführt / abgeschlossen. D.h. in der Inventur ist der Wareneingang zum 30.12. noch mit enthalten. Bitte beachten Sie bei der Durchführung der Inventur dass wenn “setze nicht gezählte Artikel auf 0,00” bzw. “setze nicht inventierte Serien/Chargennummern auf 0,00”  angehakt ist, bei allen nicht gezählten Artikel mit dem Durchführungsdatum eine Lagerentnahmebuchung (also mit Heute) gemacht wird. Daher ist es wichtig, dass die Liste der noch nicht inventierten Artikel immer unmittelbar vor der eigentlichen Durchführung der Inventur geprüft wird.

Können die Preise der Inventur nachträglich geändert werden?

Unterscheiden Sie hier bitte sehr sehr deutlich zwischen der Änderung der Preise für die Bewertung der Inventur im Reiter Inventurstand und den Preisen mit denen ein sich aus der Inventur ergebende Zubuchung bewertet / korrigiert werden. Dies ist dann erforderlich, wenn Inventurzubuchungen erfolgt zu einem Zeitpunkt sind, zu dem noch keine Gestehungspreise der Artikel bekannt waren. Dies ist oft dann der Fall, wenn neue Artikel erfasst werden und dann die Lagerstände per Inventur eingepflegt werden. Da die neuen Artikel weder Lieferanten noch Gestehungspreise haben stehen zum Zeitpunkt der Inventur-Lagerstands-Buchung auch keine Einstandspreise zur Verfügung. Die schlussendliche Wirkung davon ist, dass man bei den verschiedenen Nachkalkulationen feststellt, dass Artikel keine Einstands und somit keine Gestehungspreise habe, weil “damals” keine Preise bekannt waren. Dafür haben wir nun die Möglichkeit geschaffen, dass im Reiter Inventurprotokoll für Zubuchungen, also positive Mengen, der Einstandspreis dieser Buchung nachträglich verändert werden kann. Diese Änderungsbuchung wird der Aktualisierungslogik des Gestehungspreises unterworfen. Ob diese Änderung des Einstandspreise eine Wirkung auf den aktuellen Gestehungspreis hat, hängt von den nachfolgenden Entnahmebuchungen ab. Siehe dazu bitte auch Gestehungspreis im Artikel.

Wie wird nun diese Änderung durchgeführt? Wählen Sie in einer noch nicht durchgeführt (= abgeschlossenen) Inventur den Reiter Inventurprotokoll. Wählen Sie nun die zu ändernden Artikel(-preis). Klicken Sie auf ändern . Wenn die Inventurbuchung auf diesen Artikel eine Zubuchung ist, so kann der Preis geändert werden. Ist es eine Abbuchung, so erscheint eine entsprechende Fehlermeldung (kann nur bei einer Zubuchung geändert werden).

Inventur in Zusammenhang mit importieren Losdaten / Kassendaten?

Da der Kassenimport die Kassenlagerbewegung mit aktuellem Datum (= heute) bucht, ist für die Inventur wichtig, dass alle Lagerbewegungen vor dem Inventurstichtag importiert sind. Würden die Daten später importiert, sind das natürlich Lagerbewegungen nach dem Inventurstichtag womit die Inventur unrichtig wäre.

5.1.3.1 - Inventur mehrere Standorte

Inventur über mehrere Standorte hinweg

Wenn eine Inventur über mehrere Standorte hinweg durchgeführt werden muss, gilt es vor allem zu beachten, dass die Betrachtung der Mengen wirklich gleichlautend durchgeführt wird, da es sonst zu falschen Inventurkorrekturbuchungen kommen kann.

Die Situation:

  • es sind zwei Mandanten beteiligt
  • Mandant 001 liefert Ware an Mandant 002 zur Lohnfertigung (Verlängerte Werkbank)
  • um das Material auch im M001 zu verwalten, werden auch im M001 entsprechende Lose angelegt und bebucht
  • M002 hat eine eigenen Kieselstein ERP Installation, die Datenbanken sind nicht verbunden

Ablauf der Lieferung von M001 an M002

  1. Es werden Produktionslose angelegt, deren Abbuchungslager das Lager-002 ist. Damit erreicht man auch den erwarteten Lagerstand bei M002, also eine Mengenüberwachung.
  2. Es wird ein Lieferschein mit Ziellager Lager-002 bei M001 erstellt
  3. Damit wird das Material (des Lieferscheines) von Hauptlager nach Lager-002 umgebucht. Somit ist das Material im Lager-002
  4. Nun werden die Lose im M001 ausgegeben. Damit wird das im Los benötigte Material von Lager-002 (im M001) abgebucht. D.h. der Lagerstand ist bereits um die theoretischen Los-Bedarfe reduziert! Siehe
  5. nun wird die Ware physikalisch an M002 versandt und von diesem in sein Lager eingebucht
  6. im M002 wird die Ware in die Produktion gegeben, die Lose, nach seinen Regeln ausgegeben

Durchführen der Inventur

  • Die Erwartungshaltung ist, dass man von M002 eine Lagerliste bekommt, die dem gesamten Materialbestand der durch M001 beigestellten Ware beinhaltet.
    Also alles was M001 gehört, aber bei M002 liegt.
    Dafür wird von M002 das Material im Lager, aber auch das Material in der Produktion erfasst.
  • Diese Liste wird an M001 übermittelt
    ACHTUNG:
    Wird nun diese (Lagerstands-)Liste mit dem Lagerstand des Lager-002 bei M001 verglichen, bzw. direkt als Inventurbestand eingespielt, so differiert diese um die von M001 ausgegebenen Lose, da diese Los-Ausgabe-Mengen ja bereits vom Lager-002 bei M001 entnommen wurden.
    D.h. für die Kontrolle muss auch bei M001 das Material auf den Losen des M001 (Fremdfertiger, EMS Dienstleister) gebuchten Materials addiert werden.
    Erst damit erhält M001 eine vom Wert her gleichwertige Liste wie er sie von M002 bekommen hat.
    Erst mit diesen Werten darf er prüfen und eventuelle Korrekturmengen buchen.

    D.h. der Lagerstand für das Lager-002 bei M001 ist:
    Lagerstand von M002 - Menge in offenen Losen bei M001 -> Lagerstand des Lager-002 bei M001

Empfehlung

Da es bei oben beschriebener Vorgehensweise immer wieder zu Fehlbetrachtungen kommt und diese, insbesondere wenn eine Verrechnung zwischen den beteiligten Firmen kommt, dann zu fehlerhaften Lagerständen führt, raten wir zu folgender Vorgehensweise. Diese kannst du gerne auch für weitere Sub-Lieferanten anwenden, egal ob diese in deinem Eigentum sind oder nicht.

Vom liefernden Mandanten (M001) wird das gelieferte Material solange als in der Verfügung von M002 betrachtet, bis dieser das Material zurückgibt. Entweder in Form von verarbeiteten Teilen / Baugruppen, oder eben das Material 1:1.
Das bedeutet, wenn gefertigte Baugruppen zurück kommen, buchst du eine entsprechende Losablieferung. Die Stückliste ist so eingestellt, dass erst damit die Materialentnahme (vom Lager-002) erfolgt. Somit hast du auch immer den Überblick, welches Material noch in der Verantwortung von M002 ist. Zum Zeitpunkt der Inventur musst du nur, eventuell vorher gelieferte Baugruppen bzw. Rohmaterial noch einbuchen. Du hast sofort den richtigen Lagerstand. Die Lagerverwaltung für M002 liegt und bleibt damit auch bei M002, was es insgesamt deutlich einfacher macht.
Die Einstellungen dafür sind:

  • in den Stücklisten, Kopfdaten Materialbuchung bei Ablieferung
  • Voreinstellbar mit dem Parameter DEFAULT_MATERIALBUCHUNG_BEI_ABLIEFERUNG

Eventueller Nachteil dieser Betrachtung: Wenn zum Zeitpunkt der Lieferung von M002 das Material nicht am Lager-M002 gebucht ist, muss der Wareneingang entsprechend handeln. Auch bucht idealerweise der Wareneingang damit die zurück erhaltenen Baugruppen, was eventuell in verschiedenen Firmen nicht erwünscht ist.

5.1.4 - Materialzuschlag

Wie mit Materialzuschlägen arbeiten, z.B. Kupferzuschlag

Materialzuschlag

In vielen Branchen und es werden immer mehr, werden verschiedene Artikel gehandelt, die Materialien beinhalten, die zu Tages- / Wochen- / Monats-Kursen an der Börse gehandelt werden.

D.h. beim Artikel selber wird Material und Materialgewicht angegeben.  Die verschiedenen Vertragsvereinbarungen und Gestaltungen der Ein- und Verkaufspreise bedingen, dass sowohl von der Verkaufs- als auch von der Einkaufsseite her auf den Materialzuschlag Rücksicht genommen werden muss.

Grundsätzlich ist der Materialzuschlag so definiert, dass er zum vereinbarten Einkaufspreis eines Artikels dazugerechnet wird. Als Besonderheit kommt hier noch dazu, dass bei verschiedenen Materialien und bei verschiedenen Lieferanten ein gewisser Aufschlag bereits im vereinbarten Preis enthalten ist und nur die Abweichungen zu diesem Preis als Zuschlag ausgewiesen werden.

Auch beim Verkauf wird der Materialzuschlag zum jeweiligen Verkaufspreis hinzugerechnet. Details der jeweiligen Berechnung siehe bei den Beschreibungen.

Um die Zuschlagsthematik detaillierter zu beschreiben, wird dies nun anhand des Kupferzuschlags genauer erklärt.

Material:

Die Definition der Materialien finden Sie in Kieselstein ERP im Modul Artikel, unterer Modulreiter Material.

Definieren Sie hier Ihre Zuschlagsbehafteten Materialien und deren Zuschlagssätze ab einem bestimmten Datum.

Bitte beachten Sie, dass entgegen der Börsenkurse hier die Sätze pro kg angegeben werden müssen (jeweils in Ihrer Mandantenwährung).

    (Kupferkurs)

Definition des Materialgewichts:

Definieren Sie für jeden Artikel sein Material und sein Materialgewicht.

Wählen Sie dazu den Artikel aus und wechseln Sie in den Reiter Technik.

Geben Sie hier das Material an und das Materialgewicht in g/Mengeneinheit, bei Kupfer sind dies in aller Regel Leitungen, also in g/m. Üblicherweise wird das Kupfergewicht der Leitungen von den Lieferanten in kg/km angegeben, kann also direkt übernommen werden.

Damit kann von Kieselstein ERP der aktuelle (Kupfer-) Zuschlag berechnet und ausgepreist werden.

Bitte beachten Sie, dass dies der Zuschlag ohne Berücksichtigung der Kupferzahl des Lieferanten ist.

Definition der Lieferanten Zuschlagszahl

Im Modul Lieferanten, wählen Sie den Lieferanten aus und wechseln in den oberen Modulreiter Konditionen.

Hier geben Sie die Kupferzahl zur Basis pro ein Kilogramm ein.

Hinweis: In der Regel wird die Kupferzahl von den Lieferanten zur Basis 100kg angegeben.

Die Kupferzahl im Lieferanten wird benötigt, da die in den Einkaufspreise der Lieferanten eingerechenten Kupfer-Standardfaktoren je Lieferland unterschiedlich sind. 

So ist derzeit in A der Faktor 1,3 üblich und in D der Faktor 1,5

Mit diesen Definitionen kann nun je Artikel und Lieferant sein Kupferaufschlag unter Berücksichtigung der Lieferantenkupferzahl berechnet werden.

Im Artikel sehen Sie, wenn für einen Artikel Material mit Zuschlag definiert ist, folgende zusätzliche Felder:

Dies bedeutet: Aufgrund der Definition des Materialgewichts und des Zuschlagssatzes abzüglich der Lieferanten-Kupferzahl ergibt sich für diesen Artikel pro (Lager-)Mengeneinheit ein Zuschlag von 0,098722 € pro Meter.

Daraus wird der im Moment gültige tatsächliche Nettopreis von 0,2841 errechnet.

Wird hier das Wort Zuschlag in Rot angezeigt, so bedeutet dies, dass zwar laut Artikel-Material Zuschlagssätze definiert sind, eine der weiterführenden Definitionen aber nicht vollständig sind. Z.B. ist beim  Lieferanten keine Kupferzahl hinterlegt, es fehlt das Materialgewicht oder Ähnliches.

Anzeige im Bestellwesen

In der Bestellposition wird das Material und der Zuschlag mit angezeigt. Der Name des Materials wird nur bei der Auswahl angezeigt. Der Zuschlagsbetrag wird basierend auf dem Bestelldatum errechnet und kann vom Benutzer nicht verändert werden.

Zu Ihrer Information wird der Zuschlagsbetrag auch in den Wareneingangspositionen mit angezeigt. Für die Bestellung und auch die Warenzugangsbuchung wird immer der Nettopreis / Gelieferter Preis, welcher immer inkl. dem Zuschlag ist, verwendet.

Welche Definitionen müssen vorgenommen werden, um den Kupferzuschlag verwenden zu können?

Es sind folgende Definitionen erforderlich:

  • Im Artikel muss das Materialgewicht eingetragen sein (Reiter Technik)

  • Im Artikel muss das Material definiert sein (Reiter Technik)

  • Im Artikel, unterer Modulreiter Material muss der Preis für den Zuschlag zur Basis 1kg definiert sein

  • Im Lieferanten muss im Reiter Konditionen unter Kupferzahl die Kupferbasis des Lieferanten eingetragen sein. Geben Sie hier den beim Lieferanten bereits berücksichtigten Preis auf Basis 1kg des Materials ein.

    • Hinweis: Üblicherweise wird diese Zahl in € pro 100kg angegeben. Also ist die Kupferzahl durch 100 zu dividieren und dann einzutragen.
    • Hinweis2: Ist keine Kupferzahl gegeben, so muss hier zur Berechnung des Materialzuschlages 0 eingegeben werden.

Materialzuschläge variabel im Verkauf

Die Materialzuschlagsrechnung wurde für den Verkauf um die Möglichkeit von Aufschlägen ergänzt. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:

Materialzuschlag laut Materialzuschlagstabelle plus Aufschlag aus Artikel in € Daraus Summe: plus Aufschlag aus Artikel in % ergibt Materialzuschlagsfaktor -> dieser ist mit dem Materialgewicht zu multiplizieren und ergibt den Materialzuschlag für den Verkauf.

Zum Beispiel: Kurs MK 6,23 € /kg + Aufschlag 0,77 € /kg Variabel + Aufschlag 5% Variabel =Summe 7,35 € /kg Dies ist nun die tatsächliche Kupferzahl für die Berechnung des Zuschlags. Für die Errechnung wird nun noch die Kupferzahl (aus dem Parameter oder aus dem Kunden) abgezogen.

D.h. (7,35 - 1,5) x Gewicht ergibt Materialzuschlag für die Verkaufsposition

Für ein Beispiel aus der Praxis sei hier auf https://www.kabeltronik.de/de/kabeltronik/info-download/copper-surcharge

verwiesen.

Um die Informationen in Ihren Verkaufsbelegen anzudrucken, wenden Sie sich bitte an Ihren Kieselstein ERP Betreuer. In den Report Feldern F_ARTIKEL_KURS_MATERIALZUSCHLAG und F_ARTIKEL_DATUM_MATERIALZUSCHLAG wird der Kurs und das Datum zum Anlagezeitpunkt (und Belegdatum) der Position übernommen.  Wenn ein Auftrag aus dem Angebot bzw. Auftrag/Lieferschein Auftrag/Rechnung erstellt wird, dann wird der Kurs/Datum des Materialzuschlages jeweils mitkopiert. Wenn einem Lieferschein/Rechnung eine neue Position hinzugefügt wird (ohne Auftragsbezug) dann wird der aktuelle Kurs/Datum zum Belegdatum hinterlegt.

Verrechnung nach Vorgänger Beleg oder zum Rechnungsdatum?

Mit dem Parameter MATERIALKURS_AUF_BASIS_RECHNUNGSDATUM kann gesteuert werden, ob der Materialzuschlag jeweils vom Vorgänger kommt, d.h. es wird, wie oben beschrieben, bei der Erstellung des Angebotes, genauer des ersten Dokuments der Position, der Materialzuschlag fixiert und dann in den weiteren Belegen durch kopieren übernommen. Hinweis: Dies gilt auch bei der Übernahme von Abrufaufträgen aus Rahmenaufträgen. Bitte beachten Sie auch.

Steht der Parameter MATERIALKURS_AUF_BASIS_RECHNUNGSDATUM auf 1, so wird erst durch das Drucken (Aktivieren) der Rechnung der Materialzuschlagskurs auf Basis des Rechnungsdatums ermittelt und zur Berechnung des Rechnungswertes herangezogen. Bitte beachten Sie, dass sich dadurch ein eventuelle Verkaufswert eines Lieferscheines, aber auch der offenen Auftragspositionen verändern wird. Es bedeutet dies auch, dass Angebote und Aufträge keinen Materialzuschlag ausweisen. Dies geschieht üblicherweise dann, wenn es mit Ihren Kunden entsprechend umfangreiche Vereinbarungen gibt und die Materialzuschläge global vertraglich definiert sind.

Steuerung der Kupferzahl bei Kunden

Üblicherweise wird der Kupferzuschlag für Kunden von Ihrem Unternehmen ausgehen fest eingerichtet. Sie können dies im Parameter KUPFERZAHL eintragen. Bitte beachten Sie auch hier, dass die Basis €/kg ist. So ist also für Kupferzahl 150 1,50 € (genauer Ihre Mandantenwährung) einzugeben. Da doch einige Ihrer großen Kunden definieren, zu welchen Kupferbasen Sie beliefert werden wollen, kann nun zusätzlich pro Kunde, im Reiter Konditionen, die abweichende Kupferzahl je Kunde definiert werden. Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Zuschlag EK (Einkauf) im Zuschlag VK (Verkauf) der Wert des Parameters KUPFERZAHL mit berücksichtigt wird.

Welchen Verkaufspreis muss ich nun im Artikel hinterlegen

Es muss in der VK-Preisbasis immer der Preis inkl. der Verkaufs-Kupferzahl (System, Parameter, Kupferzahl) hinterlegt werden. Bitte beachten Sie: Haben Sie bei einzelnen Kunden eine abweichende Kupferzahl hinterlegt, so gilt diese Kupferzahl als weitere Berechnungsbasis für die Materialzuschlagsberechnung. Gegebenenfalls muss die sich daraus ergebende Differenz durch andere Verkaufspreise, z.B. in den Kunden-Sonderkonditionen, abgebildet werden.

Was bedeutet inkl. bei der Kupferzahl

Manche Kunden / Lieferanten vereinbaren mit Ihnen Fixpreise, in denen der Materialzuschlag für z.B. Kupfer bereits enthalten ist. Dies wird durch anhaken von inkl. (Kupfer) erreicht. D.h. bei diesem Einkaufs-/ Verkaufspreis kommen keine Preiskorrekturen aus der Materialkomponente des Artikels mehr dazu.

Materialnotierungsdefinition unterschiedlich je Kunde

In einigen Anwendungen besteht die Aufgabe, dass je Kunde unterschiedliche Materialnotierungen, vor allem bei Kupfer, gefordert sind. Dafür haben wir die zusätzliche Funktion der Materialnotierung geschaffen. Diese finden Sie im Modul Kunde, oberer Reiter Materialnotierung. Die Vorgehensweise für die erweiterte Definition ist wie folgt: a.) Im Artikel wird das Material (Kupfer) im Reiter Technik hinterlegt. Dies ist die Definition für die “normalen / üblichen” Kunden. D.h. für die Kunden die sich nach Ihren Lieferbedingungen richten müssen. b.) Nun definieren Sie bitte im Kunden im Reiter Materialnotierung die Übersetzung dazu. Also das wenn z.B. im Artikel Kupfer eingetragen ist, dann ist für den Spezialkunden z.B. die Del Notierung zum Vortag usw. zu verwenden. Hier wird für dieses Material auch die Basis definiert und gegebenenfalls auch der Material inklusive Preis.

Wichtig: Damit die normalen Anzeigen und Berechnungen im Artikel stimmen und damit auch in der Rechnung der dann ermittelte Materialpreis / Kupferpreis angezeigt wird, muss bitte auch hinter dem Material des Artikels (dem normalen Kupfer) ein Materialzuschlag hinterlegt sein. Gegebenenfalls ist er 0,00, aber definiert.

Wo sehe ich wann welche Materialnotierungen vorgenommen wurden?

Von Kieselstein ERP werden alle Änderungen an der Materialnotierung automatisch mitprotokolliert. Eine Liste der Änderungen finden Sie im Module Artikel, unterer Reiter Material, und dann Menüpunkt Info, Änderungen. Hier wird aufgelistet, wer wann welche Änderung am ausgewählten Material vorgenommen hat.

Kann das Material auch ohne Kurse verwendet werden?

Ja. Auch für Kieselstein ERP Anwender ohne der Zusatzfunktion Materialnotierung steht der Reiter Material und damit die Definition der Materialien zur Verfügung. Dies wird gerne für die grundsätzliche Definition des verwendeten Materials aus dem ein zu fertigendes Teil zu erstellen ist verwendet. D.h. Sie könnten im Modul Artikel, unterer Reiter Material, mit Neu die erlaubten / verwendeten Materialien z.B. Stahl-Qualitäten definieren. Im jeweiligen Artikel kann dann im Reiter Technik das entsprechende Material ausgewählt werden. Womit für den Benutzer klar ist, aus welchem Material der Artikel ist. Zusätzlich kann durch Einschalten des Parameters MATERIAL_IN_AUSWAHLLISTE, das Material in der Auswahlliste mit angezeigt werden, womit der Kieselstein ERP Benutzer sofort die entsprechende Information hat.

Wie vorgehen für die erste Definition

  1. Mandantenparameter einstellen.
    Kupferzahl in AT 1.3, in DE 1.5
  2. Lieferant, Konditionen Kupferzahl angeben. Ist in EUR pro kg, z.B. ist in DE die Kupferbasis 150 pro 100kg
  3. Hinweis: Der Wert des Zuschlag EK wird anhand des bevorzugten Lieferanten errechnet. Voraussetzung dafür ist, dass beim bevorzugten Lieferanten auch die Kupferzahl angegeben ist.

5.1.5 - Mehrmandanten

Was ist bei Mandanten-übergreifender Verwaltung zu beachten.

Mehrmandanten

Zentraler Artikelstamm

In Kieselstein ERP steht für Anwender mit mehreren Mandanten auch das Modul Zentraler Artikelstamm zur Verfügung. Damit können die Artikeldaten und vor allem die Lagerstände zentral verwaltet werden. Alle anderen Module bleiben nach wie vor Mandantenabhängig. Siehe dazu auch [Mandanten übergreifende Bestellung / Aufträge](#Mandanten übergreifende Bestellung / Aufträge). Der Grundgedanke dieser Funktionalität ist, dass Artikeldefinition, Lagerwirtschaft und Wareneinkauf vom Hauptmandanten gemacht wird. Lediglich der Verkauf wird, aus steuerlichen oder aus organisatorischen Gründen, auf verschiedene Mandanten aufgeteilt. Daher ist die Verkaufspreisdefinition trotz der zentralen Artikelstammdefinition für jeden Mandanten getrennt ausgeführt. Wird diese zusätzliche Funktion verwendet, so erfolgt der Zugriff für die Artikel und für die Lagerbuchungen immer auf den Hauptmandanten. Bitte beachten Sie, dass in der Anzeige der Artikellieferanten auch bei den anderen Mandanten immer die Artikellieferanten des Hauptmandanten angezeigt werden, auch wenn keine neuen Lieferanten hinzugefügt werden können. Daher können die Daten der Artikellieferanten und der EK-Staffelpreise nur im Hauptmandanten geändert werden. Hinweis: Bei Mandanten mit zentralem Artikelstamm erfolgt die Definition der Artikellieferanten und die Warenbeschaffung vom Hauptmandanten aus. D.h. hier sollten keine echten Warenzubuchungen erfolgen. Stellen Sie bitte die Benutzerrechte des Mandanten entsprechend ein. Da immer wieder gewünscht wird, dass nur der Artikelstamm selbst zentral ist, aber auch der Einkauf für den jeweiligen Mandanten eigenständig erfolgen sollte, wurde ermöglicht, dass auch in den nicht Hauptmandanten Artikellieferanten angelegt werden können. Um nun deutlich darzustellen, für welchen Mandanten die Definition des Artikellieferanten ist, wird auch der Mandant des Artikellieferanten angezeigt.    Hinweis: Da trotz zentralem Artikelstamm die Trennung der Lieferanten in die Mandanten aufrecht bleibt, jedes Unternehmen (= Mandant) hat seine eigenen Preisvereinbarungen mit dem Lieferanten, muss beachtet werden, dass, trotz eventuell gleichlautender Lieferantennamen, die Lieferanten nach Mandanten getrennt verwaltet sind. Daher werden bei Bestellungen NUR die Lieferantendaten des Lieferanten des gleichen Mandanten verwendet. Bei der Verwendung des Bestellvorschlages bedenken Sie bitte, dass hier der bevorzugte Lieferant nur dann verwendet wird / werden kann, wenn dieser dem angemeldeten Lieferanten entspricht. Für die komfortable Übertragung des Lieferanten eines Mandanten in den anderen siehe [bitte unten](#Artikellieferanten übertragen).
Hinweis: Um die Lagerbuchung bei zentralem Artikelstamm zu ermöglichen, werden immer nur die Lager des Hauptmandanten angezeigt. Das Wesen des zentralen Artikelstamms ist ja auch, dass gemeinsame Lager verwendet werden.

Zur Übersicht über die einzelnen Lagerstände können Sie den Parameter LAGERSTAND_DES_ANDEREN_MANDANTEN_ANZEIGEN aktivieren. Dieser bewirkt, dass in der Auswahlliste des Artikel-Moduls auch die Lagerstände der anderen Mandanten angeführt wird.

Info: Wenn sich die Buchhaltungssysteme der Mandanten unterscheiden (zb. bei abweichenden Ländern), so ist eine Verwendung des zentralen Artikelstamms in Kombination mit der integrierten Finanzbuchhaltung bzw. dem Fibu-Export möglich. Es müssen dafür gegebenenfalls die abweichenden Kontierungen der Artikelgruppen je Mandant angepasst werden.

Zentraler Artikelstamm und Artikelsperren

Wenn man mit einem zentralen Artikelstamm arbeitet, so müssen die möglichen Sperren im Hauptmandanten des Artikels definiert werden. Damit stehen diese Sperren auch in den anderen Mandanten zur Verfügung. D.h. es können jederzeit auch von den anderen Mandanten Artikel gesperrt werden. Die Artikelsperre wirkt immer Mandantenübergreifend.

Zentraler Artikelstamm und Bestellvorschlag

Wenn man mit einem zentralen Artikelstamm arbeitet, so kann auch der Bestellvorschlag mandantenübergreifend durchgeführt werden. 

Danach wird in der Bewegungsvorschau, in der Auswahlliste des Bestellvorschlags und dem Druck zur Information der Mandant angeführt.

Wenn ein neuer Bestellvorschlag erzeugt wird, dann werden in der Bewegungsvorschau die Lagerstände aller Mandanten bzw.die Bedarfe aller Mandanten berücksichtigt.

Beim Überleiten in Bestellungen werden nur Bestellvorschlags-Einträge des aktuellen Mandanten berücksichtigt und bestellt wird bei dem Lieferanten, bei dessen Mandanten man angemeldet ist.

Fehlmengenauflösung bei anderem Mandanten

Mit Hilfe des Menüpunkts im Lieferschein: Bearbeiten/ Fülle Fehlmengen eines anderen Mandanten nach, wird: Wenn die Summe der Fehlmengen des ZielMandanten größer als der Lagerstand des Hauptlagers des Zielmandanten ist und beim Quellmandanten ein Lagerstand >0 ist, das fehlende vorhandene Material per Ziellager-Lieferschein vom Quell zum Ziel-Mandanten gebucht (Quell-Lager ist Hauptlager des Quell-Mandanten, Ziellager ist das Hauptlager der Ziel-Mandanten).

Dies geschieht für alle Fehlmengen des Ziel-Mandanten, unabhängig davon, ob das Material in Zukunft aufgrund der Bewegungsvorschau des Quell-Mandanten selbst benötigt wird.

Zentraler Artikelstamm und unterschiedliche Mandantenwährungen

Bei der Verwendung des zentralen Artikelstammes ist grundsätzlich darauf zu achten, dass, wenn sich die Anwender aus einem gemeinsamen Lager bedienen, die Währungen der beteiligten Mandanten gleich sind.  Hintergrund: Die Gestehungspreisberechnung der einzelnen Artikel erfolgt immer in Mandantenwährung. Wenn Ihre Mandanten unterschiedliche Währungen haben, so muss unbedingt die zusätzliche Funktion Getrennte_Lager aktiviert werden. Wenden Sie sich dazu an Ihren Kieselstein ERP Betreuer.

Zentraler Artikelstamm und getrennte Lager

Gerade bei unterschiedlichen Mandantenwährungen ist es wesentlich, dass entgegen oben gesagtem trotz des zentralen Artikelstammes die Lager getrennt verwaltet werden. D.h. hier reduziert sich der zentrale Artikelstamm auf die gemeinsame Verwendung der Definition des Artikels.

Verkaufspreise, Gestehungspreise, Einkaufskonditionen, Lager und Lagerstände, sowie Lagerplätze sind in jedem Fall getrennt.

Inventur für jeden Mandanten getrennt

Ist dies gewünscht, muss die Zusatzfunktion getrennte Lager aktiviert werden und natürlich die Rechte für die Lager entsprechend hinterlegt sein.
Ist im anderen Mandanten der Reiter Inventur nicht sichtbar, so fehlt diese Zusatzfunktion für diesen Lieferanten.

Mandanten übergreifende Bestellung / Aufträge

Bei mehreren Mandanten mit zentralem Artikelstamm ist es sehr praktisch, wenn die Bestellungen für das jeweils andere Unternehmen faktisch automatisch erstellt werden. Dafür sind folgende Parametrierungen erforderlich: a.) es müssen die Partner der Mandanten bei den jeweiligen Mandanten als Kunde bzw. Lieferant angelegt sein. Bitte achten Sie dabei darauf, dass dies durch neu aus Partner übernommen werden. Achten Sie auch darauf, dass die Zuordnung eineindeutig ist. b.) Es muss der Benutzer für die automatischen Buchungen in den Mandanten definiert sein. c.) die beteiligten Kunden / Lieferanten müssen die gleiche Währung haben. Siehe. Der übliche Ablauf ist:

  1. Sie erhalten die Bestellung eines Kunden und legen die Auftragsbestätigung an. Üblicherweise mit Termin unverbindlich. Siehe dazu auch Auftrag, Wiederbeschaffung.
    Wir gehen für das Beispiel davon aus, dass dies im Mandanten 001 gemacht wird. Die Stücklisten werden im Mandanten 003 und 002 gefertigt.
  2. Es wird, im Mandanten 001, der Bestellvorschlag durchgeführt und somit die Ware als beim Mandanten 003 zu bestellen aufgelistet.
    Sie erzeugen daraus die entsprechende Bestellung.
  3. Aktivieren Sie die Bestellung, entweder durch den klassischen Ausdruck, oder durch Rechtsklick auf das Druckersymbol im Reiter Positionen der Bestellung.
    Dadurch wird die Bestellung im Mandanten der über den Lieferanten verknüpft ist angelegt. In unserem Beispiel im Mandanten 003.
    WICHTIG: Dadurch kann die Bestellung, genauer der Inhalt der Bestellung, nur mehr durch den Auftrag im anderen Mandanten verändert werden. Eine Änderung der Bestelldaten durch den Besteller ist nicht vorgesehen (Sie haben ja eine verbindliche Bestellung bereits an Ihren Lieferanten versandt)
    Ab nun kann der Inhalt der Bestellung nur mehr über den beim liefernden Mandanten automatisch angelegten Auftrag verändert werden. Dies kann bis zum Storno beider Belege gehen.
    Natürlich kann ein Wareneingang auf die Bestellung mit anschließender Eingangsrechnung in die Bestellung gebucht werden. Ab diesem Zeitpunkt sind auch Änderungen im Auftrag des liefernden Mandanten gesperrt.
  4. Durch das automatische Anlegen des Auftrages im anderen Mandanten, in unserem Beispiel 003, sind die Bestellpositionen mit den gewünschten Lieferterminen im Auftrag vorhanden.
    Der Auftrag befindet sich, abhängig ob eine Automatikregel gegeben ist oder nicht, nun im Status angelegt (Automatikregeln siehe unten).
  5. Passen Sie den Auftrag ihren Wünschen gemäß an.
    Durch das Aktivieren (drucken usw.) des Auftrages wird zusätzlich die Bestellung des bestellenden Mandanten (001) aktualisiert. Es werden die Bestellpositionen mit Mengen und Preisen angepasst und die Lieferterminbestätigungen mit der Auftragsnummer und den Terminen aus der AB eingetragen.
    Der Auftrag kann solange verändert und neu bestätigt werden, bis in der Bestellung Wareneingänge gebucht sind. Ab diesem Status kann der Auftrag in seinen Solldaten nicht mehr verändert werden.
    Hinweis: Änderungen in den Bestellungen werden protokolliert. Siehe Info, Änderungen.
  6. Lieferung:
    Die Lieferung erfolgt wie üblich durch das Erstellen eines Lieferscheines / einer Rechnung mit Auftragsbezug.
  7. Wareneingang:
    Die Buchung des Wareneinganges erfolgt idealerweise über den Reiter Waren bestellt/unterwegs. Hier sehen Sie die Positionen Ihrer Bestellungen für die der andere Mandant bereits Lieferscheine erstellt hat. Sind diese auch aktiviert (offen oder verrechnet), so ist davon auszugehen, dass diese Ware tatsächlich an Sie versandt wurde. Übernehmen Sie hier mit alle Positionen des gewählten Lieferscheines bzw. mit die markierten Positionen als Wareneingang.

Der Vorteil dieser Lösung ist, dass

    • ein eventueller Zeitversatz zwischen den Standorten klar abgebildet werden kann
    • dass an beiden Standorten das Material gezählt wird und eventuelle Unstimmigkeiten offensichtlich werden und somit geklärt werden können.
  1. Sollte dieser Geschäftsfall beendet werden müssen, so sind Auftrag und Bestellung auf beiden Seiten manuell auf Erledigt zu setzen. Dies kann sowohl für einzelne Auftrags- / Bestellpositionen als auch für den gesamten Auftrag / die gesamte Bestellung gemacht werden.

Hinweis: Wenn auch Materialzuschläge behandelt werden, so müssen natürlich Lieferant und Kunde im jeweiligen Mandanten die gleiche Kupferzahl hinterlegt haben. Die Materialzuschläge sind beim zentralen Artikelstamm für alle Mandanten gleich.

Wie lange kann die Bestellung / die Auftragsbestätigung verändert werden?

Das hängt im wesentlichen davon ab, in welchem Status die beteiligten Module sind.

  • D.h. solange die Bestellung nicht aktiviert ist (Status angelegt), kann diese verändert werden

  • Wurde die Bestellung aktiviert, so ist der Auftrag im Status angelegt. An diesem kann Menge und Preis der Positionen verändert werden. Der Termin kann nicht verändert werden

  • Wird nun der Auftrag aktiviert, so werden die Daten als Lieferterminbestätigung in die Bestellung eingetragen (Reiter Sicht Lieferantentermine)

  • In der Bestellung kann nun nur mehr die Menge und der Liefertermin geändert werden. Die Menge kann auch auf 0 gesetzt werden. Wird die bestellte Menge auf einen Wert gestellt, der die bereits gelieferte Menge unterschreitet, bzw. auf 0,00, so wird damit automatisch die Auftragsposition erledigt. Sind alle Auftragspositionen erledigt, wird automatisch auch der gesamte Auftrag erledigt, womit auch die Bestellung nicht mehr verändert werden kann.

  • Zusätzlich: Der Liefertermin wird durch die Bestellung definiert. Daher kann in den Auftragspositionen dieser nicht verändert werden.

Können hier auch automatische Berechnungen von Preisen und Mengen erfolgen?

Für automatische Berechnungen / Ergänzungen der Bestellungen haben wir Regeln vorgesehen. Stellen Sie dazu den Parameter AUTOMATIKREGEL entsprechend ein. Für die AUTOMATIKREGEL=1 ist folgendes definiert:

  1. Wenn der bestellte Artikel im anderen Mandanten eine eigengefertigte Stückliste ist, dann wird die Auftragspositionsmenge auf die nächsthöhere Fertigungssatzgröße des Artikels aufgerundet und der VK-Preis als Verrechnungspreis an den Besteller verwendet.

  2. Ist der bestellte Artikel keine eigengefertigte Stückliste (bei dem Mandanten der die Auftragsbestätigung erstellt), so wird auf die Verpackungseinheit des bevorzugten Lieferanten (Lief1) aufgerundet und der Einkaufspreis des Lieferanten verwendet. Wird jedoch festgestellt, dass für die errechnete aufgerundete Menge zuwenig auf Lager ist, aber für die bestellte noch ausreichend Ware vorhanden ist, so wird nur die bestellte Menge bestätigt

  3. Ist zu wenig auf Lager, so wird die oben errechnete Menge bestätigt und zum Positionsliefertermin wird die Wiederbeschaffungszeit aus dem Lief1 hinzugerechnet.

  4. Es erfolgt eine Überprüfung, ob bei jeder Position der maximale Veränderungswert (AUTOMATIK_POSITIONSSCHWELLWERT in Mandantenwährung) eingehalten wird. Ist dies der Fall, so werden Mengen und Termine in die Bestellung des auslösenden Mandanten rückbestätigt und der Bestellstatus auf “Bestätigt” gesetzt. Zugleich wird die Auftragsbestätigung auf Offen gesetzt. Wird der maximale Veränderungswert in einer Position überschritten, so bleibt der Auftrag im Status angelegt und muss von einem berechtigten Benutzer angepasst und bestätigt (= ausgedruckt)werden.

Hinweis: Ist die Auftragsfreigabe freigeschaltet, so wird der Auftrag automatisch freigegeben.

Wie werden die Termine errechnet?

  1. Vom Besteller wird sein Wunsch Eintrefftermin im Bestellungskopf bzw. in den Bestellpositionen eingegeben

  2. Bei der Überleitung in die Auftragsbestätigung wird die Handlingdauer (siehe Parameter) abgezogen. Ergäbe dies einen Liefertermin vor heute, so wird der heutige Tag als Liefertermin angegeben

  3. Ist die Ware lagernd, so wird der unter 2. errechnete Liefertermin als Basis verwendet

  4. Ist die Ware nicht lagernd, so wird angenommen, dass heute die Ware noch beim Lieferanten bestellt wird. Somit wird als frühest möglicher Liefertermin heute plus Wiederbeschaffungszeit des bevorzugten Lieferanten (Lief1) verwendet.
    Ist dieser Termin vor dem unter 2. errechneten Termin, so wird der Termin nicht verändert, anderenfalls wird er auf den danach errechneten Termin verändert Hinweis: Ist beim Artikellieferanten keine Wiederbeschaffungszeit hinterlegt, so werden 14Tage als standard Lieferzeit von diesem Terminberechnungsautomaten angenommen.

  5. Ausgehend von den oben errechneten Terminen wird in der Bestellung der jeweilige Positionstermin zuzüglich der Handlingdauer errechnet und eingetragen.

Wird das eine Multi-Site Verwaltung?

Für eine Multi-Site-Verwaltung gehören so Dinge wie Beleglose Rechnungen zwischen den Standorten, jeder Mandant / User darf beim anderen sich aus dem Lager bedienen, es können jederzeit Produktionsaufträge vom Mandanten 001 zum Mandanten 002 umgelagert werden, mit dazu. Weiters werden hier die sehr breiten Themen der Inter-Company Verrechnung sehr wesentlich. Insbesondere die Punkte der Verlagerung von Produktionsaufträgen von einem zum anderen Mandanten sehen wir sehr kritisch, es geht ja nicht nur um das Verschieben eines Auftrages, sondern auch um die Anpassung der Stückliste mit dem Arbeitsplan, also den Maschinen, an den neuen Standort. Aus unserer Sicht kann da nicht einfach per Software der Fertigungsauftrag verschoben werden, sondern es muss auf die gesamte Infrastruktur Rücksicht genommen werden. Es ist daher derzeit nicht geplant, eine umfassende Multi-Site-Lösung anzubieten.

Sehe ich auch ob Ware unterwegs ist?

Unter Ware unterwegs verstehen wir, dass von einem Mandanten bestellte Ware, durch den anderen bereits ausgeliefert wurde, diese aber noch nicht eingetroffen ist. D.h. die Ware ist beim liefernden Mandanten bereits in den Lieferschein gebucht und somit auch die Reservierung am Auftrag erledigt, aber, aufgrund der Transportwege ist sie beim anderen Lieferanten noch nicht eingetroffen. Dies zeigen wir im Bestellmodul im unteren Reiter Ware bestellt / unterwegs an. D.h. hier sehen Sie nicht nur die Ware die bereits am Transportweg ist, sonder auch die, die beim liefernden Mandanten noch offen ist. Da auch der Status des Lieferscheines mit angezeigt wird, sehe Sie, wie in obigem Beispiel, dass der liefernde Mandant gerade dabei ist den Lieferschein zu erstellen. Bitte beachten Sie, dass es für die bestätigten Positionen durchaus auch Teillieferungen geben kann. Es werden in diesem Falle dann die Bestellpositionen mehrfach angezeigt.

Kann damit auch der Wareneingang gebucht werden?

Ja. Im Reiter Ware bestellt / unterwegs können ausgewählte Positionen bzw. die Positionen des gewählten Lieferscheines direkt in die jeweilige Bestellung gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass selbstverständlich die Kontrolle der vom anderen Mandanten erhaltenen Artikel und deren Mengen trotzdem erforderlich sein kann.

Mit dem Klick auf werden alle Positionen des gewählten Lieferscheins in die jeweilige Bestellung übernommen. Mit dem Klick auf können die ausgewählten Positionen sehr selektiv übernommen werden.

Wie können Lieferanten eines Mandanten in einen anderen übertragen werden?

Der Grundgedanke hier ist, dass es einerseits sehr praktisch ist, wenn man in unterschiedlichen Werken die Lieferanten per Klick von einem zum anderen Mandanten übertragen kann. Andererseits ist dies natürlich sehr massiv von den Rechten im jeweiligen Mandanten abhängig. D.h. es kann der Artikellieferant eines anderen Mandanten kopiert werden. Melden Sie sich dazu am gewünschten Mandanten an, wechseln im Artikelstamm zu dem Artikel und wählen im Reiter Artikellieferant denjenigen Eintrag eines anderen Mandanten, den Sie kopieren möchten und klicken auf Eintrag kopieren. Damit wird faktisch der Eintrag aus dem anderen Mandanten in Ihren Mandanten übernommen. Voraussetzung ist, dass über die Verknüpfung der Partneradresse der Lieferant in beiden Mandanten sich auf den gleichen (den einen) Partner bezieht. Sollte das kopieren wegen unterschiedlicher Partneradressen eigentlich des gleichen Lieferanten nicht möglich sein, so müssen zuerst die Partner des einen Lieferanten [zusammengeführt](../Partner/index.htm#Partner zusammenführen) werden.

Geht es z.B. darum, dass der Artikellieferant von einem zum anderen Mandanten verschoben werden sollte, so gehen Sie bitte in der Form vor, dass zuerst der Artikellieferant in den neuen Zielmandanten kopiert wird. Springen Sie dann mit dem GoTo Button gehen zu Eintrag in den Artikellieferanten im anderen Kieselstein ERP Client des anderen Mandanten und verändern / löschen Sie diesen wunschgemäß.

Wie erkennt man ob das ein Mandanten übergreifender Beleg ist?

Für die Erkennung ob dieser Auftrag, Lieferschein, diese Bestellung Mandantenübergreifend ist, wird, solange dies ein freier Beleg ist, in der ersten Spalte der Auswahl ein M angezeigt welches signalisiert, dass dieser Beleg Mandantenübergreifend ist. Da es im Modul Lieferschein auch vorkommen kann, dass einfach ein Lieferschein an einen anderen Mandanten, ohne Mandantenübergreifendem Auftrag, erstellt wird, wird dies durch ein kleines m in der ersten Spalte angezeigt.

Hinweis: Bitte achten Sie darauf, dass für die Mandanten nur jeweils eine Adresse angelegt ist. Nur weil die Namen Ihrer verbundenen Unternehmen gleich sind, ist das noch lange kein anderer Mandant. Ein anderer Mandant ist es nur, wenn dieser Partner im System unter Mandanten aufscheint. Siehe dazu auch, Partner, auf den jeweiligen Mandanten springen, Reiter Referenz zu.

Unsere Mandanten haben unterschiedliche Währungen

Wenn Ihre Mandanten in unterschiedlichen Währungen arbeiten (müssen), so ist darauf zu achten, dass die gegenseitige Währungsdefinition gleich ist. Das bedeutet, dass der Lieferant des Ausgangsmandanten und der dazugehörende Kunde des Zielmandanten, welche ja die wechselseitige Beziehung darstellen, in der gleichen Währung sein müssen. Die Währungen der Mandanten selbst können unterschiedlich sein. Achten Sie in jedem Falle darauf, dass vom jeweiligen Mandanten / Land aus gesehen die [Wechselkurse](../Finanzbuchhaltung/index.htm#Kurse nachpflegen) richtig eingestellt sind. 

Eine Bestellposition kann nicht erledigt werden?

Wenn man bei einer mandantenübergreifenden Bestellung auch das Preise erfasst setzen will, kommt die Meldung diese Aktion kann aufgrund des Status des Beleges nicht ausgeführt werden.

Aufgrund der direkten Verbindung zwischen Bestellung und Auftragsbestätigung des anderen Mandanten kann der Status nur geändert werden, wenn auch der Auftrag noch nicht vollständig erledigt ist. Um nun herauszufinden welcher Auftrag beim anderen Mandanten dies ist, wechseln Sie in der Bestellung in den Reiter Sicht Lieferantentermine, wechseln auf die Position und sehen unten die AB-Nummer der damit verbundenen Auftragsbestätigung. Wechseln Sie nun im anderen Mandanten in die jeweilige Auftragsbestätigung. Hier ist nun vermutlich dieser Auftrag im Status erledigt.

wie verhält sich der Lief1Preis?

Es wird bei der Mehrmandanten-Lösung mit zentralem Artikelstamm davon ausgegangen, dass es trotz getrennter Mandanten ein zentraler Einkauf für alle Artikel gegeben ist. D.h. für die Ermittlung des sogenannten Lief1Preises, wird der aktuell gültige Preis OHNE Mandantenzuordnung herangezogen.

Besonderheiten für Installationen mit Mehrmandanten

Nachfolgend eine stichwortartige Sammlung von Besonderheiten in der Anzeige bzw. in den Reports bei mehreren Mandanten

  • Anzeige der Verkaufsmengenstaffeln mit Bezug auf die Verkaufspreislisten sind Mandantenabhängig. Zugleich werdn die Preise des anderen Mandanten angezeigt, wenn die Rechte dafür gegeben sind. Damit man leichter sieht, dass das die Preise eines anderen Mandanten sind, werden diese Mengenstaffeln in hellgrau dargestellt.

5.1.6 - Freigabe

Artikel freigeben und sperren

Artikel Freigabe

Ergänzend zur Stücklistenfreigabe steht auch die Artikelfreigabe als zusätzliche Funktionalität zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die Artikelfreigabe nur in Verbindung mit der Stücklistenfreigabe verwendet werden kann.

Die Artikelfreigabe dient vor allem dazu, bestimmte Eigenschaften von Artikeln von verantwortlichen Personen zu definieren und diese Eigenschaften nach der Freigabe nicht mehr ändern zu können. Damit verbunden ist, dass für die Freigabe und auch die Rücknahme der Freigabe von Artikeln das Benutzerrecht WW_FREIGABE erforderlich ist.

Wird ein Artikel neu angelegt, so ist er per default nicht freigegeben. Wird die Freigabe des Artikels zurückgenommen, muss auch eine Begründung mit angeben werden. Sowohl Freigabe / Rücknahme der Freigabe und die Begründung sind im Artikel Änderungsprotokoll ersichtlich.

Wird die Freigabe zurückgenommen, so wird überprüft, ob dieser Artikel in freigegebenen Stücklisten enthalten ist. Wenn ja kommt ein Hinweis. In welchen Stücklisten dieser Artikel enthalten ist, ist unter Info, Verwendungsnachweis ersichtlich. Wird die Freigabe eines Stücklistenartikels zurückgenommen, wird automatisch auch die Freigabe der Stücklisten ebenfalls zurückgenommen.

Info: Hat der User kein Recht die Stücklisten zurückzunehmen kann er aus diesem Grunde auch die Freigabe des Artikels nicht mehr aufheben.

Bei einem Freigegebenen Artikel sind folgende Reiter nur mehr ReadOnly: Detail, Technik, Ersatztypen

Für die Übersicht über den Freigabestatus der jeweiligen Stückliste und deren Positionen siehe bitte im Stücklistenmodul, Info, Freigabe.

Wenn eine Stückliste freigegeben wird, es greift hier das Recht STK_FREIGABE_CUD, so wird geprüft, ob alle in dieser einen Stückliste enthaltenen Positionen freigegeben sind. Ist die Stücklisten Position eine (Unter-)Stückliste, so muss auch diese Stückliste freigegeben sein. Hat die Stücklisten Position Ersatztypen auf der Stücklistenposition, so müssen alle Artikel der erlaubten Ersatztypen freigegeben sein. Sind bei dem Artikel der Stücklistenposition Ersatztypen hinterlegt, so müssen auch hier alle Artikel freigegeben sein.

Umgekehrt: Wird eine Stückliste freigeben, muss geprüft werden, ob auch alle Artikel freigegeben sind. Wenn nicht, kommt eine Warnung mit trotzdem freigeben oder abbrechen.

Hinweis: Es wird immer nur die eine Ebene der jeweiligen Stückliste aber mit Ersatztypen auf der Stücklistenposition bzw. über den Artikel betrachtet. Wenn man nun eine Freigabe zurücknehmen will, muss man faktisch die übergeordneten auch zurücknehmen.

Für die Freigabe eines Artikels klicken Sie im Detail des Artikels auf das grüne Freigabehakerl . Wenn ein Artikel bereits freigegeben ist, so sieht man wann diese Freigabe von wem durchgeführt wurde.

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